Cash or Crash - Der Wirtschaftspodcast Archiv
40 Episoden
18 Minuten
Die französische Politikerin Marine Le Pen ist vor einem Berufungsgericht wegen Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt worden. Trotzdem will die rechtspopulistische Politikerin nächstes Jahr bei der Präsidentschaftswahl antreten. Ihr stärkster Herausforderer könnte der radikale Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon werden. Eine Wahl von Le Pen oder Mélenchon hätte dramatische Folgen. Frankreich steckt in der Populismusfalle. Die rechtspopulistische „Nationale Vereinigung“ von Le Pen ist derzeit die stimmenstärkste Partei in Frankreich. Im Parlament ist es aufgrund des Wahlrechts die linksradikale Partei „Unbeugsames Frankreich“von Mélenchon. Im Fall einer Wahl von Le Pen oder Mélenchon zur Präsidentin bzw. zum Präsidenten hätte das schwerwiegende Konsequenzen. Der Präsident verfügt in Frankreich ähnlich wie in den USA über enorme Macht. Frankreich zählt neben Deutschland zum „Kernreaktor“ der EU. Le Pen und Mélenchon lehnen die EU in ihrer derzeitigen Form aber völlig ab. Die Zukunft der Union hängt somit an einem seidenen Faden und damit auch die wirtschaftliche Stabilität Europas. Stark betroffen wäre auch Österreich. Frankreich ist der achtgrößte ausländische Investor in Österreich. Rund 290 französische Tochtergesellschaften sind in Österreich aktiv. Sie beschäftigen etwa 29.000 bis 30.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von über zehn Milliarden Euro.
LINKS:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankreich-nachfolge-macron-kandidaten-100.html
https://www.zeit.de/feuilleton/2026-07/marine-le-pen-frankreich-praesidentschaft-wahl-kandidatur
https://www.handelsblatt.com/politik/international/praesidentschaftswahl-frankreichs-linke-streitet-die-radikalen-profitieren/100224786.html
https://www.wko.at/oe/aussenwirtschaft/frankreich-wirtschaftsbericht.pdf
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
LINKS:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankreich-nachfolge-macron-kandidaten-100.html
https://www.zeit.de/feuilleton/2026-07/marine-le-pen-frankreich-praesidentschaft-wahl-kandidatur
https://www.handelsblatt.com/politik/international/praesidentschaftswahl-frankreichs-linke-streitet-die-radikalen-profitieren/100224786.html
https://www.wko.at/oe/aussenwirtschaft/frankreich-wirtschaftsbericht.pdf
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
16 Minuten
Diese Woche geht es in meinem Podcast Cash or Crash zunächst um die Staatsreform, die uns die Regierung vor einem Jahr versprochen hat. Dazu hat sie eine sogenannte Reformpartnerschaft gegründet. Jetzt wurden die Ergebnisse präsentiert. Zentrales Thema war der Bereich Gesundheit. Bei der Spitalsfinanzierung und Planung sind nämlich Bund und Länder gemeinsam zuständig. Der Rechnungshof kritisiert das immer wieder und plädiert für eine Entflechtung. Weil in Österreich die Gesundheitsausgaben explodieren. 2024 betrugen sie 57 Milliarden Euro. Das sind knapp zwölf vom gesamten BIP. Innerhalb der EU gehört Österreich gemeinsam mit Deutschland und Frankreich damit zu den Ländern mit den höchsten Gesundausgaben in Relation zur Wirtschaftsleistung. Und was haben Regierung, Länder und Gemeinden vor? Die Antwort lautet: Die Steuerung des Systems muss koordinierter ablaufen. Wie genau, das haben die Politiker nicht gesagt. Nur, dass es mehr Primärversorgungszentren geben soll. Mehr dazu in meinem aktuellen Podcast. Zweites Thema sind die teuren Lebensmittel. Seit 1. Juli sollten einige Lebensmittel billiger sein. Weil die Regierung die Umsatzsteuer für einige Lebensmittel gesenkt hat. Dennoch herrschen Verwirrung und großer Ärger. Weil es enorm viele Ausnahmen gibt und die Wirtschaft erneut mehr Bürokratie verdauen muss.
