Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
15 Minuten
Der Sohn eines Gymnasialprofessors wuchs als ältestes von 14 Kindern in Deutsch-Krone/Pommern auf, wo er erste systematische Naturstudien und literarische Versuche unternahm. Er machte das Abitur in Münster, brach wegen eines angestrebten Studiums der Naturwissenschaften mit dem Elternhaus, scheiterte aber wegen exzessiven Alkoholkonsums. Er wurde Journalist, 1891 in Kaiserslautern, 1892 in Gera, 1893-1909 bei verschiedenen Zeitungen in Hannover. Seit 1909 lebte er als freier Schriftsteller. 1911/12 reiste er ein Jahr durch Europa. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldete er sich als Freiwilliger. Er fiel bei Reims.
18 Minuten
Gerhard Luhofer spricht über das Buch Die Go-Spielerin, von Shan Sa. Einfühlsam erzählt uns der Rezensent aus dem Buch. Shan Sa wurde mit ihrem Roman um die tragische Liebe zwischen einer chinesischen Aristokratin und einem japanischen Leutnant zum Liebling der Pariser Literaturszene. Virtuos beherrscht die junge Chinesin das Go-Spiel – bis sie dem Zauber eines Mandarins erliegt, der sie zu einem leidenschaftlichen Duell herausfordert. Dabei ahnt die Rebellin nicht, wer ihr Gegner in Wirklichkeit ist: ein Spion der Japaner, die in jenen Jahren die Mandschurei besetzen … Shan Sa wurde mit ihrem Roman um die tragische Liebe zwischen einer chinesischen Aristokratin und einem japanischen Leutnant zum Liebling der Pariser Literaturszene.
Sprecher ist Gerhard Luhofer
Sprecher ist Gerhard Luhofer
10 Minuten
Reinhard Meier legt ein längst überfälliges Porträt des russischen Germanisten und Menschenrechtlers Lew Kopelew (1912–1997) vor. Von Volker Strebel. …
Eine Rezension von Reinhard Meier
Es sprach Susanna Bummel-Vohland
Eine Rezension von Reinhard Meier
Es sprach Susanna Bummel-Vohland
13 Minuten
„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“
Folgt man dieser Auffassung des antiken Philosophen Epikur, ist ein Nachdenken über den Tod sinnlos. Ist der Tod nämlich eingetreten, haben wir kein Bewusstsein mehr, um ihn wahrzunehmen. Warum also über den Tod nachdenken, wenn wir ihn doch nie erleben werden? Eine klare Antwort auf diese Frage bietet Dieter Birnbacher in seinem neuen Werk Tod an. …
Eine Rezension von Sascha Mangliers
Folgt man dieser Auffassung des antiken Philosophen Epikur, ist ein Nachdenken über den Tod sinnlos. Ist der Tod nämlich eingetreten, haben wir kein Bewusstsein mehr, um ihn wahrzunehmen. Warum also über den Tod nachdenken, wenn wir ihn doch nie erleben werden? Eine klare Antwort auf diese Frage bietet Dieter Birnbacher in seinem neuen Werk Tod an. …
Eine Rezension von Sascha Mangliers
5 Minuten
Roberto Bolaño habe „2666“, sein wahrlich epochales mehr als 1000seitiges Überwerk, im Angesicht des eigenen Todes geschrieben, so erfahren wir im Vorwort. Also habe er jede einzelne ihm verbleibende Minute noch zum Schreiben nutzen wollen, bevor er 2003 mit gerade einmal 50 Jahren an einer Leberzirrhose verstarb, zuvor vergeblich auf eine Organspende vergeblich gewartet hatte, so lesen wir. …
David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 24 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das musikalische Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern (Cliff Richard, Joe Cocker, Pet Shop Boys, Take That, Paul Young) verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste und ist Mitbegründer der noch immer existenten Liederatur-Bühne „Geschmacksverstärker“ im Zebrano-Theater Berlin. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.
Sein erstes Hörbuch „Das Seufzen und das Schweben“ erschien Anfang 2017.
David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 24 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das musikalische Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern (Cliff Richard, Joe Cocker, Pet Shop Boys, Take That, Paul Young) verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste und ist Mitbegründer der noch immer existenten Liederatur-Bühne „Geschmacksverstärker“ im Zebrano-Theater Berlin. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.
