Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
7 Minuten
Zu Beginn des Romans wird „Das Fenster (…) aus den Angeln gehoben”. Schon bald ist die „Zeit“ für den Protagonisten Marty „aus den Fugen“. Marty leitet das Astronomische Institut in Wien; mit einem Kolleg*innenteam erforscht er die Schwarzen Löcher im Universum. Seine Forschungen werden weltweit anerkannt, er avanciert zu einem gefragten Redner bei Kongressen. Sein Leben dreht sich um Fragen, die das Universum aufwirft. In der Gesellschaft seiner „Sammlung fossiler Schätze und Himmelskörper“ fühlt er sich gut, „er betrachtete sie eingehend mit heimlicher Freude, wenn er allein war und ihn niemand störte“. Dieses Alleinsein mit „dem Universum“ wird durch seine Frau Marlene und seine siebzehnjährige Tochter Stella immer wieder gestört.. …
Von Monika Wolting
Von Monika Wolting
6 Minuten
Nach mehr als drei Jahrzehnten kehrt die Ich-Erzählerin des Romans Die Jahre des Maulwurfs in das Dorf ihrer Jugend zurück. Der Anlass dieser Rückkehr in die westfälische Provinz ist ein trauriger – sie fährt zur Beerdigung ihrer Kindheitsfreundin Tanja. Mit im Gepäck hat sie Herrn Klotho, einen ausgestopften Maulwurf, der Tanja einst auf Schritt und Tritt bei ihren Abenteuern begleitete, die sie in dem ansonsten eher ereignislosen Kaff anzettelte. Im Dorf angekommen, taucht die Erzählerin tief ein in die Erinnerungen an die wilde, ungezähmte Freundin, die damals scheinbar aus dem Nichts und ohne Familie im Dorf aufgetaucht war?…
Von Monika Grosche
Von Monika Grosche
12 Minuten
Malte will viel. Vor allem will er alles besser machen. Aber vielleicht ist das Präsens nicht angebracht, denn Frank Rudkoffskys Protagonist muss sich zunehmend eingestehen, an seinen eigenen Ansprüchen zu scheitern und seinem übellaunigen und gewaltbereiten Vater ähnlicher zu sein, als ihm lieb ist. Vom „durchsickernden Gift toxischer Männlichkeit“ berichte der Roman laut Klappentext und tatsächlich empfindet Malte sich ständig als „vergiftet“. Aber warum?…
Von Swen Schulte Eickholt
Von Swen Schulte Eickholt
19 Minuten
Einem Menschen zu begegnen, heißt nicht nur, einem Individuum gegenüberzustehen, sondern auch den Systemen, in die es eingebettet ist. Eines dieser Systeme ist die Kernfamilie. Und natürlich wollen Eltern nur das Beste für ihre Kinder – diesen Spruch kennen wir alle. Doch in einer immer komplexer werdenden globalisierten Welt, in der Migrationsgeschichten, Bildungsauf- und abstiege, kulturelle Unterschiede und politische Ideologien aufeinandertreffen, wird es für Eltern wie für deren Kinder immer schwieriger, wirklich einzuschätzen, was das bedeutet: das Beste. Was ist das Beste für mein Kind, wenn es in einem mir fremden Land aufwächst? Was ist das Beste für mein Kind, wenn ich nicht mehr verstehen kann, was es beruflich macht oder was der Inhalt seines Studiums ist? Was passiert in einem Kind, wenn mindestens ein Elternteil geht oder nie da war? Und wenn meine Eltern sich nichts mehr wünschen als Enkel, ich aber keinen Kinderwunsch habe, was dann? Wie finden wir wieder zueinander, wenn unsere religiösen oder politischen Einstellungen zu stark auseinandergehen? Mit Feuerbachs neuer Publikation gibt es vielleicht keine Antworten, aber ein Sammelsurium an hilfreichen Erfahrungen. …
Von Dafni Tokas
Von Dafni Tokas
10 Minuten
DAS TURBULENTESTE UND SPANNENDSTE JAHR DER WEIMARER REPUBLIK
1923 ist das Jahr der Hyperinflation, in der Angestellte die Geldscheine eines Wochenlohns mit der Schubkarre transportierten. 1923 ist das Jahr der Besetzung des Ruhrgebiets und einer heftigen Streikwelle. 1923 ist das Jahr von blutig niedergeschlagenen kommunistischen und nationalsozialistischen Aufstandsversuchen. Und es ist das Jahr radikaler Gegensätze zwischen bitterer Armut einerseits und einer orchideenhaft blühenden Unterhaltungskultur.
