Total Sozial! Archiv
325 Episoden
29 Minuten
Im „Haus der Athleten“ des Katholischen Jugendsozialwerks KSJW leben Sporttalente, die am Olympiastützpunkt München trainieren.
36 Minuten
Rund drei Millionen Menschen sind in Deutschland auf Pflege angewiesen. Fast drei Viertel von ihnen werden zu Hause von ihren Familienangehörigen betreut. Viele pflegende Angehörige merken aber schon nach kurzer Zeit, dass sie sich mit der Versorgung eines Menschen, der unter Umständen Tag und Nacht Hilfe braucht, übernommen haben. Die Malteser im Erzbistum München und Freising haben auf die Nöte der Betroffenen reagiert und vor gut eineinhalb Jahren eine Fachstelle für pflegende Angehörige eingerichtet. Auslöser waren die Anfragen von Angehörigen, die ihre dementiell erkrankten Verwandten in die Malteser Tagesstätte MalTa im Münchner Stadtteil Berg am Laim bringen. Dort werden Gäste mit beginnender Demenz betreut. Für die Leiterin der Einrichtung sei es auf Dauer nicht möglich gewesen, auf die Probleme der pflegenden Angehörigen adäquat einzugehen, berichtet die Leiterin der Fachstelle, Elisabeth Mauro. Diese sei in erster Linie für die Gäste da. Trotzdem hätten die Betroffenen die Einrichtungsleitung immer wieder um Hilfe gebeten, zum Beispiel, wenn es darum geht, Anträge bei der Krankenkasse zu stellen. Noch schwieriger sei es gewesen, den Menschen zu helfen, die von der Pflegesituation generell überfordert sind. Hier brauche es eine grundlegende Analyse des sozialen Umfelds und der Familienstruktur, so Mauro. Die Malteser hätten das hohe Maß an Beratungsbedarf erkannt und sich für die Einrichtung der Fachstelle entschieden. Die biete den Vorteil, gezielt auf die zahlreichen Hilfsangebote hinzuweisen, die die Malteser für pflegende Angehörige bereithalten. Wer einen Menschen pflegt, bräuchte aber nicht nur praktische Unterstützung, erklärt Mauro. Im Gespräch stelle sich oft heraus, dass viele gar nicht wissen, was Pflege generell bedeutet. Pflege habe auch geistige, soziale und psychologische Aspekte. „Pflege kann einfach bedeuten, dass ich bei jemandem bin, daneben sitze und ihm Gesellschaft leiste, weil die Person sich sonst einsam fühlt“. Diese umfassende Fürsorge könne schnell zur Überlastung der Familienangehörigen führen. Elisabeth Mauro rät deshalb, vor der Übernahme einer häuslichen Pflege genau zu prüfen, ob man selber physisch und psychisch dazu überhaupt in der Lage ist. Außerdem sei wichtig, dass pflegende Menschen immer auf ein soziales Netzwerk zurückgreifen können, das sie entlastet. Der Idealfall sei die pflegende Familie, in der die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt werden können. Erst wenn die Pflegesituation in der Familie geklärt sei, könnten dann auch die Angebote der Malteser greifen, erklärt Mauro. Menü-Service, Patienten-Fahrdienst, Besuchsdienst für Menschen mit Demenz oder Hausnotruf sind nur eine Auswahl der Dienste, die die Malteser auch mit Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeitern anbieten.
31 Minuten
Mit einem Gospel-Benefizkonzert hat der Katholische Männerfürsorgeverein KMFV Spenden für wohnungslose Münchner gesammelt.
31 Minuten
Er ist der zweite Nicht-Geistliche Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum München und Freising. Bisher war er Präsident der Katholischen Stiftungshochschule. Was der 57jährige für den Verband plant, welche Corona-Folgen er befürchtet und wie seine Enkeltochter den Spielpädagogen in ihm weckt, das sind nur einige Themen in dieser Folge von Total Sozial
29 Minuten
Eigentlich ist Wählen ganz leicht: Man macht ein Kreuz bei einem Namen und einer Partei. Aber welchen Prozess das auslöst und was die Stimme am Schluss bewirkt, ist schon deutlich komplizierter. Selbst für „normale“ Wähler. Wirklich schwierig und nicht unbedingt immer inklusiv ist unsere Demokratie für Menschen mit einer geistigen Behinderung – einer Lernschwierigkeit. Ihre Stimme zählt aber genauso viel, denn auch ihre Interessen müssen politisch vertreten werden. Immerhin handelt es sich um rund eine Million Menschen, die in Deutschland eine geistige oder seelische Behinderung haben. Elke Scheiber ist eine von ihnen. Die 43-Jährige arbeitet im Einrichtungsverbund Steinhöring, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung von der katholischen Jugendfürsorge KJF. Sie ist überzeugt, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten mitreden müssen: "Ich finde es wichtig, dass man Anteil an der Wahl hat!" Aber das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn in vielen Bereichen ist Demokratie in Deutschland noch nicht barrierefrei. In der Praxis gibt’s hier noch viel Nachholbedarf. In der neuen Folge von "Total Sozial" erzählt, Elke Scheiber wie sie diese Bundestagswahl erlebt hat und wie der Einrichtungsverbund Steinhöring seine Bewohner auf die Wahl vorbereitet hat. Außerdem spricht Autorin Doris Katheder über ihr Buch in leichter Sprache, das Menschen mit einer Lernbehinderung beim Wählen helfen soll und ihnen erklärt, wie Demokratie funktioniert.
