Glaubensdenker Archiv
161 Episoden
23 Minuten
In dieser Folge starten Jan und Clemens mit einem ganz besonderen Muskelkater in das neue Jahr: nicht nur in den Beinen, sondern vor allem im Kopf. Ausgelöst durch Spannungen in sozialen Hilfesystemen und verhärtete Fronten in der Geschlechterdebatte, stoßen die „Glaubensdenker“ auf ein hochaktuelles Werk: „Moralspektakel“ von Philipp Hübel. Gemeinsam analysieren sie, warum Moral heute oft nur noch als Statussymbol zur Selbstdarstellung dient und wie soziale Medien uns dazu bringen, emotionale Trigger in ein rationales Gewand zu hüllen. Die Themen im Überblick: - Der Fallstrick der Identität:Warum wir uns in Schaukämpfen über Comedians und Straßennamen verlieren, während die „dicken Dinger“ wie Armut und Gewalt vernachlässigt werden. - Zeichensysteme & Trump: Wie emotionale Manipulation durch rationale Ästhetik (KI und Social Media) unsere Wahrnehmung verzerrt. - Ausblick 2026: Clemens ruft das „Jahr der Moral“ aus, während Jan als Theologe präzisiert: Es muss das Jahr der Ethik werden – das vernunftbegabte Nachdenken über unsere Prinzipien. Eine Folge für alle, die genug vom „Babygeheule“ des Online-Prangers haben und stattdessen nach einer stabilen Identität und echter Gerechtigkeit suchen. Buch "Moralspektakel": https://www.penguin.de/buecher/philipp-huebl-moralspektakel/buch/9783827501561
23 Minuten
In dieser Folge tauchen Jan und Clemens tief in die Bedeutung der Taufe Jesu ein und hinterfragen das „Vakuum“ der 30 Jahre davor. Wie wird aus einem ledigen Handwerker aus Nazareth plötzlich das „Lamm Gottes“? Die beiden diskutieren: Feministische Exegese: Warum die Taube, der Geist (Ruach) und die Weisheit eigentlich weibliche Symbole für zärtliche Liebe und Fruchtbarkeit sind. Reife statt „Fließbandreligion“: Warum es vielleicht gesund war, dass Jesus erst mit 30 Jahren seinen Auftrag annahm, während wir heute Kinder oft durch Traditionen „pressen“, bevor sie reflektieren können. Politische Sehnsucht: In einer Welt voller „Putins und Trumps“ wächst der Wunsch nach einem starken Retter. Doch das Evangelium bietet keinen „Deus Ex Machina“ mit Schwert, sondern einen normalen Menschen und die „Waffen des Lichts“. Ein „wilder Ritt“ durch Etymologie, persönliche Krisen bei der Konfirmation und die Frage, ob wir Jesus damals überhaupt geglaubt hätten.
23 Minuten
Es ist die letzte Folge des Jahres – und sie beginnt ungewohnt. Kein klassischer Jahresrückblick, sondern ein Vorausblick: auf die Burg, auf das kommende Jahr und auf die Frage, wie wir mit Zukunft umgehen. Was ist eine wahrscheinliche Zukunft? Was ist eine gewünschte Zukunft? Und was hat Glaube damit zu tun, nicht in Angst zu erstarren, sondern Gestaltungsspielräume zu nutzen? Zwischen Weltpolitik, Adventstexten aus Jesaja, Engeln mit dem Satz „Fürchtet euch nicht“ und ganz konkreten Dilemmata unseres Alltags sprechen Jan und Clemens über Hoffnung ohne Naivität, Verantwortung ohne Moralfinger – und darüber, warum Haltung der Schlüssel für jede Zukunftsgestaltung ist. Eine Folge über Angst, Ambivalenz, Glauben – und die Freiheit, sich bewusst für Hoffnung zu entscheiden.
25 Minuten
Es ist noch nicht Weihnachten, auch wenn Clemens schon fast „Stille Nacht“ anstimmen möchte – wir sind erst im dritten Advent. In dieser Folge bringt Jan einen starken Impuls von einer Begegnung mit einer Kardijn-Gemeinschaft mit: Es geht um die Kraft des Segens. Doch was bedeutet Segnen eigentlich? Jan und Clemens tauchen tief in die Wurzeln des Wortes ein: Vom lateinischen Benedicere – dem „Gutsagen“ oder „Gutheißen“ – bis zum hebräischen Berakah, dem Lobpreis für das, was uns leben lässt. Sie entdecken, dass Segen kein magischer Zauber ist, sondern ein dialogisches Geschehen, das den anderen groß sein lässt und Wachstum ermöglicht. Die beiden Glaubensdenker schlagen dabei die Brücke in die heutige Zeit: Warum ein elterlicher Segen so einfach wie „Gut, dass du da bist“ sein kann. Wie wir unsere Kommunikation auf Social Media verändern würden, wenn wir den Anspruch hätten, für andere ein Segen zu sein, statt Aggression zu verbreiten. Warum Segen auch immer ein Auftrag ist – gesellschaftlich und politisch – und was das mit Demut und persönlichen Grenzen zu tun hat. Eine Folge, die perfekt in die Adventszeit passt, um sich daran zu erinnern, wie wir einander zum Licht werden können.
