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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
11 Minuten
Great Shorties: "Wie Herr Ye Ti im Winterurlaub einen  Schneemenschen kennenlernte" – von Hans Ulrich Hirschfelder

(Hördauer 12 Min.)

In den späten 1970er Jahren stießen wir in Berlin aufeinander. Zwei junge Lyriker in der Zeit der neuen Subjektivität. Es gab Lesungen in der Galerie Bloom in Kreuzberg, im Buchhändlerkeller in Charlottenburg, in der Wolff’s Bücherei in Friedenau. Wir wurden Freunde und spürten, dass wir viele Gemeinsamkeiten hatten, trafen uns bei jedem meiner Berlin-Besuche im Shell am Savignyplatz, bis es das Shell nicht mehr gab. Und irgendwann gab es auch den wunderbaren Dichterfreund Hans Ulrich Hirschfelder nicht mehr. Er starb 2006 mit 52 Jahren an Krebs. Seine beiden eindrücklichen Gedichtbände „Orangen“ und „Weiße Nacht“ verloren sich aus dem literarischen Bewusstsein. Sein umfangreicher Nachlass schien niemanden zu interessieren. Dann der Anruf von einem anderen Hirschfelder-Freund – Wolfgang Heyder. Und wir starteten mit Cousine und Nachlass-Erbin Andrea Müller eine einjährige Reise durch das Geschriebene und nur zu einem kleinen Teil Veröffentlichte. Wir waren ihm wieder ganz nah, unterhielten uns mit ihm über die Zeit, über seine Texte und am Ende entstand ein Buch, das alles zusammenfasst, was wir für eine Veröffentlichung geeignet fanden und was uns immer noch haltbar erschien. In der Hoffnung, dass noch andere Menschen sich an den zu Unrecht Vergessenen erinnern mögen oder ihn vielleicht ganz neu entdecken wollen, zum allerersten Mal: Das Buch „Tänze zwischen Barhockern“ mit Gedichten, Prosa und einem Mini-Einakter ist gerade in der edition eY erschienen. Ein dickes, lesenswertes Buch von fast 300 Seiten! Danke, alter Freund, lieber Uli!

H. U. Hirschfelder †, ein Name, in dem der Hauch poetischer Liebe mitschwingt, war ein Teil der literarischen Landschaft Berlins in den bewegten 1980er Jahren. Seine Beiträge als Lyriker fingen das Wesen einer von Wandel und Emotionen geprägten Zeit ein. Tragischerweise war Hirschfelders Leben kurz und er hinterließ eine Fülle von Gedichten, die sowohl das Herz als auch den Geist seiner Generation ansprechen. Auch wenn er nicht mehr unter uns weilt, rufen seine Gedichte weiterhin Gefühle hervor, regen zum Nachdenken an und erinnern uns an die Schönheit und Dringlichkeit des Lebens.

Geboren in einer turbulenten Zeit, verkörpert Hirschfelders Werk den Geist des Widerstands und der Selbstreflexion, der das Berlin der 1980er Jahre prägte. Indem er sich mit Themen wie Liebe, Verlust und Identität auseinandersetzte, schuf er eine unverwechselbare Stimme. Diese Radio-Hommage soll ihn feiern und auf die Bedeutung seiner literarischen Beiträge hinweisen.

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Sprecher, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
8 Minuten
Ein Buch zur Unzeit? Lavie Tidhars Thriller „Maror“ über ein Land, das seinen Frieden sucht

(Hördauer ca. 09  Minuten)

Es gibt Bücher zur Unzeit, die gerade rechtzeitig kommen. Während der Feldzug Israels im Gaza-Streifen als Reaktion auf den Angriff der Hamas die Öffentlichkeit zu extremen Positionierungen treibt, die gegenseitigen Vorwürfe eskalieren, die eine Seite der anderen jeweils das Existenzrecht abspricht und eine Lösung des Nahostkonflikts immer unwahrscheinlicher wird, erscheint bei Suhrkamp ein Thriller des in London lebenden israelischen Autors Lavie Tidhar. Sein Thema: Israel. Sein Titel: „Maror“ – die bitteren Kräuter, die am Beginn des Festes zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten verzehrt werden.  ...

