Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
8 Minuten
Für ihren zweiten Roman Herumtreiberinnen hat Bettina Wilpert ein Gebäude in Leipzig als Ort gewählt, an dem sich ihre ausschließlich weiblichen Figuren innerhalb unterschiedlicher politischer Systeme wiederfinden. Auch wenn es keine direkte Verbindung zwischen ihnen gibt, so zeigt die hier erzählte Geschichte auf berührende, manchmal auch schockierende und unangenehme Art und Weise, wie sehr die politischen Rahmenbedingungen das Leben einzelner Menschen beeinflussen können.
1 Stunde 34 Minuten
Die Seidenstraße, die Ostasien mit dem Mittelmeerraum verbindet, ist zum Inbegriff einer frühen Globalisierung geworden. Der Sinologe Thomas O. Höllmann schaut von China aus auf das legendenumrankte Routennetzwerk. Er beschreibt anschaulich, wie die Menschen reisten und wie Güter und Ideen weitervermittelt wurden. Ein Ausblick macht deutlich, warum China mit der «Neuen Seidenstraße» auf das symbolische Kapital der alten Verbindungen setzt.
Seit der Antike nutzten Gesandte, Händler, Missionare und Abenteurer die Seidenstraße. Auf dem Landweg passierten sie dabei lebensfeindliche Wüsten wie die Taklamakan, überwanden hoch aufragende Gebirge wie den Pamir und verweilten in betriebsamen Oasenstädten wie Buchara, Samarkand oder Turfan. Davon künden zahllose archäologische Zeugnisse, von denen viele erst in den letzten Jahrzehnten erschlossen wurden.
Thomas O. Höllmann rekonstruiert mit ihrer Hilfe sowie anhand von historiographischen Quellen, fesselnden Reisebeschreibungen und lebensnahen Gedichten, welche Waren nach China gelangten, wie der Buddhismus und andere Religionen im Reich der Mitte rezipiert wurden und welche Schlüsseltechnologien, allen voran Papier und Buchdruck, von dort aus ihren Siegeszug über die ganze Welt antraten. Das Buch geht den ökonomischen Grundlagen, politischen Motiven und kulturellen Rahmenbedingungen des Austauschs nach und führt faszinierend konkret vor Augen, was Globalisierung in einem Zeitraum von rund zwei Jahrtausenden bedeutete.
Vom Reich der Mitte durch den islamischen Orient nach Europa: Wie der legendäre Fernhandelsweg China und den Westen verändert hat
Auf der Grundlage neuer archäologischer Entdeckungen entlang der Seidenstraße
Mit 80 farbigen Abbildungen
Thomas O. Höllmann ist Professor em. für Sinologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er war Mitglied des Internationalen Konsultativkomitees für das Seidenstraßenprojekt der UNESCO. Bei C.H.Beck erschienen von ihm u.a. “Das alte China” (2008), “Schlafender Lotos, trunkenes Huhn. Kulturgeschichte der chinesischen Küche” (2010) sowie “Die chinesische Schrift” (C.H.Beck Wissen, 2017).
Seit der Antike nutzten Gesandte, Händler, Missionare und Abenteurer die Seidenstraße. Auf dem Landweg passierten sie dabei lebensfeindliche Wüsten wie die Taklamakan, überwanden hoch aufragende Gebirge wie den Pamir und verweilten in betriebsamen Oasenstädten wie Buchara, Samarkand oder Turfan. Davon künden zahllose archäologische Zeugnisse, von denen viele erst in den letzten Jahrzehnten erschlossen wurden.
Thomas O. Höllmann rekonstruiert mit ihrer Hilfe sowie anhand von historiographischen Quellen, fesselnden Reisebeschreibungen und lebensnahen Gedichten, welche Waren nach China gelangten, wie der Buddhismus und andere Religionen im Reich der Mitte rezipiert wurden und welche Schlüsseltechnologien, allen voran Papier und Buchdruck, von dort aus ihren Siegeszug über die ganze Welt antraten. Das Buch geht den ökonomischen Grundlagen, politischen Motiven und kulturellen Rahmenbedingungen des Austauschs nach und führt faszinierend konkret vor Augen, was Globalisierung in einem Zeitraum von rund zwei Jahrtausenden bedeutete.
