Geschichte(n) hören Archiv
547 Episoden
1 Stunde 42 Minuten
Im 30. Jahr der deutschen Einheit wird eine Generation erwachsen, die im wiedervereinigten Deutschland geboren wurde und aufgewachsen ist. Die Frage, wie viel Einheit die „Generation Einheit“ eigentlich fühlt und lebt, ist häufig überdeckt von diversen tagespolitischen Debatten über die unterschiedlichen Erfahrungen mit der Wiedervereinigung und Transformationszeit. Dahinter stehen grundsätzliche Fragen an die heute 18- bis 30-Jährigen, auf die es sich lohnt, einen Blick zu werfen: Was prägt die „Generation Einheit”? Hat sie eine gemeinsame Geschichte? Und wie viel Einheit zeichnet die „Generation Einheit” eigentlich aus?
1 Stunde 21 Minuten
War die Treuhand wirklich eine abgeschottete Behörde, auf deren Wirken die neuen Länder kaum Einfluss hatten? Wolf-Rüdiger Knoll vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin sprach am 12.10.2020 im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“ über das ambivalente Verhältnis der Privatisierungsbehörde zur brandenburgischen Landesregierung am Beispiel des Stahlwerks in Eisenhüttenstadt.
1 Stunde 34 Minuten
Die zweite Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“ möchte die Erlebnisse von Migrantinnen und Migranten nach 30 Jahren deutscher Einheit thematisieren. Welche Bedeutung hatte die Vereinigung beider deutscher Staaten für sie? Welche Erfahrungen machten sie während des Transformationsprozesses seit Anfang der 1990er-Jahre? rbb-Moderatorin Dilek Üşük sprach am 09.10.2020 mit Ferda Ataman, Hareth Almukdad und Prof. Barbara John über die bislang wenig beachteten Perspektiven der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter im Westen sowie der Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter im Osten.
1 Stunde 19 Minuten
Die Aufgabe, das Verhältnis zwischen Carl Zeiss Jena und seinem Westpendant Carl Zeiss Oberkochen zu klären und die Unternehmen gegebenenfalls zusammenzuführen war auch sinnbildlich für die staatliche Wiedervereinigung von Bundesrepublik und DDR. Prof. Dr. André Steiner vom Leibniz Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam spach im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“ über die Interessen und Positionen der einzelnen Akteure in diesem Prozess und die daraus resultierenden Schwierigkeiten.
1 Stunde 19 Minuten
Erfolg oder Scheitern, Modernisierung oder Kolonisierung, blühende Landschaften oder Dunkeldeutschland – die Geschichte der deutschen Einheit ist auch eine Geschichte dieser kontroversen Interpretation. Darüber diskutierte die Moderatorin Anja Maier am 25. September 2020 mit Dr. Marcus Böick, Prof. Dr. Constantin Goschler und Prof. Dr. Ralph Jessen. Sie sind die Herausgeber des neuen „Jahrbuch Deutsche Einheit“.
34 Minuten
In der vierten und letzten Folge unseres Podcasts „Auf der Mauer, auf der Lauer“ hören Sie den Lesebühnenautor Micha Ebeling, der darüber erzählt, wie schwierig es in der DDR war, nicht nur gläubiger Christ zu sein, sondern auch den Dienst an der Waffe zu verweigern. „Ich wurde wie der Teufel persönlich behandelt, als ich in der NVA nur Bausoldat werden wollte“, berichtet Ebeling. Seine Texte, die er selbst als „Stasi-Poesie“ bezeichnet, bestehen aus Lyrik, Gedichten und Haikus, die mit feiner Ironie die damaligen Verhältnisse beschreiben.
1 Stunde 33 Minuten
Dr. Marcus Böick von der Ruhr-Universität Bochum spricht in einem Vortrag im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt“ über das besonders umstrittene Personal der Treuhand, welches häufig in Verbindung mit den Konflikten bei der Privatisierungspraxis der frühen 1990er-Jahre steht. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt".
