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Man müsste mal... Archiv

168 Episoden
44 Minuten
„Man müsste mal tief in die Ostsee eintauchen, um zu verstehen, wie es ihr überhaupt geht.“ Mit diesem Satz beginnt Ramon Gerwien unser Gespräch. Und seine Diagnose hat es in sich: Fieber, Völlegefühl, Atemnot, Vergiftung, Sehschwäche und Hörsturz.

Gerwien ist Biologe, Journalist, ehemaliger Lehrer, Sänger – und vor allem ein „Ostseekind“. Geboren bei Greifswald und aufgewachsen in Schwerin, gehörten für ihn Wochenenden und Ferien am Meer zur Kindheit. Die Ostsee war zunächst ein riesiger Spielplatz. Später wurde sie zum Gegenstand seines Biologiestudiums und schließlich seiner journalistischen Arbeit.

Als Journalist sprach Gerwien immer wieder mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Ostsee. Dabei genoss er es, auch die vermeintlich dummen Fragen stellen zu dürfen. Aus langen Gesprächen wurden kurze Radio- und Fernsehbeiträge – und immer mehr Material blieb übrig. Im Oktober 2024 saß er mit seiner Freundin auf dem Balkon und klagte wieder einmal darüber, wie viele spannende Geschichten unerzählt blieben. Dann fiel der entscheidende Satz: Dann schreib doch ein Buch.

Das hat er getan. In „Ostsee. Wie geht’s?“ versucht Ramon Gerwien, komplizierte Wissenschaft so zu erzählen, dass auch Nichtbiologen verstehen, was in diesem kleinen Meer geschieht.

Und so erfahren wir im Gespräch, was die Ostsee mit einem Latte macchiato gemeinsam hat. Unten liegt schweres Salzwasser, darüber leichteres Süßwasser – und anders als beim Kaffee können wir leider nicht einfach einen Löffel nehmen und umrühren.

Wir sprechen über Sauerstoffmangel und Algenteppiche, über rund 300 Flüsse, die Wasser und Nährstoffe in die Ostsee bringen, über Heringe, Schweinswale und einen Dorsch, der paradoxerweise in einer mit Nährstoffen „überfütterten“ Ostsee immer weniger vom Kuchen abbekommt.

Vor allem aber geht es um die Frage: Wie könnte es der Ostsee in 30 Jahren gehen? Ramon Gerwien hofft auf eine Ostsee, die sich nicht weiter erhitzt, in die weniger Nährstoffe gelangen und deren Meeresschutzgebiete mehr sind als bloße „Paper Parks“. Und er erzählt, was jeder selbst tun kann – vom Müllmitnehmen am Strand bis zur Unterstützung der Forschung durch eigene Messungen auf dem Wasser.

Diese Folge haben wir am 29. September 2026 aufgenommen.

Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/

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46 Minuten
Neu in der Stadt?

Wer neu in einer Stadt ist, braucht mehr als eine Wohnung und einen Arbeitsplatz. Er braucht Menschen, Begegnungen und Orte, an denen er einfach willkommen ist.

So einen Ort gibt es mitten in Schwerin: Das Internationale Haus am Ziegenmarkt. Unsere Gäste Imke Brandt und René Brown erzählen, was dort passiert – vom Sprachtisch über Reparaturcafé, Musik, Tanz und Workshops bis zu Lesungen und Informationsveranstaltungen.

Dabei geht es keineswegs nur um Geflüchtete. Menschen aus vielen Ländern arbeiten längst in Schwerin, in der Pflege, in Unternehmen, Schulen, Geschäften und vielen anderen Bereichen. Das Internationale Haus will für sie ebenso da sein wie für diejenigen, die schon ihr ganzes Leben in Schwerin verbringen.

Doch ausgerechnet die Zukunft dieses Ortes ist nicht gesichert. Fördermittel werden gekürzt, eine dauerhafte Finanzierung gibt es nicht. Viel Zeit und Energie, die eigentlich für Begegnung gedacht ist, fließt inzwischen in Förderanträge und die Suche nach Geld.