27 Minuten
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), werden jährlich rund 3 Millionen Frauen Opfer von FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting). Circa 30 Prozent von ihnen sterben noch während des Eingriffs oder an den Folgen der Genitalverstümmelung. In dieser Ausgabe von Total Sozial wirft Andrea Lindner einen Blick nach Landshut: Dort gibt es seit März dieses Jahres das Projekt „CaRe for Women“ – eine Anlaufstelle für Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind. Angesiedelt ist das Team bei der Schwangerenberatung der Caritas in Landshut. „CaRe for Women“ möchte betroffene Frauen beraten, aber auch aufklären und sensibilisieren. Was die Stelle genau macht und warum sie gebraucht wird, das klärt Andrea Lindner in dieser Ausgabe von Total Sozial. Außerdem spricht sie mit Fadumo Korn. Die heute 57-jährige Frau aus Somalia hat im Alter von 7 Jahren selbst am eigenen Leib erfahren müssen, was Genitalverstümmelung bedeutet. Heute setzt sie sich in Vereinen und Organisationen gegen weibliche Genitalverstümmelung ein, betreut betroffene Frauen und klärt auf.
29 Minuten
Vertreter von Caritas, KMFV, KJF und SkF beziehen zu den sozialen Thesen des Wahl-O-Mat Stellung und beleuchten deren Hintergründe.
28 Minuten
Monsignore Rainer Boeck ist Diözesanbeauftragter für Flucht, Asyl, Migration und Integration. Caritas International hat ihn nach Lesbos eingeladen, um sich ein Bild von den Flüchtlingslagern zu machen. Sein Fazit: Das, was da passiert, ist schlecht. Deshalb schlägt er vor, dass Deutschland mit gutem Beispiel voran geht und Menschen aus den Lagern nach Deutschland holt.
29 Minuten
Seit einer Woche schaut die Welt nach Tokio: Dort finden mit einem Jahr Verspätung die 32. Olympischen Spiele der Moderne statt. Wegen Corona aber etwas anders als sonst: Kein Publikum, die Athleten tragen Masken und die Medaillen müssen sie sich selbst umhängen. Aber: der olympische Geist, weht trotzdem wieder und passend dazu wird’s auch bei Total Sozial sportlich. Es geht nach Rosenheim zum Katholischen Jugendsozialwerk KJSW. Dort Leben rund 170 Menschen mit geistiger Behinderung und einige von Ihnen nehmen regelmäßig als Athleten bei den Special Olympics teil. So auch Margrit Hofmayer: Sie lebt in einer der betreuten Wohngruppen beim KJSW und hat schon so manches Edelmetall von Wettkämpfen nach Hause gebracht. In Total Sozial erzählt sie von ihrem größten sportlichen Erfolg. Dass aber nicht nur Medaillen zählen, sondern Sport für Menschen mit geistiger Behinderung auch im Alltag eine ähnlich große Bedeutung hat wie für Menschen ohne Behinderung, erklärt KJSW Fachbereichsleiterin Nina Jenewein-Lipp. Außerdem gehts mit Total Sozial zum Training des Special Olympics Basketball-Team. Dort verrät Joachim Strubel wie man Trainer für Sportler mit geistiger Behinderung wird.
18 Minuten
Mit Blaulicht geht es in Richtung Giesing. Die Patientin wird schließlich ins Klinikum Innenstadt in die Notaufnahme gebracht. Wir haben in den Malteser Momenten die beiden Malteser Rettungsassistenten Nikolai Ohme und Daniel John bei Ihrem Einsatz begleitet. Und wir haben den stellvertretenden Leiter der Rettungswache, Sebastian Bscheid, gefragt, was es alles braucht, damit die Notfallversorgung in einer Großstadt wie München möglichst verlässlich und routiniert abläuft.
