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LandAussichten Archiv

53 Episoden
37 Minuten
Selbst sind die Kneipengäste! Vielerorts sind Kneipen und Gaststätten auf dem Land aufgrund von Personalmangel, fehlender Nachfolge oder steigenden Kosten von Schließung bedroht. DEHOGA, der deutsche Hotel- und Gaststättenverband berichtete jüngst über einen erheblichen Rückgang von Kneipen und Schankwirtschaften: Von 32.300 Betrieben im Jahr 2013 waren 2021 nur noch ca. 19.200 übrig (https://www.dehoga-bundesverband.de/zahlen-fakten/dehoga-zahlenspiegel/). Obwohl die Corona-Pandemie hieran einen wesentlichen Anteil hatte, ließ sich das leise Sterben der Kneipen und Gaststätten auch in den Jahren vorher schon beobachten.

Insbesondere auf dem Land nehmen aber immer mehr Bewohner:innen diesen drohenden Wegfall wichtiger sozialer Treffpunkte für Vereine, Stammtische oder Freund:innen nicht mehr tatenlos hin. In der jüngeren Vergangenheit haben sich daher Menschen überall im Land auf den Weg gemacht, durch die Gründung von Genossenschaften ihre Kneipen und Gaststätten zu erhalten.

Eine von ihnen ist Kerstin Höhn, die sich mit anderen Mitstreiter:innen zusammengeschlossen hat, um die VolksWirtschaft Lindenhof (https://volkswirtschaft-lindenhof.de/), eine genossenschaftliche Kneipe in Bärstadt, westlich von Wiesbaden zu gründen. Unser zweiter Gast Joschka Moldenhauer von der Universität Köln arbeitet aktuell an seiner Dissertation, die sich mit der Rolle von Genossenschaftskneipen und -gaststätten für die Regionalentwicklung und die lokale Daseinsvorsorge befasst. Er ist außerdem Mitglied der Genossenschaftskneipe Trink-Genosse (https://trink-genosse.de/) in Köln-Ehrenfeld. Beide bringen spannende Einblicke und Perspektiven auf den Alltag und die Relevanz von Genossenschaftskneipen aus Praxis und Forschung mit.

In unserem Gespräch ging es unter anderem darum, was es für eine lebendige Kneipe auf dem Dorf heute braucht und wie es zur Gründung der VolksWirtschaft Lindenhof kam. Darüber hinaus waren auch die Vorteile einer Organisation als Genossenschaft, Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Genossenschaftskneipen und den zentralen Herausforderungen bei Gründung und Betrieb der Kneipen Thema.

Nähere Informationen zum Gewinn des Demografiepreises Hessen 2023 durch die VolksWirtschaft Lindenhof erhaltet ihr hier: https://staatskanzlei.hessen.de/unsere-themen/demografie/demografie-preis-2023.

Ein alter Radiobeitrag von hr3 aus den Anfangstagen der VolksWirtschaft Lindenhof findet sich unter: https://www.youtube.com/watch?v=vKRalIYh9lU

Falls ihr noch weiter ins Thema einsteigen wollt, findet ihr unter https://genosem.uni-koeln.de/de/team/wissenschaftliche-mitarbeiter/joschka-moldenhauer-msc/genossenschaftliche-gaststaetten eine Übersicht der Publikationen von Joschka Moldenhauer im Themenfeld genossenschaftlicher Gaststätten.  
42 Minuten
In unserer neuen Folge von LandAussichten haben wir Stefan Kämper, stellvertretender Leiter der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) und Leiter des Fachbereichs „Region und Dorf“ eingeladen, um mit Mareike Meyn (AHA) über die Arbeit der DVS zu sprechen. Besprochen haben wir u.a. was gelungene Regionalentwicklung für Stefan bedeutet, welche aktuellen Projekte Stefan uns sein Team beackern, den Förderansatz LEADER und wie genau Regionen daran partizipieren können.

Übrigens: Die DVS hat seit 2023 auch den Auftrag, alle Akteure, die an dem deutschen Strategieplan der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) arbeiten zu vernetzen https://www.dvs-gap-netzwerk.de/service/ueber-uns/ So sind neben dem bisherigen Schwerpunkt ländliche Entwicklung auch weitere Bereiche wie die Unterstützung landwirtschaftlicher Unternehmen im Rahmen von Direktzahlungen, Agrarumweltmaßnahmen, Öko-Regelungen und Sektorprogramme der GAP als Aufgabenfeld in der DVS verortet. Deshalb heißt die DVS nun auch „Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die gemeinsame Agrarpolitik der EU“

