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Auf Trab Archiv
310 Episoden
45 Minuten
Eines vorweg: Ich kann beim Thema Offenstallhaltung – ja, nein oder jain – nicht ganz objektiv sein. Weil ich selbst meine Pferde seit vielen Jahren in meinem Offenstall halte. Und ich bin begeistert! Das liegt natürlich auch daran, dass meine Offenstall-Gruppe aus einer Pferdfamilie stammt, ich keine Einsteller habe und somit in meiner kleinen Herde kein Kommen und Gehen ist und viel Harmonie herrscht.
Meinen Offenstall habe ich seit 2005. Begonnen hat alles mit Spat und anderen Verschleißerscheinungen meines ersten Pferdes, Orlando, einem stattlichen Trakehner, den ich schon in einem schlechten Zustand übernommen habe. Die Diagnose, ein nicht mehr reitbares Koppelpferd, wollte ich nicht gelten lassen. Offenställe gab es in meiner Region nicht und Orli war noch dazu gegenüber Artgenossen kein verträglicher Genosse. Da blieb mir nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wir zogen mit den Pferden in das dünn besiedelte, noch erschwingliche Marchfeld vor den Toren Wiens, um den Traum eines eigenen Stalls nicht erst irgendwann in der Pension, sondern gleich zu realisieren.
Und das war gut so. Nach einem Jahr musste sich Orli zwar immer noch erst lange im Schritt einlaufen, bevor er gerade ging. Nach fünf Jahren war von seinen früheren Gelenksschwierigkeiten aber nichts mehr zu sehen. Gleichzeitig war aus meiner ängstlichen Tessa, die mir eine Stallkollegin als Begleitpferd für Orli anvertraute ein sehr verlässliches Reit- und Kutschpferd geworden. Also was soll ich Euch sagen: Offenstall und nichts anderes!
Wobei es bestimmt Umstände gibt, wo eine Box die bessere Lösung sein kann: wenn der Offenstall nicht gut gemanagt wird, etwa zu wenig Platz für jedes Pferd vorhanden ist oder nicht jedes Pferd an den Futtertrog kommt oder keinen ruhigen Schlafplatz hat. Wenn es Engstellen gibt, die rangniedrige Pferde nur mit Verletzungsgefahr passieren können. Wenn alte Pferde durch junge gestresst werden, und, und, und… Aber oft gibt es hier tiergerechte Kompromisse. Wie die aussehen können, erzählt mir Stephanie Lürzel vom Institut für Nutztierhaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Übrigens: Am 27. bis 29. Oktober 2023 veranstaltet AUF TRAB im Festschloss Schlosshof einen Kurs in Klassischer Reitkunst mit Horst Becker. Einen Platz mit Pferd hätten wir noch, weiters Zuschauerplätze. Mehr zur Veranstaltung auf www.auftrab.eu oder ihr hinterlasst mir eine Nachricht, gerne auch per Email an julia@auftrab.eu
Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Haltung #Tierschutz #Podcast
Meinen Offenstall habe ich seit 2005. Begonnen hat alles mit Spat und anderen Verschleißerscheinungen meines ersten Pferdes, Orlando, einem stattlichen Trakehner, den ich schon in einem schlechten Zustand übernommen habe. Die Diagnose, ein nicht mehr reitbares Koppelpferd, wollte ich nicht gelten lassen. Offenställe gab es in meiner Region nicht und Orli war noch dazu gegenüber Artgenossen kein verträglicher Genosse. Da blieb mir nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Wir zogen mit den Pferden in das dünn besiedelte, noch erschwingliche Marchfeld vor den Toren Wiens, um den Traum eines eigenen Stalls nicht erst irgendwann in der Pension, sondern gleich zu realisieren.
Und das war gut so. Nach einem Jahr musste sich Orli zwar immer noch erst lange im Schritt einlaufen, bevor er gerade ging. Nach fünf Jahren war von seinen früheren Gelenksschwierigkeiten aber nichts mehr zu sehen. Gleichzeitig war aus meiner ängstlichen Tessa, die mir eine Stallkollegin als Begleitpferd für Orli anvertraute ein sehr verlässliches Reit- und Kutschpferd geworden. Also was soll ich Euch sagen: Offenstall und nichts anderes!
Wobei es bestimmt Umstände gibt, wo eine Box die bessere Lösung sein kann: wenn der Offenstall nicht gut gemanagt wird, etwa zu wenig Platz für jedes Pferd vorhanden ist oder nicht jedes Pferd an den Futtertrog kommt oder keinen ruhigen Schlafplatz hat. Wenn es Engstellen gibt, die rangniedrige Pferde nur mit Verletzungsgefahr passieren können. Wenn alte Pferde durch junge gestresst werden, und, und, und… Aber oft gibt es hier tiergerechte Kompromisse. Wie die aussehen können, erzählt mir Stephanie Lürzel vom Institut für Nutztierhaltung an der Universität für Bodenkultur in Wien in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Übrigens: Am 27. bis 29. Oktober 2023 veranstaltet AUF TRAB im Festschloss Schlosshof einen Kurs in Klassischer Reitkunst mit Horst Becker. Einen Platz mit Pferd hätten wir noch, weiters Zuschauerplätze. Mehr zur Veranstaltung auf www.auftrab.eu oder ihr hinterlasst mir eine Nachricht, gerne auch per Email an julia@auftrab.eu
Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Haltung #Tierschutz #Podcast
40 Minuten
Biege Dein Pferd auf der Geraden und richte es gerade in der Biegung!
Richte Dein Pferd gerade und reite vorwärts. Das ist ein wichtiger Baustein der klassischen Reitkunst, erklärt Trainer Horst Becker in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Und gerade richten geht so: Das Pferd bestehtaus mehreren Komponenten. Der Kopf, das Pferdemaul, die Anlehnung und der Zügel sind eine Komponente, weitere sind die Vorhand, die Hinterhand. Zwischen Kopf und Vohand ist der Hals und zwischen Vor- und Hinterhand der Rücken. Alle Teile sind in sich sehr beweglich. Deshalb sei es nicht möglich auf einer Geraden das Pferd gerade zu richten. Die Schulter kann nach innen, die Krupp nach außen und umgekehrt. Man kann das nicht stabilisieren.
Deshalb biegt man das Pferd auf gerader Linie und richtet es gerade auf gebogener Linie. Auf gebogener Linie kann man vom inneren Schenkel zum äußeren Schenkel treiben. Auch kann das Pferd auf der gebogenen Linie nur mit einer Komponente nach außen ausbrechen, die man dann leichter korrigieren kann.
Den fliegenden Galoppwechsel übt Horst auch gerne auf dem Zirkel beziehungsweise der Tour, auch wenn das etwas schwieriger ist. Dafür sind sie von Anfang an gerade.
Gerade Richten trainiert Horst schon beim Dreijährigen beim Anlongieren, um dabei den ganz Körper durchzuarbeiten. Apropos arbeiten: das sollte man vor allem an seiner eigenen Fitness. Hilfreich sei da Yoga, aber auch klassischer Paartanz, wo Du auf Deinen Rhythmus, die Balance und die Köperhaltung achtest. Auch Skifahren sei ein gutes Training. Wedeln sei das Wechseln des Schulterherein über die Mittellinie und das Carven sei dieselbe Bewegung wie die ZickZack-Traversale.
Gerade richtet man nicht nur in der klassischen Reitkunst, sondern auch im Western- oder Islandpferdetraining. Übrigens Horst kommt vom 27. bis 29. Oktober 2023 nach Niederösterreich in die wunderschöne Reithalle von Maria Theresia ins Festschloss Schlosshof. Wer - welches Ausbildungsniveau und welche Reitweise auch immer - Interesse am dreitägigen Kurs der klassischen Reitkunst hat kann mir einen Nachricht hinterlassen oder mich per Email, julia@auftrab.eu erreichen. Aktive Teilnahmer:innen sowie Zuschauer:innen sind herzlich willkommen!
Vor allem aber bleib AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Eure Welshies, eure Julia Kistner
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Dressur #Reitkunst #Horses #Geraderichten #Korrektur #reiten #podcast
Foto: Horst Becker
Richte Dein Pferd gerade und reite vorwärts. Das ist ein wichtiger Baustein der klassischen Reitkunst, erklärt Trainer Horst Becker in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Und gerade richten geht so: Das Pferd bestehtaus mehreren Komponenten. Der Kopf, das Pferdemaul, die Anlehnung und der Zügel sind eine Komponente, weitere sind die Vorhand, die Hinterhand. Zwischen Kopf und Vohand ist der Hals und zwischen Vor- und Hinterhand der Rücken. Alle Teile sind in sich sehr beweglich. Deshalb sei es nicht möglich auf einer Geraden das Pferd gerade zu richten. Die Schulter kann nach innen, die Krupp nach außen und umgekehrt. Man kann das nicht stabilisieren.
Deshalb biegt man das Pferd auf gerader Linie und richtet es gerade auf gebogener Linie. Auf gebogener Linie kann man vom inneren Schenkel zum äußeren Schenkel treiben. Auch kann das Pferd auf der gebogenen Linie nur mit einer Komponente nach außen ausbrechen, die man dann leichter korrigieren kann.
