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Rückblick auf die Sommerprüfung 2015 – Anwendungsentwickler-Podcast #20

Rückblick auf die Sommerprüfung 2015 – Anwendungsentwickler-Podcast #20

IT-Berufe-Podcast vor 11 Jahren
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In der zwanzigsten Episode meines Anwendungsentwickler-Podcasts
blicke ich auf die Abschlussprüfung im Sommer 2015 zurück und gebe
Tipps für die kommenden Prüflinge. TL;DR Bei meinen 21 Prüfungen im
Sommer 2015 fielen mir vor allem sprachliche Fehler und Lücken beim
fachlichen Verständnis auf. Für deine Abschlussprüfung als
Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung solltest du sorgfältig
geprüfte Texte abgeben, dein methodisches Vorgehen sichtbar machen
und zeigen, was du selbst entwickelt hast. Im Fachgespräch musst du
deinen Code sowie die eingesetzten Technologien erklären und deine
Entscheidungen begründen können. Wenn dein Betrieb dich fachlich
kaum ausbildet, wende dich frühzeitig an die IHK. Kapitelmarken
[00:00:01] Einstieg und Rückblick auf die Sommerprüfung 2015
[00:01:15] Schriftliche Prüfung: WiSo und Algorithmenaufgaben
[00:03:23] Sprachliche Fehler in der Projektdokumentation
[00:05:48] Rechtschreibung auf Präsentationsfolien [00:07:10]
Methodisches Vorgehen bei der Softwareentwicklung [00:09:58] Eigene
Arbeit und fachliche Tiefe im Abschlussprojekt [00:11:51] REST und
JSON im Fachgespräch erklären [00:14:21] Programmiersprachen und
Typisierung verstehen [00:16:21] Häufige Fachgesprächsfragen
vorbereiten [00:18:39] Funktionale Sprachelemente und Generics
[00:20:04] Eigenen Quelltext verstehen: using in C# [00:21:22]
Technische Entscheidungen begründen [00:24:01] Präsentationen mit
Bildern ansprechend gestalten [00:25:38] Mangelhafte betriebliche
Ausbildung und Hilfe durch die IHK [00:29:41] Rückblick auf die
wichtigsten Prüfungsprobleme [00:30:36] Shownotes und
Kontaktmöglichkeiten [00:31:51] Newsletter und Checklisten für dein
Abschlussprojekt Inhalt Die schriftliche Prüfung hat dieses Jahr
viele Prüflinge ihre gute Note gekostet. Insb. WiSo hat viele
Prüflinge runtergezogen. Die Rechtschreibprüfung und ein
Korrekturleser sind die Freunde jedes Prüflings. Das gilt auch für
die Projektpräsentationen. Methodik fehlt häufig in den
Präsentationen und Dokumentationen. Wenige Zeilen Code reichen
nicht als Abschlussprojekt. SAP-Projekte fallen auffällig oft in
diesen Bereich. REST zusammen mit JSON kommt immer häufiger zum
Einsatz. Leider kann fast niemand definieren, was das eigentlich
ist. Das gleiche gilt für die zentralen Eigenschaften der eigenen
Programmiersprache (z.B. Typisierung). Standardfragen können immer
noch nicht beantwortet werden. Das reißt teils sogar gute Prüflinge
rein. Funktionale Programmierung wird noch nicht angewendet.
Programmierfeatures (wie z.B. Lambdas, Generics) werden eingesetzt,
ohne sie zu verstehen. Die Frage nach dem "Warum" wird selten
gestellt. Einige Vorgaben werden einfach hingenommen. Die
Präsentationen werden langsam farbenfroher und ansprechender.
Mehrere Prüflinge wurden von ihren Betrieben im Regen stehen
gelassen. Wenn euch das auch so geht, macht euch frühzeitig
Gedanken, was ihr dagegen tun könnt (z.B. bei der IHK melden).
