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ROBE & REVOLTE Archiv

38 Episoden
58 Minuten
Großkanzlei. Da denken viele vermutlich an lange Arbeitstage, ziemlich klare Hierarchien, Billable Hours.

Dennis Hillemann kennt diese Welt ziemlich gut. Er ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht (), Partner bei ADVANT Beiten und schreibt auf LinkedIn und Substack erstaunlich offen darüber, was im Anwaltsleben gut läuft und was aus seiner Sicht dringend auf den Prüfstand gehört. 

Und weil Dennis wenig Lust auf Corporate-Sprech hat, wird auch in dieser Folge nicht lange um den heißen Brei geredet. Wir sprechen darüber, warum Arbeiten im Urlaub wirklich keine Heldengeschichte ist, was gute Führung in einer Großkanzlei mit Zuhören, Vertrauen und dem Satz „Ich weiß es gerade nicht“ zu tun hat und warum junge Anwält:innen früh mit Mandant:innen sprechen sollten. Außerdem geht es darum, wie KI die Ausbildung von Associates verändern wird, und weshalb Dennis ziemlich sicher ist: Die Billable Hour wird irgendwann Geschichte sein.

Dabei landen wir immer wieder bei einer größeren Frage: Wie viel von dem, was in Kanzleien seit Jahrzehnten als völlig normal gilt, passt eigentlich noch zu der Art, wie wir heute – und morgen – arbeiten wollen? 

Dennis plädiert für weniger Statusdenken, verständliche Sprache, mehr gesunden Menschenverstand und Führungskräfte, die sich selbst nicht für die klügsten Menschen im Raum halten müssen. Und für Jurist:innen, die neben der 95. BGH-Entscheidung auch mal ein Buch über Kommunikation, Führung oder andere Soft Skills lesen. 

Seine Take-home-Message ist jedenfalls erfreulich kurz: Bleibt Menschen. Finden wir ziemlich gut.  

Mehr von Dennis gibt es hier:

https://www.linkedin.com/in/dennis-hillemann/

https://hillemann.substack.com

Und mehr von uns hier:

https://linktr.ee/robeundrevolte

Gebt uns gerne Feedback zu dieser Folge! Konstruktive Kritik, neugierige Fragen und Themenvorschläge sind immer willkommen.
50 Minuten
Wir Jurist:innen urteilen.

Ständig.

Über Sachverhalte, Menschen, Argumente, Glaubwürdigkeit – und natürlich über die Frage, wer Recht hat. Dabei halten wir uns gern für besonders rational. Dumm nur, dass unser Gehirn da ein Wörtchen mitzureden hat.

Dr. Antje Oswald ist Juristin, Mediatorin und Ministerialrätin – und beschäftigt sich intensiv mit Psychologie, kognitiven Verzerrungen und der Frage, wie unser Denken unsere Entscheidungen beeinflusst.

Im Gespräch geht es u.a. um den Ankereffekt, den Halo-Effekt und den Bestätigungsfehler, um blinde Flecken und die Frage, was richterliche Unabhängigkeit eigentlich bedeutet, wenn wir alle unseren eigenen Biases unterliegen.

Wir sprechen darüber, warum ein erster Eindruck aus der Akte so hartnäckig sein kann, wie Perspektivwechsel unsere Entscheidungen verändern können und was wir aus Mediation für unsere juristische Praxis lernen können.

Und natürlich landen wir auch bei der KI: Was passiert mit unserer Urteilskraft, wenn wir immer mehr Denken an ein „zweites Gehirn“ auslagern? Und was, wenn dieses zweite Gehirn selbst jede Menge Biases mitbringt?