Vom Reich der Mitte durch den islamischen Orient nach Europa: Wie der legendäre Fernhandelsweg China und den Westen verändert hat
Auf der Grundlage neuer archäologischer Entdeckungen entlang der Seidenstraße
Mit 80 farbigen Abbildungen
Thomas O. Höllmann ist Professor em. für Sinologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Er war Mitglied des Internationalen Konsultativkomitees für das Seidenstraßenprojekt der UNESCO. Bei C.H.Beck erschienen von ihm u.a. “Das alte China” (2008), “Schlafender Lotos, trunkenes Huhn. Kulturgeschichte der chinesischen Küche” (2010) sowie “Die chinesische Schrift” (C.H.Beck Wissen, 2017).
35 Minuten
Mark Brandis ist Berliner. Er wird nicht „Brändis“ ausgesprochen, denn er stammt wie sein Schöpfer, Nikolai von Michalewsky, aus der Mark Brandenburg. Also ausnahmsweise mal ein Deutscher, der mit Raumschiffen das All durcheilt.
Nikolai von Michalewsky würde sich übrigens kaum als Zwilling seiner Schöpfung betrachtet haben. Was ihn aber dennoch mit Brandis verbindet, erfahren wir hier.
Ab Oktober 2008 erschien die Reihe Weltraumpartisanen, ursprünglich bei Herder in Freiburg aufgelegt, als neue Paperback-Edition im Wurdack-Verlag. Sowohl die Papierausgabe als auch eine nachgereichte E-Buch-Ausgabe sind mittlerweile komplett erhältlich.
Robert Mayerhofer ist Science-Fiction-Fan von Kindheit an. Für LITERATUR RADIO HÖRBAHN geht er seiner Begeisterung nach und betreibt „Berts SciFi-Kaleidoskop“, wo er unter anderem die Streifzüge von Chewjan-Teaux Aulabyortonois durch das Genre vorstellt.
Hinter dem Pseudonym Chewjan-Teaux Aulabyortonois steckt ein langjähriger Redaktionsmitarbeiter zweier großer süddeutscher Verlage, die sich die Herausgabe herausragender SF-Werke auf die Fahnen geschrieben haben. Ihn interessieren vor allem neomythische Strömungen der Popkultur und traditionelle Welterklärungsmodelle, die bis heute ihre Wirkung entfalten.
Nikolai von Michalewsky würde sich übrigens kaum als Zwilling seiner Schöpfung betrachtet haben. Was ihn aber dennoch mit Brandis verbindet, erfahren wir hier.
Ab Oktober 2008 erschien die Reihe Weltraumpartisanen, ursprünglich bei Herder in Freiburg aufgelegt, als neue Paperback-Edition im Wurdack-Verlag. Sowohl die Papierausgabe als auch eine nachgereichte E-Buch-Ausgabe sind mittlerweile komplett erhältlich.
Robert Mayerhofer ist Science-Fiction-Fan von Kindheit an. Für LITERATUR RADIO HÖRBAHN geht er seiner Begeisterung nach und betreibt „Berts SciFi-Kaleidoskop“, wo er unter anderem die Streifzüge von Chewjan-Teaux Aulabyortonois durch das Genre vorstellt.
Hinter dem Pseudonym Chewjan-Teaux Aulabyortonois steckt ein langjähriger Redaktionsmitarbeiter zweier großer süddeutscher Verlage, die sich die Herausgabe herausragender SF-Werke auf die Fahnen geschrieben haben. Ihn interessieren vor allem neomythische Strömungen der Popkultur und traditionelle Welterklärungsmodelle, die bis heute ihre Wirkung entfalten.