Links:
https://orf.at/stories/3434894/
https://orf.at/stories/3434382/
https://www.meinbezirk.at/c-wirtschaft/welche-lebensmittel-jetzt-billiger-werden-und-welche-nicht_a8769810
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Links:
https://orf.at/stories/3434894/
https://orf.at/stories/3434382/
https://www.meinbezirk.at/c-wirtschaft/welche-lebensmittel-jetzt-billiger-werden-und-welche-nicht_a8769810
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15 Minuten
In diesem Podcast erzähle ich die Geschichte von Frau Fuchs (Name geändert). Sie muss sich seit einiger Zeit mit Betrügern herumschlagen, die ihr immer wieder Post zukommen lassen. Wirksame Hilfe gab es bislang nur von der Polizei. Die Konsumentenschutzorganisationen Arbeiterkammer und VKI konnten Frau Fuchs nicht weiterhelfen. Wobei es sich bei dem Fall von Frau Fuchs um eine neue Betrugsmasche handeln dürfte. Erstaunlich ist dabei, dass im Zusammenhang mit dieser Causa auch eine große Versicherung auf die Betrüger hereingefallen sein dürfte. So wie Frau Fuchs geht es immer mehr Menschen. Die Methoden der Betrüger sind dabei höchst vielfältig. Sie reichen von falschen SMS über Anrufe von vermeintlichen Polizisten bis hin zu fingierten Liebesbeziehungen auf den diversen Dating-Plattformen.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
14 Minuten
Die EU hat mit der Ukraine über einen Beitritt zu verhandeln begonnen. Die Wirtschaft würde einen Beitritt der Ukraine zur EU begrüßen. Rund 1.000 österreichische Unternehmen sind in der Ukraine aktiv. Aber auch türkische, polnische, deutsche und US-Unternehmen scharren in der Ukraine in den Startlöchern. Stellt sich jedoch die Frage, wie realistisch ein EU-Beitritt der Ukraine überhaupt ist. Solange Krieg ist, überhaupt nicht. Und selbst bei einem Friedensabkommen mit Moskau würden noch viele Fragen offen bleiben. Zudem kostet der Wiederaufbau der Ukraine mehrere Hundert Milliarden Euro. Geld, das am Ende die Bürgerinnen und Bürger der EU aufbringen müssten. Schlussendlich müsste die Ukraine aber noch ein ganz anderes Problem lösen: sie ist nämlich ein höchst korruptes Land.
Links:
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Ukraine-vor-EU-Beitritt-So-laeuft-das-Verfahren-id30973557.html
https://www.tagesschau.de/ausland/eu-ukraine-moldau-102.html
https://orf.at/stories/3421077/
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Links:
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Ukraine-vor-EU-Beitritt-So-laeuft-das-Verfahren-id30973557.html
https://www.tagesschau.de/ausland/eu-ukraine-moldau-102.html
https://orf.at/stories/3421077/
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17 Minuten
Die Fluglinien wollen für Verspätungen oder Flugausfälle künftig weniger Entschädigungen bezahlen. Bei vielen Regierungen in der EU haben die Airlines damit Gehör gefunden. Auf EU-Ebene wird derzeit darüber intensiv verhandelt. Derzeit erhält man ab drei Stunden Verspätung 250 Euro bei Kurzstrecken, 400 Euro bei Strecken zwischen 1500 und 3500 Kilometern und 600 Euro auf der Langstrecke. Die Airlines wolle das deutlich reduzieren. Dafür gibt es gute Nachrichten aus Italien und Kroatien. In Italien heißt es auf den Autobahnen seit 1. Juni „Maut zurück“, wenn man in einen längeren Baustellen-Stau gerät. Und Kroatien will ab September ein neues Mautsystem einführen und die bisherigen Mautstellen abschaffen, vor denen es immer wieder zu langen Staus kommt. In der Finanzwelt ist das Thema der Woche der Börsengang von SpaceX; das ist die Weltraumfirma von Elon Musk. Dabei handelt es sich um den größten Börsengang der Geschichte. Warum ich trotzdem vorsichtig bin, sage ich Euch in diesem Podcast.
