In der dreiundzwanzigsten Episode meines
Anwendungsentwickler-Podcasts ergänze ich meine Empfehlungen zur
Informationsbeschaffung um kostenpflichtige Quellen. TL;DR Ich
empfehle dir kostenpflichtige Informationsquellen, mit denen du als
IT-Azubi dein Fachwissen vertiefen und aktuelle Entwicklungen
verfolgen kannst. Fachzeitschriften und Bücher ergänzen die
Informationen aus dem Internet; Hörbücher und Online-Kurse bieten
dir weitere Wege zum Lernen. Auch Gespräche in der Berufsschule
oder Hochschule sowie Konferenzen geben dir Einblicke in die
Praxis. Wenn dein Ausbildungsbetrieb Bücher oder Abos bezahlt,
profitieren auch deine Kolleg:innen davon. Bei vielen Fachbüchern
sparst du mit E-Books Geld, sodass sich ein E-Book-Reader nach
einigen Käufen bezahlt machen kann. Kapitelmarken [00:00:01]
Kostenpflichtige Informationsquellen für IT-Azubis [00:01:04]
Fachbücher und Abos vom Ausbildungsbetrieb bezahlen lassen
[00:04:26] Mit E-Books und einem E-Book-Reader Geld sparen
[00:07:16] Internet und gedruckte Fachmedien ergänzen sich
[00:08:52] c’t und iX für allgemeine und professionelle IT
[00:11:12] Entwickler Magazin und OBJEKTspektrum [00:12:31]
Fachzeitschriften für .NET und Java [00:14:32] Fachbücher und
Early-Access-Ausgaben [00:16:20] Kommende Bücher als Hinweis auf
Technologietrends [00:17:04] Empfehlungen für Fachbuchverlage
[00:19:03] Günstigere Beta-Versionen von Büchern [00:19:46]
Hörbücher und Audible [00:22:03] Informationen aus Berufsschule und
Hochschule [00:23:05] Alte IHK-Prüfungen als Informationsquelle
[00:24:43] Online-Kurse und Pluralsight [00:27:05] Konferenzen
besuchen und Kontakte knüpfen [00:28:37] Kosten und Unterstützung
durch den Betrieb [00:29:14] Weitere Empfehlungen und Shownotes
[00:29:55] Kontakt und Feedback [00:30:40] Newsletter und
Checklisten Inhalt Kostenpflichtige Informationsquellen Wem die
Informationsquellen zu teuer sind, der sollte einmal sein
Ausbildungsunternehmen fragen, ob die Kosten vielleicht übernommen
werden. Wer viel liest, sollte sich überlegen, einen eBook-Reader
anzuschaffen. Ich selbst nutze den günstigsten Kindle*. Er rentiert
sich ggfs. bereits nach wenigen Büchern (Beispiel: POODR* kostet
ca. 20 EUR anstatt 30 EUR als Taschenbuch). Zeitschriften c't*
(Website) iX* (Website) Entwickler Magazin OBJEKTspektrum dotnetpro
(.NET) Java Magazin (Java) JavaSPEKTRUM (Java) Bücher Viele Verlage
bieten ein "Early Access"-Programm an. Dabei bekommt man neue
Bücher schon (teils einige Monate) vor der Veröffentlichung.
