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Zeit für Wissenschaft Archiv

57 Episoden
58 Minuten
„Koloniales Gewusel“: Patrick Krapf arbeitet in der Forschungsgruppe für molekulare Ökologie am Institut für Ökologie der Uni Innsbruck. Das Thema seiner PhD-Arbeit interessiert den Nachwuchswissenschaftler nicht nur, er widmet sich seiner Forschungsfrage auch mit großer Begeisterung. Krapf versucht die vielseitigen Verhaltensweisen von Ameisen auf genetischer Ebene besser zu verstehen, in dem er Vaterschafts- und Aggressionstests einsetzt.

Pilzzucht, Versklavungen oder Kolonien, die sich über 4000 Kilometer erstrecken: Ameisen sind unglaublich gut organisiert und geben der Wissenschaft immer noch viele Rätsel auf. Wie diese Genetik der Kooperation in teilweise riesigen Ameisenkolonien funktioniert, untersucht Patrick Krapf, MSc am Beispiel der alpinen Rasenameise Tetramorium alpestre.

Links:

Patrick Krapf

Forschungsgruppe für molekulare Ökologie

Video: Science Slam - Superkoloniales Gewusel am Boden
1 Stunde 11 Minuten
Social Media spielen in der Forschungsarbeit von Dr. Eva Zangerle vom Institut für Informatik der Uni Innsbruck eine wesentliche Rolle. Die Informatikerin analysiert gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe für Datenbanken und Informationssysteme soziale Netzwerke – allen voran Twitter. Dabei liegt Zangerle der User besonders „am Herzen“: Mit der Verbesserung und Etablierung so genannter „Recommender Systeme“ will die Informatikerin eine einfachere und effizientere Nutzung sozialer Medien ermöglichen.

Etwa 4 Milliarden Tweets umfasst der „Untersuchungsgegenstand“ von Eva Zangler in den Datenbanken am Institut für Informatik im Moment. Etwa ein Prozent der Tweets sind frei zugänglich und können „gecrawlt“ werden. Sie bilden mit ihren jeweiligen Informationen wie etwa Hashtags und Links die Grundlage für verschiedene Untersuchungen, die von User-Reaktionen auf gehackte Profile bis hin zur Häufigkeit der Verwendung von Wikipedia-Links reichen.

Links:

Forschungsgruppe Datenbanken und Informationssysteme

Eva Zangerle

Forschungsthema: „Wikipedia on Twitter“
1 Minute
„Duell“ um die Kläranlage: Michael Meirer, MSc vom Institut für Infrastruktur der Uni Innsbruck beschäftigt sich mit Abfall- und Ressourcenmanagement und forscht in seinem aktuellen Projekt an der Schnittstelle zwischen Abwasser und Abfall. Bioabfall und entsprechend aufbereiteter Restabfall sind Hoffnungsträger in der Verbesserung von Biogaserzeugung in Kläranlagen. In „Zeit für Wissenschaft“ spricht der Wissenschaftler über Herausforderungen in der Abfallbehandlung, sinnvolles Mülltrennen und Potenziale der alternativen Bio-Energieerzeugung.

Österreich, Deutschland und die Schweiz werden immer wieder als „Mülltrenn-Weltmeister“ bezeichnet. Getrennt gesammelter, „reiner“ Bioabfall ist ein wichtiges Gut für verschiedene umweltschonende Einsatzmöglichkeiten. Dennoch: Der Anteil biogener Stoffe im Restmüll beträgt bis zu 40 Prozent. Michael Meirer arbeitet an aufwändigen Verfahren, um diese wertvollen organischen Stoffe aus dem Restmüll zurückzugewinnen.

