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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
20 Minuten
Das Hörstück basiert in weiten Teilen auf den realen Verbrechen der Tötungsoptimierung im Konzentrationslager Auschwitz.

Erzähler und alle Stimmen: Uwe Kulllnick

Idee, Buch, Regie und Realisation: Uwe Kullnick

Eine Produktion des Literatur Radio Hörbahn in Kooperation mit der Algo Company
24 Minuten
Susanna Bummel-Vohland liest ihr “Paris”.

Ein besondere Sichtweise auf die Französische Hauptstadt.
1 Stunde 34 Minuten
10 Bedingungen für die Rettung unserer Zukunft

Vorstellung und Lesung des Spiegel Bestsellers “Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!” Der Jugendrat der Generationenstiftung im Blessing Verlag

Vorstellung des Buches “Ihr habt keinen Plan” mit einem Vorwort von Harald Lesch, und Beiträgen aus dem Buch (gelesen von Franziska Heinisch und Sarah Hadj Ammar)

„Es ist beschämend für uns Erwachsene, dass dieses Buch geschrieben werden musste, wirklich. Die, die dieses Buch geschrieben haben, haben sich um uns alle verdient gemacht. Denn sie zeigen uns, wie es gehen könnte, wenn wir so mutig und radikal sind wie sie.”

Harald Lesch in seinem Vorwort zum Spiegel-Bestseller “Ihr habt keinen Plan!”

Millionen junger Menschen haben sich in den letzten Monaten politisiert. Unsere Zukunft steht auf dem Spiel. Wir müssen die Klimakrise bewältigen und den Ökozid verhindern. Die Arbeitswelt steht vor enormen Umbrüchen und seit Jahren wird wieder aufgerüstet. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die nächste Wirtschaftskrise ausbricht. Gleichzeitig sind die demokratischen Strukturen in Gefahr.

Aber der Politik, die Tag für Tag gemacht wird, scheint vor allem eines zu fehlen: Ein wirklicher Plan für die Zukunft. Deshalb erhebt jetzt die junge Generation ihre Stimme. Denn sie ist der Politik um einen entscheidenden Punkt voraus: Sie hat einen Plan, den sie an diesem Abend präsentiert.

Acht junge Autor*innen aus dem Jugendrat der Generationen Stiftung haben in ihrem Buch “Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen” 10 Bedingungen für die Rettung der Zukunft formuliert.

Die Autorinnen und Aktivistinnen warnen nicht nur vor den Gefahren, denen sich die heutigen 18- bis 25-Jährigen ausgesetzt sehen, sondern stellen konkrete Forderungen, die mit den Erkenntnissen anerkannter Wissenschaftler*innen abgeglichen sind. Dabei nehmen sie uns alle in die Verantwortung und entwerfen einen Plan, der die Kraft hat, Generationen zu vereinen.

Herausgeberin

Claudia Langer hat die Internetplattform “utopia.de” gegründet, das Buch “Generation: Man müsste mal …” geschrieben und die Stiftung Generationen ins Leben gerufen. Sie ist im Stiftungsvorstand.

Autor*innen

Franziska Heinisch, 20 Jahre, studiert in Heidelberg Jura und arbeitet für den Jugendrat der Generationen Stiftung. In der Wochenzeitschrift ZEIT erregte am 29. März 2019 ihr Artikel zum Klimastreik großes Aufsehen.

Sarah Hadj Ammar, 20 Jahre, studiert Biomedizin in Würzburg, ist seit neun Jahren unter anderem bei Plant-for-the-Planet aktiv, war dort ein Jahr im Global Board (dem Jugendweltvorstand) aktiv. Sie befasst sich mit Klimafragen.

Lucie Hammecke, 22 Jahre, studiert in Leipzig Politikwissenschaft und ist Expertin für Demokratie. Als jüngste Abgeordnete zog sie 2019 für die Grünen in den Sächsischen Landtag ein.

Niklas Hecht, 21 Jahre, studiert in Leipzig Lehramt für die Fächer Deutsch und Sport ist der Experte für Bildungsfragen. Er war von 2012 bis 2016 Mitglied der Nationalmannschaft im Kanu-Slalom.

