Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Wir arbeiten dran – der Working Women Podcast Archiv

39 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Der negative Trend auf dem Arbeitsmarkt ist in aller Munde: The Big Quit. Menschen wollen raus – die Pandemie hat vielen vor Augen geführt, dass sie in ihrem Job nicht (mehr) glücklich sind. 


Nicht immer muss es da zu einer Kündigung kommen. Oft kann man die Initiative ergreifen und sich ein neues Jobprofil erarbeiten. Nina Eichholz hat das gemacht. Von der Elektrotechnik-Ingenieurin zur Organisationsdesignerin. Sie hat ihren eigenen Job neu erschaffen und lässt uns an dieser Erfahrung teilhaben. 


Bei Siemens hat sie die Graswurzelinitiative „Grow2Glow“ gegründet, mit der sie Frauen durch professionelles Coaching zu einer besseren Sichtbarkeit verhilft. Durch die Arbeit an und mit der Initiative ist sie heute Organisationsdesignerin und begleitet heute als Beraterin Transformationsprozesse. Zusätzlich berät sie mit ihrer eigenen Firma Telescoope Organisationen, die sich verändern und ihre Mitarbeitenden wieder in den Mittelpunkt rücken wollen. 


 


In dieser Folge sprechen wir über 


·      den Versuch, seine Werte kennenzulernen.


·      Gestaltungsspielräume und wie wir sie nutzen lernen. 


·      Machen und warum es manchmal besser ist als Fragen. 


·      Gründe, warum Jobcrafting gut für Firma und Individuen ist. 


·      Glaubenssätze und warum man nicht nur die eigenen, sondern auch die des Unternehmens hinterfragen sollte.


Vorgesetzte und wie man sie von den eigenen Plänen überzeugt.
1 Stunde 4 Minuten
„Wo Menschen zusammenkommen, passieren auch Grenzüberschreitungen“, deshalb sind Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz keine Einzelfälle, sondern ein systemisches Problem, über das wir sprechen müssen. #metoo, #aufschrei und #reichelt haben für öffentliche Debatten gesorgt – aber haben sie auch für sicherere Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden gesorgt?


 


Unsere Gesprächspartnerin in dieser Folge ist Anita Eckhardt. Seit über zehn Jahren arbeitet sie beim Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (BFF). Eine ihrer Schwerpunkte ist dort die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Seit 2019 leitet Anita Eckhardt gemeinsam mit Larissa Hassoun das Projekt „Make it Work”. Finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend will „Make it Work” Ansprechpartner:innen in Unternehmen vernetzen und weiterbilden, die sich um diskriminierungsfreie Arbeitsplätze kümmern.


Wir haben mit ihr über


·       die schlechte Studienlage auf diesem Gebiet ·       die Rechte und Möglichkeiten von Betroffenen ·       die emotionalen und finanziellen Kosten von sexueller Gewalt ·       Handlungsoptionen für Führungskräfte ·       Präventionsmaßnahmen und Schutzpflichten für Arbeitgeber:innen gesprochen.
1 minute
Ist Freelance das Land, in dem Honig und Milch fließen in Form von Flexibilität, guten Jobs und guter Bezahlung? Oder die Wüste Gobi, in der nach den Corona-Monaten gar nichts mehr wächst und für die man selbst dann seinen festen Arbeitsplatz nicht aufgeben würde, wenn er eine mickrige Magerwiese ist? Tatsächlich, so merkwürdig es klingt, stimmt wohl beides. Daniel Barke hat mit seinem Podcast „FreeTalent“ und seinem Unternehmen WorkGenius eine exzellente Marktübersicht. WorkGenius, gegründet von Barke 2012 zusammen mit seinem Kommilitonen Marlon Litz-Rosenzweig, bringt heute über 350 000 Freelancer mit großen Unternehmen wie Bosch und Otto zusammen. Grundlage: ein selbst entwickelter, selbst lernender Algorithmus, der Skills und Kompetenzen wertet.  Daniel Barke erklärt in dieser Folge von „Wir arbeiten dran“:


