Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Ekonominin Sesi - International (Deutsch) Archiv

30 Episoden
89 Sekunden
Veröffentlichte E-Mails werfen neue Fragen dazu auf, was Alice Weidel über Spenden aus der Schweiz für ihren Bundestagswahlkampf wusste. 2017 erhielt der AfD-Kreisverband Bodensee 132.000 Euro aus der Schweiz. Die AfD musste deshalb eine Strafe von 396.000 Euro zahlen; das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg urteilte, die Partei hätte die Spenden nicht annehmen dürfen. In einer E-Mail vom 10. Juli 2017 schrieb Weidel, ihr seien Spenden für ihren Social-Media-Wahlkampf angekündigt worden. Am folgenden Tag bat sie um ein eigenes Unterkonto für ihre persönlichen Spenden. Laut den geleakten Nachrichten wurde das Konto eingerichtet. Später erhielt Weidel freie Verfügung über zweckgebundene Wahlkampfspenden. Ab dem 23. August wurde Schweizer Geld nach und nach auf das für sie eingerichtete Wahlkampfkonto umgebucht. Weidel hatte erklärt, von der „ungebetenen Spende“ erst im September 2017 erfahren zu haben. Die Staatsanwaltschaft Konstanz stellte das Ermittlungsverfahren gegen sie ein, weil sich kein hinreichender Verdacht ergeben habe, dass sie an der Verschleierung der Herkunft mitgewirkt oder sich mit dem Spender abgesprochen habe. Ihr Sprecher erklärte, Weidel habe mit möglichen Unterstützern gesprochen, aber weder konkrete Summen erwartet noch sei sie sicher gewesen, dass tatsächlich jemand spenden würde. Ein geleaktes Sitzungsprotokoll gibt die Aussage des damaligen AfD-Landesschatzmeisters wieder, Weidel habe von der Spende gewusst. Belege dafür nannte er dem Protokoll zufolge nicht. Die AfD bestätigte den Hackerangriff und den Abfluss von Daten; laut Bericht spricht vieles für die Echtheit der geleakten Daten. https://ekonomininsesi.com/de/was-wusste-weidel-uber-illegale-spenden-28849
70 Sekunden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der US-Sondergesandte Steve Witkoff werden zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Norwegen erwartet. Die norwegische Regierung erklärte, Selenskyj habe Norwegen und Finnland gebeten, das Treffen im Rahmen laufender diplomatischer Vermittlungsbemühungen zu organisieren. Witkoff soll persönlich teilnehmen, Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, per Video zugeschaltet werden. Laut dem US-Portal Axios hofft Witkoff anschließend in Moskau, Präsident Wladimir Putin zu treffen und ihm Ideen vorzustellen. Das mögliche Treffen fällt in eine Phase diplomatischer Spannungen. Trump warf der Ukraine vor, den USA keine Gegenleistungen für ihre Unterstützung geboten zu haben, und nannte Selenskyj keine echte Hilfe bei den Friedensbemühungen. Selenskyj wiederum beklagte laut Axios bei einem Gespräch mit US-Senatoren, Washington halte bereits von Nato-Staaten bezahlte Patriot- und andere Luftabwehrraketen zurück. Außerdem berichtete er demnach von Beeinträchtigungen bei Starlink und beim Austausch von US-Geheimdienstinformationen. Ein hochrangiger US-Beamter bestritt einen Rückzug. Selenskyj teilte mit, er habe mit Außenminister Marco Rubio über Abwehrraketen, Frühwarnsysteme sowie Starshield und Starlink gesprochen. https://ekonomininsesi.com/de/usa-und-ukraine-treffen-in-oslo-soll-die-wogen-glatten-27907
84 Sekunden
