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Zeit für Wissenschaft Archiv

57 Episoden
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Eine verlassene antike Stadt am westsizilianischen Berg Monte Iato steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses der Archäologin Birgit Öhlinger. Aufgrund seiner Lage galt der Monte Iato in archaischer Zeit als Knotenpunkt verschiedener Gesellschaften und Kulturen. Die indigene Bevölkerung „vermischte“ sich mit den neuankommenden Griechen und Phöniziern. Durch Grabungen vor Ort versucht die Archäologin herauszuarbeiten, wie kulturelle Kontakte stattgefunden haben und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie mit sich brachten. Besondern Fokus legt die Wissenschaftlerin dabei auf Kulte, Rituale und Religion.

„Ritual und Religion im archaischen Sizilien. Formations- und Transformationsprozesse binnenländischer Kultorte im Kontext kultureller Kontakte“ lautet der Titel der preisgekrönten Dissertation von Mag. Dr. Birgit Öhlinger Im Rahmen ihrer Tätigkeit als PostDoc-Universitätsassistentin am Institut für Archäologien der Uni Innsbruck vertieft sie die Ergebnisse aus ihrer Dissertation nun weiter.

Links:

Birgit Öhlinger

Institut für Archäologien

Westsizilianisches Netzwerk am Monte Iato (Video)
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Zwischen Archiv und Wissenschaft: Ulrike Tanzer ist seit Herbst vergangenen Jahres Leiterin des Innsbrucker Forschungsinstituts Brenner-Archiv. Dieses Archiv besteht seit den 1960er Jahren und gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen österreichischer Literatur im deutschsprachigen Raum. Der Name des Archivs geht auf die vom Schriftsteller Ludwig von Ficker herausgegebene Kulturzeitschrift „Der Brenner“ zurück , als Vorbild galt „Die Fackel“ von Karl Kraus (und nicht der Gebirgspass). Ulrike Tanzer ist allerdings nicht nur Leiterin des Archivs sondern auch Professorin für österreichische Literatur am Institut für Germanistik. In „Zeit für Wissenschaft“ spricht die Germanistin über ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen Sammeln, Forschen und Vermitteln. Außerdem beantwortet sie die Frage, was sie zur Professorin für österreichische – und nicht etwa für deutschsprachige Literatur - macht. Ein Gespräch über die Herausforderungen der Archiv-Arbeit und der Literaturvermittlung bzw. des „Lesens“ im digitalen „Zeitalter“.

Links:

Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Ulrike Tanzer

Video: Vorstellung des Archivs
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„Nur dumme Gebäude brauchen künstliche Intelligenz“ – das sagt Wolfgang Streicher vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften. Der Wissenschaftler ist Professor für Energieeffizientes Bauen mit spezieller Berücksichtigung des Einsatzes erneuerbarer Energien. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Streicher über die Dringlichkeit einer Energiewende, oftmals fehlenden politischen Willen und (scheinbare) Preisprobleme. Und warum beim Hausbau weniger oft mehr ist.

Ein möglichst effizienter und kostengünstiger Einsatz von Erneuerbaren Energien in Gebäuden ist das vorrangige Ziel der Forschungsarbeit von Wolfgang Streicher, Professor für Energieeffizientes Bauen an der Uni Innsbruck. Dabei verfolgt Streicher die Vision eines „Lowtech“-Hauses, um den Anforderungen von Nachhaltigkeit, Gesundheit und Umweltschutz Rechnung tragen zu können. Mit dem „Energieausweis“, an dessen Ausarbeitung Streicher beteiligt war, hat die Dringlichkeit und Verbindlichkeit dieser Forderungen einen Namen bekommen.

Links:

Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen

Projekt SINFONIA

Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften
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Wie entstehen Wolken? Eine Antwort auf diese Frage sucht der Physiker Prof. Armin Hansel vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Uni Innsbruck in einem Großprojekt gemeinsam mit einem internationalen Team am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz. Bis heute ist nicht klar, wie sich Aerosole in der Atmosphäre neu bilden und welchen Einfluss deren Bildung auf die (vermehrte) Entstehung von Wolken nimmt. Im Großprojekt CLOUD (Cosmics Leaving Outdoor Doplets) untersucht Armin Hansel die Geburtsstunde der Wolken und trägt dadurch zu einem besseren Verständnis einer der größten Unsicherheitsfaktoren in Klimamodellen bei. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt der Ionenphysiker über seine Arbeit an diesem alltäglichen, aber hochkomplexen Phänomen - an der Grenze des Mach- und Messbaren.

Links:

CLOUD-Projekt am CERN

Arbeitsgruppe Umweltphysik und Ionen-Molekül-Reaktionen

Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik
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Es bedeckt zwei Drittel der Erde und bildet den Grundstoff des Lebens, dennoch birgt Wasser bis heute noch viele Geheimnisse. Mehr als 60 Eigenschaften sind bereits bekannt, die Wasser von beinahe allen anderen Flüssigkeiten unterscheiden und einzigartig werden lassen. Prof. Thomas Loerting vom Institut für Physikalische Chemie der Uni Innsbruck hat sich in seiner Forschungsarbeit dem Wasser verschrieben. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Thomas Lörting über Wasser, das bei -157 Grad flüssig ist oder bei mehr als 2000 Grad noch nicht schmilzt, d.h. über Wasser als den Verwandlungskünstler schlechthin.