Den fliegenden Galoppwechsel übt Horst auch gerne auf dem Zirkel beziehungsweise der Tour, auch wenn das etwas schwieriger ist. Dafür sind sie von Anfang an gerade.
Gerade Richten trainiert Horst schon beim Dreijährigen beim Anlongieren, um dabei den ganz Körper durchzuarbeiten. Apropos arbeiten: das sollte man vor allem an seiner eigenen Fitness. Hilfreich sei da Yoga, aber auch klassischer Paartanz, wo Du auf Deinen Rhythmus, die Balance und die Köperhaltung achtest. Auch Skifahren sei ein gutes Training. Wedeln sei das Wechseln des Schulterherein über die Mittellinie und das Carven sei dieselbe Bewegung wie die ZickZack-Traversale.
Gerade richtet man nicht nur in der klassischen Reitkunst, sondern auch im Western- oder Islandpferdetraining. Übrigens Horst kommt vom 27. bis 29. Oktober 2023 nach Niederösterreich in die wunderschöne Reithalle von Maria Theresia ins Festschloss Schlosshof. Wer - welches Ausbildungsniveau und welche Reitweise auch immer - Interesse am dreitägigen Kurs der klassischen Reitkunst hat kann mir einen Nachricht hinterlassen oder mich per Email, julia@auftrab.eu erreichen. Aktive Teilnahmer:innen sowie Zuschauer:innen sind herzlich willkommen!
Vor allem aber bleib AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Eure Welshies, eure Julia Kistner
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Foto: Horst Becker
40 Minuten
Unter Trail Riding verstehen die Amerikaner ausreiten. Extreme Trail Riding ist mehr. „Es geht darum am lockeren Strick sein Pferd durch oder über ein Hindernis zu schicken oder, geritten, nur mit Schenkel- und Gewichtshilfen am langen Zügel gemeinsam Hindernisse zu meistern“ erklärt Kerstin Rester, Co-Trainerin von Vox-Pferdeprofi Bernd Hackl. Das gymnastiziere, sei Kopfarbeit, stärke das Vertrauen, dient dem Team-Building von Pferd und Reiter und mach vor allem viel Spaß, betont Kerstin.
Die Hindernisse werden nicht gesprungen, sondern erklettert. Das Pferd sucht sich selbständig den besten Weg durch oder über das Hindernis. Einen solchen Extreme Trail findet man u.a. auch auf der 7P-Ranch von Bernd Hackl (www.berndhackl.de)
Trail Riding ist übrigens auch etwas für Kinder, ältere Pferde oder Handicaped Horses. Entsprechend muss man nur einfachere Hindernisse angehen und wichtig – wie in jedem Training und umso mehr beim Extreme Trail – sind ausreichend lange Pausen zwischen den Hindernissen.
Mehr zu Extreme Trail und Kerstin Rester in dieser Podcast-Folge AUF TRAB. Ich hoffe, wir hören uns wieder. und in jedem Fall freuen wir uns über jeden erhaltenen „Daumen hoch“. Und vor allem bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #BerndHackl #Podcast #TrailRiding #gymnastizieren #Kopfarbeit #Verbindung#
Foto: 7P-Ranch, Kerstin Rester
Die Hindernisse werden nicht gesprungen, sondern erklettert. Das Pferd sucht sich selbständig den besten Weg durch oder über das Hindernis. Einen solchen Extreme Trail findet man u.a. auch auf der 7P-Ranch von Bernd Hackl (www.berndhackl.de)
Trail Riding ist übrigens auch etwas für Kinder, ältere Pferde oder Handicaped Horses. Entsprechend muss man nur einfachere Hindernisse angehen und wichtig – wie in jedem Training und umso mehr beim Extreme Trail – sind ausreichend lange Pausen zwischen den Hindernissen.
Mehr zu Extreme Trail und Kerstin Rester in dieser Podcast-Folge AUF TRAB. Ich hoffe, wir hören uns wieder. und in jedem Fall freuen wir uns über jeden erhaltenen „Daumen hoch“. Und vor allem bleibt AUF TRAB, bist zum nächsten Samstag Eure Julia Kistner und Eure Welschies.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #BerndHackl #Podcast #TrailRiding #gymnastizieren #Kopfarbeit #Verbindung#
Foto: 7P-Ranch, Kerstin Rester
54 Minuten
Heu drei Wochen früher ernten, Futtermittel nicht kreuz und quer kombinieren!
„Wer immer noch meint, er müsse das Heu erst im Juni oder Juli ernten, weil im Mai das Heu zu energiehaltig sei, liegt völlig falsch“, warnt Ingrid Vervuert, Professorin am Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Veterinärmedizinische Fakultät Leipzig, „in meinen Augen wird bei der Pferdefütterung der Klimawandel völlig ignoriert. Wir haben erhebliche Veränderungen in den Heuqualitäten. Früher hatten wir zwölf bis 13 Prozent Eiweiß im Heu. Heute haben wir im Mittel sieben Prozent und liegen teilweise noch deutlich darunter. Im Juni, Juli haben wir in einigen Regionen schon sehr wenig Gras oder es ist teilweise total verholzt und staubig. Damit ist es schlecht verdaulich und da kaum Blattmaterial mehr am Stängel ist,habe ich auch sehr wenig Eiweis.“ Wegen der Vegitationsverschiebung sollte man mindestens drei Wochen früher das Heu ernten, meint die Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik.
Für die Heumenge sei die Empfehlung 1,5 Prozent Trockensubstanz pro 100 Kilo Körpermasse pro Tag. Das bedeutet für ein Pferd mit 600 Kilogramm für den Erhaltungsbedarf 38 bis 40 Kilogramm Gras oder 10 bis 12 Kilo Heu, das weniger Wasser enthält.
Wenn kein grünes Gras zur Verfügung steht, muss man die Vitamine A, E und D zufüttern. Was Raufutter – weder Gras noch Heu – immer fehlt sind viele Spurenelemente wie Kupfer, Selen, Zink und Jod. Mangan und Eisensind in der Regel ausreichend enthalten.
Sie appelliert unbedingt bei der Hitze neben ausreichen Wasser auch in Bottichen einen Salzleckstein zur Verfügung zu stellen und bei stark schwitzenden Pferden extra Speisesalz ins Futter zu mischen. Von den weit verbreiteten Himalaya-Salzleckstein hält sie nichts: Zum einen wegen der schlechten Ökobilanz, zum anderen, weil man nicht weiß, welche Spurenelemente sie noch enthalten.
Weitere Ernährungstipps, warum man etwa Luzerne auch Hufrehe-Pferde und selbst adipösen Pferden füttern kann, weshalb sie nichts von viele Kräutern hält, die im Handel angeboten werden, wieso man sich besser auf eine Futtermarke konzentriert und was man sonst noch falsch machen kann findet ihr in der Futterfibel:
https://auftrab.eu/index.php/die-futter-fibel-tipps-fuer-die-gesunde-pferde-ernaehrung/
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #UniLeipzig #Podcast #Tierfütterung
Foto: Ingrid Verfuert, Grafik AUF TRAB
„Wer immer noch meint, er müsse das Heu erst im Juni oder Juli ernten, weil im Mai das Heu zu energiehaltig sei, liegt völlig falsch“, warnt Ingrid Vervuert, Professorin am Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Veterinärmedizinische Fakultät Leipzig, „in meinen Augen wird bei der Pferdefütterung der Klimawandel völlig ignoriert. Wir haben erhebliche Veränderungen in den Heuqualitäten. Früher hatten wir zwölf bis 13 Prozent Eiweiß im Heu. Heute haben wir im Mittel sieben Prozent und liegen teilweise noch deutlich darunter. Im Juni, Juli haben wir in einigen Regionen schon sehr wenig Gras oder es ist teilweise total verholzt und staubig. Damit ist es schlecht verdaulich und da kaum Blattmaterial mehr am Stängel ist,habe ich auch sehr wenig Eiweis.“ Wegen der Vegitationsverschiebung sollte man mindestens drei Wochen früher das Heu ernten, meint die Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik.
Für die Heumenge sei die Empfehlung 1,5 Prozent Trockensubstanz pro 100 Kilo Körpermasse pro Tag. Das bedeutet für ein Pferd mit 600 Kilogramm für den Erhaltungsbedarf 38 bis 40 Kilogramm Gras oder 10 bis 12 Kilo Heu, das weniger Wasser enthält.
Wenn kein grünes Gras zur Verfügung steht, muss man die Vitamine A, E und D zufüttern. Was Raufutter – weder Gras noch Heu – immer fehlt sind viele Spurenelemente wie Kupfer, Selen, Zink und Jod. Mangan und Eisensind in der Regel ausreichend enthalten.
Sie appelliert unbedingt bei der Hitze neben ausreichen Wasser auch in Bottichen einen Salzleckstein zur Verfügung zu stellen und bei stark schwitzenden Pferden extra Speisesalz ins Futter zu mischen. Von den weit verbreiteten Himalaya-Salzleckstein hält sie nichts: Zum einen wegen der schlechten Ökobilanz, zum anderen, weil man nicht weiß, welche Spurenelemente sie noch enthalten.
