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7 Tage 1 Song Archiv

344 Episoden
7 Minuten
Im Song zum Podcast geht es um eine Person, die von der unsterblichen Liebe zu einem anderen Menschen singt. Egal welche Schwierigkeiten Du im Leben durchmachst, ich werde immer da sein, egal was passiert. Wenn Du das Gefühl hast, nicht weitermachen zu können, helfe ich Dir, weiterzumachen. Falls es Dir schwerfällt, einer Person, die Du liebst, zu sagen, was Du für sie empfindest, dann lass sie dieses Lied hören. Sade ist im Lied eine Partnerin, die da ist und da bleibt. Sie beschützt, sie bleibt, sie wärmt, sie tröstet und trocknet die Tränen. Leider werden solche Bilder von starken Frauen, die die Initiative ergreifen immer noch als etwas „Außergewöhnliches“ empfunden. Viele denken, starke Frauen kann es nach Gottes Willen nicht geben, denn der Mann wurde doch als erstes geschaffen – schauen wir einmal in die Bibel.

Da stellen wir dann fest, dass der Song „By Your Side“ vieles von den biblischen Texten besser versteht als die meisten Übersetzungen, die immer noch stark von Luthers Fehlübersetzungen geprägt sind. By Your Side – jemand steht mir zur Seite, was Luther mit „Gehilfin“ übersetzt, ist in dieser Form falsch verstanden, besser könnte das hebräische „eser“ locker mit „jemand, die mir den Arsch rettet“, „eine Helferin, die mir entspricht“, übersetzt werden. Außerdem müsste „Zela“ besser mit „Seite“ übersetzt werden und zwar eine die gleich ist und nicht mit Rippe.

Die Theologin Moni Egger, wird uns in dieser Folge begleiten – sie hilft uns die Stellen richtig zu verstehen. https://www.reli.ch/fehluebersetzungen-mit-folgen-korrekturen-zur-biblischen-schoepfungsordnung/ oder auch als Radiopredigt von Moni Egger https://www.srf.ch/audio/radiopredigt/roem-kath-theologin-moni-egger-thalwil?id=12193038

Den Songtext und den Bibelvers liest Pauline.

Foto Sony Music

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9 Minuten
Im Song zu dieser Folge sitzt der amerikanische Country Star Luke Bryan an einem Pier und trinkt ein Bier und denkt dabei an seine zwei verstorbenen Geschwister. Als er die Nachricht erhielt ging er spazieren, um seine Gedanken zu ordnen und landete irgendwie an dem Pier, wo er oft mit seinen Geschwistern gesessen hatte. Es war für ihn wie mit ihnen zusammen an diesem Ort dieses Bier zu trinken.

Zusammen ein Bier trinken oder auch für sich ein Bier trinken. Einfach mal aussteigen.

Es gibt so „Prost Gott“ Momente, da sitze ich und trinke ein Bier und denke so über das Leben nach und manchmal kommt dann so ein Extra dazu. Wer Durst hat, der komme zu mir und trinke, und aus ihm werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. In diesem Moment ist es, als ob sich Jesus mit dazu setzt und sich ein Bier aufmacht, auch wenn ich ihn nicht sehe. Sein Rezept gegen unseren inneren Durst heißt nicht: Strengt euch an! Sondern: Kommen und trinken und überfließen – lass laufen!, nicht den Alkohol, aber die Tränen und die Trauer, tu dir keinen Zwang an.

Ich trinke gerne ein Kölsch und manchmal ärgere ich mich, dass es zur Zeit von Jesus kein Bier gegeben hat und Jesus nichts über Bier sagen konnte – aber es ist ja nicht verboten, sich das mal vorzustellen. Und so erzähle ich das Gleichnis vom Bier im Podcast. Jesus hat es damals in irgendeiner Eckkneipe erzählt. So geht es los: Als Jesus in die gut gefüllte Eckkneipe kam sprach er: „Ich sage euch: mit dem Glauben ist es wie mit einem frisch gezapften Glas Bier! …“ – den Rest kann man im Podcast hören.

Hier der Link zur Geschichte von Luke Bryan https://youtu.be/VceL90xkdyw

Foto @ Universal Music

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8 Minuten
Der Sänger und Gitarrist der Foo Fighters, Dave Grohl hat einmal gesagt: „In a World full of Barbies, every Girl needs a Joan Jett!“ Das war der Ausgangpunkt dieses Podcasts. Joan Jett ist das Gegenteil von einer Barbie. Sie möchte nicht einfach nur dafür da sein,  die Erwartungen von anderen zu erfüllen und brav sein. Mit 12 Jahren war Joans einziger Weihnachtswunsch eine E-Gitarre, als sie diese bekam, wurde sie in eine Instrumental-Klasse für Mädchen gesteckt, neben Mädchen mit Querflöten, Geigen und Celli, die Bach spielten, war sie etwas fehl am Platz. Als der Lehrer dann zu ihr sagte: „Girls can’t play Rock’n’Roll“, verließ sie den Unterricht. Sie sagte später in einem Interview: “Tell me I can’t do something and you’ll make sure I’m gonna be doing it” und so heißt das in Bad Reputation:

