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  3. Kein Wort ohne meinen Anwalt – Der Jura-Podcast Podcast

Episoden

1 Stunde 7 Minuten
In der Anonymität des Internets lauern viele Gefahren. Die meisten davon bedrohen aber nicht unser Leben. Daniel G. hingegen, spielte bewusst mit dem Leben seiner 88 Opfer, indem er sich wahlweise als Mediziner oder Wissenschaftler ausgab, der über Kleinanzeigenportale Teilnehmer für eine vermeintliche Studie zur Schmerzempfindlichkeit bei Stromschlägen suchte. Was die Geschädigten nicht wussten: Daniel G. suchte sexuelle Befriedigung darin, wie sich die vorwiegend weiblichen Probanden lebensgefährliche Stromschläge verpassten.

In dieser Folge sprechen wir mit dem Gießener Strafverteidiger Alexander Hauer, der selbst eine Geschädigte dieser sadistischen Taten vertreten hat, über die Hintergründe der Taten und über die Psyche des Täters.
49 Minuten
Im Laufe der letzten Jahre ist nicht nur der Ton im Netz rauer geworden. Auch die Anzahl der Hausdurchsuchungen aufgrund von Äußerungen auf sozialen Netzwerken hat drastisch zugenommen. Dabei liegen den Ermittlungsbehörden die Beweise in Form von Screenshots bereits vor und von einem Kapitalverbrechen sind Beleidigungen weit entfernt.

Verschlimmert wurde die Tendenz zur Hausdurchsuchung durch die massenhafte Verfolgung vermeintlicher Beleidigungen durch Abmahnkanzleien und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Besonders Politiker des deutschen Bundestags ließen in der Vergangenheit hundert-, manchmal sogar tausendfach Äußerungen strafrechtlich verfolgen, die sich zum Großteil als von der Meinungsfreiheit abgedeckt entpuppten.

In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Folgen der voreilige Einsatz von Hausdurchsuchungen für die Betroffenen hat und geben euch dazu wichtige Einblicke des renommierten Psychologen, Professor Wolfgang Milch.

Hier geht es zur Abstimmung für den Jurios Jura-Podcast-Preis 2025: https://strawpoll.com/7MZ0k3r1mgo

Quellen:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6931d59611f914c89b853254/vorwurf-politiker-beleidigung-hunderte-strafantraege-merz-ausuferndes-agieren-in-eigener-sache.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwachkopf-Aff%C3%A4re

https://www.cicero.de/innenpolitik/schwachkopf-affare-grunes-klima-der-einschuchterung

https://psychosozial-verlag.de/autor-innen-viten?autorid=89
35 Minuten
In dieser Folge unseres juristischen Podcasts analysieren wir den Fall Trump vs. Maduro aus völkerrechtlicher Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die angeordnete Militäraktion einen Völkerrechtsbruch darstellt oder als legitime militärische Operation gerechtfertigt werden kann. Wir beleuchten die maßgeblichen Rechtsgrundlagen der UN-Charta, insbesondere das Gewaltverbot und mögliche Rechtfertigungen wie Selbstverteidigung oder kollektive Sicherheitsmaßnahmen. Dabei ordnen wir die politischen Narrative juristisch ein und trennen rechtliche Bewertung von politischer Rhetorik. Eine sachliche, kritische Diskussion an der Schnittstelle von Völkerrecht, Machtpolitik und internationaler Verantwortung.

Klarstellung zur Zuständigkeit von IGH (ICJ) und IStGH (ICC):

Zur Vermeidung von Missverständnissen: In Den Haag gibt es zwei verschiedene internationale Gerichte mit unterschiedlichen Aufgaben und Bindungen für die USA — den Internationalen Gerichtshof (IGH/ICJ) für Streitigkeiten zwischen Staaten und den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH/ICC) für die strafrechtliche Verfolgung von Einzelpersonen. Zur Klarstellung: Der Internationale Gerichtshof (ICJ) entscheidet über Streitigkeiten zwischen Staaten; die USA sind über ihre UN‑Mitgliedschaft Vertragspartei des ICJ‑Statuts, doch der Gerichtshof wird gegenüber den USA nur mit deren Zustimmung zuständig. Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) verfolgt Einzelpersonen; die USA sind kein Vertragsstaat des Rom‑Statuts und daher nicht verpflichtet, ICC‑Haftbefehle zu vollstrecken. Gleichwohl kann der ICC zuständig werden, wenn Taten auf dem Gebiet eines Vertragsstaats begangen wurden oder der Sicherheitsrat den Fall überweist.

