Skeptitalk
Der einzig wahre skeptische Podcast der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mit dem legendären Blogger Onkel Michael.
Skeptitalk Teaser
26. September 2025
Der einzig wahre skeptische Podcast der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mit dem legendären Blogger Onkel Michael.
Skeptitalk Teaser
26. September 2025
Podcaster
Episoden
24.08.2026
1 Stunde 3 Minuten
HIER gehts zum Buch HIER gehts zum Vorpolitisch-Podcast HIER könnt ihr Mitglied der GWUP werden
Was haben die Neue Rechte, religiöser Fundamentalismus und Islamismus miteinander gemeinsam? In dieser Folge des Skepti-Talks spreche ich mit dem Philosophen Sebastian Schnelle über sein neues Buch Gemeinsam gegen die moderne Welt. Seine zentrale These: Hinter scheinbar gegensätzlichen Bewegungen verbirgt sich eine erstaunlich ähnliche Ablehnung der Moderne – von Aufklärung und Wissenschaft über gesellschaftlichen Pluralismus bis hin zur offenen Gesellschaft.
Wir sprechen darüber, warum der Verlust vermeintlich fester Wahrheiten und Ordnungen antimoderne Sehnsüchte befördert und verfolgen deren ideengeschichtliche Wurzeln von Helena Blavatsky, Rudolf Steiner und René Guénon über Julius Evola und die Konservative Revolution bis zur heutigen Neuen Rechten. Parallel dazu geht es um die Entstehung des modernen Islamismus bei Hassan al-Banna und Sayyid Qutb sowie um die überraschenden Gemeinsamkeiten beider Denktraditionen: Niedergangserzählungen, Kulturpessimismus, restriktive Sexualmoral und die Sehnsucht nach einer vermeintlich ursprünglichen Ordnung.
Zum Schluss diskutieren wir Karl Poppers Idee der offenen Gesellschaft und die Frage, wie eine liberale Demokratie ihre Gegner abwehren kann, ohne selbst illiberal zu werden. Sebastian Schnelles Fazit fällt trotz aller Gefahren vorsichtig optimistisch aus: Demokratie braucht Engagement, eine starke Zivilgesellschaft – und manchmal auch etwas mehr Gelassenheit.
Was haben die Neue Rechte, religiöser Fundamentalismus und Islamismus miteinander gemeinsam? In dieser Folge des Skepti-Talks spreche ich mit dem Philosophen Sebastian Schnelle über sein neues Buch Gemeinsam gegen die moderne Welt. Seine zentrale These: Hinter scheinbar gegensätzlichen Bewegungen verbirgt sich eine erstaunlich ähnliche Ablehnung der Moderne – von Aufklärung und Wissenschaft über gesellschaftlichen Pluralismus bis hin zur offenen Gesellschaft.
Wir sprechen darüber, warum der Verlust vermeintlich fester Wahrheiten und Ordnungen antimoderne Sehnsüchte befördert und verfolgen deren ideengeschichtliche Wurzeln von Helena Blavatsky, Rudolf Steiner und René Guénon über Julius Evola und die Konservative Revolution bis zur heutigen Neuen Rechten. Parallel dazu geht es um die Entstehung des modernen Islamismus bei Hassan al-Banna und Sayyid Qutb sowie um die überraschenden Gemeinsamkeiten beider Denktraditionen: Niedergangserzählungen, Kulturpessimismus, restriktive Sexualmoral und die Sehnsucht nach einer vermeintlich ursprünglichen Ordnung.
Zum Schluss diskutieren wir Karl Poppers Idee der offenen Gesellschaft und die Frage, wie eine liberale Demokratie ihre Gegner abwehren kann, ohne selbst illiberal zu werden. Sebastian Schnelles Fazit fällt trotz aller Gefahren vorsichtig optimistisch aus: Demokratie braucht Engagement, eine starke Zivilgesellschaft – und manchmal auch etwas mehr Gelassenheit.
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10.08.2026
42 Minuten
HIER kommt ihr zum Paper des GWUP-Wissenschaftsrates. HIER könnt ihr der GWUP beitreten.
In dieser Folge sprechen wir mit Christian Weymayr und Rainer Rosenzweig aus dem Wissenschaftsrat der GWUP über eine Stellungnahme mit dem Titel „Das Versagen der evidenzbasierten Medizin bei der Prüfung von alternativ- und komplementärmedizinischen Maßnahmen“. Wir ordnen ein, warum uns dieses Thema beschäftigt und wie es zu der Diskussion im Wissenschaftsrat gekommen ist.
