Zeit für Wissenschaft Archiv
57 Episoden
55 Minuten
Ein interaktives Transkript des Gesprächs gibt es hier: https://www.uibk.ac.at/podcast/zeit/sendungen/transkripte/zfw_041/
Auf der Suche nach dem Jungbrunnen: Hildegard Mack untersucht die Prozesse im menschlichen Körper, die uns älter werden lassen. Als Modell dient ihr dazu der Fadenwurm C. elegans.
Wir alle haben eine ungefähre Vorstellung davon, was zu einer längeren gesunden Lebensspanne führt: weniger essen und mehr Bewegung. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen in der Alternsforschung haben die positiven Effekte dieser Lebensweise auf die Lebensspanne bereits bestätigt. Hildegard Mack will die Gründe dafür aber auch auf molekularer Ebene verstehen - und damit viele nach wie vor bestehende Rätsel rund um das menschliche Altern entschlüsseln. Die gesunde Lebensspanne der Menschen verlängern – das ist das erklärte Ziel am Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung der Uni Innsbruck.
- Arbeitsgruppe von Hildegard Mack am Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung
- Hildegard Mack beim Science Slam in Innsbruck 2016
Auf der Suche nach dem Jungbrunnen: Hildegard Mack untersucht die Prozesse im menschlichen Körper, die uns älter werden lassen. Als Modell dient ihr dazu der Fadenwurm C. elegans.
Wir alle haben eine ungefähre Vorstellung davon, was zu einer längeren gesunden Lebensspanne führt: weniger essen und mehr Bewegung. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen in der Alternsforschung haben die positiven Effekte dieser Lebensweise auf die Lebensspanne bereits bestätigt. Hildegard Mack will die Gründe dafür aber auch auf molekularer Ebene verstehen - und damit viele nach wie vor bestehende Rätsel rund um das menschliche Altern entschlüsseln. Die gesunde Lebensspanne der Menschen verlängern – das ist das erklärte Ziel am Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung der Uni Innsbruck.
- Arbeitsgruppe von Hildegard Mack am Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung
- Hildegard Mack beim Science Slam in Innsbruck 2016
1 Stunde 8 Minuten
Ein interaktives Transkript des Gesprächs gibt es hier: https://www.uibk.ac.at/podcast/zeit/sendungen/transkripte/zfw_040/
Die Entwicklung des Meeresspiegels ist ein vielfältiges Zusammenspiel verschiedenster Faktoren und eine der folgenschwersten Konsequenzen des Klimawandels. Die Ozeanografin Kristin Richter vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften will die natürlichen und menschlich verursachten Einflussfaktoren in unterschiedlichen Regionen unserer Erde verstehen.
Schmelzende Gebirgsgletscher und die Ausdehnung der Ozeane aufgrund der steigenden Wassertemperaturen haben allein im 20. Jahrhundert zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 17cm geführt, der schnellste Anstieg in den letzten 3000 Jahren; bis zum Ende des Jahrhunderts wird mit etwa einem Meter gerechnet. Gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen untersuchte die Ozeanografin Kristin Richter dabei auch den Einfluss des Menschen auf diese Änderung: „Der Anstieg des Meeresspiegels wurde seit 1970 zu zwei Drittel durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht“, sagt Richter in „Zeit für Wissenschaft“.
Links:
Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften
Kristin Richter
Die Entwicklung des Meeresspiegels ist ein vielfältiges Zusammenspiel verschiedenster Faktoren und eine der folgenschwersten Konsequenzen des Klimawandels. Die Ozeanografin Kristin Richter vom Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften will die natürlichen und menschlich verursachten Einflussfaktoren in unterschiedlichen Regionen unserer Erde verstehen.
Schmelzende Gebirgsgletscher und die Ausdehnung der Ozeane aufgrund der steigenden Wassertemperaturen haben allein im 20. Jahrhundert zu einem Anstieg des Meeresspiegels um 17cm geführt, der schnellste Anstieg in den letzten 3000 Jahren; bis zum Ende des Jahrhunderts wird mit etwa einem Meter gerechnet. Gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und Kollegen untersuchte die Ozeanografin Kristin Richter dabei auch den Einfluss des Menschen auf diese Änderung: „Der Anstieg des Meeresspiegels wurde seit 1970 zu zwei Drittel durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht“, sagt Richter in „Zeit für Wissenschaft“.