Jonathan Gut, 20 Jahre, studiert in Dresden Verkehrsingenieurwesen.

Daniel Al-Kayal, 25 Jahre, studiert Politikwissenschaft in Heidelberg, ist Bezirksbeirat in Kirchheim, kandidiert für die SPD und interessiert sich vor allem für kommunale Themen.

Hannah Lübbert, 18 Jahre, kommt aus Berlin, studiert Umweltwissenschaften und Psychologie in Lüneburg.

Jakob Nehls, 25 Jahre, studiert Geografie und Politik in Göttingen und ist Jugendvertreter von Amnesty International Deutschland.
1 Stunde 12 Minuten
“Teufelskerle und Katastrophenweiber”

Sechs bayerische Persönlichkeiten lieferten den Stoff für die Kurzbiographien. Wir begegnen dem rebellischen Herzog Christoph dem Starken, dem Wilderer und Polizistenmörder Mathias Kneißl, dem Literaten, Kriegsgegner und Nazikritiker Oskar Maria Graf, der aufmüpfigen Regensburgerin Barbara Blomberg, der unangepassten Kurfürstin Maria Leopoldine, der Kämpferin und Schriftstellerin Lena Christ. Sie zeichneten sich aus durch ihren Mut, den eigenn Willen durchzusetzen und wie die Welt darüber denkt, war ihnen gleichgültig. Es ging ihnen darum zu überleben und ihre Ziele zu erreichen. …

Gaby Kilian: Ist Schriftstellerin und Stadtführerin. Eine Stadtführung in München mit der freien Autorin Gaby Kilian ist kurzweilig. Durch die Erzählung der vielen Begebenheiten lässt sie die Vergangenheit der Stadt lebendig werden.

Seit der Schulzeit galt ihr besonderes Interesse der Historie der unterschiedlichsten Länder. Ihre besondere Liebe gehört München und Bayern. Sie ließ sich zur Stadtführerin ausbilden und veröffentlichte zwei Bücher mit Ereignissen aus ihrer Wahlheimat.
3 Minuten
Ian McEwan wurde mal von der »Times« als der wahrscheinlich beste lebende Romanschriftsteller in England bezeichnet. Mit seinem Buch »Menschen wie ich« hat er das vor einem halben Jahr unter Beweis gestellt. Nun legt er mit »Die Kakerlake« einen faden Roman vor, der mehr will als kann.
17 Minuten
Klara leidet am Abschied: „Ich vermisse Dich. Manchmal hast Du lange geschwiegen, und doch wusste ich, dass Du bei mir warst.“ Vor fünfzehn Jahren war Schluss gewesen. Sie war von ihm fortgegangen und dachte damals: „das ist es, ich habe es beendet, es ist getan, und jetzt gehe ich, von hier aus immer weiter, immer weiter.“ Doch die „sonnige Straße“, die sich an jenem Tag vor ihr aufgetan hatte, verdunkelt sich wieder. „Jetzt komme ich zurück“, meint die Protagonistin nun. Der Mann aber, der ihr immer geduldig zugehört hatte, der ihr mit seiner Ruhe und Zuversicht imponiert hatte – ihr Psychoanalytiker –, er war schon tot.

Eine Rezension von Galina Hristeva

Den Text der Rezension finden Sie hier.

Es liest Marlisa Thumm
15 Minuten
Wintergedichte:

Der erste Schnee – Friedrich Güll

Bitte, Bitte! – Gustav Adolf Kröner

Die drei Spatzen – Christian Morgenstern

Winternacht – Christian Morgenstern

Wenn es Winter wird – Christian Morgenstern

Der Schneemann auf der Straße – Robert Reinick

Die vier Brüder – Karoline Stahl

Alte Geschichten – Friedrich Wilhelm Weber

Das Gedicht vom Reh – Autor unbekannt

Der Winter ist gekommen – Autor unbekannt

Winters Ankunft – Autor unbekannt

Will sehen, was ich weiß. Vom Büblein auf dem Eis – Friedrich Güll
43 Minuten
Ein Essay von Thomas Anz zu den ersten Bänden 1-4, 1877-1894 „Die voranalytischen Schriften“ der von Christfried Tögel herausgegebenen Gesamtausgabe.