53 Minuten
Im Apartment der verführerischen Eva wird ein Frauenarzt tot aufgefunden. Von der Edelprostituierten allerdings fehlt jede Spur. Nicht einmal ihre DNA lässt sich am Tatort nachweisen. Nur Gudrun, eine ältere Frau, die bei Eva putzt, könnte Licht ins Dunkel bringen. Doch die beseitigt alle Hinweise, die zu Eva führen. Denn das, was die beiden Frauen verbindet, reicht tief in ihr Innerstes. Heile Welt in einer kleinen Stadt – und ein Lotterleben zwischen Lack und Leder, Langhaarperücken und Latexhandschuhen, Täuschung und Enttäuschung. Das Bamberger Ermittlerduo Alfred Meister und Dominique Brodbecker in einem Fall voller trügerischer Wahrheiten. …
Nicole Eick stammt aus Karlsruhe, ist aber seit Jahrzehnten in Oberfranken zu Hause und lebt heute in Coburg. Nach dem Studium der Sozialpädagogik in Bamberg arbeitete sie unter anderem im Frauenhaus, in der Schwangerenberatung und im Sozialpsychiatrischen Dienst. Ihren Beruf hat sie immer auch mit dem Schreibhandwerk verknüpft – als freie Mitarbeiterin regionaler Zeitungen ebenso wie als Autorin zahlreicher Kurzgeschichten und mehrerer Romane.
Nicole Eick stammt aus Karlsruhe, ist aber seit Jahrzehnten in Oberfranken zu Hause und lebt heute in Coburg. Nach dem Studium der Sozialpädagogik in Bamberg arbeitete sie unter anderem im Frauenhaus, in der Schwangerenberatung und im Sozialpsychiatrischen Dienst. Ihren Beruf hat sie immer auch mit dem Schreibhandwerk verknüpft – als freie Mitarbeiterin regionaler Zeitungen ebenso wie als Autorin zahlreicher Kurzgeschichten und mehrerer Romane.
11 Minuten
Wer bin ich, wo komme ich her, warum befinde ich mich genau da, wo ich jetzt bin und vor allem, warum ist das passiert, was unabwendbar scheint? Diesen Fragestellungen widmet sich Marcel Möhring in seinem Roman AMEN. Ihm ist damit ein nahezu philosophisches Werk gelungen, das nicht nur Fragen stellt, sondern auch viele beantwortet, denen sich die moderne Menschheit ausgesetzt sieht. …
Den Text der Rezension finden Sie hier.
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18 Minuten
David Mark Weber aus Cleveland ist oft ausgezeichnet und noch öfter für Literatur-Preise nominiert worden. Über viele Bände erstreckt sich sein Harrington-Zyklus, den er – vielleicht bewusst? – in einer Art und Weise gehalten hat, die uns an ein Yellow Press-Produkt denken lassen.
Robert Mayerhofer ist Science-Fiction-Fan von Kindheit an. Für LITERATUR RADIO HÖRBAHN geht er seiner Begeisterung nach und betreibt „Berts SciFi-Kaleidoskop“, wo er unter anderem die Streifzüge von Chewjan-Teaux Aulabyortonois durch das Genre vorstellt.
Hinter dem Pseudonym Chewjan-Teaux Aulabyortonois steckt ein langjähriger Redaktionsmitarbeiter zweier großer süddeutscher Verlage, die sich die Herausgabe herausragender SF-Werke auf die Fahnen geschrieben haben. Ihn interessieren vor allem neomythische Strömungen der Popkultur und traditionelle Welterklärungsmodelle, die bis heute ihre Wirkung entfalten.
Robert Mayerhofer ist Science-Fiction-Fan von Kindheit an. Für LITERATUR RADIO HÖRBAHN geht er seiner Begeisterung nach und betreibt „Berts SciFi-Kaleidoskop“, wo er unter anderem die Streifzüge von Chewjan-Teaux Aulabyortonois durch das Genre vorstellt.
Hinter dem Pseudonym Chewjan-Teaux Aulabyortonois steckt ein langjähriger Redaktionsmitarbeiter zweier großer süddeutscher Verlage, die sich die Herausgabe herausragender SF-Werke auf die Fahnen geschrieben haben. Ihn interessieren vor allem neomythische Strömungen der Popkultur und traditionelle Welterklärungsmodelle, die bis heute ihre Wirkung entfalten.
