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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
1 Stunde 20 Minuten
Kath-Akademie Archiv: „Rüdiger Safranski zu Gast bei Albert von Schirnding“

(Hördauer: 80 Minuten)

Er ist wohl einer der renommiertesten Biographen Deutschlands: seine ebenso fundierten wie lesbaren Präsentationen u.a. von E.T.A. Hoffmann, Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Friedrich Schiller und zuletzt Johann Wolfgang von Goethe haben Rüdiger Safranski, geb. 1945, zum Bestsellerautor gemacht. Auch international feiern seine Werke in mittlerweile 28 Sprachen Erfolge, hat er doch die Gabe begnadeten Erzählens, und seine Eloquenz, sein Witz vermögen längst verstorbenen Dichtern sehr lebendige Präsenz zu verleihen. Anlässlich der Verleihung des Konrad-Adenauer-Literaturpreises 2014 in Weimar beschrieb Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Biographen Safranski als „...Meister auch und besonders darin, das Neue, das Außergewöhnliche, das ‚Un-erhörte‘ dort zu entdecken, wo eigentlich schon alles gesagt und geschrieben scheint“. Wie den klassischen Schriftstellern und Denkern gilt Safranskis Leidenschaft auch dem Philosophieren. So wurde er einem breiten Publikum als Moderator der Sendung „Das philosophische Quartett“ bekannt, zusammen mit Peter Sloterdijk. Warum sind wir hier? Was können wir tun und was vom Leben erwarten? Solche zentralen Fragen menschlichen Daseins fanden ihren Niederschlag u.a. in Publikationen wie „Das Böse oder Das Drama der Freiheit“ und „Wieviel Wahrheit braucht der Mensch?“. Sein Werk über die Romantik verbindet Philosophie mit Literatur und hat Verstehenszugänge zu dieser geistigen Tradition eröffnet, die sie uns heute erneut faszinierend erscheinen lassen.

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 Hörbahn on Stage - live in Schwabing  Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!

Katholische Akademie in Bayern

Kardinal Wendel Haus

Mandlstraße 23, 80802 München

Realisation Uwe Kullnick
6 Minuten
Frau Goethe liest (FGL) - "Die Orgelbauerin" von Martin Meyer – Rezension

(Hördauer ca. 6 Minuten)

Eine Frau betritt eine Männerdomäne. Weimar 1919. Paula Bertram hat seit ihrer Kindheit eine Vorliebe für Orgelmusik und den Instrumenten an sich. Ihr Vater hat ein Unternehmen für Orgelbau, in dem sie mitarbeiten möchte. Dagegen hat ihr Vater allerdings etwas. Der konservative und traditionsbewusste Mann ist strikt dagegen.

Besonders beeindruckend sind die detailreichen Beschreibungen des Orgelbaus. Ein Handwerk, das Präzision, Geduld und ein außergewöhnliches Gehör erfordert. Gerade im ersten Teil des Romans dienen Fußnoten als Erläuterung für die Fachbegriffe.

Eine Rezension von Heike Stepprath.

Sprecherin Heike Stepprath

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Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick

Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.

 

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Unsere Live-Sendungen im Pixel (Gasteig)
15 Minuten
"Weihnachtsmorgen" – aus Vor dem Sturm von Theodor Fontane

(Hördauer ca. 15 min)

Im Dezember spielt dieses Kapitel aus dem Zyklus "Vor dem Sturm" Weihnachtsmorgen. Wenn auch in der damaligen Zeit nicht alles ideal war, so spürt man doch in dieser kleinen Szene wieviel Atmosphäre Fontane aus der Anfangszeit seines Jahrhunderts in den Zyklus "Vor dem Stiurm" brachte. Es ist, obwohl nicht sein "Hauptwerk, doch eines in dem es Charaktere gibt, die später immer wieder in bearbeiteter Form auftauchen und dann wie gute, alte Bekannte wirken.

Das Werk Theodor Fontanes hat auch lange nach dem Tod des Autors nichts von seiner Faszination verloren. Der herausragende Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland schrieb neben zahlreichen Romanen auch Dramen, Gedichte, Biografien, Briefe, Tagebücher, Theaterkritiken und setzte  mit den “Wanderungen durch die Mark Brandenburg” ein wichtiges Zeichen für eine ganze Region.