Sein erstes Hörbuch „Das Seufzen und das Schweben“ erschien Anfang 2017.
19 Minuten
Die junge in Hermeskeil geborene Autorin Shida Bazyar legt mit „Nachts ist es leise in Teheran“ die Geschichte einer Flüchlingsfamilie aus dem Iran vor. 1979, nachdem der Schah den Iran verlassen hatte, waren die kommunistischen Oppositionellen voller Hoffnung, ihr Land neu gestalten zu können. Schnell jedoch wurden sie vor vollendete Tatsachen gestellt: die religiösen Kräfte um Ajatollah Khomeini besetzten die Schalthebel der Macht und für viele der Genossen war Flucht die einzige Möglichkeit, dem Gefängnis zu entkommen. Auch Beshad, Nadih und ihre Kinder müssen fliehen und kommen nach Deutschland. Hier werden sie zu Bittstellern, müssen mühsam Sprache und sozialen Gepflogenheiten lernen. Lange hoffen sie, zurückkehren zu können…. die Kinder ihrerseits wachsen in zwei Kulturen auf, aber ihnen ist, im Gegensatz zu den Eltern, die iranische die, in der sie sich unsicher fühlen. …
Sprecher ist Gerhard Luhofer
Sprecher ist Gerhard Luhofer
20 Minuten
Anton Tschechov
Geboren am 29.01.1860 in Tangarog, Südrußland. Sein Großvater war ein Leibeigener, der sich freikaufen konnte. Der Vater besaß einen kleinen Krämerladen. Čechov ging 1879 zum Studium nach Moskau und wurde Arzt. Er erkrankte bereits in jungen Jahren an Tuberkulose und war ab 1898 in verschiedenen Kurorten Südrußlands und Westeuropas. Čechov starb am 15.07.1904 in Badenweiler.
Es sprach Marlisa Thumm
Geboren am 29.01.1860 in Tangarog, Südrußland. Sein Großvater war ein Leibeigener, der sich freikaufen konnte. Der Vater besaß einen kleinen Krämerladen. Čechov ging 1879 zum Studium nach Moskau und wurde Arzt. Er erkrankte bereits in jungen Jahren an Tuberkulose und war ab 1898 in verschiedenen Kurorten Südrußlands und Westeuropas. Čechov starb am 15.07.1904 in Badenweiler.
Es sprach Marlisa Thumm
45 Minuten
Elisabeth Schwachulla – Queen Trulla, schreibt seit ihrem neunten Lebensjahr Lyrik und ist seit April 2018 auf deutschen Poetry Slams und Lesebühnen anzutreffen. Ebenfalls 2018 machte sie ihren Master in Germanistischer Literaturwissenschaft und lebt seither von Kunst und Kellnern.
Inspiration findet sie in ihrer übertriebenen Traum- und Gefühlswelt, einem bewegten Alltag und den schrägen Gestalten ihrer Umgebung.
Oft nutzt sie die Bühne für politische Botschaften.
Meike Harms lebt im Outback Münchens. Sie studierte Geisteswissenschaftliches in Augsburg und absolvierte eine Ausbildung zur Poesiepädagogin in Berlin. Sie leitet kreative Schreibprojekte für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Außerdem bildet sie Lehrkräfte fort. Als Bühnenpoetin bereist sie den gesamten deutschsprachigen Raum. 2014 wurde sie bayerische Meisterin und 2019 Münchner Stadtmeisterin im Poetry Slam.
Zu lesen ist sie in Poesie kann Karate (Tinx-Verlag, 2015) und Lautstärke ist weiblich (Satyr Verlag, 2017).
Sie mag Buchstaben in allen Geschmacksrichtungen und Fahrräder.
Katrin Freiburghaus ist studierte Literaturwissenschaftlerin und eigentlich Sportjournalistin, hat aber manchmal keine Lust oder nicht genug Geduld, um Rücksicht darauf zu nehmen, wie das Spiel ausgeht. Sie denkt sich dann ein eigenes Ende aus.
Und einen eigenen Anfang. Und ein anderes Spiel.