Ein europäisches Förderinstrument in der ländlichen Entwicklung ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) aus der GAP. In Deutschland ist hier die DVS der Knotenpunkt für alle beteiligten Akteure. https://www.dvs-gap-netzwerk.de/foerderung/gemeinsame-agrarpolitik-der-eu-2023-2027/umsetzung-der-eu-agrarfoerderung-in-den-laendern/

Weitere Informationen zum Maßnahmenprogramm Liaison Entre Actions de Développement de l'Économie Rurale, kurz LEADER gibt es hier: https://www.dvs-gap-netzwerk.de/dorf-region/leader/leader-im-detail/der-weg-zum-leader-projekt/  Damit verfolgt die EU den Ansatz, den ländlichen Räumen mehr Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten für ihre eigene Entwicklung zu geben. Innovative und modellhafte Projekte sollen sich an lokalen Entwicklungsstrategien orientieren und in Aktionsgruppen vor Ort erarbeitet und dann finanziell gefördert werden. Transnationale Zusammenarbeit ist dabei auch möglich.

Das angesprochene EU-toolkit für Fördermittel zur ländlichen Entwicklung ist hier zu finden: https://rural-vision.europa.eu/action-plan/cross-cutting/toolkit_en

Die dvs-Zeitschrift "LandInForm" ist ein praxisnahes Magazin zur ländlichen Entwicklung. Viermal im Jahr stellt es Projekte vor und berichtet über Entwicklungen in Forschung, Politik und Gesellschaft. Das kostenlose Abo lohnt sich: https://www.dvs-gap-netzwerk.de/service/publikationen/zeitschrift-landinform/aktuelle-ausgaben/
33 Minuten
Der Printkrise trotzen und einfach mal eine Zeitung im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern starten?!? - Das macht Katapult MV ziemlich erfolgreich.  Dabei sind die Aussichten nicht gerade rosig: Laut einer Studie im Auftrag des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (Quelle: http://tinyurl.com/5w5c47kh) werden bereits im Jahr 2025 ca. 40% der Gemeinden in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich mit Printzeitungen belieferbar sein. Gleichzeitig sind viele Lokalzeitungen in ländlichen Räumen mit rückläufigen Abonnementzeitungen konfrontiert und dazu gezwungen, Angebote zu reduzieren (Quelle: http://tinyurl.com/yc6c8xvt). Dabei kommt Lokalzeitungen, insbesondere auch in ländlichen Räumen eine wichtige Funktion zu, um Öffentlichkeit herzustellen, die gemeinsame lokale Identität zu stärken und Politik und Wirtschaft vor Ort zu kontrollieren. Daher haben wir uns in unserer neuen Folge LandAussichten die Frage gestellt: Wie geht es weiter mit dem Journalismus auf dem Land?

In unserer zweiten Podcastfolge in 2024 dürfen wir Patrick Hinz begrüßen. Er ist Chefredakteur von Katapult MV, (https://katapult-mv.de/), einer Regional- und Lokalzeitung in Mecklenburg-Vorpommern, die sich vor zwei Jahren aus dem Katapult Magazin gegründet hat.

Der Printkrise zum Trotz erscheint Katapult MV sowohl als gedrucktes Exemplar als auch digital. Von Schülerzeitungen, LNG-Terminals, rechten Strukturen und Naturschutzgebieten widmet sich Katapult MV allen Themen, die den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern unter den Nägeln brennen – wie gewohnt mit kreativen und auffälligen Grafiken und Karten.

In unserem Gespräch ging es unter anderem um die Frage, was ein:e gut:e Lokaljournalist:in heute können muss, wie man junge Menschen als Leser:innen gewinnen kann und wie die Redaktion mit Bedrohungen durch Rechtsextreme umgeht. Für einen zukunftsfähigen Journalismus auf dem Land braucht es für Patrick Hinz insbesondere auch eins: Menschen, die Bock darauf haben. Insbesondere solche, die die Situation und Menschen vor Ort kennen, nah an den Themen dran sind und die nötige Glaubwürdigkeit mitbringen, um einen wichtigen Beitrag zur lokalen Demokratie leisten zu können.

Über das neu gegründete Recherchenetzwerk könnt Ihr euch unter https://katapult-mv.de/thema/kaktus informieren. Das Land Ü-Ei, das Patrick uns mitgebracht hat, ist der Gagenfonds aus der Kulturförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Über den Fonds können kleinere Bands und Festivals in und aus MV Förderungen erhalten. (https://www.popkw.de/gagenfonds/)
29 Minuten
Die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Studie zeigt erschreckende Zahlen: Immer mehr Deutsche befürworten die Diktatur (2023 8 % vs. 2-4 % in 2014-2021), nur noch die Hälfte der Bevölkerung vertraut den staatlichen Institutionen und menschenfeindliche Einstellungen sind auf einem Höchstniveau.  Die Ländlichen Räume gelten dabei als Ballungspunkte für Menschen mit rechtsextremem Gedankengut. Was dahinter steckt, wie sich dieses zeigt und was wir dagegen tun können, erläutert uns Franziska Holze, Projektkoordinatorin und Bildungsreferentin bei der Andreas Hermes Akademie, in zwei Folgen.