Von Walter Delabar

Den Text der Rezension finden Sie hier 

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Sprecher, Regie und Realisation Uwe Kullnick
17 Minuten
Alle Beiträge

Christoph Martin Wieland  – 1733-1813

Teil 2, Buch 4, Kapitel 4 

(Hördauer 17 Minuten)

Das Projekt

Wir haben ein besonderes Projekt gestartet, das uns in diesem Jahr begleiten wird. Gemeinsam mit vielen unserer talentierten Sprecherinnen und Sprecher haben wir das Buch "Geschichte der Abderiten" von Christoph Martin Wieland vertont. Wir sind begeistert, euch diese altgriechischen Schildbürgergeschichten in zahlreichen Folgen präsentieren zu können. Lasst euch von den faszinierenden, amüsanten Erzählungen aus vergangenen Zeiten verzaubern und taucht ein in die Welt der Abderiten die unseren Schildbürgern in nichts nachstehen; im Gegenteil. Wir wünschen euch viel Spaß beim Zuhören Staunen über den gesammelten Unsinn, den Wieland uns präsentiert!

Übrigens, man kann auch beinahe jederzeit einsteigen und jede Folge verstehen, ohne die vorherigen gehört zu haben. 

Das Buch

Die "Geschichte der Abderiten" von Christoph Martin Wieland ist ein satirischer Roman, der schon zu Lebzeiten des Autors als Abbild seiner Heimatstadt Biberach an der Riß betrachtet wurde. Möglicherweise hatte Wieland einige Charaktere aus seiner Reichsstadt vor Augen, doch in dieser Schrift werden auch menschliche Verhaltensweisen dargestellt, die zu allen Zeiten und an jedem Ort anzutreffen sind. Der formale Aufbau des Romans orientiert sich an antiken Komödienautoren und Satirikern, welche Geschichten aus dem verschrienen Abdera im klassischen Hellas verbreiteten. Christoph Martin Wieland (1733-1813) war ein deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber zur Zeit der Aufklärung. In dem Buch wird das Altertum einer Stadt namens Abdera in Thrakien behandelt, welches bis in die fabelhafte Heldenzeit zurückreicht. Ob sie ihren Namen von verschiedenen möglichen Quellen empfing oder nicht - das spielt uns keine große Rolle. Immerhin fiel die Stadt nach ihrer ersten Gründung aufgrund ihres hohen Alters zusammen. Erst Timesius von Klazomene unternahm um die Zeit der 31. Olympiade den Versuch sie wieder aufzubauen - jedoch wurden seine Früchte durch feindlich gesinnte wilde Thracier zunichte gemacht.

Christoph Martin Wieland war ein bedeutender deutscher Schriftsteller und Übersetzer des 18. Jahrhunderts. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Aufklärung und hat mit seinen Werken maßgeblich zur Entwicklung der deutschen Literatur beigetragen.

Wieland war ein äußerst vielseitiger Autor, der in verschiedenen Genres wie Roman, Drama, Essay und Lyrik tätig war. Seine Werke zeichnen sich durch eine klare Sprache und eine tiefe Humanität aus, die bis heute faszinieren.

Besonders bekannt ist Wieland für seinen Roman "Agathon", der als eines der ersten Werke der deutschen Literaturgeschichte gilt, das den Begriff des "Bildungsromans" prägte. Auch seine Übersetzungen von Werken antiker Autoren wie Homer oder Vergil sind bis heute von großer Bedeutung.

Insgesamt war Ch. M. Wieland ein herausragender Vertreter seiner Zeit, dessen Werk bis heute einen wichtigen Platz in der deutschen Literaturgeschichte einnimmt.

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Sprecher und Realisation Uwe Kullnick
12 Minuten
Rätsel des Lebens – Kolumne von Dirk Kaesler & Stefanie von Wietersheim

Dirk Kaesler & Stefanie von Wietersheim

 

(Hördauer ca. 16 Minuten)

"Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten" – von Dirk Kaesler & Stefanie von Wietersheim - Kolumne