Das Ergebnis singt und liest die gebürtige Berlinerin seit 2015 auf Bühnen im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt Bayern vor. Dabei wechseln sich Geschichten über linguistisch relevantes Obst, Rebellion und das schöne Gefühl, gut gelaunt schlechten Kuchen zu essen, mit Liedern zwischen Weltraum und politischen Keksrezepten ab.
Die Autorin lebt in München. Die Kinder in ihren Liedern und Geschichten sind echt.
Inspiration findet sie in ihrer übertriebenen Traum- und Gefühlswelt, einem bewegten Alltag und den schrägen Gestalten ihrer Umgebung.
Oft nutzt sie die Bühne für politische Botschaften.
Meike Harms lebt im Outback Münchens. Sie studierte Geisteswissenschaftliches in Augsburg und absolvierte eine Ausbildung zur Poesiepädagogin in Berlin. Sie leitet kreative Schreibprojekte für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Außerdem bildet sie Lehrkräfte fort. Als Bühnenpoetin bereist sie den gesamten deutschsprachigen Raum. 2014 wurde sie bayerische Meisterin und 2019 Münchner Stadtmeisterin im Poetry Slam.
Zu lesen ist sie in Poesie kann Karate (Tinx-Verlag, 2015) und Lautstärke ist weiblich (Satyr Verlag, 2017).
Sie mag Buchstaben in allen Geschmacksrichtungen und Fahrräder.
Katrin Freiburghaus ist studierte Literaturwissenschaftlerin und eigentlich Sportjournalistin, hat aber manchmal keine Lust oder nicht genug Geduld, um Rücksicht darauf zu nehmen, wie das Spiel ausgeht. Sie denkt sich dann ein eigenes Ende aus.
Und einen eigenen Anfang. Und ein anderes Spiel.
Das Ergebnis singt und liest die gebürtige Berlinerin seit 2015 auf Bühnen im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkt Bayern vor. Dabei wechseln sich Geschichten über linguistisch relevantes Obst, Rebellion und das schöne Gefühl, gut gelaunt schlechten Kuchen zu essen, mit Liedern zwischen Weltraum und politischen Keksrezepten ab.
Die Autorin lebt in München. Die Kinder in ihren Liedern und Geschichten sind echt.
30 Minuten
Karin Fellner, *1970, lebt nach einem Literaturstudium als Autorin und Schreibcoach in München. Sie leitet Schreibseminare, u.a. für das Lyrik Kabinett und das Literaturhaus München. Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit einem Literaturstipendium des Freistaats Bayern (2018).
Von ihr erschienen fünf Lyrik-Einzelbände, zuletzt Ohne Kosmonautenanzug (parasitenpresse 2015) und eins: zum andern (parasitenpresse 2019).
Miriam Calleja ist eine zweisprachige Autorin und Dichterin aus Malta. Ihre erste Gedichtsammlung Pomegranate Heart wurde 2015 veröffentlicht. Ihre Gedichte sind in mehreren Anthologien in Großbritannien online und in gedruckter Form vertreten, darunter Please Hear What I’m Not Saying, Persona Non Grata, The Blue Nib und For The Silent.
Sie leitet Creative Writing Workshops und arbeitet mit anderen Künstlern zusammen. Im Herbst 2020 ist sie in die Villa Waldberta eingeladen, die internationale Künstlerresidenz der Stadt München.
Von ihr erschienen fünf Lyrik-Einzelbände, zuletzt Ohne Kosmonautenanzug (parasitenpresse 2015) und eins: zum andern (parasitenpresse 2019).
Miriam Calleja ist eine zweisprachige Autorin und Dichterin aus Malta. Ihre erste Gedichtsammlung Pomegranate Heart wurde 2015 veröffentlicht. Ihre Gedichte sind in mehreren Anthologien in Großbritannien online und in gedruckter Form vertreten, darunter Please Hear What I’m Not Saying, Persona Non Grata, The Blue Nib und For The Silent.
Sie leitet Creative Writing Workshops und arbeitet mit anderen Künstlern zusammen. Im Herbst 2020 ist sie in die Villa Waldberta eingeladen, die internationale Künstlerresidenz der Stadt München.
