Den Abschluss der Episodenreihe zum Thema Cloud Computing bilden
die Themen Auswahlkriterien für eine Cloud-Plattform und mögliche
IHK-Aufgaben in der einhundertzwanzigsten Episode des
Anwendungsentwickler-Podcasts. TL;DR Für die Wahl einer
Cloud-Plattform habe ich sechs Kriterien zusammengestellt, mit
denen du die Anforderungen deiner Anwendung prüfen kannst: Kosten,
Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit, Datenschutz, Datensicherheit und
Abhängigkeiten vom Anbieter. Nichtmonetäre Kriterien kannst du in
einer Nutzwertanalyse gewichten und bewerten. Für deine IHK-Prüfung
gehören außerdem die Cloud-Modelle und Service-Level-Agreements zum
Lernstoff, wobei viele Aufgaben dein vorhandenes Grundwissen auf
einen Cloud-Anwendungsfall beziehen. Kapitelmarken [00:00:01]
Abschluss der Cloud-Computing-Reihe [00:01:00] Kriterien für die
Wahl einer Cloud-Plattform [00:01:49] Entscheidungen mit einer
Nutzwertanalyse begründen [00:03:19] Kosten für Hardware,
Cloud-Dienste und Personal [00:06:42] Skalierbarkeit bei
Lastspitzen und neuen Projekten [00:08:52] Ausfallsicherheit und
Betrieb rund um die Uhr [00:12:12] Datenschutz und Serverstandort
[00:14:59] Datensicherheit und mögliche Angriffe [00:17:40]
Abhängigkeiten von Cloud-Anbietern [00:20:04] Support und Aufwand
beim Anbieterwechsel [00:21:19] Eingestellte Dienste und
langfristig verfügbare Laufzeitumgebungen [00:23:57] Cloud
Computing als Thema der IHK-Prüfung [00:25:37] Grundwissen auf
Cloud-Aufgaben anwenden [00:27:26] Infrastructure, Platform und
Software as a Service [00:27:55] Public, Private und Hybrid Cloud
[00:29:37] Vor- und Nachteile sowie Kosten berechnen [00:30:37]
Rechtliche Aspekte und Service-Level-Agreements [00:31:38] Neue
Cloud-Themen und das Fachgespräch [00:33:37] Shownotes und Kontakt
Inhalt Kriterien für die Auswahl einer Plattform/eines Anbieters
Kosten Wie wichtig ist Kostentransparenz? Muss evtl. auf eigene
Mitarbeiter verzichtet werden? Wie viel Leerlauf erzeugt die
Anwendung? Wie viel Last erzeugt die Anwendung? Skalierbarkeit Gibt
es Lastspitzen, die abgefangen werden müssen? Ist ein großes
Kundenwachstum zu erwarten? Soll vielleicht nur ein Testballon
gestartet und danach alles wieder eingestampft werden?
Ausfallsicherheit Muss die Anwendung im 24/7-Betrieb laufen? Wie
hoch ist der finanzielle Verlust im Fall eines Ausfalls? Gibt es
harte Anforderungen bzgl. Antwortzeiten? Datenschutz Werden
personenbezogene Daten verarbeitet? Müssen die Server in
Deutschland stehen? Wurde der eigene Datenschutzbeauftragte
befragt? Datensicherheit Was passiert, wenn der Anbieter gehackt
wird? Was passiert, wenn wir selbst gehackt werden? Wie wird
Datensicherheit im Unternehmen behandelt? Ist das nötige Know-How
vorhanden? Abhängigkeit Dürfen etwaige Kernkompetenzen aus der Hand
gegeben werden? Können wir uns von einem ausländischen Anbieter
abhängig machen? Wie schnell reagiert der Anbieter auf unsere
Anfragen? Was passiert, wenn der Anbieter den Dienst einstellt oder