1923 ist in seiner Ambivalenz das Ende der Nachkriegszeit und der Auftakt zu den Goldenen Zwanzigerjahren der Weimarer Republik.
Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen.
1923 ist das Jahr der Hyperinflation, in der Angestellte die Geldscheine eines Wochenlohns mit der Schubkarre transportierten. 1923 ist das Jahr der Besetzung des Ruhrgebiets und einer heftigen Streikwelle. 1923 ist das Jahr von blutig niedergeschlagenen kommunistischen und nationalsozialistischen Aufstandsversuchen. Und es ist das Jahr radikaler Gegensätze zwischen bitterer Armut einerseits und einer orchideenhaft blühenden Unterhaltungskultur.
1923 ist in seiner Ambivalenz das Ende der Nachkriegszeit und der Auftakt zu den Goldenen Zwanzigerjahren der Weimarer Republik.
Christian Bommarius setzt das Panorama eines Jahres der Extreme durch eine Vielzahl meisterhaft erzählter Geschichten und Porträts zusammen.
4 Minuten
Sandra Hoffmann
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Frühlingserwachen”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Frühlingserwachen”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
10 Minuten
Hunger ist der wohl bekannteste Roman von Knut Hamsun (1859–1952). 1890 erschienen, hat er den dreißigjährigen Autor, der bereits in den späten 1870er-Jahren mit literarischen Werken an die Öffentlichkeit getreten war und von 1882 bis 1888 in den USA lebte, berühmt gemacht. Bis Knut Hamsun für sein Lebenswerk den Nobelpreis für Literatur bekam, vergingen nochmals dreißig Jahre. Dass der norwegische Autor aktiv für den Nationalsozialismus eintrat und nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer hohen Geldstrafe wegen Kollaboration mit den deutschen Besatzern verurteilt wurde, beeinträchtigt bis heute die Wahrnehmung seiner Werke. Doch trotz aller berechtigten Einwände gegenüber Hamsuns politischer Haltung ist Hunger ein großartiger Roman, der den Autor zum Hauptvertreter der modernen Literatur Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts machte. Und es ist ein Glück für die deutschsprachigen Leser:innen, dass der Menasse Verlag im Januar die neue Übersetzung von Ulrich Sonnenberg nach der Erstfassung von 1890 herausgegeben hat. …
Von Liliane Studer
Von Liliane Studer
23 Minuten
Jakob Wassermann wurde vergessen. Er war „einer der meistgelesenen Erzähler der Weimarer Republik“ (Marcel Reich-Ranicki). Über zwanzig Romane, zahlreiche Erzählungen, Novellen, Dramen und kulturhistorische Essays hat er hinterlassen. Thomas Mann nannte ihn einen „Weltstar des Romans“. Auch sein Bruder Heinrich schwärmte über den Schriftstellerkollegen: „Hätte es vor ihm den Roman nicht gegeben, er wäre der Mann gewesen, ihn zu erfinden“. Heute ist Wassermann nahezu vergessen, obwohl sein Ruf, die „Trägheit des Herzens“ zu überwinden, für Gerechtigkeit und Toleranz einzutreten, so aktuell wie in den 1920er Jahren ist. …
Von Manfred Orlick
Von Manfred Orlick
10 Minuten
Nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine hat der Reclam Verlag im April 2022 eine neue, von Hans-Martin Lohmann herausgegebene Ausgabe von Sigmund Freuds zuerst 1915 in der Zeitschrift Imago veröffentlichtem Aufsatz „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“ zusammen mit dem 1932 geführten und 1933 unter dem Titel Warum Krieg? . …
Von Thomas Anz
Von Thomas Anz
28 Minuten
Antike Götter werden geboren, sind aber unsterblich. Sie erreichen ein ihrem Wesen gemäßes Alter und altern dann nicht weiter; sie zeugen selbst andere Götter, Halbgötter und Helden. Fundamental anders die biblische Rede von Gott, der der ganz Andere ist. Und dennoch gibt es Berührungspunkte. Antike Götter sind fast immer personale Wesen, weit mehr als nur Manifestationen von Naturerscheinungen, und sie besitzen eine Gewalt, die alles menschliche Maß übersteigt. So waren Fremdheit und Vertrautheit, schroffe Ablehnung und versuchte Integration die Pole beim Aufeinandertreffen des frühen Christentums mit den polytheistischen Religionen des griechisch-römischen Kulturkreises. Albert von Schirnding, Schriftsteller, Literaturkritiker und Essayist aus München, gab seinem Vortrag den Titel: Postume Unsterblichkeit. Anmerkungen zum Fortleben der griechischen Götter in der deutschen Literatur von Schiller bis Thomas Mann.
