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Auf Buchfühlung Archiv

89 Episoden
1 Stunde 29 Minuten
Unser heutiger Gast, Felicitas Hoppe, ist 1960 im niedersächsischen Hameln geboren und von dort aus in die Welt hinausgezogen. Sie studierte unter anderem in Tübingen, Oregon, Berlin und Rom, unterrichtete Deutsch als Fremdsprache und arbeitete journalistisch. Immer aber – von Hameler Kindheitstagen an – schrieb und schreibt sie literarische Texte. Seit dem Erscheinen ihres ersten Buches, Picknick der Friseure 1996, lebt Felicitas Hoppe als freie Schriftstellerin in Berlin. Sie ist vielfach mit Preisen ausgezeichnet worden – auf den „Aspekte“-Literaturpreis des ZDF für ihren Debütband folgten u. a. der Rauriser Literaturpreis, der Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau und 2012 der wohl renommierteste deutsche Literaturpreis, der Georg-Büchner-Preis. Die Liste ist lang, ebenso lang auch die der Poetikdozenturen, die sie von New Hampshire über Innsbruck, New York, Augsburg, Göttingen, Washington D. C. und Hamburg bis nach Shanghai führten. Felicitas Hoppe – zu deren literarischen Arbeiten neben bisher sechs Romanen und zahlreichen Erzählungsbänden, Berichten und Essays auch Kinderbücher gehören – ist auch abseits von Lesereisen viel unterwegs, zu ihren Stationen zählten u. a. Japan, die USA, die Ukraine, Indonesien und Südkorea. 1997 reiste sie auf einem Containerfrachtschiff um die Welt, Eindrücke dieser Reise sind in den Roman Pigafetta (1999) eingeflossen. Zuletzt erschien 2021 ihr Roman Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm in dem sie das Heldenepos neu erzählt. Veronika und Irene haben sie im Sommer in Berlin getroffen. Wir haben über Kinderliteratur als Königsdisziplin gesprochen, über Märchen und darüber, wie Felicitas Hoppe in ihrer Lieblingsfigur Pinocchio Trost findet, über den Literaturbetrieb, wie sich ihr Schreiben im Lauf der Jahre verändert hat und vieles, vieles mehr. Der Autorin danken wir ganz herzlich für das Gespräch – und Euch wünschen wir viel Spaß beim Zuhören! Die im Gespräch erwähnten Werke von Felicitas Hoppe sind alle im S. Fischer Verlag erschienen, so auch der neueste Roman, Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm aus dem Jahr 2021. In diesem Herbst ist im Grazer Droschl Verlag ein schmaler Band der „Gedankenspiele“-Reihe erschienen. Nach Clemens Setz, ebenfalls Büchner-Preisträger und ebenfalls Gast in unserem Podcast, der sich der Wahrheit gewidmet hat – umkreist Felicitas Hoppe in ihren Gedankenspielen die Sehnsucht.
1 Stunde 26 Minuten
Lauter leiwande Leseempfehlungen Ab dem dritten Mal ist es wirklich eine Tradition. Mit der letzten Folge von “Auf Buchfühlung” lassen wir einmal mehr das Podcast-Jahr Revue passieren. Nach jeder Folge, die von uns in diesem Jahr aufgenommen wurde, haben wir unsere Gesprächspartner*innen nach persönlichen Buchempfehlungen gefragt. Wir haben Sie gebeten, uns zu sagen, welche Bücher sie in diesem Jahr zu Weihnachten verschenken werden, welche Werke ihnen heuer besonders wichtig waren. Es ist wieder ein vielfältiger Empfehlungs-Kaleidoskop entstanden, das wir euch schon heute präsentieren dürfen, damit ihr noch genug Zeit habt, das eine oder andere Buch selbst weiterverschenken zu können. Wie immer sind unsere Gäste die, mit den allerbesten