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Rückblick auf die Fachgespräche der Sommerprüfung 2016 – Anwendungsentwickler-Podcast #69

Rückblick auf die Fachgespräche der Sommerprüfung 2016 – Anwendungsentwickler-Podcast #69

IT-Berufe-Podcast vor 10 Jahren
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Einen kurzen Rückblick auf meine "Highlights" der Fachgespräche der
Sommerprüfung 2016 gibt die neunundsechzigste Episode des
Anwendungsentwickler-Podcasts. TL;DR Bei den Fachgesprächen zur
Sommerprüfung 2016 sind mir wiederholt Lücken im Grundwissen und
bei den Technologien aufgefallen, die IT-Azubis in ihren Projekten
eingesetzt haben. Für dein Fachgespräch solltest du technische
Grundlagen ebenso erklären können wie deinen Stundensatz und die
Methoden, mit denen du gearbeitet hast. Dazu gehören etwa
Datenschutz, Softwaretests, MVC und agile Prozesse. Alles, was du
in deiner Projektdokumentation oder deinem Code zeigst, kann zu
Rückfragen führen, für die du fachlich begründete Antworten
brauchst. Kapitelmarken [00:00:01] Informationen zum Fachgespräch
[00:00:57] Erfahrungen aus der Sommerprüfung 2016 [00:01:46]
Datenschutz und personenbezogene Daten [00:05:26] Datensicherung
und Backups [00:06:39] Datensicherheit und Zugriffsrechte
[00:08:43] Stundensatz und wirtschaftliches Grundwissen [00:10:03]
Testverfahren und Softwarequalität [00:11:59] MVC und fachliche
Validierung [00:14:32] Zeichensätze und Encoding [00:15:54] Kanban
und das WIP-Limit [00:18:41] Scrum und agile Grundlagen [00:19:42]
Kardinalitäten und Beispiele für 1:1-Beziehungen [00:22:16]
Generische Klassen und Typsicherheit [00:24:12] Technologien im
eigenen Projekt erklären [00:26:11] Objektorientierung und
Prüfungsausschuss [00:28:02] UML und das fehlende
Deployment-Diagramm [00:30:44] Pointer im Objective-C-Projekt
[00:32:51] Weiterführende Materialien und Checklisten Inhalt Der
Datenschutz ist für viele Prüflinge ein Mysterium. Genauso wie der
(eigene) Stundensatz. Grundlegende Testverfahren und weitere
Verfahren der Qualitätssicherung wie Code Reviews sind häufig nicht
bekannt. MVC ist der Architekturklassiker, der fast nie sauber
erklärt werden kann. Basiswissen zum Encoding ist nicht vorhanden.
Kanban ersetzt so langsam Scrum. Aber niemand kann es erklären.
Nicht einmal die Basics wie das WIP-Limit. Seltsamerweise arbeiten
alle inzwischen agil, aber niemand weiß, was das ist. Grundlegende
Werte (z.B. Feedback, Mut) und Praktiken (z.B. TDD, Pair
Programming) sind völlig unbekannt. Sinnvolle Beispiele für
1:1-Beziehungen können nicht genannt werden. Jeder nutzt Generics,
aber niemand kann sie erklären. Highlights Trotz Einsatz von Java
EE waren JPA und JSF dem Prüfling nicht bekannt. Basisfragen zur
Objektorientierung konnten trotz Wiederholung in der Berufsschule
eine Woche zuvor (!) nicht beantwortet werden. Das in der Doku
erwähnte "Deployment-Diagramm" (mit 3h eingeplant) war dem Prüfling
gar nicht bekannt. Der Objective-C-Programmierer konnte keine
Pointer erklären, obwohl in seinem Code-Beispiel mindestens 10
verwendet wurden. Links Permalink zu dieser Podcast-Episode
RSS-Feed des Podcasts Erläuterung der Gehaltsabrechnung - Häufige
Fragen im Fachgespräch - Anwendungsentwickler-Podcast #46
Zusammensetzung des Stundensatzes - Häufige Fragen im Fachgespräch
- Anwendungsentwickler-Podcast #47 ISO/IEC 9126 – Wikipedia
Zeichensätze und -kodierung - Anwendungsentwickler-Podcast #32
Manifesto for Agile Software Development Weitere Infos zum
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Erfahrungen aus der Sommerprüfung 2016 Bei den Fachgesprächen zur
Sommerprüfung 2016 habe ich mehrfach erlebt, dass IT-Azubis
grundlegende Fachbegriffe durcheinandergebracht haben. Auch bei
Methoden und Technologien aus dem eigenen Abschlussprojekt fehlten
häufig die Kenntnisse, um Rückfragen zu beantworten. Für dein
Fachgespräch als angehende:r Fachinformatiker:in
Anwendungsentwicklung erwarte ich, dass du die eingesetzten
Verfahren verstehst und deine Entscheidungen begründen kannst.