Albert von Schirnding, geb. 1935, wuchs in Regensburg auf. 1951 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Nach dem Abitur studierte er – da er zugleich Schriftsteller und Lehrer werden wollte – Klassische Philologie bei Rudolf Pfeiffer in München und Walter Jens in Tübingen; einen Teil der vorlesungsfreien Zeit verbrachte er als „Feriensekretär“ bei Ernst Jünger in Wilflingen. Nach Stationen in Weiden und Ingolstadt unterrichtete er von 1965 bis 1998 am Münchner Ludwigsgymnasium. Als freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung ab 1970 engagierte er sich für eine an Humanität und Aufklärung orientierte Pädagogik und gegen eine „konservative Tendenzwende“ in der Bildungspolitik. Bekannt wurde er auch als Literaturkritiker, als Interpret griechischer Philosophie und als Autor autobiographischer Prosaskizzen, die er ab Ende der 1980er Jahre in seine Erzählbände integrierte. Von 1991 bis 2004 leitete Albert von Schirnding die Abteilung Literatur in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2004 ist er Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Als Herausgeber und Kommentator hat er Werke von Lessing und Thomas Mann bis Rainer Malkowski betreut; 2005 öffnete er die Lyrik-Anthologie Der Ewige Brunnen für zeitgenössische Texte.
Albert von Schirnding, geb. 1935, wuchs in Regensburg auf. 1951 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Nach dem Abitur studierte er – da er zugleich Schriftsteller und Lehrer werden wollte – Klassische Philologie bei Rudolf Pfeiffer in München und Walter Jens in Tübingen; einen Teil der vorlesungsfreien Zeit verbrachte er als „Feriensekretär“ bei Ernst Jünger in Wilflingen. Nach Stationen in Weiden und Ingolstadt unterrichtete er von 1965 bis 1998 am Münchner Ludwigsgymnasium. Als freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung ab 1970 engagierte er sich für eine an Humanität und Aufklärung orientierte Pädagogik und gegen eine „konservative Tendenzwende“ in der Bildungspolitik. Bekannt wurde er auch als Literaturkritiker, als Interpret griechischer Philosophie und als Autor autobiographischer Prosaskizzen, die er ab Ende der 1980er Jahre in seine Erzählbände integrierte. Von 1991 bis 2004 leitete Albert von Schirnding die Abteilung Literatur in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seit 2004 ist er Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Als Herausgeber und Kommentator hat er Werke von Lessing und Thomas Mann bis Rainer Malkowski betreut; 2005 öffnete er die Lyrik-Anthologie Der Ewige Brunnen für zeitgenössische Texte.
4 Minuten
DRAUSSEN – jeden Montag ein Stück Leben
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Land Art”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
im Literaturportal Bayern und Literatur Radio Hörbahn
DRAUSSEN – “Land Art”, gesprochen von der Autorin
In dieser wöchentlichen Kolumne schildert Sandra Hoffmann, was sie draußen, unterwegs auf dem Land und der Natur erlebt. Ob sie nun Rehe und Fasane beobachtet oder das Licht beobachtet, Kräuter sammelt, Suppen aus allem kocht, was das Hochbeet hergibt.