Empfehlungen. Natürlich haben wir auch wieder alle Bücher in einer Liste zusammengefasst, die wir Euch gerne per Mail zuschicken. Kontaktiert uns dafür einfach kurz per Mail: Unter aufbuchfuehlung@gmail.com sind wir für euch erreichbar. Unsere Gäste 2022: Lana Bastašić, Elisa Shua Dusapin, Robert Prosser, Elias Hirschl, Caca Savic, Hannah Bründl, Felix Senzenberger, Verena Gruber, Anna Rottensteiner, Verena Gollner, Veronika, Kristin Jenny, Gabriele Wild, Antje Ravik Strubel, Anna Albinus, Fabian Navarro, Marie Gamillscheg, Felicitas Hoppe
1 Stunde 9 Minuten
Menschen, Meerwalnüsse, Metamorphosen. In unserer aktuellen Folge von Auf Buchfühlung sprechen Victoria und Gerhard mit der in Graz geborenen und in Berlin wohnhaften Autorin Marie Gamillscheg über ihren aktuellen Roman “Aufruhr der Meerestiere”. Eingebettet in die Geschichte Luises, einer Meeresbiologin, die nach zahlreichen internationalen Stationen und vielen Jahren fern der Heimat zurück nach Graz kommt, entspannt sich eine Geschichte über Individualität, Rollenzuschreibungen, dem Umgang mit den eigenen Wurzeln und dem eigenen Körper. Marie Gamillschegs Prosa ist poetisch dicht. Nicht nur in den eleganten Beschreibungen der Meerwalnuss schwappt der Ozean in den Roman. Luise wird in Wellenbewegungen von einem Schauplatz zum nächsten getragen – begegnet, Sirenen, Medusen, Poseidon und seinen Nereiden – um schließlich eine andere zu sein, als die, die wir zu Beginn kennengelernt haben. Wir wollten von Marie Gamillscheg wissen, was ihre Protagonistin so ruhelos durch ihre Geschichte treibt, wie der Blick aus der Fremde auf die Heimat ist, was es mit den zahlreichen mythologischen Anspielungen aber auch der Meerwalnuss auf sich hat.
57 Minuten
Antje Rávik Strubel ist Schriftstellerin und Essayistin, deutsche Buchpreisträgerin 2021, Übersetzerin aus dem Englischen und Schwedischen, kritische Intellektuelle - und Skifahrerin (dass das Schreiben davon nicht zu trennen ist, hat sie mit ihrer 2016 bei Piper erschienenen “Gebrauchsanweisung fürs Skifahren” bewiesen). Kein Wunder also, dass sie die Einladung des Literaturhauses Innsbruck zu einer Lesung aus ihrem aktuellen Roman “Blaue Frau” (S. Fischer, 2021) in die Alpenstadt gerne angenommen hat. Die von Gabriele Wild moderierte Lesung fand am 26. April statt, tags darauf haben Veronika Schuchter und Irene Zanol die Autorin zum Gespräch getroffen. Wir haben über die Entstehung des Romans “Blaue Frau” gesprochen, über Rezeptionsschablonen, die politische Situation Europas, Identitätsentwürfe, Genderdiskurse, sexuelle Gewalt - und vieles mehr. Natürlich auch über’s Skifahren. Oder Skilaufen? Nun, alle (definitorischen) Fragen konnten wir nicht klären, aber Antje Rávik Strubel gab uns Antwort auf viele Fragen und zahlreiche spannende Denkimpulse. Diese Folge entstand in Kooperation mit dem Literaturhaus am Inn. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, hört in unsere Juni-Folge zum 25jährigen Bestehen des Literaturhauses hinein. In Zukunft wird es in unregelmäßigen Abständen weitere Gespräche mit Autor:innen in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Literaturhaus geben. Dafür ganz herzlichen Dank an das gesamte Team und einen besonderen Dank an Gabriele Wild, die ihr in dieser Folge in Einspielungen über Antje Rávik Strubel und ihr Werk hört.