Pragmatic Programmers Manning O'Reilly Rheinwerk* Audiobooks
Berufsschule/Studium IHK-Prüfungen Online-Kurse Pluralsight
Vorlesungen online Konferenzen cim lingen Java-Forum-Nord NDC Oslo
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Podcasts Smells like Java - Softwareentwicklung mit Natural
(Artikel von mir im JavaSPEKTRUM) Zusammenfassung Kosten im Rahmen
halten Frag dein:e Ausbilder:in, ob dein Ausbildungsbetrieb
Fachbücher oder Zeitschriftenabos bezahlt. In meinem Unternehmen
stehen regelmäßig angeschaffte Bücher in einer gemeinsamen
EDV-Bibliothek, auf die auch Kolleg:innen zugreifen können. Dazu
gehören beispielsweise die Java-Insel und Refactoring. In einer
Abschlussprüfung habe ich außerdem eine Bibliotheks-App gesehen,
die ein:e Prüfungsteilnehmer:in für die Büchersammlung des eigenen
Unternehmens entwickelt hatte. Für ein Fachbuch fallen
beispielsweise 50 bis 60 Euro an; eine einwöchige Schulung beim
Softwareanbieter kann 3.000 bis 4.000 Euro kosten. Beim Lernen aus
einem Buch spielen andere Bedingungen eine Rolle als bei einer
Schulung. Über eine gemeinsame Bibliothek kann sich jedoch jede
interessierte Person mit dem Thema beschäftigen. Auch
Zeitschriften, die regelmäßig im Betrieb ausliegen, helfen dabei,
fachlich auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn du viele Fachbücher
liest, rechne durch, ob sich ein E-Book-Reader für dich lohnt. Mein
damals günstigster Kindle kostete etwa 60 Euro. Weil E-Books
teilweise 10 bis 20 Euro günstiger waren als gedruckte Bücher,
hatte ich die Kosten nach ungefähr fünf oder sechs Büchern wieder
eingespart. Bei E-Books entfallen Möglichkeiten wie das gewöhnliche
Verleihen eines gedruckten Buches. Dafür kann ich auf meinem Kindle
Textstellen markieren und Notizen exportieren. Mit einem selbst
geschriebenen Ruby-Skript übertrage ich diese Einträge in mein
persönliches Wiki, sodass ich unterwegs darauf zugreifen kann. Für
dich kommen auch andere E-Book-Reader infrage. Fachzeitschriften
Wenn du aktuelle Meldungen im Internet verfolgst, kannst du sie
durch ausführlich recherchierte Artikel aus Zeitschriften ergänzen.
Durch die Zeit bis zum Druck erscheinen Nachrichten dort später.
Längere Fachartikel und Anleitungen liefern dir Hintergrundwissen,
während du mit einem Buch tiefer in ein Thema einsteigen kannst.
Für die Ausbildung empfehle ich dir folgende Zeitschriften: c’t:
Meine erste Empfehlung für IT-Azubis. Die Artikel decken viele
IT-Bereiche ab, etwa Hardware und Betriebssysteme. Auch
Softwareentwicklung gehört dazu. Ich empfehle die c’t ab dem ersten
Ausbildungstag und habe sie im Unternehmen abonniert. iX: Behandelt
professionelle IT und Themen aus dem Unternehmensumfeld. Nach ein
bis zwei Jahren, wenn du dort Erfahrung gesammelt hast, empfehle
ich dir einen Blick hinein. Entwickler Magazin: Enthält
verständliche Artikel für Einsteiger:innen zu verschiedenen
Programmiersprachen sowie Grundlagen der Softwareentwicklung. Eine
Artikelserie zu Datenbanken und SQL verwende ich in meinen
Schulungen. OBJEKTspektrum: Geht tiefer ins Softwareengineering,
beispielsweise mit Artikeln zu Prozessanalyse oder Test-driven
Development. dotnetpro: Meine Empfehlung, wenn du mit .NET
arbeitest. Die Artikel enthalten ausführliche Beispiele und stammen
von erfahrenen Autor:innen. Mit fast 15 Euro pro Ausgabe war die
Zeitschrift zum Zeitpunkt meiner Aufnahme vergleichsweise teuer.
