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310 Episoden
46 Minuten
Jedes Pferd kommt bekanntlich mit einer natürlichen Schiefe zur Welt. Für alles, was über die natürliche Schiefe hinaus geht gibt es leider nicht die ultimative Behandlung, mit der man jedes Pferd erfolgreich behandeln kann, betont die Pferdephysiotherapeutin und Osteopathin für Sport- u. Freizeitpferde Kerstin Totterer.

Viele Wege führen zum Ziel – oder auch nicht. Grob unterscheidet man zwischen Physiotherapie, woher die unterschiedlichen Geräte-Therapien kommen wie die pulsierende Magnetfeldtherapie. Es geht bei der Physiotherapie um eine Mehrdurchblutung, eine Öffnung der Zellmembran. So werden etwa Entzündungen oder auch Kissing Spine behandelt, eine Wirbelsäulenerkrankung im Rückenbereich, ebenso wie Verspannungen, Blutergüsse, Sehnenleiden - eben alles, wo man nicht genau auf den Punkt kommen kann.

Daneben gibt es die Osteopathie, die Kerstin klassisch anbietet: „das Entblockieren und Manipulieren.“

Abgesehen davon, dass man nicht jede Krankheit gleich behandelt, muss man auch jedes Pferd unterschiedlich therapieren. Ein zweijähriges Pferd beispielsweise, das noch nie eine Decke getragen hat wird ungerne mit einer Magnetfelddecke ruhig dastehen. Auch mag nicht jedes Pferd und auch nicht jede Besitzerin Nadeln. Da scheidet die klassische Akupunktur aus. Hier funktioniert vielleicht die Laserakupunktur. Manche Pferde reagieren wiederum auf Stromimpulse, andere vertragen das gar nicht.

Im Podcast AUF TRAB erklärt Kerstin auch, was es mit der häufig angebotenen Cranio Sacrale-Therapie auf sich hat. Sie zielt darauf ab, dass die Nähte zwischen den Schädelteilen nicht steif miteinander verbunden sind, und sich deshalb auch die Schädelteile durch einen Sturz, Koppen etc. verschieben könen. Hier muss der Therapeut wieder den richtigen Cranio Sacralen Rhythmus herstellen. Eine Technik, die auch erfolgreich bei Schrei-Kindern angewandt wird. Allerdings würden nur Wenige die Technik wirklich beherrschen, weil sie schwer zu erlernen sei.

Erst wenn man Physio-, Osteo- , Cranio Sacrale- , Laser-, Trainings- und anderen in Frage kommenden Therapien das grundsätzliche Schiefe-Problem nicht in den Griff bekommt, würde sie zu ausgleichenden Sattelpads und Unterlagen greifen.

Die Welt der Therapien scheint unendlich vielschichtig, dabei leider nicht immer gesundheitsfördernd zu sein, beklagt Kerstin, dass auch viele unseriöse Behandlungen und Pseudotherapeuten unterwegs sind, gerade auch in den sozialen Medien.

Warum Kerstin nichts von Faszienrollen und Tapen hält hört ihr am besten selbst in dieser AUF TRAB-Folge. Sie soll Euch dabei helfen, Euch eure eigene Meinung über Behandlungen zu bilden.

Viel Hörvergnügen wünschen Julia und die Welshies Tessa, Dancer und Velvet.

Und wenn Euch dieser Podcast gefallen hat würden wir uns freuen, wenn ihr ihn abonniert, liked und weiterempfiehlt.

Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

#Cranio #Pferdeosteopathie #reiten #Pferdephysiotherapie #Akupunktur #Stromptherapie #horses  #Podcast

Foto: Kerstin Totterer /Bearbeitung AUF TRAB
28 Minuten
Wolfgang Rust zeigt, wie es geht. Auf geht´s!

Wir machen uns beim Reiten über so Vieles Gedanken, nur nicht über das Treiben. Dabei hängt vom richtigen Treiben sehr viel ab. „Man muss es beherrschen, um beispielsweise Paraden richtig reiten zu können", betont Wolfang Rust von der gleichnamigen Riding Academy auf YouTube.

Beim Treiben muss man zwischen jungen und ausgebildeten Pferden unterscheiden. Bei Jungpferden geht es vorerst nur darum, dass die Vierbeiner lernen, auf einen Impuls mit den Waden, weitergeleitet mit dem Kreuz zu reagieren und locker selbständig nach vorne zu gehen. Hier könne man anfangs auch die Stimme einsetzen, die das Pferd schon kennt, um sie mit der Schenkelhilfe zu verknüpfen. Wenn das Pferd dann weiter ausgebildet ist, müsse es lernen, dass wir es durch einen längeren Druck auf das Bein hin ruhiger reiten möchten.

Wichtig sei hier aber, keinen Dauerdruck zu erzeugen, sondern Impulse zu geben. Gerte und Sporen sollte ich erst dann einsetzen, wenn mein Pferd auf den Druck meiner Wade, den ich langsam steigere nicht reagiert.

Ein häufiger Fehler sei das ständige, störendes Klopfen mit den Schenkeln, das daraus resultiert, dass der Sitz noch nicht unabhängig ist. Hier empfiehlt Wolfgang eine Sitzlonge.

Ein weiterer Fehler sei die Ferse beim Treiben hoch zu ziehen. Damit hat die Wade aber automatisch die falsche Position.

Was man auch nicht selten sieht sei, dass beide Knie zusammengepresst werden, um zu treiben. Nur dann hebt es die Reiterin aus dem Sattel, er verliert den Sitz.