Was hat Schwerin vom Internationalen Haus? Und was würde der Stadt fehlen, wenn es diesen Ort irgendwann nicht mehr gäbe?

Darüber sprechen Imke Brandt und René Brown in der neuen Folge von „Man müsste mal …“. Mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 24. September 2026 aufgenommen.

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46 Minuten
Als wir Ecki Raff am Ende unserer ersten Folge verlassen haben, lagen fast 20 Jahre Radio hinter ihm. Und plötzlich war da wieder etwas, das ihn schon als Kind begeistert hatte: die Fotografie. Und auch Herr Hildebrandt

Also lernte er noch einmal. Er besuchte Fotografen und Workshops, gründete eine Fotoschule und wurde selbst erfolgreicher Fotograf. Bis er irgendwann zwischen Sägeblättern, Brötchen und Produktaufnahmen merkte: Auch das ist es nicht mehr.

Der nächste Schritt führte ihn zu Themen, die ihn schon sehr lange beschäftigten: Sprache, Kommunikation, Coaching und Hypnose.

Heute hilft Ecki anderen Menschen dabei, Veränderungen in ihrem Leben anzugehen. Und dabei ist er selbst wieder mittendrin in einer Veränderung.

Im zweiten Teil unseres Küchengesprächs wird deutlich: Vielleicht hat Ecki sich gar nicht ständig neu erfunden. Vielleicht hat er einfach immer weitergemacht – mit dem, was er unterwegs gelernt hat.

Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Doppelfolge: Der erste Schritt ist häufig der schwerste. Aber man muss ihn trotzdem irgendwann gehen.

Heute, noch einmal fast 20 Jahre weiter, blicken Andreas Lußky und Claus Oellerking in der aktuellen Podcast-Folge von „Man müsste mal …“ gemeinsam mit Ecki Raff nicht nur zurück, sondern auch ein Stück nach vorn. Wo immer das sein mag.

Diese Folge haben wir am 22. Juli 2026 aufgenommen.

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39 Minuten
Man müsste mal … erkennen, dass Mut zu haben nicht bedeutet, keine Angst zu haben …

Die Windpocken sind Schuld! Die juckten noch, da wollte Ecki Raff schon Rockstar werden. Mit 14 rief er beim WDR an und fragte, wann er denn mal eine Sendung moderieren dürfe. Daraus wurde zunächst nichts. Stattdessen machte er eine kaufmännische Ausbildung, begann ein BWL-Studium – und landete schließlich doch beim Radio.

Dort fing er ganz unten an, sortierte CDs im Archiv und hörte mehr als einmal: „Das wird nichts mit dir.“ Eckis Antwort darauf war meistens: Abwarten!

Er übte ein Jahr lang nach Feierabend im Sendestudio, bekam schließlich überraschend seine Chance und machte Karriere: Moderator, Musikchef, Programmdirektor. Am Ende führte er einen Sender zur Marktführerschaft.

Und ausgerechnet auf dem Höhepunkt stellte er sich die Frage: War es das jetzt?

In der ersten von zwei Folgen unseres „Küchengesprächs“ erzählt Ecki Raff von Hartnäckigkeit, Zufällen, Karriere – und von der Fähigkeit, einen erfolgreichen Weg zu verlassen, wenn er nicht mehr der eigene ist.

Mut zu haben bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz Angst den nächsten Schritt zu gehen. Das hat er gemacht - mehrfach. Der Ecki Raff.

Wer mehr über den Weg von Ecki Raff erfahren möchte, ist in dieser und der nächsten Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking an der besten Adresse.

Diese Folge haben wir am 22. Juli 2026 aufgenommen.

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58 Minuten
Man müsste sich mal ganz tief in den Skandal um Nord Stream einbuddeln und recherchieren.