Datenschutz und der Umgang mit Daten Bei internen Webanwendungen
zur Zeiterfassung verarbeitest du personenbezogene Daten,
beispielsweise die Arbeitszeiten von Mitarbeiter:innen. Dafür musst
du erklären können, wie du diese Daten schützt. Im Fachgespräch
werden häufig folgende Begriffe abgefragt: Datenschutz
Personenbezogene Daten lassen sich einer konkreten Person zuordnen.
Dazu zählen beispielsweise Namen und Anschriften, aber auch
Kreditkartennummern oder IP-Adressen. Datenschutz schützt solche
Daten vor dem Missbrauch durch Dritte. Schon ein Webserver, der
Zugriffe mit IP-Adressen protokolliert, verarbeitet
personenbezogene Daten. Damit hängen Pflichten wie eine
Datenschutzerklärung zusammen; gegebenenfalls brauchst du auch das
Einverständnis der Besucher:innen. Die im Rückblick angesprochenen
Cookie-Abfragen stehen ebenfalls im Zusammenhang mit
Datenschutzvorgaben. Datensicherung Mit einem Backup sicherst du
Daten, damit du sie nach einem Verlust wiederherstellen kannst. Ein
Brand oder eine defekte Festplatte sind Beispiele für solche Fälle.
Auch als Anwendungsentwickler:in musst du dich damit beschäftigen,
etwa wenn deine Webanwendung eine Datenbank verwendet. Zu den
genannten Prüfungsthemen gehören das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip
sowie vollständige und inkrementelle Backups. Datensicherheit Wenn
du Zugriffe auf Daten regelst, geht es um Datensicherheit. Dabei
können unberechtigte Zugriffe sowohl von außen als auch innerhalb
eines Unternehmens kommen. Ein Beispiel sind getrennte Tabellen für
Gehaltsdaten und Login-Informationen: Ein:e Administrator:in soll
ein Passwort ändern können, während Gehaltsdaten nur für
entsprechend berechtigte Sachbearbeiter:innen zugänglich sind.
Passwörter müssen vor Zugriffen auf ihren Klartext geschützt sein.