Ich bin seit vielen Jahren ein Fan seiner Bücher und interessierte mich auch für ihn als Menschen.

Selten lasse ich mich auf denjenigen ein, dessen Bücher ich mag. Fontane ist eine Ausnahme. Meine Sammlung an Sekundärliteratur ist recht umfangreich. Die Anzahl kleinerer Schriften zeigt, wer Fontane war und wie und in welcher Zeit er lebte.

 

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Auch hier ist etwas Schönes zu finden. 

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Stimme, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
15 Minuten
Weihnachtsgeschichten zum 2. Weihnachtstag

"Falsches Passwort" von Victoria Grader

Prosathek

aus der Anthologie

"Wenn der Schnee leise rieselt", schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit

(Hördauer 16 Minuten)

Die meisten von uns haben heute bereits ihre Weihnachtsgeschenke erhalten. Was lag bei Ihnen unterm Christbaum? Etwa auch ein neues It-Phone wie bei der Protagonistin von „Falsches Passwort“? Victoria Grader lässt uns dabei sein, wie die ältere Dame mühsam das Smartphone mit ihrem Laptop synchronisiert und irgendwie doch keinen Zugang zum Internet bekommt, weil sie einfach nicht erkannt wird.

Victoria Grader backt zu Weihnachten Plätzchen nach einem Rezept ihres Urgroßvaters. Bereits im November richtet sie die Wohnung mit Lichterketten und Lametta her. Weil alles so schön nach Vanille riecht, findet das Christkind ganz bestimmt Victorias Wohnung.

An den Adventssonntagen bis zum heutigen 2. Weihnachtstag hörten Sie jeweils mehr oder weniger stimmungsvolle Geschichten rund ums Weihnachtsfest. Sie sind in der Anthologie der Prosathek „Wenn der Schnee leise rieselt - schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit“ erschienen. (Link zum Buch: https://www.bod.de/buchshop/wenn-der-schnee-leise-rieselt-alexander-wachter-9783756888313)

Text: Prosathek

Sprecherin: Heike Stepprath

Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick

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12 Minuten
Great Shorties: "Komische Drei Heilige Könige" – von Hans Ulrich Hirschfelder

(Hördauer 16 Min.)

In den späten 1970er Jahren stießen wir in Berlin aufeinander. Zwei junge Lyriker in der Zeit der neuen Subjektivität. Es gab Lesungen in der Galerie Bloom in Kreuzberg, im Buchhändlerkeller in Charlottenburg, in der Wolff’s Bücherei in Friedenau. Wir wurden Freunde und spürten, dass wir viele Gemeinsamkeiten hatten, trafen uns bei jedem meiner Berlin-Besuche im Shell am Savignyplatz, bis es das Shell nicht mehr gab. Und irgendwann gab es auch den wunderbaren Dichterfreund Hans Ulrich Hirschfelder nicht mehr. Er starb 2006 mit 52 Jahren an Krebs. Seine beiden eindrücklichen Gedichtbände „Orangen“ und „Weiße Nacht“ verloren sich aus dem literarischen Bewusstsein. Sein umfangreicher Nachlass schien niemanden zu interessieren. Dann der Anruf von einem anderen Hirschfelder-Freund – Wolfgang Heyder. Und wir starteten mit Cousine und Nachlass-Erbin Andrea Müller eine einjährige Reise durch das Geschriebene und nur zu einem kleinen Teil Veröffentlichte. Wir waren ihm wieder ganz nah, unterhielten uns mit ihm über die Zeit, über seine Texte und am Ende entstand ein Buch, das alles zusammenfasst, was wir für eine Veröffentlichung geeignet fanden und was uns immer noch haltbar erschien. In der Hoffnung, dass noch andere Menschen sich an den zu Unrecht Vergessenen erinnern mögen oder ihn vielleicht ganz neu entdecken wollen, zum allerersten Mal: Das Buch „Tänze zwischen Barhockern“ mit Gedichten, Prosa und einem Mini-Einakter ist gerade in der edition eY erschienen. Ein dickes, lesenswertes Buch von fast 300 Seiten! Danke, alter Freund, lieber Uli!