13 Minuten
isenbart & Meisendraht ist – eigener Aussage zufolge – das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat können AutorInnen ein neues Thema beackern. Die Beiträge werden dann in Radiowellen transformiert, zum Nachlesen und Nachhören auf www.eisenbartmeisendraht.de eingestellt und jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf http://www.radio-z.net/de/ präsentiert.
EisenbartMeisendraht 2:
Nacht(un)ruhe
Für den Wald ins Feld ziehen
Mehr oder weniger zusammen
EisenbartMeisendraht 2:
Nacht(un)ruhe
Für den Wald ins Feld ziehen
Mehr oder weniger zusammen
6 Minuten
Der einzige Kontakt des Autors mit dem Thema Angeln war im Kindesalter der Fang einer Plötze mit einer Stipprute. Sowohl der gefangene Fisch als auch die Art des Fangens sind meilenweit von dem entfernt, was uns Andreas Möller in seinem Buch über den Hecht erzählt. Aber man muss kein passionierter Angler sein, um Freude an diesem Buch zu haben. Dieses Kleinod, Teil 80 einer inzwischen 88 Ausgaben umfassenden Reihe „Naturkunden“ vom Verlag Matthes und Seitz, sei jedem und jeder empfohlen, der/die Freude an guten Büchern über die Natur hat. …
12 Minuten
Armin Strohmeyr ist promovierter Germanist und Autor viel beachteter Biografien und Porträtsammlungen. Sein Buch „Verkannte Pioniere“ wurde von der Zeitschrift DAMALS beim Wettbewerb „Historisches Buch des Jahres“ mit dem 3. Platz prämiert und stand in Österreich auf der Shortlist für das „Wissenschaftsbuch des Jahres“. Im Piper Verlag erschienen bisher „Abenteuer reisender Frauen“, „Einflussreiche Frauen“, „Geheimnisvolle Frauen“, „Uns gehört die Welt“, „Die leuchtenden Länder“, „Annette Kolb“ und „Weltensammlerin“.
10 Minuten
„Die Antarktis ist eine Trickbetrügerin.“
In einer roten Lockheed Vega 5B überquert sie 1932 im Alleinflug den Atlantik. Bei dem Versuch, die Welt zu umrunden, verunglückt sie 1937 auf einer der letzten Etappen im Pazifik. Die US-Amerikanerin Amelia Earhart zählt zu den großen Flugpionierinnen ihrer Zeit. Wie auch ihre Landsmänninnen Harriet Quimby und Jacqueline Cochran sowie die deutschen Pilotinnen Elly Beinhorn, Amelie Beese und Marga von Etzdorf. In ihrem Roman „Kreiseziehen“ erzählt die US-amerikanische Autorin Maggie Shipstead von einer Frau, die schon als Kind den Traum hatte zu fliegen, die letztlich sich zwischen den Wolken sicherer fühlte, als mit den Beinen auf der Erde, wo sie stets nach Anerkennung, Liebe und ihren Lebensweg suchte. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
In einer roten Lockheed Vega 5B überquert sie 1932 im Alleinflug den Atlantik. Bei dem Versuch, die Welt zu umrunden, verunglückt sie 1937 auf einer der letzten Etappen im Pazifik. Die US-Amerikanerin Amelia Earhart zählt zu den großen Flugpionierinnen ihrer Zeit. Wie auch ihre Landsmänninnen Harriet Quimby und Jacqueline Cochran sowie die deutschen Pilotinnen Elly Beinhorn, Amelie Beese und Marga von Etzdorf. In ihrem Roman „Kreiseziehen“ erzählt die US-amerikanische Autorin Maggie Shipstead von einer Frau, die schon als Kind den Traum hatte zu fliegen, die letztlich sich zwischen den Wolken sicherer fühlte, als mit den Beinen auf der Erde, wo sie stets nach Anerkennung, Liebe und ihren Lebensweg suchte. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
14 Minuten
Es war Ludwig Rosenthal als Vertreter der älteren Exilgeneration, der in seinem Buch Heinrich Heine als Jude (Frankfurt am Main 1973) die bisher umfangreichste neuere Untersuchung zu Heines Einstellung zur jüdischen Religion vorgelegt hat. Seither mangelt es an einschlägigen Studien. Auch das in vieler Hinsicht verdienstvolle Unternehmen des Heine-Handbuchs, das 1987 erstmals erschienen ist und mittlerweile in seiner 3. Auflage von 2004 den Rang eines Standardwerks genießt, würdigt dieses Forschungssegment nur in einem relativ kurzen Kapitel im Abschnitt „Der Außenseiter: Jude, Emigrant, Intellektueller“. …
Den Text der Rezension finden Sie hier.
