Ganz offen gesagt Archiv
469 Episoden
54 Minuten
Die Pandemie geht ins dritte Jahr und kaum eine Gruppe wurde so gefordert und in ihren Bedürfnissen oftmals übersehen, wie die Kinder und Jugendlichen. Hieß es anfangs noch, sie wären durch das Virus nicht bis kaum gefährdet und sollten daher Solidarität mit den Älteren üben und sich zurücknehmen, wurde mittlerweile klar, dass diese Solidarität nicht erwidert wurde.
Kinder und Jugendliche haben keine Lobby, befindet der Psychiater Herwig Oberlerchner, der besorgt auf die psychiatrische Unterversorgung dieser Gruppe hinweist, die sich durch die Pandemie noch verschlechtert hat. Der Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Klagenfurt hat aber auch ganz praktische Tipps, wie man „erste Hilfe“ leisten kann bei Jugendlichen in psychischer Not und berichtet, inwiefern in diesem Alter auch eine gewisse Resilienz gegeben ist, die dabei hilft, schwere Krisen zu überstehen.
Außerdem spricht er über den Umgang von Menschen mit psychischen Erkrankungen mit der Pandemie, die manchmal in ihrer Krisenerfahrung anderen durchaus etwas voraus haben und er spricht als Experte für Psychiatrie im Nationalsozialismus auch über den Zustand der Erinnerungskultur in Kärnten.
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Kinder und Jugendliche haben keine Lobby, befindet der Psychiater Herwig Oberlerchner, der besorgt auf die psychiatrische Unterversorgung dieser Gruppe hinweist, die sich durch die Pandemie noch verschlechtert hat. Der Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Klagenfurt hat aber auch ganz praktische Tipps, wie man „erste Hilfe“ leisten kann bei Jugendlichen in psychischer Not und berichtet, inwiefern in diesem Alter auch eine gewisse Resilienz gegeben ist, die dabei hilft, schwere Krisen zu überstehen.
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46 Minuten
Kunst darf alles. Sie muss alles dürfen. Nach diesem Credo lebt die Schriftstellerin, Kolumnistin und Malerin Julya Rabinowich. Und macht sie nicht immer Freunde damit. Insbesondere dann nicht, wenn sie dafür plädiert das Werk vom Künstler zu trennen, egal ob es sich dabei um einen Genozidleugner, eine Antisemitin oder einen Pädophilen handelt. Mit Rabinowich spricht Solmaz Khorsand über Politik und Kunst, ihr aktuelles Buch „Dazwischen: Wir“ und wie sie mit ihren Eltern, ebenfalls zwei Künstlern, in ihrem Geburtsland, der Sowjetunion, als Kind systemkritische Parabeln mit verteilten Rollen nachgespielt hat – und so gegen totalitäre Ideologien immunisiert wurde. Und über den einen Satz, den ihr Vater ihr zwei Jahre lang sagen wollte.
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49 Minuten
In dieser Folge spricht Alexandra Maritza Wachter mit zwei Gästen. Einerseits mit der Ärztin und Zeitzeugin Helga Feldner-Busztin. Sie ist Überlebende des KZ Theresienstadt und spricht seit den 1990er Jahren regelmäßig in Schulen über ihre Erfahrungen in der Nazizeit. 2018 hat sie für ihren Einsatz den Ute-Bock-Preis erhalten.
Und andererseits mit dem 1928 in Baden bei Wien geborenen Journalisten und Zeitzeugen Karl Pfeifer, der 1938 im Alter von 10 Jahren mit seinen Eltern nach Ungarn fliehen musste und 4 Jahre später das damalige Palästina erreichte. Pfeifer engagiert sich unermüdlich gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. 2018 hat er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten.
Wie bewerten Feldner-Busztin und Karl Pfeifer die aktuellen Entwicklungen bei Coronavirus-Demonstrationen und was macht es mit Ihnen als Überlebende des Holocaust, wenn Menschen auf Demonstrationen den vom NS-Regime eingeführten „Judenstern“ tragen mit der Aufschrift „ungeimpft“?