Links:
Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften
Kristin Richter
1 Stunde 6 Minuten
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt." - Dieser berühmte Ausspruch des Philosophen Ludwig Wittgenstein ist in großen Lettern auf einem Plakat im Büro von Prof. Manfred Kienpointner zu lesen. „Grenzenlos“ ist auch die Leidenschaft des Sprachwissenschaftlers: Kienpointner interessiert sich besonders für gefährdete, aber auch künstlich erschaffene Sprachen.
„Kaltxì!“ - „Hallo!“: So lautet die Begrüßung in „Na’vi“, einer speziell für den Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ entwickelten Sprache. Kunstsprachen sind in der Literatur- und Filmwelt weit verbreitet. Manfred Kienpointner, Professor am Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck, untersucht die Entstehung und linguistische Bedeutung von Kunstsprachen aus aller Welt. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Linguist mit der Vielfalt der Sprachen auf unserer Erde. Sein Fokus liegt dabei nicht nur auf erfundenen sondern auch auf aussterbenden Sprachen.
Das Kreieren von Kunstsprachen ist in der Film- und Serienindustrie sehr populär. Dass viele der bestehenden „natürlichen“ Sprachen in ihrer Existenz gefährdet sind, ist vielen allerdings nicht bewusst. Manfred Kienpointner sieht besonders kleine Sprachen von den großen „killer languages“ wie Arabisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch oder Spanisch bedroht. Da mit Sprachen Weltanschauungen, Mythologien, Religionen, gesellschaftliches Wissen und Kunst verloren gehen, plädiert der Wissenschaftler für mehr Bemühungen um den Erhalt der Sprachenvielfalt auf unserer Erde.
Links:
Institut für Sprachwissenschaft
Manfred Kienpointner
Manfred Kienpointner beim Innsbruck Science Slam 2015
Manfred Kienpointner im Video-Porträt
„Kaltxì!“ - „Hallo!“: So lautet die Begrüßung in „Na’vi“, einer speziell für den Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ entwickelten Sprache. Kunstsprachen sind in der Literatur- und Filmwelt weit verbreitet. Manfred Kienpointner, Professor am Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck, untersucht die Entstehung und linguistische Bedeutung von Kunstsprachen aus aller Welt. Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Linguist mit der Vielfalt der Sprachen auf unserer Erde. Sein Fokus liegt dabei nicht nur auf erfundenen sondern auch auf aussterbenden Sprachen.
Das Kreieren von Kunstsprachen ist in der Film- und Serienindustrie sehr populär. Dass viele der bestehenden „natürlichen“ Sprachen in ihrer Existenz gefährdet sind, ist vielen allerdings nicht bewusst. Manfred Kienpointner sieht besonders kleine Sprachen von den großen „killer languages“ wie Arabisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch oder Spanisch bedroht. Da mit Sprachen Weltanschauungen, Mythologien, Religionen, gesellschaftliches Wissen und Kunst verloren gehen, plädiert der Wissenschaftler für mehr Bemühungen um den Erhalt der Sprachenvielfalt auf unserer Erde.
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Institut für Sprachwissenschaft
Manfred Kienpointner
Manfred Kienpointner beim Innsbruck Science Slam 2015
Manfred Kienpointner im Video-Porträt
51 Minuten
Nimmt man es ganz genau, ist ihre Bezeichnung etwas irreführend: Blaualgen, deren Fachbegriff Cyanobakterien lautet, sind keine Algen. Die Mikroorganismen werden zu den Bakterien gezählt und kommen weltweit in Süß-, Brack- und Salzwasser sowie überall im Boden vor. Ihre Bedeutung - und zwar sowohl historisch als auch gegenwärtig - kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Cyanobakterien sind ein wichtiger Faktor im globalen Kohlenstoff- sowie Stickstoffkreislauf und in der Evolution der Pflanzen. Rainer Kurmayer beschäftigt sich am Forschungsinstitut für Limnologie der Uni Innsbruck in Mondsee (Oberösterreich) seit vielen Jahren mit den faszinierenden Lebewesen.