Warum Deutschland auf einen Jobrekord an Festanstellung zusteuert, aber es langfristig mehr Freiberufler:innen geben wird. Warum viele Freelancer:innen in der Corona-Krise sich nicht mehr retten konnten vor Aufträgen und welche Märkte ganz zusammengebrochen sind. Warum bei WorkGenius Frauen höhere Bezahlung erzielen, aber 70 Prozent der Freelance-Community in Deutschland Männer sind. Warum Diversität auch beim Freelance-Markt zum wichtigen Kritierium geworden ist. Wie man erfolgreich freiberuflich arbeitet und wann man es lieber lassen sollte.
1 Stunde 7 Minuten
Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren – diese Herausforderung beginnt nicht mit dem Wiedereinstieg der Mutter in den Job und endet nicht mit dem Schulbeginn des Kindes. Bessere Vereinbarkeit, so sehen es Sarah Drücker und Juliane Schreiber, wollen und brauchen alle, ob als pflegende Angehörige oder Elternteil, als Väter, Mütter, Söhne, Töchter – es ist ein Menschheitsthema, kein Mama-Thema. Die beiden Unternehmerinnen haben in Köln “smart worq” und “Mama Meeting” gegründet. Am Anfang stand eine Eventreihe zur Weiterbildung während und nach der Elternzeit, eben “Mama Meeting” – heute ist daraus eine zertifizierte Qualifikation zur “Vereinbarkeits Manager/In” in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Köln geworden. Der Zertifikatslehrgang bildet zweimal jährlich in 55 digitalen, ortsunabhängigen Lehrgangsstunden aus, Zugangsvoraussetzung ist ein hohes Interesse für Vereinbarkeit. Die beiden Unternehmerinnen sind auch Teil der aktuellen LinkedIn Kampagne “Changemakers Germany“.





In der Podcast-Folge erfahrt ihr:


- dass in der Pandemie zwei von drei Unternehmen Vereinbarkeitsmaßnahmen etabliert haben – es geht also voran!


- dass Vereinbarkeitsmaßnahmen Unternehmen tatsächlich Renditesteigerungen bis zu 40 Prozent bringen können – es lohnt sich also für beide Seiten.


- dass es für Unternehmen nicht um die Quantität von Vereinbarkeitsmaßnahmen geht, sondern darum, die zu finden, die es Arbeitnehmenden wirklich leichter machen. Das kann z.B. ein späterer Arbeitszeitbeginn sein.


- dass alles von der Arbeitskultur abhängt – wenn die nicht stimmt, nützt auch die schönste Homeoffice-Regelung nichts.
51 Minuten
Denkt ihr auch bei Team-Erfolgen, die anderen wären dafür verantwortlich, und bei Misserfolgen, ihr allein wäret schuld? Treibt euch die Angst an, aufzufliegen? Dass alle anderen es draufhaben, nur ihr nicht? Und stresst euch die Vorstellung, vor anderen zu präsentieren, für ein Projekt Verantwortung zu übernehmen und im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Impostor-Syndrom Teil eurer Persönlichkeit ist. Wir sprechen mit der Medizinerin Dr. Michaela Muthig, die gerade ein Sachbuch zum Impostor-Syndrom veröffentlicht hat.


 


Und erfahren unter anderem,


* warum wir nicht immer unserem Bauchgefühl trauen können


* warum in Unternehmen manchmal Frauen eingeredet wird, Impostor zu haben


* warum Erfolgserlebnisse das Impostor-Gefühl nicht verändern


* Betroffene oft Risiken scheuen und beruflich stagnieren


*  warum man eigentlich besser von Impostor-Phänomen sprechen sollte


* wie ein offenes Umfeld mit guter Fehlerkultur helfen kann


* warum die eingehende Beschäftigung mit sich selbst langfristig die beste Hilfe ist


 


Dr. Michaela Muthig ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Nach langjähriger Klinikarbeit bietet sie heute Online-Coachings, Kurse und Seminare an. Ihr Buch „Und morgen fliege ich auf. Vom Gefühl, den Erfolg nicht verdient zu haben“ ist bei dtv erschienen.
1 Stunde 4 Minuten
Resilienz… ja, im Grunde ist klar, was das ist: Widerstandsfähigkeit. Warum Resilienz und Multi-Resilienz für die Zukunft unseres Leben und unserer Arbeit eine elementare Fähigkeit darstellen – darüber sprechen wir mit dem Resilienzforscher Dr. Karim Fathi.