Zudem geht es um Antisemitismus-Prävention und um Vermittlungsarbeit bei der nächsten Generation.
Links zur Folge:
https://www.erinnern.at/
https://www.weitererzaehlen.at/
https://orf.at/stories/3245100/
https://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/holocaust-ueberlebende-prangern-vergleiche-ihres-leides-mit-corona-regeln-an;art385,3549333
https://www.derstandard.at/story/2000133097048/corona-demos-wer-sind-hier-die-nazis
https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-proteste-impfskeptiker-holocaust-verharmlosung-justiz-1.5508569
https://www.tagesschau.de/inland/corona-protest-nazi-symbole-101.html
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/facebook-zuckerberg-holocaust-100.html
Karl Pfeifer:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Pfeifer_(Journalist)
https://oe1.orf.at/programm/20130505/311098/Menschenbilder
https://www.erinnern.at/themen/e_bibliothek/miscellen/zeitzeuge-karl-pfeifer-erhaelt-goldenes-ehrenzeichen-fuer-verdienste-um-die-republik-oesterreich
https://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/termine/zwischen-allen-stuhlen-das-leben-des-zeitzeugen-karl-pfeifer
https://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/termine/zeitzeuge-karl-pfeifer-im-gespraech
Helga Feldner-Busztin:
https://www.puls24.at/video/puls-4-news/zeitzeugin-helga-feldner-busztin-im-interview/v-bk6ja2hwdrqx
https://oe1.orf.at/programm/20190224/543601/Helga-Feldner-Busztin
https://www.weitererzaehlen.at/interviews/helga-feldner-busztin
https://www.borg3.at/5bc-im-gespraech-mit-zeitzeugin-dr-helga-feldner-busztin/
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Und andererseits mit dem 1928 in Baden bei Wien geborenen Journalisten und Zeitzeugen Karl Pfeifer, der 1938 im Alter von 10 Jahren mit seinen Eltern nach Ungarn fliehen musste und 4 Jahre später das damalige Palästina erreichte. Pfeifer engagiert sich unermüdlich gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. 2018 hat er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten.
Wie bewerten Feldner-Busztin und Karl Pfeifer die aktuellen Entwicklungen bei Coronavirus-Demonstrationen und was macht es mit Ihnen als Überlebende des Holocaust, wenn Menschen auf Demonstrationen den vom NS-Regime eingeführten „Judenstern“ tragen mit der Aufschrift „ungeimpft“?
Zudem geht es um Antisemitismus-Prävention und um Vermittlungsarbeit bei der nächsten Generation.
Links zur Folge:
https://www.erinnern.at/
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https://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/holocaust-ueberlebende-prangern-vergleiche-ihres-leides-mit-corona-regeln-an;art385,3549333
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https://www.tagesschau.de/inland/corona-protest-nazi-symbole-101.html
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/facebook-zuckerberg-holocaust-100.html
Karl Pfeifer:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Pfeifer_(Journalist)
https://oe1.orf.at/programm/20130505/311098/Menschenbilder
https://www.erinnern.at/themen/e_bibliothek/miscellen/zeitzeuge-karl-pfeifer-erhaelt-goldenes-ehrenzeichen-fuer-verdienste-um-die-republik-oesterreich
https://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/termine/zwischen-allen-stuhlen-das-leben-des-zeitzeugen-karl-pfeifer
https://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/termine/zeitzeuge-karl-pfeifer-im-gespraech
Helga Feldner-Busztin:
https://www.puls24.at/video/puls-4-news/zeitzeugin-helga-feldner-busztin-im-interview/v-bk6ja2hwdrqx
https://oe1.orf.at/programm/20190224/543601/Helga-Feldner-Busztin
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54 Minuten
Gemeinsam mit der Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle blickt Host Stefan Lassnig ins politische Jahr 2022. Drei Wahlgänge sind ja bereits fixiert: Kommunalwahlen in Tirol und im Burgenland sowie die BundespräsidentInnen-Wahl. Stainer-Hämmerle erklärt, welche Auswirkungen die Aufarbeitung der "Ära Kurz", zB im Untersuchungsausschuss, auf das bevorstehende Polit-Jahr haben wird und wundert sich, warum die ÖVP offenbar keine interne Untersuchung plant. Den Richtungsstreit in der SPÖ sieht die Expertin vor allem in inhaltlichen Grundfragen und von der FPÖ erwartet sich Stainer-Hämmerle in der Post-Corona-Ära einen radikalen Kurs gegen die vermeintliche "Klima-Diktatur". Nach der Einschätzung der Politologin werden die Wahlergebnisse der Grünen nicht unter dem Regierungskurs leiden, eine positive Tendenz sieht Stainer-Hämmerle auch bei den neos.
