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Fußball in Schlagzeilen – Dein Kick zum Frühstück Archiv

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Wenn sogar die ARD-Tagesschau das Thema Manuel Neuer und dessen Comeback zum Spitzenthema erhebt, wird man als Urheber eines sympathischen Fußball-Newsletters ganz unsicher und fragt sich: Muss Neuer in unseren Aufmacher? Und schiebt gleich die Ergänzung innerlich nach: Schon wieder?

Die Neuer-Rückkehr ist, gar keine Frage, das Thema des Jahres. Aber gestern war der Punkt erreicht, dass mich die Personalie nervte. Die Nachrichten-Häppchen, wer mit wem gsprochen hat und wie die Beteiligten reagieren, fußen auf dosierte Flüstereien von Beratern, Funktionären, Wichtigtuern.

Der Bundestrainer hätte das alles vermeiden können, wenn er von Anfang an Klartext geliefert hätte und sich die Nation darauf freuen können, wofür so eine Weltmeisterschaft da ist: auf Fußball. Stattdessen mutmaßen wir - ja, auch Fever Pit'ch - bis zur WM-Nominierung am Donnerstag nur.

Julian Nagelsmann ist mit einer DFB-Delegation Richtung Istanbul geflogen, um den SC Freiburg im Finale der Europa League gegen den Favoriten Aston Villa zu beobachten. Wir bleiben zurück und können nur hoffen, dass er endlich erkennt, wie wertvoll Matthias Ginter im Abwehrzentrum sein kann.

Bei der Priorisierung der Themenn machen wir's diesmal anders und degradieren das Neuer-Thema. Aufmacher soll der SC Freiburg sein. Am Mittwoch kann ja Historisches passieren: Noch hat ein Team aus Baden-Württemberg… Aber das verrät der Schwabe Alex Steudel heute in seiner Kolumne.
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Als Fußballfan, der ich bin, will ich ein Urvertrauen zum Bundestrainer und seinen Entscheidungen haben. Julian Nagelsmann sieht ja seine Nationalspieler beim Training und in Stresssituationen, er hat ein geschultes Auge und kennt alle Daten im Detail, er weiß eine Schar von Experten um sich und Rudi Völler immer an seiner Seite. Seine Entscheidungen und Aussagen sollten Hand und Fuß haben.

Als Sportjournalist, der ich bin, wachsen seit der Personalie Manuel Neuer meine Zweifel. Über Monate hat Nagelsmann uns verklickert, dass Oliver Baumann seine Nummer 1 im Tor ist und nicht Neuer. Als am Samstag die Gerüchte um ein Neuer-Comeback in der Nationalmannschaft an Fahrt gewannen, hätte er das Thema mit einem Satz abräumen können: "An dem Gerücht ist nichts dran."

Genau das tat Nagelsmann nicht und lässt zwei Schlüsse zu. Seine Entscheidung pro Baumann war entweder halbherzig oder nicht fundiert, schlimmstenfalls beides. So oder so, mit seiner plötzlichen Unklarheit in der Öffentlichkeit riskiert Nagelsmann seine Glaubwürdigkeit; er ist entweder wankelmütig oder schlecht beraten. Weder als Fan noch als Journalist will ich den Bundestrainer so erleben.
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Der VfL Wolfsburg steht vor dem entscheidenden Bundesliga-Finale beim FC St. Pauli. Der Klub, der vor wenigen Wochen noch wie ein sicherer Absteiger wirkte, hat unter Trainer Dieter Hecking wieder Hoffnung geschöpft. Lars Vollmering alias Lenny Nero vom Wölferadio analysiert im Fever Pit'ch Podcast, warum die Relegation für Wolfsburg bereits ein Erfolg wäre. https://youtu.be/dT7xV6ayopY?si=3lW687817tnafF-D
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Gestern habe ich, kein Witz, ein Tränchen verdrückt. Im Vorwort hatte ich darum gebeten, im Freundeskreis sowohl unseren WM-Spielplan für den Handy-Kalender als auch unser Quiz zur deutschen WM-Geschichte zu teilen. An der Zahl der vielen Anmeldungen konnte ich im Laufe des Tages sehen: Die meisten Fever Pit'ch Leser sind meiner Bitte offenbar gefolgt. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle in aller Form bedanken. Wir sehen gerade Wachstumsraten von 35 Prozent im Abonnentenstamm, der Schub ist spürbar. Sowas motiviert ungemein. Danke.
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In gut einem Monat, exakt am 11. Juni, erleben wir das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika live im ZDF, Anstoß ist um 21 Uhr. Woher ich das so genau weiß? Mit zwei Klicks bekommt man alle 104 WM-Spiele in seinen Handy-Kalender und hat den Spielplan komplett in der Hand - mit allen deutschen Uhrzeiten und TV-Sendern. Wie das funktioniert, erkläre ich hier.