19 Minuten
Therese Chromik ist vor allem für ihre Lyrik bekannt. Aber sie publizierte auch literarische Prosa, Essays und Biographien. Nun haben wir ihre Erzählungen als Great Shorties versammelt. Es sind Geschichten, wie das Leben sie schreibt, eben Great Shorties. Sie sind dem Buch “Das dritte Testament” Verlag Ralf Liebe, entnommen.
Dr. Therese Chromik, am 16. Oktober 1943 in Liegnitz geboren, studierte Philosophie, Germanistik, Geographie und Kunst in Marburg und Kiel und unterrichtete an Gymnasien in Kiel und Husum. Sie war verheiratet mit Dr. Christian Chromik und ist Mutter von zwei Söhnen. Seit 1979 ist sie verwitwet. Seit vielen Jahren leitet sie Werkstätten für kreatives Schreiben mit Schülern und Erwachsenen. Darüber auch Veröffentlichungen. Lehraufträge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Abordnungen ans Kultusministerium und an das Institut für Praxis und Theorie der Schule. Bis 2007 Schulleiterin der Theodor-Storm-Schule Husum. Fachbeirätin für Literatur in der GEDOK SH. Im Sommer 2008 Dozentin für Literatur und Kreatives Schreiben in der Junior Akademie St. Peter Ording.- Schulleiterin von 2000 bis 2007 in Husum an der Theodor-Storm-Schule. Promotion 2011 in Wroclaw im Fach Germanistik.
Dr. Therese Chromik, am 16. Oktober 1943 in Liegnitz geboren, studierte Philosophie, Germanistik, Geographie und Kunst in Marburg und Kiel und unterrichtete an Gymnasien in Kiel und Husum. Sie war verheiratet mit Dr. Christian Chromik und ist Mutter von zwei Söhnen. Seit 1979 ist sie verwitwet. Seit vielen Jahren leitet sie Werkstätten für kreatives Schreiben mit Schülern und Erwachsenen. Darüber auch Veröffentlichungen. Lehraufträge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Abordnungen ans Kultusministerium und an das Institut für Praxis und Theorie der Schule. Bis 2007 Schulleiterin der Theodor-Storm-Schule Husum. Fachbeirätin für Literatur in der GEDOK SH. Im Sommer 2008 Dozentin für Literatur und Kreatives Schreiben in der Junior Akademie St. Peter Ording.- Schulleiterin von 2000 bis 2007 in Husum an der Theodor-Storm-Schule. Promotion 2011 in Wroclaw im Fach Germanistik.
32 Minuten
Um 1900 war Richard Dehmel einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter. Mit seinen leidenschaftlichen Versen war er Anreger für eine junge Dichtergeneration, mehr noch: eine Schlüsselfigur der Moderne. Doch heute kennt kaum noch jemand seinen Namen – abgesehen von ausgesprochenen Lyrikliebhabern, Literaturhistorikern oder Germanistikstudenten, die gerade ein Seminar über deutsche Literatur der Jahrhundertwende absolvieren. Mit Neugier oder Verdruss? Selbst in Lyrikanthologien ist der „größte deutsche Dichter seiner Zeit“ (Frank Wedekind) nur noch selten anzutreffen. In der Echtermeyer-Ausgabe meiner Schulzeit war er noch mit acht Gedichten vertreten, inzwischen wurde sein Werk in der aktuellen Ausgabe vollkommen getilgt. Auch die verschwindende Anzahl von Dehmel-Publikationen in den letzten Jahrzehnten ist ein Indiz für dieses Desinteresse. Sein 100. Todestag sollte jedoch Anlass für eine würdigende und fragende Reminiszenz sein. …
Eine Rezension von Manfred Orlick
Eine Rezension von Manfred Orlick
17 Minuten
Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt.
Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.
Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren.
Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem
Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte.