Entscheidend sei auch das Zusammenspiel zwischen Wade, Kreuz und Hand, an die man heranreitet.

Mehr zur richtigen Technik des Treibens hörst Du in dieser Podcastfolge.

Viel Spaß wünscht Dir Julia und ihre Welsh Cobs Tessa, Velvet und Dancer.

Wenn Dir dieser Podcast gefallen hat würden wir uns freuen, wenn Du ihn abonnierst, likest, kommentierst und weiterempfiehlst.

Musik- und Soundrechte: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠

#Pferde #Reithilfen #Reitsport #treiben #Sitz #jungePferde #pferdegerecht #Podcast

Foto: Riding Academy by Wolfgang Rust
46 Minuten
„Dem Durchschnittspferd geht es nicht schlechter als früher“, meint Verhaltensbiologin Marlitt Wendt. Die Haltungs- und gesundheitlichen Bedingungen hätten sich sehr verbessert, allerdings gäbe es zum Teil krasse Ansprüche, die an das Pferd im sportlichen, aber auch Freizeitbereich gestellt werden. Oftmals versucht man sich über das Pferd darstellen. Hier sollte man sich einmal die generelle Frage stellen: Was dürfen wir mit Nutztieren, speziell mit Pferden machen?

So sei ein Pferd eigentlich nicht dafür geboren, Gewicht auf den Rücken zu tragen. Man muss es dafür ausbilden und auch das richtige Pferd vom Körperbau, Alter, Psyche etc. aussuchen, dass den eigenen reiterlichen Ansprüchen auch gerecht werden kann.

Weder Menschen, noch Pferde ticken gleich. Schon gar nicht tickt das Pferd wie der Mensch. Hier sollte man mehr auf die Pferdebedürfnisse und vor allem auf die individuellen Erfordernisse seines Pferdes achten. Beispielsweise nicht sein Pferd zudecken oder auch nicht zudecken, nur weil es der ganze Stall so macht.

Pferde kann es je nach Charakter auch schon auf den Magen schlagen, wenn man laut wird. Apropos Pferdemagen: womit man ihn am besten füllt, sollte man auch individuell mit der Futterberaterin oder Tierärztin seines Vertrauens besprechen. Auch Heu-Analysen, die zum Beispiel veterinärmedizinische Universitäten für leistbares Geld durchführen, seien sehr sinnvoll.

Oft braucht es auch nicht viel finanziellen und baulichen Aufwand, um dem Pferd den Alltag angenehmer zu gestalten. Marlitts Tipp: Das Paddock-Trail-Konzept. Gemeint ist ein abgesteckter Rundlauf um eine Fläche herum, der Bewegung ermöglicht. Das kann ein abgesteckter Weg um ein Stall- oder Hallengebäude oder um eine Wiese sein. Eventuell ist die Stallbesitzerin ja auch offen für eine Doppelnutzung der Halle – nachts als Schlafplatz für die Herde. Auch wenn darunter natürlich der Hallenboden leiden kann, machbar sei alles.

Die „Rechte der Pferde“ heißt auch Marlitt Wendts neues Buch, erschienen im Kosmos-Verlag. In ihm findet ihr auch sehr viele rechtliche Vorschriften für die Haltung und Nutzung von Pferden.

Am Schluss zitiert Marlitt den inzwischen verstorbenen Pferdefachmann Hans-Heinrich Isenbart: „Vergessen Sie die Pferde nicht“ ...

... womit schon alles gesagt wäre. Fast alles: Wenn Euch dieser Podcast gefallen hat würden wir uns freuen, wenn ihr ihn abonniert, liked und weiterempfiehlt. Es danken Eure Welshies und Julia Kistner

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#Pferde #Pferdehaltung #Reitsport #Pferderecht #pferdegerecht #Podcast

#Foto: Marlitt Wendt /Bearbeitung AUF TRAB
18 Minuten
"Das Pferd spürt Stress in jeder Form und wenn es das spürt, nimmt es mich nicht mehr als Führungsperson wahr", betont Martin Lasser, lizensierter Tellington Pracitioner 3, wie wichtig es ist im Umgang mit dem Pferd Ruhe zu bewahren. Nur so kann man das Vertrauen des Pferdes gewinnen.

Für den Vertrauensaufbau eignet sich auch die Tellington-TTouchmethode, die von Linda Tellington-Jones entwickelte Körperarbeit. Das zweite „T“ im Wort TTouch steht für „trust“, also für Vertrauen. Die Philosophie dahinter: Mit TTouch knüpfst du eine tiefe Verbindung zu deinem Pferd.

„Ti-Touches“ bestehen aus kreisenden, hebenden und streichenden Bewegungen, die man am Körper des Pferdes ausführt. Mehr hierzu auch in dieser früheren AUF TRAB-Podcastfolge:

https://open.spotify.com/episode/4g6VGJ4v7XPGQttGKFpgYZ?si=b09f2591c5e743f5

So viel zur Theorie, die ihr in Linda Tellington-Jones Buch „Vertrauen Stärken mit Tellington Training", erschienen im Komos-Verlag nachlesen könnt.

Beim Podcast Auf Trab erklärt uns Martin Lasser, wie man in der in der Praxis mit TTouches bei seinem Pferd ein neues Vertrauensniveau erreicht. Etwa mit dem Haargleiten-Touch, der sehr einfach, dafür wirkungsvoll sei. Dies, weil an jeder Haarwurzel auch eine Nervenende sei. So könne mandas Nervensstem über die vielen tausenden Haare beeinflussen, in dem man die Haare leicht ausstreicht, mache ich einen leichten Zug auf die Haarwurzel und gebe so einen Impuls auf die Nervenfaser und dadurch entspannt man das gesamte Nervensystem. Einfach mit den Finger sanft durch die Haare von der Wurzel aus streichen und die Pferde werden abschnauben.

