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Episoden

44 Minuten
In dieser Episode ist Nils Bauer, CEO der octo education GmbH, zu Gast. octo liefert die Software hinter Hochschulen und Akademien – rund 15 % der Studierenden in Deutschland werden über die Plattform verwaltet, von der TU Darmstadt bis zur Uni Hamburg. Gemeinsam mit Gastgeber Uve spricht Nils offen darüber, wie er das Unternehmen in den letzten drei Jahren saniert und neu erfunden hat: vom projektgetriebenen Softwarehaus zum Product-First-Anbieter, in dem KI-Agenten über Nacht Software bauen.

Halbzeit 1: Die Strategie-Analyse

Wie wird ein Legacy-Softwarehaus zum skalierenden Plattformanbieter? Die Analyse der Product Principles:

Purpose: Bildungsmacherinnen sollen mehr erreichen. Wenn Verwaltung digital und günstig wird, können sich Bildungseinrichtungen Menschen statt nur KI-Agents leisten – und das Lernen von Mensch zu Mensch bleibt erhalten.

Blue Ocean statt Feature-Wettlauf: Statt Ausschreibungen mit über 900 Anforderungen zu bedienen, baut octo ganze Bildungsstandorte – wie ein Oktopus mit vielen Armen, der Partner- und sogar Konkurrenzsoftware integriert.

Open Innovation: Neue Module wie ein Billing Layer für die komplexe Abrechnung von Bildungsprodukten werden auch für Konkurrenzsysteme geöffnet.

Co-Creation nach Datenpunkten: Kunden senden Signale, daraus entstehen Funktionen, Prozesse und Module, die mit weiteren Kunden verprobt werden – statt Einzelprojekte nach Wunschliste.

Plattform-Architektur als Fundament: „In der dunkelsten Stunde der Sanierung“ investierte octo in eine neue Architektur nach dem Vorbild der deutschen Industrie. Oberflächen und Tenant Management stehen, Teams schrauben ihre Funktionen einfach an: „Wenn du Lego konntest, kannst du auch jetzt Software.“

Agentische KI-Fabrik: KI saniert Legacy-Code, Sprints dauern eine Nacht. Spitzenperformer bauen allein oder zu zweit ganze Lösungen mit Agenten, die sich nachts gegenseitig kontrollieren.

Halbzeit 2: Das Team-Framework

Die Transformation braucht ein Team, das Verantwortung übernimmt. Die Team Principles bei octo:

Eigenverantwortung über den Wertbeitrag: Beim Neustart standen zwei Sätze: Erst mal wieder Spaß haben – und weg vom Spiel „einer gegen 100“. Die Frage „Welchen Wertbeitrag hast du?“ stellen sich die Teams heute gegenseitig, begleitet von regelmäßigen Healthchecks.

Autoritätskritische Teamleads: An die Spitze gehören Menschen, die sich gegen Autoritäten wehren und sagen: „Gib her, ich mach das.“ Individual Contributors leben vor, statt anzuordnen.

Crossfunktionalität ohne Abteilungsgrenzen: Ein junges Führungsteam arbeitet über Academy, Higher Ed, Entwicklung und Product hinweg – bis hin zur Frage, ob es überhaupt getrennte Produkte braucht.

Rollen, die verschwimmen: Product Owner, Architekt, Entwickler und Berater verschmelzen zum „Erfinder“. Selbst Berater übersetzen ihr Wissen künftig in Agenten, die die Software selbst einrichten.

Entrepreneurship beginnt beim Kunden: Unternehmertum startet mit der Begeisterung für zufriedene Kunden und datengetriebenem Softwaredesign.

Agilität neu gemischt: Mit KI werden Pläne um den Faktor 5 bis 20 übertroffen – gleichzeitig verlangen Agenten präzisere Spezifikationen. Führung muss loslassen und ehrlich planen.

Unternehmen bauen ist zum großen Teil Handwerk: Man muss nicht genial sein, sondern diszipliniert an der Sache bleiben.

