um Ideen für Inhalte von Praktika im IT-Bereich geht es in der
einhundertneunundvierzigsten Episode des
Anwendungsentwickler-Podcasts. TL;DR Ich lasse IT-Azubis
Praktikant:innen betreuen, damit sie ihr Wissen beim Erklären
vertiefen und Verantwortung übernehmen. Ein Praktikum gibt Einblick
in den echten Arbeitsalltag und hilft dabei, künftige Azubis
kennenzulernen. Welche Aufgaben passen, hängt von der verfügbaren
Zeit und den Interessen sowie Vorkenntnissen der jeweiligen Person
ab. Du findest dafür Beispiele aus der IT-Praxis, ergänzt um
regelmäßiges Feedback und konkrete Schritte für die Zeit nach dem
Praktikum. Kapitelmarken [00:00:00] Thema: Praktikant:innen in der
IT betreuen [00:01:49] Warum Ausbildungsunternehmen Praktika
anbieten [00:05:20] Durch Praktika bekannt werden und Rückmeldungen
erhalten [00:06:48] IT-Azubis lernen durch das Erklären [00:08:49]
Aufgaben zwischen Ausbilder:in und IT-Azubi verteilen [00:10:09]
Das Praktikum als Projekt organisieren [00:11:53] Den echten
Arbeitsalltag zeigen [00:13:56] Inhalte an Zeit und Vorkenntnisse
anpassen [00:15:58] Praktikumsmappe und Präsentation früh einplanen
[00:17:58] Praktikant:innen persönlich begrüßen [00:19:30]
Checklisten und rechtliche Rahmenbedingungen [00:21:22] Räume
zeigen und Kolleg:innen kennenlernen [00:24:27] Die IT-Azubis
kennenlernen [00:25:17] Den eigenen Arbeitsplatz aufbauen
[00:27:08] Einen alten PC zusammenbauen [00:28:46] Einen Steckbrief
mit HTML und CSS gestalten [00:30:24] Mit dem Calliope Mini
programmieren [00:33:15] Aufgaben mit dem Raspberry Pi [00:35:32]
Mit Tutorial und Entwicklungsumgebung programmieren [00:38:04]
Betriebssysteme in virtuellen Maschinen installieren [00:38:58]
Blogartikel und Beiträge für soziale Medien erstellen [00:39:49]
Mit Office die schulischen Unterlagen vorbereiten [00:40:49]
Meetings und Lernzielkontrollen miterleben [00:42:26]
Pair-Programming an einem echten Projekt [00:43:02] Wöchentlich
Feedback unter vier Augen austauschen [00:44:13] Fragen zum Beruf
und zum Unternehmen recherchieren [00:45:17] Die nächsten Schritte
zur Bewerbung klären [00:46:53] Vorstellungsgespräche simulieren
[00:48:08] Das Praktikumszeugnis ausstellen und erklären [00:50:50]
Feedback zum Praktikum einholen [00:51:59] Quellen zum Weiterlernen
empfehlen [00:52:46] USB-Stick mit Programmieraufgaben mitgeben
[00:55:00] Rückblick auf die vorgeschlagenen Inhalte [00:58:47]
Vier Checklisten als PDF herunterladen [00:59:58] Weitere Ideen für
Praktika austauschen Inhalt Warum sind Praktika für
Ausbildungsunternehmen wichtig? Praktikanten werden ggfs. direkt zu
Bewerbern auf die Ausbildung. Unter Schülern spricht sich ein gutes
Praktikum herum. Das bedeutet kostenfreie Werbung für die
Ausbildung. Das Unternehmen bekommt Input von außen zur
Attraktivität der Ausbildung und des Unternehmens. Die eigenen
Azubis lernen durch das Lehren ihre Ausbildungsinhalte besser.