Wir erklären zunächst, warum evidenzbasierte Medizin grundsätzlich wichtig ist: Sie soll Wirksamkeit, Nutzen und Schaden von Behandlungen mit hochwertigen klinischen Studien prüfen. Gleichzeitig diskutieren wir, dass dieses Vorgehen bei Verfahren mit unplausiblem Wirkprinzip problematisch werden kann, weil schon die Studienfrage selbst möglicherweise ungeeignet ist.
Wir besprechen, warum bei Alternativmedizin trotz schwacher Plausibilität oft positive Studienergebnisse auftauchen. Genannt werden methodische Schwächen, Zufall, falsch positive Resultate und die Schwierigkeit, Studien in der Praxis sauber zu bewerten. Anhand von Homöopathie machen wir deutlich, dass Studienergebnisse ohne Blick auf das Hintergrundwissen missverständlich sein können.
Wir arbeiten heraus, dass für die Einordnung nicht nur Studien, sondern auch Physik, Chemie, Pharmakologie und Physiologie relevant sind. An Beispielen wie Homöopathie und Akupunktur zeigen wir, dass bei sehr unwahrscheinlichen oder schwer verblindbaren Verfahren besonders hohe Anforderungen an die Belege gelten müssen.
Abschließend sprechen wir darüber, dass diese Diskussion auch für Politik, Medien und die öffentliche Wahrnehmung wichtig ist. Wir wünschen uns, dass bei solchen Fragen stärker auf Plausibilität und wissenschaftliches Hintergrundwissen geachtet wird, statt unkritisch auf Studien zu verweisen.
In dieser Folge sprechen wir mit Christian Weymayr und Rainer Rosenzweig aus dem Wissenschaftsrat der GWUP über eine Stellungnahme mit dem Titel „Das Versagen der evidenzbasierten Medizin bei der Prüfung von alternativ- und komplementärmedizinischen Maßnahmen“. Wir ordnen ein, warum uns dieses Thema beschäftigt und wie es zu der Diskussion im Wissenschaftsrat gekommen ist.
Wir erklären zunächst, warum evidenzbasierte Medizin grundsätzlich wichtig ist: Sie soll Wirksamkeit, Nutzen und Schaden von Behandlungen mit hochwertigen klinischen Studien prüfen. Gleichzeitig diskutieren wir, dass dieses Vorgehen bei Verfahren mit unplausiblem Wirkprinzip problematisch werden kann, weil schon die Studienfrage selbst möglicherweise ungeeignet ist.
Wir besprechen, warum bei Alternativmedizin trotz schwacher Plausibilität oft positive Studienergebnisse auftauchen. Genannt werden methodische Schwächen, Zufall, falsch positive Resultate und die Schwierigkeit, Studien in der Praxis sauber zu bewerten. Anhand von Homöopathie machen wir deutlich, dass Studienergebnisse ohne Blick auf das Hintergrundwissen missverständlich sein können.
Wir arbeiten heraus, dass für die Einordnung nicht nur Studien, sondern auch Physik, Chemie, Pharmakologie und Physiologie relevant sind. An Beispielen wie Homöopathie und Akupunktur zeigen wir, dass bei sehr unwahrscheinlichen oder schwer verblindbaren Verfahren besonders hohe Anforderungen an die Belege gelten müssen.
Abschließend sprechen wir darüber, dass diese Diskussion auch für Politik, Medien und die öffentliche Wahrnehmung wichtig ist. Wir wünschen uns, dass bei solchen Fragen stärker auf Plausibilität und wissenschaftliches Hintergrundwissen geachtet wird, statt unkritisch auf Studien zu verweisen.
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27.07.2026
46 Minuten
Links: Hier kommt ihr zu Mathis Buch und hier könnt ihr der GWUP beitreten.