59 Minuten
In unserer August-Folge widmen wir uns einem literarischen Tier und einem ganz besonderen Genre: dem Katzenkrimi. Wir haben den Autor Fabian Navarro im Wiener Café Aera zum Gespräch getroffen und mit ihm über seinen Debütroman “Miez Marple und die Kralle des Bösen” (Goldmann 2022) gesprochen. Darin macht sich die Katzendetektivin Miez Marple, die eigentlich nur mehr ein gemächlich-gemütliches Leben als Wohnungskatze führen will, nochmal an die Arbeit, denn ihr ehemaliger Assistent Kater Watson stößt bei Ermittlungen gegen die Betreiber eines Katzengras-Onlineshops auf ein fellsträubendes Verbrechen und wird schließlich sogar als Verdächtiger im Mordfall des Berufs-Youtubers Schnurrjenko von der Polizei festgehalten. Es geht u. a. um einen Katzengrasbaron, eine Festplatte mit 1500 Stunden unveröffentlichtem Katzenvideo-Material und ganz grundsätzlich auch darum, dass die Stadt vor die Hunde zu gehen droht. Höchste Zeit, dass Miez Marple sich einschaltet! Fabian hat im Gespräch mit Victoria und Irene über seine Beweggründe, einen antifaschistischen Katzenkrimi zu schreiben, berichtet, vom Wunsch, die Trennung zwischen E- und U-Literatur aufzuheben, vom Poetry Slam, digitaler Literatur und vielem anderen mehr. Außerdem wirft Veronika in einer Einspielung einen literaturwissenschaftlichen Blick auf den Tierkrimi im Allgemeinen, spürt literarischen Hunden und Katzen nach und ermittelt ein paar Besonderheiten des Genres.
55 Minuten
Anna Albinus räumt mit ihrer Novelle “Revolver Christi” gerade namhafte deutschsprachige Literaturpreise ab, etwa den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises sowie den Rauriser Literaturpreis. Sie studierte Katholische Theologie, Judaistik und Kunstgeschichte in Freiburg im Breisgau und Jerusalem und dieser wissenschaftliche Background spiegelt sich in ihrem Werk deutlich wider. Das zentrale Motiv der Novelle ist der namensgebende Revolver Christi, der von einer verbotenen christlichen Sekte verehrt wird. Die Waffe löst bei den unterschiedlichen Figuren in der Novelle die immer gleichen Handlungen aus: Wer den Revolver in die Hand nimmt, der wird früher oder später “verwundet von der Liebe Christi”. 1908 tötet sich ein junger Mann mit eben jenem Revolver. Hundert Jahre später kommt eine Frau, die eine exakte Kopie des Revolvers hat, unter mysteriösen Umständen ums Leben. Inspiriert von der Zeichnung eines Mitglieds der Wiener Schule des phantastischen Realismus begann Anna Albinus an ihrer Novelle zu schreiben. Was ihr Beweggründe waren, worum es ihr in ihrem Werk geht, was wir von ihr noch erwarten können und wie sie mit dem großen Interesse an ihrer Novelle umgeht, darüber haben wir mit Anna Albinus gesprochen.
36 Minuten
Wer schon einmal im Literaturhaus am Inn zu Gast war, kennt sie: die enge, orange ausgemalte Liftkabine des Universitätsgebäudes in der Josef-Hirn-Straße, die einen in den 10. Stock hinauf befördert. Sobald sich oben angekommen die Türe öffnet, öffnet sich ein Freiraum, ein freier Raum für die Literatur - denn hier befinden sich die Räumlichkeiten des Innsbrucker Literaturhauses - und das seit ganzen 25 Jahren. Über 1100 Veranstaltungen mit mehr als 650 Autorinnen und Autoren aus 45 Ländern: das ist die Bilanz eines viertel Jahrhunderts Literaturhaus am Inn. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass für einen Rückblick und stellen euch in dieser Kooperations-Folge eine Innsbrucker Institution vor, die aus dem österreichischen Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken ist. Zu Wort kommen neben den Autor*innen Barbara Hundegger und Christoph W. Bauer die vier Mitarbeiterinnen des aktuellen Teams: Anna Rottensteiner, die in diesem Jahr scheidende Leiterin, die gemeinsam mit Gabriele Wild für das Programm zuständig ist; Verena Gollner, macht Organisation, Homepage und Technik, Kristin Jenny ist Geschäftsführerin und Bindeglied zur freien Szene. Gestaltet wurde die Folge von Irene Zanol und Veronika Schuchter, die ihr in den Zwischenmoderationen hört. Übrigens: In Zukunft wird es in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit Autorinnen und Autoren in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Literaturhaus geben. Den Auftakt macht ein Gespräch mit Antje Rávik Strubel, der deutschen Buchpreisträgerin 2021, das ihr ab September hören könnt.