Gegen den Stress helfen alle TTouches, die flach sind, wie die Muschel zum Beispiel. Am Besten ihr hört selbsr in diese AUF TRAB-Podcastfolge mit Martin Lasser rein.

Viel Hörvergnügen wünschen Tessa, Velvet, Dancer und Julia. Vor allem aber bleibt AUF TRAB bis zum nächsten Samstag …

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#Pferde #TTouch #Tellington #Vertrauen #Tierschutz #Feedback #pferdegerecht #Podcast

Foto: Kosmos Verlag/Buch: Vertrauen stärken mit Tellington Training
31 Minuten
"Pferde bringen einfach ganz viel ein. Pferde haben im therapeutischen Kontext auch eine wirklich unglaublich schöne und große Begabung aus ihrer Persönlichkeit und aus ihrer Sozialisation heraus", betont Verena Bittmann, stellvertretende Geschäftsführerin und Therapeutin des Lichtblickhofes, "tragen und getragen werden, das ist was Tolles, wenn du selber einfach Monatelang lang im Spital liegst, wenn du im Rollstuhl sitzt oder wenn dich einfach ein bisschen die Kraft verlassen hat. Dieses von einem großen Partner getragen zu werden und genauso durchs Leben zu gehen wie alle anderen, das ist einfach eine unglaubliche Bereicherung und gibt auch immer so einen Push des nicht Aufgebens sondern weitermachen."

Die zwei - und vierbeinigen Therapeuten des Lichtblickhofs kommen ins Spital. Direkt am Lichtblickhof gibt es Hospiz-Wohnungen, wo Familienangehörige Kinder mit unheilbaren Krankenheiten palliativ begleiten können.

Verena hat viele berührende Geschichten von ihren jungen, oftmals krebskranken Klienten zu erzählen, die oftmals traurig ausgehen. Einfach reinhörenen und eine Träne vergießen!

Wer sich gerne einmal einen Einblick in die pferdegestützte Kinderhospiz Lichtblickhof und seine fleißigen zwei und vierbeinigen Therapeutinnen verschaffen möchte hat hierzu übrigens am Mittwoch den 15 November ab 14 Uhr in Wien, im 14 Bezirk die Gelegenheit. Anlass ist die Eröffnung des Schutzenengelstalls. Mehr Info unter www.lichtblickhof

Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.

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#Pferde #tiergestützteTherapie #Krebs #Patronaz #Podcast

#Foto: Lichtblickhof
1 Stunde
Sibylle Wiemer: Mit Leichtheit reiten wie Philippe KarlEin Pferd muss entspannt sein, um leicht zu reiten zu sein und dafür braucht es ein entsprechendes Training von Pferd und Reiter. Die mobile Reitlehrerin Sibylle Wiemer ist vor allem durch Philippe Karl und seine „Ecole de Lègéreté“ geprägt. Mit Leichheit meint der französische Reitmeister nicht nur die Hilfengebung, sondern generell eine harmonische Ausbildung ohne Druck aus Respekt vor dem Pferd.AUF TRAB zu Gast gibt Sibylle uns einige Tipps, wie man Leichtheit beim Reiten erzielt. Damit sich das Pferd losgelassen bewegen kann, muss unter anderem das Maul des Pferdes beweglich sein, das Pferd im Unterkiefer nachgeben können. Das trainiert man, so wie die meisten Hilfen, am besten vorerst vom Boden aus. Hierfür stellt man sich vor das Pferd, steckt die Finger jeweils durch die beiden Trensenringe und bewegt das Gebiss in Richtung Maulwinkel. Zuerst leicht vibrierend, um den Kopf des Pferdes etwas anzuheben. Weicht das Pferde zurück, lässt man es den Kopf ein wenig absenken. Dann beginnt man sanft das Gebiss im Maul zu bewegen, und achtet darauf, das das Genick des Pferdes stets der höchste Punkt bleibt. Wenn das Pferd das Maul öffnet und zu kauen beginnt, setzen die Hilfen aus. Das geht aber nur gut mit einem lose verschnallten Nasenriemen, soll heißen: Zwischen Nasenriemen und Nasenrücken sollten mindestens zwei Finger aufrecht passen. Weitere Trainingstipps aus der Lègéreté bzw. für Reiten mit Leichtheit in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.Mein Buchtipp zu dieser Podcastfolge: Sibylles jüngstes Werk „Lektionen für die Reitstunde“, erschienen im Kosmos Verlag.

Viel Hör- und Lesevergnügen wünschen Julia Kistner und ihre Welshies.

Und dann hätte ich für Euch noch einen Veranstaltungstipp: AUF TRAB organisiert vom 27. bis 29. Oktober im Festschloss Schlosshof /NÖ einen Kurs Klassische Reitkunst mit Horst Becker. Info unter www.auftrab.eu. Velvet und ich sind auch dabei. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Eure Julia Kistner#Lègéreté #Training #PhilippeKarl #sibylleWiemer #Losgelassenheit #Entspannung #BeweglichesMaul #podcast

Foto: Sibylle Wiemer/Bearbeitung AUF TRAB
41 Minuten
Pferde-Influencerin Katharina Herowitsch, bei AUF TRAB zu Gast, erzählt, wie sie zu über 14.200 Followers kommt, wie sie österreichische Warmblutpferde und Paint Horses züchtet und wie wichtig es ist, bei all der Arbeit und den Kosten Eltern zu haben, die einem tatkräftig unterstützen und den Rücken frei halten.