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48 Minuten
In dieser Episode ist Laura Zielinski, HR-Konzernleitung bei der Aurubis AG, zu Gast. Aurubis ist ein weltweit führender Multimetall-Produzent und Vorreiter im Kupfer-Recycling. Kupfer bildet das fundamentale Nervensystem für Megatrends wie Energiewende, E-Mobilität und KI-Infrastruktur. Gemeinsam mit Gastgeber Uwe diskutiert Laura, wie sich der traditionsreiche Hamburger Konzern transformiert und warum modernes HR nicht mehr nur verwaltet, sondern als datengetriebener, pragmatischer Gestalter agieren muss, um High Performance und nachhaltiges Wachstum zu sichern.

Halbzeit 1: Die Strategie-Analyse

Wie skaliert ein traditionsreiches Industrieunternehmen für die Herausforderungen von morgen? Die Analyse der Product Principles:

Zirkulärer Purpose: Kupfer ist der Schlüssel für Stromnetze, Windräder und KI; da sich die weltweite Nachfrage in den kommenden Jahren verdoppelt, investiert Aurubis aktuell 1,7 Milliarden Euro in die Dekarbonisierung und den zirkulären Erhalt wertvoller Metalle.

Material-Skalierung durch Recycling: Da Kupfer zu 99,9 % recycelbar ist, fängt Aurubis globale Rohstoffengpässe ab – unter anderem durch den Bau eines neuen Groß-Recyclingwerks zur Erschließung des nordamerikanischen Marktes.

Pragmatisches Produktdesign in HR: Statt theoretischer Konzepte ("kein Schischi") setzt HR auf das 80/20-Prinzip. Produkte werden anhand realer Business-Herausforderungen der Betriebe entworfen, als Pilotprojekt getestet und agil weiterentwickelt.

Bestseller Teambooster: Ein Diagnostik- und Workshop-Format entschlüsselt individuelle Motivatoren und Bedürfnisse (z. B. Autonomie, Struktur, analytische vs. visionäre Denkweisen), um Teams stärkenorientiert aufzustellen und Führungsarbeit zu schärfen.

Open Innovation & "Women4Metals": Gemeinsam mit Partnerunternehmen bricht Aurubis Branchensilos auf. Durch eine datenbasierte „Female Readiness“-Analyse werden strukturelle Hürden identifiziert, um die Metallindustrie für Frauen in allen Lebensphasen attraktiv zu machen.

Halbzeit 2: Das Team-Framework

Strategie braucht eine Organisation, die Höchstleistung ermöglicht. Die Team Principles bei Aurubis:

High-Performance-Kultur ("Power for Performance"): Die Kulturtransformation definiert Spitzenleistung nicht über Mehrarbeit, sondern über reibungslose Kollaboration an Schnittstellen, Effizienz und offene Fehlerkommunikation.

Eigenverantwortung & "Kompetenzanmaßung": Führungskräfte übertragen konsequent Verantwortung an selbstorganisierte Teams. Mitarbeitende werden ermutigt, Initiative zu ergreifen ("Schulterklappen aufsetzen und machen").

Servant Leadership: Führung bedeutet Vertrauen in den Prozess ("Trust the Process"). Führungskräfte geben Raum, stellen das Team auf die Bühne und unterstützen als stiller Begleiter im Hintergrund.

Crossfunktionale Communitys: HR arbeitet standortübergreifend als vernetzte Community. An Themen wie der Digitalisierung der Qualifikationsmatrix wirken Fachexperten aus Operations, IT, Analytics und Continuous Improvement gemeinsam mit.

Eigene Tech- und Datenkompetenz: Um die Geschwindigkeit der digitalen Transformation mitzugehen, baut HR interne IT- und Datenkompetenzen auf, statt auf zentrale IT-Ressourcen zu warten.

Service-Haltung: Verwurzelt in Laura Zielinskis Hotellerie-Hintergrund versteht sich HR als zugänglicher Partner; entscheidend ist das Gefühl, mit dem Mitarbeitende das Unternehmen jeden Tag verlassen.

Performance entsteht wie im Fußball: Niemand schießt alleine ein Tor – es zählt das gegenseitige Zuspielen über Schnittstellen hinweg.
35 Minuten
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die Todesursache Nummer eins; allein in Deutschland fordern sie jährlich 65.000 Herztote und 220.000 Herzinfarkte. Dr. Philipp Nölling (ehemaliger CEO von DPV Analytics) analysiert im Gespräch mit Uwe, wie das Start-up aus dem Hamburger Kardiologikum heraus gegründet wurde, um den veralteten, kabelgebundenen EKG-Markt der 80er-Jahre radikal zu disruptieren. Die Erfahre wie MedTech-Start-ups regulatorische Hürden überwinden, Millionen von Datenpunkten durch KI veredeln und ein skalierbares Geschäftsmodell im globalen Wachstumsmarkt Gesundheit etablieren.

