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Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv

622 Episoden
6 Minuten
Der ideale Körper ist muskulös, schlank und straff. Warum eigentlich? Und was was macht dieses Ideal des Hardbodys mit unserer Gesellschaft? Darüber spricht Alev Doğan mit Philosoph Björn Vedder, der in den herrschenden Schönheitsidealen einen diskursiven Rahmen sieht, innerhalb dessen Menschen für ihre Optik  anerkannt werden – oder eben nicht. Vedder erklärt, weshalb es kein Zufall ist, dass ausgerechnet diese Form der Körper postuliert wird: Wenn sich Orientierung gebende Traditionen auflösen und Menschen sich nur noch auf sich selbst verlassen können, müssen man eben härter, widerstandsfähiger und kämpferischer – und das manifestiere sich am Körperbild. Dabei geht es Vedder nicht um plumpe Gesellschaftskritik, sondern um eine Einladung zur Selbstreflexion – denn der Philosoph selbst trainiert jeden Tag in seinem Home-Gym.

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7 Minuten
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkt besonders stark auch in die russlanddeutsche Community hinein. Insbesondere pro-russische Fake-News seien im Umlauf, der Einfluss der russischen Staatspropaganda bei vielen in Deutschland lebenden Menschen mit russischen Wurzeln immens – ein Problem, vor dem russisch-stämmige Deutsche nicht die Augen verschließen dürften, so Katharina Martin-Virolainen. Im Gespräch mit Alev Doğan konstatiert die Kulturmanagerin, dass dieser Umstand weder von der Politik noch von den betroffenen Menschen nicht ernst genug genommen werde, oft Scham und Angst, dass es Hasswellen gegen Russlanddeutsche auslösen könnte. Im Achten Tag beleuchtet Katharina Martin-Virolainen die Vielfältigkeit der deutsch-russischen Community und analysiert ihre politischen Spannungen, die seit Beginn des Kriegs zugenommen haben.

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25 Minuten
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine wirkt besonders stark auch in die russlanddeutsche Community hinein. Insbesondere pro-russische Fake-News seien im Umlauf, der Einfluss der russischen Staatspropaganda bei vielen in Deutschland lebenden Menschen mit russischen Wurzeln immens – ein Problem, vor dem russisch-stämmige Deutsche nicht die Augen verschließen dürften, so Katharina Martin-Virolainen. Im Gespräch mit Alev Doğan konstatiert die Kulturmanagerin, dass dieser Umstand weder von der Politik noch von den betroffenen Menschen nicht ernst genug genommen werde, oft Scham und Angst, dass es Hasswellen gegen Russlanddeutsche auslösen könnte. Im Achten Tag beleuchtet Katharina Martin-Virolainen die Vielfältigkeit der deutsch-russischen Community und analysiert ihre politischen Spannungen, die seit Beginn des Kriegs zugenommen haben.

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5 Minuten
Was steckt hinter der Faszination für Informatik? Die Wissenschaft von der systematischen Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen ist für die Zukunft der Daten-getriebenen Welt relevanter denn je. Prof. Elisabeth Heinemann ist Wirtschaftsinformatikerin und erklärt im Gespräch mit Alev Doğan, wie Taschenrechner funktionieren, was hinter den Nullen und Einsen steckt und weshalb es kein Feld gibt, in der die Informatik keine Rolle spielt.

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7 Minuten
Wie geht Kunst in Kriegszeiten? Hat sie gewaltvoll, eskalierend, aggressiv zu sein, auch als Dokumentations-Ort, als Schauplatz von Krieg; oder hat Kunst einen höheren Auftrag, sich nicht vorführen zu lassen, frei zu sein, souverän? Einen eigenen Blick, eine eigene Sprache zu entwickeln; die die Muster und Pläne des Krieges enttarnt, statt nach seinen Regeln zu spielen? Die Schriftstellerin Dorothea Dieckmann erzählt in diesem Achten Tag, wie es ihr damit geht, über Krieg zu schreiben, ohne Kriegstreiberin zu sein. 

Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.