H. U. Hirschfelder†, ein Name, in dem der Hauch poetischer Liebe mitschwingt, war ein Teil der literarischen Landschaft Berlins in den bewegten 1980er Jahren. Seine Beiträge als Lyriker fingen das Wesen einer von Wandel und Emotionen geprägten Zeit ein. Tragischerweise war Hirschfelders Leben kurz und er hinterließ eine Fülle von Gedichten, die sowohl das Herz als auch den Geist seiner Generation ansprechen. Auch wenn er nicht mehr unter uns weilt, rufen seine Gedichte weiterhin Gefühle hervor, regen zum Nachdenken an und erinnern uns an die Schönheit und Dringlichkeit des Lebens.

Geboren in einer turbulenten Zeit, verkörpert Hirschfelders Werk den Geist des Widerstands und der Selbstreflexion, der das Berlin der 1980er Jahre prägte. Indem er sich mit Themen wie Liebe, Verlust und Identität auseinandersetzte, schuf er eine unverwechselbare Stimme. Diese Radio-Hommage soll ihn feiern und auf die Bedeutung seiner literarischen Beiträge hinweisen.

Sprecher, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick

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8 Minuten
Weihnachtsgeschichten zum 1. Weihnachtstag

"Weihnachten vielleicht allein" von Verena Ullmann

Prosathek

aus der Anthologie

 "Wenn der Schnee leise rieselt", schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit

(Hördauer 09 Minuten)

Als die andere Frau ist man „Weihnachten vielleicht allein“ wie es auch die Protagonistin in Verena Ullmanns Weihnachtsgeschichte ist. Der Abend mit leckerem Essen, sanfter Musik und vor allem prickelnden Geschenken verläuft jedenfalls ganz anders als erwartet.

Verena Ullmann liebt es, hinter Türchen eine Überraschung zu entdecken. Ihr Motto ist, zwischen Glühwein und Lebkuchen passt immer noch ein Gedicht.

An den Adventssonntagen bis zum morgigen 2. Weihnachtstag hören Sie jeweils mehr oder weniger stimmungsvolle Geschichten rund ums Weihnachtsfest. Sie sind in der Anthologie der Prosathek „Wenn der Schnee leise rieselt - schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit“ erschienen. (Link zum Buch: https://www.bod.de/buchshop/wenn-der-schnee-leise-rieselt-alexander-wachter-9783756888313)

Text: Prosathek

Sprecherin: Heike Stepprath, Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick

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15 Minuten
Great Shorties: "Die schlimmste Zeit des Jahres, um ..." – von Christian Endres

Es liest  Uwe Kulllnick (Hördauer ca.  15 min)

Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte. 

Christian Endres lebt als freier Autor in der Nähe von Würzburg und wurde für seine Arbeit bereits mit dem Deutschen Phantastik Preis, dem Kurd Laßwitz Preis und dem Literaturpreis Klimazukünfte 2050 ausgezeichnet. Zuletzt war seine Kurzgeschichte „Die Straße der Bienen“ für den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Bei Cross Cult startete 2023 seine Fantasy-Romanserie um „Die Prinzessinnen: Fünf gegen die Finsternis“, die inzwischen mit den Bänden „Die Prinzessinnen: Helden und andere Dämonen“ sowie „Die Prinzessinnen: Hoheitliches Gemetzel“ fortgesetzt wurde. Sein Science-Fiction-Krimi „Wolfszone" erschien 2024 bei Heyne. Storys von ihm finden sich regelmäßig in „Spektrum der Wissenschaft", „c’t – magazin für computertechnik" und anderen Publikationen. Als Journalist und Redakteur ist er für den Berliner Tagesspiegel, Panini Comics und einige mehr tätig.

⁠www.christianendres.de⁠

 @MisterEndres auf Instagram und Co.