And a girl can do what she wants to do

And that's what I'm gonna do

And I don't give a damn about my bad reputation

Ilka Werner, die Superintendentin des Kirchenkreises Solingen, redet im Podcast darüber als Frau sichtbar zu sein und sichtbar zu bleiben. Die unsichtbaren gläsernen Wände zu benennen und eben auch einzureißen, wo es geht. Rocken, wie Joan Jett sagt, bedeutet eben auch, keine Angst zu haben auch mal in die Mitte zu drängen. Es ist eben noch nicht Schluss mit dem Kampf ums Gesehenwerden und dem Achten auf Sprache, bis Gleichbehandlung eine Selbstverständlichkeit darstellt. Ilka war in Bonn auf der Simone de Beauvoir Ausstellung, der Kernsatz aus Simone de Beauvoirs Buch „Das andere Geschlecht“ kam ihr da wieder in den Kopf: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ Dieser Satz ist einer der Anfänge des Ausbruchs aus dem Patriarchat, aus der „Barbie-isierung“ von Frauen. Dieser Satz befreit aus der biologischen Falle, dieser Satz hilft bei den wichtigen Veränderungen und führt so auch weiter in die Freiheit. Joan Jett sagt auch, du bist nicht als Frau auf die Welt gekommen, du bist es geworden – UND wenn du unzufrieden bis, dreh den Verstärker auf und hör mir zu:

And a girl can do what she wants to do

And that's what I'm gonna do

And I don't give a damn about my bad reputation

Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle ist noch bis zum 16.Oktober zu sehen https://www.bundeskunsthalle.de/simone-de-beauvoir.html

Den Songtext im Podcast liest Lisa

Foto Magnolia Pictures

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10 Minuten
Corona-Blues, den Blues haben wegen der ganzen Kriege auf der Welt.

Wo kann ich mit meiner Trauer und meiner Verzweiflung hin?

Der Blues war schon immer eine Musikform in der die Trauer Platz hatte, aber auch eine Musik, die die Trauer aufnehmen und sie verwandeln konnte. Die Trauer war nicht weg, aber aus der Verzweiflung über die miesen Zustände und das Leid entstanden durch die Musik Hoffnung und Mut gegen die schlimmen Zustände anzugehen.

Im Podcast spielt neben dem Musikstück der amerikanische Philosoph und Theologe Cornel West eine Rolle.

Cornel West fragt: „Was bedeutet es ein Mensch zu sein, angesichts von Leid, Übel, Katastrophen und Schmerz?“

Cornel West und Lightning Hopkins stellen die richtige Fragen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Fragen, die aber leider schon immer gestellt wurden, aber irgendwie sind vor allem die Reichen und Mächtigen wenig an Antworten interessiert. Schon der Prophet Amos rückte die Frage nach Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Also alle Zeiten beschäftigten sich Menschen schon mit der Frage: Was bedeutet es menschlich zu sein, wenn es überall auf der Welt schlimmste Formen von Ausbeutung gibt? Haben wir vielleicht zu wenig hingesehen?– Und deshalb trauen sich machthungrige Menschen jetzt noch unverschämter nach mehr Macht zu greifen, weil sie denken: die anderen sind ja doch nur mit ihrem Geld und ihrem Besitz beschäftigt, die sehen nicht nach den anderen, da kann ich machen was ich will.

In seinen Schriften stellt Cornell West das Leiden der Menschen in den Mittelpunkt. Ihm ist es wichtig die Würde aller Menschen in den Blick zu nehmen. Wenn nur die Reichen, Schönen und Mächtigen gut leben und dann auch noch die Welt nach ihren Interessen gestalten, nennt das Cornel West „die Bedrohung durch das Nichts“ – hier ist für Cornel West dann Jesus jemand ganz aktuelles – denn er ist Vorbild dafür sich gegen die Strukturen der Macht aufzulehnen sich nicht kaufen zu lassen – durch sein Verhalten stellt sich Jesus gegen die Realitäten von Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, Erniedrigung und Missachtung.