verändert? Wird die verwendete Programmiersprache überhaupt
(langfristig) angeboten? Mögliche Aufgaben in der IHK-Prüfung Cloud
Computing wird oft als Aufhänger für grundlegende Fragen wie
Sicherheit, Datenschutz, Energieverbrauch usw. genommen. XaaS
voneinander abgrenzen und Vor-/Nachteile nennen. Public vs. Private
vs. Hybrid Cloud. Vor-/Nachteile nennen von Cloud und On Premise
nennen, z.B. Auslastung der Server, Skalierbarkeit, Kosten, Time to
Market. Strom- bzw. Betriebskosten berechnen und mit Alternativen
vergleichen. Rechtliche Aspekte: Datenschutz, Service Level
Agreements (SLA) Links Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed
des Podcasts Amazon-Mitarbeiter legte mit Tippfehler Teile des
Internets lahm Warum ein Ausfall bei Amazon große Teile des
Internets lahmlegte Zusammenfassung Eine Cloud-Plattform auswählen
Wenn du eine Anwendung in die Cloud bringen möchtest, hängt die
passende Plattform vom konkreten Projekt ab. Dabei kommen
unterschiedliche Betriebsmodelle infrage, vom eigenen Server bis zu
Angeboten wie Infrastructure as a Service oder Software as a
Service. Für eine Nutzwertanalyse kannst du nichtmonetäre Kriterien
festlegen, die möglichen Lösungen mit Punkten bewerten und diese
Punkte gewichten. Aus den gewichteten Werten berechnest du einen
Gesamtwert, der deine Entscheidung nachvollziehbar macht. Das
Verfahren eignet sich auch für dein Abschlussprojekt und dessen
Dokumentation. Die Kosten behandelst du als monetäres Kriterium
gesondert. Kosten Hardware kaufen: Für eigene Server brauchst du
Geld zu Beginn des Projekts. Dieses Geld bleibt in der Hardware
gebunden. Gerade bei einem kleinen Unternehmen kann das verfügbare
Budget die Entscheidung beeinflussen. Laufende Cloud-Kosten:
Cloud-Dienste werden beispielsweise monatlich oder nach Last
abgerechnet. Bei Function as a Service hängt der Preis von den
Aufrufen ab. Wenn du deren Anzahl schwer abschätzen kannst, werden
auch die Ausgaben schwerer planbar. Personal einplanen: Eigene
Server müssen betreut werden. Dafür brauchst du Administrator:innen
oder Entwickler:innen, die während dieser Arbeit weniger Zeit zum
Programmieren haben. Auslastung berücksichtigen: Prüfe, wie viel
Last deine Anwendung erzeugt und wie lange Ressourcen unbeschäftigt
bleiben. Eine kurze Lastspitze kann dazu führen, dass du
leistungsfähige Hardware anschaffst, deren Kapazität während eines
großen Teils des Jahres frei bleibt. Skalierbarkeit Bei saisonalen
Lastspitzen oder einem erwarteten Zuwachs an Kund:innen kann es
sinnvoll sein, die Kapazität schnell anzupassen. Wie viel
Skalierbarkeit du brauchst, ergibt sich aus dem Verlauf der Last
deiner Anwendung. Auch wenn du eine Produktidee ausprobieren
möchtest, kannst du mit wenig Cloud-Kapazität starten. Steigt die
Nachfrage, erhöhst du die Ressourcen. Beendest du den Versuch,
kannst du den gebuchten Server wieder abbestellen. Berücksichtige
bei deiner Entscheidung deshalb auch, wie lange das Projekt laufen
soll und wie sicher du die Nachfrage einschätzen kannst.