Vor allem aber geht es um das Draußensein selbst. In einer Gegenwart, die uns die Folgen des langen menschlichen Raubbaus an der Natur immer drastischer vor Augen führt, sind darin wesentliche gesellschaftspolitische Fragen angelegt. Sandra Hoffmann geht dem in Form einer Schule der Wahrnehmung nach: Da DRAUSSEN gibt es etwas zu sehen, zu spüren, zu holen und zu schützen und nun auch zu hören!
Sandra Hoffmann lebt nach einem Studium der Literaturwissenschaft, Mediävistik und Italianistik (M.A.) seit 2003 als freie Schriftstellerin. Seit Ende 2012 in München. Sie hat seither 6 Romane veröffentlicht, schreibt Radiofeature und Radioessays für den Bayerischen Rundfunk und den Südwestrundfunk, für den sie auch Sachbücher bespricht. Für DIE ZEIT schreibt sie v. a. Reisereportagen. Für das Literaturportal Bayern schrieb sie von 2020 – 2022 die Kolumne DRAUSSEN. Sie unterrichtet kreatives und literarisches Schreiben u. a. an der Universität Karlsruhe, dem Literaturhaus München und für die Bayerische Akademie des Schreibens, sowie für Goetheinstitute im Ausland.
Buchveröffentlichungen:
schwimmen gegen blond, eine erzählung in 52 tagen, C.H. Beck, 2002
Den Himmel zu Füßen, Roman, C.H. Beck, 2004
Liebesgut, Roman, 2008, C.H. Beck, 2008
Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist, Hanser Berlin, 2012
Paula, Hanser Berlin, 2017
Das Leben spielt hier, Roman, Hanser Jugendbuch, 2019
1 Stunde 16 Minuten
Atmosphärisch und voll düsterer Geheimnisse – ein spannender Krimi des Balkan-Spezialisten Thomas Roser. Die dunkle Vergangenheit wirft ihre Schatten auf Serbiens Hauptstadt.
Zerrissen von den Raubtieren, wird ein Toter im Bärenzwinger des Belgrader Zoos entdeckt. Der Zoodirektor und die Polizei reden von Suizid, aber daran glaubt der Großvater des Opfers nicht. Er bittet seinen Freund, den deutschen Korrespondenten Walter Kühn, in dem Fall zu recherchieren. Walter, dauerhaft in einer finanziellen Krise, übernimmt zuerst sehr zögernd. Seine Abscheu vor Waffen macht ihn im Belgrader Milieu zu einem denkbar schlechten Ermittler, doch seine Hartnäckigkeit bringt ihn voran. In der Metropole mit den düsteren Geheimnissen der Vergangenheit stellt er zu viele Fragen – und gerät auf die Abschussliste einer Miliz, die alles daransetzt, dass sein erster Fall auch sein letzter bleibt …
Dem Schreiben ist Balkan-Korrespondent Thomas Roser schon sein ganzes Leben lang verpflichtet. Als Korrespondent deutschsprachiger Tageszeitungen berichtete er seit 1995 erst aus den Benelux-Staaten und nach der Jahrtausendwende aus Polen. 2007 schlug der rastlose Grenzgänger seine Zelte im serbischen Belgrad auf. Nach einer Veröffentlichung seiner Alltagskolumnen »Post vom Balkanspion« in 2017 tritt er mit »Der Tote im Bärenzwinger« erstmals als Krimi-Autor in Erscheinung.