Rätsel des Lebens. Warum, um Himmels willen, haben wir den Eindruck, dass auffallend viele in der Öffentlichkeit auftretende Wissenschaftlerinnen, Schriftstellerinnen und Musikerinnen schön sind? Also schön nach der Vorstellung von „normschön“: nicht zu dick, nicht zu runzelig, nicht zu schlampig. Stattdessen: poliert, glänzend, gestylt. Mit ebenmäßigen Gesichtszügen. Müssen sie obligatorisch schön sein in einer Welt, in der die digitale Aufmerksamkeitsökonomie sich sekundenschnell vor allem jenen Wesen zuwendet, die glatten Avataren gleichen? Und damit pekuniären Profit für alle Beteiligten im Merchandising von Kreativen abwirft? Gibt es einen verstärkten Kampf im elitären Kulturbereich zwischen Menschen mit schlanken, filtergenormten Gesichtern, der vor allem Frauen schadet, die diesen Vorgaben nicht genügen – bei allen Diskussionen über Body Positivity oder zumindest Body Neutrality? ...

Den Text der Kolumne finden Sie hier

Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984 bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts- und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft veröffentlichter Band "Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise".

2009 bis 2014 sind in "literaturkritik.de" regelmäßig seine Glossen "Abstimmungen mit  der Welt" erschienen.

Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.

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Sprecher: Matthias Pöhlmann

Aufnahme, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
1 Stunde
Kath-Akademie Archiv: „Dagmar Nick zu Gast bei Albert von Schirnding“

(Hördauer: 60 Minuten)

Dagmar Nick, geb. 1926, gehört mit Ingeborg Bachmann, Rose Ausländer und Hilde Domin zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen nach 1945. Durch die musikalische Arbeit der Eltern – der Vater war Komponist und Musikinterpret, die Mutter Konzertsängerin – kam die in Breslau geborene Dagmar Nick schon früh mit der deutschen Lyrik in Berührung. Bereits 1945 veröffentlichte die "Neue Zeitung" in München – in den letzten Kriegswochen war die Familie vor der russischen Front nach Bayern geflohen – ihr erstes Gedicht. Dem folgte 1947 mit "Märtyrer" ihr erster Lyrikband, dann schon ab den 1950er Jahren aber auch Hörspiele, Erzählungen und insbesondere Reiseberichte. Zuletzt ist 2008 ihr vielbeachteter Gedichtband "Schattengespräche" erschienen. In den zahlreichen Auszeichnungen – u.a. Joseph von Eichendorff-Preis (1966), Tukan-Preis (1981), Andreas Gryphius-Preis (1993), Jakob Wassermann-Literaturpreis (2002) und Horst-Bienek-Preis für Lyrik 2009 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste – spiegelt sich die hohe Wertschätzung gegenüber einer bemerkenswert feinsinnigen und feinfühligen Autorin, "die bei aller Leidenschaft, die aus ihren Gedichten spricht, … nicht die zur Gestikulation entnervte Geste, nicht die literarische Verrenkung" nötig hat. (Karl Krolow)

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Katholische Akademie in Bayern

Kardinal Wendel Haus

Mandlstraße 23, 80802 München

Realisation Uwe Kullnick
58 Minuten
Reportage "Jaywalking" - Galerie Ping Rodach

(Hördauer 59 Minuten)

Die Gruppenausstellung „Jaywalking" rundet unser Jahresprogramm mit einer spannenden Bandbreite von klassischer zeitgenössischer Kunst bis hin zu dadaistisch-humorvollen Arbeiten ab. Diese Ausstellung präsentiert Werke, die unsere Konsumkultur kritisch beleuchten und im Kontext der Junk Art gesellschaftliche Themen aufgreifen

Die gezeigten Arbeiten laden zur Reflexion über individuelle Freiheit, respektvolle Akzeptanz und die bedeutende Rolle der Kunst in einer sich wandelnden Gesellschaft ein

Dabei fungiert die Kunst als wichtiger Garant für demokratisches Zusammenleben und friedliches Miteinander, auch wenn sie bewusst Grenzen überschreitet und unterschiedliche Wertvorstellungen konfrontiert

Die Ausstellung „Jaywalking" unterstreicht die Wichtigkeit der künstlerischen Autonomie. Sie bietet einen Raum für kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und ermöglicht es den Künstlern, gesellschaftliche Missstände aufzudecken und Diskurse für sozialen Wandel anzustoßen

Durch die Vielfalt der präsentierten Werke wird deutlich, wie Kunst als Spiegel der Gesellschaft fungieren und gleichzeitig Werte wie Offenheit und Demokratie fördern kann

Der Titel „Jaywalking" symbolisiert das Überschreiten von Grenzen und das Hinterfragen restriktiver Maßnahmen

Die Ausstellung zeigt, wie Künstler durch ihre Arbeit kulturelle Grenzen verwischen und neue Perspektiven eröffnen. Dabei entstehen oft überraschende Verbindungen und Assoziationen, die den Betrachter zum Nachdenken anregt.