In der ersten Folge sprachen wir mit Franziska Holze über die Hintergründe zu Rechtsextremismus in den Ländlichen Räumen und erfuhren an dem Beispiel der Völkischen Siedler wie dieser aussieht.

An verschiedenen Beispielen, wie etwa den Junggärtner:innen, der Gruppe „beherzt“ aus dem Landkreis Uelzen oder dem Görlitzer Verein „Augen auf“, erklärt sie, wie die Zivilgesellschaft in den Ländlichen Räumen auf rechtsextremistische Bewegungen reagieren kann (vergleiche: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2021/02/Land-unter-Internet.pdf).

Der Schlüssel liegt laut Franziska Holze darin, erst einmal die Schweigespirale zu durchbrechen: Aufmerksam sein, auf das Bauchgefühl hören, sich mit anderen austauschen und beratschlagen sowie Rat bei Expertinnen und Experten wie Bürgerbündnissen zu suchen, könnten wichtige Schritte sein.

Schließlich spricht sie auch über ihre persönliche Arbeit im Projekt „Abgehängt? Eingeholt! Jung, ländlich & vielfältig“ und die Rolle der Demokratiebildung, insbesondere in den ländlichen Räumen. Zum Abschluss beantwortet Franziska die Frage: Welche Kernbotschaften sollte man im Umgang mit menschenverachtendem Gedankengut beachten?

Ein Essay vom erwähnten Soziologen Oscar Negt darüber, dass Demokratinnen und Demokraten nicht vom Himmel fallen, ist hier zu finden: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/31315/demokratie-als-lebensform-mein-achtundsechzig-essay/
34 Minuten
Die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt erschreckende Zahlen: Immer mehr Deutsche befürworten die Diktatur (7 % in 2023 vs. 2-4 % in 2014-2021), nur noch die Hälfte der Bevölkerung vertraut den staatlichen Institutionen und menschenfeindliche Einstellungen sind auf einem Höchstniveau. Die detaillierten Informationen und Zahlen sind hier zu nachzulesen: https://www.fes.de/referat-demokratie-gesellschaft-und-innovation/gegen-rechtsextremismus/mitte-studie-2023. Die Ländlichen Räume gelten dabei als Ballungspunkte für Menschen mit rechtsextremem Gedankengut. Was dahinter steckt, wie sich dieses zeigt und was wir dagegen tun können, erläutert uns Franziska Holze, Projektkoordinatorin und Bildungsreferentin bei der Andreas Hermes Akademie, in zwei Folgen.

In der ersten Folge klärt Franziska uns über Grundbegriffe im Zusammenhang mit menschenverachtenden Einstellungen und Extremismus auf. Sie geht dabei auf Sozialdarwinismus und Chauvinismus ein und erklärt, wieso die Hufeisentheorie zu Links- und Rechtsextremismus vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Mitte-Studie keinen Bestand mehr hat. Darauf aufbauend thematisieren wir unterschiedliche Formen und Ausprägungen des Rechtsextremismus und welche von ihnen besonders in den Ländlichen Räumen angesiedelt sind. Am Beispiel der Völkischen Siedler besprechen wir die zugrundeliegenden Ideologien und Lebensformen sowie Strategien, wie diese von den Völkischen Siedlern verbreitet werden (vergleiche: Amadeu Antonio Stiftung zu Völkischen Siedlungsbewegungen: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/fachstelle/analyse-und-hintergrundinformationen/voelkischer-rechtsextremismus-im-laendlichen-raum/). Im Fokus stellen wir dabei immer wieder die Frage: Warum sind die Ländlichen Räume für Menschen mit rechtsextremem Gedankengut attraktiv? Was macht die Ländlichen Räume für ihre Strategien so anfällig? Weitere Informationen dazu, finden Sie unter anderem hier: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783839451083-008/html?lang=de oder zu Reichsbürgern in Rheinland-Pfalz hier: https://taz.de/Rechte-Esoterik-auf-dem-Land/!5972380/

Im Laufe des Podcast kamen wir auch auf die Gefahren durch die Völkischen Siedler zu sprechen. Franziska Holze betont, dass ihre Strategien langfristig ausgelegt sind und eine Verharmlosung derer zu einer Ausbreitung demokratiefeindlicher Einstellungen führe.

