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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
45 Minuten
GlockenbachWelle – Die Welle mit Petra Pellini

Die 29. Folge mit Petra Pellini (Hördauer ca. 46 Minuten)

Herzlich Willkommen bei einer neuen Ausgabe der GlockenbachWelle. Endlich geht es wieder los und wir starten in die neue Saison mit einem Buch, das uns gleichermaßen begeistert wie tief berührt hat. Ein Debütroman, der sich dem schweren Thema der Demenz charmant und leichtfüßig nähert, und dabei viel Tiefgang beweist. Die Autorin ist heute bei uns und wir freuen uns schon sehr auf den Austausch mit ihr!

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Die Runde in der Glockenbachbuchhandlung:

Pamela Scholz – Leidenschaftliche Buchhändlerin und Inhaberin der Glockenbachbuchhandlung

Steffi Sack – Literaturblog „Nur Lesen ist schöner“

Petra Pellini – Autorin des Romans „Der Bademeister ohne Himmel“

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Worum geht es diesmal?

Bananen auf dem Fensterbrett, getoastete Karotten, den Verlust des Verstandes, und den Gewinn, mit dem Herzen zu sehen. Es wird heute heiter, warmherzig und vor allem zutiefst menschlich, denn so ist auch der wundervolle Roman, über den wir heute sprechen werden.

Worauf ihr euch freuen dürft:

auf einen warmherzigen und humorvollen Roman, der sich darauf versteht, uns Leser*innen die schweren aber sehr wichtigen Themen wie Demenz, Pflege und auch die heutige Überforderung unsere Jugendlichen sanft, aber nachdrücklich näherzubringen. 

Wie man von einer Pflegerin zur Autorin wird 

Warum Jugendliche heutzutage so überfordert sind und wie man ihnen helfen kann 

Wie ein frischer Blick auf die Gegebenheiten sowohl für Demenzkranke als auch deren Angehörige wahre Wunder wirken kann 

Von Post-Its im Spind zu einem ganzen Buch – Der Schreibprozess hinter dem Bademeister 

Überraschende Momente in Petras Tätigkeit als Pflegerin 

Wie der Bademeister schon mit nur ein paar Seiten den Voralberger Literaturpreis eingeheimst hat 

eine kleine Lesung aus „Der Bademeister ohne Himmel“

 

 Wir wünschen viel Freude beim Hören …

Artikel zur Welle mit Petra Pellini auf Nur Lesen ist schöner

Projektseite auf Nur Lesen ist schöner

Projektseite der Glockenbachbuchhandlung

Lesungstermine von Petra Pellini zu Der Bademeister ohne Himmel
1 Stunde 24 Minuten
"Das Glaskind" - Uwe Kullnick spricht mit Stefanie Gregg über ihr Buch – Hörbahn on Stage

(Hördauer ca. 85  Minuten)

Wie durch Glas 

Mayas Leben scheint nahezu perfekt. Sie arbeitet in Hamburg als Ärztin in einer Klinik und lebt in einer festen Beziehung. Doch dann erhält sie einen Anruf. Sie soll zurück nach München kommen. Ihre Mutter hatte einen Unfall, und Maya muss sich um ihren Bruder kümmern, der als Autist schon immer das Zentrum der Familie war. Bereits als Kind hatte sie das Gefühl, für ihre Eltern unsichtbar zu sein. Alle Sorge galt ihrem Bruder Tobias. Als Maya zurückkehrt, begreift sie, dass sie endlich ihren eigenen Weg finden muss – nicht gegen, sondern zusammen mit ihrer Familie.

Nach dem Erfolg von »Nebelkinder« – der neue, zutiefst bewegende Roman von Stefanie Gregg

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften, worin sie auch promovierte. Nach Stationen in Medienunternehmen und als Unternehmensberaterin, widmet sich die Autorin dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.

Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane »Mein schlimmster schöner Sommer«, »Der Sommer der blauen Nächte« sowie »Nebelkinder«, »Die Stunde der Nebelkinder« und »Die Hoffnung der Nebelkinder« erschienen.