Resilienz sei „Ordinary Magic“,  sagte die Forscherin Ann Masten in den 90ern. Dem gehen wir in dieser Folge ein wenig auf den Grund und lernen, 


- was Resilienz mit Empathie zu tun hat.


- warum Empathie der Schlüssel zu wichtigen gesellschaftlichen Lösungen ist. 


- warum jeder Resilienz zu einem gewissen Grad lernen kann.


- wie wir sie trainieren können.


- was individuelle Resilienz von Team-Resilienz und resilienten Unternehmen unterscheidet.


- wie Stress und mangelnde Empathie sich auf Resilienz auswirken


- was Achtsamkeit mit alledem zu tun hat.


Dr. Fathi ist Mitbegründer der Akademie für Empathie. Er forscht an der Frankfurter Europe-Universität Viadrina zu kommunikativer Komplexitätsbewältigung und ist Partner der Organisationsberatung Die Denkbank.  Seit 2019 ist er Mitglied und Berater im Zukunftskreis des BMBF Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Im September spricht Dr. Fathi auch bei den EMOTION Women’s Days.
49 Minuten
CN: Trauer, Tod


Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben – kein Jahr hat uns die tiefe Wahrheit dieses Liedtextes von Martin Luther so gezeigt wie das zurückliegende. Wir trauern, wir versuchen dies, zumindest in Ansätzen, auch kollektiv zu tun. Wir sprechen häufiger übers Sterben und haben wahrscheinlich auch alle verstärkt darüber nachgedacht. Aber es gibt einen Ort, an dem die Trauer nur wenig Raum hat: unseren Arbeitsplatz.


Christine Kempkes ist Trauerbegleiterin, Coachin, Bestatterin und freie Trauerrednerin. Sie berät auch Unternehmen im Umgang mit der Trauer. Sie sagt: „Am Arbeitsplatz wird häufig gesagt: Trauer ist Privatsache. Aber ist sie nicht, denn wir gehen ja als Mensch zur Arbeit.“


Über 900.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland. Sie hinterlassen im Schnitt vier enge Angehörige im arbeitsfähigen Alter. Dazu kommen Kolleg:innen, die versterben, auch Menschen, die sich umbringen und das zurückgelassene Team mit Trauer und Schuldgefühlen zurücklassen. Zeit also, über Tod und Trauer zu sprechen.


In dieser Podcast-Folge reden wir darüber:


-       Warum es viel besser ist „„Ich weiß nicht, was ich dir jetzt sagen soll“ zu sagen als zu schweigen


-       Wie man Trauernde im Homeoffice unterstützen kann


-       Warum wir genauso einer Trauernde etwas Schönes schenken können wie einer Kollegin, die geheiratet hat oder ein Baby bekommen hat


-       Warum es für Unternehmen lohnend ist, Kolleg:innen zu Trauerbegleiter:innen auszubilden


 


Diese Folge ist voller Hoffnung. Denn eine Trauerkultur zu entwickeln und sich um Trauernde zu kümmern – das ist eine schöne Aufgabe für jedes Unternehmen und für Mitarbeitende.