Das Treffen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit Wladimir Putin gibt US-Präsident Donald Trump zufolge neue Hoffnung auf ein Ende des Ukraine-Kriegs. „Vielleicht sind wir so nah dran wie nie“, sagte Trump. Moskau hatte trilateralen Gesprächen mit den USA und der Ukraine zugestimmt. Der frühere deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, bewertete das Treffen jedoch deutlich skeptischer. Seiner Einschätzung nach ging es dabei nur scheinbar um eine Verhandlungslösung. Putin wolle zuerst über die Nachkriegsordnung sprechen und verlange Zugeständnisse, etwa bei Territorium, der ukrainischen Streitkraft und Bündnispartnern. Über einen Waffenstillstand habe Russland dagegen nicht gesprochen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte vorgeschlagen, als ersten Schritt zur Waffenruhe die Frontlinie einzufrieren. Von Fritsch sagte, Putin habe bisher keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Weitere Zugeständnisse würden ihn seiner Ansicht nach nicht zum Nachgeben bewegen. Der Westen müsse deshalb Stärke zeigen, unter anderem durch Unterstützung für die Ukraine und Sanktionen, sagte der frühere Diplomat. Er warf Trump vor, die US-Position gegenüber Putin geschwächt zu haben. Der Präsident komme Russland entgegen, indem er Sanktionen lockere; Moskau habe im Gegenzug Diesellieferungen in die USA zugesagt. Von Fritsch zufolge muss Putin den Rückhalt in Russland für den Krieg sichern und fürchtet mögliche Proteste. Trumps wiederholte Behauptung, Selenskyj verhindere derzeit Frieden, nannte von Fritsch eine „groteske Verdrehung der Wirklichkeit und der Wahrheit“. https://ekonomininsesi.com/de/putin-ist-nicht-wirklich-bereit-uber-frieden-zu-sprechen-28615
76 Sekunden
Montenegro wird als das aussichtsreichste Land für den nächsten EU-Beitritt unter den sechs Westbalkanstaaten angesehen. Bundeskanzler Friedrich Merz ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal dort zu Gast. Gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will er die EU-Erweiterung beschleunigen. Montenegro hat 2026 den Vorsitz im sogenannten Berliner Prozess inne, einem diplomatischen Format, das Angela Merkel 2014 ins Leben gerufen hat, um die Annäherung des Westbalkans an die Europäische Union zu fördern. Ein Beitritt Montenegros im Jahr 2028 ist eine Möglichkeit, aber nicht beschlossen. Der Weg zur Mitgliedschaft bleibt von Hindernissen geprägt. Albanien hofft auf einen EU-Beitritt bis 2030. Serbiens Verhandlungen stocken seit Jahren; Nordmazedonien wird von Bulgarien und Griechenland blockiert. In Bosnien und Herzegowina erschweren ethnische Spannungen den Prozess, während Kosovo noch nicht einmal Beitrittskandidat ist. Auch Montenegro stößt auf Widerstand, unter anderem von Kroatien, wegen Forderungen nach Entschädigung und Wiedergutmachung für den Zerfall Jugoslawiens. Merz und sein Team scheinen sich zudem Sorgen um russischen Einfluss durch Desinformation und Energieabhängigkeiten sowie um Chinas Einfluss durch Infrastrukturinvestitionen zu machen. Große Durchbrüche oder Abkommen werden beim Gipfel nicht erwartet. https://ekonomininsesi.com/de/der-kanzler-macht-druck-in-der-warteschlange-zur-eu-28554
24 Sekunden
Der Sacharow-Preis für Menschenrechte wird in diesem Jahr dem Internationalen Strafgerichtshof verliehen. Das Europäische Parlament honoriert damit die Arbeit des Gerichts im Bereich des Völkerrechts. Gegen den Gerichtshof wurden von US-Präsident Donald Trump Strafmaßnahmen verhängt. Die Präsidentin des Parlaments, Roberta Metsola, verkündete die Entscheidung am Donnerstag in Straßburg. Der Preis soll am 16. Dezember in Straßburg verliehen werden. https://ekonomininsesi.com/de/sacharow-preis-geht-an-internationalen-strafgerichtshof-28529
80 Sekunden