Links:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verhandlung-fluggastrechte-100.html
https://www.oeamtc.at/laenderinfo/italien/news/italien-rueckerstattung-der-maut-bei-stau-durch-baustellen-87267967
https://www.oeamtc.at/laenderinfo/kroatien/kroatien-umstellung-auf-digitale-maut-84319698
https://www.zeit.de/news/2026-06/11/was-den-spacex-boersengang-besonders-macht
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verhandlung-fluggastrechte-100.html
https://www.oeamtc.at/laenderinfo/italien/news/italien-rueckerstattung-der-maut-bei-stau-durch-baustellen-87267967
https://www.oeamtc.at/laenderinfo/kroatien/kroatien-umstellung-auf-digitale-maut-84319698
https://www.zeit.de/news/2026-06/11/was-den-spacex-boersengang-besonders-macht
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
15 Minuten
Die Inflation in Österreich steigt und steigt. Im Mai lag sie bei 3,7 Prozent. Politischer Hintergrund ist der Iran-Krieg. Typisch ist natürlich wieder, dass die Inflation in Österreich höher liegt als in der EU. Aber auch in der EU liegt sie mittlerweile bei 3,2 Prozent. Deshalb läuten auf europäischer Ebene die Alarmglocken. Und deshalb wird die Europäische Zentralbank EZB den Leitzins ziemlich sicher erhöhen. Die EZB ist der Kernreaktor der Banken im Euro-Raum. Unter anderem legt sie fest, wie hoch die Zinsen sind. Derzeit liegt der Leitzins bei zwei Prozent. Eine Anhebung bedeutet, dass die Kredite teurer werden. Das soll die Konjunktur abkühlen und die Inflation einbremsen. In Österreich gibt es dafür wieder eine neue Steuer. Die Paketsteuer. Eigentlich sollen diese Steuer die großen internationalen Onlineplattformen wie Amazon bezahlen. Am Ende werden es die Kunden sein. Und: Neue Steuern kurbeln immer die Inflation an.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
14 Minuten
Am 11. Juni beginnt die Herrenfußball-WM in Nordamerika. 48 Mannschaften nehmen daran teil. Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Gianni Infantino, hat angekündigt, dass die WM „das größte Sport-Ereignis werden wird, dass die Menschheit je gesehen hat“. Wie auch immer. Eines steht jedenfalls schon fest: Diese WM wird für die FIFA die lukrativste aller Zeiten. Der Weltfußballverband FIFA rechnet aktuell mit rund 9,3 Milliarden Euro an Einnahmen. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Einnahmen bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Der Verkauf der weltweiten Fernsehrechte ist die größte Einnahmequelle der FIFA. Dazu kommen die Einnahmen von den Ticketverkäufen und die Gelder von den Sponsoren. Auch der Österreichische Fußball-Bund profitiert von seiner Teilnahme am Großereignis sowie der Handel und die Wettanbieter. Zahlen stehen natürlich noch aus. Aber allein die Fußball-EM 2024 brachte dem österreichischen Handel und der Wirtschaft branchenübergreifend geschätzte Zusatzeinnahmen von rund 200 Millionen Euro.
Links:
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/es-geht-um-milliarden-die-fussball-wm-2026-bricht-alle-rekorde/
https://www.theguardian.com/football/ng-interactive/2026/apr/30/the-13bn-world-cup-how-the-numbers-stack-up-on-fifas-2026-balance-sheet
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Links:
https://www.businessinsider.de/wirtschaft/es-geht-um-milliarden-die-fussball-wm-2026-bricht-alle-rekorde/
https://www.theguardian.com/football/ng-interactive/2026/apr/30/the-13bn-world-cup-how-the-numbers-stack-up-on-fifas-2026-balance-sheet
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
38 Minuten
In meinem Podcast Cash or Crash habe ich heute Carmen Treml zu Gast. Sie ist Analystin beim wirtschaftsliberalen Think Tank Agenda Austria. Mit ihr spreche ich darüber, ob es zwischen Österreich und Argentinien Parallelitäten gibt, wie attraktiv unser Land als internationaler Standort ist und ob unser Bildungssystem noch zeitgemäß ist.
Für Carmen Treml steht fest, dass der Kurs von Argentiniens Präsident Javier Milei erfolgreich ist. Nicht zuletzt, weil er die Inflation dramatisch gesenkt und notwendige Einsparungen im staatlichen Verwaltungsbereich vorgenommen habe. Dies sei auch ein Punkt, wo sich Österreich ein Beispiel nehmen könne.
Die von der österreichischen Regierung beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft um einen Prozentpunkt ist für Treml ein Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten sieht Treml die Arbeit der Regierung kritisch. „Es wurde extrem viel versprochen. Eine Pensionsreform, eine Bildungsreform eine Gesundheitsreform. Und passiert ist in Wahrheit sehr wenig.“ Die Ursache dafür kann Treml nicht orten. „Es ist wirklich fragwürdig, warum da einfach nichts weitergeht.“ Gerade in puncto Pensionssystem sei es inzwischen allgemein bekannt, dass ein höheres Antrittsalter nötig sei.