Die Infos zur Folge:


Die Website unserer Gesprächspartnerin


https://christinekempkes.de/


 


Ihr Buch „Mit der Trauer leben lernen“


https://www.junfermann.de/titel/mit-der-trauer-leben-lernen/1337


 


Ihre Buchempfehlung: Trauer am Arbeitsplatz


https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/trauer-am-arbeitsplatz-011212.html


 


Der Bundesverband der Trauerbegleitung


https://bv-trauerbegleitung.de/
1 Stunde 3 Minuten
Was hat Menopause mit Arbeit zu tun? Alles.


Im Vergleich von 1999 zu 2019 haben Frauen im Alter von 55 bis 64 Jahren am stärksten zugelegt. Laut Statistischem Bundesamt sind Frauen in dieser Altersgruppe mit zehn Prozentpunkten Wachstum (von 38 auf 47,5 Prozent) die am stärksten wachsende demografische Gruppe auf dem Arbeitsmarkt. Und das ist gut so! Denn wir brauchen erfahrene Frauen, nicht nur, um endlich auch alle Führungsebenen deutlich diverser zu besetzen.


Wenn sich noch jemand die Frage stellt: „Was können wir von älteren Frauen lernen?“, ist auch hier die Antwort: einfach Alles.


Wir sprechen mit Susanne Liedtke, Gründerin der Plattform Nobodytoldme. Die ehemalige Creative Impact Managerin und gelernte Ökotrophologin hat sich das zum Ziel gesetzt, Menopause zum Gesprächsthema zu machen. Und da gibt es wirklich viel zu besprechen: Etwa,


wie wir die Wechseljahre enttabuisieren – und zwar zuhause und im Job. wie Arbeitnehmer:innen von den Wechseljahren beeinträchtigt werden können. was Arbeitgeber:innen und Vorgesetzte tun können, um Bedürfnissen gerecht zu werden welchen langfristigen Vorteil Unternehmen von kurzfristigen Investitionen haben könnten welche kleinen und großen Schritte einige internationale Vorreiter unternehmen und was reife Frauen an Talent, Wissen und Kompetenz mitbringen – wenn man sie lässt.


Diese Folge ist ein Lobgesang auf die reife Frau und ein Plädoyer. Frauen – habt den Mut, über eure Einschränkungen und Bedürfnisse zu sprechen. Männer – Habt ein offenes Ohr für körperliche Beschwerden und die Bedürfnisse eurer Mitarbeiterinnen. Arbeitgeber! Manager! Schafft geschützte Räum für Gespräche und öffnet euch neuen Diskussionen über Flexibilität.  #menopausematters #makemenopausesexy
58 Minuten
Ein sozialer Aufstieg ist heute schwieriger als noch vor 20 Jahren. Das deutsche dreigliedrige Schulsystem sortiert eher aus, als dass es Chancen schafft, unsere Auswahlsysteme für Top-Jobs sind zu stark an Noten und Formalien orientiert und zu wenig an Potenzialen. Dazu kommen geschlossene Netzwerke, die soziale Aufsteiger:innen und Menschen mit Migrationshintergrund außen vor halten.





Natalya Nepomnyashcha will sich mit diesem schlechten Status Quo nicht zufriedengeben. Sie ist als 11-Jährige mit ihren Eltern aus der Ukraine nach Deutschland gekommen und hat sich nach oben durchgekämpft, gegen große Widerstände. 2016 hat die Unternehmensberaterin das „Netzwerk Chancen“ gegründet, für junge Menschen zwischen 18 und 39, die benachteiligt aufgewachsen sind. Für die 900 Mitglieder organisiert das Netzwerk Coachings, stellte Mentor:innen und bringt mit Arbeitgeber:innen zusammen. Im Podcast sprechen wir:





·      Warum Chancengerechtigkeit subjektiv ist, Chancengleichheit aber objektiv.


·      Warum unbezahlte Praktika ein großes Problem sind, die Benachteiligung aber schon im Kindergarten beginnt.


·      Warum die Fixierung auf Noten und Abschlüsse vielen sozialen Aufsteiger:innen Chancen verbaut.


·      Warum sie selbst 80 Bewerbungen ohne eine einzige Zusage geschrieben hat.