Kapitel: 0:11 Skepsis und Alternativmedizin 2:36 Philosophie statt Wirksamkeit 6:53 Kein Glaube, sondern Wissenschaft 10:23 Polemik oder sachliche Debatte 14:35 Warum überzeugt das so? 15:53 Hahnemanns skeptische Wurzeln 23:10 Steiners Geistphilosophie 26:30 Geist, Bewusstsein und Moderne 34:52 Wirkt das auch bei Tieren? 37:12 Die Kernaussage des Buches 38:58 Mit Gedankenexperimenten argumentieren
Summary:
In dem Gespräch stellt der Philosoph Mathis Lessau sein Buch zu den philosophischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen von Homöopathie und anthroposophischer Medizin vor. Er erklärt, dass ihn vor allem die theoretischen Rechtfertigungen dieser Verfahren interessieren, also die Weltbilder und Argumentationsmuster, mit denen sie als wissenschaftlich dargestellt werden. Lessau beschreibt die historischen Bezüge der Homöopathie zu Hahnemann und Humes Skepsis gegenüber Kausalität sowie die anthroposophische Medizin bei Steiner als noch stärker auf geistige Grundannahmen gestützt. Gegenüber Kritik plädiert er dafür, solche Positionen zunächst fair zu rekonstruieren und die Debatte sachlich zu führen, statt polemisch zu argumentieren.
Kapitel: 0:11 Skepsis und Alternativmedizin 2:36 Philosophie statt Wirksamkeit 6:53 Kein Glaube, sondern Wissenschaft 10:23 Polemik oder sachliche Debatte 14:35 Warum überzeugt das so? 15:53 Hahnemanns skeptische Wurzeln 23:10 Steiners Geistphilosophie 26:30 Geist, Bewusstsein und Moderne 34:52 Wirkt das auch bei Tieren? 37:12 Die Kernaussage des Buches 38:58 Mit Gedankenexperimenten argumentieren
Summary:
In dem Gespräch stellt der Philosoph Mathis Lessau sein Buch zu den philosophischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen von Homöopathie und anthroposophischer Medizin vor. Er erklärt, dass ihn vor allem die theoretischen Rechtfertigungen dieser Verfahren interessieren, also die Weltbilder und Argumentationsmuster, mit denen sie als wissenschaftlich dargestellt werden. Lessau beschreibt die historischen Bezüge der Homöopathie zu Hahnemann und Humes Skepsis gegenüber Kausalität sowie die anthroposophische Medizin bei Steiner als noch stärker auf geistige Grundannahmen gestützt. Gegenüber Kritik plädiert er dafür, solche Positionen zunächst fair zu rekonstruieren und die Debatte sachlich zu führen, statt polemisch zu argumentieren.
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13.07.2026
1 Stunde 39 Minuten
Wie entsteht eine Verschwörungstheorie? Und warum halten sich manche Lügen über Jahrtausende?
In dieser Folge begeben wir uns auf eine historische Spurensuche – von der antiken Metropole Alexandria über das mittelalterliche Europa bis in die sozialen Netzwerke der Gegenwart. Wir verfolgen die Geschichte der Ritualmordlegende, einer der langlebigsten und folgenreichsten antisemitischen Verschwörungserzählungen überhaupt, und zeigen, wie sich ihre Motive über mehr als zweitausend Jahre hinweg immer wieder neu erfunden haben.
Dabei geht es nicht nur um Geschichte. Es geht auch um die Psychologie von Gerüchten, Propaganda und Verschwörungserzählungen – und um die Frage, weshalb sie bis heute so wirkungsvoll sind.
Eine dokumentarische Reise durch Geschichte, Psychologie und Mediengeschichte – und ein Blick darauf, warum historisches Wissen helfen kann, Manipulation in der Gegenwart besser zu erkennen. HIER könnt ihr der GWUP beitreten HIER könnt ihr den Skeptiker abonnieren
In dieser Folge begeben wir uns auf eine historische Spurensuche – von der antiken Metropole Alexandria über das mittelalterliche Europa bis in die sozialen Netzwerke der Gegenwart. Wir verfolgen die Geschichte der Ritualmordlegende, einer der langlebigsten und folgenreichsten antisemitischen Verschwörungserzählungen überhaupt, und zeigen, wie sich ihre Motive über mehr als zweitausend Jahre hinweg immer wieder neu erfunden haben.
Dabei geht es nicht nur um Geschichte. Es geht auch um die Psychologie von Gerüchten, Propaganda und Verschwörungserzählungen – und um die Frage, weshalb sie bis heute so wirkungsvoll sind.
Eine dokumentarische Reise durch Geschichte, Psychologie und Mediengeschichte – und ein Blick darauf, warum historisches Wissen helfen kann, Manipulation in der Gegenwart besser zu erkennen. HIER könnt ihr der GWUP beitreten HIER könnt ihr den Skeptiker abonnieren
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22.06.2026
36 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über die Geschichte von Kurpfuscherei, Quacksalberei und anderen Formen der Pseudomedizin. Wir zeigen, dass Heilversprechen und zweifelhafte Behandlungen seit sehr langer Zeit existieren und dass Menschen immer wieder Hoffnung in Zeiten von Krankheit, Schmerz und Unsicherheit suchen.