In der nächsten Folge sprechen wir noch einmal mit Franziska und erfahren, wie die Zivilgesellschaft in den Ländlichen Räumen auf diese Gefahren für unsere Demokratie reagieren kann!
29 Minuten
In unserer neuen Folge von LandAussichten hat unser Neuzugang Louis Schlag von der Andreas Hermes Akademie Julia Paaß zu Gast. Sie ist Mitinitiatorin des Netzwerk Zukunftsorte, ein Netzwerk, in dem sich eine Vielzahl gemeinschaftlicher Arbeits- und Wohnprojekte auf dem Land organisieren. Die Projekte befinden sich in Gehöften, Bahnhöfen oder Gütern und hauchen ehemals leerstehenden, regional wichtigen Orten, neues Leben ein. Das Netzwerk tritt dabei für neue Projektgruppen als Berater und Brückenbauer auf, das Wissen aus eigenen Erfahrungen weitergibt und bei der Suche nach passenden Immobilien vermittelt.

Im gemeinsamen Gespräch stand die Arbeit, Philosophie und Vision des Netzwerk Zukunftsorte im Vordergrund. Dabei ging es unter anderem um die Frage, welche Herausforderungen im Gründungsprozess auftreten, wie eine Integration der Projektgruppen in die Dorfgemeinschaften gelingen kann und welche Rolle Zukunftsorte in der Zukunft der ländlichen Räume spielen.

Hintergrund:

In vielen ländlichen Regionen stellen landwirtschaftliche Betriebe ihre Aktivität ein. Während Ende 2020 ca. 262.800 Betriebe existierten, waren es Ende 2010 noch ca. 36.000 mehr. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Gaststätten ab. So schlossen von 2014 bis 2021 über 35 % der Kneipen und Gasthöfe ihre Pforten, davon viele in Dörfern und ländlichen Gemeinden (s. https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Landwirtschaftliche-Betriebe/Tabellen/ausgewaehlte-merkmale-zv.html#fussnote-1-122840; Publikation „Neu im Dorf“, Berlin-Institut, S.31).

Zurück bleiben oft leere Immobilien, die für viele Anwohner:innen ein regelmäßiger Treffpunkt im Alltag oder Beschäftigungsort waren. Aufgrund ihrer zentralen Lage prägen die Gebäude das Ortsbild und erinnern an den Glanz vergangener Tage. Der Verfall dieser Gebäude trifft viele Anwohner:innen daher auch auf einer sehr persönlichen Ebene. Aus Brandenburg hat sich seit einigen Jahren das Netzwerk Zukunftsorte auf den Weg gemacht, diese teils verstaubten Schätze wieder aufzupolieren.

Neugierig geworden? Hier findet Ihr noch einige weitergehende Infos zum Netzwerk Zukunftsorte und den angesprochenen Projekten und Förderprogrammen:

Zur Website und Arbeit des Netzwerk Zukunftsorte: https://zukunftsorte.land/

Zur Wissensplattform des Netzwerk Zukunftsorte, auf der sich Projektgruppen und -interessierte über die verschiedenen Gründungsphasen informieren können: https://wissen.zukunftsorte.land/

Zur Vision 2030 sowie den Handlungsempfehlungen an die Politik, um die Rahmenbedingungen zur Gründung von Zukunftsorten zu erleichtern: https://zukunftsorte.land/netzwerk-verein/vision-und-kriterien#vision2030

Tiefer ins Thema? In der Publikation „Neu im Dorf - Wie der Zuzug das Leben auf dem Land verändert“ des Berlin-Instituts geht es um das Thema neue Landlust und was der Zuzug für die Dörfer bedeutet:  https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/neu-im-dorf/

Zum Förderprogramm Neulandgewinner des Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. und des Neuland gewinnen e.V.: https://neulandgewinner.de/. Finanziert durch die Robert Bosch Stiftung, die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie die ostdeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Regelmäßig veranstaltet das Netzwerk Zukunftsorte auch sogenannte Leerstand Safaris. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Videobeitrag: https://www.youtube.com/watch?v=LRPVXQ7pY_Y oder in unserem Schon gewusst ... ?-Beitrag.
39 Minuten
Ob geringe Bevölkerungsdichte, Distanzen, Topografie, Natur- und Landschaftsschutz oder große Netzlücken – im ländlichen Raum steht die Mobilitätswende vor ganz eigenen Herausforderungen.

In unserer neuen Folge von LandAussichten haben wir Jan Strehmann, Referatsleiter für Mobilität und Wirtschaft (Deutscher Städte- und Gemeindebund) eingeladen, um mit Mareike Meyn (Andreas Hermes Akademie) über Mobilität auf dem Land zu sprechen. Besprochen haben wir u. a. die Rolle der Kommunen bei der Verkehrsplanung und der Gestaltung der Mobilitätswende, warum das Deutschlandticket alleine nicht ausreicht, um mehr Menschen auf dem Land in Busse und Bahnen zu lenken, welche Mobilitätskonzepte für die zukünftige Mobilität besonders vielversprechend sind, wie der Radwegenetzausbau vorankommt und was wir von unseren europäischen Nachbarn lernen können.