Der polnische Baugroßunternehmen Budimex baut derzeit acht neue Brückenteile in Brandenburg an der Havel. Das Projekt hat ein Volumen von beinahe 90 Millionen Euro und dient dazu, die zentralen Verkehrsverbindungen der Bundesstraßen B 1 und B 102 zu sichern. Gleichzeitig ist auch die Wiederinbetriebnahme der Straßenbahn am Altstädter Bahnhof geplant. Im Mai 2026 bekam Budimex außerdem den Auftrag für den Neubau der maroden Mühlendammbrücke in Berlin. Der Vertragsumfang beträgt etwa 63 Millionen Euro. Etwa 73.000 Fahrzeuge passieren täglich diese Verbindung. Die beiden großen Projekte verdeutlichen den zunehmenden Einfluss polnischer Unternehmen in Deutschland. Nur allein im Bundesland Brandenburg sind etwa 20 bedeutende polnische Firmen tätig und schaffen über 1.000 Arbeitsplätze. Budimex kooperiert gezielt mit lokalen Subunternehmen bei der Durchführung ihrer Bauprojekte. Der Geschäftsführer Jacek Zwiech betont, dass ohne diese Partnerschaften die Vorhaben nicht realisierbar wären. Gleichzeitig investieren polnische Betriebe auch in anderen Wirtschaftszweigen: In Biesenthal unterhält die deutsche Niederlassung des Herstellers für Pflege- und Hygieneprodukte, TZMO, 250 Mitarbeiter, viele aus der Umgebung. Ebenso engagieren sich deutsche Unternehmen in Polen. Ein Beispiel ist Stahlwasserbau Beeskow, das dort über Tochtergesellschaften in Krakau und Stargard produziert. https://ekonomininsesi.com/de/wie-polnische-investoren-die-deutsche-wirtschaft-starken-28339
67 Sekunden
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor zwei gravierenden Schwachstellen im Kern der Programmiersprache PHP. IT-Sicherheitsexperten warnen unter dem Namen „PHP2Shell“, dass Angreifer Schadcode auf Servern ausführen können, ohne sich vorher anmelden zu müssen. Dadurch ist es möglich, die Kontrolle über Webseiten zu erlangen. Das BSI bewertet die Lage mit „3 / Orange“, was ein außerordentlich hohes Risiko signalisiert. Betreiber sollen unverzüglich Gegenmaßnahmen ergreifen; im Zweifel empfiehlt das Amt, die Server komplett vom Netz zu nehmen. PHP wird von WordPress und Content-Management-Systemen wie Moodle, Joomla!, TYPO3 und Drupal genutzt. Mehrere Kommunen und Behörden haben ihre Online-Angebote vorübergehend abgeschaltet. Auch Mainz deaktivierte mehrere städtische Internetdienste und das Portal mainz.de. Laut Stadtverwaltung sind Ämter und Bürgerbüros weiterhin telefonisch und per E-Mail erreichbar, und vereinbarte Termine finden statt. Die Entwickler des PHP-Projekts kündigten für Mittwochnachmittag um 16 Uhr einen Sicherheitspatch an. Für normale Internetnutzer besteht beim alltäglichen Surfen kein direkter Handlungsbedarf, da die Schwachstelle Server betrifft. https://ekonomininsesi.com/de/gravierende-sicherheitslucke-millionen-webseiten-bedroht-28225
60 Sekunden
Elon Musk soll die Satellitenkommunikation seines Projekts Starshield in der Ukraine reduziert haben. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Dienstag über diese Entwicklung und stützte sich dabei auf anonyme Mitarbeiter der US-Regierung sowie weitere informierte Personen. Laut der Meldung begrenzte Musk die Verbindungsgeschwindigkeit, mit der ukrainische Geräte auf das System zugreifen konnten. Als Folge davon seien gewisse ukrainische Drohnen außer Betrieb gegangen, schrieb das Blatt. Musk hatte zuvor die US-Regierung dafür verantwortlich gemacht, dass es bei Starshield Einschränkungen gebe. Verteidigungsminister Pete Hegseth widersprach und erklärte, das Pentagon habe keine Veränderungen angestoßen. Auch Präsident Donald Trump betonte, er habe keine Beschränkungen verlangt. Kiew berichtet seit Tagen über eine Reduzierung der Leistungsfähigkeit von Starlink und Starshield und wirft Washington vor, die Datenübertragung gezielt heruntergefahren zu haben. Dies bestreitet Washington. Die ukrainischen Streitkräfte setzen beide Dienste für die Kommunikation im Kampfgebiet sowie zur Steuerung und zum Schutz vor Drohnen ein. https://ekonomininsesi.com/de/bericht-musk-hat-starlink-drosselung-angeordnet-28082