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Realisation Uwe Kullnick
6 Minuten
Piazza an der Bo "Das Geheimnis der Bierflasche" – eine Kolumne von Uwe Kullnick

Erleben sie ein ganzes Jahr lang, jeden Dienstag eine Geschichte von der Piazza an der Bo.

(Hördauer ca. 4 Minuten)

Willkommen in der "Piazza an der Bo", einem pulsierenden Mikrokosmos der Kulturen im Herzen einer lebendigen Stadt. In dieser wöchentlichen Kolumne begleiten Sie einen Schriftsteller auf seiner Entdeckungsreise durch die facettenreiche Welt seiner multikulturellen Nachbarschaft.

Die "Piazza an der Bo" ist ein faszinierender Schmelztiegel der Traditionen, Sprachen und Lebenswege. Mit scharfem Blick und warmherzigem Humor porträtiert der Autor die vielfältigen Charaktere, die diesen Ort zu etwas Besonderem machen.

Tauchen Sie ein in die Alltagsgeschichten von Menschen, die trotz unterschiedlicher Hintergründe Seite an Seite leben. Erleben Sie hautnah die Herausforderungen und Triumphe der Integration, die Missverständnisse und Momente des gegenseitigen Verstehens. Die Geschichten beleuchtet sensibel die Komplexität kultureller Begegnungen und zeigen, wie Toleranz und Offenheit in der Praxis gelebt werden können.

"Piazza an der Bo" ist mehr als nur das Erzählen von Geschichten - es ist eine Einladung, die Schönheit der Vielfalt aber auch die Herausforderungen der Unterschiede und Differenzen zu entdecken und zu erleben.

Uwe Kullnick, ein Wanderer zwischen Welten - Uwe Kullnick, Biologe, Autor und Weltenbummler, dessen Texte Brücken bauen zwischen Kulturen, Disziplinen und Erfahrungen. In "Piazza an der Bo" verdichtet er seine globalen Erfahrungen mit lokalen Begegnungen zu einem literarischen Kaleidoskop.

 

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Sprecher: Matthias Pöhlmann

Schnitt, Jupp Stepprath und Realisation Uwe Kullnick
23 Minuten
"Es geht nicht um Sex. Es geht um Macht und Gewalt" –

Eine soziologische Klärung zum Fall Pelicot

von Dirk Kaesler & Stefanie von Wietersheim - Kolumne

(Hördauer ca. 24 Minuten)

Rätsel des Lebens. Wie, um Himmels willen, geschieht es, dass ein Buch, ein Artikel, ein Aufsatz zu leben beginnt? Worte, die wir geschrieben haben, trafen auf Menschen wie ein magischer Bumerang, der eben diese Menschen zu uns zurückholt?

Es ist doch so: Wir schreiben ein Buch, einen Aufsatz, eine Kolumne. Der Text wird „publiziert“, dem lesenden Publikum ausgeliefert. Fremde und vertraute Menschen lesen jene Worte und Sätze, die uns Autorin oder Autor in den Sinn kamen, als wir geschrieben haben. Wir haben keine Kontrolle darüber, was unsere Leserschaft mit unseren Gedanken, Einfällen und Formulierungen anfängt. Meistens erfahren wir das nicht, manchmal aber doch.

Den Text der Kolumne finden Sie hier

Dirk Kaesler Prof. Dr., war nach seiner Promotion und Habilitation an der Universität München von 1984 bis 1995 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg, von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2009 an der Universität Marburg. Er lebt inzwischen in Potsdam. Zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten gehören Wissenschafts- und Religionssoziologie, Politische Soziologie, Geschichte und Theorien der Soziologie, ihre Klassiker und Hauptwerke und dabei vor allem Max Weber. Zu seinen letzten Buchveröffentlichungen gehören die 2014 im Verlag C.H. Beck erschienene Biographie „Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn“ und sein zusammen mit Stefanie von Wietersheim 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft veröffentlichter Band "Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise".

2009 bis 2014 sind in "literaturkritik.de" regelmäßig seine Glossen "Abstimmungen mit  der Welt" erschienen.

Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.