Katharina gibt sehr brauchbare Tipps für die eigene Ranch: Dort, wo sich die Pferde meist aufhalten sollte man den Untergrund gut zu fixieren, damit die Vierbeiner nicht im Gatsch versinken. Sie hat den Bereich – auch rund um die vier mal vier Meter große Heu-Raufe - gepflastert. Dort, wo sie ihre Tiere begrüßt und oftmals Streicheleinheiten und Leckerlis verteilt, dort hat sie einen Holz-, aber kein Stromzaun.

Nicht vergessen sollte man auch Notfall-Boxen beim Offenstall – für ältere, kranke, rangniedrige oder trächtige Pferde, die sich auch einmal zurückziehen wollen oder müssen. Mein Tipp wäre, den Stroh- und Heulagerplatz ebenso wie den Misthaufen großzügig anzulegen.

Wenn ihr Eure Ranch im Abseits plant wie Katharina im Wald, nicht vergessen: ihr braucht einen Allrad um bei jeder Witterung euer Paradies auch zu erreichen.

Wollt ihr mehr über den mit 22 Jahren erfüllten Lebenstraum von Katharina erfahren? Und auch über die Schattenseiten der eigenen Pferdezucht?  Dann hört mal in die aktuelle AUF TRAB-Podcastfolge rein!

Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und ihre Welshies.

Und dann hätte ich für Euch noch einen Veranstaltungstipp: AUF TRAB organisiert vom 27. bis 29. Oktober im Festschloss Schlosshof /NÖ einen Kurs Klassische Reitkunst mit Horst Becker. Info unter www.auftrab.eu. Velvet und ich sind auch dabei.

#Influencing #Farm #Pferde #Stall #Paint-Horses #Warmblut #podcast
31 Minuten
Zu wenig trainierte Körperteile der Zweibeiner schränken die Bewegung der Vierbeiner ein!

Es fehlt uns an Beweglichkeit, Kraft, Stabilität und allgemein an einer aufrechten Haltung. Dressurreiterin und Fitnesscoach Anna Lutonsky, Begründerin des Trainingsprogramms Valere Equestrian hat einige Tipps, wie man Fit für den Ritt wird - dem Pferd zu Liebe.

Eine Studie mit einer Druckmessplatte habe nämlich gezeigt, dass sich durch einen stabileren Sitz nicht nur die Druckintensität reduziert, sondern sich auch die Schrittlänge im Trab vergrößert. Die Beweglichkeit ist wichtig,damit man schön mitgehen kann in der Bewegung und das Pferd nicht stört.

Auch für die Reitergesundheit sei eine gute Fitness extrem wichtig. Es wirken beim Reiten enorme Kräfte auf die Wirbelsäule und je schwächer der Rumpf ist, desto weniger kann er abfangen.

Wichtig sei, dass man sich für das Reiten aufwärmt. Dazu gehört die Fußgelenke bzw. Knie zu kreisen, Arme und Handgelenke und Schultern entsprechend aufzuwärmen. Einen Super-Tipp hat sie für das Aufwärmen der Hüftgelenke:  Man stellt sich neben die Aufstiegshilfe und hebt das Bein so hoch wie möglich vor und zurück und seitlich drüber.

Sollte man sehr unterschiedlich lange Beine haben, würde sie das nicht mit unterschiedlich langen Steigbügeln ausgleichen, weil man dann auch unterschiedliche Hüftwinkel hat.

Was uns noch fit für Ritt macht? Ihre besten Fitness-Rezepte verrät Anna Lutonsky in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge. Los geht´s, am besten ihr gleich mit bei „Fit für den Ritt“ . Los geht´s1

Und dann hätte ich für Euch noch einen Veranstaltungstipp: AUF TRAB organisiert vom 27. bis 29. Oktober im Festschloss Schlosshof /NÖ einen Kurs Klassische Reitkunst mit Horst Becker. Info unter www.auftrab.eu. Velvet und ich sind auch dabei.

Euer AUF TRAB-Podcasthost Julia Kistner, der sich freut, wenn ihr AUF TRAB weiterempfiehlt, bewertet, kommentiert und abonnierst, damit Du keine Folge mehr verpassen kannst und neue Hörerinnen auf AUF TRAB aufmerksam werden.

Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Eure Julia Kistner

#Fitness #Training #Pferde #Hanteln #Yoga #Online-Coaching #podcast

Foto: Valere Equestrian

 
49 Minuten
Die Heeres-Dienstvorschrift 12 aus dem Jahr 1912 mag ein alter Schinken sein. Aber man mag nicht glauben, was man von den alten Meistern alles lernen kann. Mit der H.Dv 12 beschäftigt sich Dr. Gerd Heuschmann, dafür bekannt, die klassische Reitkunst aus anatomischer Sicht herzuleiten. Sprich zu zeigen, wie man durch harmonisches Reiten sein Pferd nicht verschleißt.

Wie das genau funktioniert, steht eben schon in der H. Dv 12 au der Fassung 1937 geschrieben. Die Heeres-Dienstvorschrift aus dem Jahre Schnee beschreibt, was zu tun ist, aber erklärt nicht, warum man dieses oder jenes macht. In der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge unterhalte ich mich mit Gerd Heuschmann über sein Buch „Neu kommentierte H.Dv. 12“, dass er noch gemeinsam mit dem verstorbenen Altmeister Albrecht von Ziegner geschrieben hat.