Hier gibt es einen kleinen Eindruck zu Blues und Cornel West

https://youtu.be/w-u-Cxry4Jc

Foto: Davon Music

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10 Minuten
Neben dem Song geht es in dieser Podcastfolge um den Basketballspieler Bill Russell, der Ende Juli diesen Jahres mit 88 Jahren gestorben ist. Er bezog zu seiner Zeit, unter schwierigeren Umständen, immer wieder Stellung gegen Rassismus. 1963 nahm er am legendären Marsch der Bürgerrechtler nach Washington teil und erlebte dort Martin Luther Kings „I have a Dream“-Rede. Dass Russell auch und gerade in seiner sportlichen Heimat Boston rassistisch angegangen wurde, lag auch an seiner recht eigenwilligen Mischung aus Stolz und Demut. „Ich bin kein Basketballspieler!“, betonte er wiederholt, „Basketball spielen ist bloß, was ich tue, aber nicht, was ich bin.“ Russell wollte damit deutlich machen, dass er nicht einfach auf Kommando das macht, was andere von ihm verlangen. Sehr genau machte er immer wieder auf rassistische Vorstellungen aufmerksam, insbesondere später auch als Trainer – er war der erste schwarze Trainer in der NBA, viele Menschen hielten damals PoC nicht für intelligent und strategisch genug eine Mannschaft zu trainieren – damals haben sich nicht alle Menschen gefreut als Bill Russell auch als Trainer Meister wurde. Erst kurz vor seinem Tod näherten sich die NBA und er an und er erhielt dann die Auszeichnungen, die ihm eigentlich schon lange zustanden.

Mit dem Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs habe ich über den Song und das Video „Freedom“ von Pharrell Williams gesprochen. Das Video macht deutlich, wie wichtig es ist unabhängig zu sein, aber es zeigt auch die vielfältigen Ausbeutungsstrukturen gegenüber Menschen und Umwelt in unserer Welt auf. Im Video wird Muhammad Ali gezeigt, der sich auch immer für Menschenrechte eingesetzt hatte. Von dort haben wir überlegt, ob es reicht „nur“ ein guter Sportler zu sein, um als Vorbild zu gelten.

Ausgehend von diesen Fragestellungen haben wir über das Leben von Bill Russell gearbeitet. Er ist ein leider viel zu unbekanntes Vorbild, obwohl er mehr NBA Meisterschaften gewonnen hat als Michael Jordan und Kobe Bryant zusammen. Bill Russel und der Song wollen dazu anstiften sich für Freedom einzusetzen, nicht nur für seinen eigenen, sondern auch den für alle.

Es lohnt sich einige Videos über Bill Russel anzusehen.

Die offizielle Dokumentation der NBA https://youtu.be/hidc8qac4SE

Die Auszeichnung für sein Lebenswerk der NBA 2017 https://youtu.be/11uzH-QUDxk

Barack Obama gratuliert Bill Russell https://youtu.be/WI8eL5nAamc

Bill Russell in seinen eigenen Worten https://youtu.be/cmaKo8WqdT0

Wegen rassistischen Zuständen in einer Stadt boykottiert Bill Russel ein Basketballspiel https://youtu.be/zScpGk_BQlg

Foto Kevin Murray, Sony Music

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10 Minuten
Der Song von dieser Woche war schon ein Hit auf TikTok, bevor das Lied überhaupt fertig war. Emmy Meli hatte dort 5.000 Follower und stellte den Refrain ins Netz, dann ging es Schlag auf Schlag, viele Frauen posteten dazu Bilder von sich und was sie alles schaffen. Und so hat der Song sein Ziel erreicht: Frauen Mut und Kraft zu schenken, stark zu sein und so sein zu dürfen, wie sie möchten. Der Song möchte helfen sich über Beschämungen und Rollenbilder hinwegzusetzen und zu sagen: „I am woman, I am fearless, I am sexy, I'm divine, I'm unbeatable, I'm creative, Honey, you can get in line.“

Bei Fabienne hat es eine Weile gedauert, bis sie als Frau so leben konnte, wie sie es wollte und nicht mehr versucht hat, sich in das Förmchen zu quetschen, welches ihr die Kirche oder die Gesellschaft hingelegt haben. Fabienne hat dabei dann festgestellt, dass es einfach auch ganz andere Bilder dafür gibt, wie eine Frau aussehen- und leben kann und dass sie dieses Bild auch selbst neugestalten kann.

Der Song von Emmy Meli und die Worte von Fabienne zeigen, dass ich meinen Lebensrhythmus selbst bestimmen kann – ich suche die Steine für mein Persönlichkeitsmosaik selbst zusammen und kann dabei auch immer wieder Steine austauschen. Ich kann aus ganz vielen Steinen wählen, bin ich gerade Theologin oder Bademeisterin, muss ich hart für die Sicherheit eintreten oder trösten, es gibt so viele Facetten und es wäre ja langweilig, wenn Eigenschaften einfach nur vom Geschlecht abhängen würden. „I am woman, I am fearless, I am feminine, I am masculine, I am anything I want, I'm electric, I'm bass, I'm the beat of my own drum”. Fabienne sagt in Gedanke 3: “Es geht doch darum, dass viele Menschen Freiheit erfahren, also dass sie eben nicht irgendwelchen Kategorien entsprechen müssen oder in irgendwelche Schubladen passen müssen, sondern dass wir selbst entscheiden dürfen, wie wir unser Leben oder unser Geschlecht gestalten wollen.“ Also nur Mut und haut so richtig auf eure Pauke.