Durch die Präsentation verschiedener künstlerischer Ansätze und Themen bietet „Jaywalking" einen umfassenden Einblick in die zeitgenössische Kunstszene und ihre Rolle als kritisches Medium in der Gesellschaft.

Folgende Künstler wurden ausgestellt:

ARMIN SCHRÖTTER, GREGORY BORLEIN, STEPHAN DILL, CHENZHONG XU, NENA CERMAK, SIYOUNG KIM, GREGOR PASSENS, GERT RESINGER, TORSTEN MÜHLBACH, HIERONYMUS JOSH, ALIENFROMAUSTRALIA, MATTHIAS RODACH, RED HUEMER, NIKOLA MILOJCEVIC, LIZA MERCEDES, YOUJIN YI, ANNY WASS

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Aufzeichnung, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
3 Minuten
Piazza an der Bo "Nachbarschaft der 20 Kulturen" – eine Kolumne von Uwe Kullnick

Erleben sie ein ganzes Jahr lang, jeden Dienstag eine Geschichte von der Piazza an der Bo.

(Hördauer ca. 4 Minuten)

Willkommen in der "Piazza an der Bo", einem pulsierenden Mikrokosmos der Kulturen im Herzen einer lebendigen Stadt. In dieser wöchentlichen Kolumne begleiten Sie einen Schriftsteller auf seiner Entdeckungsreise durch die facettenreiche Welt seiner multikulturellen Nachbarschaft.

Die "Piazza an der Bo" ist ein faszinierender Schmelztiegel der Traditionen, Sprachen und Lebenswege. Mit scharfem Blick und warmherzigem Humor porträtiert der Autor die vielfältigen Charaktere, die diesen Ort zu etwas Besonderem machen.

Tauchen Sie ein in die Alltagsgeschichten von Menschen, die trotz unterschiedlicher Hintergründe Seite an Seite leben. Erleben Sie hautnah die Herausforderungen und Triumphe der Integration, die Missverständnisse und Momente des gegenseitigen Verstehens. Die Geschichten beleuchtet sensibel die Komplexität kultureller Begegnungen und zeigen, wie Toleranz und Offenheit in der Praxis gelebt werden können.

"Piazza an der Bo" ist mehr als nur das Erzählen von Geschichten - es ist eine Einladung, die Schönheit der Vielfalt aber auch die Herausforderungen der Unterschiede und Differenzen zu entdecken und zu erleben.

Uwe Kullnick, ein Wanderer zwischen Welten - Uwe Kullnick, Biologe, Autor und Weltenbummler, dessen Texte Brücken bauen zwischen Kulturen, Disziplinen und Erfahrungen. In "Piazza an der Bo" verdichtet er seine globalen Erfahrungen mit lokalen Begegnungen zu einem literarischen Kaleidoskop.

 

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Sprecher: Matthias Pöhlmann

Schnitt, Jupp Stepprath und Realisation Uwe Kullnick
6 Minuten
In poetischem Hochglanz

Richard Powers‘ enzyklopädischer Roman „Das große Spiel“ ist zwar anstrengend, aber auch überaus faszinierend

(Hördauer 06 min)

Richard Powers ist ein universal gebildeter Zeitgenosse, ein belesener Experte auf dem Gebiet der Physik, der virtuellen Welten, der Neurobiologie und der Ökologie. Dass er überdies auch eine Menge von Musik versteht, hat er in seinem Roman Der Klang der Zeit (2004) unter Beweis gestellt, der zu einem Weltbestseller wurde. Der 1957 in Illinois geborene Schriftsteller, der 2019 für seinen Roman Die Wurzeln des Lebens mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, ist mit seinem breiten Wissensspektrum stets mehr Essayist als „lupenreiner“ Romancier.

Powers befand über sich selbst: Ich wollte immer Wissenschaftler werden, zunächst Ozeanograf, später studierte ich Physik. Nach und nach bekam ich unter den Physikern Platzangst, durch ihren Reduktionismus, der eine so extreme Spezialisierung verlangt, dass jede Entscheidung für eine Sache die Entscheidung gegen Millionen andere Sachen bedeutet. Damals entpuppte sich mein altes Hobby Lesen und Schreiben als Berufung.