Eine unerfreuliche Entwicklung sieht Stainer-Hämmerle in einem fortschreitenden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Arbeit der PolitikerInnen, der sich inbesondere in der stark gesunkenen Akzeptanz der Corona-Maßnahmen manifestiert. Neben all den politischen Auseinandersetzungen gelte es 2022, dieses Vertrauen wieder herzustellen, so die Politologin.
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Links zur Folge:
Kathrin Stainer-Hämmerle auf wikipedia
ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss
Podcast-Empfehlung der Woche:
Pivot mit Kara Swisher und Scott Galloway
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ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss
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50 Minuten
In den vergangenen Monaten scheinen sich die Korruptionsfälle in Österreich in ungewohnter Dichte zu häufen. Freunderlwirtschaft, verbotene Absprachen, Postenschacher sind ständiges Thema der politischen Berichterstattung.
Doch wie arbeiten eigentlich jene, die sich ihrer Aufarbeitung widmen, die Investigativjournalistinnen und -journalisten des Landes? Wie kommt man zu einer Geschichte, zu Akten, zu Informantinnen und Informanten? Wie erfährt man von parteiinternen Geheimnissen? Wie stellt man Vertrauen zu Personen aus der Exekutive und der Justiz her?
Über all das spricht Fabian Schmid, stellvertretender Innenpolitikressortleiter der Tageszeitung Der Standard, in dieser Folge. Und er erklärt auch, was der Unterschied zwischen einem echten „Scoop“ und dem „Papierljournalismus“ ist.
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Über all das spricht Fabian Schmid, stellvertretender Innenpolitikressortleiter der Tageszeitung Der Standard, in dieser Folge. Und er erklärt auch, was der Unterschied zwischen einem echten „Scoop“ und dem „Papierljournalismus“ ist.
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51 Minuten
Neues Jahr, neue Herausforderungen, insbesondere für die österreichische Demokratie. Noch nie hat sich die ehemalige Politikerin und Gründerin des Liberalen Forums Heide Schmidt dermaßen in ihrem Demokratie-Verhalten herausgefordert gefühlt, wie in Anbetracht der Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen und die Impfpflicht. Wie soll man Menschen begegnen, die mit Rechtsextremen marschieren? Wie sie ernst nehmen, wenn sie von der Wirksamkeit von Entwurmungsmitteln für Pferde für die eigene Gesundheit schwärmen? Wie nicht eine härtere Gangart der Polizei ihnen gegenüber fordern, wenn sie ihre Mitmenschen attackieren, bedrohen und einschüchtern? Darüber spricht Heide Schmidt mit Solmaz Khorsand, aber auch über ihre eigene politische Biografie, Nazis in der eigenen Familie und ihr klares Hochdeutsch, das ihr in Österreichs politischem Betrieb zugute gekommen ist.