Aber auf diesen Service will ich gar nicht hinaus. Es geht um Deutschland… An 20 von 22 WM-Endrunden nahm die DFB-Elf bisher teil. (1930 wollte sie nicht, 1950 durfte sie nicht.) Mithilfe von Udo Muras teste ich jetzt euer Fußball-Wissen: In einem durchaus anspruchsvollen Quiz stelle ich Fragen zur WM-Historie und bin gespannt, wer alle zwanzig Fragen richtig beantwortet - das können nur Experten.

Eine Bitte habe ich: Teilt doch WM-Kalender und DFB-Quiz mit euren drei besten Freunden, damit Fever Pit'ch ein bisschen Verbreitung findet. Herzlichen Dank!
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Die beiden Bundesliga-Aufsteiger haben den Klassenerhalt geschafft und ihren zwischenzeitlichen Krisen getrotzt. Der eine mit Trainerwechsel, der andere ohne. Aber der 1. FC Köln und der Hamburger SV dürfen sich nicht selbst täuschen: Das zweite Jahr wird, alte Fußballwahrheit, schwieriger. Die Aufstiegseuphorie mutiert zum Berufsalltag, die Ansprüche wachsen, Formdellen verführen schneller zu einer Grundsatzdebatte im Verein. Letztlich lieben wir genau deswegen unseren Fußball: Die Dramen kommen so sicher wie der letzte Bundesliga-Spieltag.

Diesmal mittendrin in der Aufführung: der Aufsteiger von 2023 (Heidenheim) und der Aufsteiger von 2024 (St. Pauli). Beide belegen die letzten zwei Tabellenplätze und können trotzdem am 34. Spieltag den VfL Wolfsburg vom Relegationsplatz 16 verdrängen, der zum Play-off gegen den Tabellendritten der 2. Liga (aktuell Hannover 96) berechtigt. Das Drehbuch verspricht für den allerletzten Akt am kommenden Samstag maximale Spannung: Alle drei haben sie 26 Punkte, und St. Pauli empfängt die Wölfe am Millerntor. Mehr Dramatik geht tatsächlich nicht.

Und niemand von ihnen weiß, wer in der Relegation auf sie stoßen würde. Die drei Kandidaten in der 2. Liga (SV Elversberg, Hannover 96 und SC Paderborn) haben hinter Schalke 04 exakt dieselbe Punktzahl: 59. Einer steigt direkt auf, einer darf in die Relegation, einer schaut in die Röhre. Tag der Entscheidung: kommenden Sonntag. Wir lernen daraus, erstens: Die Bundesliga bietet durchaus Spannung, man muss die Sache nur vom Ende her betrachten. Und, zweitens: Der 1. FC Köln und der HSV sollten genau hinschauen, was im nächsten Jahr noch erwartet.
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Dass die Bundesliga nach dem Halbfinal-Aus des FC Bayern München überhaupt noch über einen zusätzlichen Champions-League-Startplatz reden darf, liegt an einem einzigen Moment: Harry Kane, vierte Minute der Nachspielzeit, Ausgleich zum 1:1 gegen Paris Saint-Germain. Ohne dieses Tor wäre die Rechnung im Uefa-Ranking am Mittwoch zugunsten Spaniens gekippt. So aber bleibt sie offen, knapp, und mit einer Adresse, die man in dieser Rolle selten erwartet hätte: Freiburg.

Weil der SC Freiburg gestern Abend Sporting Braga 3:1 abfertigte und ins Finale der Europa League einzog, schmilzt der Rückstand auf Spanien. Und besser noch: Sollte Freiburg sogar das Endspiel am 20. Mai in Istanbul gewinnen, bekommt Deutschland sogar einen sechsten Startplatz in der Champions League. Ein Drittel der Bundesliga in der Königsklasse: Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. Noch ist alles offen, weil auch Rayo Vallecano ebenfalls in ein Finale rutschte.

Das ist zwar nur das Endspiel der Conference League, bringt Spanien aber ebenfalls Uefa-Punkte fürs Fernduell mit den Deutschen ein. Darum lohnt sich der zeitnahe Blick auf das Uefa-Ranking, um zu sehen, was die Großrechner des europäischen Fußballs über Nacht errechnet haben. Wir können nur zwei Dinge tun: Kane und Freiburg danken, dass sie die Hoffnung auf den zusätzlichen Platz am Leben halten, und Freiburg viel Erfolg im Finale gegen Aston Villa wünschen.
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Die Bayern könnten, wenn sie wollten, alle Schuld für das Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain auf Schiedsrichter João Pinheiro schieben. Der Portugiese war gestern Abend beim 1:1 in München richtig schlecht und den Anforderungen an ein Top-Duell in der Champions League nicht gewachsen. Der übersehene Platzverweis gegen PSG, der falsche Abseitspfiff beim Kane-Konter, das vermutete Handspiel im Strafraum, der Abpfiff mitten im Angriff - die Mängelliste ist lang.