Neugierig geworden? Hier findet ihr noch einige weitergehende Infos zu den angesprochenen Themen, falls euer Wissenshunger mit der Folge erst so richtig angeregt wurde:

Mobilitätsverhalten und -bedürfnisse in ländlichen Räumen: https://www.bpb.de/themen/stadt-land/laendliche-raeume/335912/laendliche-mobilitaet/

Artikel des Städte- und Gemeindebundes zum Thema Mobilität: https://www.dstgb.de/themen/mobilitaet/ und ländliche Räume: https://www.dstgb.de/themen/laendliche-raeume/

Präsentation von Jan Strehmann zum Thema ÖPNV-Ausbau in ländlichen Räumen: https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Veranstaltungen/2023/Bedarfsverkehr_I___II/20230515_Bedarfsverkehr_Praesentation_Strehmann.pdf

Weitere Informationen zu Linienbedarfsverkehren: https://www.dstgb.de/themen/mobilitaet/oepnv/faktenblatt-zu-linienbedarfsverkehren/ oder ein Praxisleitfaden zu flexiblen Kleinbuslösungen für Kommunen https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/mobilitaetsoffensive-fuer-das-land/

Karte der öffentlichen Ladesäulen der Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/E-Mobilitaet/Ladesaeulenkarte/start.html

Die Ergebnisse des ADFC-Klimatests 2022 im Überblick: https://www.adfc.de/artikel/adfc-fahrradklima-test-2022-die-ergebnisse oder im Detail als Download: https://fahrradklima-test.adfc.de/ergebnisse

Best Practice:

Zum Konzept von „PlusBus“ in Brandenburg: https://www.vbb.de/vbb-themen/buskonzepte/plusbus/plusbus-konzept/

Ein Pilotprojekt mit autonomen E-Bussen im niederbayerischen Bad Birnbach wir hier vorgestellt: https://www.sueddeutsche.de/bayern/on-demand-verkehr-rufbus-murnau-bad-birnbach-1.6013139
42 Minuten
Wird aus dem Auftrag der Daseinsfürsorge der Freiwilligen Feuerwehren für die Ländlichen Räume schon eine Daseinsangst? Das besprechen wir mit Claus Bauck, Kreisbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren Lüchow-Dannenberg, und Heiko Bieniußa, Kreispressereferent der Freiwilligen Feuerwehren Lüchow-Dannenberg. Die Freiwilligen Feuerwehren kämpfen deutschlandweit gegen steigende Einsatzzahlen bei voranschreitendem Mitgliederschwund. Die Freiwillige Feuerwehr des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen hat deswegen eine Kampagne zur Mitgliedergewinnung ins Leben gerufen: „112 Prozent Ehrenamt“. Informationen dazu sind hier zu finden: https://www.112ehrenamt.de/ und hier https://www.kfv-dan.de/index.php

Die Feuerwehr trägt einen großen Beitrag zur Daseinsfürsorge in den Ländlichen Räumen bei: 2020 mussten die Wehren zu 4.089.572 Einsätzen ausrücken. Von den aktiven Feuerwehrmännern und -frauen waren 2020 eine Million von insgesamt 1,3 Millionen Mitgliedern in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Seit 2000 ist diese Zahl um 60.000 Personen gesunken (vergleiche: https://www.feuerwehrverband.de/app/uploads/2022/12/221230_Statistik.pdf und https://www.feuerwehrverband.de/presse/statistik/)

Wichtig, um diesem Trend entgegenzuwirken sind laut unseren Gästen sogenannte Seiteneinsteiger:innen, d.h. Menschen, die nicht bereits von der Jugendfeuerwehr im Alter von 16 Jahren in die Freiwilligen Feuerwehren eintreten. Es geht also um „Erwachsene“, die vielleicht mit 40 oder 50 Jahren eintreten, wenn der Berufseinstieg und Familienplanung abgeschlossen sind und vielleicht Zeit für „ein neues Hobby“ ist. Doch Herr Bauck und Herr Bieniußa erzählen auch, dass die Freiwillige Feuerwehr mehr als nur ein Hobby sei: Sie sorge für Teilhabe auf dem Land, Zusammenhalt im Dorf und Gemeinschaftsgefühl. Die Freiwilligen Feuerwehren haben folglich über die Daseinsfürsorge hinaus eine große Bedeutung für die Ländlichen Räume.