„Man müsste sich mal ganz tief in den Skandal um Nord Stream einbuddeln und recherchieren.“, sagt Steffen Dobbert und hat genau dies getan. Fast drei Jahre lang, gemeinsam mit vier Kolleginnen und Kollegen. Herausgekommen ist das Buch „Nord Stream – Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt“, ein Bestseller – und eine Recherche, die ihren Autoren einiges abverlangt hat.

In unserer neuen Folge von „Man müsste mal …“ sprechen wir mit dem in Wismar aufgewachsenen Journalisten und Buchautor darüber, wie investigativer Journalismus eigentlich funktioniert.

Wie findet man ein Thema, das eine jahrelange Recherche rechtfertigt? Wie kommt man an Menschen, die vertrauliche Informationen weitergeben? Wie arbeitet man sich durch Tausende Seiten interner Dokumente? Wie überprüft man schwere Vorwürfe? Und was passiert, wenn Anwälte ins Spiel kommen, Quellen geschützt werden müssen oder eine Recherche auch persönlich an die Grenzen führt?

Natürlich sprechen wir auch über Nord Stream selbst: über Gerhard Schröder und Angela Merkel, Erwin Sellering und Manuela Schwesig, Gazprom und den Kreml – und über die Frage, warum Deutschland noch nach der Annexion der Krim 2014 an Nord Stream 2 festhielt.

Dobbert erzählt von Dokumenten, bei deren Lektüre er selbst dachte: „Das gibt es doch nicht.“ Und er berichtet davon, warum Menschen Journalisten Informationen anvertrauen, obwohl sie damit ein persönliches Risiko eingehen.

Für ihn hat das unmittelbar mit Demokratie zu tun: Missstände können nur verändert werden, wenn sie zunächst öffentlich werden.

Eine „gute halbe Stunde“ sollte es eigentlich werden. Es wurde etwas mehr. Wir fanden: Bei diesem Thema durfte das sein.

Ob er das Buch wieder so schreiben würde?

Gute Unterhaltung mit der neuen Folge von „Man müsste mal …“ mit Steffen Dobbert. Wünschen Euch Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 27. August 2026 aufgenommen.

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41 Minuten
Man müsste mal … so richtig eine Runde Flippern!

Klick, Klack, Freispiel – eine Reise in die Welt der Flipper

Wann habt Ihr zuletzt an einem Flipper gestanden? Für viele von uns ist das Jahrzehnte her – verbunden mit Erinnerungen an Kneipen, Jugendclubs, Campingplätze oder Schwimmbäder. Einige von uns haben das noch nie getan. Doch die Welt der Flipper lebt. Und zwar mitten in Schwerin.

Für unsere neue Podcast-Folge waren wir zu Gast im Flippermuseum Schwerin und haben mit Arne Hennes gesprochen. Aus der gemeinsamen Leidenschaft von Arne und seinen Mitstreitern ist über viele Jahre ein außergewöhnliches Museum entstanden, das heute mit mehr als 100 spielbaren Flipper-, Arcade- und Videospielautomaten Besucherinnen und Besucher jeden Alters begeistert.

Es geht um Kindheitserinnerungen, um die Faszination analoger Spiele, um aufwendige Restaurierungen, um Räume mit liebevoll gestalteten Themenwelten – Traumwelten, nennt Arne Hennes. Und es geht auch um die Frage, warum Menschen hier ihre Freizeit investieren, um ein Stück Kulturgeschichte lebendig zu halten. Natürlich erzählt Arne auch, von seinen ersten Flipper-Erfahrungen und davon wie aus einer verrückten Idee schließlich ein Museum wurde – und weshalb dort ausdrücklich gilt: Anfassen und Spielen erlaubt!

Eine Folge für alle, die Flipper lieben, neugierig auf außergewöhnliches Ehrenamt sind oder einfach Lust auf eine spannende Zeitreise haben. – Sehen wir uns dort?

Viel Freude beim Hören wünschen Euch Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 15. Juli 2026 aufgenommen.