Eine aktuelle Studie des KSV, wonach jeder sechste Betrieb in Österreich daran denkt, zumindest Teile der Produktion oder des Geschäftes ins Ausland zu verlagern, sieht Treml als „Alarmsignal“. Dazu passe auch, dass es in Österreich keine großen internationalen Betriebsansiedlungen mehr geben würde so wie etwa in Ost-Europa. Dafür sei Österreich einfach als Standort zu un-attraktiv.
Hauptproblem sei die Bürokratie. Die ufere seit Jahren aus. Hier sei es dringend notwendig, radikale Schritte zu setzen und Doppelgleisigkeiten endlich abzubauen. Treml: „Also dieser Föderalismus, so wie er jetzt gelebt wird, ist wirklich tödlich, weil Sachen doppelt und dreifach gemacht werden, weil es Bereiche gibt, wo sich keiner so wirklich zuständig fühlt.“
Gerade das Bildungssystem sei ein Beispiel dafür, dass der Föderalismus den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel eher verhindern als fördern würde. Denn grundsätzlich sei das Bildungssystem in Österreich gut, man bräuchte allerdings mehr Transparenz, sagt Treml. Die Integration neuer Technolgien wie KI in den Unterricht sei dringend erforderlich. Österreich sei hier viel zu lange säumig gewesen. Österreich würde neue technologische Entwicklungen "entweder ignorieren oder regulieren". Die Debatte, ob Fächer wie Latein zu streichen seien, sei die falsche, sagt Treml. Viel sinnvoller sei es, neue Fächerkombinationen anzudenken.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Für Carmen Treml steht fest, dass der Kurs von Argentiniens Präsident Javier Milei erfolgreich ist. Nicht zuletzt, weil er die Inflation dramatisch gesenkt und notwendige Einsparungen im staatlichen Verwaltungsbereich vorgenommen habe. Dies sei auch ein Punkt, wo sich Österreich ein Beispiel nehmen könne.
Die von der österreichischen Regierung beschlossene Senkung der Lohnnebenkosten für die Wirtschaft um einen Prozentpunkt ist für Treml ein Schritt in die richtige Richtung. Ansonsten sieht Treml die Arbeit der Regierung kritisch. „Es wurde extrem viel versprochen. Eine Pensionsreform, eine Bildungsreform eine Gesundheitsreform. Und passiert ist in Wahrheit sehr wenig.“ Die Ursache dafür kann Treml nicht orten. „Es ist wirklich fragwürdig, warum da einfach nichts weitergeht.“ Gerade in puncto Pensionssystem sei es inzwischen allgemein bekannt, dass ein höheres Antrittsalter nötig sei.
Eine aktuelle Studie des KSV, wonach jeder sechste Betrieb in Österreich daran denkt, zumindest Teile der Produktion oder des Geschäftes ins Ausland zu verlagern, sieht Treml als „Alarmsignal“. Dazu passe auch, dass es in Österreich keine großen internationalen Betriebsansiedlungen mehr geben würde so wie etwa in Ost-Europa. Dafür sei Österreich einfach als Standort zu un-attraktiv.