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Sprecher: Matthias Pöhlmann

Aufnahme, Schnitt und Realisation Uwe Kullnick
1 Stunde 5 Minuten
Vortrag:

Frauenpower 1900. Die Münchner Frauenbewegung und der Jugendstil, Dr. Ingvild Richardsen, Kulturwissenschaftlerin

(Hördauer 66 Minuten)

Diese Reihe Jugendstil wird präsentiert von:Ingvild Richardsen und Uwe Kullnick

Ingvild Richardsen, Ukullnick, 10/24

Zur Entstehung des Jugendstil in München

Die neue Kunstrichtung und -produktion vor, um und nach 1900, welche die künstlerische Moderne einleitet, die in England "Arts and Crafts" und in Frankreich "L’Art Nouveau" heisst, erhält in Deutschland den Namen Jugendstil. Und zwar um 1897 im Zusammenhang mit der legendären Zeitschrift "Jugend", die 1896 in München vonGeorg Hirth, dem Herausgeber der "Münchner Neuesten Nachrichten", gegründet wird. Die Zeitschrift "Jugend", die sich als gegenwärtig und modern versteht,  wird zur Namensgeberin der neuen Stilrichtung. Hirth, der eine immense Rolle in der modernen Erneuerungsbewegung und für den Münchner Jugendstil spielt, lehnte sich bei dem Titel „Jugend“ für seine Zeitschrift auch an das Theaterstück „Jugend“ von Max Halbe an, mit dem Hirth eng befreundet ist.  Er versuchte auch die erstarrten Traditionen europäischer Malerei mit der Herausgabe eines „Formenschatzes“ aufzubrechen, Vorlagenbücher zur Bildung eines neuen Geschmackes und Entwicklung einer neuen Kunstrichtung. Tatsächlich ist es Georg Hirth  mitzuverdanken, dass München um 1900 allgemein als die Stadt des Jugendstils und Japonismus angesehen wurde. Nicht nur wegen der Namensgebung entwickelt sich München um 1896 zur Geburtsstadt des deutschen „Jugendstils“, sondern dies ist insbesondere zwei Münchner Künstlern  zu verdanken: Hermann Obrist und August Endell, die Anfang der 1890er nach München zugezogen sind.Seit 1896 treten sie, die auch an vorderster Front der Münchner Frauenbewegung aktiv sind, mit wegweisenden, ikonischen Werken in die Öffentlichkeit:"Alpenveilchen" heißt der Wandbehang, die revolutionäre Stickerei von Hermann Obrist, die seit Ende März 1896 alle modern gesinnten Menschen in München, Berlin und London begeistert und die bis heute als der "Der Peitschenhieb" bekannt ist.Revolutionär ist auch Endells programmatische Schrift "Um die Schönheit". In ihr rechnet er mit der Vergangenheit ab und weist einen Weg in die Moderne. 

Die Literaturwissenschaftlerin und Kulturhistorikerin, Autorin und Ausstellungskuratorin Dr. Ingvild Richardsen hat in Würzburg, Siena, Bonn und München studiert.Seit ihrer Promotion an der LMU München (2000) ist sie als Wissenschaftlerin, Dozentin und Autorin für Universitäten, Film und Fernsehen national und international tätig. Sie forscht und publiziert zu Europäischer Kulturgeschichte und Erinnerungskultur, zu Frauenbewegungen, jüdischer Geschichte, jüdischem Erbe, NS-Zeit und sowie zu modernen Kunstbewegungen wie dem Jugendstil und den internationalen Zusammenhängen. 2020 erhielt sie für ihre Bücher und Filme den Medienpreis des Zonta-Clubs Fünf-Seen-Land und den Mobility Research der Meiji University Tokyo, mit der sie wissenschaftlich eng zusammenarbeitet (Publikationen, Vorträge, Tagungen). Sie lebt in München und arbeitet als Wissenschaftlerin an der Universität Augsburg, wo sie Pilotprojekte und Forschungsprojekte durchführt.