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Spielemuseum mit restaurierten Flipperautomaten, Jukeboxen und Spielautomaten sowie einem Café. - Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung

Friesenstraße 29, 19059 Schwerin, Kontakt: 0173 9947611

info@flippermuseum-schwerin.de

terminanfrage@flippermuseum-schwerin.de

https://www.flippermuseum-schwerin.de/
37 Minuten
Man müsste mal...in der Vergangenheit etwas tiefer zurückschauen!

Rajepsut Gisler ist im Oman geboren, in einem kleinen Schweizer Bergdorf aufgewachsen und heute in Schwerin zu Hause. S viel ist klar: Rajepsut Gisler hat einen ungewöhnlichen Lebensweg hinter sich.

Sie erzählt von einer Kindheit und Jugend, in der Hautfarbe und Geschlecht immer wieder bestimmten, was andere ihr zutrauten – und was nicht. Von ihrer Ausbildung zur Bootsbauerin, von Rassismus und sexuellen Zuschreibungen, von Konflikten mit Behörden, und dem Weg der sie nach Schwerin führte.

Heute arbeitet die 37-Jährige als Modedesignerin sowie Kultur- und Ahnenanalytikerin. Sie beschäftigt sich mit DNA, Epigenetik und den Spuren, die unsere Herkunft und die Erfahrungen früherer Generationen in uns hinterlassen können. Daraus hat sie mit „World Dream Castle“ eine sehr eigene Verbindung von Ahnenforschung, Mode, Kunst und Spiritualität entwickelt.

Manches daran ist ungewöhnlich, manches erklärungsbedürftig – und Rajepsut Gisler selbst ist eine Frau, die viel zu erzählen hat.

Wir sprechen mit ihr über Rassismus und Heimat, über Verletzungen und Neuanfänge, über ihre Suche nach den eigenen Wurzeln – und darüber, warum ausgerechnet Schwerin für sie zu einem Ort geworden ist, an dem sie sich wohlfühlt.

Manches an ihren Vorstellungen fasziniert, manches wirft Fragen auf. Auch darüber haben wir mit ihr gesprochen: über Wissenschaft und Spiritualität, über die Suche nach den eigenen Wurzeln – und darüber, warum ein Kleid manchmal viel mehr sein soll als nur ein Kleidungsstück.

Diese Podcast-Folge „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking und Rajepsut Gisler ein Gespräch über die Frage: Wer bestimmt eigentlich, wer wir sind?

Diese Folge haben wir am 27. Juli 2026 aufgenommen.

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Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement M-V

https://worlddreamcastle.simdif.com/

https://moradayo.simdif.com/

Info zur Spende:

https://heyzine.com/flip-book/aa8c72c1ee.html
40 Minuten
Man müsste mal … aus Erfahrung Zukunft machen!

Was passiert mit all dem Wissen, das Menschen im Laufe eines Berufslebens gesammelt haben? Verschwindet es mit dem Ruhestand – oder kann daraus etwas Neues entstehen?

Angela Leymannek ist überzeugt: Berufserfahrung ist weit mehr als ein persönlicher Lebensweg. Sie ist ein Schatz, der jungen Menschen helfen kann, ihren eigenen Weg erfolgreich zu gehen.

In der neuen Folge von „man müsste mal“ spricht die Regionalkoordinatorin des Mentoringprogramms VerAplus darüber, warum viele Auszubildende heute Unterstützung brauchen, welche Herausforderungen sie in Schule und Betrieb bewältigen müssen und wie erfahrene Ehrenamtliche sie dabei begleiten können – nicht als Nachhilfelehrer, sondern als Menschen, die zuhören, Mut machen und ihre Erfahrungen weitergeben.

Es geht um Prüfungsstress, Unsicherheiten, Sprachbarrieren und persönliche Krisen. Vor allem aber geht es um Vertrauen und darum, dass manchmal schon ein Mensch genügt, der an einen glaubt.