Wir erklären die Begriffe Kurpfuscher und Quacksalber und beschreiben, wie sich viele dieser Anbieter nicht nur als Behandler, sondern auch als geschickte Verkäufer inszenierten. Als frühes Beispiel nennen wir Theriak, das vom Gegengift zum angeblichen Universalheilmittel wurde. Auch Gesundbeten wird als historisches Beispiel dafür beschrieben, wie Krankheit moralisch oder religiös gedeutet wurde.
Anhand vieler Beispiele aus Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit zeigen wir, wie stark Inszenierung, Werbung und öffentliche Vorführungen schon damals waren. Dazu gehören spektakuläre Auftritte, erfundene Titel, vermeintliche Wunderheilungen, Harnschau als Theater und öffentliche Eingriffe wie Zahnziehen. Wir erwähnen auch, dass manche Beschwerden von selbst besser werden oder auf Erwartungseffekte reagieren konnten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der rechtlichen Entwicklung. Wir sprechen über Medizinalordnungen, die Heilkunde regeln sollten, über ihre begrenzte Durchsetzung und über die Kurierfreiheit ab 1869, die Heilen für fast alle erlaubte. Danach nahmen Zahl und Vielfalt nicht approbierter Behandler deutlich zu, gleichzeitig wuchs der Gesundheitsmarkt mit intensiver Werbung.
Zum Schluss behandeln wir die Entstehung des Heilpraktikerwesens durch das Heilpraktikergesetz von 1939 und erklären, welche Voraussetzungen und Prüfungen heute dafür gelten. Wir halten fest, dass sich die Methoden ändern, die Grundmuster aber gleich bleiben: Menschen vertrauen weiterhin einfachen Heilversprechen, weshalb Aufklärung und kritisches Denken wichtig bleiben.
Links: Hier kannst Du der GWUP beitreten Hier kannst Du die "Zehn knallharten Fakten über Heilpraktiker" herunterladen
Wir erklären die Begriffe Kurpfuscher und Quacksalber und beschreiben, wie sich viele dieser Anbieter nicht nur als Behandler, sondern auch als geschickte Verkäufer inszenierten. Als frühes Beispiel nennen wir Theriak, das vom Gegengift zum angeblichen Universalheilmittel wurde. Auch Gesundbeten wird als historisches Beispiel dafür beschrieben, wie Krankheit moralisch oder religiös gedeutet wurde.
Anhand vieler Beispiele aus Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit zeigen wir, wie stark Inszenierung, Werbung und öffentliche Vorführungen schon damals waren. Dazu gehören spektakuläre Auftritte, erfundene Titel, vermeintliche Wunderheilungen, Harnschau als Theater und öffentliche Eingriffe wie Zahnziehen. Wir erwähnen auch, dass manche Beschwerden von selbst besser werden oder auf Erwartungseffekte reagieren konnten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der rechtlichen Entwicklung. Wir sprechen über Medizinalordnungen, die Heilkunde regeln sollten, über ihre begrenzte Durchsetzung und über die Kurierfreiheit ab 1869, die Heilen für fast alle erlaubte. Danach nahmen Zahl und Vielfalt nicht approbierter Behandler deutlich zu, gleichzeitig wuchs der Gesundheitsmarkt mit intensiver Werbung.
Zum Schluss behandeln wir die Entstehung des Heilpraktikerwesens durch das Heilpraktikergesetz von 1939 und erklären, welche Voraussetzungen und Prüfungen heute dafür gelten. Wir halten fest, dass sich die Methoden ändern, die Grundmuster aber gleich bleiben: Menschen vertrauen weiterhin einfachen Heilversprechen, weshalb Aufklärung und kritisches Denken wichtig bleiben.
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Über diesen Podcast
Der einzig wahre skeptische Podcast der Gesellschaft zur
wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mit
dem legendären Blogger Onkel Michael. Wir widmen uns vielen
verschiedenen Themen aus dem Bereich der Parawissenschaften und
berichten, was wirklich dahinter steckt. Egal ob die so genannte
Alternativmedizin, Verschwörungstheorien oder andere Mythen: wir
sagen euch Bescheid!
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