Text und Inhalt: Ingvild Richardsen, Gestaltung und Realisation: Uwe Kullnick

Text- und Dataming ist untersagt.
8 Minuten
"Die Medici-Morde" von David Hewson – eine Rezension von Marius Müller

(Hördauer 08 Minuten)

Venedig kann sehr kalt sein – vor allem zur Zeit des Carnevale. In seinem Krimi „Die Medici-Morde“ zeigt David Hewson unbekannte Seiten der Lagunenstadt und stellt den Mord an einem bekannten TV-Historiker in den Mittelpunkt. ...

Marius Müller mit seinem Literaturblog Buch-Haltung hat uns als Literatur Radio Hörbahn aus seinen Blog-Beiträgen diejenigen auszusuchen und zu vertonen, die uns zu unseren Hörern zu passen scheinen. Herzlichen Dank dafür!

Wir werden jeden Beitrag zu seiner Seite verlinken, damit man ihn bei Bedarf Nachlesen kann.

Den Volltext dieser Rezension findest Du hier

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Unsere Live-Sendungen in Schwabing und im Pixel.
41 Minuten
„Das Erbe der Karolinger“ – Claudius Crönert spricht mit Heike Stepprath – Hörbahn on Stage

Lesung Claudius Crönert (bis ca. 09:22 Min), anschließend spricht Heike Stepprath mit Claudius Crönert (bis ca. 41 Min)

Moderation Heike Stepprath

Das Karolingische Reich erstreckte sich von Dänemark bis Spanien und von den Niederlanden bis an die Elbe. Nach dem Tod Karl des Großen übernahm Ludwig der Fromme die Kaiserkrone. Unter seiner Herrschaft entstand ein jahrelanger Erbstreit, der das Reich in drei Teile zerfallen ließ. Die wahre Historie liest sich spannend wie ein Krimi und ist gefüllt mit Intrigen, Missgunst und wechselnden Allianzen.

In der 257. Sendung von Hörbahn on Stage haben wir mit Claudius Crönert ein Gespräch über das ehemals mächtige Herrschergeschlecht geführt. Wie gewohnt hören Sie vorweg eine Lesung aus dem Roman „Das Erbe der Karolinger“ (erschienen im Lübbe Verlag).

Link zum Buch

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Redaktion Heike Stepprath, Tontechnik Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick

 

 
1 Stunde 10 Minuten
"Pavillon 44" - Thomas Sautner spricht mit Uwe Kullnick über sein neues Buch - Hörbahn on Stage

(Hördauer ca. 71  Minuten)

In einer psychiatrischen Anstalt am Rande Wiens sammelt Primar Siegfried Lobell die spannendsten Fälle. Von seinen Patientinnen und Patienten in Pavillon 44 erhofft er sich Erkenntnisse über das Rätsel Mensch, den eigenartigen Zustand der Welt und über das obskurste Mysterium von allen – sich selbst. Als zwei seiner Patienten verschwinden, macht sich auch Lobell auf in die Wiener Innenstadt. Was er findet, sind jede Menge Verrückte, aber nicht die beiden. Der Besuch einer Schriftstellerin, die sich in Lobells Pavillon 44 als Gast für eine Rechereche einquartiert, macht die Sache nicht besser.

Thomas Sautner, 1970 in Gmünd geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, sowie in Wien. Neben zahlreichen Erzählungen erschienen von ihm u.a. die Romane „Fuchserde“, „Das Mädchen an der Grenze“, „Die Erfindung der Welt“, „Nur zwei alte Männer“ und zuletzt „Pavillon 44“.

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Realisation Uwe Kullnick
18 Minuten
Alexander von Humboldt – 1820-1829 - Sämtliche Schriften

Auf dem Weg nach Asien

AvH 4/10 – „Über die künftigen Verhältnisse von Europa und Amerika“ IV.69 - 1820-1829

(Hördauer 15 Minuten)

In dieser Reihe hören Sie zahlreiche Originaldokumente aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten. Zu jedem Kapitel, d. h. zu jedem Jahrzehnt, ist ein Expertengespräch geplant. es soll die Zusammenhänge und Hintergründe beleuchten. Hier werden die Herausgeber der sämtlichen Schriften, Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich, zur Verfügung stehen. FachwissenschaftlerInnen (z. B. Klimaforschung, Botanik, Zoologie, Geologie, Medizingeschichte und Geschichte) werden punktuell einbezogen werden. Moderieren wird der Initiator des Radio-Podcasts Uwe Kullnick. Vorgesehen ist, dass jeweils am 1. und 3. Mittwoch jeden Monats eine Sendung im Programm erscheinen wird. Lassen Sie sich inspirieren von Alexander von Humboldts Entdeckungen, Erfahrungen und dem Ton seiner Zeit. Er selbst forderte uns auf: "Mein Leben sucht in meinen Schriften!"