25 Minuten
In dieser Episode diskutieren Jan und Clemens, wie die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz unser Leben, Arbeiten und Zusammenleben auf den Kopf stellt. Auf Basis persönlicher und gesellschaftlicher Erfahrungen beleuchten sie Themen wie den Hype-Cycle der Technologie, die wachsende Überforderung und den Begriff der „sozialen Ruhe“. Sie fragen, wie Gesellschaft, Kirche und Einzelne in Zeiten disruptiver Innovation Resilienz finden und welchen Platz Hoffnung im Wandel haben kann. Zwischen Alltagsbeispielen und biblisch-apokalyptischen Bildern geht es um die Kunst, neugierig und ruhig zu bleiben, wenn die Welt immer schneller läuft – und darüber, warum Abschalten und stille Praxis heute relevanter denn je sind.
26 Minuten
In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über die dunkle November-Stimmung, das Thema Tod und Hoffnung, neue Formen von Abschiedsritualen und die Rolle von ehrenamtlichen Beerdigungsleiterinnen. Besonders spannend wird es, als KI-Themen und digitale Beziehungen ins Spiel kommen: Was bedeutet es, wenn Menschen Künstliche Intelligenz lieben oder sogar heiraten? Welche spirituellen und gesellschaftlichen Herausforderungen entstehen dadurch? Wie bleibt der Trost, wenn traditionelle Netzwerke durch Tod reißen und Beerdigungen und digitale Begegnungen neue Möglichkeiten eröffnen? Eine Folge über die Sinnfrage angesichts der Endlichkeit, das Fehlen von Berührung – und Momente, in denen Musik und Rabenfedern Trost spenden.
24 Minuten
In dieser Folge sprechen Jan und Clemens über ein Thema, das uns alle betrifft – den Tod. Ausgangspunkt ist Allerheiligen, doch schnell geht es um tiefere Fragen: Wie wollen wir bestattet werden? Was passiert, wenn jeder selbst entscheidet, wo er liegen möchte – vielleicht sogar im eigenen Garten? Und welche Folgen hat das für die, die zurückbleiben? Ein Gespräch über neue Bestattungsgesetze, den Wandel der Trauerkultur und die Verantwortung gegenüber den Angehörigen – mit Witz, Tiefgang und einem Schuss Sarkasmus. Oder, wie Clemens sagt: „Nicht die Oma im Garten, Freunde.“
24 Minuten
Eine zufällige Begegnung auf einer Tagung wird für Jan zu einer tiefen Erfahrung von Menschlichkeit, Wärme und Liebe – jenseits von Romantik oder Familie. Im Gespräch mit Clemens fragt er sich: Wie kann eine kurze Begegnung so berühren, dass sie bleibt? Die beiden sprechen über das Selbstbestimmungsrecht, über Glaube, Resonanz und darüber, dass Liebe manchmal einfach darin liegt, den anderen wirklich wahrzunehmen.
29 Minuten
In dieser Folge tauchen wir tief ein in alte und neue „Du sollst“-Sätze: Von biblischen Geboten über gesellschaftliche Rahmen bis zur Frage, was heute wirklich hinter den Imperativen steckt. Müssen wir überhaupt noch folgen? Warum gibt es eine Sehnsucht nach klaren Anweisungen, und wie unterscheiden sich Gebot und Angebot? Eine humorvolle und tiefgründige Reise zwischen direkter Botschaft und persönlicher Freiheit — und warum vielleicht ein bisschen mehr Selbstdenken drin sein sollte.