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5 Minuten
Biegsam, schmiegsam und aalglatt? Mit Annalena Baerbock, Christian Lindner und Lars Klingbeil präsentiert sich die neue Bundesregierung wie ein Jungbrunnen in der Riege der deutschen Politikgeschichte. Diese „Fortysomethings“ tauft Schriftstellerin Nora Bossong, selbst 40 Jahre alt, in ihrem neuen Buch die „Geschmeidigen“. Im Gespräch mit Alev Doğan erläutert Bossong, was diese Generation ausmache, wieso die 1990er Jahre so prägend für ihre Sozialisierung waren und inwiefern angesichts aktueller Krisen wie dem Ukraine-Konflikt die Geschmeidigkeit an ihre Grenzen kommen kann – und muss.

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5 Minuten
Es klingt simpel, eingängig und geradezu schlicht: Einfach mal machen. Nicht nur überlegen, planen, hinterfragen und zerdenken, sondern ins Handeln kommen. Über den Mut zur Selbstverwirklichung spricht Alev Doğan mit der Musikerin Leslie Clio. Die 35-Jährige ist gestartet als Sängerin (I couldn’t care less) und hat mittlerweile als Songwriterin und Produzentin ihr eigenes Plattenlabel gegründet. Im Achten Tag erzählt sie von ihrem Weg zur Selbstentfaltung, die im Moment ihrer Unternehmensgründung stärker von außen bestimmt und eine Notwendigkeit war als ein intrinsisch motivierter Wunsch. Ein Gespräch über Risikoabwägung und Mut, Zweifel und Glaube.

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7 Minuten
Langeweile ist ein ambivalenter Zustand. Meist wird sie vermieden, doch als Stadium der Reiz­armut kann Langweile wie ein Signal wirken, dass uns darauf hinweist, nach neuen Impulsen zu suchen. Insofern wird Langeweile oft auch als Bedingung für Kreativität, Tatendrang und Neugier bewertet. Problematisch wird es dann, wenn der Zustand nicht mehr nur sporadisch auftritt, sondern über längere Zeiträume hinweg anhält. Mediziner Johannes Seiler hat an der Universitätsklinik Mainz einen Verhaltenstest entwickelt, der Langeweile als psychisches Problem erfasst. Mit Hilfe dieses Tests kann ermittelt werden, ob ein übersteigertes Langeweile-Empfinden vorliegt. Im Achten Tag erläutert Seiler, was sich im Gehirn abspielt, wenn wir uns langweilen, und weshalb es in unserer eigenen Hand liegt, Langeweile umzudeuten.

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4 Minuten
Innerhalb weniger Tage ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi zu der Heldenfigur unserer Zeit geworden. Mit seinem wortwörtlichen Kampf für die Freiheit seines Landes ist ein neuer, geradezu archaische Heldentyp in die europäische Postmoderne geplatzt. Was ist es, das seine Verkörperung so authentisch macht? Darüber spricht Alev Doğan mit dem vielfach preisgekrönten Bestsellerautor Martin Suter. Der Zürcher Schriftsteller vergleicht Selenskyi mit seiner Antipode, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der ihm nachmache ohne überzeugend zu sein. Ein Gespräch über Helden und Warmduscher, Bastian Schweinsteiger und James Bond und das Lachen über die Mächtigen. 

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6 Minuten
Der russische Krieg gegen die und in der Ukraine rüttelt auch uns auf. Es geht um “westliche Werte”, die Demokratie und die Freiheit. Beides extrem gefährdet in der Ukraine. Clemens Schneider, Direktor von “Prometheus, Werkstatt für die freiheitliche Szene”sagt in dieser Folge vom Achten Tag, jetzt sei die Zeit gekommen, sich wieder intensiver mit der Freiheit und ihrem Wert für uns auseinander zu setzen. 

Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.