Das Gespräch ist in zwei Halbzeiten gegliedert:

Halbzeit 1: Das Produkt (KI-Diagnostik & Plattform-Skalierung)

Purpose & Präventionsfokus: Ziel ist die Reduktion von Schlaganfällen und Herzerkrankungen. 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Vorhofflimmern – der Ursache für rund 35 Prozent aller Schlaganfälle. Während Deutschland in der Behandlung führend ist, setzt DPV Analytics auf frühzeitige, kontinuierliche Prävention.

Vom „Diagnostics as a Service“ zum Zielgruppen-Pivot: Die ursprüngliche Idee, Hardware mietfrei als Plug-and-Play-Service bereitzustellen, scheiterte zunächst an Fachärzten, die Geräte besitzen und selbst auswerten wollten. Der Durchbruch gelang über Allgemeinmediziner, die dadurch Überweisungen einsparen, sowie über den direkten B2C-Markt.

Blue Ocean „Cardio-Check“: Über eine Milliarde Smartwatches weltweit erfassen 30-Sekunden-EKGs, die Ärzte im Alltag nicht auswerten. DPV baute ein zweistufiges Modell: Ein 24-Stunden-Pre-Screening via PDF-Upload plus optionales Langzeit-EKG bei Risikofunden.

Proof of Concept durch Gamification: Um die Skalierbarkeit unter realer Massenlast zu beweisen, analysierte DPV auf dem Wacken Open Air („Wacken Go Science“) das lauteste EKG der Welt mit Carrera-Bahn-Belastungstests und „Drum Your Heartbeat“.

KI-Modell & Artefakt-Analyse: Ausgehend von 250.000 Datensätzen des Kardiologikums Hamburg analysiert die KI Langzeit-EKGs von bis zu 12 Tagen (über eine Million Herzschläge). Entscheidender Vorteil: Statt Messartefakte pauschal wegzuschneiden, analysieren Ärzte und KI jedes Signal, um selbst seltenste Arrhythmien lückenlos zu identifizieren.

End-to-End-Automatisierung: Neben dem KI-Kern wurden vor- und nachgelagerte Prozesse (automatisierter Versand, Live-Tracking, Abrechnung und einheitlicher Datenpool) vollständig automatisiert.

Halbzeit 2: Das Team (Kultur, Schnittstellen & Execution)

Leistungskultur & Partizipation: Schnelles Wachstum von 2,5 Mitarbeitern auf ein internationales Team von 30 Experten aus zehn Nationen. Klare Verantwortungsübergabe und institutionalisierte Kritikfähigkeit sichern das operative Tagesgeschäft parallel zur Software-Weiterentwicklung.

Cross-Funktionale Besetzung: Kombination aus ärztlicher Fachexpertise (über flexible Teilzeitmodelle), KI-Ingenieuren und Quereinsteigern aus der Gastronomie/Hotellerie für ein erstklassiges Kundenservice-Niveau im Operations-Bereich.

Old-School-Agilität & Präsenz: Nutzung von Timeboxing, Sprints und Kanban-Boards in Workshops, kombiniert mit festen Rhythmen (Monday Morning Kick-off, physischer Jour Fixe am Mittwoch) und direktem Face-to-Face-Scribbeln statt reiner Remote-Arbeit.

Symbiose mit dem Mittelstand: Die Partnerschaft mit dem Kardiologikum Hamburg (über 100.000 Patienten) als Vorbild: Etablierte Mittelständler müssen den Angriff wagen und in eigene Software-, Plattform- und Prozess-Ökosysteme investieren, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

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39 Minuten
Michael Müller-Wünsch (MüWü), zweifacher „CIO of the year“ und CIO von Otto.de, zeigt im Gespräch mit Uwe, wie sich das Hamburger Traditionsunternehmen zu einem der bedeutendsten Transformationscases der deutschen Wirtschaft entwickelt hat. Mit fast 13 Millionen Stammkunden, 18 Millionen SKUs und dem Ziel eines Umsatz-GMV von zehn Milliarden Euro bricht Otto alte Strukturen auf. Die Episode liefert die Blaupause dafür, wie Traditionsfirmen durch technologische Disruption und radikalen Kulturwandel die Zukunft aktiv gestalten, anstatt in der Vergangenheit zu verharren.