Weiterführender Link zur TV-Konfrontation nach Heide Schmidts Austritt aus der FPÖ:
https://tvthek.orf.at/history/Parteien-Wahlen-und-Koalitionen/9501698/Konfrontation-von-Haider-und-Schmidt-nach-FPOe-Spaltung/12754417
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1 Stunde 3 Minuten
Frauen sind fix und fertig. Nicht nur, weil sie mehr leisten als Männer - ohne Lohn, ohne Anerkennung, und ohne Sicht auf Verbesserung ihrer Lage - sondern auch, weil sie unentwegt Überlebensstrategien entwickeln und anwenden müssen, um nicht belästigt, verprügelt oder getötet zu werden. Genau damit beschäftigt sich die Schweizer Soziologin und Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach in ihrem aktuellen Buch „Die Erschöpfung der Frauen.“ Schutzbach zählt zu den bekanntesten Feministinnen der Schweiz. Mit ihr spricht Solmaz Khorsand darüber, wie sehr das Bild der „von Natur aus fürsorglichen Frau“ die Weltwirtschaft am Laufen hält, warum es problematisch ist, wenn Männer nur ihre Geschlechtsgenossen retweeten und warum wir aufhören müssen, männliches Verhalten als imitationswürdige Norm zu betrachten.
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51 Minuten
Andreas Koller mahnt aktuell, die Staatsinteressen nicht den Parteiinteressen unterzuordnen, wie man es in der Vergangenheit öfter beobachten konnte. Er sieht nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz als ÖVP-Obmann kein Comeback des Ex-Kanzlers, weder jetzt noch in naher Zukunft, und vermutet auch, dass das Interesse der Öffentlichkeit nach den turbulenten Jahren nun eher in Richtung Stabilität und Sachpolitik umschlägt, weg von der Inszenierung, hin zu den Inhalten. Weiters sieht er zwar die Koalition aktuell noch als durchaus stabil, könnte sich jedoch vorstellen, dass unter Karl Nehammer auch wieder eine Annäherung zwischen ÖVP und SPÖ möglich wäre, die in den vergangenen Jahren unter Sebastian Kurz undenkbar schien.
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1 Stunde 5 Minuten
Franz Hörl polarisiert wie kaum ein anderer. Der ÖVP-Nationalrat, Wirtschafts- und Seilbahnlobbyist fällt immer wieder mit seinen markigen Sprüchen auf. Mit Stefan Lassnig spricht er über die dramatischen Stunden des Corona-Ausbruchs in Ischgl im Jahr 2020, die Bedeutung von Wintertourismus und Schifahren für Tirolerinnen und Tiroler und ob dieses Bundesland in der Krise wirklich alles richtig gemacht hat.
Hörl gibt auch einen interessanten Einblick in die Entschuldigungs-Tour von Ex-Kanzler Sebastian Kurz, dem Hörl seine Fehltritte verziehen hat und mit dessen Comeback er rechnet.
Hörl ist in dieser Folge ungewohnt selbstkritisch und entschuldigt sich sogar für eine seiner Aussagen, die ihn speziell in Ostösterreich erst so richtig bekannt gemacht haben.
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Links zur Folge:
Bericht der unabhängigen Expertenkommission
ORF-Beitrag zu Ischgl
"Rülpser aus Wien"
Zahlen, Daten und Fakten zum Tourismus in Tirol
Podcast-Empfehlung der Woche:
Mit den Waffeln einer Frau von Barbara Schöneberger
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32 Minuten
Irmgard Griss war Präsidentin des Obersten Gerichtshofs und genau bei diesem Wissen setzt diese Folge an. Alexandra Wachter spricht mit Griss über die politischen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Impfpflicht und über die juristischen Möglichkeiten. Irmgard Giss spricht sich für die Verpflichtung aus und unterstreicht, dass die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo sie die Freiheit des anderen tangiert.
Doch genau solche Aussagen stoßen in der aktuell stark polarisierten Stimmung auch auf massiven Widerstand. Die Kluft zwischen Geimpften und Ungeimpften wird größer und die gesellschaftliche Spaltung tiefer. Wie soll die Politik damit umgehen und welche Möglichkeiten bietet der Rechtsstaat eigentlich?