50 Sekunden
Gesetzlich Versicherte in Deutschland müssen nach Einschätzung der Kassenärzte ab 2027 mit deutlich längeren Wartezeiten auf Arzttermine rechnen. Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sagte der „Bild“-Zeitung, durch Kürzungen bei der ambulanten Versorgung seien mehr als 50 Millionen Termine gestrichen worden. Die Terminnot werde sich deshalb weiter verschärfen. Für das kommende Jahr belaufen sich die geplanten Kürzungen in diesem Bereich auf rund 2,7 Milliarden Euro. Der ambulante Bereich sei besonders stark betroffen. Ein Großteil der Einsparungen soll durch eine Deckelung der Ausgaben erzielt werden. Gassen zufolge würde auch die Vorgabe, dass Arztpraxen eine feste Zahl freier Termine melden müssen, Patienten nicht schneller zu einem Termin verhelfen. Die KBV habe darauf wiederholt hingewiesen. „Nur wenn mehr Geld für die ambulante Versorgung zur Verfügung steht, wird es mehr Termine geben können“, sagte Gassen. https://ekonomininsesi.com/de/arzttermine-deutlich-langere-wartezeit-2027-erwartet-27960
72 Sekunden
Ukrainische Drohnenangriffe richteten sich gegen Rechenzentren des russischen Digitalunternehmens Yandex in den Regionen Kaluga, Rjasan und Wladimir. Das führte zu Bränden und weitreichenden Betriebsstörungen. Zahlreiche Tage lang funktionierte die Bezahl-App nicht ordnungsgemäß, teils blieben einzelne Dienste weiterhin beeinträchtigt. Auch bei Yandex-Taxis in Moskau traten Probleme auf, ebenso wie bei der Kommunikation innerhalb der App und beim Sprachassistenten Alisa. Die Yandex-Cloud war nur noch eingeschränkt nutzbar. Das Unternehmen bietet viele digitale Alltagshilfen an und stellt zudem Cloud-Infrastruktur für andere Firmen bereit. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Störungen sind bislang ungeklärt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte zwar Probleme, betonte jedoch, dass es noch zu früh sei, von finanziellen Einbußen zu reden. Yandex hat weder den Schadensumfang noch die Dauer der Wiederherstellung genannt. In den Servern verbauter Nvidia-Chips unterliegen Sanktionen; laut Berichten dürfte deren Austausch komplex und teuer werden. Vor Kurzem wurde auch ein Rechenzentrum des Sberbank attackiert, ohne dass konkrete Folgen erkennbar waren. Ebenfalls betroffen war ein Standort des Unternehmens VK in der Region um Sankt Petersburg. Kirill Dmitrijew erklärte, dass Russland und die USA über gemeinsame Rechenzentren sprechen. https://ekonomininsesi.com/de/wie-drohnenattacken-russlands-digitalen-alltag-treffen-27982
69 Sekunden