Antje bringt all diese Themen auch in ihrem spannenden und erhellenden LinkedIn-Newsletter „Fair urteilen“ auf den Punkt. Mit viel psychologischem Wissen, anschaulichen Metaphern und einer guten Portion Humor. Wir finden: absolute Leseempfehlung für alle, die beruflich oder privat gern mal genauer hinschauen, wie sie eigentlich zu ihren Urteilen kommen:

https://www.linkedin.com/newsletters/fair-urteilen-7469384886819344384/https://www.linkedin.com/newsletters/fair-urteilen-7469384886819344384/

Eine Folge über Psychologie, Jura, menschliche Denkfehler und die Erkenntnis, dass Recht allein manchmal eben nicht reicht.

Antje findest du hier:

https://www.linkedin.com/in/dr-antje-oswald-ll-m-652356230/

Und uns hier: https://linktr.ee/robeundrevolte

Wir freuen uns immer über Feedback, Fragen und Anregungen!
58 Minuten
Jura ist trocken?

Das kann eigentlich nur jemand sagen, der Rechtsanwältin Iris Hell aus München noch nicht kennt.

Iris – auch bekannt als "Frau Paragraph" - hat jedenfalls beschlossen, diesem Klischee den Kampf anzusagen. Ihre Mission: jungen Menschen zeigen, dass Jura nicht nur in Gerichtssälen und Gesetzestexten stattfindet, sondern mitten im Alltag. Und dabei sogar Spaß machen kann!  

Auf Instagram und TikTok erzählt sie mit "Jura für Paragraphengören" Recht so, dass man freiwillig dranbleibt. Es geht bei ihr u.a. um herrenlose Fahrräder, Hamster als Ruhestörer, Oldtimer, Popcorn vor Gericht und wahrhaft märchenhafte Urteile.

Mit Iris klären wir,

weshalb man auch als Jurist:in lachen darf (sogar über sich selbst!),

warum unsere Branche mehr Authentizität gebrauchen kann und

wie man aus einem Schülerpraktikum echte Begeisterung für Jura entstehen lässt.

Kurz gesagt:

Eine Folge über Kreativität, Humor und die Erkenntnis, dass hinter jedem Urteil eine Geschichte steckt.

Schaut unbedingt bei Iris vorbei!

Hier geht's lang:

https://www.frau-paragraph.de/: Jura für Paragrafengören

https://irishell.de/: Hell’s kids & clients

https://unzicker-legal.de/aktuelles/

Mehr zu uns findet ihr hier:

https://linktr.ee/robeundrevolte

Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns eine Bewertung und/ oder einen Kommentar da lasst, unseren Podcast abonniert und uns Feedback gebt! 🫶
56 Minuten
Unser heutiger Gast Bork Morfaw hat als Rechtsanwalt bei Freshfields gearbeitet. Mit Unterstützung der Kanzlei ging er für drei Monate nach Bali, um Programmieren zu lernen – inklusive jeder Menge Mathematik. Heute ist er Gründer und CEO von nu_legal und bietet Rechtsdienstleistungen an, bei denen Automatisierung und anwaltliche Expertise Hand in Hand gehen. 

In dieser Folge sprechen wir mit Bork darüber, warum billable hours bald Geschichte sein könnten, welche juristischen Aufgaben KI im Jahr 2026 schon übernimmt (Spoiler: die langweiligen) und warum Bork trotzdem sagt, er würde Jura nochmal studieren. Zumindest heute. 

Außerdem geht es um neue Berufsbilder im Rechtsmarkt, die Zukunft anwaltlicher Arbeit und die Frage, warum KI vielleicht weniger Bedrohung als Einladung ist, den eigenen Beruf neu zu denken. Viel Freude beim Hören!

Und erzählt uns gern: 𝗪𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗔𝘂𝗳𝗴𝗮𝗯𝗲𝗻 𝘄𝘂̈𝗿𝗱𝗲𝘁 𝗶𝗵𝗿 𝘀𝗼𝗳𝗼𝗿𝘁 𝗮𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗞𝗜 𝗮𝗯𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻?  

Neugierig geworden?

️ https://nulegal.eu/

️ https://www.linkedin.com/in/bork-morfaw/

️ https://linktr.ee/robeundrevolte
1 Stunde 16 Minuten
Veränderung ja - aber bitte ohne echte Veränderung? 