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Links zur Folge
https://www.vfgh.gv.at/verfassungsgerichtshof/geschichte/irmgard_griss.de.html
https://kurier.at/politik/inland/irmgard-griss-ohne-impfpflicht-wird-es-nicht-gehen/401804044
https://ooe.orf.at/stories/3130403/
https://kurier.at/politik/inland/ministerrat-tuerkis-gruener-auftritt-nach-koalitionskrach/401808664
Buch-Empfehlung
https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1038185004
Update/Einordnung 24.11.2021: Das Gespräch mit Frau Griss haben wir aus Termingründen am 17.11.2021 aufgezeichnet, deswegen wurden manche Aussagen von der Realität überholt. Siehe "Impfung ohne Terminvereinbarung".
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Update/Einordnung 24.11.2021: Das Gespräch mit Frau Griss haben wir aus Termingründen am 17.11.2021 aufgezeichnet, deswegen wurden manche Aussagen von der Realität überholt. Siehe "Impfung ohne Terminvereinbarung".
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58 Minuten
Wolfgang Feistritzer lebt in einem kleinen 23-EinwohnerInnen-Ort in Kärnten als Biobauer und hat von dort eine beachtliche Karriere als Kabarettist und Influencer gestartet. Seine Kunstfigur, der Wutbauer Hons Petutschnig, kritisiert die Regierenden vor allem aus der Perspektive der Landwirt_innen und spricht so vielen aus dem Herzen. Über 100.000 Follower auf Youtube, oftmals selbst Bauern und Bäuerinnen, sind Fans des Originals.
Wolfgang Feistritzer ist aber auch ein genauer Beobachter der politischen Situation in Österreich. So erklärt er, wie er die Haider-Jahre in Kärnten miterlebt hat und welche Ähnlichkeiten zum Ex-Kanzler Sebastian Kurz sieht, warum er sich von der Politik als Bauer oftmals im Stich gelassen fühlt, warum McDonalds für die Landwirte hierzulande mehr tut, als das durchschnittliche Dorfgasthaus und wie er vom Klimawandel betroffen ist.
Werbepartner dieser Folge ist Audible mit seinem Hörbuch "Playlist" von Sebastian Fitzek
Links zur Folge:
Homepage Petutschnig Hons
Petutschnig Hons auf Youtube
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1 Stunde 6 Minuten
Joe Kalina ist ein erfahrener PR-Stratege und Politik-Insider. Im Gespräch mit Stefan Lassnig beleuchtet er die strategischen Optionen der Parteien nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz. Kalina beschreibt unter anderem das Dilemma der ÖVP und warum er glaubt, dass sich die ÖVP von türkis verabschieden wird müssen. Interessant auch Kalinas Einschätzung, ob Pamela Rendi-Wagner ein "political animal" und die richtige Person an der Spitze der SPÖ ist und warum er die Corona-Politik der FPÖ für verantwortungslos hält. Kalina erklärt, warum er das Verhalten der Grünen für geschickt und die Performance der grünen MinsterInnen für gut hält und wie die neos ihre Chancen auf eine Regierungsbeteiligung erhöhen könnten.
Links zur Folge:
Über Joe Kalina (Artikel aus der "Presse")
"grundsatz" - Der Podcast der Politischen Akademie der ÖVP
"Rotfunk" - Der Podcast des Renner-Instituts
neos-Lab
Gespräch mit Ingrid Felipe zur Einhaltung eigener Grundwerte in einer Koalition (Ganz offen gesagt Folge #19 2021)
Podcastempfehlung der Woche:
An Apple A Day - der Ernährungspodcast mit Susanne Dirisamer
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50 Minuten
Knapp eine Woche nach dem Wiener Terroraranschlag vor einem Jahr fand in Österreich die größte Anti-Terroraktion der Zweiten Republik statt: die Operation Luxor. 930 Beamte waren in vier Bundesländern im Einsatz, um im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz mutmaßliche Anhänger der Muslimbruderschaft und der Hamas aufzuspüren. Der Politikwissenschafter Farid Hafez war einer Beschuldigten. Mit ihm spricht Solmaz Khorsand über die Nacht der Großrazzia, den Vorwurf der Muslimbruderschaft anzugehören, den - für viele WissenschafterInnen im deutschsprachigen Raum umstrittenen - „Europäischen Islamophobiereport", den er seit 2015 mitherausgibt und warum er den Begriff „Islamophobie“ nicht als Kampfbegriff verstanden wissen will.
