Da ich gerade frisch von der Korrektur der Klausuren komme, gehe
ich in der vierundsechzigsten Episode des
Anwendungsentwickler-Podcasts die Inhalte der schriftlichen
Sommerprüfung 2016 durch. TL;DR Bei der schriftlichen Sommerprüfung
2016 zum/zur Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung standen
viele bekannte Prüfungsthemen auf dem Aufgabenblatt. In GH1 ging es
unter anderem um Projektmanagement und UML; Zeit kosteten vor allem
die Programmieraufgabe mit geschachtelten Schleifen und eine
komplexe SQL-Abfrage. GH2 enthielt viele Rechenaufgaben sowie
Grundlagen zu Netzwerken und E-Mails. Aus meinen Erfahrungen beim
Korrigieren leite ich für dich ab: Übe mit früheren Prüfungen,
achte auf die Syntax deiner Diagramme und lies genau, wonach eine
Aufgabe fragt. Kapitelmarken [00:00:01] Schriftliche Sommerprüfung
2016 [00:00:26] Sommerpause und Projektdokumentationen [00:01:25]
Erfahrungen beim Korrigieren der schriftlichen Prüfung [00:02:13]
GH1: Projektmanagement und Netzplan [00:03:29] GH1:
Programmieraufgabe mit geschachtelten Schleifen [00:05:15] GH1:
UML-Diagramme und typische Fehler [00:07:49] GH1: Tabellenmodell
mit Primär- und Fremdschlüsseln [00:08:43] GH1: SQL-Abfragen und
geschachtelte SELECTs [00:09:55] GH1: Aufgabenwahl und Ergebnisse
[00:11:06] GH2: Rechenaufgaben und AIDA [00:11:59] GH2: Datentypen,
Speicherbedarf und DSL [00:13:20] GH2: NAS, SAN und Netzwerkskizze
[00:15:02] GH2: E-Mails und englische Texte [00:16:00] IMAP und
POP3 [00:17:16] Phishing-Mails und Spam-Mails [00:18:38] Backup und
Archivierung [00:19:34] GH2: Nachkalkulation und Zinsrechnung
[00:20:36] Prüfungsschwierigkeit und Vorbereitung mit alten
Prüfungen [00:22:20] IHK-Statistiken und Auswertung der Aufgaben
[00:23:10] Sommerpause bis Juli 2016 [00:23:52] Podcastfolgen und
Hörbuch fürs Fachgespräch [00:24:52] Themenwünsche und Feedback
Inhalt Insgesamt eine absolut machbare Prüfung. Eigentlich keine
überraschenden Inhalte. Viel Standardwissen, auf das man sich sehr
gut vorbereiten konnte. Ganzheitliche Aufgabe I Die Klassiker:
Projektmanagement, UML, Programmierung, Tabellenmodell, SQL
Erschreckend wenige Prüflinge beherrschen die Basis-UML-Diagramme!
Programmieraufgabe war recht umfangreich. Tabellenmodell war
absoluter Standard. Ganzheitliche Aufgabe II Viel anwendbares
Mathe- und Rechnungswesen-Know-How gefragt. Wenig Nischenwissen
nötig. Erschreckend wenige Prüflinge können Phishing und Spam bzw.