Weitere angesprochene Themen sind: physische Zutrittskontrollen,
Zwei-Faktor-Authentifizierung, Authentifizierung und Autorisierung,
Verschlüsselungsverfahren. Für das Fachgespräch solltest du die
jeweiligen Begriffe erklären und ihren Zweck im eigenen Projekt
beschreiben können. Stundensatz und wirtschaftliche Fragen In einer
Projektdokumentation wurde für einen IT-Azubi ein Stundensatz von
120 Euro angesetzt. Eine solche Angabe muss sich fachlich begründen
lassen und zum Projekt passen. Du solltest erklären können, wie
viel deine Arbeitsstunde kostet und wie dieser Betrag zustande
kommt. Wirtschaftliche Fragen gehören zur Ausbildung und werden im
Fachgespräch gestellt. Zum Stundensatz und zur Gehaltsabrechnung
habe ich eigene Podcast-Episoden veröffentlicht. Software testen
und Qualität prüfen Bei den Prüfungen konnten viele IT-Azubis
lediglich Blackbox- und Whitebox-Tests nennen. Für dein
Fachgespräch brauchst du Kenntnisse über weitere Verfahren und
solltest die Tests beschreiben können, die du selbst durchgeführt
hast. Angesprochen werden unter anderem: Pfadüberdeckung und
Anweisungsüberdeckung, Schreibtischtests, Unit-Tests,
Integrationstests, Abnahmetests, Code-Reviews. Wenn du ein
Code-Review dokumentierst, solltest du erklären können, wie es
ablief und welche Ergebnisse daraus entstanden sind. Auch die
Eigenschaften guter Software können abgefragt werden. Dazu verweise
ich auf die entsprechende ISO-Norm, deren Inhalte du für die
Prüfung kennen solltest. MVC und fachliche Logik Bei Anwendungen
mit Model-View-Controller solltest du erklären können, welche
Aufgaben die Komponenten haben und wie sie zusammenarbeiten: Im
Model liegt die fachliche Logik einschließlich der fachlichen
Regeln, mit denen Eingaben geprüft werden. Die View zeigt die Daten
an. Der Controller verbindet Model und View. Eine fachliche Regel
wäre beispielsweise, dass eine Versicherung nur Personen bis zu
einem bestimmten Alter aufnimmt. Diese Prüfung gehört ins Model,
damit sie auch beim Austausch anderer Komponenten erhalten bleibt.
Zusätzlich kann die View Eingaben prüfen, beispielsweise mit
JavaScript in einer Webanwendung. So erhältst du früh eine
Rückmeldung, während die fachlichen Regeln im Model weiterhin
gelten. Für das Fachgespräch solltest du auch begründen können, wie
MVC dabei hilft, Komponenten auszutauschen und wiederzuverwenden.
Zeichensätze und Encoding In Quellcodebeispielen und gezeigten
Oberflächen waren mehrfach Umlaute beschädigt. Solche Fehler
solltest du anhand der verwendeten Zeichensätze und Kodierungen
erklären können. ASCII und Unicode gehören zum Grundwissen für
Anwendungsentwickler:innen. Beim Lesen einer Textdatei oder bei
Ein- und Ausgaben musst du wissen, wie die Daten kodiert sind.
Ebenso solltest du die unterschiedlichen Zeilenumbrüche der
Betriebssysteme kennen. Zum Encoding habe ich eine eigene Episode
veröffentlicht. Kanban, Scrum und agile Prozesse In vielen
Projekten der Sommerprüfung 2016 wurde Kanban angegeben, wobei
häufig schon grundlegende Fragen unbeantwortet blieben. Wenn du mit
Kanban arbeitest, solltest du das WIP-Limit kennen: Es begrenzt den
Work in Progress, also die Arbeit, die gerade im Prozess steckt.
Das Kanban-Board macht den Arbeitsfluss sichtbar. Im angesprochenen
Einsatz mit mehreren Beteiligten lassen sich damit Engpässe
erkennen. Für dein Abschlussprojekt solltest du begründen können,
weshalb der gewählte Prozess zu deiner Arbeitsweise passt. Bei
Scrum gehört beispielsweise die Rolle des Scrum Masters zu den
Grundlagen. Beschreibst du deine Arbeit als agil, solltest du die
gemeinsamen Werte und Prinzipien agiler Prozesse kennen, darunter
das Agile Manifest. Die Methoden, die du in deiner Dokumentation
angibst, müssen sich auch in deinem Vorgehen erklären lassen.
Beziehungen im Datenbankmodell Für Datenbankmodelle werden häufig
Beispiele zu Kardinalitäten gefragt. Du solltest 1:n- und
m:n-Beziehungen erklären können und auch ein sinnvolles Beispiel
für eine 1:1
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„Rückblick auf die Fachgespräche der Sommerprüfung 2016 – Anwendungsentwickler-Podcast #69“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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