Hauptproblem sei die Bürokratie. Die ufere seit Jahren aus. Hier sei es dringend notwendig, radikale Schritte zu setzen und Doppelgleisigkeiten endlich abzubauen. Treml: „Also dieser Föderalismus, so wie er jetzt gelebt wird, ist wirklich tödlich, weil Sachen doppelt und dreifach gemacht werden, weil es Bereiche gibt, wo sich keiner so wirklich zuständig fühlt.“
Gerade das Bildungssystem sei ein Beispiel dafür, dass der Föderalismus den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel eher verhindern als fördern würde. Denn grundsätzlich sei das Bildungssystem in Österreich gut, man bräuchte allerdings mehr Transparenz, sagt Treml. Die Integration neuer Technolgien wie KI in den Unterricht sei dringend erforderlich. Österreich sei hier viel zu lange säumig gewesen. Österreich würde neue technologische Entwicklungen "entweder ignorieren oder regulieren". Die Debatte, ob Fächer wie Latein zu streichen seien, sei die falsche, sagt Treml. Viel sinnvoller sei es, neue Fächerkombinationen anzudenken.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
17 Minuten
Der Iran-Krieg verteuert unser Leben. Die Preise für Benzin und Diesel sind eine Belastung für die Menschen und die Unternehmen. Als nächstes werden die Preise in den Supermärkten steigen. Und generell wird die Inflation wieder anziehen. Gleichzeitig aber gibt es auch eine Reihe von Kriegsgewinnern. Das sind in erster Linie einmal die großen Öl- und Energiekonzerne. Die drei größten europäischen Ölkonzerne Shell, BP und TotalEnergies erzielten im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Mehreinnahmen von mehreren Milliarden Euro. Der saudi-arabische Staatskonzern Saudi Aramco steigerte den Gewinn trotz des Iran-Kriegs um 26 Prozent. Der Ölkonzern umgeht die Blockade der Straße vom Hormus mit Hilfe einer Pipeline durch das Land. Zu den großen Profiteuren zählen auch die Rüstungskonzerne. Wobei die schon seit dem Ukraine-Krieg Hochkonjunktur haben. Der Krieg im Nahen Osten hat die Nachfrage nach Raketen und Drohnen jetzt weiter befeuert. Vor allem die drei großen US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin, Boeing und Northrop Grumman profitieren davon. Auch die Hersteller von E-Autos zählen zu den Kriegsgewinnern, weil der Anstieg der Spritpreise die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigen lässt. Insbesondere Chinas Hersteller profitieren. Und schließlich gibt es auch noch geostrategisch ein paar große Gewinner.
Links:
https://www.journal21.ch/artikel/wer-sind-die-gewinner-und-verlierer-im-iran-krieg
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-diese-branchen-und-firmen-profitieren-vom-iran-krieg/100224434.html
https://taz.de/Kriegsgewinner-Iran/!6167331/
https://www.merkur.de/wirtschaft/energie-wendepunkt-wie-der-iran-krieg-die-welt-veraendert-zr-94310716.html
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Links:
https://www.journal21.ch/artikel/wer-sind-die-gewinner-und-verlierer-im-iran-krieg
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/industrie-diese-branchen-und-firmen-profitieren-vom-iran-krieg/100224434.html
https://taz.de/Kriegsgewinner-Iran/!6167331/
https://www.merkur.de/wirtschaft/energie-wendepunkt-wie-der-iran-krieg-die-welt-veraendert-zr-94310716.html
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
17 Minuten
Heute spreche ich über die Situation in der Landwirtschaft und wie es mit der Selbstversorgung in Österreich steht. Im März und April war es nämlich viel zu trocken. Die Regenfälle jetzt im Mai haben dann zwar für eine Entspannung gesorgt. Beim Grundwasser bleibt die Lage aber angespannt. Auf jeden Fall drohen Ernteausfälle. Grundsätzlich ist zudem auffallend, dass Österreich immer häufiger von langen Trockenperioden heimgesucht wird. Stellt sich die Frage, ob und wie sich Österreich überhaupt selbst ernähren kann. Auf jeden Fall sinkt die Agrarfläche. Ein Grund dafür ist das seit Jahrzehnten anhaltende Bauernsterben. Landwirtschaft lohnt sich für viele Bauern einfach nicht. Trotz diverser Förderungen ist die Tierhaltung oder die Erzeugung von agrarischen Rohstoffen teurer als der Preis, den die Landwirte dafür bekommen. Ein anderer Grund für den Rückgang der Agrarflächen ist, dass Österreich in den vergangenen Jahrzehnten schlichtweg zubetoniert und zu-asphaltiert wurde.