Tipps für die konkrete Umsetzung Die Azubis sollten die komplette
Betreuung des Praktikanten übernehmen. Das Praktikum kann wie ein
echtes Projekt geplant und durchgeführt werden (z.B. im
Ticketsystem). Dazu zählen auch organisatorische Dinge wie die
Datenschutzerklärung, das Einrichten eines Windows-Benutzers,
Anfordern einer Bezahlkarte usw. Der Praktikant sollte einen
realistischen Einblick in den Ablauf der Ausbildung erhalten und
keine "heile Welt" präsentiert bekommen. Mögliche Praktikumsinhalte
Der Umfang hängt von der Dauer des Praktikums ab. In zwei Wochen
kann man natürlich tiefer in die Programmierung einsteigen als in
einer. Die Inhalte sollten an die Vorkenntnisse und das Alter des
Praktikanten angepasst werden. Ein Schulpraktikum in der 9. Klasse
bietet sich z.B. weniger für Hardcore-Programmierung an. Die
nötigen Praktikumsartefakte (z.B. Praktikumsbericht, -präsentation)
sollten in den Praktikumsalltag integriert werden. Fotos können
z.B. direkt während der Arbeit gemacht werden. Allgemeiner Einstieg
ins Praktikum Begrüßung durch Ausbildungsleiter und betreuende(n)
Azubi(s) Organisatorische/rechtliche Rahmenbedingungen klären (z.B.
Arbeitszeiten, Verhalten bei Krankheit) Rundgang durch das
Unternehmen (z.B. Kantine, Serverraum, Besprechungsräume,
Schulungsraum) die Abteilung (z.B. nächstes WC, Kaffeeküche)
Vorstellungsrunde mit allen Azubis Technische Inhalte (Was lernt
man in der Ausbildung?) Eigenen Arbeitsplatz aufbauen Monitor,
Tastatur usw. verkabeln eigenes Passwort ändern ggfs. Software
installieren PC auseinander-/zusammenbauen Eigenen Steckbrief mit
HTML/CSS gestalten Einstieg in die Programmierung, z.B. mit dem
Calliope Mini* RaspberryPi* aufsetzen (z.B. RetroPi) Tieferer
Einstieg in eine Programmiersprache Windows-/Linux-Server aufsetzen
(VMs) Blogartikel/Instagram-Post für die eigene Azubi-Website
schreiben Praktikumsmappe/-präsentation vorbereiten (insb. Fotos)
Organisatorische Inhalte (Wie läuft der Arbeitsalltag ab?)
Teilnahme an allen anfallenden Meetings (z.B.
Abteilungsbesprechung, Projektplanung, Standup) Lernzielkontrollen
mit anderen Azubis gemeinsam durchführen Pair-Programming mit
Azubis durchführen, um echte Projekte kennenzulernen
Vier-Augen-Gespräch mit Ausbildungsleiter Fragebogen zum Beruf und
zum Unternehmen ausfüllen Ausblick (Wie geht es nach dem Praktikum
weiter?) Weiteres Vorgehen zur Bewerbung klären (z.B. kürzeres
Verfahren möglich, da Praktikant schon gut bekannt)
Vorstellungsgespräch für die Ausbildung simulieren
Praktikumszeugnis ausstellen und durchsprechen Feedback des
Praktikanten einholen (z.B. zu den Inhalten, der Betreuung vor Ort,
Interesse am Beruf) Weiterführende Literatur empfehlen (z.B.
