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Geschichte(n) hören Archiv

547 Episoden
1 Stunde 49 Minuten
Der Einfluss der Popkultur und die Auseinandersetzung mit der herrschenden Moral, waren in den 1960er Jahren Zeichen eines Wandels der Jugendkulturen - sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR. Anders als im Westen gingen die diktatorischen Regime in der DDR und den anderen Ostblockstaaten härter gegen jugendliches Aufbegehren und unangepasstes Verhalten vor. Wie haben sich Ost und West beeinflusst, worin glichen sich die Entwicklungen auf beiden Seiten der Mauer und wo lagen die Unterschiede?

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat am 4. September 2018 gemeinsam mit dem Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e.V. zur Podiumsdiskussion "Rockmusik, Rebellion und Freie Liebe - Die Jugendkulturen der 1960er-Jahre" in Berlin eingeladen.

Moderiert wurde das Gespräch von Korbinian Frenzel vom Deutschlandfunk Kultur.

Bei der vierten Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968« diskutierten:

Katja Lange-Müller, Schriftstellerin, Rainer Langhans, Mitbegründer der Kommune 1, Prof. em. Dr. Axel Schildt, Kulturhistoriker, Barbara Sichtermann, Autorin und Peter Wursch, Historiker
1 Stunde 27 Minuten
Anlässlich des Europäischen Tages des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus am 23. August gehen wir der Frage nach, wie heute mit Denkmälern und Erinnerungszeichen, in Gedenkstätten und Museen an die kommunistischen Diktaturen weltweit erinnert wird. Anna Kaminsky stellt exemplarisch einige der Erinnerungsorte vor, die in der soeben erschienenen Publikation dokumentiert sind.

Anschließend diskutieren der Botschafter der Republik Litauen, Darius Jonas Semaka, und Markus Meckel, der Vorsitzende des Stiftungsrates der Bundesstiftung, über die Erfahrungen ihrer Familien im Nationalsozialismus und Kommunismus sowie über Formen des Erinnerns in europäischer Perspektive.
1 Stunde 53 Minuten
>Die Arbeit der Treuhandanstalt wird bis heute kontrovers diskutiert. Vor allem für Ostdeutsche gilt sie als Symbol für die Schattenseiten der Wiedervereinigung. Ihr Personal verantwortete zwischen 1990 und 1994 den radikalen Umbau der DDR-Planwirtschaft in eine liberale Marktwirtschaft. Dieser Prozess ging mit erheblichen gesellschaftlichen Spannungen und politischen Konflikten einher.

Der Bochumer Historiker Marcus Böick hat mit Die Treuhand. Idee Praxis Erfahrung. 1990 bis 1994 (Göttingen: Wallstein 2018) die erste zeithistorische Untersuchung zum Personal sowie zum vielschichtigen Arbeitsauftrag der Privatisierungsbehörde vorgelegt.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur luden zu einer Diskussionsveranstaltung über die Ergebnisse der Untersuchung ins Detlev-Rohwedder-Haus ein.
1 Stunde 43 Minuten
Am 19. Juni 2018 wurde der künstlerische Nachlass von Rainer Bonar durch die Familie des Malers an das Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung übergeben. Aus diesem Anlass nahm die Veranstaltung die Rolle und die Wirkung der unangepassten Kunst in der DDR genauer in den Blick. Künstlerinnen, Journalisten und Kunsthistorikerinnen diskutierten über das Spannungsverhältnis zwischen oppositioneller und staatlicher Kunst in der DDR.
1 Stunde 22 Minuten
Die Kritiker und Gegner der sowjetischen Herrschaft in Georgien warfen Moskau vor, das Land seiner nationalen Identität beraubt zu haben. Diese Rhetorik hielt auch nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1991 an und ist in Georgien weithin verbreitet. Der Historiker Davit Jischkariani hinterfragte in seinem Vortrag diese Perspektive.
1 Stunde 42 Minuten
Die dritte Veranstaltung der Reihe »Das doppelte 1968. Hoffnung Aufbruch Protest« ging der Frage nach, welche Auswirkungen die West-Arbeit von SED und Staatssicherheit tatsächlich auf die »1968er« hatten. Dabei ging es um die Frage, wie genau die Einflussnahme erfolgte, wie ertragreich sie war und welche Langzeitfolgen sich daraus ergaben. Ideologische Konfliktlinien fanden dabei ebenso Berücksichtigung wie unterschiedliche Vorstellungs- und Erfahrungswelten der Protestierenden im Westen und der Herrschenden im Osten.
49 Minuten
Prof. Dr. Giorgi Maisuradze beschrieb in seinem Vortrag die Besonderheiten des georgischen Stalinkultes und dessen Fortwirken bis in die Gegenwart.
1 minute
Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Talking about a Revolution! Die Oktoberrevolution: Geschichte - Instrumentalisierung - Rezeption!