Ein Impuls mit Fabienne den Podcast zu machen, war dieser Blogeintrag von ihr: https://www.reflab.ch/wie-weiblich-bin-ich/

Den Songtexte liest meine Kollegin Julia.

Foto Emmy Meli Music

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11 Minuten
Vor 20 Jahren am 30.08.2002 erschien das Album „Mensch“ von Herbert Grönemeyer. Im Podcast geht es um den Titelsong. Im Album und in diesem Song klingt Herbert Grönemeyers Verarbeitung der Ereignisse aus dem Jahr 1998 durch, in dieser Zeit waren innerhalb einer Woche seine Frau und einer seiner Brüder verstorben.

Was bedeutet Menschsein? Spielt da der Glauben eine Rolle? Grönemeyer singt vom Himmel, von der Hoffnung und von der Liebe. Der Mensch heißt Mensch, weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt.

Als Christ kann ich sagen, dass hier Herbert Grönemeyer für mich von Nachfolge singt. Es geht darum, wie wir füreinander Mensch sein können. Füreinander da zu sein und die Last des anderen zu tragen, dies passiert oft in Katastrophenfällen - einfach so - Martin erzählt in Gedanke 2 wie der Song „Mensch“ für ihn zum Soundtrack des Elbehochwassers 2002 wurde. In Gedanke 3 überlegen wir dann, welche Bedeutung der Song heute haben könnte, welche Kraft der Song gibt, mit Trauer umzugehen.

Herbert Grönemeyer singt von Dingen, die tragen, aber mitten hinein in diese Lebensenergien bricht der Schmerz: du fehlst. Du fehlst, diese Ernüchterung, das Fehlen seiner Frau, die ihm vielleicht am meisten Geborgenheit geschenkt hat. Verluste von Menschen, die wir geliebt haben, gehören zum Menschsein dazu,sie sind Bestandteil des Lebens, wie alles andere auch, eben das Unbeschwerte und Freie, das Schwärmen und Erzählen, das Lachen und miteinander auf dem Weg sein. Das alles gehört zusammen und macht Menschsein aus und am Ende eines Prozesses kann ich dann sagen „du fehlst“ aber ich kann auch sagen: „Es ist ok“.

Aaron ist Redakteur bei der Evangelischen Kirche im Rheinland und betreut dort die Social-Media-Accounts. Vorher war er als Journalist im Musikbereich tätig.

Martin hat schon bei einigen Folgen mitgemacht, er hat mit mir zusammen im Rheinland das Vikariat gemacht ist dann aber in den Osten Deutschlands gegangen. Zur Zeit ist er Gefängnisseelsorger in Berlin, Tegel.

Den Songtext liest  Kim.

Foto Antoine Melis

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11 Minuten
Haben Religion und Rausch was miteinander zu tun?

Manuel Dubach hat darüber ein Buch geschrieben „Trunkenheit im Alten Testament“, auf der Plattform RefLab konnte er im Format „Ausgeglaubt“ darüber nachdenken – „Wohnt Gott im Rausch?“ da musste ich Manuel einfach verpflichten. Und ich freue mich, dass er dabei ist und über „Cigarettes & Alcohol“ spricht. Ich bekenne, dass ich als Nichtraucher, ab dem dritten Kölsch auch gerne ein Zigarettchen rauche. Ich halte mich zwar für vernünftig, aber ich mag auch dieses Spiel mit der Unvernunft. Also:

You could wait for a lifetime

To spend your days in the sunshine

oder lieber nicht warten und einfach das Leben in der Sonne genießen.

Die breitbeinige Pose mit Bierflasche in der Hand und Zigarette im Mundwinkel ist eine interessante Option – ab wann wird das peinlich?– oder ist es ok, sich immer wieder mal auszuklinken?

Im Podcast geht es daher auch darum: Wann darf ich denn was trinken? Wer kann und darf etwas trinken? Welches Verhältnis hat das Trinken zur Gemeinschaft? Welche Gefahren hat der Alkohol?

Im Podcast bringt Manuel auf wunderbare Weise die Gallagher Brüder Noel und Liam und die biblischen Texte in einen Dialog. Vielleicht habt ihr ja Lust ein Bier aufzumachen, den Oasis Song so richtig laut zu hören und dann den Podcast. Wenn ihr anschließend dann noch einmal den Oasis Song hört, könnt ihr ja überlegen, ob ihr ein zweites Bier aufmacht, oder vielleicht doch ein Wasser trinkt.