Von Peter Mohr

Den Text der Rezension finden Sie hier

Sprecher ist Matthias Pöhlmann

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Regie und Realisation Uwe Kullnick
9 Minuten
"Beluga im Eis" – ein Hörstück aus der Arktis von Uwe Kullnick

(Hördauer 10 Minuten)

Es gab zahlreiche Vorkommnisse, Gefahren und Erlebnisse auf meinen viele Reisen. Menschen und Tiere begegneten mir in Afrika, Asien, USA, Kanada, Süd- und Mittelamerika, Arabien, Alaska, Japan und Europa oder der Arktis. Die vielen Geschichten zu erzählen, wird den Rest meines Lebens dauern und ich freue mich darauf. Hier ist eine Geschichte aus der Kälte. Ich erzähle sie nicht gern, ging sie doch leider nicht gut aus.

Die Tiere:

Belugas, weiße Wale, eingeschlossen an  einem Atemloch im Eis, zu weit weg vom offenen Wasser um es tauchend zu erreichen.

Ein hungriger Eisbär

Uwe Kullnick ist Naturwissenschaftler.  Neben seiner biologischen Forschung, arbeitete er in der strategischen Unternehmensleitung und war Senior Manager eines internationalen Konzerns und zuständig für 150 Länder. Seine akademischen Schwerpunkte als Dr. rer. nat. sind Biologie (Zoologie), Neurophysiologie und Sexualpsychologie. Manchmal ist er ein kompromissloser Biologist, wenn ihm jemand erzählen will, wie essenziell der Erhalt einer bestimmten Froschart ist, oder er ist analytisch bis zum Bersten seiner Diskussionspartner und ihm ist obendrein nichts Sexuelles zu fremd, um ihn noch staunen zu lassen. Heute ist er freier Autor und publiziert, Bücher, Hörbücher, Essays, Erzählungen, Kurzgeschichten, Podcasts. Als Gründer und Betreiber des Literatur Radio Hörbahn produzierte er in den vergangenen Jahren rund 1800 Sendungen und erreichte damit hunderttausende Hörer.

Spezialeffekte: Jupp Stepprath, Hamburg.

Als Neurophysiologe und selbst Betroffener hat er ein vielbeachtetes Buch über das Restless Legs Syndrom geschrieben: Restless Legs - Pest in den Beinen

 

Facebook: http://facebook.com/uwe.kullnick

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Spezialeffekte: Jupp Stepprath, Hamburg,

Autor, Sprecher und Realisation: Uwe Kullnick
1 Stunde 6 Minuten
Vortrag:

Zwischen Atelier und Fußballplatz. Die Anfangsjahre des FC Bayern in Schwabing um 1900, Alexa Gattinger, Leiterin des FC Bayern Museum. Welche Verbindungen hatte der FCB bzw. seine Gründungsmitglieder zum Jugendstil?

(Hördauer 67 Minuten)

Zur Entstehung des Jugendstil in München

Die neue Kunstrichtung und -produktion vor, um und nach 1900, welche die künstlerische Moderne einleitet, die in England "Arts and Crafts" und in Frankreich "L’Art Nouveau" heisst,