Backup und Archivierung auseinanderhalten. Literaturempfehlungen
Die Klassiker zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung. * *
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Weitere Hilfen zur IHK-PrüfungDu suchst noch mehr Tipps rund um die
Vorbereitung auf die schriftliche IHK-Prüfung? Dann schau doch mal
in diese Artikel- und Podcast-Kategorie: Alle Artikel rund um die
schriftliche IHK-Prüfung.Und kennst du schon meine Übungsaufgaben
für die Abschlussprüfung? Unter dieperfekteihkpruefung.de kannst du
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Bei der IHK habe ich Aufgaben der schriftlichen Sommerprüfung 2016
korrigiert und dabei die Aufgabenblätter samt Musterlösungen
gesehen. Meine Erfahrungen betreffen Ganzheitliche Aufgabe 1 (GH1)
und Ganzheitliche Aufgabe 2 (GH2). Die Aufgaben aus Wirtschafts-
und Sozialkunde lagen mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. GH1:
Fachthemen der Anwendungsentwicklung Projektmanagement Im ersten
Handlungsschritt ging es um Lastenheft und Pflichtenheft,
einschließlich der Frage, wer welches Dokument verfasst. Außerdem
solltest du einen Netzplan mit Vorgänger- und Nachfolgerbeziehungen
zeichnen. In einem Kalender war einzutragen, wann einzelne
Mitarbeiter:innen ihre Aufgaben bearbeiten müssen, damit das
Projekt rechtzeitig fertig wird. Solche Aufgaben kamen bereits in
früheren Prüfungen vor. Wenn du für dein Abschlussprojekt einen
Netzplan zeichnest, kannst du dabei gleich die korrekte Syntax für
die schriftliche Prüfung üben. Programmieraufgabe Für den zweiten
Handlungsschritt gab es 25 Punkte. Die Musterlösung enthielt drei
ineinander geschachtelte Schleifen, bei denen du unter Zeitdruck
den Überblick behalten musstest. Beim Korrigieren brauchen solche
Aufgaben viel Zeit, weil die Prüfer:innen unterschiedliche
Lösungswege einzeln nachvollziehen müssen. Viele Prüflinge hatten
mit dieser Aufgabe Schwierigkeiten. Ich hätte diesen
Handlungsschritt wegen des Zeitaufwands gestrichen. UML-Diagramme
Den dritten Handlungsschritt habe ich selbst korrigiert. Gefordert
waren: ein Zustandsdiagramm, ein Klassendiagramm mit einer einzigen
Klasse samt Attributen und Methoden, ein Sequenzdiagramm.
Beiblätter erläuterten die Syntax aller gefragten Diagrammtypen mit
Beispielen. In den Antworten fehlten dennoch häufig grundlegende
Elemente, etwa die Umrandung einer Klasse oder die richtigen
Zeichen für die Sichtbarkeit: + für public und - für private. Auch
beim Übertragen der geforderten Logik gingen Punkte verloren. Für
deine Prüfung solltest du diese fünf UML-Diagrammtypen beherrschen:
Zustandsdiagramm, Klassendiagramm, Sequenzdiagramm,
Use-Case-Diagramm und Aktivitätsdiagramm. Übe das Zeichnen so oft,
dass du die Syntax sicher anwenden kannst. Tabellenmodell und SQL
Eine weitere Aufgabe verlangte ein kleines Tabellenmodell mit
ungefähr fünf Tabellen. Es ging um einen bekannten Zusammenhang mit
Bestellungen, Bestellpositionen und Artikeln. Du solltest die
Tabellen mit Primär- und Fremdschlüsseln angeben; Beziehungen
mussten dabei nicht zusätzlich eingezeichnet werden. Im
SQL-Handlungsschritt kamen ein UPDATE und mehrere SELECT-Abfragen
vor, darunter Abfragen mit WHERE sowie weiteren üblichen Klauseln
wie ORDER BY oder GROUP BY. Eine Musterlösung enthielt drei
ineinander geschachtelte SELECT-Anweisungen. Für diese Abfrage war
innerhalb der knappen Prüfungszeit mehr Aufwand nötig. Ich habe GH1
insgesamt als machbar eingeschätzt. Der örtliche Durchschnitt fiel
beim Korrigieren weniger gut aus, als ich angesichts der Aufgaben
erwartet hatte. Konkrete interne Ergebnisse habe ich nicht
veröffentlicht. GH2: Allgemeine IT-Themen und Rechnungswesen
Rechnen und Marketing Der erste Handlungsschritt bestand
größtenteils aus kleinen Rechenaufgaben, etwa zur Prozentrechnung.