ALEXANDER VON HUMBOLDT geboren 1769 in Berlin, gestorben 1859 ebenda, studierte in Frankfurt an der Oder, Göttingen, Hamburg und Freiberg u. a. Kameralistik und Hüttenwesen (1787–1792). Zusammen mit dem französischen Arzt Aimé Bonpland unternahm er eine fünfjährige Forschungsreise durch die spanischen Kolonien in Amerika (1799–1804). Die Ergebnisse seiner Expedition veröffentlichte er in 29 Bänden als Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent (Paris: 1805–1838).

Eine zweite außereuropäische Forschungsreise unternahm er 1829 durch Russland und Sibirien.In drei Bänden erschienen sie unter dem Titel Asie centrale (1843). Auf Deutsch verfasste er die Ansichten der Natur (1808, 1826, 1849). Außerdem den fünfbändigen Kosmos (1845–1862), den er bis zu seinem Tod 1859 nicht mehr vollenden konnte. Neben seinen Büchern erschienen weltweit rund 800 Aufsätze, Artikel und Essays. Der bei weitem größte Teil dieser bedeutenden Schriften ist nach Humboldts Tod nie wieder gedruckt worden. Sie wurden zu seinem 250. Geburtstag bei dtv zum ersten Mal gesammelt herausgegeben.

Oliver Lubrich ist Professor für Komparatistik an der Universität Bern. In seiner Forschung dokumentiert er die Zeugnisse internationaler AutorInnen aus Nazi-Deutschland – u. a. Thomas Wolfe, W. E. B. Du Bois und John F. Kennedy. Mit Primatologinnen und Ethnologen untersuchte er Die Affekte der Forscher. Mit Neurowissenschaftlern unternahm er Labor-Studien zur experimentellen Rhetorik. Er schrieb Bücher über Shakespeares Selbstdekonstruktion und Postkoloniale Poetiken – Nun Humboldt oder Wie das Reisen das Denken verändert. Oliver Lubrich ist Herausgeber zahlreicher Werke Alexander von Humboldts.

Thomas Nehrlich studierte Literaturwissenschaft in Berlin und Paris. Er forschte an der Freien Universität Berlin und hatte eine Gastdozentur in Long Beach, Kalifornien. Er ist Postdoc am Institut für Germanistik der Universität Bern. 2021 wurde er mit einer Arbeit zu Alexander von Humboldts Publizistik promoviert. Er veröffentlichte Editionen von Werken Alexander von Humboldts und eine Monographie zu Typographie und Interpunktion bei Heinrich von Kleist. Hinzu kam ein Reader zu Theorie und Geschichte der Superhelden.

Uwe Kullnick ist promovierter Biologe. Seine Fachgebiete sind Neuro-(elektro)physiologe, Anthropologie und forensische Sexualpsychologie. Er war Präsident des Freien deutschen Autorenverbandes. Bis heute ist er Präsident des European Chinese Culture Exchange (ECCE) e.V. Im Jahr 2010 wurde er Schriftsteller, Redakteur und Herausgeber. Seit 2015 ist er Gründer und Leiter des Podcast-Radios Literatur Radio Hörbahn. Uwe Kullnick macht und ist verantwortlich für zahlreiche Sendungen mit Schriftsteller*innen aus Literatur, Kunst und Wissenschaft, ist außerdem Sprecher und Moderator zahlreicher Radiosendungen, Hörbücher (Lyrik, Prosa) und Informations-Apps.