Zerrissen von den Raubtieren, wird ein Toter im Bärenzwinger des Belgrader Zoos entdeckt. Der Zoodirektor und die Polizei reden von Suizid, aber daran glaubt der Großvater des Opfers nicht. Er bittet seinen Freund, den deutschen Korrespondenten Walter Kühn, in dem Fall zu recherchieren. Walter, dauerhaft in einer finanziellen Krise, übernimmt zuerst sehr zögernd. Seine Abscheu vor Waffen macht ihn im Belgrader Milieu zu einem denkbar schlechten Ermittler, doch seine Hartnäckigkeit bringt ihn voran. In der Metropole mit den düsteren Geheimnissen der Vergangenheit stellt er zu viele Fragen – und gerät auf die Abschussliste einer Miliz, die alles daransetzt, dass sein erster Fall auch sein letzter bleibt …
Dem Schreiben ist Balkan-Korrespondent Thomas Roser schon sein ganzes Leben lang verpflichtet. Als Korrespondent deutschsprachiger Tageszeitungen berichtete er seit 1995 erst aus den Benelux-Staaten und nach der Jahrtausendwende aus Polen. 2007 schlug der rastlose Grenzgänger seine Zelte im serbischen Belgrad auf. Nach einer Veröffentlichung seiner Alltagskolumnen »Post vom Balkanspion« in 2017 tritt er mit »Der Tote im Bärenzwinger« erstmals als Krimi-Autor in Erscheinung.
8 Minuten
Ludwig Steinherr ist ein bekannter Lyriker. Er ist bekannt für seine in mehrere Sprachen übersetzten und vielfach ausgezeichneten Lyrikbände. Zu diesen gesellen sich in jüngster Zeit mehrere Prosawerke, sowie Theaterstücke. Mit Der Carolin-Papyrus ist nun seine zweite Novelle im Allitera Verlag erschienen. …
Von Leoni Buchner
Von Leoni Buchner
40 Minuten
Literatur Radio Hörbahn stellt dieses Buch in besonderer Weise vor. Können die Menschen in einer Diktatur tatsächlich glücklich an einem Badestrand liegen? Frisch verliebt durch die Straßen schlendern, in ein Café oder ins Kino gehen? Können sie ausgelassen tanzen, lachen und zufrieden sein, Fußball spielen und in den Urlaub fahren, eine Familie gründen und ihre Zukunft planen? Solche Vorstellungen scheinen auf den ersten Blick nicht zu unserem Bild vom »Dritten Reich« zu passen.
Formal ist das Buch chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 15. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 15. Dezember 2023 mit dem Dezember 1939.
Sprecher:
Steven Lundström
Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe “DAS! historisch” Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39«
Formal ist das Buch chronologisch nach den Monaten des Jahres 1923 gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 15. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 15. Dezember 2023 mit dem Dezember 1939.
Sprecher:
Steven Lundström
Dr. Tillmann Bendikowski, geb. 1965, ist Journalist und promovierter Historiker. Als Gründer und Leiter der Medienagentur Geschichte in Hamburg schreibt er Beiträge für Printmedien und Hörfunk und betreut die wissenschaftliche Realisierung von Forschungsprojekten und historischen Ausstellungen. Seit März 2020 ist er als Kommentator im NDR Fernsehen zu sehen, wo er in der Reihe “DAS! historisch” Geschichte zum Sprechen bringt. Bei C. Bertelsmann erschienen zuletzt »Ein Jahr im Mittelalter« (2019), »1870/71: Der Mythos von der deutschen Einheit« (2020) und »Hitlerwetter. Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39«
10 Minuten
Literaturkritik.de: „Mischwesen“ (Jürgen Wertheimer) hybride Gestalten der Kunst- und Kulturgeschichte – eine Rezension von Thorsten Paprotny Pointiert, sprachlich versiert und historisch kundig präsentiert Jürgen Wertheimer eine eigentümliche, auch eigenartige Menagerie aus dem Kulturleben, essayistisch geformt, platziert mitten in eine Welt, die übervoll erscheint von Identitätsdiskursen. Der Tübinger Literaturwissenschaftler lenkt die Aufmerksamkeit seiner Leserinnen und Leser auf die reichhaltige Geschichte von Kreaturen, die eine zumeist literarische Zwischenwelt bewohnen oder einen Kosmos vielgestaltiger Buntheit, der unserem Alltag ähnlich erscheint und besondere Kolorierungen verleiht. …
Von Thorsten Paprotny
Von Thorsten Paprotny