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Willkommen zur fünften Folge von „Auf Simches!“, dem Podcast des
Jüdischen Museums Frankfurt. Diesmal unterhält sich Moderatorin
Shelly Kupferberg mit der Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert
über die komplexen ethischen Herausforderungen der modernen
Medizin, die von Sterbehilfe und Organspende bis hin zur gerechten
Verteilung medizinischer Ressourcen reichen. Bettina Schöne-Seifert
kennt den medizinischen Alltag – und die ethischen Fragen, die mit
ihm einhergehen. Die Ärztin und Geisteswissenschaftlerin hat sich
neben der Medizin früh mit Philosophie beschäftigt und gehört heute
zu den prägenden Stimmen der deutschen Medizinethik. Als
langjähriges Mitglied des Deutschen Ethikrats und Professorin an
der Universität Münster bringt sie theoretische Reflexionen und
praktische Erfahrung in die Diskussion um Sterbehilfe, die so
emotional wie politisch ist. Im Zentrum dieser Folge steht die
Debatte um das selbstbestimmte Sterben. Was bedeutet Autonomie am
Lebensende? Wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und Eingriff? Und
warum herrscht in Deutschland so große Unsicherheit darüber, was
erlaubt ist und was nicht? Bettina Schöne-Seifert erklärt die
Unterschiede zwischen passiver Sterbehilfe, Suizidbeihilfe und
Tötung auf Verlangen – und weshalb das Urteil des
Bundesverfassungsgerichts von 2020 zwar einen neuen
Möglichkeitsraum geschaffen hat, die gesellschaftliche Umsetzung
aber noch aussteht. Dabei geht es um existenzielle sowie
philosophische Themen: das Bedürfnis nach Kontrolle, die Angst vor
Abhängigkeit und die kulturelle und gesellschaftliche Tabuisierung
der Selbsttötung. Für Bettina Schöne-Seifert ist der Tod ein Teil
des Lebens, den man – wenn möglich – sanft und selbstbestimmt
gestalten sollte. Ein Gespräch über Ethik, Recht, Realität und die
Frage, wie viel Freiheit wir am Ende wirklich wollen.
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„5. Folge: Bettina Schöne-Seifert“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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