Gemeinsam mit Jens Hartmann, Projektleiter Organisationsentwicklung der Justiz Mecklenburg-Vorpommern, sprechen wir über die Frage, wie Veränderungsprozesse in Organisationen zuverlässig misslingen. Etwa dann, wenn neue Ideen auf ohnehin schon überlastete Systeme treffen, wenn echte Beteiligung ausbleibt und die gelebte Kultur jeden noch so guten Plan einfach auffrisst.  

Zum Glück bleiben wir nicht beim Scheitern. Wir sprechen darüber, was Organisationen brauchen, damit Veränderung tatsächlich gelingt, wie Wandel unter realen Bedingungen überhaupt in Bewegung kommt und warum die Geschichten, die wir uns über Veränderung erzählen, oft wirkmächtiger sind als jedes Konzept.

Mehr zu Jens findest du hier:

https://www.linkedin.com/in/jens-hartmann-a78229205

https://www.jenshartmann.dev

Ihr habt Feedback, Fragen, Anregungen? Schreibt sie uns gerne in die Kommentare oder per Mail.

Du findest uns hier:

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47 Minuten
Neues Format, neuer Takt: In "3 Impulse für..." sprechen wir diesmal über etwas, das viele Jurist:innen bestens kennen : Stress ️

Keine klassische Interviewfolge, dafür drei hilfreiche Impulse, ehrliche Einordnungen und konkrete Tipps für alle, die zwischen Fristen, Mandaten, Erwartungsdruck und dem eigenen Anspruch manchmal vergessen, dass sie auch noch ein Nervensystem haben.

Kurz (... da arbeiten wir noch dran ), klar und mit Augenzwinkern. Für mehr Überblick im Kopf und weniger Hamsterrad im Alltag.

Diese Folge ist unser friendly reminder, dass Daueranspannung kein Qualitätsmerkmal ist.

Wie immer freuen wir uns über Feedback und Anregungen!

Mehr von uns gibt es hier: https://linktr.ee/robeundrevolte
1 Stunde 4 Minuten
Unser heutiger Gast ist Dr. Marc Petit:

Marc ist Vorsitzender Richter am Landgericht Lübeck, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landesverfassungsgerichts, Leiter der zentralen Online-Redaktion der Justiz Schlewig-Holsteins und Mitglied im Sprecherrat der Neue Richter:innenvereinigung (NRV).

Mit Marc sprechen wir über eines unserer absoluten Herzensthemen:Wie lassen sich in großen Organisationen wie der Justiz Veränderungen anstoßen — und tatsächlich umsetzen?

Marc berichtet von Projekten in der Justiz Schleswig-Holsteins, die im Ergebnis zu mehr Kontakt der Justiz mit der „Außenwelt“ geführt haben. 

Er hat die Social-Media-Präsenz der Justiz in Schleswig-Holstein initiiert und gemeinsam mit seinem Team von Grund auf aufgebaut. Natürlich interessiert uns, wie diese Idee entstanden ist und wie es inzwischen läuft. Und, noch spannender: Wen und was brauchte es, um aus dieser Idee ein erfolgreiches Projekt zu machen? 

Außerdem geht es um ein weiteres innovatives Projekt: Feedback für Richter:innen — von außen! 

Wir finden ja, dass es die Möglichkeit, sich als Richter:in in einem geeigneten Verfahren Rückmeldungen von den Parteien einzuholen, flächendeckend geben sollte.

Was meinst du dazu? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen. 

Die Justiz in Schleswig-Holstein findest du hier

https://www.schleswig-holstein.de/DE/justiz

und hier: https://www.instagram.com/gerichtesh/

Und mehr über uns gibt es hier:

https://linktr.ee/robeundrevolte
1 Stunde 5 Minuten
S2 Folge 3 von ROBE & REVOLTE ️

Zu Gast ist Ingo Behrens – Präsident des Verwaltungsgerichts Hannover.