Die H.Dv 12 legt beispielsweise großen Wert auf das korrekte Reiten der Hufschlagfiguren und auf einen korrekten Sitz. Gerd Heuschmann erinnert, dass das Pferd den Reiter ja nur spiegelt: „Wenn Du steif auf einem Pferd sitzt, geht das Pferd steif.“

Auch in punkto Zügelhilfen kann man viel von der H.Dv.12 und Gerd Heuschmann lernen: „Die Verbindung, die man als ausgebildeter Reiter zwischen der Hand und dem Pferdemaul fühlt, das Gewicht, das man in die Hand gelegt bekommt, das kommt vom Pferd. Die Schubkraft der Hinterhand geht schwingend durch den Pferderücken – dafür steht der Begriff der Losgelassenheit – und mündet darin, dass das Pferd das Gebiss quasi nimmt und mir, ein von der Versammlung abhängiges Gewicht in die Hand legt. Je versammelter ein Pferd ist, umso leichter und weicher fühlt sich das an. Und je größer und schwungvoller die Tritte, je mehr wird mir in die Hand gelegt. Aber es bleibt immer weich. Wenn ich dann einwirke, dann schließe ich meine Hand und öffne sie wieder oder ich drehe mein Handgelenk minimal ein und gebe wieder nach.“ Im Zusammenspiel mit treibendem Schenkel und einer erhöhten Körperspannung im Sitz ergäbe das dann eine Parade. „Reduziert auf die Hand ist es, dass ich sie schließe, kurzfristig mehr Druck auf dem Zügel habe und sofort wieder weich werde. Die positiven Effekte, die sich dann ergeben wie langsamer werden, biegen, mehr Aufmerksamkeit etc. bewirkt das Nachgeben. Erst wenn ich nachgegeben habe, ist es eine Parade.“

Mehr praktische Lektionen für einen geschmeidigen Sitz oder auch für eine harmonische, nicht erzwungene Anlehnung gibt Gerd Heuschmann in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge. Viel Hörvergnügen!

Ach ja, da hätte ich für Euch noch einen Veranstaltungstipp: AUF TRAB ist selbst zu Gast und zwar auf der Apropos Pferd in Wiener Neustadt vom 5. bis 8. Oktober. Beim Influencer Point könnt ihr am Donnerstag und Samstag einmal live erleben, wie ein Podcast entsteht. Ich hoffe wir sehen uns auf der Apropos Pferd.

Euer AUF TRAB-Podcasthost Julia Kistner, der sich freut, wenn Du AUF TRAB weiterempfiehlst, bewertest, kommentierst und abonnierst, damit Du keine Folge mehr verpassen kannst. Vor allem aber bleib AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.

#Heeres-Dienstvorschrift #KlassischeReitkunst #reiten #Reithilfen #Apropos_Pferd #Pferdemesse

Foto: Gerd Heuschmann/Bearbeitung AUF TRAB
30 Minuten
Einen echten Mustang - nicht in der Garage, nein, bei sich daheim im Offenstall? Alles ist möglich! Dafür sorgt Fabienne Schuhmaier von der Mustang Heritage Germany, die Wildpferde aus den USA nach Europa importieren. Wozu das alles? Weil es eine Überpopulation gibt, seit die Mustangs in den 70er-Jahrenunter Schutz gestellt wurden und jetzt viel zu wenige Fläche pro Pferd vorhanden sein, viele Mustangs deshalb verhungern oder teilweise schwer erkranken. Deshalb gibt es Auffangstationen, in denen strikt überwacht, Mustangs eingesammelt werden, aufgepäppelt und geimpft werden.

Derzeit seien 50.000 Mustangs in Auffanglagern, die aus allen Nähten platzen. Sie werden dort an Menschen gewöhnt und dann zur Adoption freigegeben. Sofort, bei Pferden über zehn Jahre. Jüngere Pferde müssen ein Adaptionsjahr mit Trainerin im Auffanglager verbringen, bevor sie die Reise per Flugzeug nach Europa antreten dürfen. Diese organisiert Dir komplett Fabienne und ihre Vermittlung Mustang Heritage Germany, inklusive dem Training im Auffanglager, der Quarantäne, dem ganzen Papierkram bis zur Ankunft Flughafen Frankfurt, wo Du oder die von Dir beauftragte Spedition Dein Wildpferd in Empfang nimmt. Du musst dann für das Ganze 11.000 Euro aufwärts in die Hand nehmen.

Lohnt sich das? Ist das pferdegerecht? Wie funktioniert die Integration in die domestizierte Herde? Das erklärt Fabienne in der aktuellen AUF TRAB-Podcastfolge.

Viel Hörvergnügen bei der 150.ten (!) Podcastfolge AUF TRAB wünschen Dir Julia Kistner und ihre Welshies. Wir würden uns freuen, wenn Du uns auch bei den nächsten 150 Folgen Gehör schenkst, AUF TRAB weiterempfiehlst, bewertest, kommentierst und abonnierst, damit Du keine Folge mehr verpassen kannst. Vor allem aber bleib AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.

Übrigens: Fabienne ist mit zwei Mustangs auf der APROPOS Pferd in Wiener Neustadt vom 5. bis zum 8. Oktober täglich im Showprogramm in Halle 4 zu sehen. Auch mich könnt ihr dort antreffen: AUF TRAB macht Live-Podcastaufnahmen mit Persönlichkeiten aus der Pferdewelt. Schaut doch mal beim Influencer Point vorbei!