Wer selbst viele Jahre Berufs- und Lebenserfahrung gesammelt hat und diese sinnvoll weitergeben möchte, findet in VerAplus eine Möglichkeit, junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten – und damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung zu leisten.

Ein Gespräch über Generationen, Verantwortung und die Frage, warum Erfahrung erst dann ihren größten Wert entfaltet, wenn sie geteilt wird.

Wer erfahren möchte, wie das funktiuoniert, wo man Unterstützung bekommen oder sich ehrenamtlich engagieren kann, erfährt das in dieser unterhaltsamen Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 8. Juli 2026 aufgenommen.

Kontakt:

Angela Leymannek, Regionalkoordinatorin VerAplus für die Regionen Schwerin

Tel.: 0155-65721705

E-Mail: schwerin@vera.ses-bonn.de

www.vera.ses-bonn.de • www.ses-bonn.de
1 Minute
Man müsste mal...ein richtig dickes Buch lesen!

Bücher können Leben verändern. Liane Römer ist davon überzeugt.

Seit rund 20 Jahren bringt Liane Römer Menschen in und um Schwerin zusammen, um über Literatur zu sprechen. Die frühere Deutsch- und Englischlehrerin aus Pinnow hat ihre Leidenschaft für Bücher nach dem Ruhestand keineswegs abgelegt – im Gegenteil: Mit Lesekreisen, Buchempfehlungen und Literaturveranstaltungen setzt sie sich bis heute dafür ein, die Freude am Lesen wachzuhalten.

In unserer neuen Podcast Folge erzählt sie, wie ein Roman ihre Kindheit geprägt hat: „Wie der Stahl gehärtet wurde“ von Nikolai Ostrowski. Die Geschichte des jungen Pawel Kortschagin war für sie der Einstieg in eine lebenslange Liebe zur Literatur. Heute stehen mehr als tausend Bücher in ihren Regalen. Auf ihrem Nachttisch liegt derzeit Helene Bukowskis Roman „Wer möchte nicht im Leben bleiben“.

Wir sprechen mit Liane Römer darüber, was Bücher mit Menschen machen können, warum Literatur auch im Zeitalter von Smartphone und Social Media nichts von ihrer Bedeutung verloren hat und weshalb sie seit vielen Jahren andere Menschen für das Lesen begeistern möchte.

Wer Lust hat, selbst mit anderen über Bücher ins Gespräch zu kommen, findet dazu gleich zwei Möglichkeiten: den Literaturclub der Seniorenakademie, der sich regelmäßig in kleiner Runde trifft, sowie LISTA, den Literaturstammtisch mit Lesungen, Konzertlesungen und Diskussionen. Eigentlich hätte LISTA in einem richtigen Café stattfinden sollen. Warum daraus nichts geworden ist, erfahren die Hörerinnen und Hörer hier aus erster Hand.

Die Programme für den Literaturclub der Seniorenakademie und für LISTA im zweiten Halbjahr 2026 haben wir dieser Mail beigefügt beziehungsweise auf unserer Internetseite zum Download bereitgestellt.

Eine Folge für alle, die gern lesen – und vielleicht auch für diejenigen, die schon lange kein Buch mehr in die Hand genommen haben.

Gute Unterhaltung wünschen Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 6. Juli 2026 aufgenommen.

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1 Minute
Man müsste mal...die richtigen Lehren aus der Geschichte ziehen!

Wer durch Schwerin geht, sieht prächtige Häuser, schöne Plätze und viele Zeugnisse der Residenzgeschichte. Doch Manches erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Kaum jemand ahnt, welche Spuren jüdischen Lebens sich bis heute in der Stadt finden lassen – und welche Geschichten sich dahinter verbergen.

Das jüdische Leben in Schwerin reicht bis ins Mittelalter zurück. Es war geprägt von Aufbruch und Erfolg, aber auch von Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein schwieriger Neuanfang, neue Impulse erhielt die Gemeinde nach 1990 durch die Zuwanderung jüdischer Familien aus der ehemaligen Sowjetunion. Heute ist sie mit rund 650 Mitgliedern wieder ein lebendiger Teil unserer Stadt.

