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  4. Leben als Pflegekind – Was sagen Pflegekinder dazu? (Karin Werner)
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Heute ist Karin Werner bei uns zu Gast, sie ist Professorin an
der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Bereich
Soziale Arbeit am Institut für Kindheit, Jugend und Familie. Sie
ist eine ausgewiesene Expertin im Bereich der Forschung zum
Pflegekinderwesen und heute wollen wir gemeinsam darüber
sprechen, wie Jugendliche ihr Leben als Pflegekind in
Pflegefamilien erleben und wie sie mit den damit verbundenen
Herausforderungen umgehen. Darüber hat Karin Werner eine
Doktorarbeit mit dem Titel: „Leben als Pflegekind – die
Perspektive jugendlicher Pflegekinder auf ihre Lebenssituation“
geschrieben. 

 

Karin Werner, Professorin an der Züricher Hochschule für
Angewandte Wissenschaften im Bereich Soziale Arbeit am Institut
für Kindheit, Jugend und Familie 

Wir haben über folgende Aspekte gesprochen: 

Frau Werner, wie sind Sie für sich auf den Schwerpunkt „Forschung
im Pflegekinderbereich“ gekommen?

Hat das Thema neben dem wissenschaftlichen Interesse auch eine
ganz persönliche Komponente?

Kommen wir zu Ihrer Veröffentlichung. Sie sprechen bezogen auf
die Unterbringung in einer Pflegefamilie von einem kritischen
Lebensereignis. Was meinen Sie damit genau?

Grundlage Ihrer Arbeit sind pflegekindspezifische
Entwicklungsaufgaben: Dazu zählten bisher in der Literatur
folgende benannten: 

Einleben in eine neue Familienkultur, 

Wahrnehmung eines weiteren sozialen Netzes außerhalb der
Pflegefamilie, 

Beziehungsgestaltung zu zwei Familien, Auseinandersetzung mit
der Herkunftsfamilie, 

Umgang mit Loyalitätskonflikten, 

Zufriedenheit mit der Pflegekindsituation, 

Annahme des Pflegekindstatus und Aufrechterhaltung der
eigenen Normalitätsbalance.

 

Sie selbst haben in Ihrer Studie ähnliche und andere
pflegekindspezifische Herausforderungen herausgefunden. Können
Sie unseren Hörer:innen dazu etwas sagen.

Regeln als Bestandteil der neuen Familienkultur

Umgang mit Diskontinuitätserfahrungen

Umgang mit dem Tod der leiblichen Mutter und/oder Vater

Einstellung der Eltern gegenüber der Fremdunterbringung

Religionszugehörigkeit der Pflegeeltern

Umkehrung der generationalen Sorge

Reaktionen der Umwelt auf die Pflegekindsituation

  

Im Laufe Ihrer Dissertation wird deutlich, dass sich vor allem
zwei Entwicklungsaufgaben als zentral bei allen Pflegekindern
herauskristallisieren. Welche zwei sind das? 

 

Und welche Empfehlungen haben Sie vielleicht für Pflegeeltern, um
das Pflegekind in der Be- bzw. Verarbeitung gut zu unterstützen?
Beginnen wir mit „Bedeutung der Pflegefamilie mit der
entsprechenden Sinnzuweisung“. Und wie sieht es mit der
„Bedeutung der und Kontakt zu den Herkunftseltern“ aus und dann
gibt es ja noch deutliche Wechselwirkungen? 

 

Hätten Sie noch andere Hinweise, die eher für Fachkräfte im
Pflegekinderbereich sind? 

 

Aus den Aspekten leiten Sie dann ein Modell des Arrangements der
doppelten Elternschaft ab. Erläuterungen dazu würden nach
Verständigung in unserem Vorgespräch zu komplex für das
Podcastformat sein. Was wäre für die Leser:innen Ihres Buches der
vertiefende Aspekt? 

Was hat Sie aufseiten der Pflegekinder im Rahmen Ihrer Studie im
Sinne einer besonderen Kompetenz oder Bewältigungsstrategie
besonders beeindruckt?

Am Ende leiten Sie aus Ihren Erkenntnissen Empfehlungen für die
Pflegekinderhilfe generell ab. Welche Aspekte finden Sie
besonders zentral?

Welche Herausforderungen sehen Sie insgesamt für die
Pflegekinderhilfe?

Was wünschen Sie sich als Forscherin für Pflegekinder, für
Pflegeeltern und für Herkunftseltern? 

 

Hier finden Sie uns im Internet:

www.elisabeth-verein.de

www.pflegefamilien-hessen.de

www.pflegefamilien-akademie.de

www.pflegefamilien-akademie.de/podcast

www.foerderverein-pflegekinder-deutschland.de

www.pflegefamilien-im-mittelpunkt.de
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„Leben als Pflegekind – Was sagen Pflegekinder dazu? (Karin Werner)“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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