Literaturempfehlungen * Links Permalink zu dieser Podcast-Episode
RSS-Feed des Podcasts Die 17 häufigsten Fehler in der
Projektdokumentation - Anwendungsentwickler-Podcast #9 Die 11
häufigsten Fehler in der Projektpräsentation -
Anwendungsentwickler-Podcast #7 Mythen der Projektpräsentation
(Blog-Artikelreihe) Representational State Transfer – Wikipedia
JavaScript Object Notation – Wikipedia Zusammenfassung Schriftliche
Sommerprüfung 2015 Bei meinen 21 Prüfungen im Sommer 2015 sah ich
viele interessante Projekte, darunter auch solche mit modernen
Technologien. Die schriftlichen Ergebnisse drückten bei vielen
IT-Azubis die Abschlussnote, selbst wenn ihre Projektdokumentation
und Präsentation gut ausfielen. WiSo: Viele
Prüfungsteilnehmer:innen erreichten eine 3 oder schlechter. Dieser
Bereich machte damals 20 Prozent von Teil B aus und konnte die
Gesamtnote an einer Notengrenze verschieben. Als mögliche Ursache
fielen Fragen auf, die in den Prüfungen der vorherigen Jahre kaum
vorkamen. Meine bisherige Empfehlung, die Aufgaben der letzten fünf
Jahre auswendig zu lernen, reichte in dieser Prüfung für viele kaum
aus. Ganzheitliche Aufgabe 1: Zwei umfangreiche Aufgaben verlangten
Algorithmen in Pseudocode. Auch nach dem Streichen einer Aufgabe
blieb eine größere Programmieraufgabe übrig. Wegen des hohen
Zeitbedarfs empfehle ich bei solchen Aufgaben, sorgfältig
abzuwägen, welche du streichst. Vielen Prüfungsteilnehmer:innen
fehlte anschließend Zeit für weitere Aufgaben. Texte und Folien
sorgfältig prüfen Beim Lesen der Projektdokumentationen begegneten
mir Fehler, durch die einzelne Sätze kaum verständlich waren.
Teilweise fehlten Wörter oder Kommas; auch offensichtliche
Schreibfehler standen schon in den ersten Sätzen. Aktiviere die
Rechtschreibprüfung deiner Software und korrigiere die markierten
Stellen. Word bietet diese Funktion, ebenso lässt sie sich in
Eclipse einschalten, wenn du dort mit LaTeX arbeitest. Ich empfehle
LaTeX für die Projektdokumentation und stelle auf meiner Website
eine Vorlage bereit. Für verständliche Inhalte brauchst du
zusätzlich jemanden, der deinen Text gegenliest, etwa dein:e
Ausbilder:in oder eine Person aus deiner Familie. Dabei lassen sich
unklare Sätze und schwer nachvollziehbare Inhalte entdecken. Auch
deine Präsentationsfolien solltest du mehrfach durchlesen.
PowerPoint hat ebenfalls eine Rechtschreibprüfung. Fehler in
gewöhnlichen deutschen Wörtern fallen Prüfer:innen schnell auf. Bei
mir führen solche Fehler dazu, dass ich auch den Code genauer
prüfe. Dein Vorgehen bei der Softwareentwicklung zeigen Vor dem
Programmieren solltest du klären, was die Anwender:innen brauchen
und wie du die Software aufbauen möchtest. In einigen
Prüfungsprojekten blieb dieses Vorgehen kaum erkennbar, weil die
Dokumentation vor allem allgemeine Beschreibungen oder Quelltext
enthielt. Je nach Projekt kannst du deine Überlegungen mit
folgenden Mitteln sichtbar machen: Use Cases sowie einem Lastenheft
oder Pflichtenheft, um die Anforderungen festzuhalten.