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13 Minuten
Eisenbart & Meisendraht ist – eigener Aussage zufolge – das Literaturvermittlungsmagazin für geschundene Seelen. Jeden Monat können AutorInnen ein neues Thema beackern. Die Beiträge werden dann in Radiowellen transformiert, zum Nachlesen und Nachhören auf www.eisenbartmeisendraht.de eingestellt und jeden vierten Sonntag im Monat von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf http://www.radio-z.net/de/ präsentiert.
EisenbartMeisendraht 1:
Jahreszeitenmagie
Freiheit im Wandel
Der Fern-Seher
EisenbartMeisendraht 1:
Jahreszeitenmagie
Freiheit im Wandel
Der Fern-Seher
40 Minuten
Wir melden uns heute aus einer kleinen ungeplanten Sommerpause zurück, um sonnengetankt und energiegeladen das Bilderbuch in einem ganz besonderen Format zu feiern und zwar mit der Bilderbuchzeitschrift Gecko, die dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen bejubeln kann. Außerdem freuen wir uns über den Einzug von (Wollmaus-) Familie Fluse in das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung – und ihr könnt alle dabei mithelfen!
****
Petra Schulz – Inhaberin und Buchhändlerin der Glockenbachbuchhandlung
Pamela Scholz – Buchhändlerin aus Leidenschaft
Steffi Sack – „Nur Lesen ist schöner“
Muriel Rathje – Erfinderin, Herausgeberin und Redaktionelle Leitung der Bilderbuchzeitschrift Gecko
und als Gast – Illustratorin Dorothea Blankenhagen
(Wollmaus-) Familie Fluse von Künstlerin Katrin Wiegand im Schaufenster der Buchhandlung
Was haben wir vor?
Wir wollen heute feiern!!! Und zwar das Jubiläum einer Bilderbuchzeitschrift, das sogar das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung in Feierlaune versetzt.
Wir wollen uns über Bilderbuchgeschichten unterhalten, die in einer Zeitschrift erscheinen und mitunter zu ganz eigenständigen Bilderbüchern und Hörbüchern heranwachsen. Und wir wollen uns einem besonderen Magazin widmen, das sich den Bilderbüchern verschrieben hat, das zum Rätseln, Lernen und Mitmachen einlädt und obendrein ganz ohne Werbung auskommt.
Heute geht es um:
Was ist das Besondere an der Bilderbuchzeitschrift Gecko?
Welche Inhalte finden sich darin?
Wie entsteht so eine Kinderzeitschrift und wer ist daran beteiligt?
Wie entstehen aus den Geschichten ganze Bücher?
Wo kann man den Gecko beziehen?
Das 15-Jahre-Gecko-Jubel-Schaufenster von Steffi und ein besonderer Kreativwettbewerb, dessen Gewinner:in ein Probeabo des Gecko gewinnen kann!