Links:
https://www.noen.at/korneuburg/landwirtschaft-trockenheit-fuer-die-gerste-kommt-jeder-regen-zu-spaet-521881406
https://www.diepresse.com/23569192/regentage-sorgen-in-oesterreich-fuer-leichte-entspannung-bei
https://www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/lebensmittel-in-oesterreich/selbstversorgungsgrad.html
https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/06/20250626AS2023.pdf
https://www.wwf.at/wp-content/uploads/2025/06/WWF_Bodenreport_2025.pdf
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Links:
https://www.noen.at/korneuburg/landwirtschaft-trockenheit-fuer-die-gerste-kommt-jeder-regen-zu-spaet-521881406
https://www.diepresse.com/23569192/regentage-sorgen-in-oesterreich-fuer-leichte-entspannung-bei
https://www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/lebensmittel-in-oesterreich/selbstversorgungsgrad.html
https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2025/06/20250626AS2023.pdf
https://www.wwf.at/wp-content/uploads/2025/06/WWF_Bodenreport_2025.pdf
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
20 Minuten
Österreich hat rund 160 Unternehmen, die an der Weltspitze mitspielen. Aktiv sind diese Unternehmen in speziellen Bereichen, den sogenannten Nischenmärkten. Deshalb sind sie der Weltöffentlichkeit nicht so bekannt. Und deshalb bezeichnen Wirtschaftsexperten diese Unternehmen als Hidden Champions, was frei übersetzt soviel wie „heimliche Weltmeister“ bedeutet. Die Bandbreite der österreichischen Hidden Champions reicht von milliardenschweren Konzernen wie der voestalpine bis hin zu hochspezialisierten Mittelstandsbetrieben wie Komptech. Die voestalpine ist Weltmarktführer bei Werkzeugstahl, Komptech stellt Maschinen und Anlagen für das Abfallrecycling her. Andere heimliche Weltmeister sind zum Beispiel der Kristallglaskonzern Swarovski, der Baustoffriese Wienerberger oder der Seilbahnhersteller Doppelmayer. Zuletzt haben die österreichischen Weltmeister zusammen einen Umsatz von 136 Milliarden Euro erzielt und 577.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Weltweit gibt es an die 4.000 Hidden Champions. Rechnet man die Zahl der Hidden Champions auf die Zahl der Einwohner pro Land um, dann liegt Österreich weltweit sehr weit vorne.
Die Liste der Hidden Champions findet ihr zum Download in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins BOMM unter dem Link
https://senat.at/boom/
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Die Liste der Hidden Champions findet ihr zum Download in der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins BOMM unter dem Link
https://senat.at/boom/
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42 Minuten
In dieser Spezial-Ausgabe meines Podcasts Cash or Crash spreche ich mit KSV-Chef Ricardo-Jose Vybiral über die aktuelle Pleitewelle und über die generelle Lage der Wirtschaft in Österreich. Immerhin denkt jeder sechste Betrieb an eine Produktionsverlagerung ins Ausland nach. Für Vybiral ein klares „Alarmzeichen“.
Laut aktueller Auswertung des Kreditschutzverbandes 1870 (KSV) mussten im ersten Quartal 2026 in Österreich 1.769 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind im Schnitt fast 20 Betriebe pro Tag. Zu den Insolvenztreibern zählen vor allem der Handel, das Baugewerbe und die Gastronomie. Diese Branchen verzeichnen seit Jahresbeginn 44 Prozent aller Firmenpleiten. Wobei für Vybiral die Gastronomie aktuell das große Sorgenkind der heimischen Wirtschaft repräsentiert.
Dort sind die Pleiten zuletzt auffallend gestiegen. Die Gründe für die Krise in der „Gastro“ sind für den KSV-Chef hohe Betriebskosten (wie Energie-, Lebensmittel-, Personalkosten) dann die schwache wirtschaftliche Gesamtlage, wodurch Restaurantbesuche vermehrt reduziert werden, und strukturelle Probleme wie geringe Gewinnmargen und ein starker Konkurrenzkampf.
Generell auffallend ist auch, dass mittlerweile 40 Prozent aller Pleitefirmen nicht einmal mehr ein ordentliches Insolvenzverfahren einleiten können. Weil diese Betriebe nicht in der Lage sind, die Kosten in der Höhe von 4.000 Euro für ein ordentliches Insolvenzverfahren aufzubringen.
Eine konkrete Prognose für das gesamte Jahr will der KSV-Chef aufgrund der unsicheren Lage durch den Iran-Krieg nicht abgeben. Auch in der Wirtschaft ist die Stimmung verhalten. Zwar bewertet laut KSV die Hälfte der heimischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, doch vor der Covid-Pandemie waren das 60 Prozent gewesen.
Die hohe Kosten, die starke Konsumflaute und der Fachkräftemangel setzen den Betrieben laut Vybiral immer stärker zu. Infolgedessen denkt jeder sechste Betrieb darüber nach, zumindest einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern. Für Vybiral ist das ein ernstes Signal.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Laut aktueller Auswertung des Kreditschutzverbandes 1870 (KSV) mussten im ersten Quartal 2026 in Österreich 1.769 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das sind im Schnitt fast 20 Betriebe pro Tag. Zu den Insolvenztreibern zählen vor allem der Handel, das Baugewerbe und die Gastronomie. Diese Branchen verzeichnen seit Jahresbeginn 44 Prozent aller Firmenpleiten. Wobei für Vybiral die Gastronomie aktuell das große Sorgenkind der heimischen Wirtschaft repräsentiert.