Hier geht es zum Podcast von RefLab https://www.reflab.ch/wohnt-gott-im-rausch/

Zum Buch geht es über diesen Link https://shop.kohlhammer.de/trunkenheit-im-alten-testament-978-3-17-020765-3.html

Foto Paula Torres Rey

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8 Minuten
Diese Woche geht es um das Titelstück des 2019er Albums von Thees Uhlmann. Hier breitet Thees Uhlmann die Arme aus. Er ist bereit alle zu umarmen – er möchte Menschen mit seiner Begeisterung für die kleinen tollen Momente des normalen Lebens begeistern. Im Song bekommen alle seine Liebe und liebevolle Blicke.

Ich werde von dieser Stimmung immer gepackt und es ist einer dieser Songs, die mich auch beim 100sten Anhören noch anrühren, es ist eine Hymne gegen das Ausschließen und gegen Vorurteile, es ist ein Liebesbrief an alle die es immer wieder versuchen auch wenn es oft nicht klappt, weil die Welt fies und gemein ist.

Im Refrain singt Thees, dass er zu Besuch kommt, egal ob im Gefängnis von Stammheim oder im Bundeskanzleramt. „Besuchen“ bedeutet hier einfach: bereit sein sich zu nahe zu kommen, egal wo. Ich komme in dein Haus, wie Jesus zu Zachäus sagt oder wie Thees sagt, ich trink `ne Dose Bier mit dir. Nicht von oben herab, sondern liebevoll, offen für die Nöte der Menschen und nicht mit einem Vorwurf starten – der ja oft schnell gesellschaftlich in der Luft liegt.

In diesen Begegnungen in diesem Besuchen steckt die Hoffnung, dass sich die Welt noch ändert, dass auch, wenn die Dinge ihren Lauf nehmen, die Chance besteht, dass es doch noch gut ausgeht. Diese Hoffnung steckt auch im Vater Unser, wenn gebetet wird: „Dein Reich komme“ – das bedeutet dann eigentlich auch „die Zukunft ist ungeschrieben“ – die Zukunft ist noch frei - noch nicht besetzt, auch nicht besetzt von denen, die meinen sie können alles bestimmen, die satt, selbstsicher und selbstzufrieden auf ihrem Thron sitzen und meinen sie sind die Königin oder der König der Welt. Denen lacht Thees entgegen, na ihr mächtigen Bestimmer – eins ist sicher: „die Zukunft ist ungeschrieben, sie ist so schön vakant“.

Thees Uhlmann singt sein Lied mit den Zweifelnden und Suchenden in dieser Welt. Das macht mir Mut: Ich gebe mich nicht zufrieden, wie hier alles läuft und wie es verteilt ist. Ich schaue mit einem warmen solidarischen Blick auf die, die zu kurz kommen. Und teile mit ihnen „mein ungebrochenes Unverständnis gegenüber der Welt“ .

In Gedanke 3 darf ich ein Orginal Audio von Thees Uhlmann verwenden, welches er für SoS Humanity eingesprochen hat.

Ich beziehe mich im Podcast auf zwei Bibelstellen: Zachäus steht im 19.Kapitel des Lukasevangelium und das mit dem Herz aus Stein und Fleisch steht bei Jeremia 31,33 aber auch noch an anderen Stellen.

https://sos-humanity.org/ueber-uns/?gclid=CjwKCAjw6MKXBhA5EiwANWLODHYjuwI9yHJdZwmFwoS2m0T1DnqAYe-ZTMHQ1DjJiQMDxWzc5ctmJhoC7jIQAvD_BwE

Foto: Ingo Pertrammer

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Link zum Song: https://songwhip.com/thees-uhlmann/junkiesundscientologen

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8 Minuten
In dieser Folge geht es um die Löcher, die wir in unserem Leben empfinden. Die Welt ist nicht perfekt, sondern brüchig voller Löcher. Irgendwie fehlt etwas und The Police singen, dass etwas im Leben fehlt, dass es ein Loch in ihrem Leben gibt. Es fühlt sich an, als wäre da etwas aus ihrem Leben herausgeschnitten worden. Dieses Loch, diese Wunde macht sie so verletzlich und unheilbar krank, dass sie G*tt um Hilfe bitten: „God help me please“.

Bei der Vorstellung eines Lochs im Leben denkt Nina im Podcast an die jüdische Zimzum-Lehre. Zimzum ist ursprünglich ein Begriff der Kabbala und meint Zusammenziehung, Selbstbeschränkung oder Rückzug G*ttes vor der Erschaffung der Welt. Nina stellt sich das so vor: Bevor G*tt die Welt erschuf, war G*tt überall und alles war G*tt. Damit dann da überhaupt Raum für etwas Neues, also für die Schöpfung entstehen konnte, musste sich G*tt erst einmal zurückziehen, sich selbst begrenzen. G*tt zog sich zusammen und so entstand eine Leere, ein Loch in Gott. Und in dieses Loch hinein erschuf er die Welt.