****
Petra Schulz – Inhaberin und Buchhändlerin der Glockenbachbuchhandlung
Pamela Scholz – Buchhändlerin aus Leidenschaft
Steffi Sack – „Nur Lesen ist schöner“
Muriel Rathje – Erfinderin, Herausgeberin und Redaktionelle Leitung der Bilderbuchzeitschrift Gecko
und als Gast – Illustratorin Dorothea Blankenhagen
(Wollmaus-) Familie Fluse von Künstlerin Katrin Wiegand im Schaufenster der Buchhandlung
Was haben wir vor?
Wir wollen heute feiern!!! Und zwar das Jubiläum einer Bilderbuchzeitschrift, das sogar das Schaufenster der Glockenbachbuchhandlung in Feierlaune versetzt.
Wir wollen uns über Bilderbuchgeschichten unterhalten, die in einer Zeitschrift erscheinen und mitunter zu ganz eigenständigen Bilderbüchern und Hörbüchern heranwachsen. Und wir wollen uns einem besonderen Magazin widmen, das sich den Bilderbüchern verschrieben hat, das zum Rätseln, Lernen und Mitmachen einlädt und obendrein ganz ohne Werbung auskommt.
Heute geht es um:
Was ist das Besondere an der Bilderbuchzeitschrift Gecko?
Welche Inhalte finden sich darin?
Wie entsteht so eine Kinderzeitschrift und wer ist daran beteiligt?
Wie entstehen aus den Geschichten ganze Bücher?
Wo kann man den Gecko beziehen?
Das 15-Jahre-Gecko-Jubel-Schaufenster von Steffi und ein besonderer Kreativwettbewerb, dessen Gewinner:in ein Probeabo des Gecko gewinnen kann!
5 Minuten
In Kinder- und Jugendmedien lassen sich zahlreiche Motive finden, die in verschiedenen Kontexten immer wieder auftreten, so etwa die Motive „Mutprobe“, „Außenseiter“ oder „Freibad“. Die Herausgeber*innen des vorliegenden Sammelbandes, Tobias Kurwinkel und Stefanie Jakobi, bemerken bezüglich der Verwendung von Motiven, dass diese „menschliche Grundsituationen [betreffen], die in literarischen Texten je nach Entstehungskontext und Medialität verschiedenartig entfaltet werden können – und interpretiert werden müssen.“ Dabei stellen Motive keineswegs „beliebige Inhaltselemente“ dar, vielmehr sind sie in hohem Maße „miteinander vernetzt – im individuellen Werk ebenso wie intertextuell innerhalb einer Gattung, eines Genres oder eines Mediums.“
Den Text der Rezension finden Sie hier.
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9 Minuten
„Wenn das Kraut einer Art, die man sammelt, größer ist als man selbst, ist das ein bedeutendes Ereignis.“
Kamille und Königskerze, Hirtentäschel und Holunder, Schafgarbe und Schöllkraut: Wer den Debütroman der tschechischen Autorin Anna Bolavá liest, wird wie die Heldin und Ich-Erzählerin Anna zu einem Sammler oder einer Sammlerin. Man sammelt unweigerlich bei der Lektüre von „Der Duft der Dunkelheit“ Namen von Kräutern in einer Liste. Alle Heilpflanzen, die in diesem Buch genannt werden, gibt es tatsächlich, weist die Schriftstellerin zu Beginn ihres Werkes hin, für das sie 2016 mit dem wichtigsten Literaturpreis ihres Landes ausgezeichnet wurde. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
Den Volltext dieser Rezension findest Du hier
Kamille und Königskerze, Hirtentäschel und Holunder, Schafgarbe und Schöllkraut: Wer den Debütroman der tschechischen Autorin Anna Bolavá liest, wird wie die Heldin und Ich-Erzählerin Anna zu einem Sammler oder einer Sammlerin. Man sammelt unweigerlich bei der Lektüre von „Der Duft der Dunkelheit“ Namen von Kräutern in einer Liste. Alle Heilpflanzen, die in diesem Buch genannt werden, gibt es tatsächlich, weist die Schriftstellerin zu Beginn ihres Werkes hin, für das sie 2016 mit dem wichtigsten Literaturpreis ihres Landes ausgezeichnet wurde. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
Den Volltext dieser Rezension findest Du hier