Wie aber lässt sich diese Geschichte sichtbar machen? Wie kann Erinnerung lebendig bleiben?

Darüber sprechen wir in dieser Folge von „Man müsste mal …“ mit Kerstin Eichhorst und Peter Scherrer. Die beiden haben den Stadtrundgang „Jüdisches Leben in der Schweriner Geschichte“ entwickelt. Gemeinsam nehmen sie Interessierte mit auf einen Weg durch die Stadt, vorbei an Orten, an denen Geschichte erlebbar wird.

Im Podcast berichten sie, wie die Idee zu dem Rundgang entstand, welche Schicksale sie besonders bewegt haben, warum Erinnerung immer auch Gegenwart ist – und weshalb sich ein genauer Blick auf die eigene Stadt lohnt.

Wir wünschen Euch eine spannende Hör-Reise durch diese Seite der Geschichte Schwerins in der Folge 158 des Podcasts „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 26.03.2026 aufgenommen.

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36 Minuten
Man müsste mal...heldenhaft einkaufen!

In ihrem Laden „Kreislaufhelden“ in der Lübecker Straße in Schwerin geht es im Wesentlichen um zwei miteinander verknüpfte Kreisläufe: die Kreislaufwirtschaft (Wiederverwertung) und einen sozialen Kreislauf. Das Konzept basiert auf folgenden Säulen:

Der Produktkreislauf (Secondhand & Nachhaltigkeit): Der größte Teil des Angebots der „Kreislaufhelden“ ist Secondhand. Gut erhaltene, gespendete Kleidung, Spielzeug und Accessoires. Statt weggeworfen zu werden, bleiben die Dinge im Umlauf, werden zu günstigen Preisen weiterverkauft, bekommen ein zweites Leben.

Der soziale Kreislauf (Gemeinnützigkeit): Mit dem Verkauf der abgegebenen Kleidung und anderer Sachspenden finanziert Julia Geisendorf die laufenden Kosten des Geschäfts. – Ein Teil der Einnahmen geht gezielt an wechselnde gemeinnützige Vereine und Organisationen in der Region Schwerin weitergegeben wird.

Wer bei den „Kreislaufhelden“ einkauft oder etwas spendet, unterstützt also gleichzeitig den Umweltschutz durch Müllvermeidung und das soziale Miteinander in der Stadt. Umweltschutz als Lebensgrundlage und soziales Miteinander als Lebensqualität sind eng miteinander verbunden. Kurz gesagt: Der Umweltschutz sorgt dafür, dass wir leben können. Das soziale Miteinander sorgt dafür, wie wir leben – nämlich mit Freude, Würde und Gemeinschaft. Zusammen bilden sie das perfekte Herzstück, damit das große Karussell, der Kreislauf, des Lebens für alle Generationen sicher weiterdreht.

Wer erfahren möchte, wie Julia Geisendorf auf die Idee gekommen ist, mit den „Kreislaufhelden“ loszulegen, wer ihr dabei zur Seite steht, wer bereits von den Erlösen unterstützt wurde, wie es um das Geschäft heute steht und was jede und jeder tun kann, um ein Held zu sein erfährt das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

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1 Minute
Man müsste mal...etwas dafür tun, dass unser Land auch für unsere Enkel noch lebenswert ist!

Laut. Sichtbar. Unbequem. Dabei auch überparteilich, unabhängig, friedlich, gewaltfrei, mutig und hartnäckig. Für Demokratie und Menschenwürde. So sehen sich Friederike Steinberg, Antje Höners und rund 50 weitere OMAS GEGEN RECHTS aus Schwerin und der Gegend drumherum.

Friederike Steinberg denkt an ihren kleinen Enkel und viele andere Enkel vieler anderer Omas, wenn sie sagt: „Man müsste mal etwas dafür tun, dass unser Land auch für unsere Enkel in Zukunft noch lebenswert ist“.