Links:

Arbeitsgruppe von Thomas Loerting

Institut für Physikalische Chemie

Aktuelles Paper
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Roboter lernen lernen: Prof. Justus Piater vom Institut für Informatik forscht mit seiner Arbeitsgruppe „Intelligente Systeme und Interaktive Systeme“ im Bereich der Robotik. Langfristiges Ziel dieser Arbeit sind Roboter, die Menschen in ihrem alltäglichen Leben aktiv und autonom unterstützen können. Der Informatiker im Gespräch über motivierende und / oder beunruhigende Zukunftsszenarien, die Erfüllung lang gehegter Wünsche und die Leidenschaft für die Disziplin der Robotik.

Links:

Arbeitsgruppe von Justus Piater

Institut für Informatik

Interaktionsexperiment
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Prof. Christoph Spötl vom Institut für Geologie beschäftigt sich mit der jüngeren Erdgeschichte und forscht im Bereich der Quartärforschung. Besonderes Interesse gilt dabei den Höhlen und deren „Klima-Archiv“, den Tropfsteinen. Der Geologe bewegt sich damit im Bereich der historischen Klimaforschung und leistet einen Beitrag für ein besseres Verständnis des Klimas sowie für präzisere Klimamodellierungen. Der Geologe im Gespräch über Höhlen als wertvolle „Datenspeicher“, Gefahren und Potenziale seiner Arbeit.

Spötl ist Leiter der Arbeitsgruppe für Quartärforschung am Institut für Geologie der Uni Innsbruck. Der Schauplatz seiner Untersuchungen sind vorzugsweise Höhlen: Spötl analysiert mit seinem Team Höhlenablagerungen wie etwa Tropfsteine und rekonstruiert mit diesen Informationen klimatische Bedingungen vor vielen (hundert)tausend Jahren.

Links:

Christoph Spötl

Arbeitsgruppe Quartärforschung

Beispiel einer aktuellen Studie
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Was ist privat? Wo beginnt und endet unsere Privatsphäre? Welche Auswirkungen haben das Internet und Social Media? Leben wir in der Zeit der „Post-Privacy“? Anne Siegetsleitner ist Professorin für Praktische Philosophie und beschäftigt sich unter anderem mit Fragen dieser Art in ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema „Privatheit“. Ein Gespräch mit der Philosophin über ihr vielfältiges Forschungsinteresse, das in zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens reicht und auch Gedanken zu Altern und Sterben umfasst.

Homepage von Anne Siegetsleitner

Institut für Philosophie - Anne Siegetsleitner
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Der Zeithistoriker Prof. Dirk Rupnow über die Geschichte der Arbeitsmigration: In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts schloss Österreich mit der Türkei, dem damaligen Jugoslawien und Spanien angesichts der boomenden Wirtschaft Anwerbeabkommen für Arbeitskräfte. Die Geschichte(n) dieser so genannten „GastarbeiterInnen“ und der nachfolgenden Generationen sind aus historischer Perspektive bis dato kaum aufgearbeitet. Ein Gespräch über eine „Leerstelle“ in der Geschichtsschreibung sowie die Wichtigkeit einer historischen Auseinandersetzung für das bis heute gesellschaftlich brisante Thema.

Und warum ein Berliner vielleicht zum Österreicher des Jahres gewählt werden könnte.

Link zum im Gespräch erwähnten Projekt mit SchülerInnen:

HALL in Bewegung - Spuren der Migration in Tirol

"Sparkling Science"-Projekthomepage

Homepage von Dirk Rupnow

Archiv der Migration
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Der Podcast erklärt sich selbst.
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Dr. Gabriela Edlinger vom Institut für Organisation und Lernen (Fakultät für Betriebswirtschaft) der Uni Innsbruck forscht im Begegnungsraum zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen. Da einer ihrer Schwerpunkte im Bereich der Hochschulforschung liegt, hat sie sich mit der Arbeitgeberin Universität und den Arbeitsumständen der WissenschaftlerInnen beschäftigt. Außerhalb ihrer universitären Tätigkeit ist sie in der „Gemeinwohlkonomie" tätig.

Anmerkungen:

Ich bemühe mich um eine Verbesserung der Tonqualität.

Anmoderation: Fakultät für Betriebswirtschaft (nicht: Betriebswissenschaft)
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Der Ethnologe Dr. Jochen Bonz (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie) forscht im Bereich der Kulturanalyse sowie Kulturgeschichte und interessiert sich für Subkulturen und das „Fan-Sein". Ein Gespräch über zwei seiner zentralen Forschungsfelder: elektronische Musik und Fußball.
Zeit für Wissenschaft

Zeit für Wissenschaft

„Zeit für Wissenschaft“ ist eine Gesprächsreihe, in der Melanie Bartos mit WissenschaftlerInnen verschiedenster Fachrichtungen an der Uni Innsbruck über das „Was?“ und „Wie?“ ihrer Forschungsarbeit sp...