Tontechnik Jupp Stepprath, Sprecher und Realisation Uwe Kullnick
5 Minuten
Piazza an der Bo "Am Rondell" – eine Kolumne von Uwe Kullnick

Erleben sie ein ganzes Jahr lang, jeden Dienstag eine Geschichte von der Piazza an der Bo.

(Hördauer ca. 4 Minuten)

Willkommen in der "Piazza an der Bo", einem pulsierenden Mikrokosmos der Kulturen im Herzen einer lebendigen Stadt. In dieser wöchentlichen Kolumne begleiten Sie einen Schriftsteller auf seiner Entdeckungsreise durch die facettenreiche Welt seiner multikulturellen Nachbarschaft.

Die "Piazza an der Bo" ist ein faszinierender Schmelztiegel der Traditionen, Sprachen und Lebenswege. Mit scharfem Blick und warmherzigem Humor porträtiert der Autor die vielfältigen Charaktere, die diesen Ort zu etwas Besonderem machen.

Tauchen Sie ein in die Alltagsgeschichten von Menschen, die trotz unterschiedlicher Hintergründe Seite an Seite leben. Erleben Sie hautnah die Herausforderungen und Triumphe der Integration, die Missverständnisse und Momente des gegenseitigen Verstehens. Die Geschichten beleuchtet sensibel die Komplexität kultureller Begegnungen und zeigen, wie Toleranz und Offenheit in der Praxis gelebt werden können.

"Piazza an der Bo" ist mehr als nur das Erzählen von Geschichten - es ist eine Einladung, die Schönheit der Vielfalt aber auch die Herausforderungen der Unterschiede und Differenzen zu entdecken und zu erleben.

Uwe Kullnick, ein Wanderer zwischen Welten - Uwe Kullnick, Biologe, Autor und Weltenbummler, dessen Texte Brücken bauen zwischen Kulturen, Disziplinen und Erfahrungen. In "Piazza an der Bo" verdichtet er seine globalen Erfahrungen mit lokalen Begegnungen zu einem literarischen Kaleidoskop.

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Sprecher: Matthias Pöhlmann

Schnitt, Jupp Stepprath und Realisation Uwe Kullnick
9 Minuten
"Eingeäschert" von Doug Johnstone – eine Rezension von Marius Müller

(Hördauer 09 Minuten)

Zu den Trends der letzten Jahre zählen Bücher über das Bestattungswesen. Trauerredner*innen, die ihre Erfahrungen teilen. Bestatter, die von ihrem Job berichten oder die gleich in den Mittelpunkt von Thrillern gestellt werden. Aber auch in leichteren Romanen ist das Gewerbe der Thanatopraxie und alle weiteren damit verbundenen Tätigkeiten mittlerweile keine Tabu.

Ein weiterer Trend ist die Erzählidee von unterschiedlichen, sich gegenseitig beeinflussenden Generationen von Frauen, die – die unzähligen austauschbaren Historiensagas einmal außen vor gelassen – zuletzt recht häufig Anwendung fand, etwa bei Evie Wylds Die Frauen, Alena Schröder oder jüngst bei Lea Dräger. ...

Marius Müller mit seinem Literaturblog Buch-Haltung hat uns als Literatur Radio Hörbahn aus seinen Blog-Beiträgen diejenigen auszusuchen und zu vertonen, die uns zu unseren Hörern zu passen scheinen. Herzlichen Dank dafür!

Wir werden jeden Beitrag zu seiner Seite verlinken, damit man ihn bei Bedarf Nachlesen kann. 

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9 Minuten
“Hinter den Mauern der Ozean" von Anne Reinecke - eine Rezension von Constanze Matthes

(Hördauer 09 Minuten)

„Die fünf, das sind wir. Aber wer hat uns Rettung gewährt? Wir selbst? Die Fremden? Wir wissen so wenig.“

Irgendwann in Berlin. Eine unüberwindliche Doppel-Mauer umringt den Stadtkern, dahinter erstreckt sich das weite Meer. Berlin – eine Insel. Vieles ist zerstört, einige Gegenden gelten als ungesichert. In der einstigen Millionen-Metropole leben nur noch eine Handvoll Menschen. Auserwählte, die sogenannten Ewigen, die zu unterschiedlichen Zeiten als Kinder in die Stadt gebracht worden sind. Darunter Lola, die die Geschichte der Fünf erzählt, die nicht viel wissen über ihre Herkunft.

Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?

Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.

 

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1 Stunde 31 Minuten
Theater der Macht: Die Inszenierung der Politik in der römischen Republik

(Hördauer ca.92 min, Einführung, Beginn des Gesprächs   17:15)

PROZESSIONEN, POMP UND RITUALE - EIN NEUES BILD DER RÖMISCHEN REPUBLIK

500 Jahre währte die Geschichte der römischen Republik. Große Namen wie Brutus, Cato, Sulla, Caesar und Augustus ragen daraus hervor. Doch was war der Stoff, der ihre Welt im Innersten zusammenhielt? Ausgefeilt choreographierte Zeremonien und streng festgelegte Rituale der Macht, die in Rom wie auf einer Bühne inszeniert wurden! Triumphzug und Götterkult, Volksversammlung und Leichenbegängnis – alles fügte sich zu einer niemals endenden Aufführung, in deren unablässigem Vollzug jeder Bürger den römischen Kosmos wiedererkannte und verstand, wo darin sein Platz war.

Wer dieses Buch liest, versteht mit einem Mal, dass pomp and circumstance im alten Rom nicht einfach schmückendes Beiwerk imperialen Glanzes waren, sondern vielmehr Fundament und Rückgrat des römischen Staates bildeten. Die zahllosen Bauwerke und Denkmäler im Herzen Roms – die alle die Größe, die Heroen und die Ordnung der römischen Welt herauf beschwören – erweisen sich bei näherem Hinsehen als lebendige, bedeutungsvolle und wirkmächtige Kulisse, vor der einst das Theater der Macht aufgeführt wurde. Sie bildete den Raum, in dem Götter, Priester, Politiker und Volk einander begegneten, miteinander kommunizierten und agierten. Zugleich erschließt sich, wie wichtig die durchchoreographierten Triumphe und Trauerfeiern, die Volksversammlungen und Kulthandlungen, die dort inszeniert wurden, für die Zeitgenossen waren – dienten sie ihnen doch als Begründung und Beglaubigung der unvergänglichen Macht und Herrschaft Roms. Es war geradezu das Signum dieser Kultur, dass der Alltag der Politik auf dem Forum einerseits und die außeralltägliche Welt der Bühne, der Feiern und Spiele andererseits sich ebenso gegenseitig spiegelten bzw. teilweise durchdrangen wie die zeremoniellen, symbolisch-ausdrucksstarken Formen und zweckrationalen, technisch-instrumentellen Verfahren der Entscheidungsfindung. Das dabei verwendete Repertoire an Gesten, Gebärden und Formeln in öffentlicher Rede, Zeremonien, Ritualen und anderen Handlungen mit symbolischer Qualität erbrachte als wichtigste Leistung die ständige Vergewisserung und Verpflichtung aller Beteiligten und legte sie auf Akzeptanz und Verbindlichkeit der römischen Ordnung fest.

 

Das Grundlagenwerk für das Verständnis der römischen Republik

Besondere Klarheit der Darstellung mit konkreten Beispielen

Circus – Triumph – Leichenbegängnis

Die Präsenz der Vergangenheit als Ansporn zu neuer Größe

Karl-Joachim Hölkeskamp, geboren am 25. Juli 1953 in Witten, ist ein renommierter deutscher Althistoriker. Er studierte von 1972 bis 1979 an der Ruhr-Universität Bochum und schloss mit dem Ersten Staatsexamen in Englisch und Geschichte ab. 1984 promovierte er in Bochum. Seine akademische Karriere führte ihn von 1987 bis 1991 als Research Fellow nach Cambridge, wo er auch als Affiliated Lecturer tätig war. 1991 habilitierte er sich in Bochum. Nach einer kurzen Professur in Greifswald (1994-1995) lehrte er von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2019 als Professor für Alte Geschichte an der Universität zu Köln. Hölkeskamps Forschungsschwerpunkte umfassen die griechische und römische Geschichte, insbesondere die politische Kultur der römischen Republik sowie die Entstehung der Polis. 2017 wurde er gemeinsam mit seiner Ehefrau Elke Stein-Hölkeskamp mit dem Karl-Christ-Preis ausgezeichnet. Er hat zahlreiche Werke veröffentlicht und war als Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften und Buchreihen tätig.

