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Episoden

39 Minuten
Was müssen Sie tun, damit Ihr Unternehmen in 25 Jahren noch existiert? Die größte Frage der Staffel. Die Antwort beginnt mit Demut. Langfristiger Erfolg ist nicht planbar. Glück spielt eine erhebliche Rolle. Könnerschaft ist Voraussetzung, aber kein Garant. Was bleibt, ist Langfristigkeit als Qualitätskriterium. Moralärmer als Nachhaltigkeit. Messbar. Und im Kern nur mit Win-Win zu erreichen. Von dort in das dickste Brett dieser Staffel: die Nachfolge. Marcel Bernard argumentiert gegen die sanfte, jahrelange Übergabe und für den harten Stresstest. Am Ende steht die eine Frage, auf die er alles reduzieren würde. Die kurze Antwort: Sie müssen aufhören, das Unternehmen an Ihrer Person zu befestigen. Werte gehören in Strukturen, nicht in Appelle und nicht in eine Nachfolge, die Sie kopiert. Ob das trägt, erfahren Sie erst, wenn Sie wirklich weg sind: drei Monate ohne Kontakt, danach ein ehrlicher Review. Themen dieser Episode: — Langfristigkeit als Qualitätskriterium: Konsistenz, Persistenz, Win-Win-Win — Was Langfrist-Unternehmen gemeinsam haben — und was Mythos ist — Das Familien-Narrativ: was es anzieht und was es kostet — höfisches Verhalten, Erbfolge, keine Trennung — Nachfolge, drei Optionen: der eine Nachfolger, strukturell verankerte Werte, die Mannschaft — Die fünf bis sieben Namen, die jeder Unternehmer in Sekunden nennen kann — Was man nicht denken kann, kann man nicht wählen: Trennung enttabuisieren — Drei Monate Thailand — und die eine Frage zum Schluss Der Abschluss von Staffel 1 „Fundamentals". Mit Marcel Bernard. Moderation: Florian Kondert. Alle Episoden mit ausführlichen Einleitungen: marcelbernard.de/fundamentals
48 Minuten
Was passiert, wenn Sie die mittelfristige Planung einfach streichen? Drei bis fünf Jahre Strategie sind Standard. Marcel Bernard hält das für eine Illusion. Nicht das Planen — die Erwartung, dass der Plan eintrifft. Er hat Organisationen erlebt, in denen der Plan zur Realitätsreferenz geworden ist. Man schaut nicht mehr auf den Markt, sondern auf ein Dokument von vor zehn Monaten. Wer es nicht erfüllt, ist schuld. Sein Vorschlag: die Mitte streichen. Es bleiben zwei Ränder. Eine Vision als interne Setzung. Und sechs bis zwölf Monate, die Sie wirklich beeinflussen können. Dazu eine Definition von Strategie, die handlungsleitend ist, weil sie ausgrenzt. Die kurze Antwort: Es fällt der Teil weg, der ohnehin nie eingetroffen ist. Übrig bleiben eine Vision, die zieht, und sechs bis zwölf Monate, die Sie tatsächlich steuern können. Und Ihre Strategie wird umgesetzt, sobald sie ausgrenzt — weil sie im Tagesgeschäft beim Nein-Sagen hilft. Themen dieser Episode: — Pläne sind nutzlos, Planung ist notwendig — und wann der Plan zur Realitätsreferenz wird — Cut the Middle: die Vision am einen Rand, sechs bis zwölf Monate am anderen — Strategie als Flutschbegriff — die Übung, sie im Führungskreis selbst zu definieren — Gute Strategie grenzt aus: das Beispiel mit der Anfrage aus Frankreich — Braucht es eine Vision? Und warum das eine Wer-Frage ist — Reverse Engineering und Management by Announcement — Antifragil nach Taleb: Schwimmer, Surfer und die 30-Meter-Welle Mit Marcel Bernard. Moderation: Florian Kondert. Alle Episoden mit ausführlichen Einleitungen: marcelbernard.de/fundamentals
49 Minuten
Warum macht es in Ihrer Organisation Sinn, keine Verantwortung zu übernehmen? Der Klassiker: Der Unternehmer wartet, dass die Führungskräfte aktiv werden. Die Führungskräfte warten, dass der Unternehmer loslässt. Nichts passiert. Der Frust steigt auf beiden Seiten. Dann wird appelliert. Marcel Bernard dreht die Frage. Nicht „Was ist los mit denen?", sondern: Wo liegt der Sinn im Unsinn? Der wirksamere Hebel ist selten das Mindset. Meist ist es die Struktur. Der Unternehmer ist manchmal der Flaschenhals und kann gar nichts dafür — die Organisation hat ihn dorthin gespielt. Der zweite Teil gehört der Zone of Genius: dem Punkt, an dem Flow und Wirkung zusammenfallen. Und der Frage, wie Sie dorthin zurückkommen, wenn das goldene Hamsterrad einmal läuft. Die kurze Antwort: Weil Ihre Organisation gelernt hat, dass Sie nach acht Sekunden Schweigen ohnehin selbst einspringen — und weil sich das jedes Mal bestätigt. Appelle ändern das nicht. Sie kommen nicht durch mehr Disziplin zurück in Ihre Zone of Genius, sondern indem Sie Regeln streichen und Räume bauen, in denen andere überhaupt wirksam werden können. Themen dieser Episode: — Flaschenhals ohne Blaming: wie die Organisation den Unternehmer dorthin spielt — Acht Sekunden Schweigen — und wie 80 Prozent der Spielregeln entstehen — Struktur statt Appell: die Runde, der Online-Hack gegen Bias — Nicht dazutun, sondern streichen — Zone of Genius: Flow trifft Wirkung — und der Fall Steve — Kommunikation misslingt meistens. Paraphrasieren als Rüstkosten. Die Episode startet mit einem O-Ton von Marco, Geschäftsführer eines IT-Dienstleisters mit rund 450 Mitarbeitenden. Radical Honesty. Mit Marcel Bernard. Moderation: Florian Kondert. Alle Episoden mit ausführlichen Einleitungen: marcelbernard.de/fundamentals