Bei einem Hackerangriff auf einen Dienstleister, der für die AfD Hosting anbietet, wurden nach Angaben der Partei mutmaßlich Daten aus einigen wenigen E-Mail-Postfächern kopiert. Der Angriff habe sich im September 2026 ereignet. Die meisten betroffenen Postfächer seien seit Jahren nicht mehr genutzt worden; aktuelle Mailkonten des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen gewesen. Unbekannte veröffentlichten im Internet Daten, bei denen es sich nach ihren Angaben um rund 421.000 AfD-E-Mails handelt. Ob die Daten echt sind, ist bislang unklar. Die mutmaßlichen Hacker gaben an, dass die Daten aus zehn E-Mail-Postfächern stammten. Darunter seien ein Konto auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland und ein Konto, das die AfD früher als Kontakt für die Bundesgeschäftsstelle genannt hatte. Eine anonyme Website listet angebliche E-Mails auf, zeigt aber deren Inhalte nicht. Die Daten sollen auf einem weiteren Server zum Download bereitstehen. Ihre Echtheit ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die AfD erklärte, sie habe den Angriff rasch erkannt und beendet und alle Nutzer informiert. Die Onlineveröffentlichung vermutlich eines Teils der Daten werde geprüft; eine erste Einschätzung sei erst nach Abschluss dieser Prüfung möglich. https://ekonomininsesi.com/de/e-mail-konten-der-afd-gehackt-und-daten-ins-netz-gestellt-27941
76 Sekunden
Laut eigenen Angaben muss das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seine Ernährungshilfe im Gazastreifen wegen Finanzierungslücken um etwa ein Drittel reduzieren. Dadurch erhalten rund 500.000 Palästinenserinnen und Palästinenser keine Hilfe mehr. Seit Beginn der Waffenruhe-Vereinbarung im Oktober 2025 hatte das Programm jeden Monat ungefähr 1,6 Millionen Menschen mit Lebensmittelpaketen, Brot und Bargeld unterstützt. Im Jahr 2026 stand dem WFP für seine Arbeit in den Palästinensergebieten weniger als die Hälfte der finanziellen Mittel zur Verfügung, die es in den Vorjahren erhalten hatte. Familien, die weiterhin Unterstützung erhalten, bekommen künftig weniger: Statt zwei Lebensmittelpaketen gibt es nur noch eines sowie einen kleineren Sack Weizenmehl. Die Zahl der täglich ausgegebenen warmen Mahlzeiten wird von 250.000 auf 150.000 reduziert. Nach Angaben des WFP leiden etwa 67 Prozent der Bevölkerung unter akutem Hunger oder Schlimmerem. Die IPC-Initiative sieht den Gazastreifen derzeit nicht mehr von einer Hungersnot betroffen. Dennoch ist die Bevölkerung weiterhin stark von akuter Mangelernährung und Ernährungsunsicherheit betroffen. Demgegenüber erklärt die israelische Behörde Cogat, dass die Hilfslieferungen den Ernährungsbedarf übersteigen und es keine akute Ernährungsunsicherheit gebe. https://ekonomininsesi.com/de/gazastreifen-wfp-kurzt-ernahrungshilfe-wegen-geldmangels-27712
84 Sekunden
In Texas liegt der Demokrat James Talarico in den Umfragen knapp vor dem Republikaner Ken Paxton. Bei der Senatswahl am 3. November könnte erstmals seit mehr als 30 Jahren wieder ein Demokrat eine landesweite Wahl in Texas gewinnen. Paxton setzte sich in der republikanischen Vorwahl gegen den bisherigen Senator John Cornyn durch und wurde von Präsident Donald Trump unterstützt. Innerhalb seiner eigenen Partei gilt Paxtons Kandidatur als Risiko: Seit Jahren begleiten ihn juristische und politische Skandale. Ein Verfahren wegen Wertpapierbetrugs endete mit einem Vergleich; später scheiterte ein Amtsenthebungsverfahren wegen Korruptionsvorwürfen. Der enge Wahlkampf zwingt die Republikaner zu hohen Ausgaben. Laut Politico stellen republikanische Gruppen mehr als 170 Millionen Dollar für Werbung, Angriffe auf politische Gegner und die Mobilisierung ihrer Wähler bereit. Medienberichten zufolge griff die Parteiführung stärker in Paxtons Kampagne ein, um sein politisches Risiko zu begrenzen. Die Partei und Paxtons Lager weisen das zurück. Trump bezeichnete Paxton als „etwas umstritten“ und sagte, er könne „manchmal eine Nervensäge sein“. Talarico wirbt unter anderem für höhere Löhne und bezahlbare Gesundheitsversorgung; Paxton setzt auf Steuersenkungen und weniger Regulierung. Beide machen die steigenden Lebenshaltungskosten zum Wahlkampfthema. Der Libertäre Ted Brown hat bisherigen Umfragen zufolge kaum Aussicht auf einen Sieg; in einem knappen Rennen könnten seine Stimmen dennoch entscheidend sein. https://ekonomininsesi.com/de/wird-trumps-kandidat-fur-die-republikaner-zum-wahlrisiko-27660