Links:

Michael Meirer

Abfallbehandlung und Ressourcenmanagement

Video: Science Slam – „Duell der Giganten“
1 Minute
Günther Mühlberger ist Germanist und Leiter der Gruppe für Digitalisierung und Elektronische Archivierung (DEA) an der Uni Innsbruck. Seit mehr als zehn Jahren sucht der Wissenschaftler in internationalen, interdisziplinären Projekten nach Möglichkeiten, historische Texte und Schriften elektronisch durchsuchbar zu machen. Dieser Ansatz geht über ein „Einscannen“ weit hinaus und bringt für Mühlberger einen Paradigmenwechsel in den Geisteswissenschaften mit sich: Nicht nur die Datenlage ändert sich, sondern auch die Forschungsinstrumentarien. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt er über seine Arbeit an der Schnittstelle zwischen Geistes- und Naturwissenschaften.

„Die Maschine wird gefüttert und lernt“: Auf dem Gebiet der Texterkennung spielt maschinelles Lernen eine zentrale Rolle und macht es möglich, historische Texte gezielt nach Stichworten zu durchsuchen. Während Mühlberger in einem vergangenen Projekt beispielsweise 10.000.000 Zeitungsseiten in Frakturschrift mit OCR-Erkennung erfasste, zielt „Transkribus“ auf die automatisierte Erkennung von historischen Handschriften ab.

Links:

DEA

Transkribus (mit Downloadmöglichkeit)

Europeana Newspapers

OCR (Wikipedia)
1 Minute
Für viele Menschen mag es überraschend klingen, aber Schnee und Eis stellen den Lebensraum für zahlreiche hochsensible Mikroorganismen dar. Die Limnologin Birgit Sattler beschäftigt sich mit diesen „extremen“ Bakterien, Viren und Algen, die sich an extreme Lebensbedingungen angepasst haben. Dabei arbeitet die Forscherin des Instituts für Ökologie der Uni Innsbruck häufig im Feld und ist dem mikrobiellen Leben nicht nur in den Gletschern und Gletscherhöhlen der nahegelegenen Alpen, sondern auch in den Eiswüsten der Arktis und Antarktis auf der Spur.

Die Anpassungsfähigkeit an niedrige Temperaturen, Nährstoffknappheit und wenig Licht machen Mikroorganismen im Eis zu interessanten „Forschungsobjekten“ im Hinblick auf pharmazeutische oder medizinische Entwicklungen. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Dr. Birgit Sattler über ethische Herausforderungen, ihre Arbeit am körperlichen und psychischen Limit, potenzielles Leben im All und Teddybären im Eis.

Links:

Birgit Sattler

Lake and Glacier Ecology Research Group

Austrian Polar Research Institute

ZfW_021 - Holz

1 Minute
Der Leiter des Instituts für Konstruktion und Materialwissenschaften, Michael Flach, beschäftigt sich mit Potenzialen eines faszinierenden Baustoffs, der wie kein anderer die Geschichte der Menschheit begleitet: Holz. Der zeitlose Baustoff steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses des Wissenschaftlers und ist nicht nur vielfältig einsetzbar, sondern auch ein wichtiger Hoffnungsträger im Hinblick auf das Thema Klimaschutz.

Diese Ausgabe wird von einer kleinen audiosvisuellen Reportage (Pageflow) begleitet: http://zeit.pageflow.io/holz

Michael Flach sucht mit seinem Team nach ressourcenschonenden, effizienten und auf den ersten Blick ungewöhnlichen Einsatzmöglichkeiten für Holz. Neben der Anwendung von Holzkonstruktionen in gebogenen bzw. runden Bauweisen sind zum Beispiel auch Badewanne und Waschbecken im Hause Flach aus Holz. Außerdem nennt der Ingenieur ein 100m2-Baumhaus sein Eigen.