Im Laufe des Podcast kamen wir auch auf die Zukunft der Feuerwehren zu sprechen. Unsere Gäste wollen betonen, dass für das Engagement der Freiwilligen Feuerwehren die Akzeptanz in der Gesellschaft essenziell sei: Das Bewusstsein darum, dass der überwiegende Teil der Feuerwehrmänner und -frauen freiwillig arbeitet, um einer Pflicht der Gemeinden nachzukommen, sei noch nicht weit genug verbreitet. Dafür sollten Veranstaltungsformate geschaffen werden, in denen die Bevölkerung die Freiwillige Feuerwehr aktiv miterleben kann. Für weitere Informationen zur Einsatzlage der Zukunft und den gegebenen Herausforderungen, gerne in den Abschlussbericht der Strukturkommission des niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport für die Potenziale des Brandschutzes schauen: https://www.mi.niedersachsen.de/download/159205/Abschlussbericht_Strukturkommission_Einsatzort_Zukunft_.pdf

Weitere Gesprächsthemen waren:

Die Akzeptanz des Ehrenamts durch Arbeitgeber, siehe auch https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-ehrenamt-freiwillige-feuerwehr-arbeitgeber-1.5131111

Migrantinnen und Migranten in der Freiwilligen Feuerwehr: siehe auch https://www.feuerwehrmagazin.de/wissen/feuerwehr-noch-zu-monokulturell-113860 und das Projekt einer Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein: https://taz.de/Integration-durch-Ehrenamt/!5370708/

Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr: siehe auch den Beitrag bei SAT1 regional (2023): Freiwillige Feuerwehren in Lüchow-Dannenberg sorgen mit Werbeaktion für Zuwachs: https://www.youtube.com/watch?v=olFkBHm1X7Q und in den Tagesthemen (2023): https://www.youtube.com/watch?v=7vmADmzackU

Habt ihr auch Interesse, Feuerwehrmann oder -frau zu werden? Dann erkundigt euch bei euren jeweiligen Kreisfeuerwehren. Alle sind willkommen!
37 Minuten
Ist Digitalisierung auf dem Land bereits ein alter Hut? – Das besprechen wir mit Prof. Dr. Ariane Sept. Sie ist seit 10/2022 Professorin für Partizipative Kommunalentwicklung und Gemeinwesenarbeit an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München und forscht seit vielen Jahren zu Themen der Stadt-, wie Regionalplanung sowie sozialen Innovationen in ländlichen Räumen.

Ariane Sept und ihre Forschungsschwerpunkte sind hier zu finden: https://www.sw.hm.edu/die_fakultaet/personen/professoren/sept/Ariane_Sept.de.html

Digitalisierung hat einige Auswirkungen auf das Leben in den ländlichen Räumen: Die Erfahrung des Angebundenseins an ein digitales Netz kann das Gefühl des Abgehängtseins auf dem Land verändern! Infrastruktur hat also auch Auswirkungen auf weiche Faktoren wie das Zugehörigkeitsgefühl von Menschen.

Digitalisierung oder auch die Globalisierung trägt generell zur Refiguration von Räumen bei; sie ordnen sich aufgrund dieser Möglichkeiten neu an. Somit werden auch Möglichkeitsräume geschaffen, die von Raum und Zeit entkoppeln können. Allerdings: Die Hoffnung auf Zeitersparnis durch Technik erfüllt sich nicht, siehe Hartmut Rosa: „Die eingesparte Zeit ist im Eimer!“ https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/hartmut-rosa-die-eingesparte-zeit-ist-im-eimer/9229108-all.html Laut Ariane Sept kann sie aber zu Einsparung von Wegen führen – ein wichtiger Faktor für’s Leben auf dem Land!

Im Laufe des Podcast kamen wir auch auf digitale, soziale Innovationen zu sprechen. Kurz zusammengefasst kann man es wie folgt darstellen: Digitaler Möglichkeitsraum trifft auf Problem & Handlungsdruck trifft auf engagierte (neue) Akteure mit Lust auf Neues und : soziale Innovationen entstehen mit Hilfe von digitalen Mitteln – für eine wissenschaftliche Beschreibung zu digital unterstützten soziale Innovationen gerne hier schauen: https://leibniz-irs.de/forschung/projekte/projekt/smart-villagers-digitalisierungen-und-soziale-innovationen-in-laendlichen-raeumen oder hier: Sept, Ariane; Christmann, Gabriela; (2022): Chancen und Herausforderungen für ländliche Räume durch Digitalisierung in Raumforschung und Raumordnung https://www.oekom.de/ausgabe/special-issue-chancen-und-herausforderungen-fuer-laendliche-raeume-durch-digitalisierung-80880

Weitere Gesprächsthemen waren:

Ehrenamt & Digitalisierung siehe auch https://www.quer-feld-ein.blog/finden/landliches-ehrenamt-auf-dem-weg-ins-digitale-zeitalter/

Digitalisierung und Stadtflucht: siehe auch der Beitrag von Ariane Sept im Deutschlandfunk (2023): Stadtflucht  Gehört der Provinz die Zukunft? https://www.deutschlandfunk.de/stadtflucht-landleben-binnenwanderung-100.html
26 Minuten
Der Lab4Land-Accelerator fördert seit 2020 nachhaltige Projekte und Geschäftsmodelle auf dem Land. Arne Brökers ist hier Projetkleiter und spricht im Podcast über den Ablauf des Accelerators (Stichwort Beschleuniger für Ideen), Co-Working und den geplanten Makerspace.