Es ist gut, dass wir diese Leere spüren. Denn sie erinnert uns daran, dass wir erst in der Gottesbegegnung heil und ganz werden. Sting und The Police haben also recht, dass sie G*tt bitten, ihre Leere zu füllen.

In den miesen Zeiten in unserem Leben - in den Löchern, stellen wir fest – Mensch, im Loch ist ja Raum für Begegnung. Wir dürfen rufen und flehen „God help me please“

Und vielleicht erfahren wir dann etwas von dem „W“ von dem Nina spricht, welches aus dem Hole – „Loch“ ein Whole „ganz“ macht – wie zum Beispiel das „W“ in Warmherzigkeit  oder das „W“ in wir, wenn ich merke ich sitze da nicht alleine in meinem Loch, sondern da ist eine Hand, die meine Hand hält, ein Ohr, das mir wirklich zuhört, ein Auge, das mich so sieht wie ich bin.

Mit Gottes Hilfe können wir im Gebet, im Gottesdienst oder im Zusammensein mit anderen Menschen unsere Einsamkeit und Leere überwinden. Dann ist – zumindest kurz – kein hole, kein Loch mehr in unserem Leben, sondern unser Leben wird whole mit w, also ganz.

Nina ist Dekanin im evangelischen Kirchenkreis Landshut.

Foto Janette Beckman, A&M Records

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10 Minuten
Mit einem 9€ Ticket besteht ja die Möglichkeit einfach häufiger in eine Stadt in der Nähe zu fahren und sich vielleicht auch Dinge anzusehen, die abseits der ganz bekannten Sehenswürdigkeiten sind.

Mein Vorschlag ist der Friedenspark in Köln. Vom Chlodwigplatz aus, muss man ca. 10 Minuten laufen und wenn du Zeit hast, kannst du dann am Rhein entlang zurück in die Innenstadt laufen.

Eine Fahrt in den Friedenspark ist auch ein wenig wie mit dem 9€ Ticket nach New York zu fahren, denn wie im Central Park in New York gibt es dort auch einen Kreis in dem "Imagine" in der Mitte steht. Dieser Song von John Lennon, der die Vorstellung von Frieden besingt ist aber nicht das eigentlicheThema unseres Podcastes.

Das Thema des Podcasts ist der Song „Unger´m Adler“ der Bläck Fööss. Dieser Song hat aber Berührungspunkte mit dem Song Imagine, denn dort heißt es:

Et Levve, dat jeit wigger, verdeck sin nur die Spure, 

verjesse darf mer't nie. 

Doch die em Kreech jefalle für falsche Illusione, 

han nix mih dovun.

Die Bläck Fööss besingen in ihrem Lied ein anderes Denkmal im Friedenspark nämlich einen großen Bronzeadler, dieser wurde nach dem ersten Weltkrieg dort aufgestellt für die gefallenen Soldaten, allerdings noch mit dem Propaganda Gedanken „Im Felde unbesiegt“ und wegen diesen falschen Illusionen gab es dann bald wieder Krieg.

Heute hat der Adler eine andere Bedeutung und in der Ansagen zu diesem Song sagt Bläck Fööss Bassist Hanz Thodam folgendes: „Solang der Adler auf seinem Stein bleibt und nicht mehr fliegt, solange wir Menschen Konflikte nicht mit Waffen und Gewalt lösen, haben wir die Möglichkeit in Frieden und Freiheit zu leben, indem wir Toleranz gegenüber Glauben und Meinungen anderer, indem wir die Grenzen in unseren Herzen und in unseren Köpfen überwinden, um uns näherzukommen, gegenseitig versuchen zu verstehen und Mitgefühl zu entwickeln.“

Da treffen sich dann wieder die beiden Songs „Imagine“ und „Ungerm Adler“.

Et Levve, dat jeit wigger, verdeck sin nur die Spure,

verjesse darf mer't nie.

Neben den beschriebenen Denkmälern gibt es im Friedenspark noch ein Andenken an Hans Abraham Ochs, der von Hitler-Jugend Jungen mit 8 Jahren vor den Augen seiner Mutter und seines kleinen Bruders zu Tode geprügelt wurde. (Die Stolpersteine liegen am alten Wohnhaus, Trajanstraße 41 und an der Titusstraße 26 auf der Parkseite)

Es ist wichtig, dass wir wach bleiben, dass wir Mut haben gegen die Anfänge von Ausgrenzung und Machtmissbrauch vorzugehen – dafür hilft es sich auch mal auf den Weg zu machen und Orte zu besuchen, die von diesen Spuren erzählen – ich kann dabei das Lied der Black Fööss hören und den Frieden im Friedenspark genießen.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Hanz Thodam von den Bläck Fööss für diesen Podcast seine Bühnenansage zu unserem Song eingesprochen hat, außerdem wird der Songtext von seinem Bandkollegen Erry Stoklosa gelesen.