Links:

Michael Flach

Arbeitsbereich für Holzbau

Experimentalgelände in Cantercel / Frankreich
1 Minute
„Zeit für Wissenschaft“ wagt sich in die Rechtswissenschaften: Andreas Scheil ist Professor für Finanz- und Wirtschaftsstrafrecht am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie und berichtet über sein komplexes Arbeitsfeld. Stichworte wie etwa „Steuerhinterziehung“ und „Selbstanzeige“ sind auch für Laien aufgrund der medialen Berichterstattung sehr präsent, Scheil gibt Einblicke in die rechtswissenschaftlichen Hintergründe dieser „Dauerbrenner“.

Nachdem es zunächst nur ein Zufall war, der Andreas Scheil zum Jus-Studium geführt hatte, erkannte der Rechtswissenschaftler sehr schnell, dass er eine richtige Entscheidung getroffen hatte. Scheil geht seiner Arbeit als Wissenschaftler und Strafvertreidiger im komplexen, aber spannenden Feld des Finanz- und Wirtschaftsstrafrechts mit großer Leidenschaft nach – weit abseits eines „trockenen“ Fachs.

Links:

Andreas Scheil

Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie
1 Minute
„Wie lebt man auf Lampedusa?“ – auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage bereiste der Ethnologe Gilles Reckinger in den letzten Jahren die süditalienische Insel. Sein Ziel: Abseits der in Mitteleuropa dominanten Berichterstattung zu verstehen, wie sich das Leben auf dieser kleinen Insel sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für die ankommenden Bootsflüchtlinge gestaltet. Der Professor für Interkulturelle Kommunikations- und Risikoforschung spricht in „Zeit für Wissenschaft“ über seine Forschung im gesellschaftspolitischen Brennpunkt.

In dem Folgeprojekt „Bitter Oranges“ beschäftige sich Reckinger vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie mit einem „neuen Gesicht der Sklaverei“. Afrikanische Erntearbeiter, die meist als Bootsflüchtlinge über die Insel Lampedusa nach Europa kamen, arbeiten als Tagelöhner unter Bedingungen extremer Ausbeutung beispielsweise bei der Orangen-Ernte in Kalabrien.

Links:

Gilles Reckinger

Projekt und Ausstellung: Bitter Oranges

Buch: Lampedusa - Begegnungen am Rande Europas
1 Minute
„Zeit für Wissenschaft“ zu Besuch am Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik in Dornbirn. Das Institut ist nicht in Tirol, sondern in Vorarlberg angesiedelt, da sich dort ein Großteil der textilverarbeitenden Betriebe Österreichs befindet. Inmitten dieses Industriezweiges arbeitet Thomas Bechtold mit seinem etwa 20-köpfigen Team an zahlreichen Projekten im Bereich der Formung, Verarbeitung und Anwendung von Textilfasern. Dabei versucht der Institutsleitern und Professor für angewandte Chemie und Textilchemie einen Spagat zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung.

Textilien sind und können viel mehr, als häufig vermutet wird. Trotz hoher Festigkeiten bleiben sie dennoch formbar, was sie nicht zuletzt im Baubereich für eine interessante, leichtere Alternative zu Metallen werden lässt. Auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen kommt „klugen“ Textilien eine immer größere Bedeutung zu: In der Pflege älterer Menschen ist der Einsatz von mit Sensoren ausgestatteten Stoffen (etwa Bettwäsche) eine wichtige Stütze im Alltag.

Links:

Institut für Textilchemie und Textilphysik

Thomas Bechtold

Netzwerk waschbare Sensortextilien

TEXon - Textilbeton

TAGS – Textiles for Ageing Society
1 Minute
Musik verstärkt Gefühle - eine Eigenschaft, die auch zu einer missbräuchlichen Verwendung führen kann, wenn sie beispielsweise als Trägerin ideologischer Inhalte eingesetzt wird. Der Musikwissenschaftler Dr. Kurt Drexel beschäftigt sich mit Musik als zentralem Instrument der nationalsozialistischen Propaganda am Beispiel des „Reichsgaues“ Tirol / Vorarlberg zwischen 1938 und 1954. Dem Musizieren wurde zur Zeit des Nationalsozialismus eine große Bedeutung beigemessen. Aber welchen Beitrag konnte Musik zu Bildung einer „nationalsozialistischen Identität“ leisten?