erhält in Deutschland den Namen Jugendstil. Und zwar um 1897 im Zusammenhang mit der legendären Zeitschrift "Jugend", die 1896 in München vonGeorg Hirth, dem Herausgeber der "Münchner Neuesten Nachrichten", gegründet wird. Die Zeitschrift "Jugend", die sich als gegenwärtig und modern versteht,  wird zur Namensgeberin der neuen Stilrichtung. Hirth, der eine immense Rolle in der modernen Erneuerungsbewegung und für den Münchner Jugendstil spielt, lehnte sich bei dem Titel „Jugend“ für seine Zeitschrift auch an das Theaterstück „Jugend“ von Max Halbe an, mit dem Hirth eng befreundet ist.  Er versuchte auch die erstarrten Traditionen europäischer Malerei mit der Herausgabe eines „Formenschatzes“ aufzubrechen, Vorlagenbücher zur Bildung eines neuen Geschmackes und Entwicklung einer neuen Kunstrichtung. Tatsächlich ist es Georg Hirth  mitzuverdanken, dass München um 1900 allgemein als die Stadt des Jugendstils und Japonismus angesehen wurde. Nicht nur wegen der Namensgebung entwickelt sich München um 1896 zur Geburtsstadt des deutschen „Jugendstils“, sondern dies ist insbesondere zwei Münchner Künstlern  zu verdanken: Hermann Obrist und August Endell, die Anfang der 1890er nach München zugezogen sind.Seit 1896 treten sie, die auch an vorderster Front der Münchner Frauenbewegung aktiv sind, mit wegweisenden, ikonischen Werken in die Öffentlichkeit:"Alpenveilchen" heißt der Wandbehang, die revolutionäre Stickerei von Hermann Obrist, die seit Ende März 1896 alle modern gesinnten Menschen in München, Berlin und London begeistert und die bis heute als der "Der Peitschenhieb" bekannt ist.Revolutionär ist auch Endells programmatische Schrift "Um die Schönheit". In ihr rechnet er mit der Vergangenheit ab und weist einen Weg in die Moderne.

Text und Inhalt: Ingvild Richardsen, Uwe Kullnick: Gestaltung und Realisation

Text- und Dataming ist untersagt.
1 Stunde 34 Minuten
Kath-Akademie Archiv: „Jan Wagner zu Gast bei Albert von Schirnding“

(Hördauer: 95 Minuten)

Schon lange war Jan Wagner für den sommerlichen Literaturabend der Katholischen Akademie in Bayern 2015 eingeladen. Dann kam im Frühjahr des Jahres 2015 die Auszeichnung mit dem renommierten Literaturpreis der Leipziger Buchmesse für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“. Diese außergewöhnliche Ehrung – erstmals für einen Lyriker – brachte für die Akademie große Freude. Bereits das Erstlingswerk dieses 1971 in Hamburg geborenen und in Berlin lebenden Lyrikers „Probebohrungen im Himmel“ (2001) ließ aufhorchen, und alle weiteren Gedichtbände – „Guerickes Sperling“ (2004), „Australien“ (2010), „Die Eulenhasser in den Hallenhäusern“ (2012) – sorgten beim Fachpublikum für Aufsehen. Eine Fülle von Stipendien belegen dies, beispielsweise das Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo (2011) und zuletzt der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung (2014). Hinzu kommen hochkarätige Auszeichnungen wie der Kranichsteiner Literaturpreis (2011), der Eduard-Mörike-Preis (2014) und der Georg-Büchner-Preis (2017). Jan Wagner, der auch als Übersetzer englischsprachiger Lyrik und Verfasser zahlreicher Essays hervorgetreten ist, ist u.a. Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und Literatur in Mainz. Längst wird er auch international geschätzt. Gedichte von ihm sind mittlerweile in rund 30 Sprachen übersetzt. Der Erfolg ruft neuerdings sogar Kritiker auf den Plan. Wie populär dürfen Gedichte sein?

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Katholische Akademie in Bayern

Kardinal Wendel Haus

Mandlstraße 23, 80802 München

Realisation Uwe Kullnick
2 Stunden 40 Minuten
Schachnovelle

 

Die Schachnovelle ist von Stefan Zweig, die er 1941 und 1942 im brasilianischen Exil schrieb. Es ist sein letztes und zugleich bekanntestes Werk.

Nehmt euch Zeit und hört diese Geschichte als mein persönliches Weihnachtsgeschenk an. Sie handelt von so viel mehr, als nur von Schach.

(Hördauer 162 Minuten)

Allen im Folgenden aufgeführten Personen und Institutionen möchte ich ganz herzlich für Ihre Hörtreue, idelle oder praktische Unterstützung, Geduld, Toleranz, Arbeit in vielfältigster Form Vertrauen und Freundschaft danken.

In diesen 8 Jahren des Radiomachen habe ich enorm viel Schönes, Ehrliches, Offenes und Wahrhaftiges, Liebes, Hilfreiches, Rührendes, Treues und Unerwartetes erfahren.