Foto: Leonie Handrick

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11 Minuten
Anne mag Mode, schon früh schlug ihr Herz für Glitzer und Fashion. Sie hat Lust daran sich zurecht zu machen.

Sie erzählt im Podcast von ihrem ersten schicken Outfit einem schwarzen Turnanzug, sie erzählt von Alicia Silverstone und Kate Moss und natürlich von Madonna. Sie erzählt aber auch von einem Klima in der Theologie und der Kirche, welches schicke Kleidung als Eskapismus zur Seite tut. Wo vor allem Männer dann Frauen sagen, wie sie aufzutreten haben.

Madonna singt in Vogue:

All you need is your own imagination

So use it that's what it's for

Go inside, for your finest inspiration

Your dreams will open the door

Und das passt auch zu Anne, denn sie hat Freude an einem guten Look – ein gelungenes Outfit ist für sie ein Kickstart in den Tag, ein Ausdruck von Vitalität, Inspiration und auch Bestandteil ihres Selbstbewusstseins. Sie fühlt sich wohl und sicher, weil eben ihre Kleidung und ihr Typ übereinstimmen.

So lernen wir mit Anne, dass Mode nicht gottlos ist. Im Gegenteil jedes Selfie, das Anne mag ist ein Dank an ihre Schöpferin und jedes Kleid, in dem sie sich gefällt, lobt G*tt, der sie wunderbar gemacht hat. Dabei ist es dann egal wie die Beine aussehen, die unter dem Rock rauskommen, denn es geht nicht um Perfektion, sondern es geht um dieses wirklich beglückende Gefühl sich in etwas zu hüllen, das einfach gefällt. Deswegen sagt Anne: „Danke Gott für die Mode, einfach mal so, das hast du wirklich gut gemacht.“

Einige Songtexte werden von Puja gelesen

Das Buch, auf das Anne hinweist: Robert Covolo – Fashion Theology

Foto: Universal Music

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9 Minuten
Der Song von Finna, will Mut machen die Körpervielfalt zu feiern. Songs wie „Overscheiß“ helfen den Weg zur Selbstliebe zu finden und leisten gerade auch mit dem provokanten Video einen Beitrag dazu, sich selbst zu mögen und Rollenklischees in Frage zu stellen.

In der Podcastfolge geht es daher um Kommentare über das Äußere. Täglich werden wir mit unheimlich vielen Bildern konfrontiert. Vieles in der Werbung funktioniert so, dass wir Bilder vorgehalten bekommen, mit der Aufforderungen diesen Bildern zu entsprechen. Und das führt dann dazu, dass wir selbst dann manchmal unabsichtlich Teil dieser Vorgaben durch die Bilder werden. Wir fangen an, Menschen ungefragt etwas zu ihrem Äußeren zu sagen. Wir meinen das manchmal gar nicht böse, aber das unreflektierte Nachplappern von Körperbildern kann ganz schön verletzen – daher gefällt es mir, dass Finna rappt – „Spar dir deine Scheißkommentare“.

Ich finde: Es sollte in jedem Kopf so eine Schranke sein – muss ich jetzt wirklich etwas über das Äußere einer Person sagen – NEIN!  - Muss ich nicht und musst du nicht. Deshalb: kommentiere NIE ungebeten den Körper eines Menschen. Der Körper ist etwas ganz Persönliches und sollte respektiert und geachtet werden als das, was er ist - ein wunderbarer Organismus, der mich leben und die Welt erfahren lässt, der das Haus meiner Seele meiner Persönlichkeit ist. Also: „Spar dir deine Scheißkommentare!“

Manche Menschen grenzen Menschen aus, nur weil diese anders aussehen, als der von der Gesellschaft vermittelte Ideal-Mensch. Julia erzählt in Gedanke 2 dieser Folge davon, wie sie es geschafft hat sich selbst zu akzeptieren, wie sie ist – denn eigentlich sollte es keine Rolle spielen welche Kleidergröße ich trage. Julia nennt diesen Weg „Selbstliebereise“.

In Gedanke 3 beleuchtet Prof. Dr. Claudia Luck Sikorski von der Gesundheitshochschule Gera unser Gerede über den Körper wissenschaftlich.

Julia Linke aus Gedanke 2 gehört zum Team der Alten Feuerwache Grevenbroich, die Kinder- Jugend- und Familienförderung betreibt.