Auch aus erdgeschichtlicher Perspektive sind die Cyanobakterien von besonderem Interesse: Sie sind in der Lage, Photosynthese zu betreiben, Sauerstoff zu bilden und waren die allerersten Sauerstoff produzierenden Organismen. Sie sind sehr wahrscheinlich für die erste Anreicherung der Erdatmosphäre mit Sauerstoff vor etwa 2,3 Milliarden Jahren verantwortlich. Damit sind Blaualgen die Vorläufer aller grünen Pflanzen auf der Erde. Die enorme Anpassungsfähigkeit und Vielfalt macht Cyanobakterien zum Problem und Hoffungsträger auf vielen Ebenen gleichzeitig. In „Zeit für Wissenschaft“ gibt uns Rainer Kurmayer einen Einblick in die an vielen Stellen noch nicht verstandene Welt der Blaualgen.
Links:
Rainer Kurmayer
Forschungsinstitut für Limnologie
Auch aus erdgeschichtlicher Perspektive sind die Cyanobakterien von besonderem Interesse: Sie sind in der Lage, Photosynthese zu betreiben, Sauerstoff zu bilden und waren die allerersten Sauerstoff produzierenden Organismen. Sie sind sehr wahrscheinlich für die erste Anreicherung der Erdatmosphäre mit Sauerstoff vor etwa 2,3 Milliarden Jahren verantwortlich. Damit sind Blaualgen die Vorläufer aller grünen Pflanzen auf der Erde. Die enorme Anpassungsfähigkeit und Vielfalt macht Cyanobakterien zum Problem und Hoffungsträger auf vielen Ebenen gleichzeitig. In „Zeit für Wissenschaft“ gibt uns Rainer Kurmayer einen Einblick in die an vielen Stellen noch nicht verstandene Welt der Blaualgen.
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Rainer Kurmayer
Forschungsinstitut für Limnologie
1 Stunde 10 Minuten
Seefahrt, Trachten, Religion, Ekel, Elternsein: Prof. Timo Heimerdinger vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie beschäftigt sich mit unserem alltäglichen Leben. Der Ethnologe sucht und beschreibt das Fremde im vermeintlich Bekannten.
Die Forschungsinteressen von Timo Heimerdinger sind vielfältig und betreffen verschiedene Themenbereiche unseres Alltages. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Heimerdinger, wie ein differenziertes Zugehen auf Selbstverständliches gelingen kann, warum ein geisteswissenschaftlicher Blick auch über Universitäten hinaus so wichtig ist und warum er den Begriff „Elfenbeinturm“ nicht mehr hören kann.
Links:
Timo Heimerdinger
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Die Forschungsinteressen von Timo Heimerdinger sind vielfältig und betreffen verschiedene Themenbereiche unseres Alltages. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Heimerdinger, wie ein differenziertes Zugehen auf Selbstverständliches gelingen kann, warum ein geisteswissenschaftlicher Blick auch über Universitäten hinaus so wichtig ist und warum er den Begriff „Elfenbeinturm“ nicht mehr hören kann.
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Timo Heimerdinger
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
1 Stunde 1 Minute
Argentinien ist einer der größten Sojaproduzenten der Welt, ein großer Teil wird im Nordwesten des Landes angebaut. Die Umwelt in der Provinz Salta wurde dadurch massiv verändert, Proteste gibt es dennoch nicht. Die Bevölkerung nimmt das weitgehend hin – warum, hat der Geograph Robert Hafner erforscht. Von seiner Arbeit und seinen Reisen erzählt er in „Zeit für Wissenschaft“.
Als Tierfutter, in Getränken, als gesunde Eiweiß-Quelle in der Nahrung und Fleischersatz, als Öl, gesund, nahrhaft, ein Mittel gegen Armut und Hunger: Soja gilt als Wunderpflanze, zumindest, wenn man dem Marketing der Lebensmittelkonzerne glaubt. Dass es beim Sojaanbau auch zu Problemen kommen kann und die Pflanze keineswegs nur positiv zu sehen ist, beschäftigt den Geographen Robert Hafner, BA MSc. Dazu untersuchte Hafner insbesondere den Sojaanbau in der Provinz Salta im Nordwesten Argentiniens.
