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  4. LIT #2013 – Helmut Böttiger – Lesung und Gespräch mit Wilfried F. Schoeller

Helmut Böttiger


 


Helmut Böttiger, geboren 1956 in Creglingen (Baden-Württemberg),
lebt heute in Berlin. Als Kolumnist und Kritiker war er in
verschiedenen Kulturredaktionen tätig. Er publizierte mehrere
Bücher über Paul Celan, zuletzt erschienen „Wir sagen uns
Dunkles. Die Liebesgeschichte zwischen Ingeborg Bachmann und Paul
Celan“ (2017) und „Celans Zerrissenheit“ (2020), das er auf dem
40. Erlanger Poetenfest vorstellte. Insgesamt war der Autor
bereits vier Mal zu Gast auf dem Erlanger Poetenfest.


 


Auszug aus dem Programmhefttext von 2013:


 


Im Frühjahr dieses Jahres erhielt der Berliner Literaturkritiker
Helmut Böttiger für sein Porträt der Gruppe 47 den Sachbuchpreis
der Leipziger Buchmesse. Die Auszeichnung gilt einer
überzeugenden Darstellung jenes losen Verbundes von
Schriftstellern und Kritikern, die es verstanden, über Jahrzehnte
hinweg intellektuelle Maßstäbe zu formulieren oder zu behaupten,
Autoren in der Öffentlichkeit zu promoten und mit meinungsstarken
Beiträgen auch in den politischen Raum hineinzuwirken.


Die große Prägekraft der Gruppe 47 war allerdings nie
unumstritten: Sie habe nichts zur Heimholung deutscher
Exilliteratur beigetragen oder ihre Wiederaneignung mit
verhindert, sie zeichne im Ausschlussverfahren ihr literarisches
Gruppenbild, sodass sich ein zweifelhafter Kanon der deutschen
Gegenwartsliteratur ergab; oft wurde ihr der Vorwurf der
„Pressure Group“ oder eines Kartells gemacht. Kurzum: Sie habe
sich ziemlich anmaßend gebärdet. Doch schwingt in solcher Kritik
nicht immer auch eine versteckte Sehnsucht nach ähnlichen
Möglichkeiten im heutigen, so unübersichtlich gewordenen
Literaturbetrieb mit? Die Literaturkritik hat massiv an Einfluss
verloren. Kann man diesen Prozess anhalten? Könnte man ihn gar
zurückdrehen? Könnte die längst entschwundene Gruppe 47 dabei als
Vorbild oder als Musterfall dienen? (Wilfried F. Schoeller)


 


Foto Cordula Giese
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„LIT #2013 – Helmut Böttiger – Lesung und Gespräch mit Wilfried F. Schoeller“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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