1 Stunde 32 Minuten
Markus Meckel war eine der zentralen Figuren der Oppositionsbewegung in der DDR, Akteur der Friedlichen Revolution von 1989 und Gestalter des Prozesses zur deutschen Einheit. Der langjährige Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker engagiert sich bis heute aktiv für eine europäisch orientierte Erinnerungskultur und die Aufarbeitung der Diktaturen des 20. Jahrhunderts, nicht zuletzt als Ratsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Am 10. September 2020 stellte er sein Buch „Zu wandeln die Zeiten“ in der Bundesstiftung Aufarbeitung vor, gemeinsam im Gespräch mit Klara Geywitz, Nikolaus Schneider und Jörg von Bilavsky.
1 Stunde 30 Minuten
In der ersten Veranstaltung userer Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit. Hoffnungen – Veränderungen – Perspektiven“ diskutierte Inforadio rbb-Moderator Harald Asel am 08.09.2020 mit Dr. Jens Schöne, Dr. Uta Bretschneider, Detlef Kurreck und Reiko Wöllert über die Transformation der ostdeutschen Landwirtschaft nach 1989/90 und über die Spuren, die die DDR im ländlichen Raum hinterlassen hat.
1 Stunde 17 Minuten
Der Religions- und Kultursoziologe Detlef Pollack spricht bei der Präsentation seines Buchs „Das unzufriedene Volk“ über die Geschichte des Protests und des Ressentiments in Ostdeutschland seit der Friedlichen Revolution und diskutiert anschließend mit Franziska Kuschel und Ulrich Mählert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
1 Stunde 21 Minuten
Dr. Eva Schäffler vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin spricht über wirtschaftliche Transformationsprozesse und Privatisierungspolitik am Beispiel der Tschechischen Republik. Kooperationen mit deutschen Unternehmen spielten dabei eine wichtige Rolle, wie der Vortrag anhand der Beispiele Škoda und Volkswagen sowie Barum und Continental zeigt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt".
25 Minuten
In Folge 3 unseres Podcasts „Auf der Mauer, auf der Lauer“ hören Sie den Lesebühnenautor Andreas „Spider“ Krenzke, der sich im Gespräch mit seinem Co-Moderator Micha Ebeling an sein Leben in der DDR erinnert und seinen Texten manchmal auch etwas hinzudichtet. In seinem ersten Text „Bau auf, bau auf“ erzählt er, wie er eigentlich den Kommunismus mitaufbauen sollte, jedoch wenig Ehrgeiz verspürte, den vorgezeichneten Lebensentwurf als staatstreuer Arbeiter zu verwirklichen. Der zweite Text „Der kleine Osten“ handelt von einem noch völlig intakten Stück der Berliner Mauer, das zu einer unglaublichen Entdeckung führte.
23 Minuten
In Folge 2 unseres Podcasts „Auf der Mauer, auf der Lauer“ hören Sie Jochen Schmidt, Mitglied der Berliner Lesebühne „Chaussee der Enthusiasten”. In seinem Text „Früher war alles besser“ beschreibt er anhand allerlei Absurditäten, was in der DDR viel schöner gewesen sein soll. In seiner zweiten Erzählung erinnert er sich an sein Fahrrad der Marke Mifa, das er zu schätzen wusste, als er es nicht mehr hatte.
1 Stunde 17 Minuten
Dr. Andreas Malycha vom Institut für Zeitgeschichte München – Berlin spricht über die Spannungen und Kontroversen zwischen der Treuhandanstalt in Berlin und der Bundesregierung in Bonn. Denn die Arbeit der Privatisierungsbehörde agierte niemals losgelöst von staatlichen und politischen Instanzen wie dem Bundesfinanzministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium oder dem Bundeskanzleramt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Die überforderte Behörde. Neue Forschungen zur Treuhandanstalt".
1 Stunde 32 Minuten
In der aktuellen Debatte um die Treuhandanstalt spielen deren Akten eine große Rolle. Immer wieder wird der umfassende und schnelle Zugang zu ihnen gefordert und die Erwartung geäußert, dass viele Fragen, die die Menschen vor allem in den ostdeutschen Ländern bis heute umtreiben, anhand der Akten endlich beantwortet werden können. Der Vortrag von Maria von Loewenich thematisiert die Struktur der schriftlichen Überlieferung zur Treuhandanstalt und die Möglichkeiten des Aktenzugangs. Er geht außerdem der Frage nach, welche Rolle die Akten im Zuge der Aufarbeitung des wirtschaftlichen Transformationsprozesses in Ostdeutschland spielen können und sollten.