Das sieht auch Antje Höners so, die noch gar nicht Oma ist, aber sich im Kindergarten um viele kleine Menschen kümmert. „Mir ist es wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft auch in zehn Jahren noch aufeinander achten. Und dafür setzte ich mich ein.“

„Die ältere Frau als öffentliche politische Kraft findet im kollektiven Bewusstsein kaum statt. Deshalb müssen Frauen öffentlich auftreten, vor allem als Gruppe, die auffällt. Es geht um Widerstand, Ermutigung, Vernetzung und Sichtbarmachen“, heißt es auf der Internetseite der OMAS GEGEN RECHTS. Sie setzen sich aktiv ein für Vielfalt statt Ausgrenzung, Solidarität statt Spaltung und Menschlichkeit statt Hass und Hetze.

Wer erfahren möchte, was Friederike, Antje und ihre Mitstreiterinnen so alles auf die Beine stellen, seit wann es die OMAS GEGEN RECHTS gibt und was sie sonst noch bewegt, erfährt dies in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

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1 Minute
Man müsste mal...aus seinem Sicherheitsbereich raus und runter vom Leitstreifen!

„Folgen!“, sagt Valentina Demir (62) und ihr Führhund „Flocke“ läuft los in Richtung Fahrstuhl. Valentina und ihren Hund „Flocke“ verbindet eine Flexi-Leine. Sie hat sie an ihrem Oberkörper befestigt, stützt sich auf ihren Rollator und geht ihrem Hund hinterher. Valentina Demir sagt über sich selbst, sie sei blind mit Sehrest „Ich gelte in Deutschland vom Gesetz her als blind, da mein Gesichtsfeld kleiner als 5° ist. Doch den Ausdruck „gesetzlich Blind“ verabscheue ich, da es sich für mich dann so anhört, als wenn ich dazu verurteilt wurde“.

„Ich gucke doch genauso wie Du“, hat sie einmal zu einem Kollegen im Call-Center gesagt. „Nur in einer anderen Sprache, zu der mir manchmal die Vokabeln fehlen, aber dann frage ich Dich.“ Und spätestens jetzt wird klar: Valentina Demir ist der Typ, der auch im schlechtesten Fall noch etwas Gutes entdecken kann.

Ihr Plan: sehenden Menschen die Brailleschrift und die Wahrnehmungsmöglichkeiten von Personen mit Einschränkungen im Sehen nahezubringen. Dazu nutzt Valentina einen WhatsApp-Kanal und freut sich über Einladungen in Nachbarschaftstreffs, Kitas oder zu anderen Gelegenheiten. Gemeinsam mit „Flocke“ macht sie sich gerne auf den Weg.

Wer wissen möchte, wie Valentina Demir mit ihrer Sehbehinderung ihren Alltag meistert und welchen großen Wunsch sie sich gerne noch erfüllen möchte, erfährt das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

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Links:

Facebook: Valentina Demir

Instagram: blindkosmos

WhatsAppkanal Achtsam Wachsam – Von einer die auszog das Gruseln zu verlernen

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Man müsste mal...die Perspektive wechseln!

Kann man mit der Kamera die Welt verbessern?

Michael Kockot ist Kameramann. Mit der Kamera sieht er die Welt ein bisschen anders als die meisten Menschen. Fokussiert. Auf Ereignisse, auf Menschen, auf Dinge, die geschehen. Und seine Bilder, seine Filme wirken, wenn sie entstehen und natürlich auch, wenn sie gesehen werden.

„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ sagte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt im Wahlkampf 1980, als er nach seinen Visionen für das zukünftige Deutschland gefragt wurde. Michael Kockot hatte schon als Jugendlicher Visionen. Er ging statt zum Arzt in die Lehre, machte eine Ausbildung zum Schlosser und wollte wissen, ob sich seine Vorstellungen von einem guten Leben für alle, von einer gerechten Welt und von Frieden an der Basis, dort wo gearbeitet wird, verwirklichen lässt. Ernüchterung folgte.