IT-Handbuch, Podcast, YouTube-Videos) Abschiedsgeschenk überreichen
(z.B. USB-Stick mit Programmieraufgaben und -lösungen) Downloads
Checkliste zu Beginn des Praktikums in der IT-Abteilung
(Praktikumsbetrieb) Checkliste zum Praktikum in der IT-Abteilung
(Praktikant) Factsheet zur Ausbildung Feedback zum Praktikum in der
IT-Abteilung Links Permalink zu dieser Podcast-Episode RSS-Feed des
Podcasts Zusammenfassung Warum Unternehmen Praktika anbieten Bei
der Alte Oldenburger habe ich eine ehemalige Praktikantin als
IT-Azubi gewonnen. Während eines Praktikums lernen sich Unternehmen
und Praktikant:in über mehrere Tage kennen. Dabei lässt sich
feststellen, ob der Beruf zu den eigenen Interessen passt und wie
die Zusammenarbeit funktioniert. Auch ohne Erfahrungen im
Programmieren ist ein Einstieg möglich. Schüler:innen erzählen
anschließend in der Schule von ihren Aufgaben. Dadurch wird das
Unternehmen als Ausbildungsbetrieb bekannt. Ihre Rückmeldungen
zeigen außerdem, wie die Ausbildung nach außen wirkt. Wenn du
nachfragst, wie ein:e Praktikant:in auf das Unternehmen aufmerksam
geworden ist, erfährst du etwas darüber, welche Anzeigen oder
persönlichen Kontakte dazu beigetragen haben. Unternehmen geben
jungen Menschen durch Praktika die Gelegenheit, einen Beruf
kennenzulernen. Dafür braucht es Aufgaben, durch die sie selbst
Erfahrungen in der IT sammeln. Als IT-Azubi ein Praktikum betreuen
Ich übertrage die fachlichen Aufgaben während des Praktikums an
IT-Azubis, meistens aus dem ersten Ausbildungsjahr. Die Grundlagen
sind bei ihnen noch frisch, weil sie dieselben Einstiegsaufgaben
bereits bearbeitet haben. Durch das Erklären vertiefst du dein
eigenes Wissen. Gleichzeitig übst du, Schulungen vorzubereiten und
durchzuführen, wie es der Ausbildungsrahmenplan vorsieht. Das
ähnliche Alter erleichtert häufig den Kontakt. Du lernst außerdem,
mit unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten und dich im
Unternehmen um organisatorische Fragen zu kümmern. Ich begrüße die
Person zu Beginn persönlich und prüfe während des Praktikums, wie
gut die Inhalte ankommen. Die Gespräche unter vier Augen führe ich
selbst. So kann ich früh eingreifen, wenn fachliche oder
persönliche Schwierigkeiten auftreten. Das Praktikum als Projekt
organisieren Für jedes Praktikum erstelle ich ein Ticket in
Redmine. Darin stehen die einzelnen Aufgaben und Checklisten, die
ich dem betreuenden IT-Azubi zuweise. Du arbeitest damit in
derselben Umgebung wie bei anderen Projekten und hältst fest,
welche Schritte erledigt sind. Dazu gehören beispielsweise: Die
Erklärung zum Datenschutz unterschreiben lassen. Ein Benutzerkonto
einrichten und das Passwort ändern. Eine Karte für das
Betriebsrestaurant besorgen. Herausfinden, welche Kolleg:innen für
die jeweiligen Fragen zuständig sind. Aufgaben an die Person und
die Zeit anpassen Meine Beispiele orientieren sich an einem
zweiwöchigen Schülerpraktikum. Wie viel du davon einplanst, hängt
von den Vorkenntnissen und Sprachkenntnissen der Person ab. Frage
auch nach ihren Interessen. Die Aufgaben sollten in der verfügbaren
Zeit zu schaffen sein und zum bisherigen Wissen passen. Schulische
Aufgaben früh einplanen Kläre gleich zu Beginn, welche Unterlagen
die Schule erwartet. Für eine Praktikumsmappe und eine Präsentation
braucht es Zeit während des Praktikums. Dafür lässt sich
beispielsweise die letzte Stunde des Arbeitstags reservieren. Fotos
können während der jeweiligen Tätigkeit entstehen, etwa beim
gemeinsamen Programmieren. Wenn die Unterlagen im Betrieb
geschrieben werden, kannst du sie anschließend durchsehen und auf
fachliche Fehler oder vertrauliche Informationen hinweisen. Den
ersten Tag vorbereiten Ich hole Praktikant:innen zur vereinbarten
Zeit persönlich ab. Der betreuende IT-Azubi ist dabei, sodass die
erste Ansprechperson gleich bekannt ist. Gerade für jüngere
Schüler:innen ist der Einstieg in ein Unternehmen ungewohnt. Am
ersten Tag klärst du die Rahmenbedingungen: Welche Arbeitszeiten
gelten? Bei Minderjährigen ist das Jugendarbeitsschutzgesetz zu
berücksichtigen. Wo meldet sich die Person bei Krankheit oder
Verspätung? Über welche Telefonnummern sind beide Seiten
erreichbar? Welche Zugangs- oder Bezahlkarten werden gebraucht?
Welche Regeln gelten, wenn sich die Person im Gebäude bewegt? Bei
Verspätungen gehört auch dazu, nachzufragen,...
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