32 Minuten
Im Gespräch nähern sich Clemens und Jan dem klassischen Vaterunser-Gebet von verschiedenen Seiten: Wie zeitgemäß ist die Sprache? Was bedeutet „Vater“ im historischen und heutigen Kontext? Sie loten aus, warum viele Menschen mit diesem Gebet hadern, wie emotionale Tiefe darin steckt und weshalb gerade junge Menschen heute verstärkt nach Orientierung und Gemeinschaft suchen. Die Folge verbindet persönliche Reflektion, kirchliche Praxis und Beobachtungen zur gesellschaftlichen Entwicklung der Jugend. Jugendliche und Ehrenamt: https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/119820/b06feba2db2c77e0bff4a24662b20c70/freiwilliges-engagement-junger-menschen-data.pdf Buchinfo & Verlinkung Das Vaterunser – Te Deum. plus: Eine zeitgemäße Auslegung des Herrengebetes Autor: Christian Kuster Verlag: Katholisches Bibelwerk Erscheinungsdatum: 16. Januar 2020 Seitenzahl: 144 Seiten ISBN: 978-3-460-23146-7
28 Minuten
Clemens bringt eine Idee mit: Von den vielen Göttern der Antike hin zum einen Gott – wie hat die Menschheit diesen Schritt vollzogen? Gemeinsam mit Jan geht es um die Faszination des Monotheismus, um spirituelle Erfahrungen, die uns an Grenzen der Ratio führen, und um die Frage, wie sich Gottesbilder bis heute wandeln. Dazu erzählt Jan berührende Geschichten von Hellsichtigkeit, Intuition und der Kraft des Heiligen Geistes. Eine Folge über das Spüren, das Vertrauen in die eigenen Wahrnehmungen – und die Gefahr, wenn Glaube in starren Fundamentalismus kippt. Bibelstelle: 1 Korinther 12,4–11
24 Minuten
Jan freut sich aufs Schützenfest, Clemens denkt über Kommunikation und gesellschaftliche Reife nach – und plötzlich stehen sie mitten in einem Gespräch über Transaktionsanalyse, Persönlichkeitsanteile und die kollektive Müdigkeit des Frontallappens. Eine Folge über Kind-Ich, Eltern-Ich und das oft vermisste Erwachsenen-Ich in Gesellschaft, Glaube und Politik. Zwischen Bierstock und Tiefenpsychologie: Warum loslassen manchmal heilsam ist – aber auch Maß braucht. **Buchtipp aus der Folge:** *Eric Berne – Spiele der Erwachsenen. Psychologie der menschlichen Beziehungen*
26 Minuten
In dieser Folge berichten Jan und Clemens von einem Gespräch, das alles auf den Kopf stellt: Zwei junge Männer behaupten, die Erde sei eine Scheibe – und meinen das ernst. Zwischen Irritation, Ratlosigkeit und tiefer Seelsorge reflektieren die beiden, wie man mit Verschwörungsglauben umgeht, ohne die menschliche Würde aus den Augen zu verlieren. Eine Folge über Weltbilder, den Schmerz der Entfremdung, professionelle Haltung und den Glauben an die Kraft des Dialogs – auch dort, wo der Graben tief scheint. Mit einem Blick auf Wissenschaft, Bibel und Gesellschaft. - Faktencheck: https://www.dlr.de/de/next/raumfahrt/spannendes/ihr-fragt-wir-antworten/warum-die-erde-eindeutig-eine-scheibe-ist
25 Minuten
„Der Mensch braucht Urlaub“ – mit diesem Satz startet eine sommerlich-leichte, zugleich tiefgehende Folge der Glaubensdenker. Jan erzählt von seiner Alpenwanderung voller Stille, Anstrengung, Gewitterdruck und spiritueller Momente. Clemens sehnt sich derweil nach seinem baldigen Urlaub im Schwarzwald. Gemeinsam erkunden sie, warum echte Auszeiten mehr sind als nur Erholung: Sie führen zu Begegnung, innerer Reinigung und sogar zu einem tieferen Glauben. Mit Themen wie: Wandern als spirituelles Ritual Körper als Resonanzraum für das Gebet Bewegung als Quelle für Toleranz Warum echte Erholung kein Luxus sein darf Eine inspirierende Folge über die Kunst, loszulassen – mit Humor, Tiefe und Sommerduft.
28 Minuten
In dieser Folge geht es um die große Frage: Wo und wann spüre ich mich am meisten? Clemens und Jan sprechen über Saunagänge, Bandproben, Beerdigungen, spirituelle Exzesse und die Schönheit der Routine. Sie fragen sich: Muss es immer der große Knall sein, um sich selbst zu fühlen – oder reicht manchmal auch der Kaffee am Fenster? Ein ehrliches, nachdenkliches und auch humorvolles Gespräch über das Menschsein zwischen Alltag und Transzendenz.