1 Stunde 6 Minuten
Wenn wir eine gut sortierte Buchhandlung betreten, haben wir das Gefühl, eine riesige Auswahl zu haben und ganz frei entscheiden zu können, was wir kaufen und lesen wollen. Doch zu diesem Zeitpunkt wurden schon viele Vorentscheidungen getroffen. Wir haben deshalb einmal nachgefragt: Wie kommt ein Buch überhaupt in den Handel? Wie und von wem wird ein Sortiment zusammengestellt? Warum herrscht ein so großes Ungleichgewicht zwischen Büchern von Autorinnen und Autoren auf dem Buchmarkt? Was können Buchhändler*innen zu mehr Diversität in den Bücherregalen der Käufer*innen beitragen? Und wie können wir unsere Lektüreauswahl bewusster treffen? Über diese und viele weitere Themen rund um‘s Bücher kaufen und verkaufen haben wir in dieser Folge mit Verena Gruber gesprochen. Sie arbeitet als Buchhändlerin in Innsbruck, seit 2019 leitet sie die Filiale der Buchhandlung Tyrolia im DEZ. Gemeinsam mit der Autorin Mareike Fallwickl, die 2021 schon bei uns im Podcast zu Gast war, hat sie auf dem Instagram-Kanal der Tyrolia das Format #frauenlesenmittyrolia gestartet. Darin legen die beiden ihren Fokus auf Bücher von Frauen und auf Bücher über Themen, die Frauen bewegen – und die auch von Männern gelesen werden sollten. Im Rahmen der Folge hört ihr einige Buchempfehlungen aus ihrem Insta-Talk vom 8. März 2022. Diese Folge ist eine finanzierte Kooperation mit der Buchhandlungskette Tyrolia, deren Innsbrucker Filiale in der Maria-Theresien-Straße heuer mit dem erstmals vergebenen undotierten Filialpreis des Österreichischen Buchhandlungspreises ausgezeichnet wurde.
16 Minuten
Am 06. April. 2022 waren wir im Café und Theater Spektakel in der Hamburgerstraße, einer der ältesten Kleinkunstbühnen Wiens, zu Gast um mit Hannah Bründl und Felix Senzenberger, zwei der aktuellen Redaktionsmitglieder der Lesereihe SEHR ERNSTE, zu sprechen. Die Lesereihe wird seit 2016 im Spektakel veranstaltet und an diesem Abend war es die 34. Ausgabe, zu der wir eingeladen waren. Literaturveranstaltungen sind endlich, endlich wieder möglich, und ja so hören sie sich an. Wir haben uns wahnsinnig gefreut, dass ja immer noch eine Einladung mit dem Team von Sehr Ernste, der bekannten Wiener Lesereihe, asugestanden ist. Nach unserem Gespräch mit Caca Savic, die am Tag unseres Gesprächs bei Sehr Ernste gelesen hat, haben wir also die Gelegenheit ergriffen, mit zwei Mitgliedern der Lesereihe zu sprechen. Es handelt sich dieses Mal um eine eher kurze Folge, dafür erfahrt ihr in den folgenden 20 Minuten alles über die Lesereihe, ihre Gäste, ihre Geschichte und darüber, wie und ob man auch eigene Texte einreichen kann. Viel Spaß bei unserem Gespräch.
43 Minuten
Wir haben Caca Savic, viele Monate nach der ersten Kontaktaufnahme, im Hotel Schani, nahe am Wiener Hauptbahnhof getroffen. Schon im letzten Jahr wollten wir sie zu uns einladen, denn 2021 hatten wir im Podcast zwei thematische Schwerpunkte, einmal war es “Zur S(pr)ache”, da haben wir über Vielsprachigkeit, translinguales Schreiben, Übersetzen etc. gesprochen, das andere mal haben wir uns den “kreativen Kollektiven” gewidmet und uns in Gesprächen damit befasst, wie man das kreative Potenzial von Gemeinschaft nutzen kann. Caca wäre zu beiden Themen eine wunderbare Gesprächspartnerin gewesen, bzw. ist sie es in dieser Folge, denn mit ihr nehmen wir die Themen Vielsprachigkeit und Kollektive nochmal auf. Zu hören sind in der Folge auch Ausschnitte aus Cacas Auftritt bei der Lesereihe SEHR ERNSTE am 6. April, wo sie zusammen mit Sean Pfeiffer und Matthias Seier zu Gast war. Zu der Lesereihe selbst wird es demnächst eine eigene Folge geben, in der die beiden anderen Autoren ebenso zu hören sind wie Hannah Bründl und Felix Senzenberger stellvertretend für das Team der SEHR ERNSTEN. Caca Savic wurde nahe Wien, in Korneuburg geboren und wuchs mit mehreren Sprachen auf. Sie hat Architektur und Kunst- und Kultursoziologie studiert und veröffentlicht seit 2008 in Anthologien, Zeitschriften und Kunstkatalogen. Caca hat mehrere Arbeitsstipendien erhalten und Preise gewonnen, u. a. den Kunstpreis des Europäischen Frauenforums für Kunst und Kultur e.V. 2017. 2020 war sie Salzburger Stadtschreiberin. Sie lebt als freischaffende Lyrikerin und Ausstellungskuratorin in Berlin. “In Kooperationen mit bildenden und darstellenden Künstler*innen” so erfahren wir in der Kurzbiographie auf der Website ihres Verlags, “erforscht sie die Schnittstellen von Literatur, Bild, Körper, Raum. Daraus ergeben sich Zusammenarbeiten für Ausstellungen und Performances in Kunstvereinen, Projekträumen und Galerien.”