Dort sind die Pleiten zuletzt auffallend gestiegen. Die Gründe für die Krise in der „Gastro“ sind für den KSV-Chef hohe Betriebskosten (wie Energie-, Lebensmittel-, Personalkosten) dann die schwache wirtschaftliche Gesamtlage, wodurch Restaurantbesuche vermehrt reduziert werden, und strukturelle Probleme wie geringe Gewinnmargen und ein starker Konkurrenzkampf.
Generell auffallend ist auch, dass mittlerweile 40 Prozent aller Pleitefirmen nicht einmal mehr ein ordentliches Insolvenzverfahren einleiten können. Weil diese Betriebe nicht in der Lage sind, die Kosten in der Höhe von 4.000 Euro für ein ordentliches Insolvenzverfahren aufzubringen.
Eine konkrete Prognose für das gesamte Jahr will der KSV-Chef aufgrund der unsicheren Lage durch den Iran-Krieg nicht abgeben. Auch in der Wirtschaft ist die Stimmung verhalten. Zwar bewertet laut KSV die Hälfte der heimischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit gut, doch vor der Covid-Pandemie waren das 60 Prozent gewesen.
Die hohe Kosten, die starke Konsumflaute und der Fachkräftemangel setzen den Betrieben laut Vybiral immer stärker zu. Infolgedessen denkt jeder sechste Betrieb darüber nach, zumindest einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern. Für Vybiral ist das ein ernstes Signal.
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
24 Minuten
In diesem Podcast geht es um das Budget der Regierung für die kommenden zwei Jahre und um den Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC. Beides hat direkte bzw. indirekte Folgen für unsere Geldbörse. Dass die österreichische Regierung sparen muss, ist kein Geheimnis. Die Staatsschulden sind laut EU-Finanzregelwerk zu hoch. 418 Milliarden Euro betrugen sie am Ende des vergangenen Jahres. Das entspricht einerSchuldenquote von 81,5 Prozent. Die Schuldenquote ist das Verhältnis der gesamten Staatsschulden zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes. Die EU erlaubt aber nur 60 Prozent. Österreich liegt also deutlich darüber. Hoch sind auch die Lohnnebenkosten in Österreich. Insgesamt betragen sie 47 Prozent. Bezahlt werden sie sowohl von den Arbeitnehmern wie Arbeitgebern. Für die Unternehmen werden sie jetzt um einen Prozentpunkt gesenkt. So zählt die Wirtschaft, mit Abstrichen, zu den Gewinnern der aktuellen Budgetverhandlungen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere weitaus größere Gewinner. In der internationalen Politik musste die OPEC zuletzt eine Niederlage einstecken. Das Öl-Kartell verlor mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ein wichtiges Mitglied. Nach einem ersten Schockmoment in den Medien stellte sich dann aber heraus, dass der Austritt der Emirate uns langfristig an den Tankstellen zugute kommen könnte – sofern der Iran-Krieg bald endet.
Links
https://orf.at/stories/3428086/
https://www.derstandard.at/story/3000000318427/regierung-will-ein-paket-von-fuenf-milliarden-stemmen-die-eckpunkte-des-doppelbudgets
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/vae-austritt-opec-folgen-100.html
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
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https://orf.at/stories/3428086/
https://www.derstandard.at/story/3000000318427/regierung-will-ein-paket-von-fuenf-milliarden-stemmen-die-eckpunkte-des-doppelbudgets
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/vae-austritt-opec-folgen-100.html
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
17 Minuten
Am 1. Mai tritt der Handelspakt zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay in Kraft. Zumindest einmal vorläufig, da das EU-Parlament noch Bedenken hat. Für die Geldbörse der Konsumentinnen und Konsumenten bietet das Abkommen jedenfalls Vorteile. Konkret geht es bei dem Abkommen um die Abschaffung von Zöllen. Insgesamt sind rund 90 Prozent aller Zölle davon betroffen. Rindersteaks aus Argentinien und Kaffee aus Brasilien werden also billiger. Mit dem Abkommen entsteht eine der größten Freihandelszonen der Welt mit über 700 Millionen Einwohnern und einer gesamten Wirtschaftsleistung von 19.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Wirtschaftsleistung der USA betrug zuletzt 25.000 Milliarden Euro. Das Handelsabkommen beinhaltet für die EU aber auch strategische Vorteile. Es minimiert die Abhängigkeit der EU von Rohstoffen, da Brasilien und Argentinien über Mineralien verfügen, die in der EU etwa für die Energiewende dringend benötigt werden. Nicht zu den Gewinnern zählt die EU-Landwirtschaft. Der Konkurrenzdruck für diese Branche wird durch das Abkommen nicht geringer.