Das Gespräch in zwei Halbzeiten:

Halbzeit 1: Das Produkt (Digitale Plattform & E-Commerce-Innovation)

Kuriertes Werte-Ökosystem: Otto agiert als werteorientierte Alternative zu globalen Digitalgiganten, kuratiert Marktplatz-Angebote und fokussiert nachhaltigen Konsum.

Unternehmerische Fehlerkultur: Das Vorbild der Eigentümerfamilie schafft psychologische Sicherheit. Ungewöhnliche Wege und das Lernen aus Rückschlägen werden aktiv honoriert.

Co-Opetition im Wohnzimmer: Radikaler Strategiewechsel: Konkurrenten werden gezielt auf die eigene Plattform gelassen, um das beste Kundenerlebnis zu garantieren.

Plattform-Öffnung & Logistik-Netzwerk: Technische Skalierung über APIs und MCP-Protokollplattformen für die AI- und Agentic-Welt. Kunden erhalten ein integriertes Komplettpaket aus Next-Day-Delivery, Altgeräte-Entsorgung und Finanzierung.

Das neue Interaktionsparadigma durch KI: Weg vom Suchschlitz, hin zum beratungsorientierten, multimodalen Ansatz (z. B. automatisierte Wohnzimmer-Einkaufsberatung per Foto-Upload). Der Mensch agiert nur noch zur Qualitätssicherung im Loop.

Der gemeinsame Ursprung: Uwe und MüWü blicken auf ihren Start vor 6–7 Jahren zurück, als MüWü beim Event „12 Hours Us“ (organisiert von 12 Minutes Me mit Oliver Rössling) im Hamburger Square Innovation Hub eine Keynote über Gender-Diversity hielt – unter echtem Polizeischutz und in Gegenwart des Senators.

Halbzeit 2: Das Team (Kultur, Führung & Agilität)

Selbstwirksamkeit & flache Strukturen: Führung muss Freiräume für Eigenverantwortung schaffen. Vertrauen bedeutet, sich angreifbar zu machen und das beste Argument über Hierarchien hinweg gewinnen zu lassen.

Performance Spirit mit Wertschätzung: Klare Absage an reinen Altruismus. Wirtschaftliche Ambition und der Wille zu gewinnen werden gezielt kultiviert, jedoch immer kombiniert mit Respekt und sozialer Verantwortung.

Fluide Cross-Funktionalität: Starre HR-Strukturen werden für temporäre, interdisziplinäre Teams aufgebrochen, um sich agil um ein zentrales betriebswirtschaftliches Ziel (Nordstern) zu formieren. Die Analogie: Dynamische Spielsysteme aus American Football oder Basketball.

Interdisziplinäre Skillsets: Teams werden bewusst divers besetzt (z. B. Führung eines IT-Teams durch Diplompsychologen), um bewährte Lebenserfahrung mit der Unbekümmertheit neuer Perspektiven zu verschmelzen.

Undogmatische Methodenkompetenz: Nach über 15 Jahren Erfahrung mit agilen Modellen nutzt Otto einen flexiblen Werkzeugkasten. Der Erfolg liegt nicht im sklavischen Befolgen von Frameworks, sondern in der exakten Wahl des Werkzeugs (Hammer, Schraubenzieher oder Zange) passend zum individuellen Problem. Permanente Neugier schützt vor Stillstand.

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44 Minuten
Bundestrainer André Henning erklärt im Gespräch mit Uwe, wie die deutsche Feldhockey-Nationalmannschaft trotz geringer Budgets und geringer medialer Sichtbarkeit durch radikale Agilität, Technologie und das Aufbrechen von Hierarchien Weltmeister, Europameister und Olympia-Silber holen konnte. Die Episode zeigt, warum starre Top-Down-Führung im modernen High-Performance-Bereich scheitert und wie stattdessen die Intelligenz des gesamten Teams auf den Platz gebracht wird.