Das Lab4Land findet ihr im ländlichen Raum in Niedersachsen. Hier werden Startup-Teams gefördert, die Bevölkerung und auch die Unternehmen vor Ort mit eingebunden, immer mit dem Ziel Knowhow und Fachkräfte einzubinden und einen besonderen Ort für Innovationen auf dem Land zu schaffen.

Während „Co-Working“ die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens beschreibt, bei dem der Arbeitsraum aber auch Wissen geteilt werden, bezeichnet das Wort „Makerspace“ eine offene Werkstatt, in der alle Materialen und Geräte wie 3-D-Drucker zugänglich sind und für eigene Projekte genutzt werden können.

Quellen:

Lab4Land https://lab4land.de/

Co-Working auf dem Land – hier informiert und berät auch CoWorkland dazu: https://coworkland.de/de

Neuland 21: https://neuland21.de/

Neulandia – Summer of Pioneers: https://neulandia.de/summer-of-pioneers/

Serendipität – Tobias Kremkau dazu: https://blog.kremkau.io/serendipitaet/

Auf’s Land zieht es immer mehr Menschen: https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/digital-aufs-land
22 Minuten
Hochschulen wie die Fachhochschule Potsdam (https://www.fh-potsdam.de/) haben auch den Anspruch, abwendungsorientiert in die Region zu wirken. Die FH Potsdam verfolgt dieses Ziel u. a. durch innovative Vorhaben wie „InNoWest – Einfach machen! Gemeinsam nachhaltig und digital in Nord-West-Brandenburg.“ https://innowest-brandenburg.de/

Aber auch Angebote wie z.B. duale Studiengänge, oder auch die Präsenzstelle in Luckenwalde (https://www.praesenzstelle-luckenwalde.de/) mit dem Anspruch, dass das Land, die Kommune und die Hochschule dort gemeinsame Wege für die Region zu entwickeln, sprechen die Sprache der Verantwortung.
42 Minuten
Laut dem Umweltbundesamt setzen wir in Deutschland jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen an Materialien beim Bauen ein. So sammeln sich über Jahrzehnte hinweg enorme Materialbestände an, die großes Potenzial als zukünftige Quelle für Sekundärrohstoffe bergen. Hier kommt Urban Mining ins Spiel: Es steht für eine neue Sicht auf Siedlungsgebiete – nämlich als große Rohstofflagerstätte. Diese Rohstoffe können für neue Projekte – wie etwa dem Bau eines Rathauses wiederverwertet werden – und dies natürlich nicht nur in urbanen Settings, sondern auch in einer Kleinstadt wie Korbach. Im Podcast schildern Frau Dr. Sager-Klauß und Herr Bublak, wie sie vorgegangen sind und was es im Prozess für Herausforderungen gab, warum Urban Mining vielleicht sogar ein philosophisches Thema ist und wie es zur Lösung der Problematik der Flächenversiegelung beitragen kann.

Quellen:

Agn (2023): Rathaus Korbach https://www.agn.de/projekt/ansicht/rathaus-korbach [02/05/2023].

Behrens, Marieke (2022): Der Umgang mit Fläche: Ein Rückblick auf unsere Veranstaltungstrilogie LAND.NUTZUNG.WANDEL.https://www.andreas-hermes-akademie.de/artikel/der-umgang-mit-flaeche-ein-rueckblick-auf-unsere-veranstaltungstrilogie-land-nutzung-wandel/ [02/05/2023].

Bringezu, Stefan (2014): „Der verkannte Ressourcenschatz“ in WiWo Green https://www.wiwo.de/technologie/green/urban-mining-der-verkannte-ressourcenschatz/13550892.html [02/05/2023].

Rosen, Anja (2022): Gutachten „Ressourcenschonendes Bauen“

am Beispiel Rathaus Korbach“ für das Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz https://umwelt.hessen.de/sites/umwelt.hessen.de/files/2022-08/rhk_gutachten_ressourcenschonendes_bauen.pdf [02/05/2023].

Stadt Korbach (2023): „Rathausneubau“ https://www.korbach.de/Die-Stadt/Aktuelles-Infos/Rathausneubau/ [25/04/2023].