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50 Minuten
Vielfach glauben wir, dass die Ereignisse, die wir in der Politik sehen, neu wären. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sich Dinge stetig wiederholen. Die Intervention der Politik bei den heimischen Medien etwa, die hat eine lange Geschichte, die die promovierte Politikwissenschaftlerin Astrid Zimmermann sehr gut kennt.
Seit 50 Jahren beobachtet sie die heimische Innenpolitik nun schon. Zuerst ist sie selbst für die Sozialdemokratie tätig, dann entschließt sie Ende der 90er-Jahre aus der Politik auszusteigen, da die SPÖ damals den Slogan plakatiert „das Boot ist voll“. Zimmermann wechselt die Seiten in den Journalismus, wird Vorsitzende der Journalistengewerkschaft, gründet das Frauennetzwerk Medien und wird Generalsekretärin des Presseclub Concordia. Sie weiß, warum beim Thema „Transparenz“ nur wenig weitergeht, wie der Medienmarkt durch Regierungswerbung verzerrt wird und erklärt, warum sie das Antikorruptionsvolksbegehren unterstützt.
Eine Podcast-Folge, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft.
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https://www.derstandard.at/story/2000127884728/studie-regierungswerbung-verzerrt-medienmarkt-willkuerlich-zugunsten-des-boulevards
http://www.mhw.at/cgi-bin/page.pl?id=16
https://www.horizont.at/medien/menschen/neue-position-astrid-zimmermann-ist-neue-ombudsfrau-des-presserats-84214
https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/politik/frauenpreis/preistraegerinnen/astrid-zimmermann.html
https://www.booklooker.de/Bücher/Angebote/titel=Was+kommt+was+bleibt+150+Jahre+Presseclub+Concordia+hrsg+von+Ilse
https://www.diepresse.com/6044050/ovp-chats-wer-zahlt-schafft-an-ich-liebe-das
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47 Minuten
Es waren wieder einmal turbulente Tage in der österreichischen Innenpolitik. Stefan Lassnig und Christian Nusser, Chefredakteur der Tageszeitung "Heute", blicken nochmal zurück auf die entscheidenden Tage, die die gesamte österreichische Innenpolitik und vor allem die ÖVP nachhaltig verändern werden. Nusser beschreibt, welche Faktoren nach seiner Einschätzung den Ausschlag für den "dann-doch-Rücktritt" von Bundeskanzler Sebastian Kurz gegeben haben. Die Rolle der "alten schwarzen" ÖVP wird dabei genauso beleuchtet wie das strategische Geschick der "Grünen". Nusser und Lassnig diskutieren auch über die politische Verantwortung, inbesondere das Auseinanderklaffen des von den türkisen Kommunikationsexptertinnen und -experten geschaffenen Images und der Wirklichkeit, die sich in den Chats offenbarte. Nusser hält auch fest, dass er die Diskussion betreffend Medien teilweise für verlogen hält. Am Ende dieser Folge blickt Nusser in die Glaskugel und erklärt, warum er nur zu 10 Prozent glaubt, dass Sebastian Kurz jemals wieder eine Bundesregierung in Österreich anführen wird.
Links zur Folge
Blog von Christian Nusser
ORF-Artikel zur Medienenquete (Juni 2018)
Ganz offen gesagt Folge #28 mit Walter Geyer zur WKSta
Podcastempfehlung der Woche
Inside Austria von Standard und Spiegel
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