Links:
Robert Hafner
Institut für Geographie der Uni Innsbruck
Video: Robert Hafner beim Science Slam
Als Tierfutter, in Getränken, als gesunde Eiweiß-Quelle in der Nahrung und Fleischersatz, als Öl, gesund, nahrhaft, ein Mittel gegen Armut und Hunger: Soja gilt als Wunderpflanze, zumindest, wenn man dem Marketing der Lebensmittelkonzerne glaubt. Dass es beim Sojaanbau auch zu Problemen kommen kann und die Pflanze keineswegs nur positiv zu sehen ist, beschäftigt den Geographen Robert Hafner, BA MSc. Dazu untersuchte Hafner insbesondere den Sojaanbau in der Provinz Salta im Nordwesten Argentiniens.
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Robert Hafner
Institut für Geographie der Uni Innsbruck
Video: Robert Hafner beim Science Slam
1 Stunde 9 Minuten
In die Geschichte der Erde blicken, um ihre Zukunft zu verstehen: Prof. Michael Strasser vom Institut für Geologie nutzt See- und Meeresböden als Archiv und begibt sich mithilfe von Bohrkernen auf die Suche nach Spuren vergangener Erdbeben und Extremereignisse. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Strasser über seine leidenschaftliche Arbeit in einer noch jungen Disziplin.
„Der Ozeanboden ist schlechter erforscht als der Mond", sagt der Sedimentgeologe Michael Strasser. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Forscher daher bereits mit den vielen „Unbekannten“, die in unseren Seen und Meeren schlummern. Dazu entnimmt er im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte Bohrkerne aus Seen und dem Ozean. Durch die Analyse will Strasser wichtiges Datenmaterial sammeln, um das Wissen über Erdbeben und Tsunamis zu erweitern und einen ersten Schritt in Richtung ihrer Prognostizierbarkeit zu gehen. Anfang Oktober 2016 stach er als Expeditionsleiter mit einem der modernsten Forschungsschiffe weltweit, dem Forschungsschiff Sonne, vor der Küste Japans in See. Das ForscherInnen-Team entnahm Proben aus einer Tiefe von bis zu 6000 Metern und untersuchte mit hochmodernen Unterwasserrobotern Schlammvulkane. Die dort erarbeiteten Informationen sind weltweit von Relevanz: „Wir müssen auf Ozeanschiffe gehen, um die Berge zu verstehen", verdeutlicht Strasser und lässt uns wissen, warum er seine Arbeit gerne als „CSI Geology" bezeichnet.
Persönliche Website
Blog: Live vom Forschungsschiff Sonne
Arbeitsgruppe Sedimentgeologie
„Der Ozeanboden ist schlechter erforscht als der Mond", sagt der Sedimentgeologe Michael Strasser. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Forscher daher bereits mit den vielen „Unbekannten“, die in unseren Seen und Meeren schlummern. Dazu entnimmt er im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte Bohrkerne aus Seen und dem Ozean. Durch die Analyse will Strasser wichtiges Datenmaterial sammeln, um das Wissen über Erdbeben und Tsunamis zu erweitern und einen ersten Schritt in Richtung ihrer Prognostizierbarkeit zu gehen. Anfang Oktober 2016 stach er als Expeditionsleiter mit einem der modernsten Forschungsschiffe weltweit, dem Forschungsschiff Sonne, vor der Küste Japans in See. Das ForscherInnen-Team entnahm Proben aus einer Tiefe von bis zu 6000 Metern und untersuchte mit hochmodernen Unterwasserrobotern Schlammvulkane. Die dort erarbeiteten Informationen sind weltweit von Relevanz: „Wir müssen auf Ozeanschiffe gehen, um die Berge zu verstehen", verdeutlicht Strasser und lässt uns wissen, warum er seine Arbeit gerne als „CSI Geology" bezeichnet.
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Blog: Live vom Forschungsschiff Sonne
Arbeitsgruppe Sedimentgeologie
1 Stunde 32 Minuten
Vom „Baby“ bis zum „Teenager“: Konstanze Zwintz interessiert sich für junge Sterne und ihr Schwingungsverhalten. Die Astronomin zählt zu den weltweit führenden Expertinnen auf dem Gebiet der Asteroseismologie und forscht seit 2015 am Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck.