Außerdem wurde das Marketingmodell AIDA abgefragt: Attention,
Interest, Desire, Action. Datentypen, Speicherbedarf und DSL Du
solltest passende Datentypen für Datenbankinhalte bestimmen und den
benötigten Speicher berechnen. Auch die Zeit, die eine Datenmenge
bei vorgegebener Geschwindigkeit zum Übertragen braucht, war
gefragt. Bei den Einheiten solltest du die Schreibweise kennen:
Binäre Einheiten wie Tebibyte (TiB) rechnen mit Schritten von 1024,
dezimale Einheiten wie Terabyte (TB) mit 1000. Die Hinweise zum
Korrigieren ließen hier auch Rechnungen mit der jeweils anderen
Einheit zu. Weitere Teilaufgaben behandelten DSL-Varianten,
darunter ADSL sowie SDSL und VDSL. Wenn mir die nötigen
DSL-Kenntnisse gefehlt hätten, hätte ich diesen Handlungsschritt
zum Streichen erwogen. NAS, SAN und Netzwerke Anhand eines Bildes
solltest du erkennen, ob ein NAS oder SAN dargestellt war. Dazu
gehörte, die Abkürzungen korrekt ausschreiben zu können: NAS:
Network Attached Storage SAN: Storage Area Network Weitere
Rechenaufgaben schlossen sich an. Eine Netzwerkskizze musste mit
Angaben zu VPN und Routern sowie IP-Adressen ergänzt werden. Dafür
musstest du die passenden Informationen aus dem Aufgabentext
entnehmen. E-Mails und englische Texte Im vierten Handlungsschritt
ging es unter anderem um E-Mails und Verschlüsselung. Mehrere
Antworten ließen sich aus einem englischen Text entnehmen. Lies
dafür den ganzen relevanten Abschnitt, damit deine Antwort die
Frage trifft. Beim Thema IMAP und POP3 zeigten sich häufig Lücken.
Bei IMAP liegen die E-Mails zentral auf dem Server, sodass du mit
mehreren Clients darauf zugreifen kannst. Ordner lassen sich auf
dem Server anlegen; auch ein zentrales Backup ist dadurch möglich.
Gefragt waren außerdem Phishing-Mails und Spam-Mails. Viele
Prüflinge vermischten die Begriffe oder beschrieben Webseiten.
Achte beim Antworten darauf, welches konkrete Thema die Frage
nennt. Backup und Archivierung Ein Backup hält Daten bereit, damit
du sie nach einem Datenverlust wiederherstellen kannst. Beim
Archivieren bewahrst du Geschäftsdokumente langfristig und
rechtssicher auf, möglichst unveränderlich. Dabei können
gesetzliche Aufbewahrungsfristen eine Rolle spielen. Kalkulation
und Zinsen Der letzte Handlungsschritt enthielt eine
Nachkalkulation, für die es 15 Punkte gab. Gefragt war der
Rechenweg vom Fertigungsmaterial bis zum Verkaufspreis,
einschließlich Kosten wie Vertrieb und Verwaltung. Hinzu kamen
Zinsrechnung und weitere einfache Rechnungen. Für deine Prüfung
üben Mit früheren Prüfungen kannst du wiederkehrende Aufgaben
kennenlernen und gezielt bearbeiten. Dazu gehören die korrekte
UML-Syntax und das Ausschreiben gebräuchlicher IT-Abkürzungen. Bei
Fachbegriffen solltest du erklären können, was sie bedeuten und
welche Eigenschaften dazugehören. GH2 enthielt viele Rechenaufgaben
und bekannte Grundlagen. Unter den 90 Minuten Prüfungszeit können
auch solche Aufgaben schwierig werden, besonders wenn Prüfungsangst
hinzukommt. Die IHK veröffentlicht später Prüfungsstatistiken. Nach
meinem damaligen Kenntnisstand wurden auch Ergebnisse einzelner
Handlungsschritte erfasst, damit die Verantwortlichen prüfen
können, wie schwierig die Aufgaben waren. Sommerpause und Material
fürs Fachgespräch Für die anstehenden mündlichen Prüfungen musste
ich noch Projektdokumentationen lesen. Deshalb habe ich eine
Sommerpause angekündigt; die nächste Episode sollte am 4. Juli 2016
erscheinen. Für dein Fachgespräch findest du auf meiner Website
Podcastfolgen zu häufigen Fragen. Unter dasperfektefachgespräch.de
habe ich außerdem ein knapp fünfstündiges Hörbuch mit über 100
Fragen zur Programmierung und Objektorientierung sowie Tipps zum
Antworten vorgestellt. Transkription der gesamten Episode ...
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