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland im Frühjahr 1938 wurde unmittelbar mit der Einrichtung des Reichgaues Tirol-Vorarlberg begonnen. Diese „Umstrukturierung“ im Sinne der NS-Ideologie betraf alle gesellschaftlichen Bereiche und führte auch zu einer umfassenden Überwachung des Kulturlebens. Kurt Drexel untersucht, wie diese ideologische Aufladung der Musik so „erfolgreich“ gelingen konnte und wie mit eindeutig konnotierten Musikstücken sowie Entscheidungsträgern nach 1945 umgegangen wurde.

Links:

Kurt Drexel

Institut für Musikwissenschaft

Buch: "Klingendes Bekenntnis zu Führer und Reich. Musik und Identität im Reichsgau Tirol-Vorarlberg 1938–1945"
1 Minute
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Als wichtiger, oft aber unterschätzter Faktor in Ökosystemen spielt der Boden auch in der Forschungsarbeit von Michael Bahn eine zentrale Rolle. Der Ökologe interessiert sich für Kohlenstoffkreisläufe, zu denen die Atmung der Böden einen maßgeblichen Beitrag leistet. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Bahn über seinen vielfältigen, lebendigen und oft zu Unrecht nur als „Schmutz“ bezeichneten Untersuchungsgegenstand.

Die Prozesse während der Aufnahme und Abgabe von Kohlenstoff durch die Böden auf unserer Erde sind komplex und bis heute noch nicht im Detail verstanden – besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels. Zur Klärung der offenen Fragen setzt der Forscher vom Institut für Ökologie auf Untersuchungen „im Feld“: Das Klima von morgen simuliert Michael Bahn mithilfe von Zelten, die beispielsweise auf Wiesen der Almen im Tiroler Stubaital aufgestellt werden. Die daraus gewonnenen Daten sollen zur Präzisierung von Klimamodellen beitragen.

Links:

Michael Bahn

Arbeitsgruppe Ecophysiology and Ecosystem Processes, Institut für Ökologie

Publikation: "Climate extremes and the carbon cycle", Nature (Aug. 2013)

2015 - International Year of Soils
1 Minute
Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Arbeit der Erziehungswissenschaftlerin Reingard Spannring. Sie beschäftigt sich mit den komplexen und vielschichtigen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren und bewegt sich damit in dem relativ neuen, aber boomenden Forschungsfeld der „Human-Animal Studies“. Zu Gast in „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Spannring über ihr gesellschaftskritisch geprägtes wissenschaftliches Selbstverständnis im Spannungsfeld zwischen ethischen Werten und Objektivität.

Die Betrachtung von Mensch-Tier-Beziehungen aus human-, geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive nahm ihren Ausgang im anglophonen Raum und entwickelte sich parallel zur Tierrechtsbewegung. Die interdisziplinären Human-Animal Studies plädieren für eine neue Konzeptionalisierung des Blickes auf Tiere als Lebewesen mit eigenen Erfahrungen, Gefühlen und Interessen. Reingard Spannring interessiert sich für gesellschaftliche Ambivalenzen zwischen empathischer Haustierhaltung und Massentierhaltung und arbeitet vor diesem Hintergrund an pädagogischen Konzepten.

Links:

Human-Animal Studies: Rückblick Konferenz 2014

Buch: Disziplinierte Tiere?