Was wir von unserer Erde kennen, ist auch bei Sternen möglich: sie beben. Konstanze Zwintz ist diesen minimalen Erschütterungen in den viele Lichtjahre entfernten Sternen auf der Spur. Vergleichbar mit dem Herzschlag des Menschen pulsieren Sterne in jedem ihrer Entwicklungsstadien.„Das ist vergleichbar mit Erdbeben auf der Erde: Seismologen können aus den Erschütterungen Rückschlüsse auf das Innere der Erde ziehen. Ähnliches ist auch bei Sternen möglich. Bei diesen „Ultraschalluntersuchungen" messen modernste Teleskope von Bodenstationen oder Satelliten im Weltraum das Licht der Sterne über einen gewissen Zeitraum in Lichtkurven. Daten für ihre Untersuchungen erhält die Astrophysikerin unter anderem aus dem Satellitenprojekt BRITE Constellation, an dem sie aktiv mitarbeitet.
Links:
Persönliche Website
Institut für Astro- und Teilchenphysik
BRITE Constellation
Video: Konstanze Zwintz am Puls der Sterne
Was wir von unserer Erde kennen, ist auch bei Sternen möglich: sie beben. Konstanze Zwintz ist diesen minimalen Erschütterungen in den viele Lichtjahre entfernten Sternen auf der Spur. Vergleichbar mit dem Herzschlag des Menschen pulsieren Sterne in jedem ihrer Entwicklungsstadien.„Das ist vergleichbar mit Erdbeben auf der Erde: Seismologen können aus den Erschütterungen Rückschlüsse auf das Innere der Erde ziehen. Ähnliches ist auch bei Sternen möglich. Bei diesen „Ultraschalluntersuchungen" messen modernste Teleskope von Bodenstationen oder Satelliten im Weltraum das Licht der Sterne über einen gewissen Zeitraum in Lichtkurven. Daten für ihre Untersuchungen erhält die Astrophysikerin unter anderem aus dem Satellitenprojekt BRITE Constellation, an dem sie aktiv mitarbeitet.
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Institut für Astro- und Teilchenphysik
BRITE Constellation
Video: Konstanze Zwintz am Puls der Sterne
55 Minuten
Ob Straßenlaternen, Leuchtreklame und Schaufenster in den Städten oder der Lichtschalter zu Hause: Die ständige Verfügbarkeit von Licht ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Das war nicht immer so. Ute Hasenöhrl untersucht die Geschichte des Lichts im öffentlichen Raum bis zum heutigen „Verlust der Nacht“.
Gerade im öffentlichen Raum ging die Einführung von Beleuchtung nicht problemlos vonstatten, bis zum 19. Jahrhundert galt Licht als Luxusgut. Die Historikerin Ute Hasenöhrl untersucht am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie die konfliktreiche Geschichte der Beleuchtung und befasst sich unter dem Schlagwort der „Lichtverschmutzung“ auch mit den Konsequenzen für Mensch und Umwelt.
Ute Hasenöhrl
Gerade im öffentlichen Raum ging die Einführung von Beleuchtung nicht problemlos vonstatten, bis zum 19. Jahrhundert galt Licht als Luxusgut. Die Historikerin Ute Hasenöhrl untersucht am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie die konfliktreiche Geschichte der Beleuchtung und befasst sich unter dem Schlagwort der „Lichtverschmutzung“ auch mit den Konsequenzen für Mensch und Umwelt.
Ute Hasenöhrl
1 Stunde 18 Minuten
Open Source, Creative Commons oder Wikipedia: Das Thema „Offenheit“ zieht sich durch alle Interessensgebiete von Leonhard Dobusch. Der Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler ist seit Februar 2016 Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation an der Uni Innsbruck. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt er über die Chancen und Herausforderungen von Offenheit in einer digitalisierten Welt.
„Open“ ist ein Schlagwort, das in den letzten Jahren in verschiedenste gesellschaftliche Bereiche vorgedrungen ist: Open Strategy, Open Knowledge, Open Access, Open Educational Resources oder Open Science. Dobusch analysiert, beobachtet und kommentiert diese Entwicklungen bereits seit mehreren Jahren. „Offenheit gibt Digitalisierung Richtung“, ist der Wissenschaftler überzeugt und empfindet die Bezeichnung „Neuland“ in vielen Bereichen als durchaus passend.