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
12 Minuten
Weihnachtsgeschichten zum Heiligen Abend

„Diese Art von Mensch“ von Lydia Wünsch

Prosathek

aus der Anthologie

"Wenn der Schnee leise rieselt", schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit

(Hördauer 12 min)

In der heutigen Weihnachtsgeschichte „Diese Art von Mensch“ nimmt Lydia Wünsch die Call-Center unter die Lupe. In einer Welt, in der es nur um Verkaufszahlen geht, dürfen wir das Gespräch zwischen Laura und einem älteren Herrn verfolgen. Die Autorin emotionalisiert mit ihrer Geschichte und bringt die Bedeutung von Zusammensein auf den Punkt.

Für Lydia Wünsch sind bunte Lichter und der Duft von Zimt Vorfreude auf Weihnachten. Zu dieser Jahreszeit fällt ihr das Schreiben besonders leicht und es entstehen viel weihnachtlichen Geschichten.

An den Adventssonntagen bis zum 2. Weihnachtstag hören Sie jeweils mehr oder weniger stimmungsvolle Geschichten rund ums Weihnachtsfest. Sie sind in der Anthologie der Prosathek „Wenn der Schnee leise rieselt - schöne und schaurige Geschichten zur Weihnachtszeit“ erschienen. (Link zum Buch: https://www.bod.de/buchshop/wenn-der-schnee-leise-rieselt-alexander-wachter-9783756888313)

Text: Prosathek

Sprecherin: Heike Stepprath, Tontechnik: Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick

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1 Stunde 27 Minuten
"Frostbeben" - Uwe Kullnick spricht mit Maximilian Lorenz über sein Buch - Hörbahn on Stage

(Hördauer ca. 88 min) Gesprächsbeginn Min. 21

"Ein Jahr, zwei Monate, fünf Tage, zehn Stunden und dreiundzwanzig Minuten seit Anna. Tim (30, weniger als 1 km entfernt) wälzt sich noch immer in Selbstmitleid und wird zum zynischen Beobachter des »hippen« Münchner Großstadtlebens. Verloren zwischen ergonomisch optimierten Schreibtischen in gesichtslosen Großraumbüros und austauschbaren Schönheiten auf Dachterrassen-Partys sucht Tim desillusioniert nach einem Funken Bedeutung. Mithilfe seiner Freunde Vincenzo und Medina taucht er ein in die Absurditäten der modernen Partnersuche, testet das Konzept ›Liebe auf den ersten Blick‹ beim exzessiven Swipen und behauptet sich in belanglosen Small-Talk-Duellen – bis er sich verliebt und die Zeit einfriert. Frostbeben erzählt von den großen und kleinen Erschütterungen des Lebens und von der Frage: Wann lohnt es sich, aus dem eigenen Film aufzuwachen und weinend auf einem E-Scooter durch spätsommerliche Szeneviertel zu fahren?

Maximilian Lorenz, geboren 1992 in München, ist Autor und Stand-up Comedian. In den sozialen Medien erreicht er mit seinen Beiträgen mehr als 50.000 Follower. Leidenschaftlich und meinungsstark bringt er mit präzisen Formulierungen und unvorhergesehenen Perspektiven unseren Zeitgeist humorvoll auf den Punkt. Im Podcast »ok, random.« präsentiert er gemeinsam mit Josepha Walter wöchentlich popkulturelle Rabbit Holes. »Frostbeben« ist sein Debütroman. Nach längeren Aufenthalten in den USA, Kanada und England lebt er heute in Berlin.

Wenn du mehr über Maximilian Lorenz wissen willst, guckst du hier: Hier gibt es alle relevanten Links

 

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
9 Minuten
Das geheime Leben in der Stadt (Auszug 12/12)

Nachrichten aus der urbanen Wildnis

Hanna Bjørgaas

Dezember (Das Naheliegende)

(Hördauer 09 Minuten)

