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Die Personalzahl der Bundeswehr steigt und das Interesse
am Soldatenberuf unter den jungen Menschen, aber passen sie zur
Bundeswehr? Prof. Dr. Martin Elbe, Militärsoziologe am ZMSBw, und
Oberstleutnant Michael Gutzeit sprechen über militärische
Sozialisation junger Menschen.

Rund 10.000 junge Menschen aus den Geburtsjahrgängen von 1995 bis
2010 starten in diesem Jahr mit dem freiwilligen neuen
Wehrdienst. Es sind Menschen der so genannten Generation Z.
Dieser Generation haftet beharrlich das Klischee an, mehr
ichbezogen und hedonistisch, als gesellschaftsbezogen und
verantwortungsbewusst zu sein. In vielen Veröffentlichungen wird
daher diskutiert, ob die Lebenswelt junger Menschen in
Deutschland heute überhaupt noch mit einem Wehrdienst der
Bundeswehr zu vereinbaren ist.

Beharrliche Vorurteile und konstruktive Wechselwirkungen

Die militärsoziologische Forschung des ZMSBw belegt dagegen, dass
die Generation Z und der Wehrdienst an sich keinen Widerspruch
darstellen, sondern in einer konstruktiven Wechselwirkung stehen.
In sozialwissenschaftlichen Studien, wie etwa in der
"Bewerberstudie" aus dem Jahr 2022, hat sich gezeigt, dass die
junge Generation zuerst intrinsische Werte favorisiert. Motive
wie der Wunsch dem Staat zu dienen, Wertekonformität und das
Erleben von Herausforderungen im Dienst bei der Bundeswehr
standen im Vordergrund. Auch der Fokus auf Familie, Freunde,
Partnerschaft und auf ein gutes Gewissen im Hinblick auf das
eigene Handeln sind traditionelle Werte, deren Hintergrund ein
starker Gemeinschaftssinn ist. Wie weit also sind eine Generation
Z und Bundeswehr wirklich voneinander entfernt? Die
sozialwissenschaftliche Antwort ist: es gibt Gemeinsamkeiten,
aber auch Unterschiede.

Gesprächspartner

Prof. Dr. Martin Elbe ist Militärsoziologe am ZMSBw und forscht
zu den Themen Personal, Organisation, Gewalt, Gesundheit und
Sport. Er hat über 25 Jahre Lehrerfahrung als Professor und als
Lehrbeauftragter an zahlreichen Hochschulen. Seine
Arbeitsschwerpunkte liegen dazu in im Bereich der
Sozialpsychologie sowie Forschungsmethodologie.

Oberstleutnant Michael Gutzeit ist der Leiter der
Informationsarbeit (LdI) und Pressesprecher des Zentrums für
Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in
Potsdam sowie für die Webseite und digitale Medien
verantwortlich.
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„Generation Z in Uniform. Wie werden Soldaten und Soldatinnen gemacht?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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