Wir sprechen mit Ingo darüber, wie Organisationen mit den vielfältigen Veränderungen unserer Zeit umgehen können.

Ausgangspunkt vieler Veränderungen am VG Hannover war die Corona-Pandemie. Plötzlich musste vieles gehen, was vorher (scheinbar) unmöglich war. Und genau daraus ist eine wichtige Erfahrung erwachsen: Veränderung kann gelingen.

Wir sprechen darüber,

– warum es manchmal hilfreicher ist, (nur) zu fragen: „Steht eigentlich etwas elementar dagegen?“, statt jedes noch so kleine Risiko vorab zu analysieren,

– weshalb Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Hierarchieabbau entscheidend sind,

– wie selbstorganisierte Teams, Desk Sharing und digitale Zusammenarbeit an einem Gericht funktionieren können,

– warum das VG Hannover auf Instagram aktiv ist,

– was das mit generationsübergreifender Zusammenarbeit zu tun hat,

– weshalb Veränderung nicht bedeutet, dass immer alles glatt läuft,

– und welche Chancen KI der Justiz möglicherweise bieten kann.

Eine Folge über den Mut, einfach mal zu machen. Und über die Frage, wie Organisationen vor die Linie kommen können, statt nur auf Veränderungen zu reagieren.

Das VG Hannover findest du hier: https://www.verwaltungsgericht-hannover.niedersachsen.de/startseite/

Den Instagram-Account des VG Hannover findest du hier: https://www.instagram.com/verwaltungsgericht.hannover

Und mehr über uns gibt es hier:

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1 Stunde 6 Minuten
Sina Dörr gehört zu den prägenden Stimmen, wenn es um die digitale Zukunft der Justiz geht. Ihre praktischen Erfahrungen sind vielfältig: Sie ist als Richterin am Oberlandesgericht Köln tätig und hat in ihrer Laufbahn u.a. die gerichtsinterne Organisation eines Landgerichts geleitet, als Referentin im Bereich Legal Tech und Zugang zum Recht im Bundesministerium der Justiz gearbeitet und den Think Thank Legal Tech für die Justiz NRW aufgebaut und geleitet.

Wir sprechen mit Sina darüber, was passiert, wenn ein auf Stabilität angelegtes System wie die Justiz und eine sich rasant verändernde Außenwelt aufeinander treffen.

Die Anforderungen an die Rechtsprechungsarbeit steigen: Es geht um neue Kommunikationsgewohnheiten, Massenverfahren, zunehmende Komplexität und wachsende Datenmengen. Damit Gerichte – auch in Zeiten von Pensionierungswellen und Fachkräftemangel – nicht regelrecht lahmgelegt werden, braucht es mehr Tempo bei der Digitalisierung.

Gleichzeitig stellen sich weitere Fragen: Wie kann die Justiz mehr Menschen einen besseren Zugang zum Recht ermöglichen? Wie kann die Gewaltenteilung in Zeiten der digitalen Transformation sichergestellt werden? Wie bleibt die Justiz resilient und unabhängig?

Sich diesen Fragen zu stellen und die Digitalisierung in der Justiz voranzubringen, ist laut Sina ein "Vollkontaktsport", für Organisationen und für den Einzelnen. Und der erfordert auch den Mut zur kritischen Selbstreflexion: Was ist eigentlich unsere Aufgabe? Welche Werte leiten uns (wirklich)? Brauchen wir automatisierte Entscheidungen? Wer eignet sich für verwaltungsinterne Führungs- und Managementaufgaben und woran machen wir das fest? Wer entscheidet darüber, ob und welche Tools und Instrumente angeschafft werden und welche Kriterien liegen dieser Entscheidung zugrunde?

Geht es "nur" um Digitalisierungsprojekte oder müssen Kultur und Haltung gleich mit auf den Prüfstand?

Eine Folge über den Zustand der Justiz im Wandel. Wir freuen uns, wenn du reinhörst!