Weitere Ernährungstipps, warum man etwa Luzerne auch Hufrehe-Pferde und selbst adipösen Pferden füttern kann, weshalb sie nichts von viele Kräutern hält, die im Handel angeboten werden, wieso man sich besser auf eine Futtermarke konzentriert und was man sonst noch falsch machen kann findet ihr in der Futterfibel:
https://auftrab.eu/index.php/die-futter-fibel-tipps-fuer-die-gesunde-pferde-ernaehrung/
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #UniLeipzig #Podcast #Tierfütterung
Foto: Ingrid Verfuert, Grafik AUF TRAB
57 Minuten
Die ganze Welt spricht von KI - ich schwinge mich auf einen Reitsimulator und lasse mir von einer Maschine meinen Sitz analysieren.
Zu meinem Glück befindet sich am Rande von Wien das Studio von Doris Trummer mit einem Reitsimulator, der alle Stückeln spielt: Er hört auf den Namen Douglas, ist ein Top-ausgebildetes Spring- und Dressurpferd, das selbst den schwierigsten Parcours meistert, Seitengänge, einfache und fliegende Galoppwechsel, Passage und Piaffe beherrscht – sofern man die richtigen Hilfen gibt oder Doris mit dem Laptop ihren schwarzen Beauty mit naturgetreuen Großpferd-Maßen in die Grundgangarten bringt.
Im Sitzanalyse-Modus zeigt Dir Douglas gnadenlos am Monitor und in den Allround-Kameras, was es an Deinem Sitz und bei Deiner Hand- und Schenkeinwirkung noch zu verbessern gibt. Das Beste ist, Du kannst jeden Fehler so oft Du willst wiederholen, ohne dass Douglas bockt, aufschreit oder zu Schaden kommt. Stimm- und Atemhilfen sind allerdings zwecklos.
Am Ende bekommst Du von Doris, die Dich während Deines Ritts als Trainerin begleitet, nicht nur die Rechnung präsentiert, sondern auch einen Auswertung Deines Sitz im Grafik-Modus zugesandt. Das ganz macht also nicht nur Spaß, sondern man kann damit gezielt an seinem Sitz und an der Banlance arbeiten, oder im Ausreitmodus ewig durchs Gelände dschundern, Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade springen oder sich auch ins Dressurviereck beamen lassen.
Eine kleine Kritik habe ich an Reitsimulatoren: Sie schulen bestimmt nicht den sanfte Blick (Baustein von Centered Riding, weil man immer auf die Monitore vor einem starrt. Was ich noch glaube ist, dass nicht jedes Pferd so viel Druck auf den Zügeln braucht wie die Simulatoren-Pferde. Und warum mehr Druck machen, wenn das eigene Pferde ihn nicht benötigt.
Eine Stunde auf dem Reitsimulator ist nicht gerade ein billiges Vergnügen: Ein 1,15 minütiges Einführungstraining kostet 135 Euro. AUF TRAB-HörerInnen kommt Doris mit dem Promocode „Auf-Trab-2023!“ preislich entgegen: Für den ersten Simulator-Ritt gibt es zehn Prozent Rabatt für Buchungen bis 30.9.2023 – geritten werden kann Douglas dann auch später. Mehr zu Doris Trummer und ihrem Reitsimulator und was sie sonst noch anbietet findet ihr auf www.reitsimulator.wien Auch in der Schweiz und vor allem in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Reitsimulatoren unterschiedlicher Güte. Wo genau, da kann der Hersteller www.racewood.com weiterhelfen.
Liebe Hypomaniacs bleibt auf Trab, bis zum nächsten Samstag.
Eure Welshies, eure Julia Kistner.
Ps: Diesmal ist es wegen einer AUF TRAB-Parelli-Veranstaltung Sonntag geworden.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Simulator #Pferde #sitzschulung #podcast #training #dressage #jumping
Foto: Doris Trummer
Zu meinem Glück befindet sich am Rande von Wien das Studio von Doris Trummer mit einem Reitsimulator, der alle Stückeln spielt: Er hört auf den Namen Douglas, ist ein Top-ausgebildetes Spring- und Dressurpferd, das selbst den schwierigsten Parcours meistert, Seitengänge, einfache und fliegende Galoppwechsel, Passage und Piaffe beherrscht – sofern man die richtigen Hilfen gibt oder Doris mit dem Laptop ihren schwarzen Beauty mit naturgetreuen Großpferd-Maßen in die Grundgangarten bringt.
Im Sitzanalyse-Modus zeigt Dir Douglas gnadenlos am Monitor und in den Allround-Kameras, was es an Deinem Sitz und bei Deiner Hand- und Schenkeinwirkung noch zu verbessern gibt. Das Beste ist, Du kannst jeden Fehler so oft Du willst wiederholen, ohne dass Douglas bockt, aufschreit oder zu Schaden kommt. Stimm- und Atemhilfen sind allerdings zwecklos.
Am Ende bekommst Du von Doris, die Dich während Deines Ritts als Trainerin begleitet, nicht nur die Rechnung präsentiert, sondern auch einen Auswertung Deines Sitz im Grafik-Modus zugesandt. Das ganz macht also nicht nur Spaß, sondern man kann damit gezielt an seinem Sitz und an der Banlance arbeiten, oder im Ausreitmodus ewig durchs Gelände dschundern, Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade springen oder sich auch ins Dressurviereck beamen lassen.
Eine kleine Kritik habe ich an Reitsimulatoren: Sie schulen bestimmt nicht den sanfte Blick (Baustein von Centered Riding, weil man immer auf die Monitore vor einem starrt. Was ich noch glaube ist, dass nicht jedes Pferd so viel Druck auf den Zügeln braucht wie die Simulatoren-Pferde. Und warum mehr Druck machen, wenn das eigene Pferde ihn nicht benötigt.
Eine Stunde auf dem Reitsimulator ist nicht gerade ein billiges Vergnügen: Ein 1,15 minütiges Einführungstraining kostet 135 Euro. AUF TRAB-HörerInnen kommt Doris mit dem Promocode „Auf-Trab-2023!“ preislich entgegen: Für den ersten Simulator-Ritt gibt es zehn Prozent Rabatt für Buchungen bis 30.9.2023 – geritten werden kann Douglas dann auch später. Mehr zu Doris Trummer und ihrem Reitsimulator und was sie sonst noch anbietet findet ihr auf www.reitsimulator.wien Auch in der Schweiz und vor allem in Deutschland gibt es eine Vielzahl von Reitsimulatoren unterschiedlicher Güte. Wo genau, da kann der Hersteller www.racewood.com weiterhelfen.
Liebe Hypomaniacs bleibt auf Trab, bis zum nächsten Samstag.
Eure Welshies, eure Julia Kistner.
Ps: Diesmal ist es wegen einer AUF TRAB-Parelli-Veranstaltung Sonntag geworden.
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#Simulator #Pferde #sitzschulung #podcast #training #dressage #jumping
Foto: Doris Trummer
25 Minuten
Auf Trab zu Gast ist erneut Dressur-Trainerin Beth Baumert, eine sehr beeindruckende Pferdefrau aus den USA, die in Connecticut Pferde bis Grand Prix ausbildet. Immer einen Plan im Kopf zu haben, was man mit seinem Vierbeiner trainieren möchte, vereinfache das Reiten ungemein. Obendrein übernimmt man damit Führung und gibt dem Pferd Sicherheit.
Wie ein solcher Plan auszusehen hat, darum geht es unter anderem in Ihrem Bestseller-Buch „How two minds meet: The mental dynamic of dressage“ . In Deutsch ist ihr Werk im Kosmos-Verlag erschienen unter dem Titel „Zwei Körper, ein Gedanke – die Stärke der mentalen Verbindung“. Der erste Teil unseres Gesprächs wurde bereits am 1. April ausgestrahlt. Es ging um Balance und harmonisches Reiten. Anbei der direkte Link zur besagten Folge von Auftrab: Harmonisch reiten
In dieser Episode geht es nun darum, wie Reiten mit einem Plan im Kopf einfacher wird. Sei es beim Ausbalancieren des Pferdes oder etwa auch beim Trainingsaufbau. Letzterer sei im Wesentlichen immer gleich: Man beginnt mit Schritt am langen Zügel und arbeitet dabei an seinen eigenen Reit-Unzulänglichkeiten. Wenn man beispielsweise viel auf den Boden schaut, dann kann mansich gezielt im Schritt darauf zu konzentrieren, nicht auf den Boden zuschauen. Auf die Schrittphase folgt eine 20-minütige Aufwärmphase, wo das Pferd seinen Rhythmus finden soll, sich eventuell schon etwas dehnen kann und wo viele Trab-Galopp-Übergänge geritten werden, damit die Verbindung zwischen Pferd und Reiter verbessert wird.