#Wildpferde #Nevada #Texas #Pferdeexport #Mustang #Auffanglager #Apropos_Pferd #Pferdemesse

Foto: Fabienne Schuhmaier/Bearbeitung AUF TRAB
41 Minuten
Um die nötige Lockerheit und Leichtigkeit zu bekommen hilft vor allem eines: uns ein Bild vorzustellen. Warum? „Unser Körper reagiert viel feiner und viel schneller, als wenn wir versuchen eine Bewegungsanweisungen nachzuvollziehen“, erklärt Centered Riding-Coach Rosi Schreiber-Jetzinger auch gleich den Nachteil von Bildern: „Wir brauchen nicht alle die gleichen Bilder, weil wir unterschiedliche Lern- und Lebenserfahrungen haben.“ Spannend sei beispielsweise, was mit dem eigenen Körper passiert, wenn man sich vorstellt in eine Zitrone zu beißen. Für den einen ist es unangehm, dem anderen schmeckt es.

So kann man sich für jede korrekte Reithilfe ein für sich geeignetes Bild vorstellen und dem Bild ein Geruch, eine Farbe, eine Haptik, eine Helligkeit etc. geben, um möglichst viele Sinne anzusprechen, damit es noch besser funktioniert.

Aber Achtung: die Bilder dürfen gedanklich nur aufblitzen und nicht hängen bleiben, damit sie wirken. Um starre Reiterhände zu vermeiden stellt man sich einfach vor, man hält in jeder Faust ein kleines Vögelchen behutsam fest, ohne es zu zerquetschen. Um sich zu zentrieren stellt man sich eine Kugel im Becken vor, die in einer Schale hin und her rollt.

Seine Bausteine bekommt man gut übereinander wenn man sich einen Schneeman vorstellt, dessen Kugeln genau übereinander gestapelt sein müssen, damit er nicht umfällt. Die unterste Kugel sind der Pferderumpf und die Beine, die mittlere der Körper und die obere der Kopf.

Um in den Rücken zu atmen, was man beim reiten tun sollte, stellt man sich vor man hat eine Bluse mit Knopflöchern links und rechts vekehrt an und atmet durch die Knopflöcher am Rücken. Sanfte Augen mit einem großen Blickwinkel bekommt man, wenn man sich vorstellt man hat die Augen nicht vorne, sondern links und rechts angebracht wie ein Pferd.

Um sich zu Erden kann man an einen feuchten Sand denken, in dem man barfuß Abdrücke hinterlässt. Ja und so gibt es für alles nicht nur ein Bild sondern viele: für Tempiwechsel, Paraden, Seitengänge, fürs abwenden usw. Konkret Ideen für entsprechende Bilder hörst in dieser Podcastfolge sowie in den früheren Folgen mit Rosi Schreiber-Jetzinger.

Viel Hörvergnügen: wünschen Tessa, Velvet, Dancer und Julia:

31.12.2021 Reiten mit Bildern im Kopf

https://podcasts.apple.com/at/podcast/auf-trab/id1543717391?i=1000546615650

7.10.2022 Seitengänge: Kniebeugen für Pferde nach der Centered Riding Methode

https://podcasts.apple.com/at/podcast/auf-trab/id1543717391?i=1000581923010

12.11.2022 Neuroriding: Gutes reiten beginnt im Kopf

https://podcasts.apple.com/at/podcast/auf-trab/id1543717391?i=1000585941708

Und wenn Euch diese Folgen gefallen haben, dann empfehlt AUF TRAB doch bitte weiter und abonniert den Podcast unverbindlich, damit ihr keine Folge mehr verpasst. Vor allem aber bleibt AUF TRAB bis zum nächsten Samstag …

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#Pferde #CenteredRiding #Vorstellung #Bilder #SallySwift #reiten #Podcast

Foto: Rosi Schreiber-Jetzinger/Bearbeitung AUF TRAB
34 Minuten
Wenn die Meisterin der klassischen Reitkunst meint, dass der Tag niemals kommt, an dem sie sagen kann, dass sie das Ziel, den korrekten Sitz erreicht hat, dann motiviert das doch ungemein, an seinem eigenen Sitz ständig weiter zu arbeiten. Für Anja Beran ist der korrekte Sitz in erster Linie Tierschutz. Denn der Sitz setzt am Pferderücken an. Man könne die Pferde mit einem guten Sitz stärken und aufbauen, mit einem schlechten aber auch ruinieren. Und wenn das Bindeglied zwischen Vor- und Hinterhand ruiniert ist, führe dies zu Lahmheiten und Widersetzlichkeiten.

Für den unabhängigen Sitz empfiehlt sie die Sitzlonge und Kindern das Voltigieren. Es sei vor allem eine Grundsportlichkeit wichtig, bevor man sich in den Sattel schwingt. Viel Bewegung sorge für die notwendige Muskulatur, Fitness und das Körpergefühl, was sie heute oft vermisse.

Oft hätten Reiter heute auch zu viel Rückenlage. Da helfe Paartanzen, das obendrein auch für die Grundspannung und gerade Haltung sorgt, die man auch beim Reiten benötigt.

Was Anja Beran auch oft sieht sind steife Arme und harte Hände. Das Wichtigste sei, dass der Arm locker nach unten fällt und nicht am Ellbogen abgeknickt ist. Das fühle das Pferd definitiv im Maul. Die Linie von Ellbogen bis zum Handgelenk müsse gerade und das Handgelenk weder nach außen noch nach innen gedreht ist. Anjas Tipp: immer wieder mit einem Arm reiten, den anderen hängen lassen und anschließenddie Hand wechseln.