Schulz, Stefan (2019): Was ist urban mining? https://www.careelite.de/urban-mining/ [02/05/2023].

Umweltbundesamt (2022): „Urban Mining“ https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/urban-mining#strategieentwicklung [02/05/2023].

Viel Spaß beim Hören!
50 Minuten
In unserer zehnten Podcastfolge haben wir Martin Stoussavljewitsch zu Gast. Er ist Gründer, Managing Director und Visionär bei Youki Blockchain Technology & Watty GmbH. Hier beschäftigt er sich u.a. mit der Blockchain Technologie und erzählt im Podcast, was Deep Tech ist und was es für die ländlichen Räume bewirken könnte.

Im Gespräch geht es auch um das leben und arbeiten in Martins Heimatstadt Amberg in Bayern, einer Mittelstadt mit rund 40.000 EInwohner:innen. Das BBSR (Bundesinstitut für Bau- Raum u Stadtforschung) stellt hier die verschiedenen Stadt/Gemeindetypen in Deutschland vor: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/raumbeobachtung/Raumabgrenzungen/deutschland/gemeinden/StadtGemeindetyp/StadtGemeindetyp.html

Mehr zu Youki findest du hier: https://www.youki.ai/

Ab Minute 13 unseres Podcasts tauchen wir tiefer in das Blockchainthema ein. Die Technologie wird auch hier gut erklärt: https://www.computerwoche.de/a/blockchain-was-ist-das,3227284 – allerdings vor allem in Bezug auf die Finanzbranche. Das Blockchain noch viel mehr kann, verrät uns Martin im Podcast: Ab Minute 15:40 geht es um Anwendungsbeispiele von Blockchain in Bezug zu den ländlichen Räumen.

Nutzungschancen für Blockchain, sind laut Martin Stoussavljewitsch: Neue Geschäftsmodelle für die Landwirtschaft, Übertragung von Grundstücken in eine digitale Form, nutzungsabhängige Pachtverträge, Ernteausfallversicherungen oder auch Bürgerenergieprojekte digital abzubilden. Auch Kritik an der Technologie wird diskutiert.

Im Podcast wird auch das Zukunftsforum 2023 erwähnt: Unsere Diskussion zum Klima ernten auf dem Land findest du hier: https://www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de/programm/fachforen-block-1-1/6-transformationsschmerz-klima-ernten-auf-dem-land/

Viel Spaß beim Hören!
27 Minuten
„Warum – weshalb - warum?" Alte Fragen suchen nach Antworten auf die Frage: Was machen die ländlichen Räume attraktiv, warum ziehen Menschen aus den urbanen Räumen raus „auf` s Land? Und wie funktioniert eigentlich Integration? Welche Haltung der Zugezogenen und der heimischen Bevölkerung ist hilfreich und zukunftsfähig, um eine Gemeinschaft im besten Sinne zu werden. Eines der Zauberwörter heißt „Demut“ gegenüber dem, was bereits entstanden ist. Zu Gast haben wir heute Inga Wiele, welche gemeinsam mit ihrem Mann Christian gezeitenraum (https://www.gezeitenraum.com/) gegründet hat. Sie helfen u. a. Unternehmerinnen und Unternehmern bei strategischen Zukunftsfragen weiterzukommen. Ihr Motto:“ Mit und für die Region.“
27 Minuten
In unserer achten Podcastfolge unterhält sich Mareike Meyn mit Wolfgang Reimer. Er ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG).

Die ASG wurde 1947 mit dem Ziel gegründet, sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und in der Landwirtschaft einzusetzen.

Die Agrarsoziale Gesellschaft stellt ihre Veranstaltungen, Projekte und Publikationen hier vor: https://www.asg-goe.de/index.shtml Die nächste Frühjahrstagung fand vom 24.-25. Mai 2023 in Schwerin statt: https://www.asg-goe.de/tagungen.shtml

Laut dem Statistischen Bundesamt ziehen immer mehr Menschen auf’s Land. Gemäß der Auswertung ist die Zahl der Fortzüge aus den kreisfreien Großstädten in kleinere Städte und ländliche Regionen im Vergleich zu 2019 um 1,8 % gestiegen. Gleichzeitig sind die Zuzüge in die Großstädte um 5,4 % zurückgegangen. Quelle: Top Agrar (2022): Stadtflucht: Abwanderung aus Städten so hoch wie vor 30 Jahren https://www.topagrar.com/panorama/news/abwanderung-aus-staedten-so-hoch-wie-vor-30-jahren-13255249.html

Der Koalitionsvertrag von 2021 ist hier zu finden: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1990800

Richard Florida (2002): Technology and Tolerance: Diversity and High-Tech Growth https://www.researchgate.net/publication/259797930_Technology_and_Tolerance_Diversity_and_High-Tech_Growth