Im kommenden Jahr wird die Oktoberrevolution 100 Jahre her sein. Doch ist sie reine Vergangenheit? Zwar wird die Oktoberrevolution nicht mehr öffentlich zelebriert - wenn man von der Kommunistischen Partei Russlands absieht -, aber subkutan entfaltet sie eine Wirkung. Anhand der russischen Erinnerungspolitik wird Irina Scherbakowa aufzeigen, wie und warum die Oktoberrevolution auch heutzutage noch ein Thema für Russland ist.

Vortrag "Die Oktoberrevolution in der Wahrnehmung und Darstellung im heutigen Russland" von Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial Moskau). Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin).
1 Stunde 17 Minuten
Der Lubjankaplatz im Zentrum von Moskau: über Jahrzehnte der Hauptsitz des russischen Geheimdienstes. Die Lubjanka: ein Synonym für massenhafte willkürlicheVerhaftungen, Folterungen und Erschießungen. In fast jeder Familie finden sich Opfer oder Täter. Der Lubjankaplatz steht aber auch für den Beginn eines demokratischen Aufbruchs Anfang der neunziger Jahre, der die Aufarbeitung der totalitären Vergangenheit einforderte. Hier wurde das Denkmal des Gründers des ersten Geheimdienstes nach der Oktoberrevolution Felix Dserschinski gestürzt. Hier errichteten Bürgerrechtler den Solowetski-Stein, den ersten Gedenkstein für die Opfer politischer Verfolgung in der Sowjetunion.

Das Filmteam begegnet auf dem Lubjankaplatz sehr verschiedenen Menschen, deren Vergangenheit und Gegenwart mit jeweils einer bestimmten Adresse an diesem Ort verbunden sind. Die einzelnen Episoden fügen sich collageartig zu einem Porträt des Platzes zusammen. In den Stimmen der Protagonisten spiegelt sich die russische Gesellschaft gespalten in ihrem Blick auf die Vergangenheit und damit in ihrer Vorstellung von der Zukunft.
1 Stunde 32 Minuten
Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Im Westen war 1968 eine vornehmlich von der jungen Generation getragene Bewegung, welche die bestehenden Verhältnisse infrage stellte und mit Forderungen nach gesellschaftspolitischen Umbrüchen Massenproteste gegen die politische Klasse initiierte. Im Osten ist das Jahr 1968 mit der gewaltsamen Niederschlagung des »Prager Frühlings« durch sowjetische Truppen verbunden. Das Ende des »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« beendete zugleich die Hoffnungen der Menschen im gesamten Ostblock auf eine Reformierbarkeit der kommunistischen Diktaturen. Die Gleichzeitigkeit dieser unterschiedlichen Bewegungen prägte die folgenden Jahrzehnte in beiden Hemisphären Europas.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik setzten sich bei der Konferenz mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen von Ost- und Westeuropa, den transnationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 auseinander.
31 Minuten
Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik setzten sich bei der Konferenz mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen von Ost- und Westeuropa, den transnationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 auseinander.
31 Minuten
Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik setzten sich bei der Konferenz mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen von Ost- und Westeuropa, den transnationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 auseinander.
1 Stunde 3 Minuten
Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik setzten sich bei der Konferenz mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen von Ost- und Westeuropa, den transnationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 auseinander.
11 Minuten
Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Politik setzten sich bei der Konferenz mit den Auswirkungen und gegenseitigen Einflüssen von Ost- und Westeuropa, den transnationalen Bezügen und systemübergreifenden Prozessen sowie dem erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 auseinander.
1 Stunde 7 Minuten
Kurz nach dem Mauerbau 1961 beginnt die filmische Langzeitdokumentation Die Kinder von Golzow. Als sie 2007 endet, haben Winfried und Barbara Junge rund 70 Kilometer bzw. über 2.570 Minuten Film erstellt. Die Kinder von Golzow dokumentieren wie kein anderes Filmprojekt den gesellschaftlichen Wandel und das Leben einer Generation - von 1961 bis 2007.

Die Filmemacher begleiten und portraitieren Menschen, die 1961 in der damaligen DDR eingeschult worden waren, und folgen ihnen auf ihren Lebenswegen, über die Friedliche Revolution hinweg in das heute vereinte Deutschland. Sie schaffen ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Deutsche Kinemathek zu den 100 bedeutendsten Streifen der deutschen Filmgeschichte zählt und national wie international immer wieder ausgestrahlt wird.

Eine der Portraitierten ist Gudrun. Als gelernte Köchin entscheidet sich die Genossin der SED früh für eine kommunalpolitische Laufbahn und arbeitet in einem Nachbardorf von Golzow bis zum Ende der DDR als Bürgermeisterin. Der Umbruch und die Wiedervereinigung Deutschlands ist für sie wie für alle ein gravierender Einschnitt in ihrem Leben.