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Der Deutsche Bundestag hat am 19. Januar 2023 die
Verbrechen des IS welche 2014 auf irakischem Territorium gegen
Jesidinnen und Jesiden verübt wurden, als Völkermord anerkannt.
Auch wenn dies ein wichtiger Schritt gewesen ist, stehen die
jesidische Gemeinschaft, der Irak, sowie auch Deutschland immer
noch vor vielen Herausforderungen, welche den Frieden in der
Region gefährden können.

Besonders prägend für die Entwicklungen der letzten zwei Dekaden
im Irak war die Ausbreitung des sogenannten Islamischen Staates,
der im August 2014 seine größte territoriale Ausdehnung im Irak
erreichte. Bei der militärischen Bekämpfung dieser
Terrororganisation war und ist immer noch auch die Bundeswehr
beteiligt, im Einsatz Counter Daesh/Capacity Builidung Iraq.

Auch wenn der sogenannte Islamische Staat im Irak in seiner
ursprünglichen Form inzwischen als besiegt gilt, stellt er
weiterhin eine ernstzunehmende Gefahr dar. Vor allem deutlich
präsent sind insbesondere die Konsequenzen der Verbrechen, welche
die Anhänger und Anhängerinnen dieser terroristischen Gruppierung
in den letzten 10 Jahren ausgeübt haben.

In der 53. Zugehört-Folge spricht Silvia-Lucretia Nicola mit
Gohdar Alkaidy, dem Co-Vorsitzende der Stelle für Jesidische
Angelegenheiten in Berlin, der durch eine Petition den Bundestag
zur Anerkennung der Verbrechen gegen die jesidische Gemeinde als
Völkermord angeregt hat sowie auch mit Dr. Henning de Vries, dem
Geschäftsführer am Internationalen Forschungs- und
Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse der Universität
Marburg. Im Podcast geht es um die Einordnung der Geschehnisse,
welche zu dem jüngsten Völkermord auf dem Territorium des Irak
geführt haben, sowie auch um die Rolle Deutschlands bei der
juristischen Aufarbeitung dieser Verbrechen.
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„Der Genozid an den Jesiden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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