Die dritte Phase ist dann eine Pause, in der man bewertet, wie das Pferd heute geht, wie es drauf ist. Entsprechend überlegt man sich, woran man übt. Wenn etwa die Verbindung zum Pferd nicht gut funktioniert, dann reitet man viele Übergänge. Oder das Pferd arbeitet sehr gut mit, dann gibt man ihm eine fordernde Aufgabe usw. Die Phase vier sind dann die auf die Tagesverfassung abgestimmten Aufgaben. Die Phase fünf ist die Abkühlphase,wo man im Schritt das Pferd dehnen lässt.
Übungen und Trainingspläne findet ihr auch in Beth´s Buch „Zwei Körper, ein Gedanke.“ Und wenn Ihr euch und euer Pferd dressurmäßig weiterbilden wollt, dann hätte ich für Euch noch einen tollen Veranstaltungstipp: Am 27. bis 29. Oktober kommt Horst Becker von Hamburg in die wunderschöne Location Festschloss in Schlosshof in Niederösterreich eingeflogen und lehrt uns klassische Reitkunst stilecht in den kaiserlichen Reithallen. Dafür muss man aber nicht auf Lizenzniveau reiten. Horst gibt Einzelunterricht und holt jeden dort ab, wo er gerade steht, unabhängig ob Du Western oder englisch trainierst oder mit Deinem Isländer einreitest.
Wer dabei sein möchte - als passiver oder aktiver Teilnehmer – kann sich bei uns per Email julia@auftrab.eu melden oder einfach im Kommentar sein Interesse bekunden. Wir - das sind Dancer, Velvet, Tessa und Podcasthost Julia Kistner - freuen uns auf Euch.
Viel Hörvergnügen wünschen die Welshies und Podcasthost Julia Kistner. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#plan #Pferde #mentaleVerbindung #podcast #training #dressage #BethBaumert
Foto: Beth Baumert
Wie ein solcher Plan auszusehen hat, darum geht es unter anderem in Ihrem Bestseller-Buch „How two minds meet: The mental dynamic of dressage“ . In Deutsch ist ihr Werk im Kosmos-Verlag erschienen unter dem Titel „Zwei Körper, ein Gedanke – die Stärke der mentalen Verbindung“. Der erste Teil unseres Gesprächs wurde bereits am 1. April ausgestrahlt. Es ging um Balance und harmonisches Reiten. Anbei der direkte Link zur besagten Folge von Auftrab: Harmonisch reiten
In dieser Episode geht es nun darum, wie Reiten mit einem Plan im Kopf einfacher wird. Sei es beim Ausbalancieren des Pferdes oder etwa auch beim Trainingsaufbau. Letzterer sei im Wesentlichen immer gleich: Man beginnt mit Schritt am langen Zügel und arbeitet dabei an seinen eigenen Reit-Unzulänglichkeiten. Wenn man beispielsweise viel auf den Boden schaut, dann kann mansich gezielt im Schritt darauf zu konzentrieren, nicht auf den Boden zuschauen. Auf die Schrittphase folgt eine 20-minütige Aufwärmphase, wo das Pferd seinen Rhythmus finden soll, sich eventuell schon etwas dehnen kann und wo viele Trab-Galopp-Übergänge geritten werden, damit die Verbindung zwischen Pferd und Reiter verbessert wird.
Die dritte Phase ist dann eine Pause, in der man bewertet, wie das Pferd heute geht, wie es drauf ist. Entsprechend überlegt man sich, woran man übt. Wenn etwa die Verbindung zum Pferd nicht gut funktioniert, dann reitet man viele Übergänge. Oder das Pferd arbeitet sehr gut mit, dann gibt man ihm eine fordernde Aufgabe usw. Die Phase vier sind dann die auf die Tagesverfassung abgestimmten Aufgaben. Die Phase fünf ist die Abkühlphase,wo man im Schritt das Pferd dehnen lässt.
Übungen und Trainingspläne findet ihr auch in Beth´s Buch „Zwei Körper, ein Gedanke.“ Und wenn Ihr euch und euer Pferd dressurmäßig weiterbilden wollt, dann hätte ich für Euch noch einen tollen Veranstaltungstipp: Am 27. bis 29. Oktober kommt Horst Becker von Hamburg in die wunderschöne Location Festschloss in Schlosshof in Niederösterreich eingeflogen und lehrt uns klassische Reitkunst stilecht in den kaiserlichen Reithallen. Dafür muss man aber nicht auf Lizenzniveau reiten. Horst gibt Einzelunterricht und holt jeden dort ab, wo er gerade steht, unabhängig ob Du Western oder englisch trainierst oder mit Deinem Isländer einreitest.
Wer dabei sein möchte - als passiver oder aktiver Teilnehmer – kann sich bei uns per Email julia@auftrab.eu melden oder einfach im Kommentar sein Interesse bekunden. Wir - das sind Dancer, Velvet, Tessa und Podcasthost Julia Kistner - freuen uns auf Euch.
Viel Hörvergnügen wünschen die Welshies und Podcasthost Julia Kistner. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
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#plan #Pferde #mentaleVerbindung #podcast #training #dressage #BethBaumert
Foto: Beth Baumert
31 Minuten
Einmal Wanderreiten, immer wieder Wanderreiten. Hierfür liegt meine Lieblingsregion in Oberösterreich im Mühlviertel. Das sind 700 Kilometer gepflegtes zusammenhängendes Reitwegenetz mit genialer Pferde-Infrastruktur: viele Raststätten und nette Höfe und Ranches mit idyllischen Übernachtungsmöglichkeiten für Pferd und Reiter. Mitten durch eine wunderschöne bewaldete, hügelige, wenig besiedelte Landschaft, die selbst im Winter ihren Charme hat, weil alles noch ruhiger und entspannter wird. Vorausgesetzt man traut sich die steile und kurvenreiche Anfahrt ab Autobahn A1-Abfahr auch bei Eis und Schnee zu. Man bekommt eine Plakette und Wanderreitkarte, inzwischen auch als App fürs Handy und los geht’s. Gerad im unbekannten Gelände sollte man auf die Bodenbeschaffenheit aupassen. Im Mühlviertel etwa gibt es hier und dort etwa auch rutschiges Schiefergestein.
Über die Faszination Wanderreiten und wie man sich und sein Pferd am besten auf das große Naturerlebnis vorbereitet erzählt in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB Markus Danninger. Markus ist vom Pferdereich Mühlviertler Alm ( www.pferdereich.at ).
Was mir persönlich am Wanderreiten so gut gefällt ist die Entschleunigung. Denn man reitet viel im Schritt, führt zwischendurch das Pferd, um es zu entlasten und seine Füße zu vertreten und kann so in einer schönen, neuen Umgebung die Natur in vollen Zügen genießen und ist dabei sehr viel und sehr intensiv mit seinem Vierbeiner zusammen.
Damit man sich so richtig entspannen kann, ist die richtige Ausrüstung und vor allem das Training von Mensch und Reiter im Vorfeld mehr als nur die halbe Miete. Damit erinnert Markus nicht nur an die reiterliche und körperliche Fitness, die vorausgesetzt wird. Schließlich sitzt man mehrere Stunden im Sattel und vor allem muss das Pferd länger als gewohnt gehen. „Man muss sich vor allem geistig auf das Naturerlebnis einlassen“, betont der Wanderreitführer, „es kommen immer wieder Gäste, die auf höchstem Niveau Turniere reiten, sich aber unsicher fühlen, außerhalb des Vierecks im Gelände den Berg rauf und vor allem wieder runter zu reiten. Das sollte man sinnvollerweise schon zuhause in Ruhe üben.“ Weitere Tipps fürs Wanderreiten hört ihr in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB.
Und was sind Eure Lieblingsdestinationen für Wanderritte? Wir freuen uns auf Eure Geheimtipps!
Und dann hätten wir noch eine kleine Bitte an Euch: Bitte bewertet, liked, folgt uns AUF TRAB und empfiehlt uns weiter. So bringt ihr uns nach vorne. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Vielen lieben Dank sagen Tessa, Velvet, Dancer und Podcast-Host Julia Kistner. V
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Natur #Horses #Natur #podcast #Wanderreiten #Mühlviertel
Foto: Markus Danninger
Über die Faszination Wanderreiten und wie man sich und sein Pferd am besten auf das große Naturerlebnis vorbereitet erzählt in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB Markus Danninger. Markus ist vom Pferdereich Mühlviertler Alm ( www.pferdereich.at ).
Was mir persönlich am Wanderreiten so gut gefällt ist die Entschleunigung. Denn man reitet viel im Schritt, führt zwischendurch das Pferd, um es zu entlasten und seine Füße zu vertreten und kann so in einer schönen, neuen Umgebung die Natur in vollen Zügen genießen und ist dabei sehr viel und sehr intensiv mit seinem Vierbeiner zusammen.
Damit man sich so richtig entspannen kann, ist die richtige Ausrüstung und vor allem das Training von Mensch und Reiter im Vorfeld mehr als nur die halbe Miete. Damit erinnert Markus nicht nur an die reiterliche und körperliche Fitness, die vorausgesetzt wird. Schließlich sitzt man mehrere Stunden im Sattel und vor allem muss das Pferd länger als gewohnt gehen. „Man muss sich vor allem geistig auf das Naturerlebnis einlassen“, betont der Wanderreitführer, „es kommen immer wieder Gäste, die auf höchstem Niveau Turniere reiten, sich aber unsicher fühlen, außerhalb des Vierecks im Gelände den Berg rauf und vor allem wieder runter zu reiten. Das sollte man sinnvollerweise schon zuhause in Ruhe üben.“ Weitere Tipps fürs Wanderreiten hört ihr in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB.