Reingard Spannring

Universitäre Interessensgemeinschaft für Tierrechte
1 Minute
„Phytomyxea“ lautet die Bezeichnung für jene Gruppe von Parasiten, die die Mikrobiologin Sigrid Neuhauser besonders interessiert. Sie benötigen lebende Wirte wie Pflanzen oder Algen, sind nur wenige tausendstel Millimeter groß und können großen Schaden anrichten. Die einzelligen Parasiten sind beispielsweise für etwa 10 Prozent des weltweiten Ernteausfalls von Kohlgewächsen verantwortlich. In „Zeit für Wissenschaft“ lässt uns Sigrid Neuhauser an ihrer Leidenschaft für Parasiten teilhaben und gibt Einblicke in eine unvorstellbare kleine Welt.

Die einzelligen Parasiten aus der Gruppe der Phytomyxea können erst seit einigen Jahren im Detail beobachtet werden. Für die Mikrobiologin weisen diese Parasiten einige erstaunliche Eigenschaften auf, die unter anderem auf ihre evolutionsbiologisch eigenständige Entwicklungsgeschichte zurückzuführen sind. Ihre Untersuchungen führt Sigrid Neuhauser auf genetischer Ebene mithilfe der Floureszenzmikroskopie durch.

Links:

Projekthomepage PhytomyxID

Institut für Mikrobiologie: Mykologie

„Kluge Winzlinge“: Beitrag im Magazin „wissenswert“

Sigrid Neuhauser auf Twitter
1 Minute
Die Begriffe „Macht“ und „Gewalt“ sind zentrale Themen in der Forschungsarbeit von Nikita Dhawan. Seit Herbst vergangenen Jahres ist die Politikwissenschaftlerin Professorin für Politische Theorie mit den Schwerpunkten Frauen- und Geschlechterforschung. In ihren breit gefächerten Interessensgebieten hat sich die Etablierung einer postkolonialen Theorie in den Sozialwissenschaften als besonders Anliegen herauskristallisiert. Nikitia Dhawan versteht sich als „antidisziplinäre“ Wissenschaftlerin.

Europäische Vorstellungen und Normen haben sich durch den Kolonialismus weltweit durchsetzen können. Eine Auseinandersetzung mit den bis in die Gegenwart reichenden Auswirkungen hat bisher allerdings kaum stattgefunden, das gilt besonders für den deutschsprachigen Raum. Über diesen Aufholbedarf und die (bislang fehlende) Rolle der Gender Studies im Postkolonialismus spricht die international erfahrene Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan in „Zeit für Wissenschaft“.

Nikita Dhawan - Institut für Politikwissenschaft
1 Minute
Auf der Erde gibt es etwa 200.000 Gletscher, deren Bestehen oder Verschwinden in engem Zusammenhang mit den Entwicklungen unseres Klimas steht, die durch den Menschen maßgeblich mitbeeinflusst werden. Für den Klimaforscher assoz. Prof. Dr. Ben Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik stehen Gletscher als „Leidtragende“ des Klimawandels im Mittelpunkt des Interesses. Mithilfe von Klima- und Gletschermodellen untersucht der Glaziologe die Entwicklung der Gletscher weltweit in Vergangenheit und Zukunft.

Im vergangenen Jahr 2014 konnte der Forscher einen eindeutigen Nachweis für den Beitrag des Menschen zum Abschmelzen der Gletscher bringen. Marzeions Forschungsergebnisse finden internationales Gehör. Ein Gespräch über den Weg von der Ozeanografie zur Glaziologie, über Abenteuer auf Forschungsschiffen und über die Frage, wie sich die Forschungsarbeit in einem Gebiet gestaltet, in der es kaum positive Nachrichten gibt.

Links:

Ben Marzeion

Institut für Meteorologie und Geophysik

Studie zur Gletscherschmelze

Studie zur Bedrohung des Weltkulturerbes
Zeit für Wissenschaft

Zeit für Wissenschaft

„Zeit für Wissenschaft“ ist eine Gesprächsreihe, in der Melanie Bartos mit WissenschaftlerInnen verschiedenster Fachrichtungen an der Uni Innsbruck über das „Was?“ und „Wie?“ ihrer Forschungsarbeit sp...