Sie beobachtetauch oft harte, klopfende Schenkel. Im Pferdesport werde immer öfter mit starken Sattelpauschen geritten, damit das Bein ruhig liegen bleibt. Das tut es auch, nur nimmt man ihm damit die Beweglichkeit und Lockerheit.

Ein korrekter Sitz erfordere beides, Stabilität und Mobilität. Wir brauchen eine stabile Mitte mit Rücken- und Bauchmuskulatur, die wirklich arbeitet und stabil ist, aber lockere Gliedmaßen. Die meisten machten alles fest oder alles ist schwabbelig.

Weitere nützliche Tipps für den unabhängigen Sitz gibt Anja Beran in dieser AUFTRAB-Podcastfolge, auf www.anjaberan.de und in ihren Büchern "Der Dressursitz", aber auch in ihrem aktuellen Buch "Blickschulung" .

Eine einmalige Chance, an seinem Sitz zu arbeiten bietet auch der nächste große AUF TRAB-Event im niederösterreichischen Festschloss Schlosshof vom 27. bis 29. Oktober. Horst Becker gibt einen dreitägigen Kurs in klassischer Reitkunst. Ein letzter Platz wäre noch zu vergeben. Info auf www. auftrab.eu oder ihr schreibt mir an julia@auftrab.eu.

Viel Hörvergnügen wünschen Tessa, Velvet, Dancer und Julia. Vor allem aber bleibt AUF TRAB bis zum nächsten Samstag …

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#Pferde #Sitz #Vorderhand #Rücken #Hinterhand #Tierschutz#pferdegerecht #Podcast

Foto: Anja Beran

 
50 Minuten
Viel Talent ist natürlich für Pferd und Reiter die Basis, um sich bis in die Königsklasse empor zu reiten. Aber: Man braucht auch das Glück oder auch die Hartnäckigkeit, die für sich und sein Pferd optimale Ausbildung und die passende Ausbildnerin zu finden. Vor allem aber muss man sich Zeit nehmen, Schritt für Schritt die unterschiedlichen Ausbildungsstufen der gewählten Reitlehre mit Muße und Konsequenz zu durchlaufen, empfiehlt Andreas Hausberger, langjähriger Oberbereiter der Spanischen Hofreitschule Wien. Das konsequente und nicht überhastete Training sei für Reiter und Pferd wichtig, um voran zu kommen und auch lange im Sport zu bleiben. "Der Hauptfehler, den viele Reiter machen ist zu spät zu beginnen und dann viel zu schnell bei Lektionen vorzugehen", warnt Andreas Hausberger. Soll heißen: Anreiten mit drei, ab vier das Pferd in Schritt, Trab, Galopp arbeiten in einem längeren Rahmen, lockeren Arbeitstempo, keine schweren Lektionen, keine engen Wendungen. Nach dem ersten Jahr der Ausbildung erkennt man die Talente des Pferdes und dqnn beginnt Oberbereiter Hausberger gegebenenfalls mit fünf Jahren das Pferd für die Piaffe vorzubereiten. So kann das Pferd mit acht Jahren piaffieren und mit neun Jahrenoder etwas später dann passagieren. So kann es mit zehn Jahren dann Grandprix starten und bis 18 oder 19 Jahren im Sport bleiben.

Nur so sei es etwa seinem langjährigen geliebten vierbeinigen Partner in der Holreitschule, dem Lipizzaner-Hengst Conversano Dagmar möglich gewesen, im hohem Pferdealter von 26 Jahren noch Höchstleistungen auf Europa-Tourneen der Spanischen Hofreitschule zu erbringen. Nur eine pferdegerechte Reitweise und entsprechende Haltung mache es auch möglich, dass Conversano Dagmar mit 35 Jahren noch gesund und munter sein Dasein auf der Koppel fristet.

Genau diese Tugend, seiner pferdegerechten Reitweise treu zu bleiben, nicht jeden Schritt seines Pferdes zu kontrollieren, es nicht wie eine Marionette zu gängeln, es nach anstrengenden Lektionen auch einmal auf der Galoppbahn vorwärts-abwärts strecken zu lassen, zeichne die Mehrfach-Olymiasiegerin, Deutsche Meisterin, Europa-Meisterin, Weltmeisterin Jessica von Bredow-Werndl und ihren Bruder und Trainingspartner Benjamin Werndl aus. Andreas Hausberger trainiert die beiden Ausnahmetalente schon seit deren Kindheit und steht ihn jetzt noch regelmäßig beim Training zur Seite. Bei jedem ihrer großen Bewerbe fiebert er mit. Ihr wollt mehr wissen, wie die Reitelite trainiert und wie man Pferde dazu bringt mit Freude Hochleistung zu erbringen? Dann hört am Besten in dies AUF TRAB-Podcastfolge rein!

Viel Hörvernügen wünschen Euch Julia und die Welshies, die sich freuen würden, wenn ihr den Podcast weiterempfehlt, abonniert oder liked, damit ihn noch mehr Pferde-liebende Menschen Gehör schenken.

Übrigens: wenn ihr noch auf der Suche nach der richtigen Reitweise seit: Am 27. bis 29. Oktober kommt der wunderbare Trainer Horst Becker ins Festschloss Schlosshof in Niederösterreich vor den Toren Wiens. Horst holt alle ambitionierten Reiter - egal ob Dressur-, Western-oder Islandreiter – dort ab, wo sie gerade in der Ausbildung stehen und bringt sie mit Sicherheit auf der Ausbildungsstufe weiter. Für Kurzentschlossen wäre noch die Teilnahme mögliche. Mehr Info auf www.auftrab.eu oder ihr schreibt mir an julia@auftrab.eu

… Daumen hoch für diesen Podcast, vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.  

