BDSM und Therapie: Interview mit Dr. Gisela Fuchs‑Wolf über
kink‑freundlich vs. kink‑kompetent, Intersektionalität und Wege
zur Kostenerstattung.
In dieser Folge spricht Sonja mit Dipl.-Psych. Dr. Gisela
Fuchs‑Wolf darüber, wie BDSM/Kink und Psychotherapie gut
zusammenfinden. Es geht um Entpathologisierung (ICD‑11),
intersektionale Perspektiven in der Praxis, den Unterschied
zwischen kink‑freundlich und kink‑kompetent – und sehr konkrete
Wege, wie du einen passenden Therapieplatz findest, inkl.
Kostenerstattung und Netzwerken.
Themen dieser Folge
Grundbegriffe: BDSM/Kink ist keine Diagnose (ICD‑11) – wofür
diese Folge gedacht ist
Fuchs’ Ansatz: verhaltenstherapeutisch, integrativ,
intersektional – kritisch gegenüber pathologisierenden
Traditionen
Intersektionalität nach Crenshaw: soziale Positionierungen
mitdenken, glaubwürdig zuhören
Großstadtvorteile, Community und interne Marginalisierungen
in der Szene; Forschungslücken
Das Buch als Ressource für Fachkräfte: Mindestwissen,
übersetzte Guidelines, Handlungsempfehlungen
Kink‑freundlich vs. kink‑kompetent: Grenzen kennen,
transparent kommunizieren, ggf. weitervermitteln
Netzwerke, Supervision/Intervision und rechtliche Hürden
durch Schweigepflicht
Regionale/überregionale Vernetzung: Berlin, Fachverbände,
Listen, Beratungsstellen
Kostenerstattung nach §13.3 SGB V: Anspruch, Hürden,
Unterstützung
Berliner Praxisbeispiel: organisierte
Kostenerstattungs‑Netzwerke, Sprechstunden,
Dringlichkeitsnachweise
Umgang mit renitenten Kassen: Anspruch kennen, selbstbewusst
durchsetzen
Konkrete Tipps für Therapiesuchende: queere Beratungsstellen,
Community, Listen/Verbände, Workshops
Früh klären: Respekt vs. Kompetenz – Bindungen nicht unnötig
schmerzhaft werden lassen
Abschluss: Buch lesen, Wege zur Versorgung nutzen, Ressourcen
gemeinsam sammeln
Das Wichtigste in Kürze
BDSM/Kink ist nicht pathologisch – Respekt ist Basis,
Kompetenz kommt oben drauf.
Intersektional denken: Symptome sind nicht nur individuell,
Kontext zählt.
Kink‑freundlich ≠ kink‑kompetent: früh abklären, ggf. rasch
wechseln.
Kostenerstattung (§13.3 SGB V) ist ein Rechtsanspruch –
Umsetzung braucht Wissen und Rückenwind.
Nutze Community, queere Beratungsstellen und Fachlisten –
Vernetzung öffnet Türen.
Therapeutys: Guidelines lesen, eigene Grenzen benennen,
weitervermitteln und interprofessionell vernetzen.
Links & Ressourcen zur Folge
Clinical Practice Guidelines für Kink‑Kompetenz (engl.)
Kink‑friendly Professionals DACH (inkl. FAQ)
VLSP – Queerer Berufsverband für Gesundheitsprofessionelle
DGVT – Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie
Infos zum Kostenerstattungsverfahren (§13.3 SGB V)
FreeDomWave
Queer Med – Verzeichnis queerer Gesundheitsprofessioneller
SMart Rhein‑Ruhr – Verein/Netzwerk mit Stammtischen
Sonjas kostenlose Workshops zur Therapiesuche (kink, queer
& Co)
Buchtipps
BDSM und Psychotherapie – Gisela Fuchs‑Wolf
Aufruf
Teilt eure Ressourcen Kennst du regionale Listen,
Beratungsstellen oder Netzwerke, die bei kink‑kompetenter
Therapie helfen? Teile deine Hinweise mit uns – so stärken wir
gemeinsam den Zugang für alle.
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