Trotzdem sollten sich die Bayern eine ganz andere Frage stellen: Warum waren sie 90 Minuten lang nicht in der Lage, das Abwehrbollwerk der Titelverteidigers zu knacken? Eine Mannschaft, die in der Bundesliga 116 Tore erzielt hat, verfügte über keinen Plan B, als das Team von PSG-Trainer Luis Enrique defensiver als beim historischen 5:4 im Hinspiel agierte. Das Ausgleichstor in der Nachspielzeit reicht dann halt nicht. Die Schiri-Leistung alleine darf nicht als Erklärung gelten.

Hier beginnt die künftige Arbeit von Bayern-Trainer Vincent Kompany. Seine Mannschaft hat inzwischen einen spektakulären Fußball gelernt, der uns in dieser Saison immer wieder in Erstaunen versetzte. In der Bundesliga kommt man damit locker durch. International aber hat Paris Saint-Germain diesen Angriffscode entschlüsselt. Jetzt müssen die Bayern lernen, taktisch flexibler und damit selbst unberechenbarer zu werden, um große Spiele zu gewinnen.
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Die Leseratten unter unseren Newsletter-Abonnenten ahnen schon, warum wir bei Fever Pit'ch mit einem gewissen Wohlwollen auf den Finaleinzug des FC Arsenal in der Champions League blicken. Unser Name ist vom berühmten Roman "Fever Pitch" abgeleitet, in dem Autor Nick Hornby von seiner unerklärlichen Liebe zum Fußball im Allgemeinen und zu den Gunners im Besonderen schwärmt.

Das 1:0 gestern Abend über Atletico Madrid bedeutet das erste Endspiel in der Königsklasse seit zwei Jahrzehnten. Ich war 2006 live im Stadion dabei, als Jens Lehmann und der FC Arsenal das Finale 1:2 gegen Barcelona verlor. Jetzt bekommt wieder ein Deutscher so kurz vor einem WM-Turnier die Chance auf den Henkeltopf: Kai Havertz. Und der weiß ja, wie so ein Finale erfolgreich läuft.

Er, damals noch beim FC Chelsea unter Vertrag, schoss 2021 das Siegtor zum 1:0 gegen Manchester City. Wer dieses Jahr gegenübersteht, entscheidet sich im zweiten Halbfinale heute Abend - Bayern München oder Paris Saint-Germain. Ob die zwei das Spektakel vom 5:4 im Hinspiel wiederholen, können wir nicht sagen, sondern nur hoffen, dass sie keine Abwehrschlacht abliefern wie die zwei gestern.

So viel können wir sagen: Vor den Gunners müssen sich weder Bayern noch PSG fürchten. Zugegeben, Arsenal zog mit acht Siegen durch die Gruppenphase und kassierte nur sechs Gegentore in 14 Spielen in der Champions League 2025/26. Aber die Bayern sind inzwischen zu einem Kraftwerk im Sturmzentrum gereift, wie Alex Steudel in der Kolumne erklärt. Sie müssen nur PSG aus dem Weg räumen.
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Es ist nicht lange her, dass wir Eintracht Frankfurt bewundert und gefeiert haben. Der Pokalsieg, der Gewinn der Europa League, die vielen Senkrechtstarter, die aus dem Nichts zündeten und leider bei großen internationalen Klubs landeten.

Heute ist Eintracht Frankfurt ein Trauerspiel. Der neue Trainer Albert Reira nennt "Bullshit", was Journalisten über seine Mannschaft schreiben, und merkt nicht, dass er mit seinem Anti-Fußball alle im Klub in tiefe Depression stürzt.

Man muss es so sagen: Reira wird vielleicht das Saisonende bei der Eintracht erleben, aber wohl kaum die neue Saison. Platz 8 entspricht nicht dem Anspruch des Klubs, Reira brachte keine Besserung seit Dino Toppmöllers Abgang.

Die offene Frage ist eher, ob der Umbruch sogar Sportchef Markus Krösche trifft. Schließlich hatte er das Experiement mit dem weitgehend unbekannten Trainer angebahnt. Jetzt weiß er, vielleicht zu spät: Das Risiko hat sich nicht gelohnt.

Irgendwann muss man bei Eintracht Frankfurt feststellen, dass Roger Schmidt die bessere Wahl gewesen wäre. Er kennt die Bundesliga, die Mechanismen, den Weg zum Erfolg. Und schöner als der Reira-Kick ist sein Fußball allemal.