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#Pferde #Grandprix #SpanischeHofreitschule #Ausblidung #Spitzensportler #pferdegerecht #Podcast
57 Minuten
Eine Krebsdiagnose sei auch für ein Pferd noch kein Todesurteil, ...

beruhigt Tierarzt Jan Kuntz vom Equinox Strahlentherapiezentrum für Pferde und Kleintiere. Man müsse sein Tier und die Tumore nur immer ganz genau beobachten, auch weil man sie oft schwer erkennt, unterschiedliche Formen und Farben haben.

Am häufigsten sind Hauttumore, die rund 80 Prozent der diagnostizierten Tumore ausmachen. Hier ist die häufigste Art das Equine Sarkoid. Es ist nicht hochansteckend. Aber man sollte für das Pferd, sogar für die betroffenen Stellen eigenes Putzzeug verwenden.

Schimmel wie Lipizzaner oder Appaloosa erkranken öfter an Melanome. Und dann gibt es noch Plattenepithelkarzinom, häufig am Auge, es kann aber genauso am Schlauch sein. Gerade bei dieser Krebsart spielt die Genik eine große Rolle. Haflinger seien hier beispielsweise häufiger betroffen.

Beim Plattenepithelkarzinom steigt das Risiko mit dem Alter des Pferdes, während die Besonderheit bei dem Equinen Sarkoid ist, dass häufig junge, durchaus agile Pferde betroffen sind.

Was kann man tun? Zum einen Vorbeugen mit gesunder Ernährung – Immunstärke hilft. Bei Schimmeln, die vor allem Melanom-gefährdet sind kann man notfalls den Weidegang umstellen. Soll heißen: während der prallen Sonne stellt man sie in den Stall, die Bewegung durch Koppelgang ermöglicht man ihn am Abend oder nachts. Hilfreich seien auch UV-Schutzmasken, da man Melanome häufig bei den wenig pigmentierten Stellen bekommt.

Um Krebs zu behandeln gibt es drei Möglichkeiten: Tumore chirurgischzu entfernen, oder auch die Chemotherapie. Haarausfall wie beim Menschen ist nicht die Folge, das wäre beim Tier ja fatal. Und dann gibt es noch die Strahlentherapie, wobei es für Pferde weltweit nur fünf Strahlenzentren gibt. Eines davon ist der Arbeitgeber von Jan Kuntz, Equinox in Hessen mit meterdicken dicken Wänden. Für die Behandlung des Equinen Sarkoid sind etwa acht Sitzung notwendig, die Kosten können sich auf  8000 bis 10.000 Euro belaufen. Auf der Webseite www.equinox.vet findet ihr auch Bilder, Erläuterungen und Ratschläge, wie man Tumore erkennt und was bei den unterschiedlichen Krebsarten zu tun ist. Es lohnt sich auch in jedem Fall in diese Episode reinzuhorchen und..

… Daumen hoch für diesen Podcast, vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.  

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#Pferde #Gesundheit #Tumor #Strahlentherapie #Tierernährung #Podcast

Foto: Jan Kuntz
43 Minuten
„Wir haben inzwischen bei den Pferden unglaubliche muskuläre Schwierigkeiten bis hin zur Tragerschöpfung“, berichtet Mike Geitner. Deshalb sei der Muskelaufbau so wichtig, betont der Erfinder der blau-gelben Dualaktivierung und Equikinetic.

Pferde seien oftmals schief und nicht gerade gerichtet, oftmals auch erschöpft, weil für rangniedrige Pferde oftmals die moderne Offenstallhaltung nicht das Richtige sei. Zu schaffen machen ihnen auch gewichtige Reiter:innen und zu lange Beanspruchung, womit man ihnen die Muskeln wegreitet.

Was man machen kann? Im ersten Schritt: Drei Monate lang Equikinetic, das Führen des gebogenen Pferdes durch eine Quadratvolte mit sechs Meter Durchmesser aus blau-gelben Bahnen oder Pelonen. Gemessen wir zwischen den Innen-Bahnen. Ein Durchgang dauert eine Minute, darauf folgen 30 Sekunden Pause im Inneren der Volte. Insgesamt gibt es acht Durchgänge, für alte oder rekonvaleszente Pferde auch weniger. Zwischen den Trainingstagen sollte man auch immer einen Tag Pause einlegen.

Laut Mike sollte man während des dreimonatigen Aufbautrainings auch nicht reiten. Danach mache es Sinn, einmal wöchentlich mit Equikinetic fortzufahren und auch die Dual-Aktivierung mit einzubauen. Hier sind die Intervalle je Station mit drei Minuten mit einer Minute Pause vorgesehen.

Mehr dazu in dieser AUF TRAB-Podcastfolge und auf www. pferde-ausbildung.de

Für alle, die es mit dem Hänger bis ins Festschloss Schlosshof, rund 30 Kilometer östlich von Wien schaffen, hier nochmals der Hinweis auf eine ganz besondere Veranstaltung von AUF TRAB: Am 27. bis 29. Oktober 2023 findet in der kaiserlichen Reithalle von Festschloss Schlosshof einen Kurs in Klassischer Reitkunst mit Horst Becker statt. Einen Platz mit Pferd hätten wir noch, weiters Zuschauerplätze. Mehr zur Veranstaltung aufwww.auftrab.eu oder ihr hinterlasst mir eine Nachricht, gerne auch per Email an julia@auftrab.eu

Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.

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Auf Trab

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