12 Minuten
Das von Roland Borgards herausgegebene Kulturwissenschaftliche Handbuch zum Stichwort Tiere bietet einen vorzüglichen Überblick über wichtige Themen, Fragen und Disziplinen des „tiertheoretischen Blick[s] auf die Kultur“, der im angelsächsischen Raum animal turn genannt wird, human-animal studies, critical animal studies, oder cultural animal studies. Borgards betont im Vorwort zu Recht, dass dieser Forschungsansatz Tiere nicht lediglich als einen Forschungsgegenstand neben anderen versteht, sondern dass die Reflexion der kulturell informierten Auffassungen von und Interaktionen mit Tieren den Rang einer Methode einnimmt: einer „tiergestützten Methode“. Diese erlangt mit der Analyse der Auffassung von Tieren als „nützlich“ bzw. „schädlich“, „unterlegen“ bzw. „überlegen“ nicht nur eine Kritik konkreter Praktiken, sondern zugleich auch eine Kritik begrifflicher Unterscheidungen wie etwa zwischen Natur und Kultur oder Subjekt und Objekt, die diesen Praktiken zugrunde liegen und damit eine Basis jenes Handelns und Denkens bilden, denen die gegenwärtige ökologische Krise aufruht. Eine große Stärke des Bandes liegt darin, in durchgehend gut informierten Einführungen aus der Hand von Spezialisten sowohl verschiedene Problemfelder (wie Gesellschaft, Umwelt, Medien), philosophische Ansätze (wie Geist und Ethik), Künste und Denkformen (wie Mythologie, Psychologie) zu präsentieren, als auch die Geschichte von Institutionen und Praktiken wie Jagd, Domestizierung, Tierversuch und Zoos. Solche Institutionen und Praktiken erscheinen in der orientierenden Literatur häufig lediglich als Beispiel; die gesonderte Aufmerksamkeit, die dieser Band ihnen zollt, baut leichtfertige Selbstverständlichkeiten ab, indem er etwa auf die komplexen Traditionen und Kontexte hinweist, in denen die Unterscheidung von Nutz- und Haustieren steht. …
Eine Rezension von Juliane Prade-Weiss
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Es sprach Marlisa Thumm
Eine Rezension von Juliane Prade-Weiss
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Es sprach Marlisa Thumm
29 Minuten
IHR! macht Text- und Klangperformances.
IHR! möchte erzählen und zum Zuhören anstiften.
IHR! verbindet zeitgenössische Textarbeit mit Klanginstallation.
Die Autorinnen Nora Zapf und Theresa Seraphin und die Musikerin Marie-Kristin Burger experimentieren an den Schnittstellen von Lyrik und Performance, Musik und Noise.
Marie-Kristin Burger ist Musikerin und Musik- und Tanzpädagogin aus Salzburg. Als Flötistin ihrer Band AREIA setzt sie sich mit Jazz und Improvisations-Konzepten auseinander. Aber auch Elemente der Weltmusik, ein vielfältiges Schlagwerk-Instrumentarium, Live Electronics und Sound Studies inspirieren ihre Improvisationen, Kompositionen und pädagogischen Tätigkeiten.
Sie arbeitet in Kooperation mit musikalischen Ensembles, Tänzer*innen sowie Theaterproduktionen und vielem mehr.
Theresa Seraphin studierte Dramaturgie, Kunstgeschichte und Komparatistik in München und Seoul. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerks Münchner Theatertexter*innen. Ihre Theatertexte (z.B. die Lecture-Performance Münchner Zelle für europäische Utopie) entstehen v.a. im Rahmen von freien Theaterproduktionen.
Sie ist Studentin des Studiengangs “Kuratieren in den Szenischen Künsten” und arbeitet seit 2018 als Dramaturgin und Assistentin der künstlerischen Leitung an der ARGEkultur in Salzburg. Sie lebt in München und Salzburg.
Nora Zapf ist Lyrikerin und Übersetzerin aus dem Spanischen und Portugiesischen und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck. Zusammen mit Katrin Lange Herausgeberin des Bandes Screenshots. Literatur im Netz bei text + kritik 2020. Sie ist Organisatorin der Reihe “meine drei lyrischen ichs”, der Biennale “Großer Tag der Jungen Münchner Literatur” sowie Mitorganisatorin in der Reihe “Wir machen das”, die geflüchteten Künstler*innen eine Bühne gibt.
Lyrikbände: rost und kaffeesatz, 2018, homogloben, 2018.
IHR! möchte erzählen und zum Zuhören anstiften.
IHR! verbindet zeitgenössische Textarbeit mit Klanginstallation.
Die Autorinnen Nora Zapf und Theresa Seraphin und die Musikerin Marie-Kristin Burger experimentieren an den Schnittstellen von Lyrik und Performance, Musik und Noise.