77 Sekunden
In Alberta, Kanada, können Stimmberechtigte per Referendum darüber entscheiden, ob die Provinz Teil Kanadas bleiben oder ein rechtlicher Prozess für ein weiteres, verbindliches Referendum eingeleitet werden soll. Dabei ginge es um eine mögliche Abspaltung und staatliche Unabhängigkeit. In Umfragen sprachen sich zuletzt etwa 70 Prozent für den Verbleib in Kanada aus, rund 20 Prozent dagegen; der Rest war unentschieden. Insgesamt stehen zehn Fragen zur Abstimmung. Die Frage zur möglichen Abspaltung soll zuerst ausgezählt werden; laut Wahlbehörde könnte das Ergebnis dazu bereits am Dienstag vorliegen. Die Unabhängigkeitsbewegung in der ölreichen, konservativ geprägten Provinz ist seit längerem aktiv, blieb aber stets eine Minderheit. Zu ihren Unterstützern zählen unter anderem Menschen, die sich aus kulturellen oder wirtschaftlichen Gründen für eine Abspaltung einsetzen; Vertreter der Ölindustrie fühlen sich nach Angaben des Berichts durch Umweltauflagen eingeschränkt. Auch Demonstranten, die während der Corona-Pandemie gegen Einschränkungen und Impfvorschriften protestierten, schlossen sich später der Bewegung an. Albertas Premierministerin Danielle Smith setzte das Referendum an, spricht sich selbst aber für den Verbleib in Kanada aus. Auch Kanadas Premierminister Mark Carney und die beiden großen Parteien des Landes lehnen eine Abspaltung ab. Unterstützung für die Unabhängigkeitsbewegung kam dagegen aus der US-Regierung von Präsident Donald Trump. https://ekonomininsesi.com/de/kanadische-provinz-stimmt-uber-mogliche-abspaltung-ab-27594
75 Sekunden
Bei einem gemeinsamen Kongress deutscher und französischer Seite in Saarbrücken stehen Themen wie Energie, Industriepolitik, Klimaschutzmaßnahmen und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Die Teilnehmer besuchen zudem die Dillinger Hütte, wo in Zukunft klimafreundlicher Stahl hergestellt werden soll – ein Projekt im Milliardenbereich. Für dieses Vorhaben ist eine Wasserstoffleitung quer durch die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich vorgesehen; zusätzlich ist geplant, Elektrizität aus französischen Quellen zu beziehen. Über drei Tage diskutieren die Beteiligten über mögliche Formen der Zusammenarbeit sowie über Wege, wie die Zivilgesellschaft zur Verbesserung der Beziehungen beitragen kann Der ehemalige Gouverneur der französischen Notenbank, François Villeroy de Galhau, verlangt von Frankreich, seine Schulden unter den Griff zu bringen. Laut ihm müsse Europa angesichts des Kriegs in der Ukraine, chinesischer Märkte und des US-Präsidenten Trump enger zusammenarbeiten. Die Verteidigungspolitik bleibt umstritten: Gemeinsame Projekte für ein Luftkampfsystem und einen Panzer seien, so der Bericht, an nationalen Industrieinteressen gescheitert. Zugleich gibt es eine gemeinsame deutsch-französische Position zur Zukunft des Verbrennermotors in der EU, die vom strikten Ausstieg abweicht. Die Grünen-Abgeordnete Jeanne Dillschneider mahnt, dass die CO₂-Ziele dadurch nicht entschärft werden dürften. https://ekonomininsesi.com/de/warum-deutschland-und-frankreich-sich-jetzt-brauchen-27323