Und was sind Eure Lieblingsdestinationen für Wanderritte? Wir freuen uns auf Eure Geheimtipps!
Und dann hätten wir noch eine kleine Bitte an Euch: Bitte bewertet, liked, folgt uns AUF TRAB und empfiehlt uns weiter. So bringt ihr uns nach vorne. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag. Vielen lieben Dank sagen Tessa, Velvet, Dancer und Podcast-Host Julia Kistner. V
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#Natur #Horses #Natur #podcast #Wanderreiten #Mühlviertel
Foto: Markus Danninger
25 Minuten
Nach den Schritt- und Trabhilfen in der letzten AUF-TRAB-Folge witmet sich Sibylle Wiemer in der aktuellen Episode den Galopphilfen. Wir setzen hier vorraus, dass sich das Becken schön von hinten nach vorne oben bewegt. Der erste Galoppsprung wird schön begleitet und dann hängt es von der Reitweise ab, wo das Gewicht hingeht. Es gibt Reitweisen, die sagen, man sitzt auf dem äußeren Sitzbeinhöcker, damit sich der innere frei nach nach oben bewegen kann. Es gibt aber auch Reitweisen, die sagen, ich sitze eher innen, um das innere Hinterbein mehr zu belasten. Sibylle Wiemer belastet persönlich beim galoppieren eher den äußeren Stitzbeinhöcker mehr. Weil sie aber so viele unterschiedliche Reitweisen unterrichtet empfiehlt sie Ihren Schülern, erst einmal neutral zu sitzen und zu schauen, wie sich der erste Galoppsprung anfühlt. Dass man sich vorstellt, man wäre die stolze Kaiserin Sissi, die den Berg hochgaloppiert. Wenn das Pferd mit dem Kopf dann etwas nach oben kommt, sollte man selbst nicht mit dem Oberkörper nach vorne fallen, sondern insgesamt senkrecht bleiben.
Mehr Galopphilfen hört ihr in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Dort witmen wir uns zuvor der Forderung der Tierschutzorganisation PETA anlässlich des großen Reit- und Fahr-Events CHIO in Aachen, die Veranstaltung sowie den Pferdesport überhaupt zu verbieten. Hierzu habe ich in einer früheren Folge mit Britta Schöffmann, Horst Becker und Mike Geitner über Tierquälerei im Reitsport "Wie brutal ist der Reitsport " gesprochen.
ch persönlich finde reiten grundsätzlich keine Tierquälerei, wenn wir auf unsere vierbeineigen Freund:innen eingehen, sie genau beobachten (siehe dazu die AUF TRAB-Podcastfolge „Schmerzerkennung bei Pferden“), nicht überehrgeizig sind und vor allem nicht unser Programm ohne Rücksicht auf unsere Pferde abspulen, nur weil wir jetzt an einem Kurs, dem großen Tunier in Aachen oder sonstwo teilnehmen oder unbedingt stundenlang ausreiten wollen, weil gerade Wochenende ist. Was meint ihr? Ist reiten Tierquälerei und wann? Ich freue mich auf eure Kommentare.
Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Eure Welshies, eure Julia Kistner
Ps: Wer übrigens noch beim Parelli-Training im Festschloss Schlosshof/NÖ am 15. Juli 2023 neben Dancer und Velvet dabei sein wollt, kontaktiert AUF TRAB auf YouTube, Facebook oder Instagram oder schreibt mir an julia@auftrab.eu.
#Galopphilfen #SusanneWiemer #HorstBecker #BrittaSchöffmann
Mehr Galopphilfen hört ihr in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Dort witmen wir uns zuvor der Forderung der Tierschutzorganisation PETA anlässlich des großen Reit- und Fahr-Events CHIO in Aachen, die Veranstaltung sowie den Pferdesport überhaupt zu verbieten. Hierzu habe ich in einer früheren Folge mit Britta Schöffmann, Horst Becker und Mike Geitner über Tierquälerei im Reitsport "Wie brutal ist der Reitsport " gesprochen.
ch persönlich finde reiten grundsätzlich keine Tierquälerei, wenn wir auf unsere vierbeineigen Freund:innen eingehen, sie genau beobachten (siehe dazu die AUF TRAB-Podcastfolge „Schmerzerkennung bei Pferden“), nicht überehrgeizig sind und vor allem nicht unser Programm ohne Rücksicht auf unsere Pferde abspulen, nur weil wir jetzt an einem Kurs, dem großen Tunier in Aachen oder sonstwo teilnehmen oder unbedingt stundenlang ausreiten wollen, weil gerade Wochenende ist. Was meint ihr? Ist reiten Tierquälerei und wann? Ich freue mich auf eure Kommentare.
Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Eure Welshies, eure Julia Kistner
Ps: Wer übrigens noch beim Parelli-Training im Festschloss Schlosshof/NÖ am 15. Juli 2023 neben Dancer und Velvet dabei sein wollt, kontaktiert AUF TRAB auf YouTube, Facebook oder Instagram oder schreibt mir an julia@auftrab.eu.
#Galopphilfen #SusanneWiemer #HorstBecker #BrittaSchöffmann
50 Minuten
Diffizile Gangart Schritt wird oftmals unterschätzt!
Schritt und Trabhilfen – was so banal es klingt, st es gar nicht. Das gelte vor allem für den anspruchsvollen Schritt mit seinen vier Takten und acht Phasen, wo man viele Fehler machen kann, gibt die mobile Reittrainerin Sibylle Wiemer, zu Gast beim Podcast AUF TRAB zu bedenken. So würde etwa beim Schritt bedauerlicherweise immer noch gelehrt, dass man das Pferd mit dem Becken wie eine Schaukel nach vorne schiebt, anstelle die Bewegung des Pferdes rechts und links abwechselnd zu begleiten und Oberschenkel, Gesäß und Po völlig zu entspannen.
Das richtige Treiben erfolge nur über die hintere Beinmuskulatur, den Schenkel sollte man dabei weder hoch ziehen, noch durch Klammern Druck erzeugen. Die Hände sollte man nicht wie ein Ponykind nach vorne wegstrecken. Vielmehr sollten die Hände über dem Widerrist mit jeder Nickbewegung des Pferdes eine kleine Vor- und Zurückbewegung beschreiben, während der Körper des Reiters ruhig im Sattelbleibt und nicht vor und zurück rutscht.
Wie man die Tragkraft und die Schubkraft erhöht und wie korrekte Trabhilfen und Übergänge funktionieren, erklärt Sibylle Wiemer in der akutellen Podcastfolge von AUF TRAB. Zu hören über all, wo es Podcasts gibt sowie auf www.auftrab.eu
Über korrekte Galopphilfen unterhalten wir uns dann in der darauf folgenden Podcastepisode am folgenden Samstag.
Also, liebe Hypomaniacs bleibt auf Trab, bis zum nächsten Samstag wünschen sich Julia Kistner und die Welshies, die sich auch freuen, wenn ihr AUF TRAB weiterempfiehlt, liked oder gar abonniert, um keine AUF TRAB-Folge mehr zu verpassen.
Und zum Schluss noch ein Veranstaltungstipp in eigener Sache: AUF TRAB veranstaltet am 15. Julia 2023 eine Parelli-Training mit Instruktor Nina #Isigler in der kaiserichen Reithalle vom #FestschlossSchlosshof sowie am 27. bis 29. Oktober ein Training in klassischer Reitkunst mit Horst Becker. Interessenten bitte melden unter julia@auftrab.eu
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Schritt #Trab #SibylleWiemer#Reithilfen
Foto: Sibylle Wiemer
Schritt und Trabhilfen – was so banal es klingt, st es gar nicht. Das gelte vor allem für den anspruchsvollen Schritt mit seinen vier Takten und acht Phasen, wo man viele Fehler machen kann, gibt die mobile Reittrainerin Sibylle Wiemer, zu Gast beim Podcast AUF TRAB zu bedenken. So würde etwa beim Schritt bedauerlicherweise immer noch gelehrt, dass man das Pferd mit dem Becken wie eine Schaukel nach vorne schiebt, anstelle die Bewegung des Pferdes rechts und links abwechselnd zu begleiten und Oberschenkel, Gesäß und Po völlig zu entspannen.
Das richtige Treiben erfolge nur über die hintere Beinmuskulatur, den Schenkel sollte man dabei weder hoch ziehen, noch durch Klammern Druck erzeugen. Die Hände sollte man nicht wie ein Ponykind nach vorne wegstrecken. Vielmehr sollten die Hände über dem Widerrist mit jeder Nickbewegung des Pferdes eine kleine Vor- und Zurückbewegung beschreiben, während der Körper des Reiters ruhig im Sattelbleibt und nicht vor und zurück rutscht.