Mehr zu Sina erfährst du hier:

https://www.linkedin.com/in/sina-dörr-48a4211a6/

Das von Sina und Thomas Riehm herausgegebene Buch "Digitalisierung und Zivilverfahren" findest du hier:

https://www.degruyterbrill.com/de/document/doi/10.1515/9783111546018/html?srsltid=AfmBOornbFwFk2vNeSSdFrd7MAquxRlhbu0fARyQfVytv5-FsWVGs0F0

Und mehr über uns erfährst du hier: https://linktr.ee/robeundrevolte
10 Minuten
Wir sind zurück ️

ROBE & REVOLTE startet in Staffel 2 – und wir freuen uns riesig darauf! 

S2 F1 ist ungewohnt kurz (nur 10 Minuten) und genau das, was sie sein soll: 

Ein „Hallo, da sind wir wieder“ und ein Ausblick auf das, was kommt. 

Und dann geht’s direkt weiter:

Am Freitag erscheint Folge 2.

Wir sagen mal so: Es wird spannend.

Wir freuen uns, wenn ihr (wieder) reinhört

https://linktr.ee/robeundrevolte
1 Stunde 10 Minuten
Fehlurteile? Gibt’s in Deutschland doch gar nicht?

Leider doch – und genau darüber sprechen wir passend zum International Wrongful Conviction Day am 2. Oktober 2025 mit Rechtsanwältin Laura Farina Diederichs.

Laura ist Strafverteidigerin und engagiert sich im Vorstand des Innocence Project Deutschland  des Vereins Fehlurteil und Wiederaufnahme e.V. Dieser gemeinnützige Verein setzt sich für die Aufdeckung von Fehlurteilen und die Unterstützung Betroffener ein.

Offizielle Zahlen zu Fehlurteilen gibt es in Deutschland nicht. Einige spektakuläre Falle sind jedoch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, z.B. die fehlerhaften Verurteilungen von Manfred Genditzki, Gustl Mollath und der Familie des zum Zeitpunkt der Verurteilung verschwundenen Rudi Rupp. 

Mit Laura beleuchten wir

typische Fehlerquellen im Strafverfahren: sie reichen von falschen Identifikationen über fehlerhafte Gutachten – hast du schon mal den Begriff „junk science“ gehört? – bin hin zu falschen Zeugenaussagen und sogar falschen Geständnissen;

die schwierige Situation nach einem Fehlurteil: Wiederaufnahmeverfahren nach § 359 StPO sind komplex, langwierig und teuer;

die Arbeit des Innoncence Projetc Deutschland: Wer kann sich an das Projekt wenden und wie kann man sich dort engagieren?

Neben der Arbeit im Einzelfall engagiert sich der Verein rechtspolitisch und fordert u.a. die audio-visuelle Protokollierung von Strafverfahren in Deutschland und die Möglichkeit der längeren Aufbewahrung von Asservaten. Außerdem bietet das Innocence Project Deutschland eine Reihe von Fortbildungen für alle, die im Strafrechtssystem tätig sind und weitere Interessierte an.

Hier kannst du mehr erfahren:

https://www.innocence-deutschland.de

https://innocencenetwork.org

https://www.registryofexonerations.eu
1 Stunde
 Innovation braucht Schubser – sagt Stefanie Thuiner.

Sie ist General Legal Counsel von myflexbox, Co-Founderin der Legal Counsel Academy, Autorin, Mentorin und Speakerin – und sie beschreibt sich selbst mit drei Worten: #unbequem, #sichtbar und #mutig.

Sind das Eigenschaften, die es heute überall in der #Rechtsbranche braucht? 