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7 Minuten
Die russische Gesellschaft hat einen alten Traum – den Traum von Freiheit. Seit Peter dem Großen ist der russische Staat bereit, diesem Willen nach Selbstbestimmung und absoluter Freiheit, die auch über Gesetze und Regeln geht, stattzugeben – sofern politische Mitbestimmung ausgeschlossen bleibt. Ein spezieller Gesellschaftsvertrag, der die Bürgern einerseits in ein apolitisches Leben drängt, andererseits ihnen zumindest das Gefühl der Autarkie gibt. Doch hat diese Übereinkunft zwischen Staat und Bevölkerung auch dann noch Bestand, wenn sich der Alltag politisiert – etwa aktuell durch den Krieg gegen die Ukraine? Darüber spricht Alev Doğan mit Reinhard Krumm, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung im Baltikum, der für die Stiftung auch lange Jahre in Russland gelebt und gearbeitet hat. Der Anschein, dass sich die Gesellschaft widerstandslos vom Staat beherrschen lässt, sei falsch, so Krumm. In diesem Achten Tag öffnet er ein Fenster in die russische Gesellschaft und ihre Verfasstheit.

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7 Minuten
In Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wird oft von den imperialen Machtansprüchen gesprochen. Was aber bedeutet das? Stimmt es, dass der Imperialismus, dieses vermeintlich Relikte der Vergangenheit, zurückgekehrt ist? Antworten auf diese Fragen gibt der Politikwissenschaftler Prof. Herfried Münkler im Gespräch mit Alev Doğan. Münkler beschreibt, wie Russland seinen imperialen Phantomschmerz zum Imperativ erhebe, um verlorene Gebiete – wie die Ukraine – wieder zurückzuerobern. Dabei sei Russland, so Münkler, “ein hinkender Imperiums-Kandidat”, das von diesem Krieg auf lange Sicht nicht profitieren könne. Im Achten Tag stellt Münkler auch die Vorteile dar, die ein Imperium durchaus hat, erklärt, weshalb die EU ein “imperialer Akteur mit gestutzten Flügeln” sei und wagt eine Prognose auf die Entwicklung der Lage in der Ukraine.

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5 Minuten
Was steckt hinter dem menschlichen Reisetrieb? Wie reisen wir? Warum und mit welchen Folgen? Um sich möglichen Antworten auf diese Fragen anzunähern, hat die Autorin Maria Kapeller mit Psychologinnen, Nachhaltigkeitsforschern und Philosophen gesprochen. Über Ihre Erkenntnisse, über Ressourcenverschwendung, inneres Wachstum und die Reise zu sich selbst spricht sie mit Alev Doğan in dieser Folge vom Achten Tag. Das Reisen der Zukunft, so Kapeller, ist ein reflektiertes und langsames Erlebnis, von dem alle profitieren.

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6 Minuten
Wie ist es möglich, dass gesunde Ernährung für viele Menschen in Deutschland nicht bezahlbar ist, dass Mangelernährung in deutschen Kliniken und Pflegeheimen vorherrscht und Kinder sich mit Beginn der Kita an zu viel Zucker gewöhnen? Über die verheerenden Folgen einer verfehlten Ernährungspolitik spricht Alev Doğan mit dem Journalisten und Verbraucherrechts-Aktivisten Martin Rücker. In seinem Buch Ihr macht uns krank legt er Verflechtungen in Verbänden, dem Bundestag und Ministerien offen und zeigt die Auswirkungen von Ernährungsarmut und krankmachender Ernährung auf die Gesundheit der Gesamtgesellschaft. Im Achten Tag plädiert er für eine radikale Veränderung der Verbraucher- und Ernährungspolitik.

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9 Minuten
Leben und das Retten von Leben, darf nie zur Verhandlung stehen – nicht nur in Zeiten des Krieges. Aber Wann ist Leben Leben? Und wann ist es lebenswert? Medizinethikerin Christiane Woopen, ehemaliges Mitglied des Nationalen Ethikrates, spricht in diesem Achten Tag über Gesundheit, Lebensqualität und das Lebendig-Sein in all seinen Facetten. 

Auf der Suche nach einer neuen Definition des Lebens, fragt Christiane Woopen, ob wir unser Leben durch Technologien bereichern oder ersetzen wollen. Die Antworten darauf erforscht sie in ihrem Center For Life Ethics an der Universität Bonn.

Immer Freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast Reihe.

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