Ein Link zu Gedanke 3

https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam/claudia-luck-sikorski/

Foto: Katja Ruge

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9 Minuten
Am 5.Juli war Tobi aus Köln auf dem Konzert der Red Hot Chili Peppers. Direkt im Anschluss an das Konzert hat er seine Gedanken zu seinem Lieblingssong der Gruppe für unseren Podcast aufgenommen.

Ein Thema des Songs ist Sehnsucht. Nach was sehne ich mich eigentlich? Am bekanntesten ist wahrscheinlich die Sehnsucht geliebt zu werden. Diese Sehnsucht begleitet uns von Beginn unseres Lebens an.

Bei der Sehnsucht gibt es zwei Gefahren: Die eine Gefahr ist, dass unser Sehnen sich zu schnell erfüllt - dann besteht die Gefahr, dass sie zur Gewohnheit, dass sie alltäglich wird, dass ich sie nicht mehr wahrnehme, dass ich sie nicht mehr zu schätzen weiß.

Die zweite Gefahr bei der Sehnsucht ist, dass sie sich nicht erfüllt, dass sie nicht erwidert wird, dass ich dieser Sehnsucht nachlaufe, ohne jemals etwas von ihrer Erfüllung zu spüren. 

Beides: die erfüllte Sehnsucht, die zur Gewohnheit wird und das Nichterfüllen unserer Sehnsucht, können uns Menschen krank machen, führen dazu, dass wir unsere Sehnsucht, das was uns lebendig macht, betäuben mit Drogen, mit Alkohol, mit zu viel Zucker und wir so vor lauter Sehnen süchtig werden.

Tobi ermuntert im Podcast sich Herzensplätze zu suchen, Haltepunkte für die aufgeregte Seele. „Take Me To The Place I Love“ - Herzensplatz bedeutet für Tobi einen Ort zu haben, an den ich mich zurückziehen kann, wo ich ganz für mich bin. Dieser Ort kann zuerst ein Ort außen sein, aber je mehr ich mich mit diesem Ort vertraut mache, desto stabiler wird dieser Ort auch in mir drin. Vielleicht kann ich ihn dann auch finden, wenn ich mich irgendwo hinsetze und ruhig werde – Tobi erzählt in Gedanke 3 wie großartig das ist, wenn ich diesen Ort immer bei mir trage, dass ich nicht einem physischen Ort, einer Landschaft, einem Platz hinterher laufen muss, sondern einen Ort in mir trage, an dem ich ganz sein kann, an dem ich bei mir sein kann – Take Me To The Place I Love.

Tobi ist bei Instagram als @stilletaucher und bei der Netzgemeinde @da_zwischen unterwegs. Sonst arbeitet er bei der Katholischen Kirche in Köln.

Foto: Clara Balzary

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16 Minuten
Diese Woche gibt es den ersten französischen Song in der 7Tage1Song Reihe. Ausgesucht hat ihn sich Paula Nowak, Studienleiterin Religionspädagogik, Schwerpunkt Mediendidaktik im Amt für kirchliche Dienste der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Es geht um einen Song von Stromae, der L´enfer, Hölle heißt, hier wird von einer Person gesprochen, die schwierige Zeiten durchlebt, dunkle Gedanken hat, Ängste die sie antreiben, Stress und Unwohlsein - all das ist die Hölle durch die er geht. Trotzdem gibt es einen Hoffnungsschimmer, denn er spricht auch davon, dass er sich nicht allein fühlt angesichts der Tatsache dass ganz viele Menschen auf der Welt ein ähnliches Gefühl haben. Diese Hoffnung ist winzig und trotzdem ist sie existent. Wir sollten daher den Mut haben selbst über diese Gefühle zu sprechen und ohne Abwertung und schnelle Tipps zuhören, wenn jemand von seinen miesen Gefühlen erzählt.

Paula Nowak findet, dass gerade durch die musikalische Unterschiedlichkeit des Arrangements im Song - durch den Wechsel von Chor und Beat Drops – ein Gefühl entsteht, nicht allein zu sein. So kann der Song allen Menschen etwas bedeuten, denn auf einmal geht es nicht nur um totale Verlassenheit und Depression, sondern es geht dann generell um mentale Gesundheit, um persönliche Krisen, die jeder Mensch haben kann. Daher kann auch jede und jeder diesen Song fühlen. Der Chor zeigt: du bist getragen, du verlierst in deiner Trauer, in deinem Gefühl versagt zu haben, nicht deine Würde – wir, als Chor, haben zwar keine Lösung für dein Problem, aber wir können dir Würde und Respekt schenken. So beginnt der Weg aus der Hölle.

Die französischen Texte werden von Manon gelesen.

Foto: Michael Ferire

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