Podcast
Podcaster
Körperakzeptanz - Dein Podcast für Trauma-sensibles Yoga, intuitives Essen und Selbstliebe
Du folgst jetzt diesem Podcast.
Beschreibung
vor 2 Jahren
Yoga wird oft als entspannend, heilsam und wohltuend beschrieben.
Und ja: Yoga kann für viele Menschen ein wertvoller Weg sein, den
Körper zu spüren, Stress abzubauen, schmerzfrei zu werden, den
Atem wahrzunehmen oder mehr Verbindung zu sich selbst zu erleben.
Aber Yoga ist nicht automatisch für alle Menschen sicher,
angenehm oder regulierend - für manche Menschen kann Yoga
durchaus überfordernd sein.
Zu viel Stille, Körperfokus, Nähe, Druck, eine bestimmte Haltung
„richtig“ auszuführen, zu dogmatisch und zu wenig
Entscheidungsfreiheit. Genau hier setzt traumasensibles Yoga an.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was traumasensibles Yoga
bedeutet – und warum es nicht einfach eine besonders sanfte
Yogaform ist, sondern vor allem eine Haltung. Traumasensibles
Yoga stellt nicht die perfekte äußere Form in den Mittelpunkt,
sondern die Erfahrung der übenden Person.
Es fragt nicht zuerst: Wie tief kommst du in diese Haltung oder
wie lange hältst du durch? Sondern: Was nimmst du wahr? Möchtest
du die Augen offen lassen? Möchtest du eine Pause machen?
Ein zentraler Bestandteil von traumasensiblem Yoga ist
Wahlfreiheit, denn traumatische Erfahrungen können mit
Kontrollverlust, Ohnmacht oder fehlender Selbstbestimmung
verbunden sein. Deshalb ist es in traumasensibler Praxis
besonders wichtig, dass Menschen Wahlmöglichkeiten erleben dürfen
– ganz konkret auf der Matte.
Du darfst entscheiden, ob du eine Haltung mitmachst oder nicht.
Du darfst Pausen machen. Du darfst die Augen offen lassen. Du
darfst Hilfsmittel verwenden. Du darfst eine Bewegung verändern.
Und du darfst Nein sagen, ohne dich für irgendetwas zu
rechtfertigen.
In dieser Folge geht es auch um Sprache. Viele klassische
Yogaansagen klingen vielleicht harmlos, können aber Druck
erzeugen: „Geh tiefer“, „Halte durch“, „Schließ die Augen“, „Lass
alles los“, „Bleib noch“, „Du kannst mehr, als du denkst“.
Traumasensible Sprache ist einladender. Sie eröffnet
Möglichkeiten, statt Anweisungen durchzusetzen. Sie respektiert,
dass jede Person den eigenen Körper anders erlebt.
Auch Berührung spielt eine wichtige Rolle. In traumasensiblem
Yoga gibt es keine ungefragten körperlichen Korrekturen.
Berührung braucht klares Einverständnis – und ein Nein muss
jederzeit möglich sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Umgang mit Leistung. Yoga
wird oft als Gegenpol zur Leistungsgesellschaft dargestellt.
Gleichzeitig können Yogaräume selbst sehr leistungsorientiert
sein: Wer ist beweglich? Wer kommt tiefer? Wer sieht dabei
besonders ästhetisch aus? Wer schafft die fortgeschrittene
Variante?
Traumasensibles Yoga kann dabei unterstützen, wieder kleine
Momente von Körperwahrnehmung, Selbstbestimmung und Orientierung
zu erleben. Es ersetzt keine Therapie und macht keine
Heilversprechen. Aber es kann ein Raum sein, in dem du nicht
leisten, dich nicht beweisen und dich nicht anpassen musst.
Ein Raum, in dem dein Körper nicht korrigiert wird, als wäre er
falsch, sondern ein Raum, in dem du üben darfst, mit deinem
Körper statt gegen ihn zu sein.
Mein Online Yoga Studio:
https://dorismuellner.com/online-yoga-studio/
Wenn du dich nach einem friedlicheren Umgang mit Essen, Körper
und dir selbst sehnst, kannst du diese weiteren Schritte
gehen:
Meine Self Care Journey für 0€ hier geht's
lang
Hier ein unverbindliches Kennenlernen ausmachen:
Hier ausmachen
Mehr Impulse & Austausch findest du auf
Instagram: @foodfreedomflow
Mein
YouTube-Kanal
Musik: Feel by LiQWYD | Lizenz: Creative Commons
Attribution 3.0 (CC BY 3.0)
Weitere Episoden
24 Minuten
vor 3 Tagen
34 Minuten
vor 1 Woche
54 Minuten
vor 2 Wochen
25 Minuten
vor 3 Wochen
17 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.