Ich danke:

All denen, die im In- und Ausland unsere Sendungen hören, liken und abonniert haben

den Ko-operationspartnern,

allen AutorInnen,

HerausgeberInnen

Verlagen, LektorInnen, ÜbersetzerInnen

LiteraturvermittlerInnen,

dem Kulturreferat, Sozialreferat und Referat für Bildung und Sport, die mir das Pixel (Im Gasteig) unentgeltlich zur Verfügung stellen)

Bayerische Einigung, eV. (Carl H. Engleitner) die meine Veranstaltungen in Schwabing unentgeltlich ermöglichen 

meinem unermüdlichen Team in München, Halle, (Studio)Hamburg, (selbstverständlich auch denen, die nicht mehr dabei sind oder sein können)

Angelika, die mich durch gesundheitlich schwere Zeiten bis heute immer unterstützt hat und ein nicht wegzudenkender Teil des Radios ist

all denen, die seit Jahren mit mir zusammenarbeiten

all denen, die unter schwierigen persönlichen Verhältnissen bei uns auftraten

all denen, die sich bei den unterschiedlichsten Thema in meine moderierenden Hände begaben und uns zu tollen Sendungen verhalfen

all denen, die mir unverlangt Bücher, Hörspiele etc. zugesandt habe und denen ich vergessen habe persönlich zu danken, auch wenn sie im Programm keine Berücksichtigung fanden.

all denen, die mir meine vollständige Freiheit und Unabhängigkeit ermöglichen, unterstützen und dadurch ein von allen Einflüssen freien, von Anfang an ehrenamtlichen, werbefreien Radiopodcast ermöglichen.

schlussendlich all denen, die mir meine Fehler, Fettnäpfchen, Unzulänglichkeiten und meinen (hoffenlich im goetheschen Sinne Dilletantismus auf vielen Gebieten) verzeihen konnten.

Komm  doch mal zu unseren Live-Sendungen in Schwabing oder im Gasteig.

Euch allen schöne Weihnachten und ein gutes Jahr 2025. 

Sprecher, Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
59 Minuten
Finissage "Zwischen Berg und Tiefem Tal" - Ausstellung von Felix Rehfeld und Stefanie Hofer

(Hördauer 59 Minuten)

Felix Rehfelds Werke greifen das Landschaftsthema auf, sind jedoch tief in der Tradition der Malerei verwurzelt. Seine Bergmotive zeigen das Spiel zwischen Gegenstand und Abstraktion, wobei er bewusst die Grenzen der Wahrnehmung auslotet.

Stefanie Hofer widmet sich in ihren Arbeiten den von Menschen gestalteten Landschaften und elegischen Räumen. Sie thematisiert historische Landschaftsgärten und LandArt-Projekte, die die Natur und den architektonischen Raum in den Fokus rücken. Ihre filigranen Radierungen entstehen in aufwändiger Aquatinta-Technik und lenken den Blick auf das Wechselspiel von Licht und Schatten sowie auf die tieferen Verbindungen zwischen Natur, Architektur und Kulturgeschichte.

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Aufzeichnung, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
8 Minuten
"Silvesterkarpfen" – von Uwe Kullnick

(Hördauer ca. 8 min)

Uwe Kullnick ist Naturwissenschaftler.  Neben seiner biologischen Forschung, arbeitete er in der strategischen Unternehmensleitung und war Senior Manager eines internationalen Konzerns und zuständig für 150 Länder. Seine akademischen Schwerpunkte als Dr. rer. nat. sind Biologie (Zoologie), Neurophysiologie und Sexualpsychologie. Manchmal ist er ein kompromissloser Biologist, wenn ihm jemand erzählen will, wie essenziell der Erhalt einer bestimmten Froschart ist, oder er ist analytisch bis zum Bersten seiner Diskussionspartner und ihm ist obendrein nichts Sexuelles zu fremd, um ihn noch staunen zu lassen. Heute ist er freier Autor und publiziert, Bücher, Hörbücher, Essays, Erzählungen, Kurzgeschichten, Podcasts. Als Gründer und Betreiber des Literatur Radio Hörbahn produzierte er in den vergangenen Jahren rund 1000 Sendungen und erreichte damit hundertausende Hörer.