Hanna Bjørgaas unternimmt eine spezielle Expedition: Ein Jahr lang geht sie in Oslo mit Fernglas, Lupe und Skizzenbuch vor die Tür, schaut, horcht, riecht, befragt Profis – und lässt sich immer wieder aufs Neue von deren Begeisterung mitreißen. Sehr unterhaltsam und gespickt mit neuesten Forschungsergebnissen erzählt sie über uns eigentlich vertraute Lebewesen: Krähen, Amseln, Möwen, Ameisen (die plötzlich in ihrer Küche auftauchen), Fledermäuse, Sperlinge, Lindenbäume (als Urpflanzen nach der letzten Eiszeit), Flechten und die bizarre Mikrowelt des Erdreichs. Wie schaffen es Tiere und Pflanzen, sich an die besonderen Herausforderungen der „Felsenlandschaft Stadt“ anzupassen – mit den schnellen technischen Entwicklungen und sich immer wieder ändernden Nahrungsangeboten? Wie unterstützen sie sich gegenseitig und wie wehren sie sich gegen Konkurrenten und gegen die Einengung ihrer Lebensräume? Entstanden ist ein Tagebuch voller Entdeckungs- und Lebensfreude, das Lust macht auf die Wildnis in allernächster Umgebung.

Formal ist das Buch chronologisch in etwa nach den Monaten eines Jahres gegliedert. Unsere 12 Sendungen werden durch das ganze Jahr führen. Jeweils am 21. des Monats erscheinen die entsprechenden Kapitel. Unsere Serie schließt am 21. Dezember 2024 mit dem Dezember.

Freuen Sie sich auf 12 Monate voll interessanter Neuigkeiten.

Sprecher der Reihe: 

Steven Lundström, Matthias Pöhlmann und Uwe Kullnick

Hanna Bjørgaas (Jahrgang 1986) hat an der Universität Oslo Biodiversität und Evolution studiert – mit einer Zusatzausbildung für „Outdoor Life“. Sie hat als Fremdenführerin in der Arktis und Antarktis gearbeitet und Touren zum Thema Pflanzen, Pilze und Flechten durchgeführt. Außerdem hat sie mit Kleinbauern in Brasilien zusammengearbeitet, populärwissenschaftliche Artikel verfasst und an Konferenzen über Ökologie und Landwirtschaft mitgewirkt. Biologie ist für Bjørgaas mehr als eine Berufung, eher eine Obsession – ohne Fernglas und Lupe um den Hals fühlt sie sich ‚fast nackt‘. Sie lebt heute in der Stadt Bodø in Nordnorwegen.

Sabine Richter, Studium der Germanistik, Amerikanistik/Anglistik mit Abschuss Staatsexamenan an der Humboldt-Universität Berlin, Studium der Nordistik in Greifswald, der Komparatistik mit Abschluss MA an der University of East Anglia in Norwich, GB. Sabine Richter ist staatlich geprüfte Übersetzerin für Norwegisch und hat Romane und Sachbücher aus dem Norwegischen ins Deutsche übersetzt.

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1 Stunde 27 Minuten
"Hans Ulrich Hirschfelder†" - Uwe Kullnick spricht mit U-M- Gutzschhahn und W. Heyder über sein Schaffen - Hörbahn on Stage

(Hördauer 88 Min.)

In den späten 1970er Jahren stießen wir in Berlin aufeinander. Zwei junge Lyriker in der Zeit der neuen Subjektivität. Es gab Lesungen in der Galerie Bloom in Kreuzberg, im Buchhändlerkeller in Charlottenburg, in der Wolff’s Bücherei in Friedenau. Wir wurden Freunde und spürten, dass wir viele Gemeinsamkeiten hatten, trafen uns bei jedem meiner Berlin-Besuche im Shell am Savignyplatz, bis es das Shell nicht mehr gab. Und irgendwann gab es auch den wunderbaren Dichterfreund Hans Ulrich Hirschfelder nicht mehr. Er starb 2006 mit 52 Jahren an Krebs. Seine beiden eindrücklichen Gedichtbände „Orangen“ und „Weiße Nacht“ verloren sich aus dem literarischen Bewusstsein. Sein umfangreicher Nachlass schien niemanden zu interessieren. Dann der Anruf von einem anderen Hirschfelder-Freund – Wolfgang Heyder. Und wir starteten mit Cousine und Nachlass-Erbin Andrea Müller eine einjährige Reise durch das Geschriebene und nur zu einem kleinen Teil Veröffentlichte. Wir waren ihm wieder ganz nah, unterhielten uns mit ihm über die Zeit, über seine Texte und am Ende entstand ein Buch, das alles zusammenfasst, was wir für eine Veröffentlichung geeignet fanden und was uns immer noch haltbar erschien. In der Hoffnung, dass noch andere Menschen sich an den zu Unrecht Vergessenen erinnern mögen oder ihn vielleicht ganz neu entdecken wollen, zum allerersten Mal: Das Buch „Tänze zwischen Barhockern“ mit Gedichten, Prosa und einem Mini-Einakter ist gerade in der edition eY erschienen. Ein dickes, lesenswertes Buch von fast 300 Seiten! Danke, alter Freund, lieber Uli! Zu bestellen gibt es den Band für 28 € zzgl. Versandkosten unter mail@edition-ey.de

