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Fairteilen.Macht.Mehr Archiv

8 Episoden
53 Minuten
23.Juli 2026: In der Demokratischen Republik Kongo sind inzwischen mehr als 1.000 Menschen an Ebola gestorben. Medikamente und Impfstoffe gibt es für die aktuelle Virusvariante nicht. (tagesschau) Menschen, die sich im nördlichen Teil der Provinz Nord-Kivu mit dem Virus infizieren, sterben fast doppelt so häufig wie Betroffene in anderen Teilen des Ausbruchsgebiets. Anhaltende Konflikte, schwache Überwachung und Misstrauen in den Gemeinden verhindern, dass viele Betroffene überhaupt Gesundheitseinrichtungen erreichen, warnt das International Rescue Committee (IRC).

Dr. Nelson Kambale ist Arzt in Goma, in der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu. Felicitas Renard ist Pfarrerin und arbeitet bei difäm, dem Deutschen Institut für ärztliche Mission auf der Paul Lechler Höhe in Tübingen. Wir sprechen mit den beiden darüber, wie Gesundheitsversorgung und Rohstoffgerechtigkeit zusammenhängen, über den Umgang mit dem kolonialen Erbe im Kongo und der Rolle der Kirche. Und über Optimismus. Denn den brauch es für das unermüdliche Engagement von Menschen wie Nelson.
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Kaffee und Kolonialismus sind untrennbar miteinander verbunden. Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die europäische Kolonialmächte Belgien, Niederlande, Frankreich und Großbritannien Kaffee in ihre Kolonien, um möglichst viel daran zu verdienen. Die Kolonialmächte kontrollierten den Handel und bestimmten die Preise. Viele Kaffee produzierende Länder sind bis heute von Exporten abhängig.

Kaffee ist nach Öl der am zweithäufigsten gehandelte Rohstoff der Welt. Die Arbeitsbedingungen sind hart. Viele können kaum vom Kaffeeanbau leben. Kinderarbeit ist eine häufige Folge.

Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer: Kaffee war das erste fair gehandelte Lebensmittel, das weltweit verkauft wurde.

Wir sprechen mit dem kleinen aber feinen Tübinger Unternehmen Dona Sá – Frauen machen Kaffee Fair. Ihre Handelspartnerin ist Inês Vinci in Brasilien. Dona Sá handelt direkt und persönlich mit Kleinbäuerinnen in Brasilien. Mit ihrer kleinen Kaffeefarm ernährt sie im ökologischen Anbau ihre Familie mit drei Kindern und einige Saison-Arbeitende. Den Kaffee, den sie angebaut, gegossen und geerntet hat, können wir im CaféLädle von DonaSá in der Tübinger Sigwartstraße trinken.
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"Fairteilen.Macht.Mehr - Ressourcengerechtigkeit weltweit" war auch das Motto der diesjährigen FAIRstrickt-Aktionswochen vom 16.-26. April. Zahlreiche Tübinger Initiativen haben den ungleichen Zugang zu Rohstoffen kritisch beleuchtet und unterschiedliche Aspekte ihrer Arbeit vorgestellt. Hanna mit einigen von ihnen gesprochen.

Ihr hört:

Hanna Smitmans, FAIRstrickt-Koordinatorin, über die Bandbreite an Aktivitäten während der Aktionswochen

Johannes Lauterbach, Eine-Welt-Regionalpromotor über die Eine-Welt-Arbeit in Baden-Württemberg

Rocio Rueda Ortiz vom EpIZ Reutlingen über die Zusammenhänge von Feminismus, Frieden und Ressourcengerechtigkeit

Anna Römer und Hannes Brötz von der Meistergoldschmiede Grüngold über faires Gold
56 Minuten
Nivedita, Shalmali und Sarah haben eine gemeinsame Vision: Sie möchten schöne Textilien, Nachhaltigkeit, gute Arbeitsbedingungen und Empowerment miteinander verbinden.

In dem Textilunternehmen Kumbaya Producer Company Limited in der ländlichen Region Madhya Pradesh in Zentral-Indien arbeiten vorrangig Frauen und Personen mit Behinderungs-Erfahrung an wunderschönen Stoffen aus Recyclematerial. Das Design kommt u.a. von Sarah, die die Textilien in ihrem Laden Botho zu uns in die Tübinger Innenstadt bringt.
55 Minuten
LiberenAlBruno - Befreit Bruno - Free Bruno: So lautet die Forderung der indigenen Wayuu und internationaler Unterstützer_innen auf der Halbinsel La Guajira in Kolumbien. Der Fluss Bruno fließt durch das Abbaugebiet der Steinkohlemine El Cerrejón. Sie wird betrieben von Glencore, einem der größten multinationalen Rohstoffkonzerne der Welt mit Sitz in der Schweiz.

Aktivist_innen aus Kolumbien und Deutschland erzählen von ihrem Kampf für den Erhalt eines reichhaltigen Ökosystems, für Gesundheit und Menschenrechte gegen den internationalen Kohlehunger.
1 Minute
Wir sprechen mit Bia aus der Region Mato Grosso in Brasilien und Anuk in Tübingen – zwei junge Aktivistinnen und dazu gute Freundinnen.

Vom jeweils anderen Ende der Weltkugel engagieren sie sich für einen gerechten und ökologischen Zugang zu Land. Denn das wird knapp in Brasilien und das Agrobusiness ist weiter auf dem Vormarsch. Reis, der in Brasilien täglich auf den Teller kommt, soll vor allem Rendite abwerfen und die agroindustriellen Großbetriebe auf dem Weltmarkt im Rennen halten. Die brasilianische Jugend setzt nun den Kampf der Landlosenbewegung fort: denn seit ihrer Entstehung in den 70er Jahren haben sich die Verhältnisse weiter verschärft...
56 Minuten
Wir sprechen mit Raquel Cayap Tapuy von Kallari Futuro und Geovanny Grefa von der Kooperative Kallari in Ecuador über Schokolade. Sie erzählen vom Wachsen der Kakao-Pflanzen in Waldgärten, der Produktion der Schokolade vor Ort und ihren Verkauf in Tübingen. Wir hören, wie sie sich als indigene Gemeinschaft wirtschaftlich behaupten und gleichzeitig ihre Traditionen und ihr Wissen bewahren und weiterentwickeln.Die Tübinger Schokolade wird hergestellt von der Kooperative Kallari. Kallari Futuro GmbH ist die direkte Verbindung zu den Menschen, die und zu dem Ort, an dem sie hergestellt wird: vom Amazonas-Gebiet in Ecuador nach Tübingen. 

Mit beim Interview dabei sind Raquels Tochter Sua und Pablo, deutscher Freiwilliger bei Kallari in Ecuador.
18 Minuten
Was bedeutet eigentlich Ressourcengerechtigkeit? Und wie versuchen Menschen im Globalen Norden und Süden sich diesem Ideal anzunähern?

Hanna erzählt im Interview von den Hintergründen und Zielen der Podcastreihe.
Fairteilen.Macht.Mehr

Fairteilen.Macht.Mehr

Ein Podcast über Ressourcengerechtigkeit