Ganz offen gesagt Archiv
469 Episoden
29 Minuten
In dieser Spezial-Folge von „Ganz offen gesagt“ nimmt Stefan Lassnig seine Hörerinnen und Hörer mit ins Europäische Parlament nach Straßburg. Dort hat er mit Abgeordneten verschiedener Fraktionen darüber gesprochen, warum freie und unabhängige Medien weltweit und auch in Europa unter Druck geraten. Lukas Mandl (ÖVP) beschreibt Pressefreiheit als Infrastruktur, die eine Gesellschaft so dringend braucht wie sauberes Wasser, und erklärt, was hinter dem Sonderausschuss „European Democracy Shield“ steckt. Helmut Brandstätter (NEOS) erzählt von bemerkenswerten Wortmeldungen rechter Abgeordneter in diesem Ausschuss und beschreibt einen „Zangenangriff“ auf die Demokratie durch amerikanische Plattformen und russische Desinformation. Timo Wölken (SPD) erklärt, wie der Digital Services Act das sogenannte Plattformprivileg mit einem „Notice-and-Action“-System und Trusted Flaggern ausbalancieren soll. Als Berichterstatter der EU-Anti-SLAPP-Richtlinie schildert er außerdem aus erster Hand, warum gerade freie Journalistinnen und Journalisten vor Einschüchterungsklagen geschützt werden müssen. Am Beispiel Österreich zeigt die Folge, wie weit europäischer Anspruch und nationale Wirklichkeit auseinanderliegen können, denn die Richtlinie hätte bis 7. Mai 2026 umgesetzt werden müssen. Zum Schluss erzählt Stefan Lassnig, warum in dieser Folge keine FPÖ-Abgeordneten zu Wort kommen, und zieht sein persönliches Fazit aus Straßburg.
Transparenzhinweis: Das Europäische Parlament hat die Reise- und Übernachtungskosten übernommen und unterstützt insgesamt fünf Folgen von „Ganz offen gesagt“ mit einem Produktionskostenbeitrag. Es wurde schriftlich garantiert, dass das Europäische Parlament keinerlei Einfluss auf Inhalte, Gäste, Fragen oder die fertigen Folgen nimmt.
Links zur Folge
Ganz offen gesagt #59 2026 EU-Spezial: Der Billionen-Basar um die Zukunft der EU
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Transparenzhinweis: Das Europäische Parlament hat die Reise- und Übernachtungskosten übernommen und unterstützt insgesamt fünf Folgen von „Ganz offen gesagt“ mit einem Produktionskostenbeitrag. Es wurde schriftlich garantiert, dass das Europäische Parlament keinerlei Einfluss auf Inhalte, Gäste, Fragen oder die fertigen Folgen nimmt.
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1 Stunde 32 Minuten
Rund zwei Billionen Euro, 27 Regierungen mit Vetorecht und ein Parlament, das am Ende nur Ja oder Nein sagen kann: Gerade wird der nächste mehrjährige Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 verhandelt. Das ist der Rahmen, der für sieben Jahre festlegt, wie viel Geld die Union ausgeben darf und wofür.
In dieser Europa-Spezialfolge aus dem EU-Parlament in Straßburg erklärt Georg Renner, wie dieser „größte Verhandlungspoker des Kontinents“ funktioniert. Wer schlägt vor, wer verhandelt, wer entscheidet? Warum kursieren für denselben Vorschlag so unterschiedliche Zahlen? Wie viel zahlt Österreich ein, wie viel kommt zurück, und was wird aus unserem Rabatt? Und warum lehnen fast alle Fraktionen das Modell „ein Plan pro Land“ der Kommission ab, allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen?
Dazu kommen fünf Abgeordnete aus fünf Fraktionen zu Wort: Lukas Mandl (ÖVP/EVP), Evelyn Regner (SPÖ/S&D), Helmut Brandstätter (NEOS/Renew), Roman Haider (FPÖ/Patrioten für Europa) und Rasmus Andresen (Grüne, Deutschland), Haushaltsexperte seiner Fraktion. Sie diskutieren über die fünf großen Konfliktlinien: neue EU-Eigenmittel, die Rückzahlung der Corona-Schulden, Geld für Bauern und Regionen, die Kontrolle über die Mittel und neue Prioritäten wie Verteidigung, Ukraine und Klima.
Die Folge zeichnet bewusst keinen Tagesstand nach, denn der ändert sich gerade wöchentlich. Sie erklärt das Verfahren, die Hebel und die Lager, damit ihr die Schlagzeilen der kommenden Wochen und Monate besser einordnen könnt.
Transparenzhinweis: Diese Folge ist mit Unterstützung des Europäischen Parlaments entstanden. Das Parlament hat, wie für die meisten Journalistinnen und Journalisten, unsere Reisekosten nach Straßburg übernommen. Außerdem hat es sich mit einem Produktionskostenzuschuss an der Finanzierung dieser und der kommenden Europa-Spezialfolgen von „Ganz offen gesagt“ beteiligt. Inhaltliche Vorgaben gab es keine. Niemand hat unsere Fragen vorab gesehen, niemand hat die Antworten vor der Veröffentlichung gesichtet. Auswahl und Einordnung liegen allein bei uns.
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1 Stunde
Als die Grünen 1986 erstmals in den Nationalrat einzogen, galten sie vielen als Chaoten und Eindringlinge in ein geschlossenes politisches System. Andreas Wabl gehörte zu den ersten acht Abgeordneten und erinnert sich an die heftigen Auseinandersetzungen der Anfangsjahre, vom Raucherkammerl als Klubraum bis zu seinem Mittelfinger für Jörg Haider. Gemeinsam mit seinem Neffen, dem Journalisten Stephan Wabl, hat er 2023 das Buch Was wurde aus den Grünen? geschrieben. Mit Saskia Jungnikl-Gossy sprechen sie 40 Jahre nach dem Einzug der Grünen in den Nationalrat über politischen Kampf, über Kurt Waldheim und die Aktion mit der Hakenkreuzfahne, fünf Jahre Regierungsbeteiligung und darüber, was die Grünen heute tun müssten, um wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Andreas Wabls Antwort: Die Grünen müssten weniger moralisch auftreten, stärker zeigen, was ihre Politik ganz konkret für Menschen verbessert und wieder mutiger sein.
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34 Minuten
Die österreichischen Berge stehen vor großen Veränderungen. Trockene Sommer, fehlendes Wasser und der Rückgang der Gletscher machen die Folgen des Klimawandels im alpinen Raum immer deutlicher. Gleichzeitig wächst das Interesse an den Bergen und damit auch der Druck auf Natur, Hütten und Wege.
Im Gespräch mit Alpenvereinspräsident Dr. Wolfgang Schnabl geht Anna-Lisa Bier der Frage nach, wie die Alpen auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben können. Thema sind die Herausforderungen für Schutzhütten, der zunehmende Besucherandrang und die Frage, wo die Grenzen weiterer Erschließung liegen. Auch die wichtige Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und die Rolle der jungen Generation im Alpenverein kommen zur Sprache.
Darüber hinaus geht es um die politische und gesellschaftliche Verantwortung des Alpenvereins: um Windkraft, große Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und Naturschutz. Dr. Schnabl spricht außerdem über die historische Aufarbeitung des Vereins und darüber, wie sich der Alpenverein heute für Offenheit und Vielfalt positioniert.
Zum Abschluss geht es um eine ganz praktische Frage: Was können wir selbst tun, wenn wir in den Bergen unterwegs sind? Denn Naturschutz beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen, sondern auch mit dem eigenen Verhalten am Berg.
Weiterführende Links:
Gletscherberichte und Gletschermonitor des Österreichischen Alpenvereins: Gletscherberichte des Alpenvereins
Klimawandel und seine Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur: Klimakrise und Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur
Nachhaltiger Hüttenbetrieb und Umweltschutz: Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten
Energiepolitik und Windkraft in den Alpen: Position des Alpenvereins zur Windkraft
Aufarbeitung der Geschichte des Alpenvereins und der Sektion Donauland: Podcast „Der Fall Donauland (1/2)
Aufarbeitung der Vereinsgeschichte: „Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945“
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Darüber hinaus geht es um die politische und gesellschaftliche Verantwortung des Alpenvereins: um Windkraft, große Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und Naturschutz. Dr. Schnabl spricht außerdem über die historische Aufarbeitung des Vereins und darüber, wie sich der Alpenverein heute für Offenheit und Vielfalt positioniert.
Zum Abschluss geht es um eine ganz praktische Frage: Was können wir selbst tun, wenn wir in den Bergen unterwegs sind? Denn Naturschutz beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen, sondern auch mit dem eigenen Verhalten am Berg.
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Gletscherberichte und Gletschermonitor des Österreichischen Alpenvereins: Gletscherberichte des Alpenvereins
Klimawandel und seine Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur: Klimakrise und Auswirkungen auf die alpine Infrastruktur
Nachhaltiger Hüttenbetrieb und Umweltschutz: Umweltgütesiegel für Alpenvereinshütten
Energiepolitik und Windkraft in den Alpen: Position des Alpenvereins zur Windkraft
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53 Minuten
In dieser Folge von "Ganz Offen Gesagt" spricht Anna-Lisa Bier mit Fabian Burstein, Intendant der Kultur-NGO Globart und Host des Podcasts "Bühneneingang", über den Wiener "Kultureuro". Burstein schildert, wie aus einer eigentlich vernünftigen Idee ein handwerklich verunglücktes Politikum wurde und erklärt, wie Wiens Kulturförderung strukturell funktioniert. Darüber hinaus geht es um konkrete Reformideen: ein zentrales Datenmonitoring für Kulturbesuche, das Konzept der "Kulturalisierung" aus dem Roten Wien und die Frage, was eine "unwiederbringliche Zerstörung" der Kulturlandschaft eigentlich bedeuten würde. Zum Schluss erzählt Burstein, was ihn trotz aller Kritik an der Wiener Kulturpolitik zuversichtlich stimmt.
Weiterführende Links:
Die in dieser Folge verwendeten Ausschnitte stammen aus der Sendung "Wild Umstritten" von ATV vom 16.09.2026. Die gesamte Folge kann hier angesehen werden.
Podcast "Bühneneingang — Kultur von innen"
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43 Minuten
Karin Bauer, langjährige Leiterin des Karriere-Ressorts beim "Standard", Unternehmerin und Host des Podcasts „Geht so. Passt schon. Oder?“, spricht mit Stefan Lassnig über die Zukunft der Arbeit. Im Zentrum stehen die Fragen, wie KI Arbeitsstunden, Berufsbilder und die Zusammensetzung von Teams verändert. Bauer beschreibt die derzeitige Unsicherheit vieler Beschäftigter, die sich laufend weiterbilden, ohne zu wissen, welche Kompetenzen in wenigen Jahren tatsächlich gefragt sein werden. Sie kritisiert, dass Verantwortung für „Employability“ zunehmend auf Einzelne verlagert werde, obwohl auch Unternehmen keine verlässlichen Antworten auf die künftigen Anforderungen hätten. Zugleich sieht sie Fortschritte gegenüber früheren Arbeitswelten: mehr Bewusstsein für Diversität, faire Behandlung, Arbeitszeit und weniger Akzeptanz autoritärer Hierarchien. Homeoffice, Flexibilität, Weiterbildung und gute Führung bleiben aus ihrer Sicht wichtige Faktoren, während bloße Benefit-Versprechen an Bedeutung verlieren. Für Personalabteilungen entstehe mit KI eine neue Aufgabe: nicht nur Menschen, sondern auch KI-Agents als Teil von Teams strategisch auszuwählen und zu steuern. Bauer warnt, dass die Folgen von Automatisierung und demografischem Wandel politisch noch zu wenig umfassend diskutiert würden. Ihr Rat an junge Menschen lautet: Interessen verfolgen, Wege ausprobieren, lineare Karrierevorstellungen loslassen, Unterstützung einfordern und skeptisch bleiben.
Podcastempfehlung der Woche:
Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?"
Links zur Folge:
René Knapp (UNIQA) im Podcast "Geht so. Passt schon. Oder?" Folge #19
IchKraft. WirKraft. Führungskraft. - Folge #1 mit Sylvia Sperandio
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38 Minuten
Weltweit steigen die Zinsen, die Staaten für ihre Schulden zahlen müssen – die USA liegen bei zehnjährigen Anleihen mittlerweile über fünf Prozent, Großbritannien zahlt für 30-jährige fast sieben. Aber wie funktioniert das eigentlich, wenn sich ein Staat Geld leiht? Markus Stix, Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, muss dafür sorgen, dass die Republik jederzeit liquide ist – heuer geht es um 200 Milliarden Euro. Im Gespräch mit Georg Renner erklärt er, wo Österreich sein Geld herbekommt: von der klassischen Bundesanleihe über die 100-jährigen Anleihen, die weltweit nur Österreich begeben hat, bis zum "Bundesschatz", mit dem Bürgerinnen und Bürger der Republik direkt Geld leihen können. Außerdem: warum grüne Anleihen kein PR-Schmäh sind, weshalb die weltweite Zinswende Österreich dank langer Laufzeiten langsamer trifft als etwa Frankreich – und warum die Zinsspirale trotzdem eine Warnung ist, das Budget in den Griff zu bekommen.
Wollt Ihr mehr wissen?
Die Homepage der OeBFA:
https://www.oebfa.at/
Hier könnt Ihr der Republik selber Geld leihen:
https://www.bundesschatz.at/
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55 Minuten
Felix Stadler kennt das Wiener Bildungssystem aus zwei Perspektiven: Er ist Lehrer und sitzt für die Grünen im Wiener Gemeinderat, wo er sich mit Bildungspolitik beschäftigt. Zum Start des neuen Schuljahres spricht er mit Saskia Jungnikl-Gossy über die ungleichen Voraussetzungen an Wiener Schulen. Warum konzentrieren sich Kinder mit Deutschförderbedarf an manchen Schulstandorten besonders stark? Wie lässt sich die Qualität einer Schule überhaupt messen und sollten die Ergebnisse einzelner Schulen öffentlich sein? Außerdem geht es um Lehrermangel, die Aussagekraft von Noten und darum, was sich im Wiener Bildungssystem aus Sicht eines Lehrers ändern müsste, der zugleich selbst Bildungspolitik macht.
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53 Minuten
In dieser Folge spricht Anna-Lisa Bier mit Spitzenköchin Parvin Razavi über ihren persönlichen Weg in die Gastronomie und die Veränderungen, vor denen die Branche heute steht. Als Foodbloggerin kam Parvin Razavi ursprünglich aus einer ganz anderen Richtung in die Gastronomie, heute leitet sie ein mit drei Hauben ausgezeichnetes Restaurant. Ihr eigener Weg gibt dabei auch Einblicke in die Strukturen, Erwartungen und Herausforderungen, die den Alltag in professionellen Küchen prägen.
Im Gespräch geht es um das klassische Brigadesystem und die damit verbundenen Hierarchien in den Profiküchen, aber auch um Geschlechterungleichheit und die nach wie vor geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen der Spitzengastronomie. Parvin Razavi erzählt, welche Erfahrungen sie selbst gemacht hat und warum sich ihrer Ansicht nach nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch das Verständnis von Führung in der Gastronomie verändern muss. Dabei geht es um den schwierigen Spagat zwischen wirtschaftlichem Druck und der Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeiter*innen. Wie viel kann und muss ein Betrieb seinen Angestellten abverlangen? Was bedeutet gute Führung in einer Branche, die traditionell von langen Arbeitszeiten, hohem Leistungsdruck und klaren Hierarchien geprägt ist? Und wie lässt sich ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem Professionalität und hohe Ansprüche nicht im Widerspruch zu Respekt, Wertschätzung und einem guten Leben stehen?
Auch die Rolle der Gäste wird dabei zum Thema. Denn Gastronomie endet nicht bei dem Moment, in dem das Essen auf dem Teller liegt. Hinter jedem Gericht stehen Menschen, Arbeitsbedingungen und die Frage, woher die verwendeten Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Mit ihren Entscheidungen können Gäste beeinflussen, welche Form von Gastronomie unterstützt wird und welche Werte dabei eine Rolle spielen. Am Ende der Folge steht die Frage, die sich durch das ganze Gespräch zieht: Was müsste sich politisch, strukturell und kulturell ändern, damit gute Arbeitsbedingungen in der Gastronomie nicht länger vom guten Willen einzelner Küchenchef*innen wie Parvin Razavi abhängen, sondern zum Standard der gesamten Branche werden?
Hilfe für Betroffene: Arbeiterkammer: Beratung und Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz, Diskriminierung und sexueller Belästigung.
Gleichbehandlungsanwaltschaft: Kostenlose und vertrauliche Beratung bei Diskriminierung und sexueller Belästigung.
Gewerkschaft vida: Unterstützung und Beratung für Beschäftigte in der Gastronomie.
Weiterführende Links:
Wer tiefer in die Themen dieser Folge eintauchen möchte, findet bei Dossier eine ausführliche Recherche zur Gastronomiebranche. Das Magazin beleuchtet die Strukturen, Arbeitsbedingungen und Herausforderungen der Branche aus unterschiedlichen Perspektiven.
Ranking 100bestchefs von Rolling Pin
Interview mit Gault Millau: Parvin Razavi und weitere österreichische Spitzenköch*innen über Arbeitskultur, Hierarchien und Verantwortung in der Gastronomie
Female Chefs: Netzwerk und Plattform für Frauen in der Gastronomie und Kulinarik
Wirtschaftskammer Österreich (WKO): Informationen, Zahlen und aktuelle Themen rund um die österreichische Gastronomie
DEMA-Institut: Zahlen und Hintergründe zur Rolle von Einwanderung für Gastronomie und Tourismus in Österreich
&flora im Hotel Gilbert: Das von Parvin Razavi geführte Restaurant in Wien
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Auch die Rolle der Gäste wird dabei zum Thema. Denn Gastronomie endet nicht bei dem Moment, in dem das Essen auf dem Teller liegt. Hinter jedem Gericht stehen Menschen, Arbeitsbedingungen und die Frage, woher die verwendeten Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Mit ihren Entscheidungen können Gäste beeinflussen, welche Form von Gastronomie unterstützt wird und welche Werte dabei eine Rolle spielen. Am Ende der Folge steht die Frage, die sich durch das ganze Gespräch zieht: Was müsste sich politisch, strukturell und kulturell ändern, damit gute Arbeitsbedingungen in der Gastronomie nicht länger vom guten Willen einzelner Küchenchef*innen wie Parvin Razavi abhängen, sondern zum Standard der gesamten Branche werden?
Hilfe für Betroffene: Arbeiterkammer: Beratung und Unterstützung bei Problemen am Arbeitsplatz, Diskriminierung und sexueller Belästigung.
Gleichbehandlungsanwaltschaft: Kostenlose und vertrauliche Beratung bei Diskriminierung und sexueller Belästigung.
Gewerkschaft vida: Unterstützung und Beratung für Beschäftigte in der Gastronomie.
Weiterführende Links:
Wer tiefer in die Themen dieser Folge eintauchen möchte, findet bei Dossier eine ausführliche Recherche zur Gastronomiebranche. Das Magazin beleuchtet die Strukturen, Arbeitsbedingungen und Herausforderungen der Branche aus unterschiedlichen Perspektiven.
Ranking 100bestchefs von Rolling Pin
Interview mit Gault Millau: Parvin Razavi und weitere österreichische Spitzenköch*innen über Arbeitskultur, Hierarchien und Verantwortung in der Gastronomie
Female Chefs: Netzwerk und Plattform für Frauen in der Gastronomie und Kulinarik
Wirtschaftskammer Österreich (WKO): Informationen, Zahlen und aktuelle Themen rund um die österreichische Gastronomie
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1 Stunde 11 Minuten
In dieser Spezial-Folge geht es um die "Freimaurer". Was hat dieser Männer-Geheimbund mit Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und dem ehemaligen Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer Walter Ruck zu tun? Was machen eigentlich diese ominösen Freimaurer, welche Rituale vollziehen sie und wie weit reichen diese Verbindungen in Österreichs Spitzenpositionen in Politik und Medien hinein?
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44 Minuten
REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 10.12.2025): Was bedeutet die neue US-Sicherheitsstrategie, die das vereinte Europa praktisch zur unerwünschten Organisation erklärt, für Österreich und die regelbasierte Weltordnung? Georg Renner spricht mit Völkerrechtler Ralph Janík über die zertrümmerten Konventionen des 20. Jahrhunderts - und was danach kommen wird.
Hier findet Ihr die Trump-Sicherheitsstrategie:
https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
Ralph Janíks eigener Podcast:
https://ralphjanik.com/podcast/
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Hier findet Ihr die Trump-Sicherheitsstrategie:
https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2025/12/2025-National-Security-Strategy.pdf
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36 Minuten
REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 20.08.2025): In dieser Folge von Ganz Offen Gesagt spricht Anna-Lisa Bier mit Christine Mayrhuber. Sie ist Ökonomin, stellvertretende Direktorin des WIFO und Vorsitzende der Alterssicherungskommission. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf die Zukunft des österreichischen Pensionssystems und besprechen, wie sich die Alterssicherung verändern muss, damit sie auch für kommende Generationen tragfähig bleibt.
Mayrhuber erklärt, warum das Pensionssystem unter Reformdruck steht, welche Auswirkungen aktuelle Sparpläne und Antrittsaltersdebatten haben, und warum besonders Frauen von Altersarmut betroffen sind. Es geht um strukturelle Ungleichheiten, politische Versäumnisse und die Frage, was junge Menschen heute realistisch von ihrer Pension und dem System erwarten können.
Wie sieht mein eigenes Pensionskonto aus?
Der offizielle Pensionskontenrechner ermöglicht die Einsicht in die aktuelle Gutschrift sowie eine erste Prognose der eigenen Pension.
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Mayrhuber erklärt, warum das Pensionssystem unter Reformdruck steht, welche Auswirkungen aktuelle Sparpläne und Antrittsaltersdebatten haben, und warum besonders Frauen von Altersarmut betroffen sind. Es geht um strukturelle Ungleichheiten, politische Versäumnisse und die Frage, was junge Menschen heute realistisch von ihrer Pension und dem System erwarten können.
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41 Minuten
In dieser Spezial-Folge von "Ganz offen gesagt" berichtet die Journalistin Angelique Geray von ihrer Undercover-Recherche in der rechtsextremen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“, deren Mitglieder überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene waren. Ausgangspunkt ihrer Recherche war die Beobachtung, dass rechtsextreme Inhalte auf Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat zunehmend als Jugendkultur auftreten. In geschlossenen Chatgruppen stießen sich die Mitglieder gegenseitig zu Gewalt, Brandstiftung und Angriffen auf politische Gegner und Geflüchtete an. Die Gruppe war hierarchisch nach nationalsozialistischem Vorbild organisiert und verbreitete ihre Ideologie auch mithilfe von Bildern und Videos. Geray schildert, wie aus digitaler Propaganda reale Gefahren wurden, etwa durch den geplanten Angriff auf eine Geflüchtetenunterkunft mit Kugelbomben. Sie erklärt, weshalb sie Informationen über konkrete Straftaten und Tatpläne an die Behörden weitergab, obwohl das ihre Undercover-Recherche gefährdete. Nach den Ermittlungen wurde sie selbst zur Zielscheibe einer Morddrohung, die bei einer Zellendurchsuchung eines Gruppenmitglieds entdeckt wurde. Im Gespräch geht es außerdem um Sicherheitsvorkehrungen, die Verantwortung von Medienhäusern bei verdeckten Recherchen und den Vorwurf, Journalist:innen könnten durch ihre Recherche eine provokative Rolle einnehmen.
Links zur Folge:
Podcast „Braune Kinderzimmer“ (Stern)
RTL-Doku (youtube)
NDR-Bericht über den Prozess
ZDF-Bericht über den Prozess
Dunkelkammer Folge #329 Undercover bei jungen Nazis - mit Angelique Geray
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Podcast „Braune Kinderzimmer“ (Stern)
RTL-Doku (youtube)
NDR-Bericht über den Prozess
ZDF-Bericht über den Prozess
Dunkelkammer Folge #329 Undercover bei jungen Nazis - mit Angelique Geray
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49 Minuten
REPLAY: Unsere Hosts sind in der Sommerpause und so wiederholen wir an dieser Stelle besonders interessante Folgen (Erstveröffentlichung dieser Episode war am 02.03.2026): Journalist und Nahost-Experte Karim El-Gawhary beschreibt die Situation im Gazastreifen als humanitäre Katastrophe mit zerstörter Infrastruktur, massiver Vertreibung und einer „Waffenruhe“, die diesen Namen kaum verdient. Er betont, dass die israelische Besatzung von Gaza und Westjordanland der zentrale Kernkonflikt ist und skizziert vier Optionen: Status quo, Vertreibung der Palästinenser, eine inzwischen fast unmögliche Zwei-Staaten-Lösung und eine schwer vorstellbare Einstaaten-Lösung mit gleichen Rechten für alle. El-Gawhary kritisiert die Rolle der USA und die „Glitzerpläne“ für Gaza, die die Lebensrealität der Palästinenser ausblenden, und warnt vor der politischen Dynamik unter Präsident Trump. Im Blick auf den Iran spricht er über ein reformunfähiges Regime, eine polarisierte Gesellschaft, mögliche Szenarien von Militärdiktatur bis Staatszerfall und die Gefahr eines regionalen Flächenbrands inklusive Angriffen auf Öl-Infrastruktur und der Straße von Hormus. Er erklärt, wie begrenzt der Zugang von Journalist:innen nach Gaza ist, schildert seine Arbeitsweise mit lokalen Partnern vor Ort und warum er konsequent menschennahe Geschichten erzählt. El-Gawhary setzt sich mit Vorwürfen der Einseitigkeit und des Antisemitismus auseinander und verweist darauf, dass Begriffe wie „Besatzung“ und „besetzte Gebiete“ völkerrechtlich definiert und vom Internationalen Gerichtshof bestätigt sind. Persönlich spricht er über Shitstorms, die Nicht-Verlängerung seines ORF-Vertrags, die große öffentliche Wertschätzung und seine Motivation, als unabhängiger Journalist weiterzuarbeiten – unter anderem mit einem wöchentlichen Podcast „Nahost. Nah dran.“ und Live-Formaten. Zum Schluss erzählt er, wie ihn Geschichten extremer Gewalt und Ohnmacht belasten und warum „Ausladen“ – also Erzählen, Schreiben und Diskutieren – für ihn ein zentraler Weg ist, seelisch in Balance zu bleiben.
Titelbild Folge: Sascha Osaka
Links zur Folge:
Podcast "Nahost. Nah dran" von Karim El-Gawhary
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38 Minuten
Vor knapp einem Jahr, am 1. September 2025, hat das Informationsfreiheitsgesetz das Amtsgeheimnis in Österreich abgelöst – Zeit für eine erste Bilanz. Maximilian Werner, Innenpolitik-Redakteur beim "Standard" und einer der fleißigsten Anwender des neuen Gesetzes, erzählt im Gespräch mit Georg Renner, was das IFG in der Praxis taugt: Warum er vor Gericht das Recht auf Einsicht in den Kalender von Bundeskanzler Stocker erstritten hat (das Kanzleramt hat Revision erhoben), was der Tiergarten Schönbrunn über seinen Panda-Vertrag mit China verschweigen will und wieso die Vorarlberger Landesregierung ihr Abstimmungsverhalten zur Messenger-Überwachung geheim hält. Werner erklärt, wie eine IFG-Anfrage funktioniert, welche Ausnahmegründe die Behörden gerne strapazieren – Stichwort "Vorbereitung einer Entscheidung" – und warum die kurzen Fristen für Journalistinnen und Journalisten der eigentliche Fortschritt sind. Außerdem: Wie das Grundrecht auf Information und das Veto der Länder Österreich vor einem Rückbau der Transparenz schützen, wie er gerade in Deutschland diskutiert wird.
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