Während die „kritische Edition“ von Adolf Hitlers Mein Kampf nun schon länger auf den ersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste steht und die weit fortgeschrittene „Gesamtausgabe“ von Martin Heideggers Werken seit dem Erscheinen der Schwarzen Hefte erneut zu heftigen Debatten über den Philosophen geführt hat, finden die ersten, seit einigen Monaten vorliegenden Bände von Sigmund Freuds Gesamtausgabe bislang nur wenig Beachtung …

Den Text finden Sie hier.
13 Minuten
Karl Lehrer (ehemaliger Analphabeth) kämpft seit 20 Jahren dafür, dass Menschen in Deutschland ernst und wahr genommen werden, die (noch) nicht lesen und schreiben können. Frucht seiner Arbeit ist, dass es jetzt viele Erfolgsgeschichten in diesem Bereich gibt, die anderen Betroffenen Mut machen. Bisheriger Höhepunkt ist die Ausrufung einer Dekade für Alphabetisierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Zusammenarbeit mit dem Dachverband in Gründung Alfa Selbsthilfe.

Das Interview führte Susanna Bummel-Vohland
13 Minuten
Hugo Ball – Im Rahmen der Lyrik-Reihe Wiedergehört hören Sie einige Werke des Autors und Biografen Hugo Ball. Der Mitbegründer des Dada wurde 1886 geboren. Er gründete 1916 das Cabaret Voltaire wo er im Juni zum ersten Mal eines seiner Lautgedichte (Gadji beri bimba) vortrug und das als „Wiege des Dadaismus“ bezeichnet wird.

Sprecher: Uwe Kullnick
9 Minuten
London: Der hochrangige Politiker Mathewson wird bei einem Attentat vor einer großen Menschenmenge erschossen. Der Attentäter kann festgenommen werden, doch die Drahtzieher bleiben unerkannt

2 Sicherheitschef Joe Dempsey, der spezialisiert darauf ist, Bedrohungen zu identifizieren und auszuschalten, erlebt das Undenkbare: Das politische Gefüge wankt, die britische Regierung scheint die Kontrolle zu verlieren.

1 Die junge Journalistin Sarah, die das Attentat live verfolgt hat, und der Anwalt Michael Devlin versuchen, die Wahrheit hinter den Toren der Macht aufzudecken … auf Leben und Tod

Gelesen von Uve Teschner

Tony Kent studierte Jura in Schottland und arbeitet heute als Anwalt in London. Er ist regelmäßig im Old Bailey tätig und war Verteidiger und Ankläger in einigen spektakulären Strafprozessen. Nebenbei ist Kent erfolgreich als Autor und Boxer.

Uve Teschner ist vor allem Liebhabern von Hörbüchern bekannt – diese machen einen großen Teil seiner Tätigkeit als Sprecher aus. Egal, ob Thriller oder Sachbuch, Krimi oder Kinderbuch, zeitgenössische oder klassische Belletristik – sowohl die einzelnen Genres, als auch deren Vielfalt reizen ihn.

Aktuell sind es ca. 280 Hörbücher, die Uve Teschner in den vergangenen Jahren erzählt hat, darunter von Autoren wie Margeret Atwood, Ramez Naam, Jonathan Safran Foer, Carlos Ruiz Zafón, James Frey, Jo Nesbø, Greg Iles, John Katzenbach und viele mehr.

Aber ebenso sind Hörspiele, live auf der Bühne oder im Studio, sowie Lesungen Bestandteil seiner Arbeit. Zudem spricht er Features, Audiodeskriptionen und Voice Over für Radio und Fernsehen. Seine Stimme ist auch in regionalen und nationalen Werbekampagnen oder in synchronisierten Fassungen von TV-Serien und Kinofilmen zu hören.