Wie man die Tragkraft und die Schubkraft erhöht und wie korrekte Trabhilfen und Übergänge funktionieren, erklärt Sibylle Wiemer in der akutellen Podcastfolge von AUF TRAB. Zu hören über all, wo es Podcasts gibt sowie auf www.auftrab.eu
Über korrekte Galopphilfen unterhalten wir uns dann in der darauf folgenden Podcastepisode am folgenden Samstag.
Also, liebe Hypomaniacs bleibt auf Trab, bis zum nächsten Samstag wünschen sich Julia Kistner und die Welshies, die sich auch freuen, wenn ihr AUF TRAB weiterempfiehlt, liked oder gar abonniert, um keine AUF TRAB-Folge mehr zu verpassen.
Und zum Schluss noch ein Veranstaltungstipp in eigener Sache: AUF TRAB veranstaltet am 15. Julia 2023 eine Parelli-Training mit Instruktor Nina #Isigler in der kaiserichen Reithalle vom #FestschlossSchlosshof sowie am 27. bis 29. Oktober ein Training in klassischer Reitkunst mit Horst Becker. Interessenten bitte melden unter julia@auftrab.eu
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Schritt #Trab #SibylleWiemer#Reithilfen
Foto: Sibylle Wiemer
51 Minuten
Blende die medizinisch Vorgeschichte Deines Pferdes aus, reite Deinen vierbeinigen Freund und filme Dich dabei - oder besser noch, lass Dich von jemanden anhand der Checkliste des „Ridden Horse Pain Ethogram" nach Dyson und Pollard beurteilen, rät Paul Altmann, Pferdetrainer und Tier-Physiotherapeut. Das Ridden Horse Pain Ethogram (nach Dyson & Pollard 2020) eignet sich zur ersten Einschätzung möglicher Schmerzzustände beim gerittenen Pferd!
Hat man zumindes acht der 24 Hinweise auf Beschwerden angekreuzt, sei dies ein klarer Hinweis auf Schmerzen. Aber auch schon weniger Auffälligkeiten können schon ein Hinweis auf Schmerzen des Pferdes beim Reiten sein, weil Pferde ihre Schmerzen oftmals verbergen. Im Zweifel sollte man stets eine/n Tierärtz*in kontaktieren, keinesfalls „nur" einen Physiotherapeuten oder gar einen selbst ernannten Profi im Internet oder auf Facebook-Gruppen, appelliert Paul.
Ob reiten grundsätzlich Tierqälerei sei, könne er nicht objektiv beurteilen. Schließlich sei er Pferdetrainer und verdiene damit sein Geld. In jedem Fall macht es etwas mit dem Pferd, wenn wir auf ihm sitzen und deshalb brauche es ein geschultes Auge, um auch zu erkennen, wenn wir ihm damit Schmerz zufügen.
Mehr zur Schmerzerkennung beim Reiten in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Hier noch der direkte Link zur Checkliste für die Schmerzerkennung beim Reiten auf Paul´s Webseite: www.jumper-academy.de
Und dann hätten wir noch eine kleine Bitte an Euch: Bitte bewertet, liked, folgt uns AUF TRAB und empfiehlt uns weiter. So bringt ihr uns nach vorne. Vielen lieben Dank sagen Tessa, Velvet, Dancer und Podcast-Host Julia Kistner
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #Schmerzen #Physiotherapie #PaulAltmann #Training #perdeexpert.de #podcast #reiten
Foto: designed by JS
Hat man zumindes acht der 24 Hinweise auf Beschwerden angekreuzt, sei dies ein klarer Hinweis auf Schmerzen. Aber auch schon weniger Auffälligkeiten können schon ein Hinweis auf Schmerzen des Pferdes beim Reiten sein, weil Pferde ihre Schmerzen oftmals verbergen. Im Zweifel sollte man stets eine/n Tierärtz*in kontaktieren, keinesfalls „nur" einen Physiotherapeuten oder gar einen selbst ernannten Profi im Internet oder auf Facebook-Gruppen, appelliert Paul.
Ob reiten grundsätzlich Tierqälerei sei, könne er nicht objektiv beurteilen. Schließlich sei er Pferdetrainer und verdiene damit sein Geld. In jedem Fall macht es etwas mit dem Pferd, wenn wir auf ihm sitzen und deshalb brauche es ein geschultes Auge, um auch zu erkennen, wenn wir ihm damit Schmerz zufügen.
Mehr zur Schmerzerkennung beim Reiten in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB. Hier noch der direkte Link zur Checkliste für die Schmerzerkennung beim Reiten auf Paul´s Webseite: www.jumper-academy.de
Und dann hätten wir noch eine kleine Bitte an Euch: Bitte bewertet, liked, folgt uns AUF TRAB und empfiehlt uns weiter. So bringt ihr uns nach vorne. Vielen lieben Dank sagen Tessa, Velvet, Dancer und Podcast-Host Julia Kistner
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#Pferde #Schmerzen #Physiotherapie #PaulAltmann #Training #perdeexpert.de #podcast #reiten
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45 Minuten
Das Ein- und Aussteigen funktioniert schon ganz gut. Jetzt fehlt „nur“ noch der Transport. Doch was man da noch alles falsch machen kann ist unglaublich. Verladetrainierin Karen Golz, die auch professionell Pferde transportiert erzählt in der aktuellen Podcastfolge AUF TRAB von ihren erlebten Abenteuern mit zwei- und vierbeinigen Kunden und hat uns die zehn fatalsten Transportfehler aufgelistet.
Wobei natürlich das oberste Gebot eine pferdefreundliche Fahrweise ist – nicht ruckartig bremsen und sachte in Kurven und Kreisverkehre einfahren, sich nicht von anderen Autofahrern drängen lassen usw. Um zu lernen, das Lenkrad ruhig zu steuern kann man sich – ohne Hänger – ein Wasserglas auf das Lenkrad stellen, rät Karen. Dazu auch noch ein Tipp von mir: Um ein Gefühl zu bekommen, wie unheimlich der Transport für Pferde sein kann empfehle ich jedem auf einer Koppel oder einem Privatgrundstückein Stück hinten im Hänger mitzufahren. Im öffentlichen Straßenverkehr ist das nicht erlaubt!
Aber jetzt zu Karen zehn fatalsten Fehler, die man beim Transport – ob selbstständig oder mit der Spedition – begehen kann:
1. Davon ausgehen, dass das Pferd einsteigt, nur weil es vor fünf Jahren problemlos eingestiegen ist. Verladetraining vorab – die Situation ist heute bestimmt eine andere
2. Am falschen Ende beim routinierten Dienstleister sparen: Der gefahrene Kilometer kostet ca. 1,60 Euro
3. Stressgeruch im Hänger von zuvor transportierten Pferden entfernen: Nur in sauberen Hängern verladen!
4. Keine ehrlichen Angaben über Verlade- und Fahrverhalten des Pferdes dem Transporteur geben. Das kann für das Pferd und ihn lebensgefährlich sein
5. Das Pferd sedieren, wenn der „Gaul“ nicht einsteigt, ein no go!
6. Am Tag des Verladens noch irgend etwas vor Ort verändern
7. Den Weg nicht vorher checken: Länge, Wetter, Baustellen, Umleitungen …
8. Auto und Hänger nicht vorher auf Verkehrstauglichkeit inklusive Beleuchtung kontrollieren. Achtung: beim TÜV/Pickerl wird oft NICHT der Unterboden kontrolliert-
9. Auf der Straße oder einem viel frequentierten Platz verladen – große Gefahrenquelle!
10. Fahrzeit unterschätzen und dann zu schnell zu fahren. Mit oder ohne Pferd im Hänger: Das Limit liegt bei 80 km, auf österreichischen Landstraßen bei 70 km. Umgekehrt sollte man auch nicht ständig anhalten und „Hallo“ sagen, das sorgt für Unruhe.
Du willst noch mehr über den richtigen Pferdetransport hören? Etwa, dass Du innerhalb der EU bei längeren Strecken eine Transportgenehmigung selbst für Dein eigenes Pferd und trotz Hängerführerschein i benötigst? Dann höre doch in die aktuelle Folge AUF TRAB rein. Wir freuen uns übrigens über Likes, Sternchen und natürlich über neue AUF TRAB-Abonnenten und sagen danke, wenn ihr uns weiterempfiehlt. Apropos: Erzählt doch bitte auch weiter, dass AUF TRAB im wunderschönen Festschloss Schlosshof in Niederösterreich am 15. Juli noch einen Platz beim Parelli-Day mit Nina Isigler anbieten kann. Anmeldung bei mir. Euer AUF TRAB-Podcast-Host Julia Kistner
Karen Golz erreicht ihr unter www.gols-ps.at und www.kompetenzzirkelpferd.com
Für österreichische Zuhörer, die sich über denBefähigungsnachweis für Tiertransporte informieren möchten (Kosten ca. 120 Euro), hier der direkte Link:
https://ooe.lfi.at/sachkundelehrgang-f%C3%BCr-tiertransport+2500+1799848
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
Wobei natürlich das oberste Gebot eine pferdefreundliche Fahrweise ist – nicht ruckartig bremsen und sachte in Kurven und Kreisverkehre einfahren, sich nicht von anderen Autofahrern drängen lassen usw. Um zu lernen, das Lenkrad ruhig zu steuern kann man sich – ohne Hänger – ein Wasserglas auf das Lenkrad stellen, rät Karen. Dazu auch noch ein Tipp von mir: Um ein Gefühl zu bekommen, wie unheimlich der Transport für Pferde sein kann empfehle ich jedem auf einer Koppel oder einem Privatgrundstückein Stück hinten im Hänger mitzufahren. Im öffentlichen Straßenverkehr ist das nicht erlaubt!
Aber jetzt zu Karen zehn fatalsten Fehler, die man beim Transport – ob selbstständig oder mit der Spedition – begehen kann:
1. Davon ausgehen, dass das Pferd einsteigt, nur weil es vor fünf Jahren problemlos eingestiegen ist. Verladetraining vorab – die Situation ist heute bestimmt eine andere
2. Am falschen Ende beim routinierten Dienstleister sparen: Der gefahrene Kilometer kostet ca. 1,60 Euro
3. Stressgeruch im Hänger von zuvor transportierten Pferden entfernen: Nur in sauberen Hängern verladen!
4. Keine ehrlichen Angaben über Verlade- und Fahrverhalten des Pferdes dem Transporteur geben. Das kann für das Pferd und ihn lebensgefährlich sein
5. Das Pferd sedieren, wenn der „Gaul“ nicht einsteigt, ein no go!
6. Am Tag des Verladens noch irgend etwas vor Ort verändern
7. Den Weg nicht vorher checken: Länge, Wetter, Baustellen, Umleitungen …
8. Auto und Hänger nicht vorher auf Verkehrstauglichkeit inklusive Beleuchtung kontrollieren. Achtung: beim TÜV/Pickerl wird oft NICHT der Unterboden kontrolliert-
9. Auf der Straße oder einem viel frequentierten Platz verladen – große Gefahrenquelle!
10. Fahrzeit unterschätzen und dann zu schnell zu fahren. Mit oder ohne Pferd im Hänger: Das Limit liegt bei 80 km, auf österreichischen Landstraßen bei 70 km. Umgekehrt sollte man auch nicht ständig anhalten und „Hallo“ sagen, das sorgt für Unruhe.
Du willst noch mehr über den richtigen Pferdetransport hören? Etwa, dass Du innerhalb der EU bei längeren Strecken eine Transportgenehmigung selbst für Dein eigenes Pferd und trotz Hängerführerschein i benötigst? Dann höre doch in die aktuelle Folge AUF TRAB rein. Wir freuen uns übrigens über Likes, Sternchen und natürlich über neue AUF TRAB-Abonnenten und sagen danke, wenn ihr uns weiterempfiehlt. Apropos: Erzählt doch bitte auch weiter, dass AUF TRAB im wunderschönen Festschloss Schlosshof in Niederösterreich am 15. Juli noch einen Platz beim Parelli-Day mit Nina Isigler anbieten kann. Anmeldung bei mir. Euer AUF TRAB-Podcast-Host Julia Kistner
Karen Golz erreicht ihr unter www.gols-ps.at und www.kompetenzzirkelpferd.com
Für österreichische Zuhörer, die sich über denBefähigungsnachweis für Tiertransporte informieren möchten (Kosten ca. 120 Euro), hier der direkte Link:
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Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
49 Minuten
Bei der Körpersprache beginnt das Missverständnis, sagt der Pferde-Coach Bernd Hackl, wenn ihm zu Ohren kommt, dass dieser oder jener „Pferdeflüsterer“ meint, dass man sich mit dem Pferd nur über die Körpersprache unterhalten soll. „Ich kann weder meine Ohren anlegen, noch mit dem Schwanz wedeln, ich kann nicht die Nüstern aufblasen und auch nicht blubbern wie ein Pferd “, widerspricht der Bayer dem vehement. Wenn man Pferd spiele könne man sich von seinem Vierbeiner weder Vertrauen noch Respekt erwarten. Das Pferd könne uns zwar nicht wörtlich verstehen, aber die Klangfarbe und genau das sei ein Grund, warum er mit schwierigen Pferden besonders viel rede.
Wichtig für eine gute Partnerschaft zwischen Pferd und Mensch und einem höheren Platz in der Rangordnung sei vielmehr eine Konsequenz, mit der man Dinge vom Pferd einfordert oder auch mit der man positiv verstärkt.
Mit Leckerlis arbeitet er maximal bei rangniedrigen Pferden, denen er durch die Futterverabreichung von der Hand aus mehr Selbstbewusstsein antrainiert bzw. signalisiert, dass der Mensch sich dem Pferd durch damit unterordnet.
Es seim keineswegs so, dass es nur Problembesitzer gibt, Es gibt auch durchaus Problempferde, erzählt Berd in der aktuellen Podcast-Folge von bösen Verletzungen. Wie er mit schwierigen Vierbeinern umgeht, was ihn an den neuen Vox-Pferdprofis nicht gefällt, das alles erzählt Bernd in der aktuellen AUF TRAB-Podcast-Folge.
Und wenn ich diese Folge fesselt, dann freuen sich meine Welshies und ich über Daumen nach oben, Kommentare, wenn ihr AUF TRAB abonniert oder auch weiterempfiehlt. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistnerund die Welschies.
Musikrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Vox-Pferdeprofi #Pferdetraining #horsemanship #cowboy #Mustang
Foto: #BerndHackl
Wichtig für eine gute Partnerschaft zwischen Pferd und Mensch und einem höheren Platz in der Rangordnung sei vielmehr eine Konsequenz, mit der man Dinge vom Pferd einfordert oder auch mit der man positiv verstärkt.
Mit Leckerlis arbeitet er maximal bei rangniedrigen Pferden, denen er durch die Futterverabreichung von der Hand aus mehr Selbstbewusstsein antrainiert bzw. signalisiert, dass der Mensch sich dem Pferd durch damit unterordnet.
Es seim keineswegs so, dass es nur Problembesitzer gibt, Es gibt auch durchaus Problempferde, erzählt Berd in der aktuellen Podcast-Folge von bösen Verletzungen. Wie er mit schwierigen Vierbeinern umgeht, was ihn an den neuen Vox-Pferdprofis nicht gefällt, das alles erzählt Bernd in der aktuellen AUF TRAB-Podcast-Folge.
Und wenn ich diese Folge fesselt, dann freuen sich meine Welshies und ich über Daumen nach oben, Kommentare, wenn ihr AUF TRAB abonniert oder auch weiterempfiehlt. Vor allem aber bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistnerund die Welschies.
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#Vox-Pferdeprofi #Pferdetraining #horsemanship #cowboy #Mustang
Foto: #BerndHackl
47 Minuten
Dressurreiterin, Pferdetrainerin und Fachbuchautorin Britta Schöffmann hat für viele Reitfehler Korrekturen parat
Auf Trab zu Gast beantwortet Britta unter anderem die Frage, wie man die Nachgiebigkeit des Kiefergelenks erreicht. Während etwa Philippe Karl, Inbegriff klassischer Reitkunst das Kiefergelenk aktiv beweglich macht über das Anheben der Hand oder auch vom Boden aus das Pferd zum Kauen zu bringt durch gezieltes Anheben des Gebisses kann Britta damit persönlich nichts anfangen: „Das ist nicht meins“, meint sie, „ich versuche die Beweglichkeit des Kiefergelenks über das Reiten, über die Anlehnung und insgesamt über die Durchlässigkeit zu erzielen." Damit das Pferd kauen kann, sei es unglaublich wichtig, keine harte Hand zu haben. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, im richtigen Moment nachzutreiben, so dass die Hilfen richtig zusammenspielen, etwa die Hand nachgibt, wenn man durch die treibenden Hilfen die Hinterhand nach vorne vorbringt. So kann das Kiefergelenk locker werden und das Pferd kauen. Allerdings braucht es hierfür das Gebiss als „Filter", wie es Gerd Heuschmann vor ein paar Podasstfolgen so schön sagte. Das lockere Kauen sollte man aber nicht mit Stresskauen verwechseln, das auch Schaum im Maul erzeugt.
Auf Trab zu Gast beantwortet Britta Schöffmann noch weitere Reiter-Fragen wie: was ist das richtige Zügelmaß? Wie korrigiert man eine Außenstellung? Wie
kommt die Haltparade durch? Wie verhindert man ein Ausfallen im Galopp oder die auch Flucht in eine höhere Gangart?
Viel Hörvergnügen wünschen Julia und die Welschies.
Musikrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Kiefergelenk #Zügelmaß #KlassischeReitkunst #Dressur
Foto: Britta Schöffmann
Auf Trab zu Gast beantwortet Britta unter anderem die Frage, wie man die Nachgiebigkeit des Kiefergelenks erreicht. Während etwa Philippe Karl, Inbegriff klassischer Reitkunst das Kiefergelenk aktiv beweglich macht über das Anheben der Hand oder auch vom Boden aus das Pferd zum Kauen zu bringt durch gezieltes Anheben des Gebisses kann Britta damit persönlich nichts anfangen: „Das ist nicht meins“, meint sie, „ich versuche die Beweglichkeit des Kiefergelenks über das Reiten, über die Anlehnung und insgesamt über die Durchlässigkeit zu erzielen." Damit das Pferd kauen kann, sei es unglaublich wichtig, keine harte Hand zu haben. Man muss ein Gefühl dafür bekommen, im richtigen Moment nachzutreiben, so dass die Hilfen richtig zusammenspielen, etwa die Hand nachgibt, wenn man durch die treibenden Hilfen die Hinterhand nach vorne vorbringt. So kann das Kiefergelenk locker werden und das Pferd kauen. Allerdings braucht es hierfür das Gebiss als „Filter", wie es Gerd Heuschmann vor ein paar Podasstfolgen so schön sagte. Das lockere Kauen sollte man aber nicht mit Stresskauen verwechseln, das auch Schaum im Maul erzeugt.
Auf Trab zu Gast beantwortet Britta Schöffmann noch weitere Reiter-Fragen wie: was ist das richtige Zügelmaß? Wie korrigiert man eine Außenstellung? Wie
kommt die Haltparade durch? Wie verhindert man ein Ausfallen im Galopp oder die auch Flucht in eine höhere Gangart?
Viel Hörvergnügen wünschen Julia und die Welschies.
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#Kiefergelenk #Zügelmaß #KlassischeReitkunst #Dressur
Foto: Britta Schöffmann
33 Minuten
Das traditionelle Arbeitsreiten der spanischen Hirten, genannt Doma-Vaquera, von dem auch alle Western-Arbeitsreitstile abgeleitet sind boomt wie nie zuvor. Und dafür hat Stefan Schneider, ein leidenschaftlicher Working Equitation-Turnierreiter, Tierarzt und Pferdeausbildner, auch eine plausible Begründung: „Der Dressursport, den meine Frau Uta Gräf betreibt wird mmer weniger nachvollziehbar. Man muss unglaublich viel Ahnung haben, um verstehen zu können, was die Richter da am Pferd kritisieren. Für Unerfahrene ist das zuschauen daher oftmals langweilig. Beim Working Equitation hingegen tut sich etwas, gerade beim Publikumsmagneten Speed Trail.
Auch wird der Dressursport immer mehr zur Materialschlacht. Nur Pferde mit viel Potenzial seien vorne und die müssen dann noch gut geritten werden, bekritelt Stefan Schneider, "wenn hingegen Lieschen Müller´s Haflinger so richtig schön durchs Genick geht, dann kann sie auch Working Equitation gewinnen.“ Worauf es beim traditionellen Arbeitsreiten ankommt, über die Faszination dieser Disziplin und warum hier feine Hilfen besonders zählen erzählt Stefan Schneider in dieser AUF Trab-Podcastfolge. Reinhören und Reinfühlen in die neue Trendsportart, die gymnastiziert, die Rittigkeit und Gelassenheit fördert, die Muskeln kräftigt und feine Hilfen schult.
Viel Hörvergnügen bei der 130.ten Auf Trab-Folge wünschen Julia Kistner und die Welshies. Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag!
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #WorkingEquitation #Reitkunst #DomaVaquera #AufTrab #podcast #StefanSchneider
Foto: Vanessa Pokorra
Auch wird der Dressursport immer mehr zur Materialschlacht. Nur Pferde mit viel Potenzial seien vorne und die müssen dann noch gut geritten werden, bekritelt Stefan Schneider, "wenn hingegen Lieschen Müller´s Haflinger so richtig schön durchs Genick geht, dann kann sie auch Working Equitation gewinnen.“ Worauf es beim traditionellen Arbeitsreiten ankommt, über die Faszination dieser Disziplin und warum hier feine Hilfen besonders zählen erzählt Stefan Schneider in dieser AUF Trab-Podcastfolge. Reinhören und Reinfühlen in die neue Trendsportart, die gymnastiziert, die Rittigkeit und Gelassenheit fördert, die Muskeln kräftigt und feine Hilfen schult.
Viel Hörvergnügen bei der 130.ten Auf Trab-Folge wünschen Julia Kistner und die Welshies. Liebe Hypomaniacs, bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag!
Musik- und Soundrechte: https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
#Pferde #WorkingEquitation #Reitkunst #DomaVaquera #AufTrab #podcast #StefanSchneider
Foto: Vanessa Pokorra
45 Minuten
Leicht am Zügel mit freier Kopf-Hals-Position, das wäre das Ziel. Doch wie kommen wir dahin? Jedenfalls nicht, wenn wir verkrampft versuchen, dass unser Pferd schon in jungen Jahren an den Zügel geht, sondern ihm erst einmal die Kopfhaltung billigen, die es auf der Koppel trägt.
Wenn sich ein Pferd verwirft, also den Hals beim gerade reiten schräg hält, dann könnte es sein, dass das das Pferd von Natur aus oder durch eine Verletzung schief ist, woran man mit Dehnungsübungen arbeiten muss. Doch oft liegt es auch am Reiter, der in einer Hand fester ist, meist mehr Druck auf den linken Zügel ausübt. Der Reiter ist selbst aus der Balance, knickt in der linken Hüfte ein und rutscht im Sattel nach rechts.
Die Schiefe des Pferdes oder auch das Einrollen des Pferdes hinter die Senkrechte korrigiert man am besten vom Boden aus, indem man dem Pferd das Genick öffnet und so das Pferd von der Reiterhand löst, um die Vorderhand zu entlasten. Man stellt sich dafür vors Pferd und greift mit dem Daumen in die Trensenringe und wirkt mit dem Gebiss so nach oben auf Maulwinkel und Oberkiefer, bis der Hals deutlich aufgerichtet ist und gibt anschließend nach. Wenn die Pferde auf der Hand liegen, sind viele Übergänge und Rückwärtsrichten ein Wege natürlich eine Hilfe. Wenn die aber immer noch nicht wirkt und die falschen Muskeln verwendet und das Pferd zu sehr auf der Vorhand geht, empfiehlt Sibylle Wiemer die Hilfengebung der Lègéreté, nämlich das Pferd anhalten, das Pferd hält den Kopf hoch in der freien Kopf-Halsposition. Sie nimmt die Zügel an, gibt aber keinerlei Paraden um das Pferd an den Zügel zu bringen. Ihr Abkommen ist, sie tragt keinen Gramm des Pferdkopfes. Weitere Tipps für die richtige Zügelanlehnung gibt Sibylle Wiemer in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Viel Hörvergnügen wünschen euch Julia Kistner und die Welshies
#SibylleWiemer #Anlehnung #Zügelführung #verwerfen #Balance #Rollkur #Korrektur #Genick #Gebiss #Schiefe #Lègéreté #Reithilfen #Senkrechte #Kopf-Hals-Position #dehnen #Übergänge #Rückwärtsrichten #Vorhand #Trensenring #coronation
Foto: Sibylle Wiemer
Wenn sich ein Pferd verwirft, also den Hals beim gerade reiten schräg hält, dann könnte es sein, dass das das Pferd von Natur aus oder durch eine Verletzung schief ist, woran man mit Dehnungsübungen arbeiten muss. Doch oft liegt es auch am Reiter, der in einer Hand fester ist, meist mehr Druck auf den linken Zügel ausübt. Der Reiter ist selbst aus der Balance, knickt in der linken Hüfte ein und rutscht im Sattel nach rechts.
Die Schiefe des Pferdes oder auch das Einrollen des Pferdes hinter die Senkrechte korrigiert man am besten vom Boden aus, indem man dem Pferd das Genick öffnet und so das Pferd von der Reiterhand löst, um die Vorderhand zu entlasten. Man stellt sich dafür vors Pferd und greift mit dem Daumen in die Trensenringe und wirkt mit dem Gebiss so nach oben auf Maulwinkel und Oberkiefer, bis der Hals deutlich aufgerichtet ist und gibt anschließend nach. Wenn die Pferde auf der Hand liegen, sind viele Übergänge und Rückwärtsrichten ein Wege natürlich eine Hilfe. Wenn die aber immer noch nicht wirkt und die falschen Muskeln verwendet und das Pferd zu sehr auf der Vorhand geht, empfiehlt Sibylle Wiemer die Hilfengebung der Lègéreté, nämlich das Pferd anhalten, das Pferd hält den Kopf hoch in der freien Kopf-Halsposition. Sie nimmt die Zügel an, gibt aber keinerlei Paraden um das Pferd an den Zügel zu bringen. Ihr Abkommen ist, sie tragt keinen Gramm des Pferdkopfes. Weitere Tipps für die richtige Zügelanlehnung gibt Sibylle Wiemer in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Viel Hörvergnügen wünschen euch Julia Kistner und die Welshies
#SibylleWiemer #Anlehnung #Zügelführung #verwerfen #Balance #Rollkur #Korrektur #Genick #Gebiss #Schiefe #Lègéreté #Reithilfen #Senkrechte #Kopf-Hals-Position #dehnen #Übergänge #Rückwärtsrichten #Vorhand #Trensenring #coronation
Foto: Sibylle Wiemer