Seelenfutter Archiv
312 Episoden
34 Minuten
Botanisch geprägt sind die Gedichte der 147. Folge des kleinen, feinen Lyrikpodcast Seelenfutter. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren ein Zederngedicht von französischen Lyriker Yvan Goll, das bezaubernd zartes Liebesgedicht "Ich will nichts weiter sein", und stellen dazu "Gingo Biloba" vom universalgelehrten Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe, eine Ode an die Freundschaft. Sogar die Bibelworte atmen Flora und Fauna. Es tut wirklich gut! Seelenfutter eben.
42 Minuten
Im jungen Jahr ist noch die Zeit der Wünsche. Was soll das neue Kalenderjahr alles bringen? Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren Wunsch-Gedichte, sehr unterschiedlich in ihrer Art. In ihrem Gedicht "Wie spatzen sind meine wünsche" benennt Dorothee Sölle den Versuch, diese lästigen Störenfriede zu verscheuchen - was wäre denn, die Wünsche ließen sich nieder und bekämen Raum? Anders heißt Theodor Fontane die Wünsche herzlich willkommen, zusammen mit einem guten Punsch. Und dichtet gegen Hirnschlepperei an, Gedankenknoten, Kopfpessimismus.
Dazu gibts Psalmworte, und schon nimmt 2023 fein Fahrt auf. Mit Seelenfutter
Dazu gibts Psalmworte, und schon nimmt 2023 fein Fahrt auf. Mit Seelenfutter
39 Minuten
Hoffnungstexte zum Jahreswechsel. Können wir gut brauchen, finden die Lyrikpodcast-Hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard, und stellen Text von Emily Dickinson ("Hoffnung ist das Ding mit Federn") und Max Richard Lessmann ("Verlier ruhig die Hoffnung - sie findet dich wieder") zusammen. Eine helle Tonalität, die verspricht: Die Hoffnung verlässt dich nicht. Geht nicht. Bleibt bei mir. Kommt zurück. Das wird...! Dazu gibt es Bibelworte aus dem Hebräer- und dem Epheser-Brief. Wohl abgestimmtes Seelen-Soul-Food, so kann 2023 dann kommen.
59 Minuten
Eine interreligiöse Weihnachtsfolge, mit einem muslimischen Gast: es funkelt ganz besonders unter dem Lyrik-Weihnachtsbaum vom Seelenfutter. Der Religionsgelehrte Ali-Özgür Özdil ist zu Gast bei den Lyrik-Podcast-Hosts Friedemann Magaard und Susanne Garsoffky. Zu dritt sprechen sie über das Gedicht "Weihnacht" der jüdischen Lyrikerin Else Lasker-Schüler, über Verse des persischen Dichters Saadi Schirazi sowie über "Es gibt so wunderweiße Nächte" des christlichen Schriftstellers Rainer Maria Rilke. Dazu jeweils einen Vers aus Hebräischer Bibel, Neuem Testament und aus dem Koran. Eine Spur Weihnachtsfrieden.
40 Minuten
Mütterlich geht es zu in der aktuellen Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter, und ein wenig adventlich dabei: "mother mary" klingt plötzlich an, wenn die Mutter nächtens von einem Unbekannten angesprochen wird. Mit "der simsbesucher" der deutsch-finnischen Lyrikerin Dorothea Grünzweig setzt Podcast-Host Friedemann Magaard den poetischen Ton, Co-Host Susanne Garsoffky antwortet mit dem mundartlichen "Mutters Hände" von Kurt Tucholsky. Sehr menschlich, sehr berührend. Ja, diese Mütter... Seelenfutter
46 Minuten
Gedichte von der Ostsee und von der Nordsee. Küstenverse, mit Steinen und mit Wattenschlick. Ringelnatz und Storm. Es geht um Freiheit, um Demut, um Beheimatung und die Tiefe der Innerlichkeit. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard haben sich blind in die beiden Texte verguckt und präsentieren sie glücklich im Lyrik-Podcast Seelenfutter, zusammen mit Psalmworten und Versen aus dem Lukasevangelium.
40 Minuten
Als hätten sie die Texte aufeinander abgestimmt. Clemens Brentanos "Was reif in diesen Zeilen steht" setzen den Ton der 141. Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter: Was zählt im Leben, wenn die Stürme und Kämpfe des Lebens verwehen, was am Ende der Ernte steht: "O Stern und Blume". Sieben Jahre zuvor dichtete Adalbert von Chamisso, beginnend mit den Worten "Sterne und Blumen". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind begeister von diesem Geist der Sehnsucht. Dazu gibt es Worte von Jeremia und den Psalmen.