Rezension, Lesung, Schnitt Katharina Glück
17 Minuten
Wie er fühlte, was er las

Eine russische Annäherung an den japanischen Schriftsteller Tokutomi Roka

Der Band Tokutomi Roka. Der Einsiedler von Kasuya stellt einen anspruchsvollen Vermittlungsversuch dar: Er behandelt den im 21. Jahrhundert schon fast jede Beachtung entbehrenden japanischen Schriftsteller Tokutomi Kenjirô (1868-1927), genannt Roka, der mit seiner Lebensspanne und seinem Schaffen für die japanischen Epochen Meiji (1868-1912) und Taishô (1912-1926) steht. Komplex gestaltet sich die Vermittlung auch deshalb, weil die von dem promovierten Strahlenbiologen Peter Raff, Arzt und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (OAG), ins Deutsche übersetzte Biographie des Autors von der russischen Japanologin Lidija Gromkovskaja (1933-1994) stammt; sie wurde als Teil der Reihe „Schriftsteller und Gelehrte des Ostens“ (Pisateli i učenye vostoka) im Jahr 1983 verfasst, was die Publikation ihrerseits als zeitgeschichtlichen Beitrag zu einer – so noch wenig wahrgenommenen – internationalen japanbezogenen Literaturwissenschaft und ihrer verschiedenen Forschungskulturen kennzeichnet. …

Eine Rezension von Lisette Gebhardt

Den Text der Rezension finden Sie hier.
56 Minuten
Drei Personen und drei Ausgaben – ein fragwürdiger Vergleich?

Ein Essay von Thomas Anz zu den ersten Bänden 1-4, 1877-1894 „Die voranalytischen Schriften“ der von Christfried Tögel herausgegebenen Gesamtausgabe.

Während die „kritische Edition“ von Adolf Hitlers Mein Kampf nun schon länger auf den ersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste steht und die weit fortgeschrittene „Gesamtausgabe“ von Martin Heideggers Werken seit dem Erscheinen der Schwarzen Hefte erneut zu heftigen Debatten über den Philosophen geführt hat, finden die ersten, seit einigen Monaten vorliegenden Bände von Sigmund Freuds Gesamtausgabe bislang nur wenig Beachtung …

Den Text finden Sie hier.

Sprecherin war Sylvie Richard Färber
15 Minuten
Hugo Ball – Im Rahmen der Lyrik-Reihe Wiedergehört hören Sie einige Werke des Autors und Biografen Hugo Ball. Der Mitbegründer des Dada wurde 1886 geboren. Er gründete 1916 das Cabaret Voltaire wo er im Juni zum ersten Mal eines seiner Lautgedichte (Gadji beri bimba) vortrug und das als „Wiege des Dadaismus“ bezeichnet wird.

Sprecher: Uwe Kullnick
13 Minuten
Zum Problem der Entfaltung luxurierender weiblicher Sexualität auf dem Weg von den Hominiden-Weibchen zu den Homo-sapiens-Frauen aus evolutionstheoretischer Sicht mit ständiger Rücksicht auf die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus.

Peter Sloterdijk erkundet auch in diesem Roman – in Form und Inhalt – das Unzeitgemäße und damit das Erhellende und Überraschende. Auf dem munteren Weg dorthin greift unausweichlich eine erotische Geschichte in die nächste über: Ironie und Direktheit gehen bei dem philosophierenden Schriftsteller und literarischen Philosophen Peter Sloterdijk eine Liaison ein.

Eine in die Jahre gekommene Fünferbande, drei Männer, zwei Frauen, stellt bei einer Bonner Institution den Antrag auf Förderung des Projekts »Zwischen Biologie und Humanwissenschaften: Zum Problem der Entfaltung luxurierender weiblicher Sexualität auf dem Weg von den Hominiden-Weibchen zu den Homo-sapiens-Frauen aus evolutionstheoretischer Sicht mit ständiger Rücksicht auf die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus«. Peter Sloterdijk skizziert das Unternehmen in Form eines klassischen Briefes, worauf die Mitstreiter per E-Mail antworten und auf diese Weise einen regen Austausch untereinander von mehr oder weniger intimen Überzeugungen und Geständnissen in Gang setzen. Man begegnet sich persönlich nur kurz in Bonn und Karlsruhe nach dem erwartbaren Ablehnungsbescheid, und dabei kommt es zu unerwarteten Gemengelagen.

Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland