mit Milch und Zucker Archiv
298 Episoden
1 Stunde 8 Minuten
Österreich ist ein Land mit vielen Traditionen. Generell wird das Wort „traditionell“ in Österreich hochgehalten. Traditionell war das schon immer so, deswegen wird das traditionell auch so weitergeführt. Traditionelle Obmänner, traditionelle Präsidenten, traditionelle Titel. Sieht man sich nur die traditionellen Aspekte unseres Landes an, könnte man meinen wir sind traditionell ein bisschen stehen geblieben. Traditionen und Werte sind zwei Buzzwords die nicht nur in der momentanen Politik herumschwirren. Werte werden gleichermaßen gepriesen und in Frage gestellt. Wir befinden uns in einer Zeit zwischen „Das war schon immer so“ und „Früher war aber alles scheiße“. Österreichische Traditionen wie der ORF, Skifahren, kirchliche Feiertage stehen plötzlich zur Diskussion. Muss man wirklich Steuergeld verwenden um das alles zu finanzieren? Ist Skifahren in Zeiten der Klimakrise noch in Ordnung? Ist das ein echter Feiertag oder ein persönlicher? „Ich bin Realist, ich bin aber definitiv auch Optimist. Manchmal Zweckpessimist, aber das grenzt an Aberglauben." Niko ist den meisten Österreicherinnen und Österreichern als „der mit dem Nudelsieb“ bekannt. Wir haben mit ihm über die Frage gesprochen ob Österreich mit all seinen religiösen Traditionen und Werten Scheinheilig ist. Eine Insel der Seligen sozusagen. Wer oder was hat ihn zu dem gemacht was er heute ist? Kann er das überhaupt benennen? Und wie wird man Niko Alm wenn man groß ist?
57 Minuten
We went to a little trip to London. We spent our days mainly eating and shopping, but managed to squeeze in three podcast recordings. In the next weeks you will be introduced to all of them, starting today with our first international guest – Dave. Why is he moving back to the UK? How hard is it to adjust to different countries and living situations? Why does he want to be a train driver?
1 Stunde 10 Minuten
Traditionen um das Weihnachtsfest gibt es viele. Brenda und ihre Familie feierten Weihnachten zum Beispiel schon immer am 24. in der Früh. Christiane feiert gleich mehr als nur einmal, der Polarexpress muss aber dabei sein. Fanni und ihre Lieben hören immer die gleiche Weihnachts CD- außer vielleicht dieses Jahr- Dajana feiert Bescherung bevor 20 Familienmitglieder zum eigentlichen Feiern kommen und Julia muss sich jedes Jahr aufs neue darauf einstellen, dass Jesus und sie den gleichen Geburtstag haben. Genau deswegen hätte sie auch gerne diesen einen Weihnachtspulli auf dem der gute, alte Jesus zu sehen ist mit dem Schriftzug „It’s my birthday!“
1 Stunde 5 Minuten
Wie ist das Bild das wir vom Bundesheer haben? Einerseits ist es eine Aufbewahrungsstelle, bei der junge Männer nach der Schule lernen sollen wie sie ihr Gewand richtig falten, während sie grundlos angeschrien werden. Andererseits ist es ein Haufen an Männern, die stur das ausführen, was ihnen aufgetragen wird. Was davon ist richtig und was macht man beim Bundesheer eigentlich die ganze Zeit? Muss man seinen Kopf ausschalten um das alles zu machen? „Man weiß welchen Auftrag man hat und der Auftrag basiert auf demokratischen Entscheidungen.“ Erwin ist Berufsoffizier und war unter anderem mehrere Jahre in Bosnien stationiert. Wie er mit den Fragen nach Disziplin, Gehorsam und dem Bundesheer im Allgemeinen umgeht erzählt er in seiner Podcast Episode.
1 Stunde 8 Minuten
Mit Jürgen haben wir eine neue Serie gestartet- „Was ich dich noch fragen wollte“. Er ist Psychotherapeut und wird uns helfen offene Fragen zu Themen zu beantworten, die im Alltag auf uns warten. Begonnen haben wir mit der Weihnachtszeit. Was sie für uns bedeutet, wie wir sie verbringen, wie wir sie verbracht haben. Was tun wir wenn uns die Winterdepression einholt und wenn die Fragen auf Familienfeiern zu viel werden. Wer sagt eigentlich wie Weihnachten sein soll? Ursprünglich war es ja der christliche Gedanke, das Fest der Liebe, Herbergsuche, Hirten, Schafe, Baby Jesus. Die Geschichte kennt man, kann damit etwas anfangen oder nicht. Weihnachten ist aber nicht mehr (nur) das. Zeit mit Familien und Freunden steht im Mittelpunkt, sich noch schnell vor Weihnachten sehen. Ein kleines Geschenk austauschen. Weihnachtsfeiern. Foto für die Familienkarte. Und, und, und. „Wenn es sich nicht gut anfühlt, nimm dich raus und mach es anders.“ Die Definition was für uns Weihnachten ist, legen wir selbst fest. Besinnlichkeitsfest, Freundezeit, Familienzeit, Zeit für sich selbst- you do you. Das zu tun und vor anderen rechtfertigen zu können, setzt allerdings voraus so mit uns selbst im Reinen zu sein, dass uns das schlechte Gewissen oder die Schuld nicht einholt, dass wir nicht wie gesellschaftlich vorgesehen, von einem Weihnachtsfest zum nächsten hetzen.
50 Minuten
Wir wollen euch Einblick in unsere Gedankengänge zum Thema Podcast bieten und haben diese Woche eine ganze Reihe an Podcasts, die wir euch gerne vorstellen würden. Als Inspiration und auch als kleines Danke, denn jeder einzelne dieser Podcast hat uns etwas beigebracht uns durch schwierige Zeiten begleitet und uns für mit Milch und Zucker inspiriert – ganz nach dem Motto „spread the Podcastlove“. Wie kein Ei dem anderen Wir zwei sind uns in vielen Dingen ähnlich, unterscheiden uns aber doch wesentlich. So ist auch unser Geschmack was Podcasts betrifft sehr unterschiedlich. Freut euch auf Tipps zu Informationscasts, True Crime, Feel Good Podcasts, Comedy Podcasts und einigem mehr. Gerade in der Vorweihnachtszeit, wo es früher dunkel wird und man sich lieber drinnen neben der Heizung, anstatt draußen im kalten Wienwind aufhält, kann man jegliche Art von Empfehlungen was Audio betrifft brauchen. Hoffentlich gefällt euch unsere kleine Auswahl. Wenn ihr unsere Liste ergänzen wollt, feel free to do so- denn auch wir freuen uns über neue Empfehlungen.
1 Stunde 9 Minuten
Hotelier, Gastronom, Unternehmer, Politiker, Kunstförderer, Tausendsassa, ein Mensch mit einer super angenehmen Stimme. Das ist Sepp Schellhorn. Seit dem Jahr 2014 sitzt er als Abgeordneter im Österreichischen Nationalrat. Im Rahmen unserer Serie „Was ich dir noch sagen wollte“, sind wir die einzelnen Rollen in seinem Leben durchgegangen und wollten wissen, was sie dem Politiker sagen wollen. „Der Ton in der Politik ist auf alle Fälle härter als in der Küche.“ Politikerinnen und Politiker spüren wenig Konsequenzen, bei dem was sie tun und auch sagen. Egal ob sie von „Höhlenmenschen“, „Beidln“ oder „die größten Huren“ schimpfen, es scheint wie an einer Teflonpfanne abzuperlen. Sepp Schellhorn ist nicht nur Kunstliebhaber und Kunstsammler, er ist auch Kunstschaffender. Als Kultursprecher hat er es sich immer wieder zur Aufgabe gemacht mit Kunst, Anliegen aus dem Parlament künstlerisch umzusetzen. Von dem berühmt berüchtigten „Vavrik Gartenschlauch“, über geschredderte Petitionslisten die er als Skulpturen in Aschenbecher gegossen hat, bis hin zu verbrannten Behörden Bescheide, mit denen er Bilder gemalt hat. Er probiert die abstrakte Politik begreifbar zu machen, wenngleich er meint, dass sich die Politik weit weg von Kunst aufhalten sollte. Wir haben versucht von Sepp dem Politiker Antworten auf die Fragen von Sepp dem Hotelier, Gastronom, Künstler, Menschen zu bekommen, um herauszufinden ob es einen Unterschied macht, ob man Berufspolitiker oder „Nebenbeipolitiker“ ist. Hört in die Folge, um zu erfahren wie uns das gelungen ist.
1 Stunde 3 Minuten
Julia hat einige Zeit in Indien in einem Ashram verbracht und dort eine Yoga Ausbildung gemacht. Als spirituell hat sie sich selbst eigentlich nie gesehen, es war eher diese „Eat Pray Love“ Geschichte, die wir alle gerne einmal ausprobieren wollen, die sie nach Indien gebracht haben. Weg vom Stress, weg vom ewigen Drang ständig perfekt agieren zu müssen und hin zu sich selbst. „Das, was wir westlichen Menschen auf der Matte machen, ist nicht Yoga. Das ist Sport.“ Das wir auf Julia getroffen sind, war Zufall. Oder auch nicht? Julia glaubt nicht an das Schicksal, das Universum oder etwas Übernatürliches. Christiane könnte stundenlang über das Universum reden, Brenda ist da eher skeptisch. Eine Anekdote hat Julia aber erzählt, die sie trotz ihrer nicht-Spiritualität glauben lies, dass da vielleicht doch mehr als nur Zufall ist. Was das für eine Geschichte ist, die uns Gänsehaut bereitet hat und warum Julia ihre Passion trotzdem nicht zum Beruf machen möchte, hört ihr in der Podcastfolge.
1 Stunde 11 Minuten
Die Leidenschaft die Leiden schafft. Zwar geht es bei uns diese Woche auch um die Leidenschaft, aber um bestimmt keine, die negativ behaftet ist. Gleich drei Themen haben wir unseren Podcast diese Woche gepackt und sie alle verbinden sich durch die Leidenschaft unseres Gastes. „Selbst nur Butter und Salz ist geil. Oder Olivenöl und Pfeffer. Die Einfachheit der italienischen Küche ist das verlockende.“ Nicht nur die italienische Küche hat es Gregor aber angetan. Kochen im Allgemeinen ist für ihn mehr als nur Mittel zum Zweck. Schon früh durfte er mit seiner Familie in Kärnten in der Küche stehen und mithelfen. Auch jetzt noch stellt er sich gerne in die Küche und lässt andere an seiner Freude am Kochen teilhaben. Kärnten, Kochen, Chorgesang – Dinge die glücklich machen. So haben wir unsere Podcastfolge diese Woche genannt und sind mit einem Titel noch nie richtiger gelegen. Wenn Gregor übers Kochen oder das Singen redet, will man ihm zuhören. Er spricht mit einer einzigartigen Leidenschaft von all diesen Dingen, was ihn dazu gebracht hat, welchen Weg er gegangen ist, wo er sich auch weiterentwickelt hat. Was diese drei Worte im Übrigen noch verbindet, ist Weihnachten, denn auch darum geht es diese Woche mal wieder.
41 Minuten
Die Folge wurde mit Publikum live im Club Berlin aufgenommen. Die Moderation des Abends: Fanni Gaismayer. "Der Podcast, bei dem wir mit Menschen Kaffee trinken, damit ihr sie kennen lernen könnt." Menschen eine Plattform geben, die sonst keine haben. Das war unser Grundgedanke hinter mit Milch und Zucker. Jetzt ist es ein Jahr her und aus der Idee wurde ein Herzensprojekt, das so viel mehr geworden ist, als das was wir damit zu Beginn vor hatten. „Wenn wir schon mit den Leuten reden, dann können wir das auch gleich aufnehmen.“ Mit Freunden ein Projekt zu starten ist etwas unheimlich Großartiges. Man sieht einander regelmäßig, geht zu zweit oder mehrt auf eine Reise, die sehr viel Unerforschtes birgt, lernt und lacht zusammen. Es ist aber auch herausfordernd. Danke liebe Leserinnen und Leser, liebe Hörerinnen und Hörer und liebe Unterstützerinnen und Unterstützer für dieses erste Jahr- wir planen bereits unser zweites.
21 Minuten
Von Anfang an war für uns klar, bei „mit Milch und Zucker“ geht es nicht um uns. Es geht um die Menschen in unserem Umfeld, die Menschen, die wir kennenlernen wollen und ihre Geschichten. Bei jeder Aufnahme überraschen uns unsere Gästinnen und Gäste aufs Neue, wie offen sie sind, was für ein Vertrauen sie in uns setzen und wie viel sie preisgeben. Das ist nicht selbstverständlich. Deswegen ist es Zeit, jetzt nach einem Jahr Danke zu sagen. Liebe Gästinnen und Gäste und die die es noch werden wollen. Danke für eure Offenheit, für euer Vertrauen und für eure Bereitschaft bei unserem Projekt mitzuwirken. „mit Milch und Zucker“ ist unser Herzensprojekt, aber ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Es ist eine unglaubliche Ehre für uns, auf so viele von euch zu treffen und mit euch zu reden. Danke für die Zeit die ihr euch nehmt, euch bis zu drei Stunden unseren Fragen stellt und eure Geschichten erzählt. Danke, dass ihr der Zucker in „mit Milch und Zucker“ seid. Auf ein neues, erfolgreiches Jahr.