49 Minuten
Wer entscheidet in Ihrem Unternehmen, wie entschieden wird? Entscheiden muss man nur dort, wo es kein Wissen gibt. Jede Entscheidung ist also eine Wette in die Zukunft. Und weil es keine eindeutig richtige Alternative gibt, gehört Konflikt dazu — nicht als Betriebsstörung, sondern als Bestandteil. Was meist fehlt, ist die Ebene darüber: die Entscheidung über die Entscheidungsart. Wer sie nicht trifft, hat sie auch getroffen. Diese Episode legt die Werkzeuge auf den Tisch — konsultativer Einzelentscheid, Konsens, Konsent, einfache Mehrheit. Ein Werkzeug ist intentionslos. Es kommt darauf an, wer es wann einsetzt. Die kurze Antwort: Sie entscheiden es — auch dann, wenn Sie es nie ausgesprochen haben. Der Hebel liegt nicht darin, mehr selbst zu entscheiden, sondern pro Problemtyp festzulegen, wer entscheidet, wer nur berät und wer die Konsequenz trägt. Themen dieser Episode: — Was ist eine Entscheidung? Das Fahrrad-Beispiel und die Wette in die Zukunft — Die Verantwortung des Gesellschafters: auch top-down zu entscheiden, nicht top-down zu entscheiden — Konsultativer Einzelentscheid: Ownership bei der Idee, Beratung statt Mitsprache — Konsens, Konsent, einfache Mehrheit: welche Methode zu welchem Problem passt — Warum Persönlichkeitsschubladen in die Irre führen — Talent springt an Problemen an — Intuition: wann der erste Impuls trägt — Arbeit am System: das 19:1-Experiment und der Dreiklang der Unternehmeraufgabe Mit Marcel Bernard. Moderation: Florian Kondert. Alle Episoden mit ausführlichen Einleitungen: marcelbernard.de/fundamentals
48 Minuten
Warum ändern sich Organisationen so unfassbar langsam — selbst dann, wenn alle die Veränderung wollen? Etablierte Muster wollen mehr vom Gleichen. Sie stiften Stabilität und Erwartbarkeit. Und sie wehren jede Veränderung ab, unabhängig davon, ob sie gut ist oder schlecht. Teppichkleber. Man zieht den alten Teppich nicht einfach ab und legt den neuen darauf. Marcel Bernard: „Vergiss, dass es schnell geht. Und vergiss, dass eine Veränderung ohne Schmerz funktioniert. Wenn du was ändern willst und es passiert in Harmonie, hast du nichts geändert." Von dort geht es zum Taylorismus. Ein großartiges Werkzeug — für die Probleme, für die es erdacht wurde. Für Dynamik, Komplexität und wissensbasierte Wertschöpfung war es nie gedacht. Zum Schluss wird es persönlich: Was ist ein Consigliere, und warum ist das keine Pose? Themen dieser Episode: — Wie Organisationen verfetten: die Geschichte mit den 48 Kostenstellen — Warum auch die gute Veränderung Widerstand erzeugt — Taylorismus fair betrachtet: was er löst und wo er heute noch trägt — Effizienz gegen Innovation: den Konflikt bauen statt harmonisieren — Ohne Schmerz keine Veränderung — externe und interne Referenz — Der Consigliere: zwischen „you know best" und „I know best" — und die Vertrauensformel — Woran erkenne ich, dass mein Unternehmen auf dem alten Betriebssystem läuft? Mit Marcel Bernard. Moderation: Florian Kondert. Alle Episoden mit ausführlichen Einleitungen: marcelbernard.de/fundamentals
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Über diesen Podcast

Über Führung, Strategie und Kultur wird viel geredet. Darüber, WIE in einem Unternehmen entschieden wird, kaum. Genau da setzt dieser Podcast an. Marcel Bernard arbeitet als Berater mit Unternehmerinnen und Unternehmern, die bereits erfolgreich sind, langfristig denken und ahnen, dass es da noch etwas gibt, das sie nicht wissen. Kein Rezept, kein Framework, keine fünf Schritte zum Erfolg — sondern eine zweite Denkbrille auf Organisation, Entscheidung und Wertschöpfung. Florian Kondert moderiert und lässt nichts durchgehen: ein Sidekick mit Gespür für die spannenden Hebel und dafür, was Sie an dieser Stelle fragen würden. Staffel 1 „Fundamentals": sieben Gespräche über das Fundament unternehmerischer Entscheidungen.

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