37 Minuten
Eine Schmonzette hat Susanne Garsoffky das Gedicht "Die unmögliche Tatsache" genannt: Verschmitzt, ironisch, hintergründig. Von der Wahrheit und dem, was sein kann, nur wenn es sein darf. Dazu stellen die beiden Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein lebensweises Gedicht von Theodor Fontane ("Ein Chinese"). Zur Frage, welche Bedeutung die Jagd nach dem Glück habe, lässt sich gut Rat von einem weisen Chinesen einholen. Dazu gibt es Bibelworte vom Prediger Salomo und dem Johannesevangelium. Leichtfüßige Seelenkost.
43 Minuten
November-Sound. Dabei lässt sich Abschliedliches auch wunderbar in Sommertöne kleiden, so gescehen in der "Sommerelegie" von Max Dauthendey. Nach Eruption ein stilles Sich-Ergeben. Anders und auch zustimmend, in "zögernder Seligkeit" kommt Friedrich Nietzsches "Tag meines Lebens" daher. Stärkende Worte am Ende des Kirchenjahres, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard. Dazu stellen sie Bibelworte von Jesaja und Sacharja. Seelentrost.
35 Minuten
Eine traumhafte Folge des Lyrik-Podcasts Seelenfutter: "Traum vom Fliegen" von Karl Kraus leuchtet die Flugkraft der Illusion aus, und erzählt vom harten Aufprall in der Realität. Selma Meerbaum-Eisinger, die junge Jüdin, die im ukrainischen KZ den Tod fand, dichtet zart in einem ihrer drei letzten überlieferten Gedichte von der bergenden Macht des Traums, einen lächelnden Hauch können sie in die schlimmste Dunkelheit zaubern. Und nein: Der Weltflucht reden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard nicht das Wort, wohl aber dem Traum, der Schutzraum ist und zugleich Geburtsort einer neuen Utopie. Dazu zwei Psalmverse. Tut gut.
Seelenfutter 137: Von Lesekunst und Schmeicheltönen. Gedichte von William Drummond und Helene Branco
34 Minuten
Liegt das Heil in der Welt oder gerade nicht? William Drummond ermuntert: Schau die Welt an. Sieh genau hin. Dann lernst du alles über den Schöpfer und seinen Plan. Helene Branco stellt dagegen, dass das Leben der Welt vergänglich ist, dass das innere Leben ins Ewige trägt. In beiden Fällen geht es um das Wesentliche und um die Ablenkung. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind schwer davon angetan. Seelenfutter.
40 Minuten
Die Angst vor dem, was kommt, sucht eine Antwort, die wirklich das Herz trifft. Bei Erich Mühsams Gedicht "Angst packt mich an" fließt alle Seelennot in die große Geste einer hingebungsvollen Bitte: "Schütze mich / Stütze mich / Faß meine Hand an / Hilf mir lieben." Großartig! Dagegen spricht Elisabeth Barrett Browning in "future and past" von dem, was sie gefunden hat und was ihr "Siechtum" beendet hatte: das geliebte Du, "der Umgang mit Engeln hat". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard genießen diese Verse voll Zerbrechlichkeit und Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse, aus den Psalmen und von Johannes.
38 Minuten
Schuld - das ist das Thema der beiden Gedichte, die Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter vorstellen. "Schuld" aus den "Moabiter Sonetten" des Widerstandskämpfers Albrecht Haushofer trägt höchste Ethik in sich und öffnet die Tür zur Freiheit. "Schuld" der großartigen Else Lasker-Schüler weiß von den Verstrickungen im intimsten Miteinander zweier Menschen. Beide Gedichte beobachten filigran und legen schonungslos und zugleich zutiefst menschlich frei, was keiner gern sieht. Seeleneinblicke.
44 Minuten
Zwei Herbstgedichte. So tief. So schön. So unterschiedlich. "Ernte" von Richard Dehmel zeichnet eine Skizze unterm Nußbaum, im melancholischen Rückblick auf das Jahr, und bewegt von einer reifen Nuß. Hört selbst! Dazu steht ein Herbst-Haiku von dem wunderbaren Masaoka Shiki, dem vierten großen Meister japanischer Haiku-Kunst. Radikal reduziert, ein Tropfen Tusche, höchstens. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind bezaubert von diesem besonderen Herbst-Klang und finden: Das tut gut, in diesen Zeiten. Gerade mit dem Zusammenklang zum Hohenlied und einem Psalmvers. Seelenfutter eben.
42 Minuten
Ausgesprochen herbstlich geht es zu, in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter. "Herbstgedanke" der erstaunlichen italienischen Dichterin Ada Negri füllt das Abschiedliche des Herbstes mit reichlich Sonnenlicht, mild und tröstlich. Clara MÜller-Jahnke, Zeitgenössin und vielleicht auch Seelenverwandte von Ada Negri, dichtet mit "Herbst" eine bemerkenswerte Entwicklung von dunkler Wolkenstimmung hin zu einem Ernte-Dank - wunderbar finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard beide Texte und stellen sie zusammen mit Worten von Paulus und aus den Psalmen.