1 Stunde 9 Minuten
Zwischen Wien und Sarajevo liegen, wenn man zu Fuß geht, 630 km. Zwischen Wien und Bregenz 574 km, das ist ein Unterschied von 56 km und das ist nicht viel. Was wissen aber Herr und Frau Durchschnittsösterreicher aber über die Geschichte Bosniens? Wir würden meinen, nicht viel. Elma kommt aus Wels in Oberösterreich. Ihre Eltern stammen aus Bosnien. In der Schule war Elma eine der wenigen Kinder mit einem anderen Hintergrund als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Bosnien ist in Österreich immer noch konnotiert mit Krieg, Armut, Schreckensszenarien. Wir setzen uns aber nicht damit auseinander. „Ist halt einmal passiert.“, heißt es oft. Womit sich Herr und Frau Durchschnittsösterreicher auch nicht auseinandersetzen ist, wie sich Bosnien im Laufe der Zeit gewandelt hat. Wie wunderschön die Landschaften sind, wie freundlich, offen und herzlich die Menschen. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Eltern. Sie haben mir und meinem Bruder alles was man irgendwie braucht ermöglicht und noch mehr.“ Wir haben mit Elma darüber gesprochen wie es ist mit bosnischen Wurzeln in Österreich zu leben. Sieht sie sich als Österreicherin oder Bosnierin und ist das überhaupt wichtig? Welches Bild möchte sie den Menschen über die Heimat ihrer Eltern vermitteln und warum sollte man sich überlegen für die nächste Urlaubsplanung Bosnien genauer im Auge zu behalten? Die Antworten auf alle Fragen könnt ihr in der Folge nachhören.
1 Stunde 6 Minuten
Manch einer hat es getan, diejenigen die es nicht gemacht haben bereuen es. Die Rede ist von Auslandssemestern. Sei es Erasmus oder ein anderes Programm, Auslandssemester waren immer beliebt und werden es wohl immer bleiben. „Für mich war es weniger ein Problem, dass man Leute, die man auf Reisen kennenlernt, irgendwann nicht mehr sehen wird, sondern dass man die Leute die man immer sieht, nicht mehr sieht. Man ist dann irgendwie allein.“ Akim hat einen Großteil seines Studiums nicht in Österreich verbracht, sondern an vielen Orten. Polen, Kasachstan, Singapur und zuletzt die USA. Überall lernte er neue Leute kennen und kam mit neuen Ideen, Konzepten und Plänen wieder nach Hause. Wie genau er seine Aufenthalte plante, was er auf Reisen erlebte und welche ihn am nachhaltigsten geprägt hat, erfahrt ihr in dieser Podcast Folge.
36 Minuten
Die ganz große Wienliebe ist schwer zu beschreiben. Wer eine Wienerin oder einen Wiener danach fragt was Wien zu der lebenswertesten Stadt macht, stellt sich auf einen stundenlangen Monolog ein, der nur durch das Nachbestellen eines Kaffees unterbrochen wird. Egal ob nach einer Metropole oder nach Natur gesucht wird, in Wien wird man fündig. Egal ob man allein sein, in der Masse untergehen, mit Unbekannten ins Gespräch kommen will, in Wien geht das. Nicht umsonst wird diese Stadt sooft besungen wie sonst, vermutlich, keine. Wer einmal in Wien angekommen ist, kommt wieder zurück. „Man schätzt Wien, wenn man wieder hierhin zurückkommt.“ Achja und es gibt News: mit Milch und Zucker wagt einen Spin-off. Ab Jänner 2020 starten wir mit grösseren Team den neuen Podcast "ViennAmore", so stay tuned.
1 Stunde 7 Minuten
Ein Leben als Künstlerin oder Künstler ist sicher vieles, aber vorrangig eines, es ist unsicher. Es gibt kein sicheres Monatsgehalt, der Tagesablauf verläuft, gerade als Schauspieler oder Schauspielerin, gegengleich zu allen anderen. Gearbeitet wird dann, wenn andere ihre Freizeit genießen. „In einem 40 Stunden Job ist man immer mit denselben Leuten zusammen. Ich halt mich ja manchmal nicht einmal selber einen ganzen Tag aus!“ Warum entscheidet man sich dann doch für ein Künstlerleben? Um einer Routine zu entkommen. Um mit sich selbst und mit anderen Menschen zu arbeiten. Um auszudrücken, was man anders nicht ausdrücken kann. Sandra hat sich im Vergleich zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen relativ spät dazu entschlossen, den Beruf als Schauspielerin zu ergreifen. Als Diätologin kennt sie sich mit dem Bauchgefühl aus und das riet ihr das mit dem Schauspiel zu probieren. Was das Leben als Künstlerin mit sich bringt, wie sie ihren Weg sieht und wie sicher sie sich war, als sie den Beruf schlussendlich wechselte, hört ihr in ihrer Podcastfolge.