In dieser Folge sprechen wir darüber, wie die Branche in Zeiten rasanter und tiefgreifender Veränderungen am Ball bleiben kann. Innovation braucht keine Buzzwords, sondern zunächst einmal handfeste Vorarbeit: Change will gestaltet werden und dafür braucht es u.a. Werte, Leitbilder und konsequentes Wissensmanagement. Wir diskutieren mit Stefanie, warum „lean“ oft mehr bringt als aufgeblähte Prozessorientierung, ob #Billables in Zeiten von KI ineffizientes Arbeiten belohnen und wie wir unseren Mehrwert als Jurist:innen klar benennen können, anstatt uns hinter Perfektion und Klauseln zu verstecken, die jedes noch so minimale Risiko abdecken. 

Was passiert mit dem Menschen im Recht, wenn KI vieles automatisiert? Wie viel Mut zur Lücke brauchen wir, damit Empfehlungen praxisrelevant werden? Reicht Legal Tech allein? One fits all gibt es jedenfalls nicht.

Stefanie ist überzeugt: Austausch ist der Katalysator für #Weiterentwicklung . 

Finden wir ja auch :)

Stefanie findest du hier: https://www.linkedin.com/in/stefanie-thuiner-innovationbrauchtschubser/

Die Legal Counsel Academy hier: https://legalcounselacademy.at/

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1 Stunde 3 Minuten
PERMA statt Torpedo – Führung neu gedacht bei der Polizei.

Zu Gast bei ROBE & REVOLTE ist diesmal Dr. Bernd Bürger: Seit fast 30 Jahren Polizeibeamter, Wissenschaftler, Berater, Coach & Speaker.

Er war lange Jahre aktiv im Unterstützungskommando (USK) der bayerischen Polizei. Inzwischen leitet er den Fachbereich Führung und Einsatz des dortigen Fortbildungsinstituts. Bernd ist außerdem Experte für Positive Leadership (PERMA LEAD, einem vom Organisationspsychologen Dr. Markus Ebner entwickelten Ansatz).

PERMA steht für:

P wie Positive Emotionen.

E wie Engagement - Stärken einbringen und in den Flow kommen.

R wie Relationship - tragfähige Beziehungen gestalten.

M wie Meaning - der Arbeit Sinn geben.

A wie Accomplishment - Erfolge sichtbar machen.

Polizei Bayern und moderne Führungskultur – passt das zusammen!? Wer hat Zeit für sowas? Geht es nur um Spaß bei der Arbeit? Oder kann man sogar die Leistung der Mitarbeitenden fördern? Deren Veränderungsbereitschaft und Wohlbefinden? Was hat ein Team mit einem Garten zu tun? Was bedeutet PERMA? Ist das alles Ringelpiez mit Anfassen? Was ist mit den Hierarchien? Und was ist eigentlich los mit der Generation Z?

Bernd klärt uns auf – in seiner unnachahmlichen Art, mit der er es schafft, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis anschaulich und mitreißend zu erläutern und uns mitzunehmen in die Welt der positiven Führung. Er verrät uns auch, welche weiteren As er PERMA in seiner Arbeit noch hinzufügt. 

Mehr über Bernd erfährst du hier:

 https://docbb.de und https://dankfabrik.com 

Uns findest du hier: https://linktr.ee/robeundrevolte

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1 Stunde 8 Minuten
Unser Gast diesmal: Guido Kirchhoff, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., Mitglied im Bundesvorstand der Neuen Richter*innenvereinigung e.V., seit vielen Jahren beim Richter*innenratschlag und als Redakteur von Betrifft Justiz aktiv. Einer, der sich selbst augenzwinkernd als „bunten Hund“ in der Justiz bezeichnet und der nie aufgehört hat, den Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen. 

Guido teilt Anekdoten aus seiner Karriere, die u.a. zeigen: Eine mündliche Verhandlung ist mehr als nur eine Formalität, sie ist Begegnung. Wer zum ersten Mal im Gerichtssaal steht, ist aufgeregt, und Vertrauen spielt eine große Rolle. Wir sprechen mit ihm über Wahrnehmungs- und Erinnerungspsychologie, den Stress von Zeug:innen – und darüber, wie kleine Dinge, manchmal schon ein Flipchart, einen großen Unterschied machen können.