Links:
Persönliche Website
Institut für Organisation und Lernen
Blog: governance across borders
Projekt: Organized Creativity
„Open“ ist ein Schlagwort, das in den letzten Jahren in verschiedenste gesellschaftliche Bereiche vorgedrungen ist: Open Strategy, Open Knowledge, Open Access, Open Educational Resources oder Open Science. Dobusch analysiert, beobachtet und kommentiert diese Entwicklungen bereits seit mehreren Jahren. „Offenheit gibt Digitalisierung Richtung“, ist der Wissenschaftler überzeugt und empfindet die Bezeichnung „Neuland“ in vielen Bereichen als durchaus passend.
Links:
Persönliche Website
Institut für Organisation und Lernen
Blog: governance across borders
Projekt: Organized Creativity
1 Stunde 20 Minuten
Stammzellen: Sie können praktisch jede andere Zelle des Körpers bilden – und sind damit Hoffnungsträger für eine ganze Reihe von Therapien für bislang nicht heilbare Krankheiten. Prof. Frank Edenhofer ist seit Herbst 2015 Professor für Genomik am Institut für Molekularbiologie, forscht unter anderem an Stammzellen – und hat eine Methode weiterentwickelt und patentiert, mit der aus normalen Zellen, konkret Hautzellen, Gehirnstammzellen gezüchtet werden können.
Forschung an Stammzellen, die im Fall von embryonalen Stammzellen aus Embryonen entnommen werden, ist stark reglementiert und immer wieder Gegenstand ethischer Diskussionen. Mit der künstlichen Herstellung von Stammzellen, in diesem Fall von Gehirnstammzellen, umgehen die Innsbrucker Forscherinnen und Forscher diese Probleme.
Links:
Institut für Molekularbiologie
Stem Cell Lab UIBK auf Facebook
Twitter: @StemCellUibk
Wikipedia: Stammzellen
Forschung an Stammzellen, die im Fall von embryonalen Stammzellen aus Embryonen entnommen werden, ist stark reglementiert und immer wieder Gegenstand ethischer Diskussionen. Mit der künstlichen Herstellung von Stammzellen, in diesem Fall von Gehirnstammzellen, umgehen die Innsbrucker Forscherinnen und Forscher diese Probleme.
Links:
Institut für Molekularbiologie
Stem Cell Lab UIBK auf Facebook
Twitter: @StemCellUibk
Wikipedia: Stammzellen
1 Stunde 3 Minuten
Über welche Phänomene darf an formalen Bildungseinrichtungen, wie der Schule, nicht oder nur hinter vorgehaltener Hand oder verschlossener Türe gesprochen werden? Was bleibt ungesagt, wird heimlich oder wortlos praktiziert und gerät deshalb gerade nicht in den Fokus des SchülerInnen-, LehrerInnen- und SchulleiterInnenhandelns? Diese Fragen stellen sich Dr. Nadja Köffler und Dr. Evi Agostini vom Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung an der Innsbrucker School of Education und spüren Tabus und ihre historischen und aktuellen Wirkungsweisen in unserem Bildungswesen auf.
Als unausgesprochene Übereinkünfte und implizite Regularien dienen Tabus dem Fortbestand von gesellschaftlichen Systemen und spielen besonders im Bildungswesen eine wichtige Rolle – bewusst oder unbewusst. Mit ihrem Projekt „Grenzgänge und Grenzüberschreitungen: Zu Tabuisiertem und Tabubrüchen in formalen Bildungskontexten“ betreten die Bildungswissenschaftlerinnen im Schul- und Bildungskontext dennoch wissenschaftliches Neuland.
Links:
Nadja Köffler
Evi Agostini
School of Education
Als unausgesprochene Übereinkünfte und implizite Regularien dienen Tabus dem Fortbestand von gesellschaftlichen Systemen und spielen besonders im Bildungswesen eine wichtige Rolle – bewusst oder unbewusst. Mit ihrem Projekt „Grenzgänge und Grenzüberschreitungen: Zu Tabuisiertem und Tabubrüchen in formalen Bildungskontexten“ betreten die Bildungswissenschaftlerinnen im Schul- und Bildungskontext dennoch wissenschaftliches Neuland.
Links:
Nadja Köffler
Evi Agostini
School of Education
1 Stunde 6 Minuten
Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel: Die Ethnologin und Medienpädagogin Michaela Rizzolli beschäftigt sich mit Online-Spielen und den Besonderheiten virtueller Welten und ihrer SpielerInnen. In ihrer Magister- und PhD-Arbeit am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Uni Innsbruck hat sie sich dabei auf das Spiel „World of Warcraft“ spezialisiert – und forschend mitgespielt.