·      Wie jedes Unternehmen, aber auch jede einzelne aktiv werden kann, um soziale Diskriminierung abzubauen.


·      Was sie von der Politik fordert.





Alle Infos zum Netzwerk findet ihr hier: https://www.netzwerk-chancen.de/, ihr könnt selbst Mitglied werden, als Ehrenamtliche und/oder als Mentorin unterstützen. Das Netzwerk berät auch Unternehmen auf dem Weg zu einer chancengerechteren Einstellungs- und Karrierepolicy.


 
1 Stunde 1 Minute
Professorin Linda Scott, emeritierte Oxford-Professorin, Wirtschaftswissenschaftlerin von Weltrang, hat ihr Leben lang erforscht, wie, warum und wo Frauen vom Kapital ferngehalten und aus Wirtschaftskreisläufen ausgeschlossen werden. Und welches großartige Potenzial ihre Beteiligung und Teilhabe für alle Gesellschaften hätte. Ihr Buch „Das weibliche Kapital“ (auf englisch: The Double X Economy) liefert dazu eine weltumspannende und Disziplin-überschreitende Analyse, die auch aufzeigt, dass das patriarchalische System Jahrtausende alt ist. In unserem Gespräch, das wir auf den EMOTION Women’s Days im Oktober aufgenommen haben, erklärt sie:


- Warum es einen Zusammenhang zwischen der Geschlechtergleichberechtigung und der nationalen Wirtschaftsleistung gibt.





- Warum wir Frauen oft unterstellen, sie seien selbst schuld an ihrer wirtschaftlichen Situation, weil sie die falschen Berufe wählen - ein statistisches Zerrbild!





- Warum sie befürchtet, dass durch die Pandemie Frauen große Rückschritte in ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit hinnehmen müssen. 





- Warum von der wirtschaftlichen Gleichberechtigung von Frauen alle profitieren - Frauen aber nicht von anderen Arbeiter-Bewegungen profitieren, weil dort oft ihre Bedürfnisse ignoriert oder unterdrückt werden.





- Warum Deutschland einen besonders schlechten Pension Gap hat und Mütter dramatisch benachteiligt.





- Es ein Skandal ist, dass erst zwei Frauen den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen haben.





- 75 Prozent der Kaufentscheidungen in westlichen Gesellschaften werden von Frauen getroffen - das ist eine politische Macht, derer wir uns nicht bewusst sind.





- Warum wir männliche Alliierte brauchen, die verstehen, dass die toxische Männlichkeit ihnen ebenso schadet wie uns.


Buchtipp: Linda Scott: Das weibliche Kapital. Hanser. 26 Euro.


55 Minuten
Harriet Minter würde nie wieder (naja, nur unter ganz besonders flexiblen Umständen) wieder in einem Büro arbeiten. Präsenzpflicht ist ein Ding der Vergangenheit und dank Corona, so die britische Journalistin, haben es endlich auch die Arbeitgeber erkannt: „Working From Home“ ist eine Frage des Lifestyles, nicht der Ambitionen.


Leider berichten in Deutschland immer noch 70% der Arbeitnehmer, dass ihre Vorgesetzten ihnen kein Homeoffice gewähren. Damit liegen wir Deutschen ganz hinten in der Statistik. Im Vereinigten Königreich läuft das etwas dynamischer: dort sind die Zahlen von 6 auf 44 Prozent gestiegen, im EU schnitt von 4 auf 88 Prozent.


Die britische Journalistin mit Schwerpunkt Frauen und Karriere hat mit uns über ihr die großen Vorzüge des Homeoffices gesprochen. Über die Mythen, die der Arbeit von Zuhause einen schlechten Ruf bescheren und vor allem über die Frage: 


Wie treibe ich meine Arbeit und Karriere von zuhause weiter an?