28 Minuten
Die Freiwilligen-Zentren der Caritas bringen Menschen auf der Suche nach einem Ehrenamt und karitative Organisationen zusammen.
29 Minuten
Eltern haben im vergangenen Jahr beobachtet, wie ihre Teenager-Kinder immer lethargischer geworden sind. Was sollten sie auch tun? Jetzt, wo die Jugendlichen viele Freiheiten wieder genießen könnten, sollen sie wieder funktionieren wie vorher. Aber das klappt nicht immer und überall. Felix Dietz von der Psychologischen Beratungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge im Lehel erzählt, mit welchen Problemen Eltern und Kinder derzeit zu ihm kommen und wie das Team den Familien hilft, einen guten Weg zu finden. Denn die Fälle, in denen Jugendliche wirklich heftige Probleme haben, sind deutlich häufiger als vor der Pandemie. Wenn Sie Hilfe brauchen: ein Übersicht über die Beratungsstellen in München finden Sie unter www.erziehungsberatung-muenchen.de
26 Minuten
Viele Kinder träumen vom Reiten, weil es Spaß macht und Pferde einfach schöne Tiere sind. Im Einrichtungsverbund Steinhöring sind die Pferde aber auch Therapeuten. Und zwar für Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten. „Wir versuchen hier eine Wahrnehmung über alle Sinne zu fördern", erklärt Reittherapieleiterin Hannah Böck. Um herauszufinden, wie das den Kindern hilft, ist Total Sozial auf dem Fendsbacher Hof bei einer Reittherapiestunde mit dabei. Außerdem erzählt Special Olympics-Siegerin Anita Unterreitmeier wie sie es von der Reittherapie zur Turnierreiterin gebracht hat und was man trotz Behinderung sportlich erreichen kann.
28 Minuten
Die Zeichen stehen auf Erleichterung. Mit einer inzwischen hohen Impfrate und sinkenden Corona-Infektionszahlen könnte man schon fast wieder das Gefühl von Normalität bekommen. In Gesprächen mit anderen fällt oft auf: Es ist schon verblüffend, was in den letzten fast anderthalb Jahren passiert ist. Da kann jeder so seine Geschichten erzählen. Von Hamsterkäufen und virtuellen Spieleabenden, von Quarantäne- und Krankheitsverläufen, bis hin zu bedrückenden Todesnachrichten aus dem Bekanntenkreis. Definitiv eine turbulente Zeit. Gerade die Wohlfahrtsverbände sind in dieser Zeit oft an und teilweise über ihre Grenzen gekommen. Mit ihren rund 30.000 Beschäftigten und rund 15.000 Ehrenamtlichen zählt die Caritas zu den größten Verbänden im Erzbistum. In der neuesten Ausgabe von Total Sozial schaut Andrea Linder genau dorthin: Wie ging es der Caritas im letzten Corona-Jahr? Was haben sie aus dieser Zeit mitgenommen? Und: Was möchten sie noch besser machen in Zukunft? Im Gespräch mit der Caritas Vorständin Gabriele Stark-Angermeier schaut Andrea Lindner zurück, spricht über Positives und Negatives und über Lehren aus der Krise beim Caritas-Verband im Erzbistum München und Freising.
28 Minuten
Zuhause ist da, wo die Menschen sind, die man liebt – so sagt man. Für Menschen, die ihrer Heimat verlassen müssen, sind ihre Familien daher meist das Zuhause in der Fremde. Viele müssen ihre Verwandten aber auf ihrem Weg zurücklassen. Der Familiennachzug, also die Möglichkeit für Migranten, deren Familienmitglieder aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, stellt für viele daher die einzige Hoffnung dar, mir ihren Lieben wieder vereint zu werden. "Seit fünf Jahren bin ich hier in Deutschland und jetzt will ich meine Tochter aus Äthiopien nach Deutschland abholen“, erzählt Abrahet Yemane aus Eritrea. Doch obwohl sie es schon seit Jahren versucht, hatte sie noch keinen Erfolg. Hilfe bekommt Sie von der Caritas. “Das ist eine schwierige Prozedur", erklärt der Caritas-Migrationsexperte Willi Dräxler, "denn es gibt in Deutschland Strukturen und Gesetze auf der Verwaltungsebene, die ganz gezielt versuchen, das abzubremsen“. In Total Sozial sprechen wir darüber, wie die Caritas Menschen wie Abrahet Yemane hilft und was sich in Deutschland ändern muss, damit Familien die Chance auf eine gelungene gemeinsame Integration haben.