Natürlich geht es auch um die legendäre Tagung „Der Mensch in der Robe“: eine Selbsterfahrungstagung, die seit Jahrzehnten Richter:innen dabei unterstützt, sich selbst, ihre Muster und inneren Antreiber besser zu erkennen und wahrzunehmen. Mit spürbaren Effekten vom verhinderten Burnout bis hin zu mehr Gelassenheit im Gerichtssaal. 

Nicht zuletzt tauchen wir in die Justizpolitik ein und sprechen über den Richter*innenratschlag als demokratisches Forum seit den 80ern, über Betrifft Justiz als „Internet vor dem Internet“ für progressive Köpfe in Robe und die Frage, wie Vernetzung und Austausch auch innerhalb der Justiz dafür sorgen, dass wir mit unseren Gedanken, Zweifeln und/ oder Ideen nicht allein bleiben. 

Unsere berühmte Hex-Hex-Frage beantwortet Guido mit einer Idee zu den Themen Besoldung und Beförderung, die für Diskussionen sorgen könnte. Ganz im Sinne von Robe & Revolte  

Guido Kirchhoff auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/guido-kirchhoff-771872131/ Zum Richter*innenratschlag: www.richterratschlag.de 

Zu der Zeitschrift Betrifft JUSTIZ: www.betrifftjustiz.de 

Zur Neuen Richter*innenvereinigung: www.neuerichter.de 

Wer sich für die Arbeit von Iris von Stosch, Psychologin bei Mensch in der Robe, interessiert: https://www.liebeleben.de 

Texte zu Mensch in der Robe: Grundsatztext von Ruth-Maria Eulering und Interview: https://betrifftjustiz.de/BJ_Texte/Ganze_Hefte/BJ%20096_web.pdf 

Äußerungen früherer Teilnehmer*innen: https://betrifftjustiz.de/BJ_Texte/Ganze_Hefte/BJ%20133_final.pdf 

Ein Link zu Jens Corssen: https://www.youtube.com/watch?v=t0DQ_NhmH1A  

Uns hier findet ihr uns: https://linktr.ee/robeundrevolte
54 Minuten
„Wenn’s dir nicht gefällt, mach neu!“ – Julia Müller hat genau das getan.

Nach Stationen in der Großkanzlei, im Unternehmen und Auszeiten mit Yogalehrer-Ausbildungen (eine davon auf Bali) hat sie sich gefragt: Was darf ich loslassen, um das Leben zu kreieren, das wirklich zu mir passt? 

Heute bringt sie zusammen, was vermeintlich nicht zusammengehört: Jura & Yoga. Leistung & Loslassen. Mentale Klarheit & spirituelle Praxis.

Neben ihrer Arbeit in der Personalberatung begleitet sie Jurist:innen mit individuell abgestimmten Yoga- & Achtsamkeitsangeboten und als Mentorin in beruflichen Umbruchphasen.  

Wir schauen uns an...

... warum Jurist:innen oft genau das brauchen, wofür sie vermeintlich keine Zeit haben

... weshalb der nächste berufliche Schritt nicht immer einen radikalen Bruch braucht – sondern oft "nur" eine ehrliche Innenschau

... wie Meditation, Yoga & Coaching helfen, den inneren Autopiloten zu erkennen und neue Wege zu gehen

... und warum wir oft nicht mehr, sondern weniger brauchen, um wieder bei uns selbst anzukommen.

Hör' auf jeden Fall rein, wenn du dich manchmal fragst:

Wer bin ich eigentlich jenseits von Rollen, Bewertungen und To-do-Listen? Was wird möglich, wenn ich mein privates und mein berufliches Ich mehr in Einklang bringe?  

Viel Spaß mit dieser Folge! Wir freuen uns über dein Feedback, über Verbesserungsvorschläge und Themenvorschläge ️

Mehr über Julia erfährst du hier: 

https://juliakathrinmueller.de/

https://clientsandcandidates.com/

Uns findest du hier:

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