Java Magazin: Bietet praxisbezogene Artikel für
Java-Entwickler:innen. JavaSPEKTRUM: Greift auch Themen aus dem
akademischen Umfeld auf und ist ebenfalls für Java geeignet. Für
weitere Sprachen gibt es eigene Publikationen, etwa das PHP
Magazin. Meine konkreten Empfehlungen konzentrieren sich auf Java
und .NET, weil ich diese Bereiche kenne. Fachbücher und frühe
E-Book-Ausgaben Wenn du dich länger mit einer Programmiersprache
oder einem Framework beschäftigen möchtest, sind Fachbücher für
mich die wichtigste Quelle. Bis eine gedruckte Ausgabe erscheint,
können mehrere Monate vergehen. Einige Verlage bieten deshalb Beta-
oder Early-Access-Ausgaben als E-Book an, die du schon vor dem
gedruckten Buch lesen kannst. Bei den Pragmatic Programmers habe
ich mehrfach solche Vorabversionen gelesen. Sie waren Wochen oder
Monate früher verfügbar und sind teilweise günstiger. Gelegentliche
Tippfehler gehören bei diesen Ausgaben dazu. Lesen kannst du sie
auf einem E-Book-Reader, einem Tablet oder am Bildschirm. Diese
Verlage empfehle ich dir: Pragmatic Programmers: Praxisorientierte
Bücher, auch zu neueren Sprachen. Beispiele aus meinem Umfeld sind
Ruby und Elixir. Manning: Ausführliche Bücher zu modernen
Technologien. O’Reilly: Fachbücher rund um IT und
Softwareentwicklung, häufig von bekannten Autor:innen. Der Verlag
bietet auch ein Early-Release-Programm an. Rheinwerk Verlag, früher
Galileo Press: Deutschsprachige Fachbücher, darunter das
IT-Handbuch für Fachinformatiker:innen und die Java-Insel. Einige
Bücher stehen als Open Book online zur Verfügung. Auf den
Verlagsseiten schaue ich regelmäßig nach kommenden Büchern. Die
behandelten Themen geben Hinweise darauf, welche Technologien
gerade Interesse wecken, auch wenn du selbst kein Buch dazu kaufst.
Hörbücher Auf dem Weg zur Arbeit oder beim Sport kannst du
Hörbücher hören und so Zeit für Fachinhalte finden. Ich greife
darauf zurück, wenn mir die Zeit zum Lesen fehlt. Mit etwas Übung
lässt sich die Wiedergabegeschwindigkeit erhöhen; im Podcast
beschreibe ich das Hören mit doppelter oder dreifacher
Geschwindigkeit. Bei Audible gibt es ein monatliches Abo, über das
du eine bestimmte Anzahl von Hörbüchern beziehen kannst. Zum
Angebot gehören aktuelle Bücher, die teilweise von den Autor:innen
selbst vorgelesen werden. Berufsschule, Hochschule und
IHK-Prüfungen Frag deine Lehrer:innen oder Dozent:innen nach den
Technologien, mit denen sie arbeiten, und nach Entwicklungen, die
sie verfolgen. Ich empfehle dir, diese Gespräche gezielt zu suchen.
Berufsschule und Studium kosten Zeit; je nach Angebot fallen auch
Gebühren an oder dein Unternehmen trägt Kosten. Für deine Prüfung
kannst du alte IHK-Aufgaben kaufen. Im Podcast nenne ich dafür
ungefähr zehn Euro pro Prüfung. An den Aufgaben erkennst du,
welches Wissen die Prüfer:innen erwarten. Neue Technologien
gelangen mit zeitlichem Abstand in die Prüfungen. Zum Zeitpunkt
meiner Aufnahme beobachtete ich aktuellere Themen vor allem in der
Systemintegration. In der Anwendungsentwicklung kamen seit Jahren
ähnliche Inhalte vor, etwa UML und Programmieren auf Papier. Wenn
weitere Technologien in Aufgaben auftauchen, gibt dir das einen
Anlass, dich auch im Berufsalltag damit zu beschäftigen.
Online-Kurse Wenn du anderen Entwickler:innen beim Programmieren
zuschauen möchtest, bieten dir Online-Kurse dafür einen passenden
Rahmen. Über Videos kannst du Arbeitsschritte verfolgen und dich
geführt mit einem Thema beschäftigen. Ich bin selbst Kunde bei
Pluralsight und empfehle dir die Plattform aus eigener Erfahrung.
Dort unterrichten bekannte Entwickler:innen aus unterschiedlichen
Technologiebereichen. Tests helfen dir dabei, zu prüfen, ob du die
Inhalte verstanden hast. Als weiteren Anbieter erwähne ich
lynda.com, mit dem ich selbst keine Erfahrung habe. Kostenlose
Konferenzvideos auf YouTube oder Vimeo ergänzen solche Angebote.
Ihr Format ist auf einen Vortrag ausgelegt, während ein Online-Kurs
ein Thema als Unterricht aufbereitet. Konferenzen Wenn dein
Unternehmen eine Konferenz bezahlt,...
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