Marie-Kristin Burger ist Musikerin und Musik- und Tanzpädagogin aus Salzburg. Als Flötistin ihrer Band AREIA setzt sie sich mit Jazz und Improvisations-Konzepten auseinander. Aber auch Elemente der Weltmusik, ein vielfältiges Schlagwerk-Instrumentarium, Live Electronics und Sound Studies inspirieren ihre Improvisationen, Kompositionen und pädagogischen Tätigkeiten.
Sie arbeitet in Kooperation mit musikalischen Ensembles, Tänzer*innen sowie Theaterproduktionen und vielem mehr.
Theresa Seraphin studierte Dramaturgie, Kunstgeschichte und Komparatistik in München und Seoul. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerks Münchner Theatertexter*innen. Ihre Theatertexte (z.B. die Lecture-Performance Münchner Zelle für europäische Utopie) entstehen v.a. im Rahmen von freien Theaterproduktionen.
Sie ist Studentin des Studiengangs “Kuratieren in den Szenischen Künsten” und arbeitet seit 2018 als Dramaturgin und Assistentin der künstlerischen Leitung an der ARGEkultur in Salzburg. Sie lebt in München und Salzburg.
Nora Zapf ist Lyrikerin und Übersetzerin aus dem Spanischen und Portugiesischen und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck. Zusammen mit Katrin Lange Herausgeberin des Bandes Screenshots. Literatur im Netz bei text + kritik 2020. Sie ist Organisatorin der Reihe “meine drei lyrischen ichs”, der Biennale “Großer Tag der Jungen Münchner Literatur” sowie Mitorganisatorin in der Reihe “Wir machen das”, die geflüchteten Künstler*innen eine Bühne gibt.
Lyrikbände: rost und kaffeesatz, 2018, homogloben, 2018.
16 Minuten
Therese Chromik ist vor allem für ihre Lyrik bekannt. Aber sie publizierte auch literarische Prosa, Essays und Biographien. Nun haben wir ihre Erzählungen als Great Shorties versammelt. Es sind Geschichten, wie das Leben sie schreibt, eben Great Shorties. Sie sind dem Buch “Das dritte Testament” Verlag Ralf Liebe, entnommen.
Dr. Therese Chromik, am 16. Oktober 1943 in Liegnitz geboren, studierte Philosophie, Germanistik, Geographie und Kunst in Marburg und Kiel und unterrichtete an Gymnasien in Kiel und Husum. Sie war verheiratet mit Dr. Christian Chromik und ist Mutter von zwei Söhnen. Seit 1979 ist sie verwitwet. Seit vielen Jahren leitet sie Werkstätten für kreatives Schreiben mit Schülern und Erwachsenen. Darüber auch Veröffentlichungen. Lehraufträge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Abordnungen ans Kultusministerium und an das Institut für Praxis und Theorie der Schule. Bis 2007 Schulleiterin der Theodor-Storm-Schule Husum. Fachbeirätin für Literatur in der GEDOK SH. Im Sommer 2008 Dozentin für Literatur und Kreatives Schreiben in der Junior Akademie St. Peter Ording.- Schulleiterin von 2000 bis 2007 in Husum an der Theodor-Storm-Schule. Promotion 2011 in Wroclaw im Fach Germanistik.
Dr. Therese Chromik, am 16. Oktober 1943 in Liegnitz geboren, studierte Philosophie, Germanistik, Geographie und Kunst in Marburg und Kiel und unterrichtete an Gymnasien in Kiel und Husum. Sie war verheiratet mit Dr. Christian Chromik und ist Mutter von zwei Söhnen. Seit 1979 ist sie verwitwet. Seit vielen Jahren leitet sie Werkstätten für kreatives Schreiben mit Schülern und Erwachsenen. Darüber auch Veröffentlichungen. Lehraufträge an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel. Abordnungen ans Kultusministerium und an das Institut für Praxis und Theorie der Schule. Bis 2007 Schulleiterin der Theodor-Storm-Schule Husum. Fachbeirätin für Literatur in der GEDOK SH. Im Sommer 2008 Dozentin für Literatur und Kreatives Schreiben in der Junior Akademie St. Peter Ording.- Schulleiterin von 2000 bis 2007 in Husum an der Theodor-Storm-Schule. Promotion 2011 in Wroclaw im Fach Germanistik.