H. U. Hirschfelder †, ein Name, in dem der Hauch poetischer Liebe mitschwingt, war ein Teil der literarischen Landschaft Berlins in den bewegten 1980er Jahren. Seine Beiträge als Lyriker fingen das Wesen einer von Wandel und Emotionen geprägten Zeit ein. Tragischerweise war Hirschfelders Leben kurz und er hinterließ eine Fülle von Gedichten, die sowohl das Herz als auch den Geist seiner Generation ansprechen. Auch wenn er nicht mehr unter uns weilt, rufen seine Gedichte weiterhin Gefühle hervor, regen zum Nachdenken an und erinnern uns an die Schönheit und Dringlichkeit des Lebens.

Geboren in einer turbulenten Zeit, verkörpert Hirschfelders Werk den Geist des Widerstands und der Selbstreflexion, der das Berlin der 1980er Jahre prägte. Indem er sich mit Themen wie Liebe, Verlust und Identität auseinandersetzte, schuf er eine unverwechselbare Stimme. Diese Radio-Hommage soll ihn feiern und auf die Bedeutung seiner literarischen Beiträge hinweisen.

 

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
1 Stunde 16 Minuten
"Proxi" - Uwe Kullnick spricht mit Aiki Mira über das Buch und SF- Hörbahn on Stage

(Hördauer ca. 70 min) Gesprächsbeginn Min. 21

Postapokalyptischer Hopepunk von einem Shooting-Star der deutschsprachigen Science Fiction.

Proxi ist eine virtuelle Realität, die ein zweites Leben mit neuen Identitäten ermöglicht. Als ein Virusangriff diese Realität zerstört, ist das für viele ein Weltuntergang: Teile ihres Lebens, ihres Selbst sind für immer ausgelöscht. Die trans Frau Monae, die E-Sportlerin Kawi und Dion, eine KI im Biosynth-Körper wollen ihre verlorene Welt zurück. Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach der versteckten Sicherheitskopie von Proxi. Ein Roadtrip durch eine von Klimakrise und Biohacking veränderte Landschaft beginnt. Schnell wird klar: Die drei sind aufeinander angewiesen. Um zu überleben und ihr Ziel zu erreichen, müssen sie einander vertrauen - doch nicht alle verfolgen das gleiche Ziel.

Aiki Mira studierte in London und Bremen Medienkommunikation und forschte zu Gaming. Heute lebt Aiki in Hamburg und in der Science Fiction. Kurzgeschichten von Aiki wurden mehrfach ausgezeichnet. TITANS KINDER stand monatelang auf der Phantastik-Bestenliste, die Romane NEONGRAU und NEUROBIEST gewannen 2023 und 2024 den Kurd Laßwitz Preis. Von der European Science Fiction Society erhielt Aiki den Chrysalis Award. PROXI, ihr neuer Roman, erschien 2024 bei FISCHER Tor.

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
53 Minuten
"Dr. Doyle jagt Jack the Ripper" – von Bradley Harper – Hörbahn on Stage

Moderation: Heike Stepprath

Lesung Philipp Röttgers und Dorothee Schröder (Hördauer ca. 18 min), anschließend spricht Heike Stepprath mit Philipp Röttgers und Dorothee Schröder (Hördauer insgesamt 53:22 min)

Vor 136 Jahren hielt ein Mörder Scotland Yard in Atem. Berichtet wurde über ihn auf der ganzen Welt. Unzählige Theorien über Identität wurden beleuchtet. Gefasst wurde er nie. Möglicherweise übt das genau die Faszination aus, weshalb Jack the Ripper auch heute noch in historischen Kriminalromanen auftaucht.

