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  4. LIT #2005 – Eva Menasse – Lesung und Gespräch mit Maike Albath

Eva Menasse





Eva Menasse wurde 1970 in Wien geboren und lebt heute in Berlin.
Sie erhielt u. a. den Heinrich-Böll-Preis sowie den
Friedrich-Hölderlin-Preis. 2017 erschien ihr jüngstes Werk, der
Erzählband „Tiere für Fortgeschrittene“. Nach ihrem Auftritt 2005
war sie 2009 ein weiteres Mal zu Gast beim Erlanger
Poetenfest.





Auszug aus dem Programmhefttext von 2005:





Es ist so, als sei man unbeabsichtigt bei einem Familientreffen
gelandet: schon auf den ersten Seiten von Eva Menasses Debüt
„Vienna“ wird der Leser zum Adoptivkind der Wiener Mischpoke, so
unwiderstehlich strömen die Legenden, Anekdoten und Geschichten
auf einen ein. Dabei gehört es zum Prinzip des Buchs, das hinter
jeder Geschichte noch eine weitere Geschichte steckt oder
wenigstens eine Redensart, ein Gesicht, ein sprichwörtlicher
Fauxpas, eine altbekannte Macke. Da gibt es zum Beispiel den
Vater der Ich-Erzählerin, der beinahe im Kaffeehaus zur Welt
gekommen wäre, weil sich seine spielsüchtige Großmutter nicht vom
Bridgetisch trennen konnte. Es gibt den nicht minder
spielversessenen Großvater, einen Wiener Juden mit Maßhemden und
bestechendem Charme, dem die Frauenwelt zu Füßen liegt. Zu den
Mitgliedern des Clans zählen außerdem die dicke Tante Gustl und
ihr angeheirateter Bankdirektor, ein Meister der Stilblüte, woran
sich die Nachgeborenen noch Jahrzehnte später erfreuen. Eva
Menasse, 1970 in Wien geboren, hat bisher als Journalistin und
Verfasserin eines Sachbuchs über den Holocaustleugner David
Irving von sich reden gemacht. Mit „Vienna“ gelingt ihr ein
beeindruckendes Debüt: eine Vergangenheitsrecherche der
besonderen Art mit einer raffinierten Zeitstruktur, eine
tragikomische Geschichte mit Wiener Schmäh über die
schwergewichtige Frage der Herkunft und ein Familienroman voller
Erzähllust. (Maike Albath)





Foto Stefan Oláh
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„LIT #2005 – Eva Menasse – Lesung und Gespräch mit Maike Albath“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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