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  4. #67 - Folge aus der Praxis - Vertrauen
In dieser Praxisfolge von Mono, Poly und Co. geht es um Kai und
Leo - ein Paar, das schon viele Jahre zusammen ist und sich
gemeinsam mit den Herausforderungen von offenen
Beziehungsmodellen auseinandersetzt. Sie erleben eine dynamische
Mischung aus Vertrauen, Eifersucht und Verhandlungsprozessen.

Worum geht es in dieser Folge?

 • Die Ausgangssituation:

Kai und Leo leben seit vielen Jahren zusammen, haben große Kinder
und experimentieren mit offenen Beziehungsmodellen. Phasen von
Monogamie wechseln sich mit offenen und polyamoren Ansätzen ab.

 • Die Herausforderung:

Die Beziehung wird immer wieder von negativen Gefühlen und Dramen
belastet, insbesondere wenn es um den Umgang mit anderen Menschen
geht. Vertrauen und Eifersucht sind zentrale Themen, die immer
wieder neu verhandelt werden müssen.

 • Die Beratungsarbeit:

 • Einsatz der Skalenmethode, um Konflikte
greifbarer zu machen und Verhandlungsprozesse zu unterstützen.

 • Reflexion über persönliche Bedürfnisse und deren
Erfüllungsstrategien.

 • Arbeit an der Unterscheidung von Stolz und echten
Beziehungsbedürfnissen.

 • Der Weg von Misstrauen hin zu gegenseitiger
Verlässlichkeit und einem stärkeren Commitment.

 • Die Ergebnisse:

 • Kai entwickelt mehr Verlässlichkeit und schafft es, alte
Verhaltensmuster abzulegen.

 • Leo öffnet sich langsam für die Vorteile der
Beziehungsöffnung und erkennt, wie wichtig Transparenz und
Vertrauen auf beiden Seiten sind.

Was bedeutet AMEFI?

AMEFI steht für “Alles Mit Einer*m Für Immer”
und beschreibt eine Erwartungshaltung, mit der viele Menschen in
eine klassische Monogamie gehen. Diese Haltung birgt laut Lisa
Fischbauch und Holger Lendt in ihrem Buch “Treue ist auch keine
Lösung” einige ungünstige Voraussetzungen für eine glückliche
Partner*innenschaft:

 • Die Partner*in wird als alleinige Quelle für das eigene
Glück gesehen.

 • Es besteht ein starkes Besitzdenken.

 • Autonomie wird vernachlässigt, zugunsten einer
symbiontischen Beziehung. Das soziale Netzwerk spielt oft nur
eine untergeordnete Rolle.

 • Gesellschaftlich vorgegebene Regeln werden nicht
hinterfragt, verhandelt oder angepasst.

 • Beziehungen werden als “für immer” gedacht; jede andere
Entwicklung wird als Scheitern interpretiert.

(siehe auch: https://sonjajuengling.de/glossar/)

Schlüsselthemen der Folge:

 • Vertrauen als Prozess:

Vertrauen ist keine statische Größe, sondern ein fortlaufender
Prozess, der durch gegenseitige Verlässlichkeit und Kommunikation
gestärkt wird.

 • Vertrauensbrüche und Heilung:

Verletzungen in Beziehungen sind unvermeidlich. Wichtig ist, wie
Paare gemeinsam daran arbeiten, diese zu heilen und gestärkt
daraus hervorzugehen.

 • Verhandeln statt Gegeneinander:

Eine Beziehung sollte nicht von Gegeneinander geprägt sein,
sondern von gemeinsamer Suche nach Lösungen, die für beide
tragbar sind.

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Folge!

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Zu Sonjas Beziehungs-Coaching und Blog-Beiträgen:
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„#67 - Folge aus der Praxis - Vertrauen“

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