Durch einen Zufall bekam er eines Tages eine Filmkamera in die Hand und seine Sicht auf die Dinge, seine Perspektive veränderte sich. Mit der Kamera schien es auf eine besondere Weise möglich zu sein, Dinge einzufangen, zu transportieren und so zu Veränderungen beizutragen.

Ob in Togo, in Uganda oder hier in Schwerin, Michael Kockot bringt sich ein, will gestalten. Und dafür geht er auch mal in die Höhe.

2019 war der Schweriner Fernsehturm schon drei Jahre lang geschlossen, als Kockot in dem Wahrzeichen ein Kunstprojekt initiierte. Das „Mitmachmuseum“ zeigte eine Ausstellung über den Großen Dreesch, der zwei Jahre später 50 Jahre alt wurde. Das Museum funktionierte als Sammelstelle für Erinnerungen, Fotos und andere Zeitdokumente aus Jahrzehnten. Jeder konnte seine persönliche Dreesch-Geschichte erzählen und aufzeichnen lassen. Und natürlich auch noch einmal hinauf fahren auf die Aussichtsplattform des Turms. Eine Woche lang. Gut 3.000 Gäste. Und dann war Ende.

Doch das Leben auf dem Großen Dreesch geht weiter und Kockot ist immer mal wieder mit der Kamera dabei. So auch für den Eröffnungsfilm des Schweriner Filmfest 2026 „Garten der Hoffnung“ (Regie/Buch: Dieter Schumann, Cinematograph: Michael Kockot). Der Film wurde mit dem „Vielfaltspreis 2026“ ausgezeichnet.

In dieser Podcast-Folge mit Andreas Lußky und Claus Oellerking berichtet Michael Kockot über seinen persönlichen Weg, seine Perspektiven und Perspektivenwechsel in einer sich wandelnden Gesellschaft hier mitten in Schwerin, der Lebenshauptstadt.

Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/

Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.

Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.

Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement M-V

Kontakt zu Michael Kockot:

https://kockottransformation.de/
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Man müsste mal...rechtsextreme Verdachtsfälle prüfen!

„Wir sind jetzt wirklich mal für etwas und nicht wie bei anderen Gelegenheiten gegen etwas“, meint Sebastian Hüller und zitiert die zentrale und einzige Forderung der Prüf-Kampagne: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Das ist alles.“

Dies ist der Plan: Die Unterstützer der Forderung demonstrieren in allen 16 Landeshauptstädten so lange, bis der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht die Überprüfung aller vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuften Parteien beantragt hat. Der Antrag zur Prüfung soll über die Bundesländer durch den Bundesrat auf den Weg gebracht werden.

Es gibt drei Akteure in Deutschland, die beim Bundesverfassungsgericht beantragen können, dass eine Partei auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft wird: Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat. Die Aktiven um Nico Semsrott, den ehemaligen Abgeordneten des Europaparlaments, sehen den Weg über den Bundesrat als die beste Möglichkeit, eine Mehrheit für den Antrag zu erreichen.

„Mit unseren Demonstrationen setzen wir uns dafür ein, dass der Bundesrat die ihm auferlegten Pflichten auch ausführen soll – insbesondere den Schutz des Rechtsstaats vor politischen Organisationen, die ihm schaden wollen“, so Janine und Sebastian übereinstimmend. „Prüf heute, schütz morgen. Es geht um unsere Demokratie.“

Wie die Sache hier im Bundesland so läuft, wer wann wofür unterwegs ist, was sonst noch so geprüft in Deutschland wird und warum die Forderung nicht auch linksextreme Parteien einschließt, das erläutern und Janine und Sebastian in dieser Folge des Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.

Diese Folge haben wir am 11. April 2026 aufgenommen.

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Nico Semsrott erklärt PRÜF!
Man müsste mal...

Man müsste mal...

Wie wird aus Wollen Machen?