Als Neurophysiologe und selbst Betroffener hat er ein vielbeachtetes Buch über das Restless Legs Syndrom geschrieben: Restless Legs - Pest in den Beinen

 

Facebook: http://facebook.com/uwe.kullnick

Twitter: @Ukullnick

 

Autor, Sprecher, und Realisation Uwe Kullnick
1 Stunde
§LIT - Bewusst Publizieren 08

Anthologien + Wettbewerbe

Uwe Kullnick spricht mit der Anwältin Nadja Kobler-Ringler

(Hördauer ca. 58 Minuten)

Als Autor, Selfpublisher, Blogger, Influencer oder Verleger ist es wichtig, sich mit rechtlichen Aspekten auseinanderzusetzen, um mögliche Probleme zu vermeiden. Mit etwas Wissen und Vorsicht kann man diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen.

In diesem Blog werde ich mit Dr. Nadja Kobler-Ringler, einer selbständigen Anwältin, Autorin sowie Lektorin, über die rechtlichen Probleme sprechen, denen man begegnen kann, und wie man ihnen vorbeugen oder mit ihnen umgehen kann, falls sie bereits aufgetreten sind. In diesem Sinn werden wir regelmäßig Probleme diskutieren und nach Lösungen suchen.

Ihr könnt uns auch Themen vorschlagen, die euch interessieren und über die ich mit Nadja sprechen kann. Wir sind auch daran interessiert, von Euren Erfahrungen zu hören und sie in unseren Sendungen zu diskutieren.

Hier sind einige der Themen, über die wir demnächst sprechen möchten:

Ist es ok, ein Buch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zu schreiben?

Kann ich jeden Verlagsvertrag bedenkenlos unterschreiben?

Was ist, wenn das Lektorat mein Werk total „zerstört“? Das Cover „nix is“ und der Satz auch zu wünschen übrig lässt?

Rechtliche Aspekte von Self-Publishing , Verlags-Publishing und Mischformen

Ein Buch ist ein Spiegelbild der Realität. Darf es das sein? Was gilt es zu beachten?

Wie mache ich eigentlich rechtlich gute Werbung für meine Veröffentlichung?

Wie sieht es mit Lesungshonoraren aus und welche Rechnungsmerkmale muss man beachten?

Schreibwettbewerbe – sind die nur ein Traum oder kann man wirklich erfolgreich sein?

Wie gestaltet man seinen eigenen Web-Auftritt, vor allem: was muss ins Impressum und in die Datenschutzerklärung?

Was tun bei negativen Rezensionen oder gar Abmahnungen?

Coaching und Weiterbildung – worauf sollte ich achten?

Manchmal endet jedoch alles im Streit und man möchte den Rückzug aus einem Vertrag antreten. Da ist es wichtig zu wissen, wie man am besten vorgeht.

An wen wendet man sich bei einer Abmahnung und wie reagiert man darauf?ACHTUNG: Diese Sendung ersetzt keine persönliche Rechtsberatung!

Du würdest gern die bisherigen Folgen hören, dann schau doch mal hierhin.

Dr. Nadja Kobler-Ringler lebt mit Ehemann, Sohn, Büchern, Texten und tausenden noch ungeschriebenen Wörtern im Bonner Umland. 2024 feiert sie das zwanzigjährige Bestehen ihrer Rechtsanwaltskanzlei, zu der seit rund fünfzehn Jahren auch ein breitgefächertes Lektoratsangebot gehört. Die gelernte Bankkauffrau und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der qualitativen Sozialforschung publiziert auch selber gerne: seit 2006 Schul- und Fachbücher, dazu Online-Kurse und inzwischen auch belletristische Werke. Die laienzugewandte Wissensvermittlung, am besten mit einer Prise Humor versehen, ist ihr ein wichtiges Anliegen, für das sie schon Mal "Torten und Schnittchen" oder auch "den gefährlichsten Kaffee des Rechtswesens" bemüht.

Dr. rer. nat. Uwe Kullnick, ist Neurophysiologe und seit 2012 als freier Schriftsteller und Journalist tätig. Zwischen 2014 und 2019 war er Vorsitzender beim Freien Deutschen Autorenverband Bayern (FDA). Außerdem war er von 2015 bis 2017 Präsident des FDA-Bundesverbandes. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Seit 2015 leitet er das Literatur (Podcast) Radio Hörbahn (früher Literatur Radio Bayern). Er lebt seit 2000 in München.

 

Wenn dir die Sendung  gefallen hat, hör doch mal hier hinein.

Komm  doch mal zu unseren Live-Sendungen in Schwabing oder im Gasteig.

Redaktion und Realisation Uwe Kullnick