Ausfallsicherheit und Antwortzeiten Für eine interne
Geschäftsanwendung können die Arbeitszeiten bestimmen, wann sie
erreichbar sein muss. Bei einem Online-Shop oder dem Backend einer
mobilen App können Kund:innen auch nachts zugreifen. In meinem
Unternehmen können Versicherte über eine App Arztrechnungen
einreichen. Weil sie das auch am Wochenende und außerhalb der
Geschäftszeiten tun, muss die Anwendung rund um die Uhr erreichbar
sein. Prüfe für dein Projekt: Zu welchen Zeiten muss die Anwendung
laufen? Welchen finanziellen Schaden verursacht ein Ausfall? Welche
Antwortzeiten wurden vertraglich vereinbart? Wer kümmert sich um
eine Störung, wenn sie nachts auftritt? Große Cloud-Anbieter
beschäftigen Fachleute, die ihre Infrastruktur betreiben und nach
Störungen wiederherstellen. Auch dort können ganze Rechenzentren
ausfallen. Während einer solchen Störung bist du darauf angewiesen,
dass der Anbieter sie behebt; auf dessen Hardware kannst du selbst
nicht zugreifen. Datenschutz Sobald deine Anwendung
personenbezogene Daten verarbeitet, musst du die rechtlichen
Vorgaben beachten. Dazu gehören etwa Namen und unter bestimmten
Umständen auch IP-Adressen. Der rechtliche Rahmen umfasst das
Bundesdatenschutzgesetz und die DSGVO, deren Start im Podcast für
Mai 2018 angekündigt wird. Verstöße können hohe finanzielle Folgen
haben. Bevor du dich für einen Anbieter entscheidest, klärst du,
welche Daten verarbeitet werden und welche Vorgaben für den
Serverstandort gelten. Beziehe deine:n Datenschutzbeauftragte:n
ein, sofern dein Unternehmen eine solche Stelle hat. Dabei ist auch
zu prüfen, welche Rolle ein ausländisches Unternehmen hinter dem
Cloud-Angebot spielt, selbst wenn dessen Rechenzentrum in
Deutschland steht. Datenschutzanforderungen können eine Lösung
ausschließen. Für die sensiblen Gesundheitsdaten in meinem
Krankenversicherungsunternehmen kommt ein Wechsel in die Cloud
unter den beschriebenen Bedingungen kaum infrage. Datensicherheit
Bei der Entscheidung gehören mögliche Angriffe auf den
Cloud-Anbieter ebenso in die Prüfung wie Angriffe auf dein eigenes
Unternehmen. Entscheidend sind die internen Sicherheitsrichtlinien
und das vorhandene Fachwissen. Große Anbieter beschäftigen
Sicherheitsexpert:innen und betreiben aufwendig abgesicherte
Infrastruktur. Ihre Plattformen sind zugleich attraktive Ziele für
Angreifer:innen. Für eigene Server musst du klären, ob dein
Unternehmen ausreichend Fachwissen hat, um sie abzusichern. Ein
eigenes Servernetz ohne Verbindung zum Internet begrenzt Angriffe
von außen. Angriffe durch Mitarbeiter:innen bleiben dabei ein
Risiko. Wie sicher eine Lösung ist, hängt von den konkreten
Umständen ab. Abhängigkeiten vom Anbieter Wenn du Aufgaben an einen
Cloud-Anbieter abgibst, solltest du klären, welche Fähigkeiten im
Unternehmen bleiben sollen und welche Tätigkeiten ausgelagert
werden dürfen. Ein Unternehmen kann sich dadurch stärker auf seine
eigentliche Arbeit konzentrieren. Interne Vorgaben können
verlangen, bestimmte Aufgaben selbst zu übernehmen. Weitere
Kriterien betreffen den Anbieter und deine technische Umgebung:
Support: Prüfe, wie schnell du bei einem Fehler Hilfe bekommst und
welchen Einfluss du als kleine:r Kund:in auf das Angebot hast.
Dienste: Ein Anbieter kann Angebote verändern oder einstellen. Dann
brauchst du eine andere Lösung und musst deine Anwendung
gegebenenfalls anpassen. Anbieterwechsel: Besonders bei Serverless
Computing können technische Abhängigkeiten einen Wechsel aufwendig
machen. Der Aufwand hängt davon ab, wie viel du an den Anbieter
ausgelagert hast. Programmiersprache und Laufzeitumgebung: Die
benötigte Umgebung muss verfügbar sein und langfristig unterstützt
werden. In meinem Unternehmen wird beispielsweise Natural für das
Bestandssystem eingesetzt, wodurch die Auswahl passender
Cloud-Angebote eingeschränkt ist. Bei einer großen vorhandenen
Codebasis bedeutet ein Sprachwechsel erheblichen Aufwand. Cloud
Computing in der IHK-Prüfung ...
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