Das Gespräch ist in zwei Halbzeiten unterteilt:

Halbzeit 1: Das Produkt (Das Hockeyspiel & Innovation)

Purpose und das „How“: Der Fokus liegt nicht nur auf dem nackten Ergebnis, sondern auf dem gemeinsamen Verhalten (in Abwandlung von Simon Sinek: „Start with How“). Das Team steht für Werte und Haltung nach außen – wie das Tragen der Regenbogenbinde für Vielfalt trotz öffentlicher Kritik zeigt.

Innovationszwang durch Ressourcenmangel: Da Hockey im Vergleich zu anderen Nationen und Sportarten weniger Budget hat, muss das Team smarter, innovativer und schneller sein. Limitierende Glaubenssätze wurden komplett gestrichen.

Expertennetzwerke ohne Hierarchie-Bremsen: Einbindung externer Impulse – wie der Workshop mit Uwe, bei dem „100 Ecken“ entwickelt und direkt im Spiel gegen die Niederlande erfolgreich umgesetzt wurden. Im Betreuerstab (Medizin, Physio, Athletik, Analyse etc.) agieren Experten eigenverantwortlich; überzeugende Ideen werden ohne bürokratische Absprache mit dem Chef direkt umgesetzt.

Kritische Selbstreflexion im Erfolg: Nach dem WM-Titel führte Bequemlichkeit zum schlechtesten halben Jahr des Teams. Seither wird der Erfolg als Antreiber genutzt, um sich gerade dann kritisch zu hinterfragen und Neues zu wagen.

Datenanalyse und KI: Umfassende Steuerung über GPS-Daten, die direkt aus dem dezentralen Training auf den Laptop des Athletiktrainers gestreamt werden. Die Spielanalyse wechselt von stundenlanger manueller Arbeit zu KI-gestütztem automatisiertem Tagging (Abschläge, Tore, Ecken). KI wird die kommenden Olympischen Spiele in Los Angeles im Vergleich zu Paris 2024 extrem prägen und Wettbewerbsvorteile analog zur NFL oder NBL generieren.

Halbzeit 2: Das Team (Die Kultur & Führung)

Radikale Eigenverantwortung auf dem Platz: Da die Spieler auf dem Platz stehen und der Trainer daneben, müssen die Spieler auch die Entscheidungen treffen. Das Team bestimmt bei fast allen Prozessen und Problemdefinitionen mit (Ausnahme: die finale Turniernominierung). Als Vorbild dient der „Captain's Run“ der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft (All Blacks), den die Spieler komplett ohne Trainer durchführen.

Szenariotraining in Kleingruppen: Um in den letzten 10 Minuten eines Spiels bei Rückstand ohne Time-Out handlungsfähig zu sein, erarbeiten Spieler in Kleingruppen eigene Taktiken, Lösungen und Codewörter. Es gilt das Prinzip: „Jedes Team und jedes Unternehmen insgesamt ist intelligenter als die Führung alleine“.

Vertrauen als aktive Entscheidung: Vertrauen wird nicht abgewartet, sondern ist eine bewusste Vorab-Entscheidung der Führungskraft, um dem Team den nötigen Raum zu geben.

Kommunikationsloops mit schonungsloser Offenheit: Vertrauen und Harmonie entstehen nicht durch Harmoniesucht, sondern durch Klarheit und Wahrheit. Das Team nutzt scharfe Kommunikationsloops, in denen man sich direkt die Meinung geigt, weil einem das Gegenüber wichtig ist.

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Über diesen Podcast

Disruption ist kein Schicksal, sondern eine Entscheidung. In einer Welt, in der sich Technologien und Märkte nicht mehr linear, sondern exponentiell entwickeln, reichen klassische Management-Methoden nicht mehr aus. Dr. Uve Samuels, Gründer des Exponential Innovation Institute (EXII), räumt mit veralteten Denkmustern auf. In jeder Folge trifft Uve auf radikale Vordenker, mutige Unternehmer und Branchenexperten, um das Betriebssystem der Zukunft zu entschlüsseln. Dies ist kein klassisches Interview-Format – es ist ein agiler Deep Dive.
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„Expontial Pioneers“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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