In der 255. Sendung von Hörbahn on Stage haben wir mit Philipp Röttgers und Dorothee Schröder ein Gespräch über den bekanntesten Serienmörder des 19. Jahrhunderts geführt. Dabei stellten sie auch gleich noch den aktuellen Krimi „Dr. Doyle jagt Jack the Ripper“ von Bradley Harper vor. Wie gewohnt hören Sie vorweg einen Auszug aus dem Krimi (erschienen beim Dryas Verlag).

Teilnehmer:

Philipp Röttgers (Literaturagent) und Dorothee Schröder (Übersetzerin)

Heike Stepprath (Moderatorin)

 

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Redaktion Heike Stepprath, Tontechnik Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick 
16 Minuten
Ein Waldausflug und seine epochalen Folgen

Linda Grant wagt in „Die trotzige Schönheit der Welt“ eine literarische Tour de Force durch das gesamte 20. Jahrhundert und spielt mit der generationsübergreifenden Macht des Erzählens

(Hördauer ca. 16 Minuten)

Alles beginnt mit einem märchenhaften Ausflug in den Wald. Dort trifft die Protagonistin von Linda Grants Roman Die trotzige Schönheit der Welt, Mina, auf eine Gruppe Bolschewiki. Was zwischen dem Mädchen und den jungen Rebellen genau geschah, beschäftigt die vier Generationen in Grants neuntem Roman durch die gesamte Handlung hindurch. Fest steht, dass Minas Waldausflug für viele Spekulationen sorgt und primär Uneinigkeit über die wahrheitsgemäßen Geschehnisse herrscht. Demgemäß kommt dem Erzählanfang des Buches und Minas Ausflug in den Wald eine besondere und handlungstragende Bedeutung zu. Grants mehrere Generationen umfassendes Familienepos eröffnet ein Panorama des 20. Jahrhunderts und führt von Lettland über Liverpool bis nach Soho, dem angesagten Stadtteil Londons, und seiner Filmindustrie. Im Mittelpunkt stehen vier Generationen der jüdisch-bürgerlichen Familie Mendel. Angetrieben wird die Geschichte dabei vor allem von den beiden starken Frauenfiguren der zweiten und dritten Generation: Mina Mendel und ihrer Tochter Paula. ...

Von Nina Cullmann

Den Text der Rezension finden Sie hier

Sprecher ist Matthias Pöhlmann

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Regie und Realisation Uwe Kullnick
1 Stunde 28 Minuten
Kath-Akademie Archiv: „Hanns-Josef Ortheil und Erich Garhammer“

(Hördauer: 88 Minuten)

Die Eröffnungsveranstaltung des LIT.fest münchen 2015 fand am Abend des 13. April 2015 in der Katholischen Akademie in Bayern statt. Rund 430 Literaturfreunde waren gekommen, um Hanns-Josef Ortheil, geb. 1951, zu sehen und zu hören. Die Lesung wurde live im Internet gestreamt; der Film ist in der Mediathek der Katholischen Akademie Bayern abrufbar. Das Literaturprojekt - kuratiert von Prof. Dr. Erich Garhammer, geb. 1951 - ist Teil des Kunstprojektes der Deutschen Bischofskonferenz "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst" zum 50-jährigen Jubiläum des Endes des Zweiten Vatikanischen Konzils. An mehreren Orten in Deutschland wollen Bildende Künstler, Theatermacher, Schriftsteller, Filmemacher und Musiker wesentliche Impulse des Konzils für das 21. Jahrhundert zu den Themen Freude und Hoffnung, Trauer und Angst sicht- und hörbar machen.

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 Hörbahn on Stage - live in Schwabing  Literatur und Ihre Autor*innen im Gespräch - besuchen Sie uns!

Katholische Akademie in Bayern

Kardinal Wendel Haus

Mandlstraße 23, 80802 München

Realisation Uwe Kullnick