54 Minuten
Seit dem Rücktritt von Sebastian Kurz ist unser Gast in der Februar-Folge gefragt wie noch nie. Dabei ist er weder Politikberater, noch Kommunikationsstratege. Durch die Arbeit an seinem jüngsten Roman - “Salonfähig” - ist er aber zum Innenpolitik-Experten geworden. Es freut uns sehr, dass wir Elias Hirschl vor wenigen Wochen in der Alten Schmiede zum Gespräch begrüßen durften! Elias ist 1994 in Wien geboren und arbeitet hier als Poetry Slammer, Autor und Musiker. Sein Debütroman “Der einzige Dorfbewohner mit Telefonanschluss” erschien 2015, es folgten weitere Romane und Textsammlungen, der erste Platz bei den österreichischen Poetry Slam-Meisterschaften 2014 sowie der dritte bei den europäischen im Jahr darauf. Elias verfasste Texte für das Aktionstheater Ensemble, ist Teil des Autor*innen-Kollektivs des FM4 Comedy-Podcasts “Das Magische Auge” und Teil des Musikduos “Ein Gespenst”. 2020 erhielt er den Reinhard-Priessnitz-Preis, 2021 den AK-Literaturpreis. Mit “Salonfähig” lieferte er 2021 den satirischen Schlüsselroman der Ära Sebastian Kurz, aber auch das Portrait einer moralisch verwahrlosten, neokonservativen Politiker*innengeneration, die geprägt ist von Selbstoptimierungsstrategien, Polit-Rhetorik und der Vergötterung einer vermeintlichen Lichtgestalt. Im Podcast erzählt er von der Entstehung seines Romans und davon, was ein Computer dazu beigetragen hat, über die Recherchearbeit für “Salonfähig” und die unendlichen Qualen beim Hören des Podcasts der JVP, er berichtet von den Reaktionen auf den Roman und verrät uns nicht zuletzt auch, was seine allergrößte Angst ist. Weil Gedächtnislücken zur österreichischen Innenpolitik gehören wie “Salonfähig” in jedes gut bestückte Bücherregal, haben wir abschließend Elias’ Erinnerungsvermögen getestet. Als “Chatprotokoll” diente uns dabei sein Twitter-Account, aber hört selbst…
1 Stunde 10 Minuten
Vom 18. bis 21. November 2021 haben in Krems an der Donau zum 13. Mal die Europäischen Literaturtage stattgefunden. Das Thema des Festivals lautete in diesem Jahr “Reiserouten. Unterwegs, um frei zu sein?”, und ist, wie der künstlerische Leiter Walter Grond im Gespräch mit Auf Buchfühlung erzählt, auch aus den Erfahrungen der Lockdowns heraus entstanden. Nachdem das Festival 2020 ausschließlich virtuell über die Bühne, bzw. die Bildschirme ging, versammelten sich diesen November wieder zahlreiche renommierte Autor*innen - unter ihnen Priya Basil, Erika Fatland, Peter Frankopan, Felicitas Hoppe, Kapka Kassabova und Navid Kermani - für einige Tage in der Wachau und die Lesungen und Diskussionen konnten unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen wieder vor Publikum im Klangraum Krems Minoritenkirche stattfinden. Wir waren eingeladen, den täglichen Blog über die Literaturtage zu schreiben und unsere Eindrücke von den Veranstaltungen festzuhalten. Aber nicht nur das, wir durften auch den Bücher-Talk mit Elisa Shua Dusapin, Lana Bastašić und Robert Prosser moderieren, was uns unglaublich gefreut und Spaß gemacht hat. Den Mitschnitt des Abends präsentieren wir Euch in dieser Folge von Auf Buchfühlung. Zuvor hört ihr ein kurzes Gespräch über das Festival, über die Geschichte und Idee dahinter, das wir mit dem künstlerischen Leiter des Festivals, mit dem Schriftsteller Walter Grond geführt haben.