Schlagt uns für den Jura-Podcast-Preis von Jurios vor! Sendet einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Jura-Podcast-Preis 2025" an info@jurios.de und schreibt den Namen unseres Podcasts "Kein Wort ohne meinen Anwalt" in die Nachricht. Vielen Dank für eure Stimme!
52 Minuten
Was, wenn der Staat alles über dich weiß – noch bevor du selbst es tust?

Die Software Palantir gilt als mächtigstes Überwachungs-Tool der Welt. Ursprünglich entwickelt für den "War on Terror" in den USA, kommt sie inzwischen auch in Deutschland zum Einsatz – offiziell für die Verbrechensbekämpfung. Doch Kritiker warnen: Mit Palantir verschwimmen die Grenzen zwischen Sicherheit und totaler Kontrolle.

In dieser Folge sprechen wir mit Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker vom Cyberintelligence Institute und Michael Kolain von ai-laws.org  über die geheimen Methoden, die Gefahren für unsere Freiheit – und warum Palantir vielleicht mehr über dich weiß, als dir lieb ist.
1 Stunde 6 Minuten
Am 17. November 2016 töteten zwei Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet Ihren Freund Daniel M und ließen seine Leiche spurlos verschwinden. 9 Jahre später wurden Beide zu lebenslanger Haft verurteilt. In dieser Folge sprechen wir mit Alexander Hauer, Fachanwalt für Strafrecht und Vertreter der Nebenklage, wie er den Prozess erlebt hat und welche Besonderheiten ein rein indizienbasiertes Gerichtsverfahren mit sich bringt.

Hintergrundmusik vom Intro (kostenlos und lizenzfrei): https://audiofire.de
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Über diesen Podcast

„Kein Wort ohne meinen Anwalt“ ist der Jura-Podcast, der euch komplexe rechtliche und gesellschaftspolitische Themen verständlich macht und kritisch beleuchtet. Strafverteidiger Andreas Milch und Co-Host Thore Bischoff bilden eine perfekte Verbindung aus juristischer Expertise und zugänglicher Auseinandersetzung mit Recht im Alltag. Inhaltlich widmen wir uns aktuellen Rechtsfällen, Fragen der Meinungsfreiheit, dem Datenschutz im digitalen Zeitalter sowie ausgewählten True-Crime-Aspekten. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie schnell Bürgerinnen und Bürger heute – etwa durch digitale Kommunikation oder öffentliche Äußerungen – in den Fokus von Behörden geraten können. Bei uns werden rechtliche Themen nicht nur erklärt, sondern konsequent kritisch eingeordnet und in ihren praktischen Konsequenzen hinterfragt. Regelmäßig sind hochkarätige Gäste aus Wissenschaft, Politik und Praxis zu hören. So waren im Jahr 2025 unter anderem Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker zum transatlantischen Datenschutz sowie Michael Kolain zum Einsatz der Analyseplattform Palantir zu Gast. Ebenso diskutierte der ehemalige Europa-Abgeordnete Dr. Patrick Breyer die geplante Chatkontrolle und deren Auswirkungen auf Grundrechte und Privatsphäre. Der Titel „Kein Wort ohne meinen Anwalt“ ist dabei bewusst gewählt: Er greift den bekannten Grundsatz auf, dass rechtliche Fragen ohne qualifizierten Rat schnell gravierende Folgen haben können. Genau dieses Spannungsfeld macht unser Podcast sichtbar – kritisch, verständlich und stets mit Blick auf die Relevanz für den Alltag.
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„Kein Wort ohne meinen Anwalt – Der Jura-Podcast“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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