Das Forschungsgebiet der Games Studies ist ein junges, aber: Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen sich aus verschiedenen Perspektiven virtuellen Online-Welten anzunähern und ihre Wirkungskraft zu verstehen.
Michaela Rizzolli beim Innsbrucker Science Slam (Video)
Wikipedia: MMORPG
Das Forschungsgebiet der Games Studies ist ein junges, aber: Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen sich aus verschiedenen Perspektiven virtuellen Online-Welten anzunähern und ihre Wirkungskraft zu verstehen.
Michaela Rizzolli beim Innsbrucker Science Slam (Video)
Wikipedia: MMORPG
1 Stunde 28 Minuten
Informieren und sensibilisieren: Prof. Josef Nussbaumer und Dr. Andreas Exenberger vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte sammeln und analysieren seit Jahrzehnten Daten zu globalen ökonomischen Entwicklungen. Die Wirtschaftshistoriker bemühen sich dabei um eine allgemeinverständliche Darstellung der komplexen Lebensrealitäten auf unserer Erde. In ihrem Buch „Leidenswege der Ökonomie“ stellen sie in Anlehnung an die Kreuzwegsymbolik in 14 Stationen große globale Problematiken dar und schildern im Kapitel 15 „Hoffnung“ mögliche positive Perspektiven.
Im Dorf „Globo“ leben 100 Menschen. In einem verkleinerten Maßstab stehen sie stellvertretend für die knapp sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde. Bereits für Kinder soll durch diese Vereinfachung greifbar werden, wie ungleich Wohlstand auf unserer Erde verteilt ist. Nussbaumer und Exenberger engagieren sich seit Jahren im Verein „Team Globo“ und spenden alle Einnahmen aus Buchverkauf und Vorträgen für karitative Zwecke.
Links:
Josef Nussbaumer
Andreas Exenberger
teamGlobo
Im Dorf „Globo“ leben 100 Menschen. In einem verkleinerten Maßstab stehen sie stellvertretend für die knapp sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde. Bereits für Kinder soll durch diese Vereinfachung greifbar werden, wie ungleich Wohlstand auf unserer Erde verteilt ist. Nussbaumer und Exenberger engagieren sich seit Jahren im Verein „Team Globo“ und spenden alle Einnahmen aus Buchverkauf und Vorträgen für karitative Zwecke.
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Josef Nussbaumer
Andreas Exenberger
teamGlobo
34 Minuten
Zerschnitten und in mittelalterliche Buchumschläge eingearbeitet: das ist das „Schicksal“ vieler wertvoller, jahrhundertealter jüdischer Handschriften aus Pergament. Die Bibelwissenschaftlerin Univ.-Doz. Dr. Ursula Schattner-Rieser vom Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik sucht seit Jahren gezielt nach diesen Fragmenten.
Mit Beginn des Buchdrucks im Mittelalter wurden die im Zuge von Judenverfolgungen seit dem 11. Jahrhundert konfiszierten Pergamentrollen als Verstärkung für Einbände verwendet. Ursula Schattner-Rieser arbeitet auf den Spuren dieser verloren geglaubten Zeitzeugen in Bibliotheken und Archiven und analysiert deren oftmals historisch und künstlerisch wertvollen Inhalt.
Links:
Ursula Schattner-Rieser
Pageflow: Verloren geglaubte Zeitzeugen
Datenbank: hebraica.at
Mit Beginn des Buchdrucks im Mittelalter wurden die im Zuge von Judenverfolgungen seit dem 11. Jahrhundert konfiszierten Pergamentrollen als Verstärkung für Einbände verwendet. Ursula Schattner-Rieser arbeitet auf den Spuren dieser verloren geglaubten Zeitzeugen in Bibliotheken und Archiven und analysiert deren oftmals historisch und künstlerisch wertvollen Inhalt.
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Ursula Schattner-Rieser
Pageflow: Verloren geglaubte Zeitzeugen
Datenbank: hebraica.at
Zeit für Wissenschaft
„Zeit für Wissenschaft“ ist eine Gesprächsreihe, in der Melanie Bartos mit WissenschaftlerInnen verschiedenster Fachrichtungen an der Uni Innsbruck über das „Was?“ und „Wie?“ ihrer Forschungsarbeit sp...