56 Minuten
Mit der letzten Folge von “Auf Buchfühlung” dieses Jahres lassen wir das Podcast-Jahr nochmal Revue passieren. Das ganze Jahr über haben wir unsere Gesprächspartner*innen nach persönlichen Buchempfehlungen gefragt, nach Büchern, die sie zu Weihnachten verschenken würden oder nach solchen, die ihnen persönlich wichtig sind. In der Dezember-Folge präsentieren wir Euch diese Tipps akkustisch. Ergänzend dazu haben wir alle Bücher in einer Liste zusammengefasst, die wir Euch gerne per Mail zuschicken. Kontaktiert uns dafür einfach kurz per Mail an aufbuchfuehlung@gmail.com. Auf Basis dieser Liste könnt ihr dann in die nächste Buchhandlung spazieren (dort anrufen oder digital vorbeischauen) und Buchgeschenke auswählen. Denn natürlich sind unsere Gäste die, mit den allerbesten Empfehlungen. Unsere Gäste 2021 Kaśka Bryla, Mascha Dabic, Omar Khir Alanam, Barbara Seidl, Clemens Setz, Katy Derbyshire, Daniela Strigl, Eva Schörkhuber, Martin Peichl, Raoul Eisele, Veronika Schuchter, Jana Volkmann, Victoria Strobl, Irene Zanol,
43 Minuten
Vor ziemlich genau einem Monat, im Oktober, als gemeinsame Treffen noch möglich waren, haben wir uns in der Alten Schmiede mit der Autorin, Journalistin und Übersetzerin Jana Volkmann getroffen. Die Alte Schmiede, ein Ort für künstlerische Veranstaltungen im Herzen des ersten Wiener Gemeindebezirks, ist in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Ort für unseren heutigen Gast, denn Jana hat hier nicht nur ihre ersten literarischen Veranstaltungen in Österreich besucht, sondern auch ein Jahr lang gearbeitet. Aktuell hat sich Jana jedoch ganz dem Schreiben von Prosa und Lyrik gewidmet. Zuletzt erschien 2021 ihr Gedichtband “Investitionsruinen” mit Zeichnungen von Jörn P. Budesheim im Innsbrucker Limbus Verlag. Mit dem im Vorjahr erschienener Roman “Auwald” gewann sie den Förderpreis des Bremer Literaturpreises. Als Journalistin schreibt Jana Essays und Rezensionen unter anderem für den “Freitag” und das “Tagebuch”. Neben alledem arbeitet sie an einer Dissertation darüber, wie Hotels in der jüngeren Literatur dargestellt werden. Über all das, über Perspektivwechsel, die Arbeit der Tiere, das existenzielle “Nicht-dazu-gehören” und den Literaturbetrieb haben wir mit Jana sprechen dürfen. Kleiner Spoiler: am Schluss hört ihr Jana eine Passage aus “Auwald” lesen. Wir danken dem Team der Alten Schmiede für die Möglichkeit, diese Podcastfolge dort aufnehmen zu dürfen!
1 Stunde 6 Minuten
Mit Veronika Schuchter, Stefanie Jacksch vom Verlag Kremayr & Scheriau sowie Tanja Raich vom Leykam Verlag *** Ende Februar haben wir mit der Podcast-Folge “Auf BuchFRÜHLING” auf den Literatur-Winter zurück- und auf den Frühling und Sommer vorausgeschaut. Die neue Episode unseres Podcasts folgt dem selben Prinzip. Im ersten Teil ist wie beim letzten Mal die Germanistin und Kritikerin Veronika Schuchter zu Gast und blickt mit uns auf die auf Debatten, Preise und Bücher der vergangenen Monate zurück; im zweiten Teil stellen die Verlage Kremayr & Scheriau und Leykam uns ihre Herbstprogramme vor.