Anwendungsfalldiagrammen und Klassendiagrammen, die deine Software
beschreiben. ER-Modellen für die Datenbank. Aktivitätsdiagrammen
oder EPKs für Abläufe und Prozesse. Zu einem fachlich durchdachten
Projekt gehören außerdem Tests und Maßnahmen, mit denen du die
Qualität prüfst. Auch im damals vorgesehenen 70-Stunden-Projekt
erwartete ich, dass du einen Plan verfolgst und auf Änderungen
reagierst. Wenn dieses Vorgehen in der Prüfungsleistung kaum
sichtbar wurde, wirkte sich das auf die Note aus. Deine eigene
Arbeit und fachliche Tiefe erkennbar machen Aus deinen Unterlagen
muss hervorgehen, welchen Teil des Projekts du selbst umgesetzt
hast und welche technischen Aufgaben du dabei gelöst hast. Bei
Projekten, in denen du eine Anwendung entwickelst, erwarte ich
einen entsprechenden Umfang an selbst geschriebenem Code. In den
besprochenen Prüfungen lag meine Erwartung bei mehreren hundert
Zeilen. Bei einigen SAP- und ERP-Projekten entfiel viel Zeit auf
Analysen oder das Konfigurieren vorhandener Software. Für ein
Projekt, das eine Anwendung erstellen soll, musst du zeigen, wie du
Logik in Code abbildest. Ein Abschlussprojekt, dessen Aufgabe
ausdrücklich darin besteht, ein Pflichtenheft zu erstellen, ist
ebenfalls legitim. Technologien im Fachgespräch erklären können In
fünf Projekten wurde REST eingesetzt. Auf meine Frage konnte eine
Person die Abkürzung Representational State Transfer nennen.
Bereite dich darauf vor, die Grundlagen der Technologien zu
erläutern, auf denen dein Projekt beruht. Bei REST gehören dazu die
Bedeutung des Begriffs und die HTTP-Methoden GET, POST, PUT und
DELETE samt ihrer Zuordnung zu CRUD-Operationen. Wenn deine gesamte
Architektur auf REST beruht, kann auch Roy Fieldings Dissertation
als Ursprung des Ansatzes eine Frage im Fachgespräch sein. JSON kam
ebenfalls häufig vor. Du solltest erklären können, was das Format
ist und warum es für deinen Einsatzzweck passt. Dazu gehört, seine
Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile im Verhältnis zu XML zu
kennen. In einem Projekt wurde JSON innerhalb einer CSV-Datei
gespeichert, was Fragen zum gewählten Format aufwarf. Eigenschaften
deiner Programmiersprache kennen Für das Fachgespräch brauchst du
grundlegendes Wissen über die Sprache, mit der du arbeitest.
Besonders häufig fragte ich nach der Typisierung. In einem Projekt
mit Java im Backend und JavaScript im Frontend fehlte dazu das
nötige Wissen. Java: Im besprochenen Beispiel gehörten
Objektorientierung sowie starke und statische Typisierung zu den
erwarteten Grundlagen. JavaScript: Hier waren das prototypbasierte
Modell sowie schwache und dynamische Typisierung relevant. Prüfe
beim Vorbereiten, ob du deinen Quelltext einer anderen Person
fachlich erklären kannst. Das gilt auch für Code, den du aus dem
Internet übernommen hast. Häufige Fragen vorbereiten Mit dein:er
Berufsschullehrer:in und dein:er Ausbilder:in kannst du mögliche
Fragen für das Fachgespräch durchgehen. Weitere Erfahrungsberichte
findest du in Foren; ich habe dazu auch eine Podcast-Reihe
veröffentlicht. Bereite dich auf Grundlagen der Objektorientierung
und auf Datenbanken vor. Ebenso gehören Datenstrukturen,
Programmierung und Datenschutz zu den naheliegenden Themen.
Verarbeitet dein Projekt beispielsweise Namen oder Gehaltsdaten von
Mitarbeiter:innen, solltest du Fragen zum Datenschutz fachlich
beantworten können. Den Code im Anhang verstehen In den Projekten
von 2015 sah ich kaum rein funktionale Programme. Funktionale
Sprachelemente tauchten jedoch häufig auf, etwa Lambdas in Java 8
oder LINQ in C#. Auch Funktionen als Parameter oder Rückgabewerte
und Generics kamen vor. Jedes Element deines eingereichten Codes
kann im Fachgespräch aufgegriffen werden. Ein Beispiel aus meinen
Prüfungen war ein using-Block in C#: Beim Verlassen des Blocks wird
die Dispose-Methode aufgerufen, damit die betreffende Ressource
freigegeben wird. Der/die Prüfungsteilnehmer:in konnte diese
Bedeutung des selbst verwendeten Schlüsselworts kaum erläutern.
Alles,...
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„Rückblick auf die Sommerprüfung 2015 – Anwendungsentwickler-Podcast #20“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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