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick
9 Minuten
Frau Goethe liest (FGL) - "Hotel Vier Jahreszeiten - Ein Traum in Gold" von Anja Marschall – Rezension

(Hördauer ca. 10 Minuten)

Zwischen Armut und Luxus – Die Historie des Hotels Vier Jahreszeiten

Die 14-jährige Luise wächst im Armenviertel der Stadt auf. Als sie die Chance bekommt, im vornehmen Hotel Vier Jahreszeiten zu arbeiten, scheint ihr Traum auf ein besseres Leben in Erfüllung zu gehen. Doch der Alltag im Wäschekeller des Hotels ist hart und Luise muss sich gegen einige Widrigkeiten behaupten. Außerdem entdeckt sie ein lange gehütetes Familiengeheimnis.

Anja Marschall schafft mit ihrem Roman einen fesselnden Einblick in das Leben hinter den Kulissen eines Grandhotels. Sie verbindet historische Fakten mit einer berührenden Geschichte über Mut, Freundschaft und den Traum von einem besseren Leben. Luise ist eine Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt. Die Rezension und einige Angaben zu den damaligen Lebensbedingungen hören Sie in unser Podcastepisode.

 

Eine Rezension von Heike Stepprath. Die ausführliche Rezension finden Sie hier.

Sprecherin Heike Stepprath

 

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Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.

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Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
1 Stunde 11 Minuten
"Das aschkenasische Judentum" - Herkunft, Blüte, Weg nach Osten, Uwe Kullnick spricht mit Peter Schäfer über dessen Buch - Histothek

(Hördauer ca. 71 min)

DIE ERSTE GROßE GESCHICHTE DES ASCHKENASISCHEN JUDENTUMS

Aschkenas: So nannten die seit dem Mittelalter in Europa ansässigen Juden ihr Siedlungsgebiet vor allem in Deutschland. Peter Schäfer bietet mit diesem Buch erstmals einen auf archäologischen und schriftlichen Quellen basierenden Überblick über Herkunft und Blüte des aschkenasischen Judentums und seinen erzwungenen Weg nach Osteuropa. Seine glänzende Darstellung umfasst mehr als 2000 Jahre jüdischer Geschichte, von der Antike bis zum 20. Jahrhundert, und wird für lange Zeit Maßstäbe setzen.

Ein Edikt des Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 betrifft die Juden in Köln, doch erst für die Zeit um das Jahr 1000 sind jüdische Gemeinden in Köln, Mainz, Speyer, Worms, Regensburg, Prag oder Frankfurt sicher belegt. Woher kamen diese Juden? Wie waren ihre Gemeinden organisiert? Wovon lebten sie, und welche Beziehungen pflegten sie zu ihrer christlichen Umgebung? Peter Schäfer kennt wie kaum ein anderer die Schriften des mittelalterlichen Judentums und beschreibt auf ihrer Grundlage – jenseits der bis heute verbreiteten Klischeevorstellungen – den Alltag und die mystisch geprägte Frömmigkeit der aschkenasischen Juden. Er erzählt von den Verfolgungen und Vertreibungen im Spätmittelalter, der erneuten Blüte jüdischen Lebens in Polen, Litauen und Russland und vom Weg der Juden in eine ambivalente Moderne, die Emanzipation versprach und Vernichtung brachte. Seither liegen die Zentren des aschkenasischen Judentums in den USA und Israel, doch seine Wurzeln reichen weit in das europäische Ostjudentum, in das mittelalterliche Deutschland und in die Antike zurück.

"Peter Schäfer ist heute der international führende Fachmann für das jüdische Leben von der Antike bis ins Mittelalter." Hermann Parzinger anlässlich der Aufnahme Peter Schäfers in den Orden Pour le Mérite, 2021

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Redaktion und Realisation Uwe Kullnick