 


Warum sie das alles weiß? Weil sie selbst seit Jahren erfolgreich von zu Hause arbeitet. So erfolgreich, dass sie jetzt ein Buch darüber verfasst hat, das wir uneingeschränkt empfehlen. Bis dato gibt es WFH Working from home – How to build a career you love when you are not at the office (Quercus, UK)  nur auf Englisch. So wie auch unser Gespräch mit Harriet.


 


Wir besprechen u.a. 





·      was gutes Arbeiten von zu Hause ausmacht.


·      wie man gängige Mythen entlarvt, wie „Homeoffice ist was für Leute ohne Ambitionen“


·      dass Homeoffice und Kinderbetreuung zwei Jobs sind und nicht etwa eine praktische „Zwei Fliegen, eine Klappe“-Lösung


·      welche Grenzen man abstecken und einhalten muss, um effizient zu sein.


·      warum ein Nickerchen mittags oder eine Kaffee-Date am Nachmittag keineswegs bedeuten, dass man faul ist.


 


Und vor allem haben wir eins gelernt: Homeoffice in Zeiten einer Pandemie ist keinesfalls vergleichbar mit
56 Minuten
Gerade verlieren wir eher Verbindungen als dass wir neue aufbauen – Netzwerken ist in Zeiten der Pandemie eine noch größere Herausforderung für Frauen, die auch in Vor-Corona-Jahren mit Zeitmangel und fehlenden Zugängen zu kämpfen hatten. „Uns Frauen fehlen die analogen Face-to-Face-Treffen sehr. Wie digitales Netzwerken diese ersetzen kann, wissen viele nicht.“, sagt auch Katharina Krentz, preisgekrönte New-Work-Beraterin und Teil des Transformations-Personal-Teams bei Bosch. Sie hat deshalb ein neues Programm gelauncht: In der auch international ersten auf Frauen zugeschnitten Variante von „Working out loud“ vernetzen sich gerade digital über 3000 Menschen. Zur Halbzeit der zwölfwöchigen Lernreise zu eigenen Zielen erzählt Katharina Krentz:





Warum wir unsere privaten Wohlfühl-Netzwerke gerade sehr brauchen, diese uns aber nicht berufliche Türen öffnen





Warum der wertschätzende Austausch mit Fremden uns so bereichern kann – und wir diese Erfahrung auf Social Media Kanälen zu selten machen





Unsere Arbeit ohne Netzwerke gar nicht mehr funktioniert – je komplexer und disruptiver die Arbeit ist, umso dringender werden neue Verbindungen und Perspektiven





Sie selbst bei der Kommunikation über Social Media zwischen privat und persönlich unterscheidet





Wie wir mit dem eigenen Imposter-Syndrom in Netzwerken umgehen können 





Was das Besondere an “Working Out Loud” ist und wie Menschen auch außerhalb von #FrauenStärken davon profitieren können


1 Stunde
„Bei toxischen Beziehungen weiß man nie, was schlimmer ist: Die Person wiederzusehen oder die Person nie wiederzusehen.“ Dasselbe gilt für Arbeitsplätze. Manchmal weiß man nicht, was schlimmer ist: zu gehen, oder zu bleiben.“ Tara-Louise Wittwer ist Coachin für toxische (Arbeits-)Beziehungen und weiß aus eigener Erfahrung, wie oft Arbeitsumfelder vergiftet sein können. Gerade moderne Arbeitsweisen können oft tückisch sein, wenn Grenzen nicht mehr klar zu ziehen sind. Genauso gilt: nicht alle Jobs muss man deshalb gleich verlassen. Aber ein Bewusstsein für das toxische Verhalten anderer und von uns selbst ist wichtig und umso wichtiger in Zeiten, in denen wir so vehement unter Stress stehen, wie jetzt.





·      Welche Warnzeichen gibt es? Wie begegnet man toxischem Verhalten?


·      Was ist toxische Positivität und wieso spielen Soziale Medien eine große Rolle in diesem Phänomen?