https://austria.representation.ec.europa.eu/news/eu-mercosur-abkommen-vorlaufige-anwendung-ab-dem-1-mai-2026-03-23_de
https://orf.at/stories/3424701/
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
https://austria.representation.ec.europa.eu/news/eu-mercosur-abkommen-vorlaufige-anwendung-ab-dem-1-mai-2026-03-23_de
https://orf.at/stories/3424701/
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
17 Minuten
Für diese Woche habe ich zwei Themen vorbereitet. Zunächst Ungarn. Nach der Wahl von Péter Magyar zum Regierungschef stellt sich die Frage, welche Folgen das für die Wirtschaft hat. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und Österreich sind jedenfalls sehr intensiv. Konkret ist Ungarn für Österreich derzeit der siebentwichtigste Exportmarkt. Umgekehrt ist Österreich für Ungarn der viertwichtigste Handelspartner.
Insgesamt sind 1.400 österreichische Unternehmen in Ungarn aktiv. Prominente österreichische Unternehmen in Ungarn sind zum Beispiel Spar, Voestalpine, Wienerberger, die Raiffeisenbank International und die Erste Bank. Nach Deutschland zählen österreichische Unternehmen zu den zweitwichtigsten Investoren in Ungarn. Sie hoffen auf ein Ende der nationalistischen Wirtschaftspolitik.
Das zweite Thema sind die Flugpreise. Durch den Iran-Krieg explodieren die Treibstoffpreise. Der Preis für Kerosin hat sich seit dem Ausbruch des Krieges mehr als verdoppelt. Wer seinen Sommerurlaub oder vielleicht sogar schon seinen nächsten Winterurlaub im Süden plant, sollte das rasch tun, bevor die Preise noch weiter steigen. Asien sollte man dabei vermeiden. Ansonsten gilt es gerade bei Online-Buchungen mehr denn je auf das Kleingedruckte zu achten. Sonst drohen im Nachhinein böse Überraschungen.
Links zu den Themen:
https://www.wko.at/aussenwirtschaft/ungarn-wirtschaftslage
https://www.bmeia.gv.at/oeb-budapest/oesterreich-in-ungarn/wirtschaft
https://www.derstandard.at/story/3000000315084/fliegen-wird-wegen-des-iran-kriegs-immer-teurer
https://orf.at/stories/3423994/
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.
Insgesamt sind 1.400 österreichische Unternehmen in Ungarn aktiv. Prominente österreichische Unternehmen in Ungarn sind zum Beispiel Spar, Voestalpine, Wienerberger, die Raiffeisenbank International und die Erste Bank. Nach Deutschland zählen österreichische Unternehmen zu den zweitwichtigsten Investoren in Ungarn. Sie hoffen auf ein Ende der nationalistischen Wirtschaftspolitik.
Das zweite Thema sind die Flugpreise. Durch den Iran-Krieg explodieren die Treibstoffpreise. Der Preis für Kerosin hat sich seit dem Ausbruch des Krieges mehr als verdoppelt. Wer seinen Sommerurlaub oder vielleicht sogar schon seinen nächsten Winterurlaub im Süden plant, sollte das rasch tun, bevor die Preise noch weiter steigen. Asien sollte man dabei vermeiden. Ansonsten gilt es gerade bei Online-Buchungen mehr denn je auf das Kleingedruckte zu achten. Sonst drohen im Nachhinein böse Überraschungen.
Links zu den Themen:
https://www.wko.at/aussenwirtschaft/ungarn-wirtschaftslage
https://www.bmeia.gv.at/oeb-budapest/oesterreich-in-ungarn/wirtschaft
https://www.derstandard.at/story/3000000315084/fliegen-wird-wegen-des-iran-kriegs-immer-teurer
https://orf.at/stories/3423994/
Wolfgang Unterhuber ist ein leidenschaftlicher Journalist, Medienmacher und Buchautor. Seit 30 Jahren ist er Wirtschaftsjournalist - unter anderem bei WirtschaftsBlatt, Regionalmedien Austria, Kurier. In seinem Podcast CashorCrash will er zeigen, dass das Thema Wirtschaft nicht immer komplex sein muss und uns alle angeht.