Tara-Louise Wittwer spricht voller Leidenschaft und Dringlichkeit über die Trennung von Arbeit und Privatleben, von Selbstwert und dem Mut, sich gegen toxische Kolleg*innen oder Arbeitgeber*innen zu wehren. Die Influencerin und Social Media Expertin ist vielen bereits über ihren Instagram Account „Was Tara sagt“ bekannt. Mit “Du bist Gift für mich” brachte sie im November 2020 beim MVG Verlag ihr zweites Buch, aber ihren ersten Ratgeber heraus. Es handelt, wie der Titel schon verrät, von toxischen Beziehungen im privaten, familiären und beruflichen Umfeld.


 
1 Stunde 3 Minuten
Mehr als 30% aller LGBT-Mitarbeitenden werden laut Studien am Arbeitsplatz diskriminiert. Klingt unglaublich, ist aber wahr. Dabei wir Diversity doch so groß geschrieben? Leider gibt es auch Studien, die klar zeigen: Unter „Vielfalt“ verstehen viel zu viele Firmen immer noch lediglich Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist zu wenig – da bleiben noch viel zu viele blinde Flecken.


Die haben Julia Möhn und Kristina Appel in dieser Folge mit Stuart Cameron diskutiert. Cameron ist Gründer der UHLALA Group und Co-Founder des Frauennetzwerks Panda. Mit seinem heute 20-köpfigen Team hat er eine ganze Menge Projekte und Initiativen gestartet: Allen voran die LGBT-Jobmesse Sticks & Stones und der LGBT+ Diversity Index. Darüber hinaus hat er die Netzwerk-App Proudr ins Leben gerufen, die LGBT+ Leadership Community RAHM, das deutsche LGBT+ Arbeitgeber-Siegel PRIDE 500 und We Stay PRIDE - The LGBT+ Employer Excellence Programme.


 


·      Warum bedarf es überhaupt solcher Projekte? (Spoiler: weil sonst gar nix vornan ginge!)


·      Wie wichtig sind Sichtbarkeit (und deshalb auch eine Quote)?


·      Wie können sich Arbeitgeber als LGBT-freundliche Unternehmen positionieren und warum sollten sie das dringend?


 


Das und mehr gibt’s in dieser zwölften Folge von „Wir arbeiten dran“.


 
1 minute
In unserer Leistungsgesellschaft ist Erfolg für viele Menschen das ultimative Ziel – vor allem im beruflichen Kontext, aber nicht nur. 


Was macht Erfolg aus? Wie definieren wir ihn als Gesellschaft, als Individuum? Und: Macht Erfolg uns glücklich? In unserm Gespräch mit den Wissenschaftlerinnen Astrid Schütz und Marina Schall haben wir herausgefunden, dass Leistung, Erfolg und Glück hochkomplexe und sehr persönliche Konzepte sind, die uns allerdings universell im Leben beschäftigen. 


Die Autorinnen des Buches “Macht Erfolg glücklich?” (Hogrefe) haben sich nicht nur für Ihr Buch etliche wissenschaftliche Studien und Experimente ausgewertet, sondern auch für unser Gespräch jede Menge Fakten und Erfahrungen in petto gehabt. 


Marina Schall hat Psychologie an der Universität Tübingen studiert. IN ihrer Promotion beschäftigte sie sich unter anderem mit dem Thema Umgang mit Emotionen in Leistungskontext und sozialen Auswirkungen von Erfolg. Sie interessiert sich als angehende Psychotherapeutin besonders für gesundheitliche und psychologische Auswirkungen von Leistungsdruck, Selbstwert und Selbstannahme. Astrid Schütz ist Inhaberin des Lehrstuhls für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Sie und ihr Team forschen zu Personalauswahl, Potenzialdiagnostik und Mitarbeiterentwicklung und bieten für diese Bereiche auch Trainings und Coaching an.





Link zum Text, der im Gespräch erwähnt wird:


https://www.uni-bamberg.de/perspsych/forschung/interesse-an-studien/
Wir arbeiten dran – der Working Women Podcast

Wir arbeiten dran – der Working Women Podcast

New Work. Career. Networking